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Deer und flotte.

Wieder ein neuer Schlachtschifftyp. Die italienische Admiralität hat die Arbeiten an einem Schlachtschiff be= gonnen, dessen Bestückung um 50 Prozent stärker sein wird, als die der ,, Dreadnought". Das Fahrzeug soll mindestens zwei, wahrscheinlich aber sogar drei Knoten in der Stunde mehr laufen, als das englische Schiff. In einem Wort, das italienische Schiff würde sich außerhalb der Feuerzone der Dreadnought" halten, und diese auf eine Entfernung zum Sinfen bringen fönnen, auf welche die Geschosse des englischen Schiffes wirtungslos sind.

Soziales Leben.

Etwa tausend X Ausstandsbewegung im Rheinland. organisierte Ofen-, Walzwerks- und Adjuſtagenarbeiter des Hüttenwalzwerts Rote Erde hatten einen neuen Lohntarif eingereicht, den die Verwaltung nicht anerkannt hat. Darauf haben die Arbeiter in mehreren Protestversammlungen be schlossen, am 1. August zu tündigen.

Nab und fern.

Felix Dreyschockt. Der bekannte Klavier- Virtuose Felix Drehschod ist in Berlin gestorben, wo er zuletzt als Lehrer am Stern'schen Konservatorium wirfte. Für seine Genialität ist eine Anekdote bezeichnend, die uns heute mit­geteilt wird. Ein bedeutender Musiker äußerte nach dem Besuch eines Dreyschock- Konzertes: Ich war ausgegangen, um den Pianisten Dreyschod zu hören; als ich ihn hörte, war es mir, als wenn ich drei Schock Pianisten hörte!

zur Bierfrage. Die Berliner Brauereien geben be fannt, daß sie beschlossen haben, infolge der Einführung der Brausteuer vom 1. September ab die Bierpreise durchschnittlich um 1,20 Mark für den Hektoliter zu erhöhen. Eine Warnung, den Bogen nicht zu straff zu spannen, ist in der Erscheinung zu finden, die im Gefolge der tropischen Hitze der letzten Wochen zu Tage getreten ist. Man hätte glauben sollen, daß der Bier- Konsum durch die Hiße eine Steigerung erfahren habe. Indessen ist das Gegenteil beobachtet worden. In vielen Wirtschaften hat die Nachfrage nach Bier nachgelassen und der Konsum von Limonaden und alkoholfreien Getränken war im Zunehmen. Vielfach machte sich sogar Mangel an Selterwasser geltend, das garnicht genug zu beschaffen war. In manchen Städten, wie Hamburg, Hannover, Kopenhagen, machen zahlreiche Lokale dadurch ein bedeutendes Geschäft, daß sie Limonaden, Milchreis mit Früchten. saure Milch mit Brod und Zucker und ähnliche Erfrischungen zu billigen Preisen verabreichen. Es scheint somit garnicht ausgeschlossen, daß durch eine Erhöhung der Bierpreise der Konsum an Bier eine Einschränkung erfahren dürfte.

Mit der Flasche erschlagen. In Ludwigshafen kam es bei einem Namensfeste zwischen den Teilnehmern zum Streit. Dabei schlug der Zimmermann Angne seinem Kollegen Arn­hoffer mit einer Weinflasche den Schädel ein. Der Erschlagene hinterläßt eine zahlreiche Familie.

bon 500 Meilen mitten durch die Eis- und Schneewüste anzutreten, die ihn seiner Annahme zufolge vom Nordpol trennte; er ge dachte diese Fahrt auf Hundeschlitten in vier bis sechs Wochen zurücklegen zu fönnen.

Gemeinsam in den Tod. In Frankfurt a. M. gaben sich die dort in Engagement stehende Cabaret- Sängerin Hegy und der Kaufmann Meier aus Wien gemeinsam den Tod. Die Hegy hatte einen Schuß im Herzen und in der linken Schläfe. Bei den Leichen fand man eine Postkarte mit Doppel- Photographie und der Inschrift: Glücklich!"

Großes Feuer. In der Stadt Kremsier kam ein Brand auf, der so schnell um sich griff, daß über 30 Wohn­häuser ein Raub der Flammen wurden. Zwei Kinder sind in den Flammen umgekommen.

Gruben- Unglück. Auf der Zeche Freier Vogel" bei Dortmund ging beim Abteufen eines Schachtes ein Schuß zu früh los. Zwei Arbeiter wurden getötet, einer ist schwer verlegt.

Aus dem Gerichtsfaal.

8 Zwei gewerbsmäßige Stadtbahnfledderer, der Haus­diener Joseph Benzte und der Schlosser Hubert Mertens aus Berlin wurden vom dortigen Landgericht zu 2 bezw. 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Beide Angeklagte find mehrfach vorbestraft und arbeiteten" in Gemeinschaft mit mehreren vorläufig noch nicht befannten Komplizen in folgender Weise. Sie beobachteten von den Bahnsteigen aus die einzelnen Abteile, bis sie einen Fahrgast entdeckten, der in folge eines fleinen Räuschchens sanft eingenicht war., Sofort wurden die benachbarten Abteile von den Komplizen besetzt. während der eigentliche Fledderer in das Abteil des Schlafenden stieg. Nachdem er diesem furze Zeit einen mit Chloroform getränkten Wattebausch unter die Nase gehalten und ihn so betäubt hatte, schnitt er seinem Opfer mit einem haarscharfen Messer die Taschen auf, aus denen er das Portemonnaie und die Brieftasche entnahm.

Revolver- Attentat auf ein Mädchen. Auf freiem Felde zwischen Halle und Auendorf gab ein erst fürzlich aus Frankfurt a. M. zugereister Kaufmann Rühl auf seine Begleiterin Bertha Rühlemann aus Biendorf einen Revolver­schuß ab. Das Mädchen konnte in das Krankenhaus flüchten, wo eine starke Kopfwunde festgestellt wurde. Rühl richtete darauf die Waffe auf sich selber und tötete sich durch einen Schuß in die linke Schläfe.

Brave Seeleute. Der Besaßung des Hamburger Dampfers Albenga", die an der Jangtse- Mündung die aus 55 Personen bestehende Bemannung des norwegischen Dampfers ,, Petschili" vom sicheren Tode gerettet hat, ist jetzt die ver­diente Belohnung zugegangen. Der Kapitän, der erste Offizier und vier Matrosen der ,, Alberga" haben vom Kaiser Ordens­Auszeichnungen und Rettungsmedaillen erhalten.

+ Unglück durch Explosion. Auf den Eisenwerken der Siegerhütte explodierte ein Puddel- Ofen. Mehrere Arbeiter erlitten Verlegungen. Der Puddelmeister fand seinen Tod.

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Vermischtes.

Die Reichstagskuppel zu Reklamezweden. Eine Pariser Firma hat, um die Wirkungen eines von ihr erfundenen Buzz­mittels zu zeigen, an den Reichstag die Bitte gerichtet, die Kuppel des Reichstagsgebäudes mit dem von ihr erfundenen Mittel pußen zu dürfen. In dem betreffenden Briefe heißt es: Es wird dieses eines der größten Ereignisse sein, und das von uns mit unserem sensationellen Mittel" Une minute" gepuzte Metall der Kuppel des Reichstagsgebäudes wird dann des Nachts bei Mondenschein wie ein herrliches Feuer glänzen, und der Tiergarten, ganz besonders die prachtvollen Dent­mäler der Siegesallee werden in herrlicher Beleuchtung erstrahlen." Es scheint in Paris sehr heiß zu sein.

Die Ehe des Fürsten Massimo. Dem Begehren der Prinzessin Marie Beatrice von Bourbon nach Trennung ihrer Ehe mit dem Fürsten Fabrizio Massimo ist durch ein Erkenntnis des Gerichtes in Rom gewillfahrtet worden. In­zwischen ist auch eine Aufklärung dieser Affäre gegeben worden. Ein Schul- Inspektor in Rom hat gegen seine Gattin und den Fürsten Massimo eine Klage wegen Ehe­bruchs eingeleitet.

Tages- Chronik.

Köln, 1. August. Die mitten im Rhein bei Caub be legene alte ,, Pfalz" wurde durch einen Blitzschlag in Brand gesezt.

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Der neueste Titel. In einem fl en Thüringer Bade hatte die kürzlich erschienene Kurliste eine Titulatur aufzus weisen, die wohl das Neueste auf diesem gerade in Badeorten zu mancher Humoreske Veranlassung bietenden Felde ausmacht. Da hat sich allen Ernstes eine junge Dame als Fräulein Landgerichtstochter" in die Liste eingetragen.

Düren, 1. Auguſt. Bei einem Gewitter wurden zwei Arbeiter auf dem Wege zur Fabrik vom Blizz erschlagen. Posen, 1. August. Der Rendant des Vorschußvereins in Kempen, Stein, ist nach Unterschlagung von 55 000 Mart flüchtig geworden.

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Der ertappte Strohwitwer. Die Gattin des Architekten B. aus Berlin war im Seebade; der so zum Strohwitwer gewordene benutzte diese" freie" Zeit, um mit seiner Köchin" anzubandeln, mit der er sich hier und da sehen ließ. Doch bald war ihm auch die Herrscherin in den Regionen des Kochlöffels über, der Flatterhafte beehrte jezt ein Kinderfräulein mit seiner Zuneigung. Das ließ sich die so treulos verlassene Köchin nicht gefallen, sie erschien, als Herr B. mit dem Kinderfräulein gemütlich in einem Restaurant in Tegel saß, plößlich auf der Bildfläche, und bearbeitete den Strohwitwer sehr energisch mit einem Sonnenschirm und der ,, Rivalin" goß sie ein Glas Bier ins Gesicht. An die Frau des Architekten hat sie auch telegraphiert.- Armer Strohwitwer, du kannst dich freuen.

Kunst und Wiffenfchaft. RD. Gine verschollene Nordpolexpedition. Schon ein volles Jahr ist verflossen seit der bekannte Nordpolforscher Robert E. Reory Newyork auf dem eigens für seine arttische Expedition gebauten Dampfer Roosevelt" verlassen hat, um den Nordpo! zu entdecken. Seine Freunde warten seit einem Monat ängstlich auf seine Nachrichten; fie waren der An­sicht, daß man seine erste Botschaft im Mai oder spätestens im Juni dieses Jahres erhalten werde, doch hat Peary bis­her nichts verlauten lassen, so daß nicht wenige sich lebhafter Besorgnisse nicht erwehren fönnen. Peary gedachte, 350 Meilen nördlich von Rap Sabine sein Hauptquartier auf­zuschlagen und von diesem Kunfte aus im Juli die Distanz

2 Pfennig frankierte Postkarte wird vom 1. August ab der Adressat also 10 Pfennig Strafporto zu entrichten haben. Die Auflieferer der Postsendungen werden daher guttun, fünftig auf die richtige tarifmäßige Franfierung im Orts und Nachbarortsverkehr mit der größten Sorgfalt zu achten

Eine mystische Schmuggelgeschichte. Ein Kopenhagener Reeder engagierte im Juni einen Kapitän, um mit dem Schoner Peter" in Lübeck Waren einzunehmen und damit nach Lulea, Nordschweden, zu gehen. Anfangs Juli uhr der

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+ Brunnen für Tiere. In Hildesheim hat der Tiers schutzverein einen Brunnen errichten lassen, der den besonderen Bwed hat, als dreifache Tiertränke zu dienen. Oben ist die Tränke für die Vögel, in der Mitte das Becken für die Pferde, und unten für die Hunde angebracht. Solche Tierschuh­Brunnen findet man noch in manchen anderen Städten; ste follten aber viel allgemeiner sein, da sie im Sommer sehr nüßlich find, namentlich in Gegenden, wo die Tiere wenig Gelegenheit haben, den Durst zu löschen. Freilich muß die Polizei ein wachsames Auge haben, damit die liebe Jugend nicht die Tiertränke zu allerlei Unfug benüßt.

Cokales.

2. Auguft.

Kaiser und Großherzog. Nach den bisher getroff nen Dispositionen werden, laut Darmst. 3rg.", der Deusche Kaiser und der Großherzog Ende dieses Monats, nach dem 21., einer großen Truppenschau in Mainz bet. wohnen. Der Kaiser wird voraussichtlich auch an einem von dem Großherzog im Palais zu Mainz gegebenen Früh flüd teilnehmen.

bazufügen. ** Wie uns fabet oort vom 27 September der 2 Frauen und M wird die Bereitung und Honig, fowie prattich und theore Haltbarmachung der bis auf die neuefte richtet, desgl. in R Anfragen refp. Anm Großf Dißboufhule teiligung an einem de Frauen und Mädchen

* Vom Hofe. Der Großherzog wird sich vor. aussichtlich Mitte des Monats auf etwa 8 Tage zum Be such der Festspiele uach Bayreuth begeben.- Am 29. und 30. b. Mts. wohnte der Großherzog mit den Prinzessinnen von Solms- Hohensolms- Lich und von Battenberg dem inter­nationalen Poioturrier in Frankfurt a. M. bei.

** Der Großherzog empfing den Prof. Dr. Schwally ein genügt, Frühte von auch wi den Präsidenten des Ministeriums des Innern Braun.

* Der Großherzog hat dem Oberförster Gustav Schneider zu Trais a. d. Loa. und dem Oberförster

Dr. Karl Weber zu Konradsdorf den Charakter als

Forstmeister verliehen.

** Der Großherzog hat am 1. August den Direktor des Gymnasiumz zu Gießen, Geheimen Schulrat Dr. Ludwig Schädel, auf sein Nachsuchen unter An­

erfennung seiner langjährigen treuen Dienste unter Ver leihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Berdient ordens Philipps des Großmütigen mit Wirkung vom 5. Auguft in den Ruhestand verseßt.

* Die Modellarbeit zum Gedenkstein für Prin. zessin Elisabeth, die von einem jungen Bildhauer, einem ehemaligen Stipendiaten von Professor Habich, in München ausgeführt worden ist, hat, wie das D. Egbl." meldet, derart gefallen, daß sie die Münchener Alademie auf Staatsfoften gießen ließ. Bekanntlich soll der Gedenkstein, der als architektonische Musterarbeit gerühmt wird, später in Oberhessen zur Aufstellung tommen.

* Das Großherzogliche Ministerium der Justiz gibt in

Schoner nach Schweden ab. Als er bei den Alandsinseln seinem Amtsblatt Nr. 17 im Einvernehmen mit dem Großh.

war, wurde der Kapitän plötzlich von den Matrosen umringt, die ihn mit Revolvern bedrohten und ihn vor die Wahl stellten, zu sterben oder sich einsperren zu lassen. Der Kapitän 3cg es vor, leben zu bleiben, und wanderte in eine Kajüte. Hier hörte er im Laufe der folgenden Tage, wie das Schiff an verschiedenen Stellen der finischen Schären anlegte und Fracht löschte. Diese hat sicher in Waffen bestanden, da an Bord wiederholt Gewehre geprüft worden waren. Nach sect; 3 Tagen erhielt der Kapitän seine Freiheit und sah nun zu seinem Erstaunen andere Leute als Besayung. Es waren finische Fischer, die von den Meuterern gezwungen worden waren, an Bord zu gehen und das Schiff nach Kopenhagen zu bringen. Geld hatten sie aber reichlich empfangen. Un­längst traf der" Peter" in Kopenhagen ein, wo nun die Untersuchung im Gange ist.

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Die Presse. Eine unfreundliche Aeußerung des Raisers Die über die Presse ist dieser Tage befannt geworden. Aeußerung richtet sich gegen eine gewisse Art von Großstadt: zeitungen, nicht aber gegen die gute deutsche Lokalpresse. die ihre Leser orientiert, belehrt und anregt. Auf sie treffen vielmehr nachstehende Verse von Thackeray zu, die Mr. Vard beim jüngsten Besuch der deutschen Journalisten in Englant vortrug. Für die neueste Zeit ergänzt, lauten diese Berse wie folgt:

Erkennst du ste am Lichte unterm Dache, Die nimmer rastende, die immer wache? In jedem Winkel zählt sie Anverwandte, In jedem Weltteil hat sie Abgesandte; Mitkämpfer an der Feldschlacht grauien Stätte, Mitspieler an dem Tisch der Kabinette, Nichts ist ihr fremd- für alles hat ste Waße, Von Downingstreet bis hin zur Wilhelmstraße, Vom Manzanares bis zum Newastrande, Und den Kartoffel- Marktpreis hierzulande; Es horcht auf sie die Kunst und das Katheder Und die Beredsamkeit der Volksvertreter; Es wirkt ihr Geist, von allem unterrichtet, Start, wenn er sucht, doch stärker, wenn er fichtet. Haltend, was echt, verwerfend, was erdichtet; Denn Kraft und Stoff, die Neuheit und die Klarheit, Ein Dienst nur adelt sie der Dienst der Wahrhett. Das Ende des Schmugglers. Von russischen Grenz soldaten wurde jüngst bei Skalmierzyce der Schmuggler Ignaz Ambrozy erschossen. Dem Schmuggler hat sein ebenso ge­fährliches wie einträgliches Geschäft ein ziemliches Vermögen eingebracht. Er besaß in Siedlikom eine schuldenfreie Wirt­schaft im Werte von 18000 Mark. Dazu hatte er noch bares Geld, das nach Tausenden zählte, im Besiz. Bei seinem legten Transport, wobei er Pferde und 4 Kühe über die Grenze schmuggeln wollte, wurde er angeblich mit seinen drei Helfern den russischen Grenzsoldaten verraten und durch zwei Schüsse tödlich verwundet, und als er noch Lebenszeichen von fich gab, sollen ihn die Soldaten mit dem Gewebrfolben er= schlagen haben. Seine Spießgesellen wurden über die Grenze

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Minsterium der Finanzen den Großh. Gerichten und Notaren Anweisungen über die Handhabung des am 1. Juli ds 38. in Rraft getretenen Reichs- Erbschaftssteuergesetzes Außerdem sind die Erbschaftssteuer- Ausführungsbestimmungenembol nach dem Beschluß des Bundesrats vom 16. Juni ds. J. beigefügt. Interessenten können das Amtsblatt aus dem Staatsverlag beziehen.

+ Achtung beim Frankieren. Am 31. Juli läuft die für die Einführung der neuen Posttarife im Orts- und Nachbar­ortsverkehr gewährte Uebergangszeit ab. Vom 1. August ab wird daher nicht nur der fehlende Portobetrag bei falscher Frankatur nacherhoben, sondern Strasporto und zwar der doppelte Fehlbetrag, unter Abrundung nach oben auf eine durch 5 teilbare Pfennigsumme. Für eine irrtümlich mit

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-u- Die Ausführung des Gesetzes über den Fracht­urfundenstempel hat im Eisenbahnverkehr zu Un zuträglichkeiten geführt, weil die Eisenbahnverwa'tung den Urkundenstempel nicht, wie im Gescße vorausgesetzt, vom Aussteller des Frachtbriefs, sondern immer vom Fracht zahler einzieht. Die Beschwerden der industriellen Kreis hierüber hat der Zentralverband Deutscher Industrieller in einer Eingabe an die zuständigen Behörden zum Ausdrud gebracht und die schleunige Aenderung des jetzigen zu Miß­helligkeiten zwischen Verkäufer und Käufer führenden Verausgeschrieben. fahrens beantragt.

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Angebote find Mittwoch, den 13

Buschlagsfrist 2 Gießen, der

Großher

und Arbeiten, das auf das Fest des 60jährigen Bestehens des Turnvereins Gießen gerichtet ist. Und sovel sich bis izt sagen läßt, verspricht es einen ausgezeichneten Berlauf zu nehmen, besonders werden aber die Turnfreunde mit entsprechender auf ihre Koften tommen, da die turnerischen Darbietungen. in den Vordergrund gerückt sind. Sobald am Sonntag br Festzug auf Oswalds- Garten eingetroffen sein wird, beginnt der Aufmarsch zu den Freiübungen, an die sich ein Muster riegen- und ein Schauturnen anschließen. Das erstere, bi dem auch das Damenturnen zur Geltung tommen wird, zet fällt alleine in 37 Gruppen. Es wird also ein trefflich Ueberblick über die Turnarbeit in unserem engeren Bater lande geboten werden. In immer weitere Kreise bringt das Turnen ein, es gibt fast teine Familie mehr, die nig einen Turner stellt. Die Turnpläße sind ebenso allgemeine Erziehungsstätten des deutschen Voltes geworden wie b Heer. Das Interesse und die Lust an der Turnerei fib

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daher begreiflich und so steht auch eine große allgemeWilla August

Beteiligung an der Jubelfeier des Gießener Turnvereins erwarten.

H. Leitfaden zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Handwert. Unter diesem Titel hat die Handwerkskammer zu Darmstadt ein Werkchen der Offentlichkeit übergeben, das dem Handwerker dazu diena soll, die bei Ablegung der Meisterprüfung notwendigen Renntnisse der einfachen Buch- und Rechnungsführung, der allgemeinen Grundsäß des Wechselrechts, der Hauptbe Aimmungen der Gewerbeordnung, der Arbeiterversicherungs gesez usw. sich auf die leichtefte Art anzuzeignen. Wird der Püfling mit den Hauptbestimmungen der einzelnen Ab schnute genau vertraut, so wird dies für eine erfolgrei Ablegung dies& Teils der Meisterprüfung wohl genügen. Mit dem Werfchen hat die Handwerkstammer einen bedeutenden Ecfoig zu verzeichnen gehabt; hierfür bürgt nicht nur die

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Besitzerin: W

Dr. Med. Hofmann'

Kuranstalt für Bad- NAUHEIM be gegenüber den s handlung- San Smith, früh. Sch Dr. Med. Jul. Hof

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