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Alt- Wandervogel

Mustunft und nabere 1 dem Vorsitzenden te It- Wandervogel" Ritter dfappel- Caffel und dem Berlin SW., Gneijena

nfchaft.

Anlaßlich der Großen Kaiser jetzt die u en worden. Es haben

für Kunst der Architett Oder Bildhauer Lou edaille für Kunst wurde Deften, dem Bildhau ler Franz Hoffmann taler Paul Joanowit Hinterfeber in Paris.

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Der Fleischtruft- Skandal auf der Bühne. Mstr. Sinclair, der mit seinem Roman" The Jungle" den Anstoß zu den Fleischstandalen von Chikago gab, wil diesen Roman ,, dramatisieren". Herr Sinclair selbst hat jedes fleinste Detail der Inszenierung des Stückes entworfen und es wird sein Bestreben sein, ein Chicagoer Schlachthaus in voller Natur­treue auf die Bühne zu bringen. Dem Zuschauer werden alle die Operationen in einem solchen Schlachthause vorgeführt werden, bis auf das Quietschen der Schweine, was allerdings bloß durch Grammophon besorgt wird. O, hehre Muse Thalia, verhülle dein Haupt!

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Wohlauf, meine Damen, aufs Pferd, aufs Pferd. Aus Japan berichtet ein Forschungsreisender, daß an dem bevorstehenden Renn- Meeting in Tokio drei junge Mädchen. als Jodeys teilnehmen. Eins derselben ist die Tochter eines japanischen Reitlehrers, die beiden anderen sind professionelle Tänzerinnen, also Geishas.

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Mäßigteitsbewegung in Berlin. Alkoholfreie Wirtschaften bürgern sich in Berlin nicht ein. Das besagt aber nicht, daß die Bewegung gegen den Genuß von Alkohol in Berlin nicht im Zunehmen begriffen sei. Ein Blick in jedes beliebige Speise- oder Kaffeehaus zeigt die sich stets mehrende Bahl der Trinfer von Waffer, Limonaden usw. Das Bedürfnis wird eben in den Wirtschaften alter Art be­friedigt. Nur so ist es möglich, gleichzeitig die verschiedenen Ansprüche der Besucher anderer Art zu befriedigen.

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Die vorsichtigen Lebensretter. Ein seltsames Vor­tommnis ereignete sich in Stolp vor einigen Tagen. Dort erhängte sich in einem Anfalle geistiger Umnachtung ein Metallarbeiter. Die entseßte Frau des Selbstmörders rief eilig die Hausbewohner herbei. Der Mann gab noch schwache Lebenszeichen von sich und hätte gerettet werden können, wenn ja, wenn die Zuschauer nicht allzu vorsichtig gewesen wären. Ein Mann holte einen Polizeibeamten herbei und die anderen umstanden müßig den Erhängten. Sie glaubten fich nicht berechtigt, den Selbstmordfandidaten abzuschneiden. Als der Polizeibeamte schließlich erschien, war es natürlich zu spät. Der Mann war schon tot.

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+ Kein Strafporto nur Ergänzungsporto. Mit bem 1. Juli ist bekanntlich die Erhöhung der Ortsportosäge in Kraft getreten. Aus Handelskreisen sind Wünsche laut geworden, es möchte im Monat Juli bei vorkommender zu niedriger Frantierung fein Strafporto erhoben werden, sondern nur ein Ergänzungsporto. Staatssekretär Kraetfe fommt diesem Wunsch durch Erlaß folgender Verfügung nach: Zur Erleichterung des Uebergangs wird hiermit bestimmt, baß für alle im Monat Juli eingelieferten Postfarten, Druck­fachen, Geschäftspapiere und Warenproben, sowie für zu­fammengevadte Drucksachen, Geschäftspapiere und Waren­proben des Orts- und Nachbarortsverkehrs, die von den Ab. fenbern tretümlich nach den alten Tagfäßen franfiert sind, lebiglich der fehlende einfache Portobetrag zu erheben ist; es farbe: also bei diesen Sendungen weder eine Verdoppelung bes Reblbetrags, noch eine Abrundung auf eine durch 5 teil­bare Pfennigsumme statt.

Das Messer im Rücken. In Palermo wurde ein bekannter italienischer Journalist auf der Straße ohne jede erfennbare Ursache von einem Manne angefallen. Er befam von ihm einen muchtigen Schlag auf den Rücken, worauf der Angreifer entfloh. Von Vorübergehenden wurde der Journalist darauf aufmerksam gemacht, daß ein Messer aus seinem Rücken hervorrage. Die Waffe hatte die Wunde fest geschlossen und die Blutung verhindert. Der Verwundete hatte daher gar nicht bemerkt, daß er sich in gefährlicher Lage befand. Das Messer hat die Lunge durchbohrt.

Gin abgebranntes Dorf. In Böhmen wurde das Dorf Schorra durch eine große Feuersbrunst eingeäschert. Fünfzig Wohnhäuser fielen mit allen Nebengebäuden dem verheerenden Element zum Opfer.

+ Erdbeben in England. In der Londoner Vorstadt Croydon riefen während der Nacht Erdstöße unter den Bewohnern Aufregung hervor. Die Stöße dauerten mehrere Minuten. Auch in anderen Teilen Englands wurden zu gleicher Zeit Erdstöße bemerkt, so in Caterham, in Süd­Lancashire und in Nord- Chesire.

Im Bergwerk ertrunken. In den Gruben von Vole in Wales fonnten sich bei einer plößlich eintretenden Ueberschwemmung zehn Bergleute nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie famen in dem hereinrauschenden Wasser um. Bei dem Auspumpen der überschwimmten Gruben ereigneten fich noch mehr Unglücksfälle.

Lokales.

** Uebertragen wurde dem Lehrer Paul Rochel mayer zu Muldezen( Ostpreußen) die Lehrersielle an der Gemeindeschule zu Badenrod; dem Schulamtsaspiranten Johannes Weber aus Storndorf eine Lehrer stelle an der evangelischen Schule zu Wald- Michelbach, dem Schulamts. aspiranten Ludwig Petri aus Nieder- Bessingen die zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Birklar. Entlassen wurde am 27. Juni der Lehrer an der Gemeindeschule zu Ober- Seemen, Philipp Sittel auf sein Nachsuchen mit Wirkung

vom 1. Juli an, aus dem Schuldienste.

* Die Zarenfamilie in Darmstadt? Den Ende Juli bei der Insel Rügen stattfindenden Manövern unferer aftiven Schlachtflotte wird, wie dem Lofalanzeiger" aus Riel berichtet wird, der Zar als Cast des Kaisers teils an Bord des Polarstern" bezw. der Hamburg", teils an Bord des Flottenflaggschiffs, Kaiser Wilhelm II." beiwohnen. Von dort aus wird sich der russische Kaiser zu längerem Aufenthalt nach Darmstadt begeben, wo er mit seiner Familie zusammentrifft.

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** Nach der Sitzung am Freitag hat die Erfte

Kammer sich bis zum Herbst vertogt.

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* Der Fall Korell. Das Oberkonsistorium wird, wie die amtliche Darmstädter Zeitung" schreibt, auf die öffentlichen Aeußerungen und Angriffe, welche der Fall Korell veranlaßt hat, nicht antworten. Dagegen behält es sich ver, der voraussichtlich in diesem Jahr zusammen tretenden Landessynode die erforderliche Aufklärung zu geben. ** Wie jest bestimmt verlautet, wird der Professor der inneren Medizin an der Laudesuniversität, Dr. Moriz, der Nachfolger Prof. Dr. Riegels, dem an ihn ergangenen Ruf als Leiter des Frankfurter Krankenhauses feine Folge

geben. Der Entschluß wird freudig begrüßt, weil der Fort­

gang des ausgezeichneten Gelehrten ein schwerer Verlust für unsere Landesuniversität gewesen wäre.

Haarpflege. Ein wirklich zuverlässiges Mittel, um die Kopf: baut rein und gesund zu erhalten, das Ausfallen und frühzeitige Ergrauen der Haare und die Schuppenbildung zu verhindern, war schon längst zum großen Bedürfnis geworden. In Carboline be= *** Für die Gießener Pflichtfeuerwehr ist für Dienstag: fizen wir dieses Mittel jest. Man weise alle andern Haarmittel Abend eine Uebung angesezt worden. zurück und verlange nur Carboline. Zu haben in Drogerien, Barfümerien und Apotheken oder durch H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M.

** Die diesjährige Gießener 50er- Feier nahm Samstag- Abend im Hotel Schüß" mit einem fröhlichen Kommers ihren Anfang. Am Sonntag begaben sich die 50er zum Frühschoppen nach dem Neuen Saalbau", der gleichfalls gut verlief. Außerdem wurde eine photographische Aufnahme gemacht. Am heutigen Montag ist im Philosophen. wald die Hauptfeier, zu der ein hübsches Programm aufge­stellt worden ist, u. a. wird allgemeine Tafel gehalten und ein Konzert gegeben. Den Schluß der Feier bildet ein Tänzchen.

Schenkung. Kommerzienrat W. Gail hat die Reftauration Feidel zum Preise von 50 000 Mt. erworben und der Stadt Gießen als Schenfung angeboten, damit das Gebäude zu ähnlichen Zwecken wie das alte Schloß verwandt werde. Die Stadtverordneten verhandelten am Donnerstag in nichtöffentlicher Sizung über dieses Anerbieten und be­schlossen, das Geschenk dankend anzunehmen.

dekoriert. Ein weiterer erhebender Moment war, als Regierungsrat Dr. Wagner unserem Kriegerverein die vom Kaiser verliehene Fahnenschleife überreichte. An den offiziellen Teil der Feier reihte sich Konzert und Tanz und erst in borgeschrittener Stunde fand das von echtem Frohsinn beseelte Fest sein Ende.

* Bad- Nauheim, 1. Juli. In der abgelaufenen Woche sind 1282 Kurgäfte angekommen und beträgt die Ge­samtfrequenz bis zum 28. Jurt 13 252 Personen, wovon an genanntem Tage noch 5985 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 28. Juni 156 012 abgegeben.

§ Butzbach, 1. Juli. Heute wurde hier die Landes. bersammlung des Fechtvereins Waisenschutz" abgehalten.

* Darmstadt. Die Vereinigte Ortstrantentasse Darmstadt schießt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem ** Lahntalsängerbundes feft. Nur nach 6 Tage trug 14241. Aus dem Jahresbericht ergibt sich die interes Minus von 20 000 mt. ab. Die Mitgliederzahl be und die Sänger des Lahntal- Sängerbundes fommen am 7. bis 9. Juli zum 26. Male zusammen, um ihre gesang sante Tatsache, daß von 104 Arbeitgebern die Beiträge nicht lichen Leistungen in gegenseitigen Wettbewerb zu stellen. zu erlangen waren, wodurch der Kasse ein Verlust von etwa Fleißig haben sie alle geprobt, der derzeitige Bundesdirigent die Namen dieser Arbeitgeber in ihrem Jahresbericht vers 6000 Mt. entsteht. Die Kasse hat nun zum ersten Male Görlach hat sie schon vorher gehört und alle mögen nun mit dem Bewußtsein nach unserer schönen Feststadt Steßen öffentlicht. Das Großh. hessische Ministerium hat verfügt, tommen, dort frohe Stunden verleben zu können. Die jest- anologen Beschluß gefaßt, daß fünftig nur an solche Firmen und die hiesige Stadtverordnetenversammlung hat den leitung hat ein Arrangement getroffen, das alle Teilnehmer öffentliche Arbeiten vergeben werden sollen, die mit ihren befriedigen wird. Die Bürgerschaft nimmt regen Anteil. Die schöne geräumige Festhalle faßt über 2000 Personen, Beiträgen an die Kasse nicht im Rückstande sind. die stabil gebauten Bierhallen( nicht Belte) mit ihren terrassen förmig erbauten Vorhallen werden reiche Gelegenheit zur Weckung bester Feststimmung geben; alles wird dazu bei. tragen, daß die Sangesbrüder sich wie bei allen früheren Festen so auch dieses Mal wieder wohl fühlen werden.

*** Die vom Kaninchenzuchtverein von Gießen und Umgegend am Samstag und Sonntag im Lony: Bierkeller veranstaltete zweite Lotal- Kaninchen- Ausstellung wurde seitens des Publikums mit großem Interesse besichtigt. Die Ausstellung wies sehr gute Vertreter der verschiedenen Rassen auf. Da waren die belgischen Riesen bis zu 161/2 Pfund schwer, die englischen Widder, die französischen Widder, die Japaner, die weißen Russen mit ihren roten Augen und schwarzen Ohren, die Holländer und sog. Silber- Kaninchen. Ganz besondere Aufmerksamkeit fanden aber die Angora­Kaninchen, die mit ihrem langen seidenweichen Haare und ihren roten Augen einen reizenden Anblid bieten. Sie be­dürfen aber sehr vieler Pflege, da ihr Fell jabe Woche mindestens einmal durchgefämmt werden muß. Weiter wies die Ausstellung ausgezeichnete Rreuzungen auf. Die Züchter gehen bei diesen von dem ganz richtigen Standpunkt aus, daß auch die beste Rasse durch fortgesetzte Inzucht berfümmern muß. Die Tiere zeigten ein sehr gutes Aus­sehen, sodaß den Preisrichtern das Amt sehr erschwert war.

** Die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins zu Gießen hält Dienstag Abend in der Her­berge zur Heimat ihre diesjährige Generalversammlung ab.

* Eine Vermehrung der Lose der Preußischen Lotterie tritt jegt bei der 215. Biehung ein, da infolge etner Konvention mit den betreffenden Staaten die hessisch­thüringische- Lotterie aufgehört hat zu er ftieren. Die Ver= mehrung beträgt 40 000 Lose und 18 000 eminne, so daß bei der am 9. Jult beginnenden Biehung 288 000 Lose mit 128 000 in 5 Klassen verteilten Gewinnen und einer Prämie zur Ausspielung gelangen. Die Höhe der Prämie und der Hauptgewinn sind dieselben geblieben; es sind hauptsächlich die mittleren Gewinne von 5000 Mt. abwärts vermehrt worden.

* Die Saatenstands- und Ernteberichte lauten aus unserer Gegend recht günstig. Die Heuernte ist fast überall beendet und hat einen guten Ertrag geliefert. Troß­dem sind die Preise bei Grasversteigerungen feine niederen gewesen.

a. Aus dem Biebertal, 1. Juli. Dem rubelosen 2- ben unserer Tage, dem rastlosen Geschäftstreiben unserer 3- it und dem freud- und friedlosen Feiern unzähliger Feste gegenüber gewährt ein Spaziergang in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten an den gegenwärtig schönen Sommer­tagen in Gottes freier Natur durch unsere retchgesegneten Fluren und unsere prachtvollen Wälder einen herz- und ge­mütstärkenden, wirklich friedbringenden und wahre Erholung gewährenden Genuß. Ein Spaziergang durch unser freund­liches Tal kann sehr wohl in einem Nachmittage ausgeführt werden, dazu können auch durch die vermehrte Einlage von Zügen unserer Kleinbahn die herrlichen Punkte länger besucht werden. Zur Restauration und zur Erquickung in tühler Waldesstille möchten wir die" Kronenmühle" oder Hof Bubenrod" empfehlen. Daneben fehlt es auch nicht an recht guten Dorfwirtschaften.

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?? Lang- Göns, 1. Juli. Vom besten Wetter begünstigt feierte heute unsere Freiw. Feuerwehr unter reger Be­

teiligung der hiesigen Bevölkerung und auswärtiger Wehren beiden Gießener Freiw. Feuerwehren und die Wahren von Birflar, Buseck, Großen und Kleinen- Linden, Hungen, Niederflorstadt und noch andere vertreten. Pünktlich um 2 Uhr segte der ftattliche Feftzug sich in Bewegung. Auf dem Festplag: angelangt wurde unserer Freiw. Wehr das von den Jungfrauen geftiftete Banner in feierlicher Weise übergeben. Die Gießener Freiw. Städt. Feuerwehr erfreute unser Korps noch besonders durch die St stung eines Fahnennagels. 3 verdienstvolle langjährige Kameraden wurden mit den ihnen vom Großherzog verliehenen Auszeichnungen

das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens. U. a. waren die

eine Vereinigung bilden, die fürzlich hier eine Vorbesprechung Mainz. Gegen die Schundliteratur will sich abgehalten hat, der Herren aller Parteien und Konfessionen punkte sollen aus dem sp el bleiben. Die Vereinigung soll betgewohnt haben. Politische und fonfessionelle Gesichts­das ganze Großherzogtum Hessen umfassen.

* Kassel, 1. Jul. Eine von den Bankhäusern Pfeiffer, Mauer und Plaut geführte Vereinigung hat das alte Hof­theater zu sem Preise von mehr als zwei Millionen Mt. angekauft.

Aus dem Gerichtssaal. traftammer.

Gießen, 30. Juni. Durch das Schöffengericht Gießen wurde der Taglöhner Friedrich Flick von Großen Linden wegen Sach­beschädigung zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Er war beschuldigt, einem mit ihm verfeindeten Nachbar eine Fenster­scheibe eingeworfen zu haben. Da er auf die von ihm ein­gelegte Berufung zum Termin nicht rechtzeitig erschienen ist, wurde seine Berufung verworfen. Nach kurzer Ver­handlung wurde die Sache gegen den Sparkassen­rechner Heinzerling von Buzbach vertagt. Er er. klärte, daß die von ihm verübten Unterschlagungen vor dem Jahre 1900 liegen, sodaß Verjährung eingetreten ist. Er will die übrigen nach dem Jahre 1900 begangenen Vers fehlungen zu dem Zweck vorgenommen haben, das der Kasse entzogene Geld dieser wieder zuzuführen. Um diese Angaben auf ihre Richtigkeit prüfen zu fönnen, ließ das Gericht Ver­tagung auf unbestimmte Zeit eintreten.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Dienstag, den 3. Juli. Meist heiter und trocken, nach fühler Nacht am Tage etwas wärmer.

Näheres durch die Gießener Wetterfarte.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 2.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 3 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter und Steinbrecher, Bau- und Maschinenschlosser, 3 Schmiede, 2 Spengler, Eisendreher und Former, 2 Wagner, 10 Schreiner, 1 Lackierer, 2 Friseure, 2 Schuh­macher, 3 Schneider, 1 Installateur, 1 Glaser, 30-40 Erdarbeiter, 1 Taglöhner, 1 Taglöhnerin, 2 Fahr­burschen, 1 Stutscher, 1 Arbeiter( montags), 5 Dienst­mädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen.

Lehrlinge: 3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Glaser, 1 Kaufmann.

Es suchen Arbeit:

1 Ziegeleiarbeiter 1 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser,

1 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flickfrau, 1 Auslaufer, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Stüße diener. der Hausfrau oder Reisebegleiterin, Haus- und Bureau­

Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

Bei

Magen- Darmkrankheiten

der Säuglingebung mehr als 20 Jahren

mit

mehl mit oder obne Zusatz von Ruhmilch. Da es leicht verdaulich ist und einen schlechten Nährboden für die Krankheitsstoffe darbieter, wird es auch vom erkrankten Magen- Darmkanal gut aufgenommen und beschränkt die abnormen Gärungsvorgänge, sodaß der Katar: h oft ohne weitere Medikamende in Heilung übergeht. Bei Brech­durchfall ist Kufetes Kindermehl obne Milch oft das einzige nicht erbrochene Nahrungsmittel und genügt die Kufeke- Wasser- Suppe auch zugleich der Anforderung, dem Körper reichliche Mengen v. n Flüssigkeit zuzuführen. Bei leichteren Magen- Darmkrankheiten fann man auch Rufetes Kindermehl mit Milch geben, wenn der Milch­zusatz den Katarrh nicht verschlimmert.