Im großen und ganzen unterschreibt Redner die Ausführungen Reinharts und schließt: Vide ant consules, ne quid detrimenti capiat res publica.( Die Minister mögen auf der Hut sein, daß der Staat keinen Schaden nehme.)
Nach dieser sachlichen, aber in der Sache äußerst scharfen Rede, gab Abg. Bähr im Namen des
Bauernbundes
eine furze, die Bestätigung mißbilligende Erklärung ab. Die entgegenkommende Regierungs. e: flärung bestimmt aber deu Bauernbund zu der Bes reitwilligung mit dem Ministerium weiterzuarbeiten. An Finanzminister Gnauth besonders richtet er die Mahnung in agrarischen Fragen entgegenkommender zu sein.
Eine Dauerrede Ulrichs.
Der sozialdemokratische Abg. Ulrich gefiel fich mit seinem befannten demagoaischen Pathos in einem Ton, der in eine sozialdemokratische Volksversammlung, nicht aber in eine parlamentarische Stö perschaft paßte. Länger als eine Stunde redete er zumeist über Dinge, die mit dem Fall Eßnert in feinem oder doch nur im allerlosesten Zusammenhang stehen. Wenn aber je, dann wird an dieser Rede das Ministerium erfannt haben, daß es sich mit seiner leichtfertigen Entschließung im Fall Eißnert zwischen zwei Stühle gesetzt hat. Es fiel Ulrich garnicht ein, der Regierung ein besonderes Vertrauen auszusprechen; denn der Fall Eißnert ist ja nur ein Fall, an dem zudem das Ministerium unschuldig ist. Herr Ulrich will ganz
sozialdemokratische Beigeordnete müsse im Falle bon Streifs, als Vorfizender des Gewerbegerichts oder Einigungsamts in Gewissenskonflikte kommen, wie sie größer nicht gedacht werden können. Die Regierung hätte die Pflicht gehat, das in Erwägung zu ziehen.
Der Abg. Dr. David führt aus, es sei eine selt same Situation, daß die Sozialdemokratie zum Schuge der verfassungsmäßigen Rechte der Stone auft eten muß. Weiter meint er, wenn die Sozialdemokraten Schöffen und Geschworene werden fönaen, dann können fie auch Beigeordnete sein.
Dr. Dianus Jungfernrede.
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Am ersten Tage der Ausübung seiner parlamentarischen Tätigkeit war der junge temperamentvolle Darm städter Rechtsanwalt, in dem die nationalliberale Portei einen guten Ersatz für den verdienten Abg. Müller gewonnen hat, infolge der herausfordernden Angriffe der Sozialdemokraten genötigt, sich mit ihnen im Redekampf zu messen. Daß er nicht schlecht dabei abgeschnitten ist, bewiesen die wiederholten Braborufe während einer Rede, die aufmunternden Zurufe der Fraktionskollegen und der Zentrumsabgeordneten. Nicht parteipolitische Erwägungen haben die Nationalliberalen geleiteter wies diesen Ausdruck der Regierung entschieden zurück über der Partei steht uns das Vater land. Sie haben( zu den Sozialdemokraten gewandt) fein Recht, von einem Entrüstungsrummel zu sprechen. ( Vielstimmiges Bravo.) Wenn Sie so prinzipientreu find, hätten Ste besser auf den Betgeordneten verbestimmt wissen, daß der Großherzog die Entzichten sollen. Der bekannten Erklärung Gißnerts scheidung herbeigeführ hat. Für den Groß- gegenüber fragt er:„ Wer gibt uns denn die Gewähr herzog findet der rote Demagoge Lobpreisungen, wie dafür, daß Eißnert weiß, wann ec mit den Gesezen in fie nie einem deutschen Fürsten aus sozialdemokratischem Konflikt gerät?"( Lebh. Beifall) Dann wies er die Munde geworden sind. Unterstellung weit zurück, daß die nationalliberale Fraktion in Heyls Schlepptau schwimme. Wir wissen, schloß er, was wir von der Sozialdemokratie zu erwarten haben, wenn sie die Macht hat, dem wollen wir entgegentieten auf der ersten Schwelle.( Stürmischer Beifall.)
Agb. Gutfleisch( freif.): Die heutigen Verhand. lungen erinnern an die Verhandlungen im Reichstage bon 1890. Damals wurden dieselben Fragen aufgeworfen; damals hat auch eine Anzahl Männer, zum Teil aus der eigenen Partei, ebenfalls geglaubt, daß das Vaterland durch den Ausschluß der Sozialdemokratie von der Gesetzgebung gerettet werden kann. Einer unserer angesehensten Politiker, Graf Posadowsky, hat vor noch nicht zu langer Zeit gesagt: Die bürgerliche Gesellschaft wird die Sozialdemokratie mit Worten nicht bekämpfen. Und so ist es. Die bürgerliche Ges sellschaft leidet schwer unter den Angriffen der Sozialdemokratie, aber sie darf nicht vergessen, daß das sozialpolitische Verständnis Gemeingut geworden ist. Die sozialpolitische Gesetzgebung ist unter dem Widerstande eines großen Teils der bürgerlichen Parteien zustande gekommen. Der Anteil, den die sozialdemokratische Partei an dem Zustandekommen der sozialpolitischen Gesetzgebung hat, ist groß. Man muß die Sozialdemokratie arbeiten lassen und ihr die Möglichkeit gewähren, einzutreten in den Pflichtenkreis, der uns umfängt. Ich freue mich über jeden Sozialdemokraten, der diesem Pflichtenkreis zugeführt wird. Man hat in diese Angelegenheit den Großherzog mit hineingezogen; ich kann im Namen meiner Partei nur Dank für die Entscheidung sagen. Nie hat der Großherzog uns näher gestanden als in dem Moment, in dem er die Bestätigung vollzog. Die Agitation gegen letztere iſt leider nicht ohne Wirkung auf die Minister geblieben. Ich bin nicht der Meinung, daß Aeßerungen in einer Volksversammlung für die Minister entscheidend find, ihr Amt in die Hände des Großherzogs zurückzulegen. Ich bedauere, daß man in dieser Weise gehandelt hat, und würde es noch mehr bedauern, wenn das Ministerium bei seiner Empfindlichkeit verharrt. Aufgabe der jenigen, die das Mißtrauen gegen das Ministerium ausgesprochen, ist es, dasselbe durch ein besseres zu ersetzen. Redner fast zum Schluſſe ſeine Ausführungen nochmals dahin zusammen: Was in dieser Hinsicht alles gesagt worden ist, ist schließlich weiter nichts, als eine Rekapitulierung alles dessen, was gelegentlich des Sozialisten gesetzes borgebracht worden ist.
Abg. Dr. Glässing begründet vom juristischen Standpunkte aus die Interpällation Reinhart. Der
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Emmal eine Explosion erfolgte, die den Boden erschüttern die Luft erbeben machte. Man hatte den Eindruck, als of Millionen von Raketen gleichzeitig abgefeuert wurden. Die Detonation wurde in weitem Ümfreise gehört, und lähmender Schrecken legte sich auf die Gemüter der ganzen Bewohnerschaft, notdürftig bekleidet stürzten jammernde Frauen mit weinenden Kindern aus den Häusern auf die Straßen, die sich bald mil Flüchtigen und Neugierigen füllten. Dunkelrote Flammen. zeichen fündeten den Ort der Verwüstung an, rauchende Trümmer, umledt von knisternder Glut, das waren die Ueber. reste der Roburitfabril. Hilfreiche Hände griffen bald zu, um zu retten, was noch zu retten war. Doch, als ob jene finstere Macht, die das Unglück heraufbeschwor, zürnte, daß man die ihr geweihten Opfer entreißen wollte, ein ohrenbetäubendes Krachen zerriß urplötzlich die Luft, eine zweite Explosion war erfolgt, in ihren Folgen noch schredlicher als ihre Vorgängerin. Sie forderte alle diejenigen zum Opfer, die sich noch an der Unglücksstätte resp. deren nächster Nähe befanden. Herzzerreißende Szenen spielten sich ab. Denn niemand wußte, wer von den Seinen sich unter den Opfern befand. Dazu lam die Weisung, daß ein jeder Annen zu verlassen habe, da noch eine dritte Explosion zu erwarten sei. Tausende irrten nun auf der Landstraße umher, in irgend einer Scheune ic. Unterfunft suchend. In den Gräben außerhalb Annens lagerten notdürftig bekleidete Frauen mit jammernden Kindern. Dazu flang aus den schnell eingerichteten Unterkunftsräumen das Geschrei der bereits aufgefundenen Schwerverletzten. schreckliches Bild! In dem zwei Stunden von Annen gelegenen Dortmund sprangen nach der zweiten Explosion in den größeren Geschäftsläden die großen Spiegelscheiben. Da man von Annen noch nichts erfahren hatte, nahm man allgemein an, es handle fich um ein Erdbeben. Nach Bekannt
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Cokales.
* Für das Taunusrennen 1907 liegt nun bie bom neuen Generalsekretär des faiserlichen Automob flubs, de la Croir, ausgearbeitete Route vor, die alle dings noch der Genehmigung der Regierung beder Start und Ziel liegen wie beim Gordon- Bennet- Renta 1904 an der Saalburg, wo geräumige Tribünen e richtet werden sollen. Vom Start führt der Weg z nächst auf der alten Gordon- Bennet- Strecke über West heim, Usingen- Usingen und Grävenwiesbach nach Ein haus. Dann wird der alte Kurs verlassen und be Weg führt in das Weiltal. Von Weilmünster geht dann über Audenschmiede, Winden, Emmershausen, Rod a. d. Weil, Dorfweil nach Schmitten. Dann na Oberursel und auf dem letzten Teil der alten Renn strecke über Homburg zum Ziel. Die Rennstrecke um faßt 77,5 Kilometer und muß fünfmal durchfahre werden. Die Route ist reich an Sturben, vermeide aber doch die verschiedenen beim Gordon- Bennet Rennen nötig gewordenen Neutralisationen.
* Hungen, 30. Nov. Die landw. Hauptge genossenschaft für Oberhessen wird im Frühjahr in der Nähe des Bahnhofs Hungen ein großes Lages haus für Futter- und Düngemittel errichten.
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Holzheim, 30. Nov. Hier und im nahen Grüningen werden gegenwärtig Soulhaus neubauten auf geführt. Beide Gebäude find im Rohbau bollendet und zeigen bereits einen schmucken Baustil. Die Ein weihung der Neubauten erfolgt im Herbst 1907. Das hiesige Schulhaus ist ein, das Grüninger zweiflasfig.
? Lich, 30. November. Die Ackerbauschule des Kreises Gießen, die ihren zweiten Kursus jeßt aufge nommen hat, wird in diesem Winter von 36 Schüler besucht.
† Lich, 30. Nov. Unser Kriegerverein wird am 8, 9 und 10. Dezember Kriegsfestspiele zur Auf führung bringen.
? Alsfeld. Unser neues Krankenhaus ist im Rohbau nahezu vollendet. Die Eröffnung soll bereits im fommenden Sommer erfolgen.
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* Marburg. Belohnter Schneid. Als am 18. September d. I. in Obersimtshausen die Kirmes stattfand, wollte der Tagelöhner Heinr. Althaus, ein * Als Vertreter des Deutschen Kaisers nimmt junger verheirateter Mann, dafür sorgen, daß der be aufsichtigende Gendarm aus Münchhausen, jetzt EisenBrinz Eitel Friedrich von Preußen an den Taufbahnbeamter in Griesheim, nicht Feierabend bieten feierlichkeiten im Großherzoglichen Hause teil. fonnte. Der Beamte ging nämlich gegen 12 Uhr in den Kuhstall, um sein Fahrrad in Ordnung zu machen. Althaus folgte ihm und riegelte ihn ein, dann ent fernte er sich mit den Worten:„ So, den hätten mir bet die Küh' getan, jezt fann es munter gehen." Lange ging es zwar nicht weiter, denn der Wirt hörte das Klopfen des Gendarmen und befreite diesen aus seiner Gefangenschaft. Die Straffammer verurteilte den Waschmasch Spaßmacher" zu 14 Tagen Gefängnis.
§ Die Sizungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen pro 4. Quartal 1906 beginnen am Montag, dem 3. Dezember. Verhandelt wird am ersten Montag, dem 3. Dezember. Verhandelt wird am ersten Tage gegen Karl Luh aus Gießen wegen Brandstiftung( Ankl.: Gerichtsassessor Dr. Hezel. Verteidigung: Rechtsanw. Dr. Jung.) Dienstag, 4. Dezember gegen Franz Jakob Szczodrorskt aus Blumenstein wegen Brandstiftung( Ankl.: Staatsanw. Reuß, Verteidigung: Rechtsanw. Justizrat Weidig).
* Die Hauptversammlung des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen findet Samstag, den 15. Dezember. nach. 2 Uhr, im Neuen Saalbau" zu Gießen statt.
* Die Herrschaft Fischbach im Riesengebirge, die der Großherzog an den Fideikommißbefizer Fedocio Martin auf Rothenburg... verkauft hat, gehörte Ende des 18. Jahrh. zum Kloster Grüssau. 1882 faufte es Prinz Wilhelm von Preußen, der Bruder des Königs Friedrich Wilhelm 3. für 118000 Reichstaler. Von diesem erbte sein Sohn Prinz Waldemar die Herrschaft Fischbach, von diesem sein Bruder, der Admiral Prinz Albert; nach dessen Tode waren seine Schwestern, die Königin- Witwe Marie von Bayern und die Prinzessinn Elisabeth von Hessen Besitzerinnen; nach dem Tode der ihre Schwester überlebenden Pinzes finn Elisabeth fiel Fischbach an den Großherzog von Heffen. Das Rittergut, das mit dem dazu gehörigen Vorwerk Neudorf zuletzt an Generalmajor von Ferno verpachtet war, während als Großh. Domandial- Kommissar Oberförster Mettenheimer das Schloß bewohnte, umfaßt 1034 Heftar Fläche, davon rund 760 Heftar Wald. Der von dem neuen Besitzer bezahlte Kaufpreis beträgt 24 Millionen Mark.
werden der Unglüdsstätte eilten sehr viele nach dort, thnen wurde aber der Weg versperrt. Die Stadt Annen wies nicht ein Haus auf, das nicht durch die Explosion start elitten hatte. Die Dächer der Häuser waren wie Siebe durchlöchert, die Rahmen der Fenster herausgerissen und von der Explosion fortgeschleuderte Eisenstücke lagen hier und dort umher.
Die Wegräumungsarbeiten begannen nachmittags 4 Uhr. Noch immer stiegen Rauchwolken von der Unglücksstelle empor. Nicht minder traurig war das Bild in den Straßen der Stadt Witten. Die Rolläden hingen verbogen vor den zertrümmerten Schaufenstern. An den Kreuzungspunkten der Straßen sammelte sich alt und jung, ganz Witten war unterwegs. Auf allen Gefichtern malte sich Schrecken und Furcht, denn in der Ferne drohte wie ein graues Schredgespenst: der Pulverschuppen, in dem noch 100 Kisten mit Sprengstoffen lagern sollen. Wagen mit den letzten Habseligkeiten der Armen waren unterwegs. An den Häusern entlang schlichen die Betroffenen, meist Frauen in notdürftigen Kleidern, auf den Armen und hinter sich weinende Kinder. Laut war das Weinen und Wehklagen am Eingange des Wittener Diakonissenfrankenhauses, wo 36 Schwerverwundete mit dem Tode rangen. Sie hatten, wie uns der Chefarzt Dr. Boshamer erklärte, größtenteils fomplizierte Schädelbrüche, Beinbrüche und schwere innere Verlegungen davongetragen.
Immer neue Verwundete wurden von den freiwilligen Sanitätskolonnen herbeigeschafft, meistens leider zu spät für menschliche Hülfeleistung. Außer diesen Unglücklichen waren ca. 75 Verwundete verbunden worden. Die Rahl der Toten beträgt in diesem Krankenhause allein 19. Jm Krankenbause selbst famen durch die zweite Explosion mehrere Schwestern
Stadttheater Giessen.
Emilia Galotti.
Trauerspiel in 5 Aufzügen von E. G. Lessing. Nachdem wir in letzter Zeit viel leichte Ware haben hinnehmen müssen, sprach gestern Abend einmal wieder unserer Großen zu uns. Bessing ist der Dichter, der wie kein anderer deutscher Dramatiker seine Gestalten im heftigen dramatischen Wellenschlage zu charakterisieren bermag. Wenn auch die Tat des alten Galotti, der feine Tochter mehr aus Vorsicht als aus höchster Notwendigkeit ersticht, bedenklich ist, so wird man fit doch immer wieder in der herrlichen Schöpfung sammeln
Die Aufführung ließ leider an einigen Stellen zu wünschen übrig. Um so mehr verdienen aber die Verdienste Lily Doneckers, die sie sich in der Titel rolle um die Darstellung erwarb, hervorgehoben werden. In jeder Falte, jeder Schattierung wußte te ihre Emilia zu treffen und durch feinmotivierte lebet gänge in einem Guß durchzuführen. Trefflich stand ihr Erich Kober als Prinz von Guastalla zur Seite, der die Lessingsche eingehende Charakteristik mit warme Pulsschlage durchführte. Der Kammerherr Marineli wies dagegen Schwächen auf, da Mar Herrschet,
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zu Fall und erlitten Hautabschürfungen und Verstauchunger Die Fensterrahmen wurden eingedrückt und die Instrument in den Operationssälen durcheinander geworfen. Die Ver wüstung in den Nachbarhäusern war fürchterlich. In viele Gebäuden, die wir betraten, waren die Scheiben, Porzellan und Glasgefäße sozusagen zu Mehl gemahlen, das in dide Schicht auf den Fluren, in den Treppenhäusern und Zimmer Iag. Am schlimmsten sah es in den Befizungen de Fabrikanten Knappmann und des Bauunternehmers Heier aus In den Wohnungen der kleineren Leute sind die Deden un Lehmwände zerrissen und eingedrückt. Die dürftigen Möbe liegen zersplittert in den Winkeln der dumpfen Stuben. Un vier Uhr( Donnerstag) nachmittags erschien der Regierunge präsident von Coels aus Arnsberg, um die Umgebung de Unglücksstätte in Augenschein zu nehmen.
Der Kaiser spendete, wie bekannt, sofort nach Belannt werden der entseßlichen Ratastrophe 25 000 Mart, die Kaiferi ließ den Verunglückten ihr herzlichstes Beileid ausdrüden, und auch die private Wohltätigkeit setzte sofort ein. In Annet waren Schwestern sowie Mitglieder der Heilsarmee zur Unter tüßung in großer Anzahl eingetroffen. Die größeret Zeitungen im Industriegebiet erlassen schon Aufrufe zur Entgegennahme von Geldspenden. Es liefen sofort nag Erlaß dieser Aufforderungen reiche Beträge ein. Die Frage wer haftet für den Schaden? wird allseitig erörtert. Nut Vereinzelte find gegen Explosionsgefahr versichert. Kann ein Anspruch auf Entschädigung oder Unterstügung nicht erfolgen, stehen viele Familien an dem Trümmerhaufen ihrer bis herigen Habe
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