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Wie sieht es im Lande aus?

Auch in den Provinzen ist nichts von Ruhe zu merken; im Gegenteil, die Unsicherheit nimmt zu. Die Moskauer Filiale der Staatsbant hat die Banfinstitute benachrichtigt, daß die Beförderung von Wertsendungen und Geldpaketen nach den Gouvernements Astrachan, Saratom und einigen Orten des Gouvernements Kasan wegen der auf den Wegen herrschenden Unsicherheit eingestellt ist. Die folgenden Meldungen illustrieren die herrschenden Zustände noch deutlicher:

Mostau, 30. Oftober. In der vergangenen Nacht wurde der Besizer Jmanom nahe der Stadt von 15 Räubern überfallen, sein Grundstüd geplündert, das gesamte Silber­zeug und mehr als 1000 Rubel gestohlen. Die Räuber

entfamen.

Petersburg, 30. Oftober. Auf dem Baitischer. Bahnhof wurde eine Bäuerin angehalten, als sie einen mi Bulver gefüllten Koffer abholen wollte. Sie erklärte, das Bulver einem Ingenieur, bei dem sie Dienerin gewesen sei, gestohlen zu haben, will aber dessen Namen nicht wissen. Mostau, 31. Oftober. Auf Anordnung des Rettors ist die hiesige Universität von heute bis zum 12. November geschlossen worden.

Tiflis, 30. Oftober. Bei Salich stieß eine Abteilung Freiwilliger auf eine 16 Mann starte bewaffnete Räuber bande. Es wurden drei Stunden lang Schüsse gewechselt. Zwei Freiwillige und ein Jude, den die Räuber als Ge fangene mit sich führten, wurden getötet, ein Räuber wurde bermuabet.

Die Unsicherheit zeigt fich auch bei den Rekruten­aushebungen. Im ersten Bezirf Odessa erschienen statt der 250 Einberufenen nur 87. Die militärischen Behörden sind in größer Aufregung, da sie voraussehen, daß ein bedeutender Mangel an Refruten sich zeigen wird als Folge des un­aufhörlichen inneren Krieges und der antimilitärischen Propa­ganda hes Wiborger Aufrufs. Wenn also der Jahrestag des Manifeßes äußerlich ruhig verlaufen ist, so darf man des­wegen noch lange nicht glauben, daß Rußland vor dem inneren Frieden steht. Der Sumpf wird noch lange Blasen werfen!

Nab und fern.

Ende einer Schriftsteller- Tragödie. In Erfurt ist der fürzlich für geistes frank erklärte Mörder Salben im Kranken­haus plöglich gestorben. Salbey war seinerzeit auf mehreren literarischen Diebstählen ertappt worden. Als der Plagiator später seine Geliebte erschoß, entstanden begründete Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Mörders und er sollte einen Irrenhause überwiesen werden.

+ Von Wölfen angefressen. Auf einem landwirtschaftlichen Institut bei Halle, wo zu Versuchszwecken Wölfe und Schakale gehalten werden, fraß ein Wolf einem dreijährigen Kinde beide Händchen ab. Der Zustand des Kindes ist hoffnungslos.

Wieder die Schußwaffe. In einer Leipziger Waffen handlung zeigte die Frau des Geschäftsinhabers einem Käufer die Handhabung eines Revolvers und setzte dabei die Waffe gegen ihre Schläfe. Plötzlich frachte ein Schuß und die Frau sant schwer getroffen zusammen. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe trat nach einigen Stunden der Tod ein. Wie die Kugel in den Revolver gekommen ist, ist noch unaufgeklärt.

Gestörtes Stilleben im Spielerklub. In Hamburg erregt die Aufhebung einer Spieler und Buchmacher Gesellschaft im Altonaer Café Stern großes Aufsehen. Eine aus den verschiedensten Kreisen zusammengefeßte Spieler­gesellschaft machte dort seit Jahresfrist Betten, Hasan dspiele und poferte, wobei bedeutende Eummen umgesetzt wurden. Bei einem Streit warf beispielsweise ein inzwischen nach London geflüchteter Agent Schneider dem Wirte 42 000 Mart ins Gesicht. Die polizeiliche Untersuchung ist in vollem Gange; zahlreiche Vernehmungen haben bereits stattgefunden.

Russische Eisenbahnzustände. Bet der Station Etcha nowa Bustyn der Eisenbahnlinie Kiew- Moskau stieß ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen, bei dem fünf Waggons zertrümmert, ein Beamter getötet und zwei andere berletzt wurden. Auf der Strede Mostau- Brijans fuhr bet Der Station Duminitschi ein Schnellzug auf einen Güterzug; dabei famen mehrere Personen zu Schaden. Die Strecke ist gesperrt. Bei Berditschem entgleifte ein von Warschau fommender Zug. Vier Passagiere wurden schwer, zehn leicht verletzt.

Die Kräfte der Tiefe sind noch immer nicht zur Ruhe gekommen. In Japan und auch in Italien find starke Erd beben aufgetreten. Es liegen hierüber folgende Meldungen vor: London, 31. Oktober. Aus Tokio wird berichtet, daß in Aleta ein heftiges Erdbeben großen Schaden an richtete. Nachdem das Erdbeben längere Zeit angedauert hatte, begann der Krater des Vulkans seine unheimliche Tätigkeit und ein Lavastrom ergoß fich auf die Umgebung. Die Einwohner flüchteten, vom Lavastrom verfolgt. Nähere Einzelheiten fehlen.

Palermo, 31. Oftober. Die Erdbeben, die in der Provinz Palermo während der letzten Wochen andauerten. nahmen an Stärke zu. Stärfere Stöße wurden aus Trabia, Termini, Altavilla, Bagheria und Palermo gemeldet. In Trabia richtete das Erdbeben Schaden an; in Termini verließ die Bevölkerung ihre Wohnungen.

+ Buffalo Bill's Ende? Newyorfer Blätter wollen wissen, daß Oberst Cody, genannt Buffalo Bill, mit seiner Jagd gesellschaft von 15 Europäern und Amerikanern im Schnee Sturm auf den Bighornbergen zu Grunde gegangen sei. Eine Rettungsexpedition fann erst abgehen, wenn der Schnee in den Cannons sich gesetzt hat. Sollte das nicht bloß ein Reflametrid sein?

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Bom Kölner Dom stürzte gestern wiederum aus einer Höhe von 20 Meter ein größerer Stein herab, der mit großer Wucht zerschellte. Faustgroße Stücke wurden bis auf den Fußweg der Domterrasse geschleudert. Das Publikum wurde nochmals gewarnt, den Weg über die Domterrasse zu benutzen, da bei der Wucht, mit der die Steine herabstürzten, Lebensgefahr für die Besucher des Domes besteht.

Fabrikbrand. In der Luxus- und Motorwagen- Fabrik Utermöhle in Köln brach ein Großfeuer aus, das einen riesigen Umfang annahm und erst nach stundenlanger angestrengter Arbeit am Weitergreifen verhindert werden konnte. Das Feuer vernichtete einen großen Teil des Fabriklagers. Bunte Tages- Chronik.

Stettin, 30. Oftober. In Woserow zerschmetterte der Schnitter Krozozowski seiner Braut aus Eifersucht mit einer Flasche den Schädel und tötete sich selbst durch fieben Messer stiche in die Brust.

Landsberg a. W., 31. Oftober. Unter dem Verdacht, das Fräulein Raasch in Friedrichsberg ermordet zu haben, ist der Landwirt Gesche, ein Nachbar der Getöteten, verhaftet worden.

Myslowig, 31. Oktober. Durch Gaserplosion wurde der Hausbefizer und Stadtrat Senter tödlich verletzt.

Darmstadt, 31. Oftober. Wegen Wechselfälschungen in Höhe von 40 000 Mart wurde der Weißbindermeister Eigen brodt in Bessungen verhaftet.

Oberhausen, 31. Oftober. Auf der Guten Hoffnungs­hütte stürzte ein in Reparatur befindlicher Hochofen infolge Nachgebens des Mauerwerks zusammen. Zwei Mann wurden getötet.

Saarbrüden, 31. Ottober. Bei der Bischofsfeier in Winterbach zersprang ein Böller. Der Bergmann Trost, den ein Sprengstüd traf, war sofort tot.

Paris, 31. Oftober. Ein Deutscher namens Daeppe hat unweit Nancy in dem Dorfe Sainteil im Verlaufe eines Wortwechsels den 25jährigen Belgier Lahaye getötet.

Der Liebesroman des Prinzen. gr. Berlin, 31. Oktober.

Wilhelm Friedrich Karl Ernst Joachim Albrecht, Pring bon Preußen, zweiter Sohn des türzlich verstorbenen Regenten bon Braunschweig, beabsichtigt noch in dieser Woche das Junggesellenleben mit dem Ehestand zu vertauschen. Im September ist der Prinz 30 Jahre geworden, er ist also alt genug, um Hymens Fesseln auf sich zu nehmen. Und warum spricht man in Berlin von dem bevorstehenden Ereignis wie bon etwas ganz Außergewöhnlichem, warum soll die Ber­mählung ohne allen Prunt in einfacher bürgerlicher Weise vor fich gehen? Sie ist in der Tat außergewöhnlich, diese Heirat. Denn die Auserforene des Prinzen ist kein Fürstenkind, nicht auf den Höhen der Menschheit stand ihre Wiege. Die Tochter eines Berliner Portiers, verspürte fie, faum 16jährig, Lust und Neigung zur Bühne zu gehen. Später wirkte sie, da thr Talent sich in bescheidenen Grenzen hielt, an Bühnen zweiten Ranges unter einem Künstlernamen, während das Standesamtsregister fie als Marie Sulzer verzeichnete. Nach kurzer Ehe mit einem Baron Liebenburg geschieden, soll sie nun dem Prinzen die Hand zum Lebensbunde reichen. Daß unter diesen Umständen schwere Bedenken der Verbindung entgegenstanden, läßt sich leicht ermessen. Aber diese Bedenken sollen auch an höchster und maßgebender Stelle hinweggeräumt worden sein durch die Tatsache, daß der Prinz seit der Be­tanntschaft mit der geborenen Sulzer, geschiedenen Baronin Liebenburg, zu wesentlich anderen Lebensauffassungen gegen früher gekommen ist. Er war zwar wie alle preußischen Prinzen in die Armee eingetreten, jedoch führte ihn besonders die Liebe zur Musik in die Kreise der Künstler- und Schau­spielerwelt. Das jugendlich überschäumende Temperament brauste dabei manchmal wohl über die Grenzen hinweg, nun einmal die strenges Hofzeremoniell und Herkunft ziehen. Diese Seitensprünge wurden wenig angenehm empfunden. Der Prinz, der übrigens beachtenswerte Kompofitionen geliefert hat, schien die durch das Herkommen bedingten Zügel nicht tragen zu können. Da trat die Baronin Liebenburg in sein Leben und führte eine gänzliche Wandlung herbei. Ihrem Einflusse gelang es, alle Extravaganzen all­mählich zu verbannen. Das blieb nicht unbemerkt und fand Anerkennung. SD ist es gekommen, daß der anfängliche Widerstand gegen den Heiratsplan langfam fich vor den augenfälligen guten Einflüssen der jungen Dame zurückziehen mußte. In großherziger und weitblickender Weise soll dann das Oberhaupt des Hauses schließlich seine Einwilligung nicht versagt haben. Das ist die Geschichte von der Liebes heirat des Prinzen.

Lokales.

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** Der Großberzog empfing am 31. Oftober die Pfarrer Schick von Queckborn und Ritter von Friedberg; zum Vortrag den Staatsminister Ewalt, den Finanzminifter Gr auth, den Präsidenten des Ministeriums des Innern Braun.

* Geh. Medizinalrat Professor Dr. Pfannenstiel Gießen hat sich nach Darmstadt begeben und dort im Alten Palais Wohnung genommen.

* Der Landtags- Abgeordnete für Darmflabt. Stabt, Architekt Heinrich Müller, ist an einem Schlaganfall

geftorben.

** Das roßh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 25, aus­gegeben am 30 Oftober enthält, u. a. eine Bekanntmachung, die Brennholztage für die Großh. Domanialwaldungen für das Rechnungsjahr 1907 betreffend.

* Bürgermeisterei contra Polizei. Das Großh. Polizeiamt Darmstadt hat an den Inhaber der Bach- und Schließgesellschaft, Herrn Jbel, die Erlaubnis erteilt, an zahlreichen Häusern der Stadt Reklametafeln zu befestigen. Die neuen Tafeln sind nun in solchem Umfange und in solcher Größe errichtet worden, daß durch diese Verunzierung des Straßenbildes schon lebhafte Stimmen laut geworden. sind. In der letzten Sigung der Stadträte wurde nun feft­gestellt, daß die Polizei die Erlaubnis hierzu ohne die Gut­heißung der städtis en Baupolizei gegeben habe. Da die Polizei ihr Recht behauptet und schon ähnliche andere Konflitte mit der Polizei vorgelegen haben, will die Bürger­meisterei die Frage durch einen Rechtsstreit aufklären lassen, der jedenfalls interessant wird.

P. Folgende gewerbepolizeiliche Revisionen wurden in den Monaten August, September und Oftober vorgenommen: 1. In Bezug auf den Kleinhandel mit Kerzen nach Maßgabe des Gesetzes vom 4. 12. 1901. 2. In den Sandgräbereien in Bezug auf Einhaltung der Unfallver­hütungsvorschriften bei dem Abbau.- 3. In den Betrieben der Maler und Weißbinder, in denen Bleifarben zur Ver­

und jugendliche Arbeiter und Führen der Verzeichnisse für für den Zentner er

jugendliche Arbeiter.

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6. In den Werkstätten des Hand werts mit Motorbetrieb, in denen weniger als 10 Arbeiter beschäftigt werdeu, auf Führung der Arbeitsbücher der minder.

Arbeitern, in denen jugendliche Arbeiter beschäftigt werden,

Champagner 2 20-24 M., C 22 M., Blenheim

Relet

minen 18-30, Red

jährigen Arbeiter; ferner in Werkstätten mit 10 und mehr Stern 21 Mt. auf Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeit, Führen von Ver. 12-16, Rofend 7. In den Barbierstuben auf Ehaltung der Polizei- Ver. Bepping 17-2

zeichnissen und Aushängen der gef ßlichen Bestimmungen.

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pfel 20, Taff topfe

8. In arb 20, Rpfton P

bezug auf den Verkauf und das Feilhalten von Milch hinsicht er Friedrich 24, We

Anhalter 15, Prin

ordnung, den Gewerbebetrieb der Barbiere betr. lich Einhaltung der Milchverkaufsordnung für den Kreis Gießen vom 16. 3. 1906. zunächst auf Reinhaltung und Beschaffenheit der Milchgefäße, Beförderung der Milch von einem Produzenten an einen Händler, oder von einem Händler an einen anderen Händler,

Die Revisionen erstreckten sich pepping 20, Boiten

Bosfoop 25-30,

30, Winter Streif Beberapfel 20,

sowie der zur Beförderung der Milch dienenden Wagenten 15-20, Deut Anstände ergaben sich insbesondere bei der zur Beförderung it nen: Le Lectier der Milch dienenden Wagen. Auf diesen werden von den Grumfower 20, Milchhändlern Haushaltungsabfälle, als Kartoffelschalen und-18, Gute Louife dergl. in Säcken und Tüchern auf den Milchwagen mitge. pulame 28, Schön führt, auch die Reinlichkeit der Milchwagen selbst gab zu 0-30, Bergamotte 3 Beanstandungen Anlaß. Weiter wurde festgestellt, daß Milch 2 Gardenpont 20, 2

von Produzenten an Händler befördert wird, ohne daß die Gefäße mit einem sicheren Verschluß( Plomben oder Siegel) bersehen sind. Berwarnungen sind bereits wiederholt einge

Mt.

*

Langsdorf, 31.

treten, bei Nichtbefolgung der betr. Verordnung wird gegen Poler neueingerichtete die Säumigen Anzeige erhoben werden. Eine Anzahl Milch- Bicherbefland nach Au proben wurden entnommen und dem chemischen Untersuchungs- i 29. Oftober 1906, amt übergeben, ebenso eine große Anzahl weiterer Proben el Bürgermeiflers Röh

der hauptsächlichen Nahrungs- Genußmittel.

** Reichstagswahlen 1908. Große Ereigniffe

Ann Wert von 3000 Lanterbad, 31.0

m betragen wird. eft im nächsten

werfen ihre Schatten voraus, besonders wenn fie Reichstags- ummes auf dem wahlen sind. Obwohl die gegenwärtige Legislaturperiode ters bereits folche noch reichlich 1/2 Jahre läuft, wird im Kreise Gießen doch telung größtenteils no schon von den Parteien die Agitation aufgenommen. Best fchon 20 m b sonders entfaltet die deutsch- soziale Partei, die Köhler. Langsdorf als Kandidaten aufgestellt hat, eine intenſive Tätigkeit, indem sie auf dem Lande gut besuchte Ber sammlungen abhält In Gießen referierte der Reichstag abgeordnete Raab vor nicht allzugroßer Zuhörerschaft( Die Sache ist nicht genügend durch die Press: bekannt gegeben worden. D. Neb.) über die Finanzreform und die neuendorf aufgefunden. Steuern. Der Wahlkampf wird den Deutsch- Sozialen nicht leicht werden, da die von Zimmermann geführten Antisemiten ist heute Borm eine Gegenfandidatur errichten werden. Sehr eifrig unde von über 42 planmäßig wie immer find auch die Sozialdemokraten an der Arbeit, und nachdem die liberalen Parteien ihre Pirtei tage abgehalten haben werden, steht zu erwarten, daß auch fie energisch in den Wahlkampf eintreten werden.

Oberbiel, 31. D zwischen Altenberg

be heute Morgen b

wundenen 19jährig

Befangen, 31. D

men worden. Langenbein, 31. Soner Georg Möcke Bad Nauheim. allerung zahlreich b

welcher der Sekretär bandes für das aus Darmstadt,

o

bingung aller echt Birgertums wurde als oführte zur Gründ deaden freifinnigen Rarburg, 31.0

* Wie wir meldeten, hat die Großh. Regierung den Ständen einen Gesetzentwurf betr. Wertzuwach& steuer zugehen lassen. Der Entwurf umfaßt in 20 rbiteln: die Bestimmungen über die Bedeutung der Wertzuwachs fteuer selbst, die Feststellung des Wertzuwachses, die Höhe der Ueber verschi Steuer, die Zahlungspflicht usw. Nach Art. 1 fann eine Sutarismus und über Gemeinde mit über 3000 Einwohnern durch ein Drtsstatuta Besteuerungssyft die Einführung der Wertzuwachssteuer beschließen. Rad Artikel 2 darf die Steuer in allen Fällen des Eigentums wechsels erhoben werden, der nicht unmittelbar auf Erbfall beruht. Nach Artitel 3 gilt als Wert, den das Grundstüd bei dem vorhergegangenen Eigentumswechsel hatte, der Breis, zu dem der Erblasser oder Veräußerer das Grundstück er worben hat. Art. 8 behandelt tie Höhe der Steuer und bestimmt, daß die Steuer 15 Prozent des Wertzuwachses bei, einer Wertsteigerung von 60 Brozent und 20 Prozent als Höchstbetrag nicht übersteigen dürfen. Sind seit dem früheren Eigentumswechsel mehr als 5, oder höchstens 10 Jahre ver flossen, so dürfen höchstens 2/ s, bei mehr als 10 Jahren höchstens der erstgenannte Sap erhoben werden. Für die Zahlung der Wertzuwachssteuer haftet der Beräußerer. Nut im Falle sie nicht beigetrieben werden kann, der Erwerber. *** Der Konzertverein Gießen( Dirigent Großt. Universitätsmusikdirektor Trautmann) gibt für die begonnen

jerem vielumstritte

durch den nationalso lommt man aus voriger Woche durc de node Reichetagsw Landwirte und den Ko fichen Teil des Kre der ehemalige heffi frühere langjährige Sabitrees. Die Kunde mit fich, daß die die gegnerischen

betamatich der bringen word

Ronzert, abends 1/46 Uor beginnend. Eine Hauptprotees gebore, waren au

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findet vormittags 11 Uhr statt. Damit tritt der Verein is fein 116. Ronzertjahr. Trautmann hat wieder- wie mar es von ihm als sehr verständigen Dirigenten und Musi aelehrten nicht anders gewöhnt ist ein recht schöne Programm zusammengestellt. Es wird ausgeführt 1. Quvertur op. 124 C- dur( L. van Beethoven), 2. Konzert in A- du für Violine( W. A. Mozart), 3. unvollendete Symphone in H- moll von Fr. Schubert, 4. Soloftücke für Violine m Klavierbegleitung von R. Schumann, ungarischer Tanz bot J. Brahms, 5. Symphonie Nr. 11 in G- dur( Militä Symphonie) J. Hayon. Als Solistin ist Fräulein G. Bietr wez( Violine) gewonnen.

* Die 1902 gegründete akademische Turnverbindurg Cheruskia" hat sich wieder aufgelöst.

Sie hat be

** Altertumsfund. Im Distrikt Hochwart d Gießener Stadtwaldes ist beim Sandgraben eine Wohnftäte aus vorchristlicher Zeit aufgedeckt worden. Form einer trichterartigen Grube, deren Boden mit Leh ausgelegt ist. Bei weiterem Suchen fand man Brandref, Scherben und Knochen. Die Sachen wurden sehr vorsichtz behandelt, sodaß es gelang, aus den Scherben noch vi Gefäße zusammenzustellen, die dem Museum des Obe hessischen Geschichtsvereins überwiesen wurden.

* Frugtbare Schweine.

Latten das foftliche S hiedenen Beitreter der haiten jagten. Auch Gunsten des Dr. ht auch der Reichste

wie fich die Gegn Manns genug, um

Bodel und Raab aufg

Babitreis bei

haupten.

Vor einigen Tag Geschäfts- od.

wendung gelangen, insbesondere auf Neubauten und Werk- warf ein Mutterschwein des Kaufmanns Beez in Mabemühll. Bauplay in Grün

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ftätten. 4. In den Steinhauereien und Steinbrüchen betr. die Einrichtung und den Betrieb von Steinbrüchen und Steinhauereien, Gesetz vom 20. 3. 1902. 5. Jn den Fabriken, in denen Arbeiterinnen und jugendliche Arbe ter beschäftigt werden, auf Einhaltung der gefeßlich vorgeschriebenen Mittagspausen, sowie der Führung von Arbeitsbüchern der minderjährigen Arbeiter, Aushängen der Auszüge aus der Gewerbe Ordnung für Arbeiterinnen über 16 Jahren

zum fünften Male und zwar in diesen fünf Würfen gegend gesucht. sammen 75 Junge. Ein derselben Zucht entstammends Brantf.a.M.Gdarnb

Schwein des Wagners Knapp warf zuur vierten Male, ins gesamt 60 Stück. Fast sämtliche Ferkel sind aufgekommen.

Liebigarage

4- Bimmerwohnung

* Obstmärkte in Frankfurt. Nach den Mtb Gartenanteil per

teilungen der Zentral- Obstverwertungsstelle wurden auf beiden Obstmärkten am 3. und 10. Ottober, bei denen mit gering Ausnahmen nur Privatieute ihren Bedarf deckten, nachsteher

later zu vermieten.

eine Manfardenw

für 1-2 Berf. fe Bimmer, Kr