Dame verstand aber feinen Spaß, sondern verklagte den Sonderbaren Schwärmer wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung. Der ,, Attentäter" hat auch die Kosten zu tragen.
§ Ein blinder Mörder zum Tode verurteilt. Der dreiundzwanzigjährige blinde Hirt Bartholomäus Pesto wurde vom Schwurgericht in Laibach zum Tode verurteilt. Der Angeklagte, welcher seit einer Reihe von Jahren bei einem Gutsbesitzer, der den Hilflosen seinerzeit aus Mitleid aufgenommen hatte, im Dienst stand, war von diesem eines WurstDiebstahls beschuldigt worden. Hierüber geriet er derart in Born, daß er seinem Brotherrn blutige Rache schwor. faßte nun einen teuflischen Plan, den er auch alsbald zur Ausführung brachte. In Abwesenheit der Familienmitglieder überfiel er das in der Wiege liegende Töchterchen des Ehepaares, tötete es durch mehrere Messerstiche, versteckte die fleine Leiche in einen Sad und ergriff sodann die Flucht; er wurde jedoch bald darauf ermittelt und verhaftet.
Der Dandelsmarkt.
Berlin, 31. Auguft.( Fondsbörse.) Auf den Rückgang der Newyorker Börse segte die hiesige Börse heute ebenfalls schwach ein und die Rückgänge wurden an der Nachbörse noch stärker, da Russen 1 Prozent niedriger wurden. Vor allem waren Schiffahrts attien niedriger, teilweise auch Banken und Kohlenwerte, während Eisenattien höher bezahlt wurden. Von Bahnen zogen Lombarden und Warschau- Wiener an, während Henry angeboten wurden. Heimische Anleihen blieben fest, Türkenloose abgeschwächt. Buat ermatteten aber auch auch Montanwerte, nachdem auch der Kajo martt geteilt und zu Rückgängen geneigt, geschlossen hatte. Bribct diskont 32, Geld über Ultimo 4. Prozent.
Berlin, 31. August.( Produktenbörse.) Heute hatte die Mattigkeit wieder Oberhand gewonnen. Obwohl das Angete nicht so start ist, waren die Preise für Weizen niedriger und Roggen war nur teilweise preishaltend. Hafer ging allenthorn zurück; Mais und Mehl unverändert, Rüböl still und zur W. schwächung geneigt.
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Vermischtes.
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Brenßens kleinste Schule ist die Volksschule auf Schloß Schaumburg bei Diez. Jahrelang zählte sie nicht mehr als vier Kinder, in letzter Zeit gar nur einen einzigen Schüler. Der Inhaber der Schulstelle, braucht sich jedoch um die Abnahme seiner Schülerzahl nicht sehr zu grämen, denn er ist auf Lebenszeit angestellt.
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Papiergeld für Kiantschou. Die Deutsch Asiatische Bank hat von der Reichsregierung das Privileg erhalten, in Kiautschou Banknoten zur Ausgabe zu bringen. Die Konzession läuft auf 15 Jahre. Es werden Noten zu 1, 5, 10, 25 und 50 Dollar, sowie 1, 5, 10 und 20 Taëls ausgegeben werden, die auch in der chinesischen Provinz Schantung, die zu der deutschen Interessensphäre gehört, Geltung haben sollen. Die Dollarwährung ist deswegen eingeführt, weil in ganz Ostasien der merikanische Dollar als Münzeinheit dient.
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Telegraphen- Verbindung zwischen Island und Dänemark. Vor einigen Tagen fand der erste offizielle Telegrammwechsel zwischen Island und Dänemark statt. Da die große nordische Telegraphen- Gesellschaft mit dem neuen isländischen Kabel über Leitungen verfügt, die eine Gesamtlänge von 7700 Viertelmeilen haben, kann nun ein Kaufmann in Nagasaki innerhalb weniger Stunden eine Handelsverbindung mit einem Fischhändler in Seydisfjord anknüpfen, auf sämtlichen Zwischenstationen von dänischen Telegraphisten bedient.
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Duell- Antipathie in Holland. Der unter dem Pseudonym Lodewijk van Deijssel bekannte Schriftsteller wollte kurz nach den Rembrandtfesten einen Herrn De Booij, weshalb, weiß man nicht, fordern und hatte sich an verschiedene Offiziere mit dem Ersuchen gewandt, als Sekundanten zu dienen. Die Offiziere wiesen Deijssel, der sich gern als hochmodernen Menschen aufspielt, sämtlich ab. In den Niederlanden sei die Beilegung eines Streites in dieser Weise nicht üblich. Da blieb denn Herrn van Deijssel nichts anderes übrig, als sich unter den Einwohnern von Amsterdam umzusehen. Hier fand er einen Jonkheer, der sich bereit zeigte, als Sekundant zu fungieren. Aber zur Ausführung des Duells waren zwei Sefundanten nötig, aber wie viele Mühe van Deijssel sich auch gab, der Zweite war nicht zu finden. Schließlich versöhnte man sich unter diesen Umständen.
+ Wenn es herbstet! Ganz leise geht der Sommer ans Abschiednehmen. Sein Nachfolger, der Herbst, ist schon einige Tage vor Beginn seiner Amtstätigkeit angelangt und hat, wie das ja auch im bürgerlichen Leben beim Wohnungs wechsel Sitte, begonnen einiges an seiner zufünftigen Wohnung zu ändern. Dem Herbst gefällt das Grün der Blätter nicht.
wenigstens nicht so ohne alle Nüancen. Flugs segt er, gleich dem modernen Maler, dem Impressionisten, einige Zwischentöne hinein, bringt durch gelb und rot eine dem Auge willtommene Abwechslung in das Landschaftsbild. Der Herbst fühlt auch ein menschliches Stühren mit der unter dem Druck der Hize seufzenden Menschheit, und schenkt ihr erfrischende Kühle während des Tages, und mahnt sie durch niedrige Temperaturen zur Nachtzeit, daß die Sommernächte vorüber find, daß, wenn er dann die Leitung der Weltgeschäfte ganz in die Hand genommen, ein straffes Regiment beginnen soll. Der Herbst wirkt auf den Menschen stets etwas melancholisch; wir freuen uns sonderbarer Weise nicht des Herannahens der Zeit, da Baum und Strauch unter der Last der Früchte sich biegen, sondern wir sehen in dem Herbst nur den Mahner an Dahingegangenes, der uns noch einmal die Natur in ihrem schönsten Kleide zeigt, um uns den Abschied noch schwerer zu machen. Und deshalb sehen wir mit Wehmut Blatt um Blatt zur Erde fallen, lauschen mit gar bangem Herzen, wie der Wind über die Stoppeln fährt und bereiten uns zum Abschied bor, jezt, in den Tagen, da es herbstet.
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Der Aegypten- Expreß, der neue Luruszug soll zum erstenmale am 5. Januar t. J. verfehren. Er geht einmal in der Woche und zwar Montags von Berlin nach Neapel, ab Berlin Anhalter Bahnhof 8.28, sodaß er in Neapel am zweiten Vormittag 11.40 eintrifft. An demselben Tage schließt fich 2 Uhr nachmittags die Abfahrt der" Oceana" von der Hamburg- Amerika- Linie nach Alexandrien an. Sie trifft in der ägyptischen Hafenstadt planmäßig Sonnabend nachmittags 6 Uhr ein. Die Fahrzeit Berlin- Alexandrien beträgt also 4 Tage 21/2 Stunden. Der Zug und der anschließende Dampfer soll bis Mitte April verkehren.
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In
Urahne, Großmutter, Mutter und Kind Pittsburg( Amerika) feierte Frau Charlotte Rettig, die im Jahre 1796 geboren wurde, ihren 110. Geburtstag bei voller geistiger und körperlicher Frische. Aus Anlaß des seltenen Festes gab sie in den Salons ihres Palais in der CrawfordStreet ein Bankett, an dem ihre 72 Kinder, Enkel und Urenkel und ungefähr 300 Bekannte teilnahmen, die aus allen Gegenden Amerikas gekommen waren, um der Greisin zu gratulieren.
Hygienische Streichholzschachteln. Die argentinische Liga zur Bekämpfung der Tuberkulose hat eine originelle Idee ersonnen, um gesundheitliche Aufklärung im Volke zu berbreiten. Die Liga gibt nämlich Streichholzschachteln mit charakteristischen Merksprüchen aus, die auf Erziehung jedes einzelnen zu praktischer Hygiene abzielen. Unter den Merksprüchen sind folgende: Habe acht auf jede Erkältung oder jeden Katarrh, der sich in die Länge zieht!" ,, Wirble durch die Schleppe feinen Staub auf!"" Wo frische Luft und das Licht hindringt, wo Reinlichkeit und Nüchternheit regiert, da kommt die Tuberkulose nicht hin!" Die Lungenschwindsucht
ist ansteckend, sie tritt niemals von selbst auf!"" Jedermann fann sich in irgend einem Moment seines Lebens mit Tubertulose anstecken!"„ Die Tuberkulose ist ansteckend, vermeidbar und heilbar."
Konservierte Musik. Der amerikanische Marschkönig" Sousa hat einen Feldzug gegen alle Musik, die durch mechanische Vorrichtungen erzeugt wird, begonnen. Sousa, der diese Art von Musik mit dem schönen Ausdruck ,, Canned music", d. h. populär übersetzt:„ auf Flaschen gezogene Mufit", belegt, meint, sie verderbe den Geschmack an guter, durch Musikerhände und-Lungen erzeugter Musik- eine Ansicht,
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die viele andere Leute teilen. Ferner weist der Komponist der Washington- Post" darauf hin, daß die mechanisch er zeugte Musik den Musikern scharfe Konkurrenz mache. Für den Fall, daß diese Musik noch weiter um sich greifen sollte, prophezeit Sousa den nahen Untergang aller Musikkapellen, die jetzt noch ländliche Gemeinden mit ihren Leistungen entzücken.
= Gouverneure, wie sie nicht sein sollen kennt man im Dollarlande eine ganze Anzahl, einer ihrer würdigsten Vertreter ist Gouverneur Pennypacker von Pennsylvanien. Dieser würdige Herr wurde vor einigen Tagen in Aristown, einem kleinen Städtchen seines Reiches, unter dem Verdacht der Landstreicherei verhaftet. Der Gouverneur hatte auf einer Bank ermüdet Plaz genommen, als plötzlich ein Polizist von hünenhaftem Körperbau vor ihm auftauchte, ihn unsanft an der Schulter packte und ihn aufforderte, mit ihm zur Wache zu kommen. Der Gouverneur protestierte, doch der Wächter der Ordnung ließ nicht mit sich spaßen und bedeutete dem Gouverneur im schönsten ,, Pennsylvania- Dütsch", er habe es jetzt über, sich von jedem Landstreicher,.fuhle ze lasse"( zum Narren halten zu lassen). Der Gouverneur Pennypacker, der selbst von Bennsylvaniadütschen abstammt, nahm die aanze
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Kenntnis eines Spracy mazes zusammen und bedeutete dem braven Polizisten, daß er der Mann sei, der den Schtaht ruble tät." Als er ihm nun auch noch seine Legitimation zeigte, kannte die Bestürzung des Wackeren keine Grenzen, und er entschuldigte sich ein über das andere Mal, daß er den ,, Boj gemolestiert hätt."
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen
Geborene.
Am 20. Auguft. Dem Bäcker Karl Hermann Pau eine Tochter, Erna Georgine Alwine; 21. Schreiner Johannes Kompf eine Tochter, Gertrude Margarete; 23. Taglöhne: Heinrich Schomber eine Tochter; 24. Anstaltsdiener Rar Grüger eine Tochter, Lina; Maurermeister Wilhelm Balthasa: Büttner ein Sohn, Wilhelm; Organisten An on Wider eine Tochter, Johanna Elisabeth; 26. Stationsdiätar Friedrich Schiele eine Tochter, Ella Marie Henriette Robertine; 29. Taglöhner Johann Christoph Schmidt ein Sohn. Aufgebote.
Am 24. Auguft. Johann Klopf, Kulturtechniker dahier mit Sophia Zirkel in Mailes. Maximilian Tamm, Leutnant im Inf. Reg. Kaiser Wilhelm Nr. 116 dahier mit Margarete Hehner in Wiesbaden. Konrad Richter, Lehramtsass for in Alzey mit Anna Becker dahier. Heinrich Häuser, Esenbahnwerkstätteschlosser dahier mit Margarete Fräßdorf in Magdeburg. Konrad Köhler, Kellner dahier mit Sofie Deuschle in Stuttgart. 25. Christian Weisbeck, Installateur dahier mit Katharine Stückrath hierselbst. 27. Karl Georg Schmalz, Fahrbursche dahier mit Wilhelmine Pfeiffer hierselbst. 28. Heinrich Weider, Postbote dahier mit Anna Semler in Groß- Felda. 28. Bernhard Schulze, wissenschftl. Hilfslehrer am neuen Gymnasium in Bremen mit Mathilde Dit dahier. 29. Leonhard Schäfer, Küfer dahier mit Lisa Karl hierselbst. Eheschließungen.
Am 25 August. Dr. Otto Diehl, praft. Arzt in Biebesheim mit Emilie Bindhaus dahier. Heinrich Nau, Schuhmacher dahier mit Anna Elisabeth Jakob in Kassel. Georg Schrimpf, Mezger dahier mit Hermine Maate hierselbst. 30. Karl Benner, Kaufmann dahier mit Elisabethe Hartmann hierselbst. 31. Arthur Dreifuß, Kaufmann dahier mit Meta Salomon hierselbst.
Gestorbene.
Am 23. Auguft. Georg Nahrgang, 64 Jahre alt, Schneidermeister dahier. 24. Georg Wilhelm Blum, 1 Mt. alt, Sohn des Dienstmanns Philipp Blum dahier. Hans Friz Justus Ludwig Riehl, 1 Jahr alt, Sohn des Kellners Ludwig Riehl dahier. 25. Marie Kuhl, 20 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Elisabeth Marie Luise Rethwisch, 1 Jahr alt, Tochter des Hilfsbremsers Heinrich Karl Rethwish dahier. 26. Wilhelm Friebel, 57 Jahre alt, Sattlermeister dahier. Karl Heinrich Willems, 6 Mte. alt, Sohn des Kulturtechnikers Mathias Willems dahier. Heinrich Appel. 6 Mte. alt, Sohn des Taglöhners Philipp Appel dahier. 27. Augufte Michaelis, geb. Kluge, 35 Jahre alt, Ehefrau des Graveurs Eduard Michaelis dahier. Marie Neebe, 77 Jahre alt, Wäscherin dahier. 28. Christine Opper, 63 Jahre alt, ohne Beruf dahter. 29. Hedwig Borrmann, 11 Mte. alt, Tochter des Kaufmanns Edgar Borrmann dahier. 30. Carl Heil, 57 Jahre alt, Prokurist dabier. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.
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12.
QOGO
OGOO
Hlebte fein Aufsehen und
Dem
Sebaftian Szenen lieber unter zu dämmern, er war Ohnmacht nahe. Frau Pauline abeann und dann in aller Seelenruhe stellte sie ihren Begleiter als Herrn Bergmann vor und die holde Nellendame als Frau Bergmann, die fich zugleich auch als treue Jugendfreundin entpuppte. dupiert worden, Pauline wußte alles. Er war auf alles gedeshalb sette fie fich zu ihrem Augen ab. Deshalb zahlte man bald und ging. Lächelnd Herrn Sebaftian begann es faßt. Aber die Gattin machte solche herebichiedete fich die schöne Frau Beramas
armen
könne. Der
jedoch scheint seine Erkennung nicht für
fofort durch den Geruch feſtſtellen können, und überhaupt nur durch Erfahrung möglich zu sein.. fauer" beschrieben wird als ganz elgenartig und entschleber andere ansteckende Krankheiten durch diesen Sinn unterscheiden ob fich ein
Mahe Wärter behaupten sogar, daß fie beim Eintritt in einen Krankenranter darin befindet, und
fönnen.
wollen auch noch
Mr. 200
Samstag, ben 1. September
906T
nessische Familienzeitum
Tägliche Unterhaltungs- Beilage


