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der Militärintendantur wurden ein Major, ein Hauptmann and ein Leutnant verhaftet. Der König hat angeordnet, daß gegen alle Schuldigen mit unnachsichtlicher Strenge borgegangen werde, damit der beginnenden Korruption im rumänischen Heere ein Ende bereitet würde.

Hof und Gesellschaft.

** Bei einem Spazierritte in der Nähe von Friedrichs­hafen erlitt die Königin von Württemberg einen Unfall. Das Pferd der Königin scheute vor einem plötzlich aus dem Gebüsch heraustretenden Forstbeamten und stürzte. Die Königin geriet unter das Pferd und erlitt Hautabschür­fungen an der Stirn. Die Königin bestieg indessen das Pferd wieder und ritt in das Schloß zurück.

Generalleutnant von Xylander, ehemaliger bayerischer Bevollmächtigter zum Bundesrat, ist in Müncht gestorben.

Deer und flotte.

Kaiserparade 1906. Nach den jetzt getroffenen Bestint­mungen wird im Herbst 1906 das sechste Armeekorps ( Mittel- und Oberschlesien) Kaiserparade haben. Zu dem folgenden Kaisermanöver werden voraussichtlich noch zwei Armeekorps herangezogen werden.

Nab und fern.

Verhafteter Betrüger. In Berlin wurde der Rechts c.nwalt Eickhoff aus Stettin verhaftet, der Unterschlagungen zum Nachteil der Hamburger Hypothekenbank begangen hatte. Die Unterschlagungen, die sich auf 150 000 Mari Lelaufen, liegen bereits 2 Jahre zurück. Eickhoff hatte die Bank durch Bürgschaft vermögender Verwandten sicherge stellt, die sich zur Zahlung von Kapital und Zinsen ver pflichtet. Ein Verlust für die Hamburger Hypothekenban! ist daher nicht zu befürchten.

Vergiftet. Bei einem kürzlich verstorbenen Bremser ir Leipzig ergab die auf Veranlassung der Angehörigen vor genommene Sektion der Leiche als Todesursache Vergiftung durch Arsenik. Als der Tat verdächtig wurde ein Glas schleifer aus Agnatendorf verhaftet, der bei dem Verstorbenen logiert hatte.

Ein gefaßter Bruder Leichtfuß. Auf dem Klostertor­Bahnhof in Hamburg nahm ein Schußmann einen jungen Burschen fest, der dort scheu herumlief. Es wurde fest cestellt, daß es sich um den Lehrling eines Bankiers in cipzig handele, der seinem Lehrherrn die Summe von 1200 Mark unterschlagen hatte und von dem Gelde in Süd. deutschland und am Rhein in Saus und Braus gelebt hatte. Als die Moneten bertan waren, war der junge Herr nach Hamburg gefahren, um dort Schiffsdienste zu nehmen.

Verhaftete Falschmünzer. In Eulau wurde ein Schmied bei der Ausgabe von falschen Zweimarkstücken ertappt. De Mann wurde sodann auch als Falschrünzer entlarvt. Bei der Leibesvisitation wurden viele Falsifikate von Zwei- und Fünfmarkstücken aufgefunden.

Erstickte Matrosen. Auf dem im Hafen zu Königsberg liegenden schwedischen Schooner Otelia" kamen in der Nacht drei Matrosen durch Kohlendunst ums Leben. handelt sich um junge Leute von 17 bis 21 Jahren.

Ed

in

Eisenbahn- Unglück. Auf Station Langenhagen der Provinz Hannover fuhr ein Personenzug auf einen Güterzug. Der Zugführer des letzteren und der Heizer des Personenzuges find tot, vier Reisende sind schwer, zwei leicht verwundet.

Der Landwirt.

g Herbstdüngung mit Chilisalpeter. Wenn im Herbst die jungen Saaten sich nicht recht entwickeln wollen, ist eine Düngung mit Salpeter angezeigt. Man verwendet etwa 8 bis 10 Pfund auf den Morgen. Wenn nur einzelne Stel len des Feldes im Wachstum zurückgeblieben sind, kann man solche Düngung auf diese beschränken. Den zur Ver wendung gelangenden Salpeter lasse man durch ein fein maschiges Sieb hindurchgehen und mische ihn dann mit trockenem Sande, trockener Erde, trockenem Sägemehl innig; Sand, Erde und Sägemehl sind vorher ebenfalls zu sieben, und auch die Mischung wird durchgesiebt. Diese Zumischung bewirkt die gleichmäßige Verteilung einer kleinen Salpeter­menge auf eine große Fläche. Von der gleichmäßigen Ver­teilung des Salpeters hängt aber dessen Wirkung vor allem ab. Wo die Gefahr besteht, daß die Saaten infolge des durch die Düngung hervorgerufenen üppigeren Wachstums zu sehr unter dem Frost leiden, muß man allerdings das Düngen unterlassen.

Gestohlene Juwelen. Die Gemahlin des neuen spa­nischen Botschafters in Rom, Herzogin von Arcos, vermißte bei ihrer Ankunft in Rom ihre Juwelen im Werte von 17 000 Lire. Der Diebstahl ist wahrscheinlich auf der Eisenbahnfahrt, und zwar aus einem plombierten Koffer geschehen.

Gescheitertes Kriegsschiff. Der spanische Kreuzerar­dinal Cisveros" ist bei Muros an einer für die Schiffahrt gefährlichen Stelle im Nebel gestrandet. Die Mannschaft fonnte gerettet werden. Tas Schiff sank innerhalb vierzig Minuten, da vorn ein großes Leck entstanden war.

Der Abschied von Tschili. ( Eig. Bericht.)

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- Gegen das Schlingern der Schiffe. In Hamburg find briefe nach Rußland und

angenommen werden. Brotpreis Auf innung hat befchloffen, de für den Fünfpfundlaib ** Wurst und Megger haben auch eine preise eintreten laffen. * Am 14 und 15. Verein für inner boegehen.

Versuche mit einem von dem Direktor des Germanischen Lloyd, Schlick, erfundenen Apparat angestellt worden, der bezweckt, das Schlingern der Schiffe zu verringern. n ein altes Torpedoboot, das ein Schiffsgewicht von 1200 Zentnern hat, ist ein Schiffskreisel von 9 Zentnern Gewicht eingebaut worden, der mit seinem ganzen Bewegungsappa­rat 40 Zentner wiegt und durch Dampf in eine pendelnde und schwingende Bewegung gesezt wird, so daß er eine Tourenzahl von 2300 Umdrehungen in der Minute macht. Diese doppelte Bewegung soll die seitlichen Bewegungen des Schiffes zum größten Teile aufheben. Zur Erprobung rief man nun durch einseitige Hebung des Schiffes mittels eines Kranes ein Schlingern des Schiffes hervor. Wäre der Apparat nun nicht in Tätigkeit gewesen, so hätte das Schiff nach Ausweis der früheren Proben 20 Schwingungen gemacht. Jetzt machte es nur eine halbe Schwingung über die horizontale Lage hinaus und lag nach einem fast unmerk­lichen nochmaligen Hinüber- und Herüberschwanken ganz ſti.

London, 29. Oktober. Die Meldung, daß der Deutsche Kaiser die Zurückziehung der in Tschili in China stehenden fremden Besatzungen in Anregung gebracht hat und eine entsprechende Ankündigung durch den Gesandten in Peking an den Kaiser und die Kai­serin- Regentin von China hat gelangen lassen, ist in hiesigen politischen Kreisen mit Befriedigung aufgenommen worden. Man sieht darin einen neuen Beweis für die vorschauende Klugheit Kaiser Wilhelms, der nach dem Ausbruch des Boreraufstandes und nach der Ermordung des deutschen Ge­sandten in Peking wohl mit voller Energie auf Bestrafung des Frevels bestand, nach erlangter Sühne aber bereit ist, auf eine Einrichtung zu verzichten, die den Chinesen ein Dorn im Auge sein muß, während sie den europäischen und speziell den deutschen Interessen nicht mehr förderlich ist. Inmittelbar nach Niederwerfung des Boreraufstands be­bangen sich die beteiligten Mächte Deutschland, England, Frankreich, Desterreich, Italien und Japan das Recht aus, Besagungstruppen in mehreren Hafenplätzen Chinas zurückzulassen, die nötigenfalls imstande wären, den euro­päischen Gesandten in Pefing gegenüber einer neuerlichen Bedrohung schnell zu Hilfe zu kommen. Die Einrichtung sollte nicht von unbegrenzter Dauer sein. Man war im Vorhinein gewillt, auf sie zu verzichten, sobald die Umstände es gestatten würden. Daß man nicht früher dazu fam, Iag borzugsweise an dem russisch- japanischen Krieg, dessen Ver­lauf man nicht voraussehen konnte und der allerhand Mög­lichkeiten offen ließ, die es ganz wünschenswert machten, einer etwaigen chinesischen Bewegungslust nicht jede dämpfende Aufsicht zu nehmen. Tatsächlich hat auch der deutsche Kaiser Jeine Anregung mit dem Hinweis auf die Ratifizierung des Friedens von Portsmouth begründet. Der Frieden der Europäer in China ist nicht mehr bedroht, es sollte also nichts im Wege stehen, die Besatzungstruppen, die sich in China furchtbar langweilen, in die Heimat zurückkehren zu lassen. Die beteiligten Staaten alle sparen dadurch Geld, und es ist feiner unter ihnen, der nicht Grund hätte, darauf Wert zu legen. Die deutsche Besatzungsbrigade ist die stärkste., Ihr Stab steht in Tientsin mit zwei Bataillonen, einer Schwadron Jäger zu Pferde, einer Batterie und einer Pionierkom­pagnie; je ein Bataillon ist in Tsingtau und in Peking, einzelne Kompagnien in Yangtsu, Schanhaifwan und Tang­hu untergebracht. So selbstverständlich es ist, daß die Zu­rückziehung der deutschen ostasiatischen Besazungsbrigade im deutschen Interesse erfolgt, so deutet doch die deutsche Ini­liative in dieser Frage darauf, wie schnell Kaiser Wilhelm sein Wort wahr machen will, daß Deutschland seinen Weg geradeaus nehmen will, nicht nach rechts oder links um­Schauend. Das imponiert hier am meisten und darf auf all­seitigen Beifall rechnen.

Wider die Damenhüte im Theater. Im Constanzi Theater in Rom revoltierte das Publikum gegen die riesigen, die Aussicht auf die Bühne versperrenden Hüte der Damen. Wie auf Kommando erhob sich das gesamte Publikum und schrie aus Leibeskräften: Fort mit den Hüten!" Das half, zumal der Entrüstungssturm nicht abbrach, bis sämtliche Damen den Hut abgelegt oder den Theaterraum verlassen hatten.

Schreckensszene im Zirkus. Bei einer Vorstellung im Birkus Bostok in Paris stürzte sich ein Löwe auf den Di­rektor, als er den Käfig nach seiner Szene mit den wilden Tieren verlassen wollte. Der Bedauernswerte erlitt schwere Verletzungen. Nur dem sofortigen entschlossenen Eingreifen der Wärter gelang es, die wütende Bestie zurückzutreiben. Selbstmord aus hoffnungsloser Liebe. In London er­schoß sich im Boudoir der Schauspielerin Mrs. Monikton der deutsche Baron von Holzhausen. Er hatte für die Künſt­Ierin eine leidenschaftliche Liebe gefaßt, die von dieser freund­lich zurückgewiesen wurde. Er war durch eine eingebrochene Fensterscheibe bei der Künstlerin eingedrungen und erschoß sich, als das Dienstmädchen ihn hinter dem Klavier kauernd entdeckte.

Erdrutsch in Antwerpen. Im Hafen von Antwerpen ist ein neuer Rutsch des Erdreichs gegen die Schelde vor­gekommen. Hunderte von Arbeitern sind beschäftigt, die Bewegung des Erdreichs aufzustauen.

Ein Bank- Räuber. In Chenoa im amerikanischen Staat Illinois trat ein gewisser William Leduc in das Bank­gebäude ein, erschoß ohne weiteres den Direktor und ver wundete den Kassierer. Cl.ne andringende Menge hielt Leduc mit dem Revolver in Schach, bis er sich in den Keller des Bankgebäudes zurückgezogen hatte, wo er die Türen mit schweren gefüllten Geldsäcken verbarrikadierte. Eine bewaffnete Macht belagerte sechs Stunden lang den Reller und unterhielt gegen Leduc ein heftiges Feuer, das er ebenso kräftig erwiderte. Schließlich wurde der Ein­geschlossene mit Schwefeldämpfen ausgeräuchert und ge­Bwungen, sich zu ergeben.

Vermischtes.

= Wet Berliner Ausflugs- Lokale. Drei in der Um­gegend von Berlin belegene Ausflugs- Lokale, Nübezahl, Teufelssee und Schmetterlingsheim, wurden im Rathause 31 Köpenick auf 15 Jahre verpachtet. Dabei wurde ein Gewinn von 194 000 Mark erzielt. Auf Schmetterlings­heim, das neu in Aufnahme gekommen ist, entfallen dabei über 70 000 Mart, auf Teufelssee 64 000 Mark und auf Rübezahl über 59 000 Mark.

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= Lebendig begraben. Ein mongolischer Prinz pflegte gegen eine seiner Nebenfrauen oft grimmige Drohungen auszustoßen, die er aber nur scherzhaft meinte. Die Frau hatte einen Feind in dem Haushofmeister des Prinzen, dem sie die erbetene Fürsprache für seinen Sohn abgeschlagen hatte. Als der Prinz wieder einmal der Frau erklärte, er werde sie lebendig begraben lassen, führte der Haushof* meister das Wort buchstäblich aus. Er ließ die unglückliche Frau gefesselt in ein Grab werfen und die Erde feststampfen. Als der Prinz zurückkam und die Frau auf so grausame Weise ums Leben gebracht fand, wurde er sehr empört und ließ den Haushofmeister halbtot prügeln. Die Kaiserin­Witwe bereitete der ermordeten Frau eine nachträgliche Ehrung und verfügte die Hinrichtung des grausamen Haus­Hofmeisters.

-Ein Institut für Schüler- Aufsätze. Das preußische Kultusministerium warnt durch Rundschreiben an die Pro­vinzial- Schulkollegien vor einem in Leipzig gegründeten Unternehmen, das den Schülern höherer Lehranstalten seine Beihilfe bei Anfertigung der deutschen Aufsäße anbietet. In den Bedingungen des Aufsatz- Instituts" heißt es: Das Honorar beträgt für die geschriebene Heftſeite 20 Bfg., ausnahmsweise kann bei besonders schwierigen Themen, oder wenn eine sehr sorgfältige Arbeit verlangt wird( z. B. Versetzungsaufsäge), eine kleine Erhöhung des Honorars eintreten; in dringenden Fällen werden Aufsätze binnen 24 Stunden geschrieben, jedoch ist eine längere Lie­fcrungszeit erwünscht."

Sägemehl als Nahrungsmittel. In Paris soll es vor­kommen, daß Kotelletes statt mit geriebenem Brot mit Säge­mehl paniert werden. Es wird sogar behauptet, daß die dortigen Bäcker schon seit längerer Zeit Sägemehl als Zu satz zu Brot verwenden und zwar ganz gewöhnliches, direkt aus den Fabriken bezogenes, wovon ein ganzer Sack wenig mehr als eine Markt kostet.

Ein russischer Großfürst in Paris. Während im Zarenreich die Gewitterwolfen immer höher türmen, ist der Großfürst Aleris, der Onfel des Zaren und früherer Großadmiral, in Paris am Werke, die dortige Lebewelt durch seine Extravaganzen in Entzücken zu versetzen. So Hat er in seiner in der Nähe der Champs Elysee belegenen Luxuriösen Wohnung, um im Stile der Pariser Boulevard­blätter zu sprechen, bereits wieder die Reihe seiner ent zückenden und hyperchiken" Junggesellendiners eröffnet, die sich in der vornehmen Pariser Gesellschaft eines solchen Ansehens erfreuen, daß es als eine ganz besondere Auszeich. nung gilt, zu ihnen zugezogen zu werden.

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RB. Am 15. Nov Schles. eine von der hängige Reichsbantu beschränktem Siroverfehr ** Bollevorles anderthalb Jahrzehnten Frankfurt a. M. opferwi für Boltsvorlesungen u Hammengefunden, um an Die Bertiefung der Bol trebungen haben außeror Meihe ähnlicher Gründunge mehreren Jahren hon bi Rhein- Mainifchen Berban wandte Beftrebungen" ho Saate steht dieser Verband b urb unermüdlichen Agitati Lien Bildungsbeftrebung als Siz der Landesuni anstalten berufen, der Gebietes zu werden. Stände unserer Stadt Rhein- Mainifhen Berb Auf dem Programm die voorlesungen und verwa Doorlesungen, Voltsunterh worftellungen, Konzerte Our Museen, Förderu wefen und Beratung Der Ausschuß als fold neutral. Notwendig a Einwohner unserer S dalle durch Besuch seiner auch durch finanzielle Bejamtverband( Jahres hoffen, fein hohes Biel Oberlehrer Dr. A. Klei ** Für die Sd Café Ebel die erste Thöre der Gießener Ge Univerfitats Mufifdirel Drei Lieder werden zu d and Anlaß der Segung e eithe ftattfindet, gesungen on ca. 140 Personen u Sefteilnehmer die gebi Bon den Gejangvereinen Bauer'scher Gesangberein Harmonie, Heiterleit, Maschinenbauer- Gefang * Eine vertrau zialen Partei fand Son

Dasselbe in Grün! In Offenbach löste ein Fahrgast eine Fahrkarte mit den Worten:" Sachsenhausen vierter und zurück!" Ein daneben stehender junger Mann verlangte darauf: Dasselbe in Grün!" Als ihm nun der Beamte eine Fahrkarte zweiter Klasse ausfertigte, sagte er: ch will doch vierter Klasse haben." Der Beamte nahm aber die Fahrkarte nicht mehr zurück, sondern sagte: Sie haben eine grüne Fahrkarte verlangt, also müssen Sie diese auch behalten." Der junge Mann konnte nun zweiter Klasse fahren, hatte aber reichlichen Spott mitzunehmen.

= Wahrsagerei in China. Während die chinesische Regie. rung nach Kräften für Aufklärung der Bevölkerung besorgi ist, geht das Bemühen ihrer Beamten vielfach in ganz an derer Richtung. So hat ein Mitglied der kaiserlichen Stern warte in Peking den Plan ausgeheckt, in den inneren Räu men der Sternwarte eine Wahrsagerschule auf sogenannter wissenschaftlicher Grundlage einzurichten. Diese Schule is gleich nach der Eröffnung von 35 Schülern besucht worden. die ausschließlich in der Astrologie und der allgemeiner Wahrsagekunst unterrichtet werden.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Der Ehescheidungsprozeß im Hause Koburg. Die Zivil­kammer des Landgerichts in Gotha verhandelte gestern wie­der in der Ehescheidungsklage des Prinzen Philipp von Koburg und der Prinzessin Luise von Koburg. Das Ge­richt verwarf den Einspruch der Prinzessin gegen die Zu­ständigkeit des Landgerichts Gotha. Der nächste Termin wurde auf den 4. Dezember anberaumt.

Lokales.

31. Oftober 1905.

** Der Großherzog hat den Direktor der Augustiner­schule( Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Dr. Richard Löbell zum Direktor des Gymnasiums zu Worms und den Direktor des Gymnasiums Fridericianum zu Laubach Dr. Hermann Balser zum Direktor der Augustinerschule( Gymnasium und Realschule) zu Friedberg, beide mit Wirkung vom 16. November an ernannt.

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Zur Landtagswahl. Auf einer in Bell statt­gefundenen Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte wurde für den Wahlkreis Alsfeld- Land der seitherige Abgeordnete Rorell wieder aufgestellt.

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Oberkonsistorialpräsident Boldmann. Im 85. Lebensjahre verschied am Samstag in Darmstadt der Oberkonsistorialpräsident Karl Ludwig Theodor Goldmann. Der Verschiedene ist mit Gießen auf das innigste verknüpft, denn er wurde am 2. Juli 1821 in unserer Stadt geboren und war vom 4. Mai 1866 bis 22. September 1870 Provinzia direktor in Gießen. 1899, nachdem er furz zuvor sein 50jähriges Dienfjubiläum gefeiert, trat er in den Ruhestond.

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** Die nächste Sigung der Stadtverordneten­Bersammlung findet am Donnerstag, dem 2. November, nachmittags 4 Uhr mit folgender Tagesordnung ftat: 1 Baug such von Peter Berg für die Bahnhofstraße; hier: Dispens. 2. Vergebung von Erdarbeiten zum Ausbau der Friedrichstraße, des Weglarer Wegs und des Mittelwegs. 3. Gesache um Herstellung gepflasterter Uebergänge in der Stephanstraße ind der Marburgerstraße. 4. Uebernahme der Henselstraße. 5. Berkauf eines Bauplages an der Licherstraße. 6. Verlauf eines Grabens an der Marburgerstraße. 7. Dienstkleidung für den Vorarbeiter des Filial- Arbeitshauses. 8. Gebühren für Benutzung des Sektionszimmers. 9. Wasserverbrauch des Poftamts. 10. Gesuch der Firmen Gebrüder Raufmann und P. J. Möbs um Ueberlassung einer Fetteinkaufstelle im Schlachthaus.

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** Die für Gießen und Umgebung angeordnete Hundesperre ist aufgehoben worden.

zu Beglar statt. Seformpartei verständig eeitere Schritte beraten Schulhausn

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ie fehr die zuständige Sande bezügli brerwohnungen zu bef Se nächsten Jahre im Umbauten, Erweiterung Lehrermahnungen vorgef L. Warum fid Deffaung Ser 6 wehren. Der Landm hreibt uns darüber: Die nicht direkt Fehenden Boltstreife fön De Landwirte fo energi Fin die Einfuhr von Rusland wehren, fie

*** Der städtische Seefischmarkt wird nunmehr von nächstem Freitag ab noch vergrößert werden. Um dem großen Andrang des Publikums besser Rechnung tragen zu fönnen, soll, wie wir erfahren, noch eine 2. Verkaufs stelle neben der jezigen eingerichtet werden; dadurch dürfte die Ab­fertigung eine flottere werden. Um die Zubereitung der See­fische noch weiter bekannt zu machen, sollen am Fischmarkt auch Kochrezepte gratis verteilt werden.

* Paketverkehr mit Rußland.

Das Reichs­

postamt macht bekannt: Wegen Unterbrechung des Bahn­verkehrs in Rußland fönnen Patete jeder Art und Wert­

ie Grenzsperre nur b il der anderen Beru gführt, daß, wenn d Falls sehr hohe

Gelbe, fich gegen die

e Seucheneinschlepp ilber möchten wir d lauenfeuche, die Frankheit, feit Absp Fren Höhepunkt err

mt über 25 000& ach 6 verseuchte Ge Rich ist also 3. St. xireulicher Stand,& Dinfchen. In Engla and feit einer Reihe man die Einfuhr von bat. Daß die Landw

rchten, tann man ihn igt berargen, zumal leidungen innerhalb de

Auslande

epiel au eigen, wie eingefchleppt eine einzige Seuchenepide Dani und Klauenfeud auf eine Bufamm Engersbach", beröffentli Seifigen Landwi