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das Allerbeste für die Wäsche
Holzversteigerung.
Montag, den 6. Februar 1905 soll an Ort und Stelle auf der
Kreisstraße Reselbach- Geilshausen
Beltershain nachverzeichnetes Werk- und Brennholz öffentlich, loos weise meistbietend versteigert werden.
Das Werkholz besteht aus Ebereschen, Kastanien und Linden mit einem Gesamtquantum bon ca. 22 Festmeter, das Brennholz besteht aus 45 Haufen.
vie Zusammenfunft ist beim stilometerstein 10,00 und Steinbruch der Preußisch- Hessischen Basaltwerke, des Bormittags 812 Uhr.
Grünberg, am 25. Januar 1905.
J. A.: Förster, Kreisstraßenmeister.
Bekanntmachung.
Die über das Gehöft des Wilhelm Bamberger 3. zu Garbenheim verhängte Sperre in Folge Notlauffeuche ist wieder aufgehoben.
Krofdorf, den 30. Januar 1905.
Die Bolizei Verwaltung.
J. V.: Eyma el, Kreissekretär.
Gewürzpflanzen.
Von Dr. Ludwig Weil. ( Nachdruck verboten.)
Motto: Man lebt nicht von dem, was man ist, sondern von dem, was man verbaut.
Dieser bekannte Ausspruch gilt nicht nur vom Menschen, sondern von jedem Lebewesen überhaupt, also auch von Tieren und 3flanzen. Denn auch die Pflanze ist ein lebendes Wesen, welches tmet, Nahrungsstoffe aus der Luft und dem Boden aufnimmt und affimiliert, umsetzt und ansett. Auswurfs- und Reservestoffe erzeugt, ich entwickelt, fortpflanzt und zuletzt stirbt, wenn sie nicht vorher on Menschen oder Tieren verzehrt und in deren eigener Lebens: wirtschaft ausgenügt wird. Nähren sich doch in letzter Instanz alle Lebewesen von den Erzeugnissen des Bodens, sei es durch direktes Berzehren derselben im ursprünglichen oder zubereiteten Zustande, oder sei es durch Fleischnahrung oder Milchprodukte.
Es hieße Wasser in den Rhein oder Gänseleberpasteten nach Straßburg tragen, wollte ich hie Erörterungen über die Notmendigkeit eines Nährstoffminimums im Futter des Schlacht- und Milchbiehes, über die wichtige Rolle der Eiweißstoffe in der Ernähr ung oder über das Erfordernis eines angemessenen Gehaltes an Salzen anstellen. Die Errungenschaften der Fütterungslehre und die einwandfreien Resultate der Ausnügungsversuche sind längst Semeingut geworden oder sollten es w nigstens sein. Weniger befannt scheint allerdings noch leider in manchen Kreisen unserer fleineren Landtoirte die Kenntnis jener Stoffe zu sein, die obgleich fie feine direkten Nahrungsstoffe sind und von einem un: nittelbaren Nährwert bei ihnen nicht die Rede sein kann dennoch ruf fämtliche Ernährungs-, Entwicklungs- und tierischen Rebensfunktionen überhaupt einen Einfluß auszuüben vermögen, der sie hoch über die direkten Nährstoffe stellt und sie zu einer notwendigen nad unentbehrlichen Ergänzung zu denselben Stempelt.
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Es sind dies die Futterwürzen, jene vorwiegend vegetabilen Stoffe, die alles dasjenige enthalten, was den Wert der Futterstoffe erst recht zur Geltung bringt. Ohne sie bleibt oft das Beste am Futter ungebührlich lange im Magen oder Darm liegen und ver= rsacht Beschwerden oder Müdigkeit; ohne die Futterwürzen gest in günstigsten Falle noch ein großer Teil unverbauter und unausAuch der Wiensch kann die genußter Nährwerte mit dem Rot ab. Gewürze und Genußmittel nicht entbehren. Was uns Pfeffer, Zucker, Salz, Zimmt, Kaffee, Tabat, Wein, Fleischbrühe sind, das find dem Tiere die Futterwürzen. Auch uns ernähren Gewürze und Genusmittel nicht; und doch, wer möchte sie entbehren? Wer verinöchte ihre günstige Wirkung zu wo derlegen?
Das Tier braucht andere Gewürze; aber auch diese sollen icharf riechende und schmeckende Stoffe enthalten, die, in pflanzlicher Form verabreicht, es in den Stand setzen, seine eintönige Nahrung gerne zu nehmen, sie gut zu verdauen und vortrefflich auszunüßen; ein guter Ernährungszustand ist gleichzeitig das beste Mittel gegen jebe Krankheit und wie viel edler und rentabler ist es, Krankheiten zu verhüten als sie zu heilen!
Von einer Auswahl dieser Pflanzen, wie sie in der so hervorragend bewährten Futterwürze Bauernfreude"( Fabrikant: Th. Lanser in Regensburg) vereint sich finden, soll hier einiges Przählt werden.
Bekanntmachung.
Zur Feier der Vermählung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs findet am Freitag, den 3. Februar ds. Js. in unserem Theater eine
Festvorstellung
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Holzversteigerung.
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Montag, den 6. februar d. J. werden aus den Diftriften Hain, Lange, Buchen, Ochsenstall, Wirberger Waldlache, Hoherod, Laubachskopf, Steinfaute, Sohl wald, Kaulhain, Alter Haag und Beltershainer Wald durch Aufführung des Stückes ,, Anna von Hessen" statt. 1 Eiche II. Sti.( 50-59 cm mittendurchm.) der Forstwaitei Reinhardshain versteigert: Stämme: 1,32 Fftm., Preise der Pläge im Vorverkauf: 2 Etchen III. KI.( 40-49 cm Mittendurchm.)= 2,45 Fitm., 3 Eichen IV. I.( 30-39 cm Mittendurchm.)= 1,51 stm., 40 Gichen V. Kl.( unter 30 cm Mittendurchm.)= 14 stm., 6 Buchen IV. I.( 30-39 cm Mittendurchm.)= 4 Fftm. 3 Buchen III. I.( 40-49 cm mittendurchm. 2,65 Fitm., 1 Kiefer III. l.( 30-39 cm mittendurchm.)= 1 Fstm., 6 Kiefern IV. I.( 20-29 cm Mittendurchm)= 4,55 Fstm., 1 Lärche IV. KI.: 1 Fstm., 5 Fichten III. I.( 30 bis 39 cm mittendurchmesser) 7 Fitm, 68 Fichten IV. Kl. ( 20-29 cm mittendurchm.) 40 Fitm., 176 Fichten V. Kl.( unter 20 cm mittendurchm.)= 45 Fitm., 16 Weißtannen V. Kl.( unter 20 cm mittendurchm.) Aus Anlaß der Vermählung Seiner Königlichen Hoheit 2,58 Fitm. Servstangen: 18 Fichten I. l.( 11-14 cm. bes Großherzogs bleiben die städtischen Bureaus am Mittendurchm.)= 1,76 Fftm., 5 Weißtannen I. Kl.( 11 Donnerstag, den 2. Febuar ds. Js.
Indem wic hierauf besonders aufmerksam machen, bitten wir unsere Mitbürger um recht zahlreichen Besuch. Gießen, den 30. Januar 1905.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
geschlossen.
Bekanntmachung.
Gießen, den 31. Januar 1905.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
Bekanntmachung.
Die Rechnung der Stadt Giegen für 1903 nebst Berwaltungsbericht, sowie die Rechnung des Stadterweiterungsfonds, des städtischen Elektrizitätswerks, sowie des städtischen Gas- und Wasserwerks für 1903 liegen in Gemäßheit des Artikel 87 der Städteordnung vom 31. ds. Mts. ab während 8 Tagen auf der Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15- zu Jedermanns Einsicht offen.
Ein Bestandteil der Bauernfreude" ist zunächst die Enziontourzel, die, auf den Alpenwiesen, in den Hochvogesen und einigen andern mitteleuropäischen Gebirgen gesammelt, viel Zucker und träftigen Bitterstoff enthält, der uns auch im vortrefflichen EnzianDiese Wurzel behält, wenn sie sorgfältig ge= schnaps befannt ist. trocknet und gepulvert, sowie trocken aufbewahrt wird, ihre volle Birksamkeit auf die Speicheldrüsen und Magennerben und ihren allgemein tonischen Effekt, der sie zu einem Bittermittel von univerfaler Bedeutung gemacht hat. Es ist nachgewiesen, daß der Enzianbitterstoff den ganzen Körper durchwandert und sogar bis in den Schweis übergeht, ein Beweis für den großen Umfang seines Wirkungskreises. Ein anderer Bestandteil der Bauernfreude" ist die Meister: wurzel, die fich bereits seit dem frühen Mittelalter in der TierGesundheitspflege bewährt. Auch diese Gewürzpflanze wirkt vor: nehmlich durch ihren Bitterstoff, der Schwerpunkt ihrer Wickung Die liegt aber wieder auf anderem Gebiete als beim Enzian. Meifter wurzel wirkt auf den Druck des Blut 8, erhöht denselben, steigert den Stoffumfaß. gibt den Körperfäften eine lebhaftere Be wegung, so daß sich schädliche Ermüdungsstoffe darin nicht anhäufen, sondern mit und ausgeführt werden können. Liese Wurzel ist eine von den wenigen, welche, wenn sie troden bleiben, mit dem Alter an Güte und Effeft gewinnen; es entwickeln sich und reifen darin bocharomatische Substanzen, Imperatorin und Oftruthin, denen, in Gemeinschaft mit dem vorhandenen ätherischen Dele, die nervenbelebende Wirkung zukommt, die, wie ein Beitschenhieb, das Blut roscher freisen läst.
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Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Bemerkungen zu denselben in der gleichen Frist bei uns eingereicht werden können. Gießen, den 30. Januar 1905.
Bekannter ist der ande e Bestandteil der Bauernfreude", die Süßholzwurzel, obwohl gerade sie in unseren Gegenden nicht vorkommt; sie enthält die wertvollen Körper Glyfyrrhizin uno Asparagin. Just in allerletzter Zeit ist diese Wurzel im Ansehen wieder ganz bedeutend gestiegen seitdem fipp und flar er= wiesen ist, dak tas darin enthaltene Asparagin den Eiweißansat also die Fleischbildung bei Wiederfäuern auch dann befördern. fann, wenn, bei sonst ausreichender Nahrung, großer Eiweißmangel best ht oder wenn, wie im Erhaltungsfutter bei Stallrube, wenig Eiweiß gereicht wird. Außerdem ist die Süßholzwurzel eines der besten Geschmacksverbesserungsmittel, die wir kennen.
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Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
Bekanntmachung.
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bis 14 cm mittendurchm.)= 0,47 Fm., 2 Weißtannen II. I. ( 8-10 cm mittendurchm.)= 0,12 stm.
Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Ochsenstall bei& ilshausen bei Stamm Nr. 1204. Nur das Holz im Distrikt Ochenstall 2 wird bei der VerDie Nummern des zur Versteigerung vorgezeigt. steigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Nummerauszüge werden Käufern größerer Holzquantitäten bet rechtzeitiger Bestellung fostenlos zugestellt.
Grünberg, den 28. Januar 1905. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober.
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In der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1905 wurde Robert Stuhi
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gefunden: 1 filb. Stockgriff, 20 Mt. und eine
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Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 28. Januar 1905.
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