sich ebenfalls um ihre Liebe bemüht hatte. Der Kopfabschneider wurde von seinen ergrimmten Stammesgenossen in einen Bambuskäfig gesperrt, in dem man ihn verhungern ließ. So ungemütlich sind wird in Europa doch nicht!
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Wahrsagerei in Japan. Der berühmte Wahrsager Japans, Takashima, hat ein Buch über seine Kunst veröffentlicht. Danach beruht die japanische Wahrsagerei auf dem Gebrauch von Zauberstäben. Es sind bei der vollkommensten Art der Wahrsagung 50 Holzstäbchen von etwa 30 Zentimeter Länge nötig, die der Wahrsager nach Vornahme be= stimmter religiöser Handlungen auf eine sehr verwickelte Art, aber ohne bewußt ein bestimmtes Ergebnis herbeiführen zu wollen, immer wieder in Gruppen abteilt, bis die jeweils bei den vorgenommenen Feilungen übrig gebliebenen Reste gewissen Linien des klassischen Zauberbuchs der Chinesen, des J- King oder Buches der Verwandlungen" entsprechen; auf Grund solcher Uebereinstimmung wird dann der weissagende Spruch gefällt. Die Wahrsagung fann nach der Ueberzeugung der Japaner nur gelingen, wenn der Wahrsagende seine Aufmerksamkeit ganz von den äußeren Dingen abgelenkt, sich ganz dem Willen des Allmächtigen, der beim Legen der Stäbchen seine Hand regiert, hingegeben hat. Die japanischen Wahrsager find sehr angesehen und werden vor jeder wichtigen Staatshanding befragt, aber ihr Orakel sind natürlich genau so dunkel wie alle derartigen Prophezeiungen.
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Der freche Dachs. Nicht weniger als 28 Hühne und vier Enten hat ein Dachs totgebissen, der sich in einey Geflügelstall in Hohenesch bei Hamburg eingeschlichen hatte Die Hühner saßen nur in Höhe von etwa einem Meter übe: dem Boden, sodaß sie der freche Dachs bequem erreichen fonnte. Nach vollbrachter Tat hat sich der Uebeltäter ar einer Henne gütlich getan und ist dann im Stalle eingeschlafen so fest, wie ein Dachs nur schlafen kann; er ist selbst darn nicht aufgewacht, als die Hausfrau morgens Hühner und Enten zum Frühfutter rief. Sie sah nach und bemerkte dag schlafende Tier. Der schnell herbeigerufene Besitzer durch bohrte dann den Schläfer mit einer Heugabel. Jedenfalls eine Seltenheit, daß der sonst so vorsichtige Räuber am Tatorte unvorsichtigerweise einschläft.
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Verschmähte Millionen. Ein eigentümlicher Kauz scheint ein Bewohner von St. Louis, Mr. How, zu sein, der tine Erbschaft von 4 Millionen Mark ausgeschlagen hat, weil er das Geld nicht selbst erworben hat. Er befürwortet eifrig bie allgemeine Verbrüderung der Menschen, schläft in einem Heim der Heilsarmee und bereitet sich seine Mahlzeiten auf tinem billigen Petroleumofen. Seinen Lebensunterhalt ver= bient er als Papierverkäufer, oder er trägt Depeschen fitr Telegraphengesellschaften aus und verrichtet ähnliche unterjeordnete Arbeiten. Also fein lachender Erbe!
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tag von vormittags 8-12 und nachmittags von Montag, den 8. Januar 1906, vormittags 2-4 Uhr Geschäftstage abgehalten. Die Einleger 91 Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt werden ersucht, an diesen Tagen ihre Zinsen in Empfang Gießen in den Distrikten Hegstrauch und Waldshut zu nehmen oder beischreiben zu lassen. Das Beischreiben versteigert: fann ohne jeden Nachteil für die Einleger auch später, 2398 im Laufe des nächsten Jahres erfolgen, da am 1. Januar 1906 die nicht erhobenen Zinsen in den Büchern der Sparkasse dem Kapital zugeschrieben und verzinst werden. Es liegt im Interesse des Publikums mit der Abwidelung der Geschäfte nicht bis gegen Ende des Monats zu warten, da dann der Zudrang ein so starker ist, daß naturgemäß eine schnelle Beförderung nicht erfolgen fann.
Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen.
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Gießen, den 30. Dezember 1905.
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+ Das Ende des Kartenbriefes steht bevor. Während im ersten Jahre seiner Einführung, 1897, mehr als 6 Millionen Stück abgesezt wurden, ist der Absatz mit jedem Jahre immer mehr gesunken und betrug im verflo Jahre nicht ganz 2 Millionen. Es ist darum sehr scheinlich, daß der praftische Kartenbrief in absehbarer Zeit von der Bildfläche verschwinder wird.
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+ Menderungen im internationalen Poftverkehr. Folgende wichtige Vorschriften sind im Verkehr mit dem Auslande in Kraft getreten. Auf Paketen nach Bosnien- Herzegowina und Sandschek Novibazar( im österreichischen Offupations= gebiet) sind jetzt Nachnahmen bis 800 Mark und Eilbestellung unbeschränkt zugelassen. Nach Antivari( Montenegro) fönnen gewöhnliche und telegraphische Postanweisungen bis zum Höchstbetrage von 1000 Franken versandt werden. Postpaketen nach Algerien müssen fortan 3( statt bisher 2) Zollinhaltserklärungen beigefügt werden. Im Verkehre mit der Kapkolonie, der Oranjeflußfolonie, Transvaal, Britisch= Betschuanaland- Schußgebiet, Süd- Rhodefia, Natal und Zululand sind jetzt auch Anträge auf Abänderung der Adresse bei Bostanweisungen, wie solche auf Rückzahlung seitens der Absender zulässig. Nicht statthaft bleiben derartige Anträge noch im Verkehr mit den britischen Kolonien in Australasien( ausschließlich Fidjiinseln) sowie Serbien.
Betr.: Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Konditoreigewerbe. Bekanntmachung.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß für Sonntag, den 31. Dezember 1905 die Beschäftigungsund Verkaufszeiten für Konditoreien von vormittags 9 Uhr bis abends 9 Uhr festgesetzt sind.
Gießen, den 27. Dezember 1905.
Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.
Betr. Beschäftigung der Gehilfen und Lehrlinge im Bäckereigewebe. Bekanntmachung.
Auf Grund der§§ 105c, 105e Gewerbeordnung, sowie§65c 3 der Ausführungsanweisung hierzu wird für Sonntag den 31. d. Mts. die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Bäckereigewerbe bis 12 Uhr mittags gestattet, unter der Bedingung, daß die darauffolgende Ruhezeit 36 Stunden beträgt.
Gießen, den 27. Dezember 1905.
Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg.
Betr Abfuhr des Hauskehrichts.
Bekanntmachung.
insbesondere aber die Verwendung ungeeigneter KehrichtDie mangelhaftete Aufstellung der Kehrichtgefäße behälter( wie Holzkisten, Eimer und Kästen ohne Deckel) hat in vielen Fällen eine Verunreinigung des Straßengeländes zur Folge. Ferner muß es als Mißstand bezeichnet werden, wenn stundenlang nach stattgehabter Leerung die Gefäße auf den Bürgersteigen stehen bleiben und den Verkehr hemmen.
Wir haben die Schußmannschaft angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwenden und alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Art. 111 und 112 des Polz.-St.-G.-B. und§ 36619 und 10 am R.-St.-G. die das Herausstellen der Gefäße auf die Straße 2c. und die Verunreinigung von Ortsstraßen und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen.
eine
Wir machen darauf aufmerksam, daß ordnungsgemäße und reinliche Art der Aufbewahrung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel bersehenen Kehrichtgefäße, wie sie von verschiedenen Firmen zur Zeit in den Handel gebracht werden, schr gefördert wird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindern das Herausscharren und Verschleppen des Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entlerrung der Behälter bei der Abfuhr und sind, wenn sie, wie vorgeschrieben, innerhalb des Hoftores oder der Türe aufgestellt sind und nach der Leerung alsbald entfernt werden, für das Straßenbild nicht mißständig. Die einschlägigen Bestimmungen des Entwässerungspläne, Roften öffentlichen Plägen bringen wir ferner nachstehend in Ecanschläge und Brüfung. von Rech- innerung: nungen fertig billigst, älter. er: fabr. Techniker unter Garantie der g nehmigung. Off. unter Chr. L. 100 an die Erved.
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Abfuhr des Haustchrichts.
1. Der städtische Abfuhrdienst erstreckt sich lediglich auf die Beseitigung des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle; Kehrichtfasten und Gefäße, welche Bauschutt, Steine, gewerbliche Abfälle und dergleichen enthalten, werden seitens der Kehrmannschaft weder entleert, noch deren Inhalt abgefahren.
2. Ebensowenig ist die Kehrmannschaft verpflichtet, Kehrichtkasten oder Gefäße zu entleeren, welche den nachstehenden Bestimmungen, insbesondere denjenigen bezüg lich des Fassungsraumes nicht entsprechen.
und
3. Gefäße zum Sammeln des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle müssen solide und dicht hergestellt mit je zwei Handhaben versehen sein; dieselben dürfen das Maß von 60 cbdm Inhalt feinesfalls überschreiten. Das Muster eines Kchrichttastens in Holzbon 50X40X30 cm Größe fann auf dem Tiefbauamt eingesehen werden. Gießen, den 28. Dezember 1905.
Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg.
n
way
11nd äußerlich geht er mit dem großa rafch nicht
Durchaus nicht,
äußerst diftinguiert aus."
" Ich hörte, wie ihn Herr antwortete alicia
Ferney einen alten, närrischen Kauz nannie."
,, Er
Herr Verney
ift ein Esel, und ich werde ihm bei der nächsten Gelegente erfennen geben, was Alicia mit einen
ich von ihm dente
ich habe Ihr Wort," erwiderte der unerschrockene
Forscher.
Der Fürst wurde in der Tat schon wenige Wochen später wieder nach Europa zurüdberufen und zum Offizier befördert.
Str. 303
be Famili
Samstag, den 30. Dezember
1905


