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dliche Aufnahme, die fene

t. Die Maschine soll das staunenswerter Energie entwickelt worden waren. Aus der Baum unmittelbar an der Straße, im Lichtkreise einer haben. Wiederholt habe sein Schwiegervater im Keller und Hofe des Mikado bei ihre Gpansionsdrange ungeheuer rasch geweckt und mit| um 11 Uhr immerhin noch einiger Verkehr, außerdem steht| revolver bewaffnet und ihn in seine rechte Brufttasche gesteckt

e Wappen tragen und diesen und anderen Vorgängen müssen auch wir die Laterne.

richtige Lehre ziehen, wir müssen lernen, und wir

*** Die Obsternte in der Gemarkung Gießen beträgt:

im Hofe mit dem Revolver gedroht und ihm gesagt: Du Lump, Du Schuft, Du hast meine Magd geschlagen!" Am

fwärterin. In den dreifi ergeben uns nichts von unserer deutschen Art, wenn Aepfel 85 Doppelzentner, Birnen 160 Doppelzentner, Vormittag des 13. September habe er eine gerichtliche Zu­derts lebte in Wolfenbütte mir die guten Resultate fremder Erfahrungen ver- Pflaumen( Zwetschen) 255 Doppelzentner. In der Gemarkung ftellung bekommen, daß er das Haus seines Schwiegervaters

isings, die auf ihren Hern

Als ein Verehrer Leijing

chen, nach Wolfenbüttel ge

ie sich sehr wortfarg. M

ständnisvoll umwerten und für uns nutzbar machen. 2ber wir brauchen Dschiu- Dschitsu", die sogenannte us felbrechung, die Quelle japanischer Kraft, aus der

Schiffenberg: Aepfel 5 Doppelzentner, Birnen 3 Doppelzentner, Pflaumen( Zwetschen) 1 Doppelzentner.

g geraucht habe, erwidert man gegenwärtig in England und Amerika so eifrig schrift das Ergebnis über die Preisverteilung auf der aber schnöfen dau hei und die deutschen Volksbildungsbestrebungen aus; und Mainz veröffentlicht worden ist, läßt sich übersehen, wie iaieft: Hei harre nir, h ttintt, nicht, denn dazu reichen die deutsche Turnerei er fonnte nichts und taugt daß die kriegerischen und sittlichen Kräfte ständig der

ganzen Lag.)

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Bajüngung und Steigerung bedürfen, hat schon Scharn­

** Nachdem nunmehr in der Hessischen landw. Beit­landw. Landes- und Jubiläums- Ausstellung in die Provinz Oberhessen bei dieser Ausstellung ab geschnitten hat. Troßdem der Ausstellungsort außerhalb unserer Provinz mit größeren Schwierigkeiten verbunden war, wie für die Aussteller der anderen Provinzen, fann festgestellt werden, daß Oberhessen geradezu glänzend diesen Wettkampf bestanden hat. Es entfielen nämlich auf die Oberhessischen Aussteller folgende Preise:

ol. Den Verfuch, bei den horft ausgesprochen. Der Jungbrunnen dieser Kräfte der Provinz lag, und die Beschickung für die Aussteller Leben verloren hat, wit liegt für uns in der deutschen Famille, der deuschen iederholen. Er baut zur Schule und dem deutschen Heere! Sie zu stärken, und h dem Nordpol fahren will die große Kluft in der Erziehung und Fortbildung maschine eine Geschwindig wischen Schule und Heeresdienst im Sinne Kerschen­Te des Luftschiffes werde teiners, Graf Haeselers u. a. zu überbrücken, ist die

der Stunde erreichen 3

4, die sich sofort entfalten

Sem Ded werden fidh ad

Aufgabe aller geiftig und sittlich tüchtigen Elemente

Motore einen plöbliche unseres Volkes. die englische Admiralita Cande sich mit der Deutschen Turnerschaft verbünden mmens feiner Fahrt den and fie nach Möglichkeit unterstüßen. Wenn die gute, einen mit drahtloser Zeldle Sache von den beteiligten Seiten mit Verständnis En. Vom 1. Oktober d. erreichen sein, daß nicht nur 1/7 bezw. 1/17 der Rekruten­

Deshalb sollen eben unsere Freunde im ganzen

Folgen zu lassen.

tanweisung bis zur Höh

and Einmütigkeit angepackt wird, dürfte vielleicht zu

chaft

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rikanischen Freistaat Bot tänner jedes Jahr ausgehoben und über 500 000

es werden durchschnittlich etwa 220 000 junge

ng in Deutschland sind die

en in Markwährung anzu

gemustert, sondern sämtliche Refruten ihre militärische

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1. Im Provinzialwettbewerb der 3 Provinzen in Simmen taler Bieh:

Ehrenpreis Sr. Königl. Hoheit des Großherzog%,

2. Zwei silberne Staatsmedaillen,

3. Eine bronzene Staatsmedaille,

4. Geldpreise in Höhe von 6930 Mart,

5. 34 große filberne Medaillen,

6. 44 fleine silberne Medaillen,

7. 26 Anerkennungen.

Hierbei sind die auf Oberhessische Landwirte entfallenen

ien erfolgt in der dortigen Borbildung in den deutschen Turnhallen empfangen Preise in Abteilung Geflügel nicht einbegriffen, da die dies­

Pfennig für je 20 Mart und die Mädchenbildung günstig beeinflußt.

n mit 20 Pfennig für

sche Postanweisungen

ulässig.

Erziehung. ch- Leipzig.

)

ldung und die Deutide ; dabei soll feines seine ollen fich nur gegenseitig bewährte Bafis bilden, Bestrebungen angliedern ß für jeden Spezialzwed ahrt dient, immer wieder m, die alles, nur feine aben und nur die Kräfte

Volksbildungs- und Turnfreunde müssen gemeinsam werden, die Kräfte sich gegenseitig zuweisen oder aus­wechseln. Die Turnhalle, in der beim Auf- und Abmarsch fröhliche Weisen erklingen und in der auch belehrende populärwissenschaftliche Vorträge zu halten fein würden, würde dann zum weihevollen Tempel twahrer Volksbildung und Vaterlandsliebe.

Führwahr ein herrliches Ziel, durch dessen Erreichung manches zum Bessern gewandelt werden könnte. Wir müſſen eines eventuellen Strieges wegen in unserer Wehrhaftigkeit fortschreiten und den Krieg, sofern es einer anderen Ausweg gibt und er uns aufgedrungen würde, im Schillerschen Sinne als etwas Gottgewolltes betrachten. Sodann aber würde eine allgemeinere Eörperliche nnd sittliche Erziehung zur Wehrkraft auch für unsere sonstigen Verhältnisse vorteilhaft sein. Auf dem neutralen Boden der Turnerei und Volksbildung Fönnten sich die Angehörigen aller Klassen und Berufe zusammenfinden und, jeden Kastengeistes ledig, sich als wirkliche Volksangehörige fühlen. Auf solchem Boden würden doch weit mehr charakterfeste, sebständige und urteilsfähige Männer und Frauen herangebildet werden, die, von gutem Bürgergeifte und Hochherzigkeit beseelt, in dem realen wirtschaftlichen Kampfe sich den Glauben an die Zunkunft unseres Volkes nicht rauben lassen und nach dem leuchtenden Vorbilde Schillers den Quell der fittlichen Energie für des Vaterlandes Größe und des Volkes Wohl dauernd lebendig erhalten.

pflegt neben der edlen He Jugendspiele auf ihren elegentlich ihrer Turn bereinigungen innerhalb gewünschten Weise ent die Intereffeloffigkeit Eurrenz spezieller Sport Die in Ausartungen fich Wie erheblich aber tro schon an der Erziehung t daraus hervor, daß fie der Marine über 30000 n zugeführt hat and in 0000 3öglinge unter 17 Solche Arbeit verdien terfügung, um so mehr, Festlichkeiten und des manchmal geklagt wurde, ick ich solide, abwechsel ebendigen methodischen Otritt.

Lokales.

29. September 1905. ** Schulamts- Personalien. Der Großherzog hat am 27. September den seitherigen ersten Lehrer an der landwirtschaftlichen Winterschule zu Langen, Oekonomierat Bittor Weißel in gleicher Eigenschaft an die in Lich zu errichtende landwirtschaftliche Winterschule versezt und ben Oberlehrer und Leiter der höheren Bürgerschule Dr. Karl Bernius zu Grünberg zum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß- Umstadt mit Wirkung vom 1. Oftober ernannt. In den Ruhstand bersetzt wurde: am 21. September der Lehrer am Gymnasium Fridericianum zu Laubach Adolf Bergheimer auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 16. Oktober, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. Uebertragen wurde am 23. September dem Schullehrer Jakob Braune­well zu Erbes- Büdesheim eine Lehrerſtelle an der Ge­

eindeschule zu Wieseck.

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Dienstjubiläum. Sonntag, den 1. Oktober, ind es 25 Jahre, daß Herr Louis Roloff als Ottroi­Erheber am Walltor tätig ist.

ngesichts der Tatsachen, aus eigener Straft ge deutschen Lande leider Bhrase und äußeres Ge Wir brauchen fräftigt und förperlich gefak wie einerseits die v Benußsucht die Mensch aus der Volksschule und Jugend infolge der zu Stumpft, fowie mangel leberwachung die Luft zu matischer Körperpflege be eine allgemeine und do größerer Wehrhaftigleit Obwohl der Staat das daß der wehrhafte Nad ird, soll doch nicht na sondern die frete Vater der gutgesinnten Bürgr t das herrliche Mahm die Kaiferproflama in eit Mehrer des Medes zu Groberungen, fondern an Friedens auf dem Gebiete 7 gehabt, weil unfere Re ein hartes, friegsbereites

it und Gefittung".

Wir

die

tt Stadttheater Gießen. Für die Eröffnungs­Borstellung, Shakespeares Kaufmann von Benedig" bringt, sind die Proben in vollem Gange. Shakespeares Wert eignet sich besonders zu einer ersten Borstellung, da so ziemlich das gesamte Personal in ihm Gelegenheit hat, sich in größeren Aufgaben einzuführen. Be schon erwähnt, ist eine vollständig neue Ausstattung an Deforation und Kostümen beschafft worden.

** Mit dem Bau des neuen Theater- Gebäudes wird in nächster Zeit begonnen. Der Abbruch der Gebäude in dem früher Schüler'schen Garten, sowie das Fällen der Bäume und die Erdreichbewegungen find behöcolicherseits bereits ausgeschrieben.( Siehe auch den Anzeigenteil unserer heutigen Nummer.)

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ie die Geschichte im all in Rraft tretende Winter- Fahrplan bei.

der legten beiden großen hen und des japanisch , müffen wir erkennen, en und in der bekannten

auf der einen Selte ber lichen Sträfte ftagnierten Sette jedoch, namentlich mit einem gewaltigen

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Auszeichnungen, zu denen man den Landwirten in der Provinz Oberhessen nur gratulieren kann.

** Lollar, 29. September. Bürgermeister wahl. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl haben, wie bereits mitgeteilt, 233 wahlberechtigte Bürger geftimmt, das sind rund zwei Drittel der gesamten Wählerschaft. Man wußte noch bis Schluß des Wahlaftes nicht, welcher von beiden Kandidaten, ob Schwalm oder Schmidt, die Majorität auf sich vereinige; beide hatten gleiche Chancen und gleich viel Anhänger. Man kann ruhig sagen, daß dieses Mal die starke Wahlbeteiligung dem nunmehrigen Bürgermeister Schmidt den Sieg gebracht hat. Möge er die Hoffnungen, die seine wähler in ihn gesezt haben, voll und ganz in der Proris erfüllen, damit unser Ort wieder in ruhige, borwärtsschreitende Bahnen tommt. Dem unterlegenen Kandidaten Carl Schwalm, der durch das Bertrauen vieler Bürger erst seit Januar im Gemeinderat sigt, mag es eine hohe Genugtuung sein, schon soviele Stimmen auf sich ver­einigt zu haben. Die gesamte Bürgerschaft wird feinen Beide zu­Augenblick zögern, ihn nunmehr auf den freigewordenen Beigeordneten Blaz zu berufen. sammen an die Spige unserer Ortsverwaltung gestellt, fann nur als glückliche Lösung bezeichnet werden.

** Unserer heutigen Ausgabe liegt der am 1. Oftober Das Museum des oberhessischen Geschichts­vereins, das in das alte Schloß übergeführt worden ist, wird von Mitte nächsten Monats ab dem Publikum wieder zugänglich sein. Obstdiebstahl. Einem Hausbesitzer in der Frankfurterstraße wurden vorgestern Nacht gegen 11 Uhr in einem Garten von einem Birnbaum die ganzen Früchte, fine Tafelbirnen, gestohlen. Den Diebstahl auszuführen, be­durfte es großer Frechheit, denn auf der Frankfurterstraße ist

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zu verlassen habe. Am Nachmittag set er in die Wohnung feines Schwiegervaters gegangen und habe ihn gebeten, die Dienstmagd Diehl zu entlassen. Darob sei der Schwieger­bater in hochgrabige Erregung geraten und habe auf ihn ge­feuert. Jezt habe auch er, der Angeklagte, den Revolver gezogen und auf seinen Angreifer drei Schüsse abgegeben. Ich sah meinen Schwiegervater zu Boden sinken, schließt v. Lengerfe, mir flimmerte es vor den Augen. Meine Frau war inzwischen eingetreten, ebenso die Polizei und die Gendarmen. Ich blutete an beiden Armen, meine Frau führte mich in die obere Wohnung. Nach dieser Dar­stellung wird in die Zeugenvernehmung eingetreten.

= Heuchelheim, 28. September. Schwämmesucher. Um sich für das zur Zeit so teuere Fleisch einen im Nähr­gehalt gleichwertigen Ersatz zu verschaffen, bieten jetzt die eßbaren Pilze eine willkommene und billige Ausbeute. An beiden Lahnufern sieht man darum in diesen Tagen mehr als je zuvor Leute das Ufergelände abgehen, um dies billige und wohlschmeckende Nahrungsmittel einzusammeln. Die Pilze sind in diesem Jahre dank der feuchtwarmen Witterung reichlich vorhanden und vollkommen entwickelt.

× Wörrstadt, 28. September. Zur Landtagswahl. Seitens der liberalen Parteien wird beachsichtigt, den früheren Abgeordneten Bürgermeister Christ eine Kandidatur für den 5. rheinhessischen Wahlbezirk anzutragen.

> Mainz, 27. September. Zum Postenüberfall. Die wegen Ueberfall des Poften Kaiser in Haft genommenen Musketiere Klein und Hufnagel haben nunmehr ein eständnis abgelegt. Klein ist aus Tiefenthal bei Alzey gebürtig und bisher unbestraft. Sein Komplize ftammt aus Hanau und ist von Zivil- und Militärgerichten vielfach vorbestraft. er als heeresunsicher eingezogen ist, hat er bis zum Oktober nächsten Jahres zu dienen. Während Klein den Tatbestand sofort einräumte, leugnete Hufnagel auf das hartnäckigste, quemte sich aber schließlich doch zum Geſtändnis, als ihm

die Aussagen Kleins vorgehalten wurden.

Da

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Aus dem Gerichts[ aal.

Schwurgericht.

Gießen, den 27. September 1905. Heute hatte sich der frühere Bahnarbeiter Peter Grün Nach der von Vilbel wegen Notzucht zu verantworten. Tat wurde er flüchtig, in Schaffhausen aber wieder fest­genommen. Die Geschworenen erkannten auf schuldig, billigten Ucteil: dem Angeklagten jedoch mildernde Umstände zu. 10 Monate Gefängnis.

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

Am 15. Sonntag nach Trinitatis, den 1. Oktober. Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus­gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Ge­meinde erbeten.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Der Missionsnähverein im Gemeindehaus, Kirchstraße 9, wird Dienstag, 10. Oftober, wieder seinen Anfang nehmen. Zur Teilnahme werden die seitherigen Mitglieder, und wer sonst Lust und Liebe zur Missions­

arbeit hat, herzlich eingeladen.

Sonntag, den 8. Oftober, abends 8 Uhr im Matthäus­saal: Vereinigung der fonfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Die fonfirmierte männl. Jugend der Murkusgemeinde wird behufs Gründung einer Vereinigung auf Sonntag, den 8. Oftober, nachmittags 6 Uhr in den Konfirmanden­

saal der Gemeinde eingeladen.

In der Johannesfirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Euler.

Nachmittags 3 Uhr, findet in der Kleinkinderschule, schule, Diezstraße 15, das 18. Jahresfest des Evangl. Jünglings- und Männer- Vereins Gießen statt.

Die Versammlung und Bibelbesprechung am Sonntag Abend fällt wegen des Jahresfestes des hiesigen Jünglings­vereins aus.

Kirchenrat Dr. Naumann hat, nach Ablauf seines

Urlaubs und nach eingetretener Besserung in seinem Be­finden die Verwaltung der Gesamtgemeinde und der Johannes­gemeinde wieder übernommen. Da aber sein Kopfnerven­leiden immer noch zuweilen recht schmerzlich und das Arbeiten verhindernd hervortritt, und ihm große Schonung

geboten ist, so hat ihm zu seiner Beihilfe und Erleichterung bei den Pfarrgeschäften in der Johannesgemeinde Hohe Kirchenbehörde noch bis zum Frühjahr nächsten Jahres den Pfarrassistenten Sattler belassen. Dieser wird deshalb seine Tätigkeit in der Gemeinde zumeist in derselben Weise wie seither weiter führen. Man wolle aber mit allen

Anliegen, Bestellungen und dergleichen sich zunächst an

Kirchenrat Naumann, Südanlage 8, wenden.

Batholische Gemeinde. Samstag, den 30. September. Rachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag, den 1. Oktober. 16. Sonntag nach Pfingsten. Rosenkranzfe st.

> Mainz, 28. September. Prozeß Lengerke. Der Prozeß gegen den Baron v. Lengerke wegen Totschlags hat heute vor dem Schwurgericht Mainz begonnen. Der An­getlagte hat am Nachmittag des 13. September 1904 seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert von Erbes­Büdesheim, nach heftigem Wortwechsel erschossen. 36 Zeugen find zur Verhandlung geladen. Der Angeklagte war früher Offizier, mußte aber 1897 wegen unliebsamer Vorkommnisse den Dienst quittieren. Er ist wegen Weinfälschung mit Gefängnis vorbestraft. Im Jahre 1894 heicatete er die Vorm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. Tochter des Erschossenen. An barem Gelde hat er 25 000 Mt., " um 7.00 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in eine Ausstattung im Werte von 10 000 Mt. und eine jähr­derselben Austeilung der heiliges Kommunion. liche Rente von 3000 Mt. erhalten. 1897 habe ihm sein Schwiegervater ein Weingut in Erbes- Büdesheim gekauft, Borm. um 8 Uhr: die zweite heil. Messe. führte der Angeklagte aus. Das Verhältnis mit seinem Vorm. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Schwiegervater habe sich immer mehr getrübt, weshalb seine, Nachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Rosen­franz- Andacht. des Angeklagten, Frau darauf gedrungen habe, ans dem Hause des Vaters weg nach Wallertheim überzusiedeln. Im Herbst 1903 seien sie nach Wiesbaden gezogen. Den Anlaß zu den Streitigkeiten habe die Dienstmagd seines Schwieger­vaters, die Zugin Diehl, gegeben. Schließlich sei das Ein­vernehmen wieder ein besseres geworden. Der Schwieger­vater habe ihnen in Wiesbaden Besuche gemacht, sie gingen auch wieder zu Besuch nach Erbes- Büdesheim, um dortselbst im Hause des Erschossenen Wohnung zu nehmen. Doch tam es wegen der Diehl zu neuen Zerwürfnissen. Einige Tage vor der Katastrophe warnte ihn seine Frau vor dem Bater mit dem Bemerken, er habe sich in Alzey einen Revolver getauft. Darauf will sich der Angeklagte mit seinem Armee­

An den Werktagen ist täglich des abends um 6.30 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen.

den

Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, 30. September. Meist trüb, regnerisch, anhaltend fühl. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Berantwortlich: für die Politik und den Inferatenteil: in Gießen. Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe