September in der Ostsee kreuzen. Das Geschwader soll ungefähr am 20. August die Fahrt antreten. Die Kreuzfahri foll feineswegs zeremoniellen Besuchen dienen, sondern lediglich Manöverzwecken.
Soziales Leben.
Ein Jnnungsverband gegen den Befähigungsnachweis. Der Verbandstag der Tischlerinnungen Schleswig- Holsteins und Lübecks hat sich gegen den Befähigungsnachweis ausge sprochen. Durch den Befähigungsnachweis sei das Handwerf in früheren Jahren verarmt. Schutz den geprüften Meistern, Schutz den geprüften Gesellen, daran müsse man festhalten. Der Verbandstag faßte einstimmig folgenden Beschluß: Wir halten die Einführung des allgemeinen Befabigungsnachweises nicht für zweckmäßig und durchführbar. Der Verbend wünscht dagegen die Beschränkung der Lehrlingsausbildung auf geprüfte Meister und deren Bevor zugung bei der Vergebung behördlicher Arbeiten bei gleich. wertiger Leistung.
Oeffentliche Auskunftsstelle für soziale Rechtsfragen. In Heilbronn wird eine Auskunftsstelle errichtet, deren Hauptzweck sein soll, in Fragen, die mit der sozialen Gesetzgebung zusammenhängen, die Rechtsuchenden zu beraten und auch, wenn es geboten erscheint, ihnen Schriftsätze aus. zuarbeiten. Die Anregung hierzu ist Stadtverwaltung ausgegangen. Die gemeinnüßige Ein der hiesiger richtung, die erste ihrer Art in Württemberg, kommt für den ganzen Amtsbezirk Heilbronn in Betracht.
von
Die Bewegung im sächsisch- thüringischen Textilgewerbe. Der Vorstand der Färbereikonvention teilt mit, die Meldung beruhe auf Irrtum, daß der Webereiverband die Unter hüßung der Färbereibefizer abgelehnt habe. Durch die Verhandlungen der beiden Verbände sei vielmehr volles Einver nehmen erzielt worden. Um die Schließung der Färberei betriebe zu vermeiden, solle den ausständigen Arbeitern in Glauchau und Meerane ein Ausgleichsvorschlag vorgelegt werden, über den sich beide Verbände geeinigt hätten. Sollte der Vorschlag wider Erwarten nicht angenommen werden, so werde die für Montag beschlossene Aussperrung in sämtlichen Betrieben der Konvention erfolgen. Auch sei nach dem Verlauf der Verhandlungen der beiden Verbände an zunehmen, daß die Schließung sämtlicher Webereibetriebe des Verbandes der sächsisch- thüringischen Webereien bald folgen müsse.
Der Ausstand der französischen Fergarbeiter im Becken bon Longwy. Die zur Beilegung des Ausstandes statt. gehabten Besprechungen zwischen Vertretern der Bergarbeiter in Husigny und den Direktoren sind ergebnislos verlaufen, da di Direktoren die Forderungen der Arbeiter ablehnten. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe sind acht Schwadronen Reiterei, drei Bataillone Infanterie und zahlreiche Gendarmerie vereinigt. Meldungen über stattgehabte Unruhen, bei denen 23 Tote und Verwundete gegeben haben sollte, werden con offiziöser Seite dementiert.
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hof und Gesellschaft.
Der Kaiser wird den Besuch am dänischen Hofe am 31. Juli abstatten. Zur Hebung der alten historischen Trachten hat der Kaiser aus seinem Dispositionsfonds einer größeren Betrag gestiftet. Ferner hat der Kaiser der evan gelischen Gemeinde zu Pechlau für die Wiederherstellung ihrer durch Schwamm arg beschädigten Kirche aus seiner Dispositionsfonds eine Beihilfe von 18 600 Mark überweisen Tassen.
Das deutsche Kronprinzenpaar, das von der Fahrt auf der Ostsee nach Potsdam zurückgekehrt ist, wird um die Mitte August der Großherzogin Anastasia, der Mutter der Kronprinzessin, einen Besuch im Jagdschloß Gelbensande abſtatter.
Nab und fern.
† Graf Päckler verschwunden. Als Graf Pückler infolge des vom Glogauer Gericht gegen ihn verhängten Haftbefehls im Berliner Hotel Reichstag" festgenommen werden sollte war er von dort abgereist. Er hatte im Hotel erklärt, nad Alein- Tschirne reisen zu wollen. Nach anderer Version soll er nach England oder Holland gefahren sein.
† Der Unglückstunnel vermauert. Wie jetzt bekannt wird ist der Eisenbahntunnel bei Altenbeefen für nicht mehr be nugbar erklärt worden. Er wird an beiden Seiten ver mauert, und die Erbauung eines neuen Tunnels für den Eisenbahnverkehr ist beabsichtigt.
† Kein Teigfneten mit den Füßen! Die Stadtverord netenbersanimlung in Elberfeld beschloß kürzlich, daß das Teigfneten mit den Füßen in allen Bäckereien verboten sein solle. Die Anetmethode besteht dort noch bei etwa 10 Proz aller Bäcker. Um den durch das Verbot betroffenen Bäcke reien entgegenzukommen und ihnen die Anschaffung vor Anetmaschinen zu erleichtern, soll die Verordnung erst an 1. Juli 1906 in Kraft treten.
† Ein Gattinnen- Mörder. Mit einem Schlachtmesser brachte in Ströbeck bei Halberstadt ein Arbeiter vor kurzem die eigene Ehefrau ums Leben. Der Mörder wurde verjaftet.
† Eine Familientragödie. In Braunau am Inn erschoй dieser Tage ein wegen unheilbarer Krankheit pensionierter Cokomotivführer der österreichischen Staatsbahnen sein dreizehn Monate altes Töchterlein und dann sich selbst. Er hinterläßt eine Witwe mit zwei Kindern. Das Kind erscho er, weil es nach seiner Pensionierung geboren wurde und es daher unversorgt geblieben wäre.
† Schreckliches Eisenbahnunglück in England. Bei der Waterloo- Station in der Nähe von Liverpool fuhr auf de ersten für den elektrischen Fernverkehr eröffneten Eisenbahn trecke vorgestern der von Liverpool nach Southpord fahrende elektrische Schnellzug, der mit einer Geschwindigkeit von 4C bis 50 Meilen die Stunde lief, in vollster Fahrt infolge falscher Weichenstellung auf einen leeren, auf einem Neben eleise haltenden Zug. Die Wucht des Zusammenstoßes wa eine ungeheure. Der erste Wagen des Erpreßzuges, in der 25 Passagiere saßen, wurde gänzlich zertrümmert. 20 Per jonen waren soforf tot, der Rest wurde verwundet unter der Trümmern begraben. Diese gerieten in Flammen, und die Verwundeten mußten qualvoll verbrennen. Unter den Opfern des schrecklichen Unglücks befinden sich eine Anzahl Frauen und Kinder.
† Schiffszusammenstoß. Auf der Fahrt von Algier nac Oron stieß in der Nacht vom Montag auf Dienstag im Rebelwetter der ungarische Dampfer Szapary" mit dem französischen Schiffe„ Schiaffino" zusammen. Letzteres janf. Der„ Szapary", der Beschädigungen erlitt, nahm die zwei Reisende und sieben Wann zählende Besazung de französischen Schiffes an Bord.
† Brand eines Leichen- Transportwagens. Als die Leiche des vor kurzem verstorbenen österreichischen Ministerialrates von Müller von Salonichi, wo von Müller als Zivilagent für Mazedonien fungiert hatte, von dort nach Wien übergeführt wurde, geriet auf der ungarischen Station Bieske der Waggon in Brand, in dem der Metallsarg mit der Leiche untergebracht war, und brannte völlig aus. Die Leiche blieb von den Flammen unversehrt. Der Sarg wurde unt geladen und nach Wien transportiert, wo die Beerdigung stattfand.
† Ein opfervoller Distanzritt. Bei einem Distanzritt, aus dem französische Ofiziere von Lyon nach Air- les- Baies begriffen sind, famen schon in den ersten zwei Tagen vier Pferde um, und ein große Menge erlitten Verlegungen Zwölf Offiziere gaben bereits die Fortsetzung des Rittes auf.
Pflanze dort blüht; die einzige Blume in den fönig| lichen Gärten." Auf der Fahrt von Bordeaux nach Bayonne begleitet diese von ihm geliebte" Pflanze unsern Bismard unausgesezt mit ihren trauten Heimatgrüßen, und er ist ganz entzückt, zu beobachten, was für ein farbenprächtiges Gewand die südliche Sonne dem bescheidenen Waldkinde der nordischen Flora angezogen hat. So heißt es z. B. in dem Briefe aus Bayonne vom 29. Juli 1862 u. a.: Von Bordeaux bis hier ununterbrochen Fichtenwald, Heidekraut und Moor, bald Pommern, wie etwa im Strandwald hinter den Dünen, bald Nußland" usw. Dann fährt er, gleich sam dem Drange seines Herzens nachgebend, fort: Die Bracht, in der das Heidefcaut hier seine violettpurpurnen Blüten entwickelt, ist überraschend usw.
Lenau läßt in seinem„ Savonarola" den frommen Abt des Klosters sprechen:
An Blumen freut sich mein Gemüte, Und ihrem Rätsel lausch ich gern, Die uns so nah mit Duft und Blüte Und durch ihr Schweigen doch so fern, und die innige Verwandtschaft des Menschengemüts mit der Blumenwelt zeigt sich in nichts deutlicher als in
Die Bauarbeiterbewegung in Essen. Da die Arbeit. geber bei ihrem Entschluß der Aussperrung geblieben sind, betrachten die Arbeiter den Tarifvertrag als gelöst und stellten neue erhöhte Lohnforderungen auf. Der Eintritt in den allgemeinen Bauarbeiterstreif soll bevorstehen.
Tages- Chronik. Bei einer nächtlichen Bootsfahrt auf der Oberspree sind in der Nähe von Hasselwerder vier Gastwirtsgehilfen ertrunken.
In Herbsleben im Gothaschen famen fünfzig TyphusFälle vor. In München wurde die Ausstellung zur Bekämpfung. der Volkskrankheiten eröffnet.
Aus dem Gerichtslaal
§ Die Detmolder Briefaffäre vor dem Reichsgericht. Am Donnerstag hat das Reichsgericht über die Revision verhan delt, die von der verurteilten Frau Martha Kracht gegen das vom Schwurgericht in Detmold gefällte Urteil eingelegt worden war. Frau Kracht, Tochter des Kommerzienrats Wippermann aus Lemgo bei Detmold, ist bekanntlich vegen Meineids und Beleidigung zu 1½ Jahren Zuchthaus perurteilt worden. Das Reichsgericht hat das Urteil des Detmolder Schwurgerichts bestätigt, indem es die Revision der Angeklagten verwarf.
§ Berufung gegen das Urteil im Diesseits- Prozeß hat der verurteilte Redakteur Neumann von der Lippischen Landeszeitung eingelegt. Der zweite Prozeß wird, da das Detmolder Gericht sich bereits als befangen erflärt hat, wahr. scheinlich vor dem preußischen Gerichtshof in Osnabrück ver handelt werden.
Der Diesfeits- Prozefs.
Eig. Bericht.
Gegensätze noch zur Verbitterung erhöhten. Man hat im Gegenteil erzielt, daß die Parteien selbst über ihren eigenen früheren Eifer, der sie manchmal weit über das Ziel hinaus schießen ließ, einige Gêne empfanden. Und das ist erfreulich, denn es enthält eine gute Lehre, die hoffentlich für die Zufunft beachtet werden wird. Allerdings ist die Sache noch nicht ganz zu Ende. Redakteur Neumann wird sich schwer lich bei der Verurteilung beruhigen, ohne den Versuch, vor einem anderen Gericht besser abzuschneiden. Doch darf man erwarten, daß bei den etwaigen ferneren Verhandlungen Sachlichkeit noch mehr als bisher vorwalten und der klägerische Anwalt der übrigens dafür von dem Vorsitzenden zurechtgewiesen wurde es nicht wieder für angemessen halten wird, einem bei dem Prozeß nicht unmittelbar Beteiligten und überdies Abwesenden, dem lippischen Staats minister Gevefot, den Vorwurf des„ staunenswerten Mangels an politischem Taft" zu machen. Herr Gevekot hat natürlich nachträglich geantwortet, indem er in der Lippeschen Landeszeitung eine Erklärung veröffentlichte, die die Darstellung des Klägerischen Anwalts als unwahr, unrichtig und in ihrer Schlußfolgerung falsch zurückweist. Das öffentliche Interesse hat sich dem Prozeß nicht wegen der Personen des Klägers und des Angeklagten zugewendet. Ob Herr Redakteur Neumann Herrn Hoffmann, den Vizepräsidenten des lippischen Landtages beleidigt hat, darum würde sich außerhalb des lippischen Landes schwerlich jemand gefümmert haben. Aber das unfreundliche Wortgefecht dieser Beiden war nur der Widerhall des Streites zwischen Größeren, wobei ein Thron in Frage steht, der zwar flein, aber doch ebenso souberän ist, wie irgend ein großer. Ist die Schaumburger Linie des Hauses Lippe in Bückeburg allein erbfolgeberechtigt, oder ist es vor ihr die Biesterfelder Linie? das ist die Frage. Ein Schiedsgericht unter König Albert von Sachsen hat sich zugunsten des inzwischen verstorbenen Graf- Regenten ausgesprochen. Der Streit erhob sich aber aufs neue, da der erwähnte Schiedsspruch sich nur mit den Erbfolgeansprüchen des vorigen Regenten, nicht mit denen seiner Nachkommenschaft beschäftigt hatte, die deshalb angefochten wurden, weil die Mutter des jetzigen Graf- Regenten, die Gemahlin des borigen, aus der Ehe eines Grafen mit einer Bürgerlichen hervorgegangen und dadurch für sich und ihre Kinder nicht thronfolgeberechtigt sei. Auf welcher Seite hier das formale Recht ist, darüber wird jetzt das Reichsgericht befinden. Ehe es zu dieser Festjeßung fam, waren im lippischen Lande die Parteien in lebhafter Erregung, was ihnen nicht wohl berdacht werden kann. Selbstverständlich hatten die Parteien auch ihre genealogisch und privatfürstenrechtlich gebildeten gelehrten Fürsprecher, berufene und
Detmold, 27. Juli. Der Diesseits"-Prozeß ist mit erfreulicher Schnelligkeit. borübergegangen. Der angeklagte Redakteur Neu mann von der Lippischen Landeszeitung wurde zu zwei Wochen Gefängnis und 550 Mark Geldbuße berurteilt. Die Beteiligten, Kläger wie Angeklagter, haben den Richtern zwar recht umfangreiche Vorlesungen von Zeitungsartikeln und Broschüren nicht erspart; aber unter der geschickten und sachgemäßen Leitung des vorsitzenden Richters ist wenigstens vermieden worden, daß die Grörterungen ins 11ferloie ainaen und die bereits vorhandene Schärfe der der Zuneigung für gewiffe Blumen, zu ihrem Lieblinge, wie es den Königen im Reiche der Geister wohl ansteht. Blumen: der feusden Reseda und der Lotosblume, Heine schwankt bezeichnenderweise zwischen zwei erstere das Sinnbild des wonnigen Liebesfrühlings, letztere der märchenhaft romantischen Sehnsucht in die blaue, blaue Ferne. Ist beides nicht das innerste Wesen Herz bezaubert und zugleich das elegische Gral geläute Heinescher Boesie, die in ihrem süßen Minnetone das architektonisch geregelten Kunstform von untadeligem der Romantik anftimmt? Platen, der Dichter der Aufbau, hält es mit der steifen, falten, duftlosen Tulpe. Kaiser Friedrich III. huldigte dem bescheidenen, in der Stille alles beglückenden Veilchen, sein Sohn, unser jeziger Kaiser, wählte die Nelke, die aromatische ,, Götterblume" fich zur Lieblingsblume. Und Kaiser Wilhelm I., unsers großen Bismarcks ,, alter Herr"? Ihm war befanntlich die Kornblume, die an Preußens schwerfte, tränenreichste Zeit, an die unvergeßliche Mutter erinnerte, heilig. Sie ist ein Bild der Schlichtheit ein schönes Unkraut ja nur für den Landmann! und doch in ihrem edlen, zierlichen Bau ein Wunder der Schöpfung, dazu in ihrem leuchtenden Blau ein Sinn bild der echten Treue. Und unsere Erika? Nichts als
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die erst später berufen wurden. Zu diesen freiwilligen Schildträgern gehörte Herr Kéfulé von Stradoniz, der aus reiner Begeisterung sich dafür ereiferte, daß kein Nachkomme der in ihren Zivilstandsverhältnissen etwas unflaren Ahnfrau der Biesterfelder, Modeste von Unruh, auf einem deutschen Thron size. Herr Kéfulé von Stradonitz. ein guter Bekannter des lippischen Landtagsvizepräsidenten. Hoffmann, fühlte sich in seinem Herzen berufen, Herrn Hoffmann, der in dem Thronstreit sein Gesinnungsgenosse war, auch unverlangten Rat zu erteilen, sogar telegraphisch, wenn es ihm dringlich schien. Einmal erschien ihm das so dringlich, daß er nicht abwartete, bis er an seinem Schreibtisch die Depesche abfassen konnte, sondern von den ungewohnten Räumen eines Kajinos aus das Telegramm absandte. Und das war ein Unglück. Denn in der Eile wollte Herr Kekulé von Stradonis rühmliche Sparsamkeit bewähren, während es ihm an der nötigen Fassung mangelte, die Forderungen.. dieser Sparsamkeit mit denen der deutlichen Fassung zu vereinigen. Er wollte Herrn Hoffmann mitteilen, daß die Auffassung, die er ihm mitteilte, feine persönliche Auffassung sei, wollte dafür aber nicht mehr als 5 Pfennige ausgeben, und bezeichnete deshalb seine Auffassung als die„ diesseits" gehegte. Die Depesche fam in die unrechten Hände. Herr Neumann erhielt sie auf noch unaufgeklärtem Wege; da er von dem Einfluß der Sparsamkeit auf die Ausdrucksweise keine Ahnung hatte, so deutete er das diesseits" in der nach diesem Wort nachmals benannten Depesche nicht auf die Person des Absenders, sondern auf höhere HintermänHerr Neumann schrie zwar nicht direkt Verrat, aber beinahe Verrat, und das nahm Herr Hoffmann, der Adressat der„ Diesseits"-Depesche, übel. Und nun begann der Prozeß mit seinem Lärmer. Herr Kekulé von Stradonitz beschwor, daß er unter diesseits" fich ganz allein gemeini habe, und das muß man ihm glauben. Somit war Herrn Hoffmann objektiv Unrecht geschehen. Man muß aber auch Herrn Neumann glauben, daß er die Depesche faum anders verstehen konnte, als er getan, und so war er j:: bjektiv gerechtfertigt. Was bleibt nun von dem ganzen Froschmäusefrieg übrig? Nichts außer einer Menge Aerger und Kosten. Daß sich die kleinen Trabanten den Großen treu und eifrig zeigen, ist löblich. Sie sollten sich aber auch ein wenig nach dem vornehmen Beispiel der Großen richten, die sich nicht zanfen, sondern auch eine wesentliche Meinungsverschiedenheit mir vor einem unparteiischen Gericht zum Austrag brinnon.
ner.
Kornblume und Heide
eine gewöhnliche Waldblume! Der Wald aber ist die wie er fagte, nur den Specht hört." So war ihm das traute Heimstätte des deutschen Gemüts, und unser Bismard fühlte sich nirgends so wohl, als da, wo man," schlichte Heidekraut eine sichtbare Verkörperung des süßen Waldgeheimnisses, in dessen Frieden er nun ruht, und wie der große Mann ein abgefagter Feind alles Prunkes Gartens so zu Herzen sprechen wie das schlichte, pruntund Scheines war, so fonnte ihm keine Blume des fraut, gehören nicht beide zusammen? Beide bescheidene, lose Kind unserer Waldflora. anspruchslose Blumen, Kinder der freien Gottesnatur, schlicht und harmlos in threm Aeußeren und doch so entzückend und reizvoll, daß jedes unverdorbene Gemüt rot die andere: Treue und Liebe, die innigsten Bande an ihnen seine helle Freude hat. Blau die eine, biolettzweier Herzen belförpernd, die sich im Leben und im Sterben verstanden. Und wenn unsere späteren Enkel dereinst, was Gott in Gnaden geben möge, sich in Frieden der großen Errungenschaften dieses einzigartigen treuen deutschen Diener" erfreuen werden, dann mögen Bundes zwischen einem mächtigen Herscher und dessen ihnen Kornblume und Heidefcaut von dem wunderbaren Geheimnisse solch unvergleichlicher Erfolge erzählen!
* Hebertragen 186bler zu Rehbach fchule zu Lauterbac ** In den Ruhe Gericht vollzieher mit Geigler auf sein Dienftantritts feines des Gerichtsvollzieher I befannt. D. Red.) ** Die Ferien am 21. Juli begonn Während diefer Ferien hleunige Sachen zur 300jabrleic
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Am 9. Ottober wer Bießener Gymnafium aftalt mit edillera ridgelommen. De
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