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Eine Vermehrung der Unterrichtskurse für Lehrer und Lehrerinnen zur Leitung von Belts- und Jugendivielen ordnet eine Verfügung des preußischen Kultusministeriums an. Die einzelnen Regierungen sollen durch geeignete Ver­sönlichkeiten solche Surse abbatten lassen.

Ocfterreich- Ungarn

** Das Wiener Abgeordnetenhaus erledigte die erste Lesung des Handelsvertrages mit Deutschland. Die Vor­lage wurde dem Zollausschuß überwiesen.

Skandinavien.

** Das schwedische Reich will die nene Regierung in Nor­wegen nicht anerkennen. Eine Mitteilung mit diesem Ent­schluß ist an die Mächte versandt worden.

Rufeland.

** Die Zunahme der allgemeinen Unzufriedenheit macht sich in immer steigendem Maße geltend Tros icharfer Zen­sur führen die Blätter eine stark revolutionäre Sprache, ind es ist geradezu von einem gewaltsamen Sturz des gegen­wärtigen Regierungssystems die Nede. Zunächst scheint ein allgemeiner Streit sich anzubahnen. In allen ruben des Sosnowicer Reviers sind die Arbeiter in den Ausstand ge­treten als Antwort auf die Mobilisierung, und die Bewegung dehnt sich auf andere Gegenden aus Trotz der Erlasse, die in Lodz von der Militärgewalt auf Grund des Kriegs­zustandes ausgehen und die Bewegung der Bewohner start einengen, dauern die blutigen Krawalle dort und, in War­schau an. Die Bomben- Anschläge nehmen kein Ende, und Polizisten sind durch Revolverschüsse und Dolchstiche getötet. Auch aus Warschau wandern alle, die entkommen können, aus. Sehr bezeichnend für die wachsende Gärung ist es, daß ein von der Regierung angeordneter feierlicher Gottes­dienst vor dem Kreml in Moskau, der in einem Gebet um den Sieg gipfeln sollte, gänzlich verunglückte, indem die wenig zahlreich erschienenen Teilnehmer den Ruf: Wir wollen keinen Sieg!" ertönen ließen. Die aufrührerische Bewegung in Rußland macht sich auch in den dem Zaren­reiche benachbarten deutschen Gebietsteilen bemerflich Tie preußischen Behörden haben bereits Maßnahmen zur Be­wachung der Grenze vorgesehen.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser segelte die Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs von Kiel nach Eckernförde an Bord seiner Jacht Meteor" mit, die indessen hinter der Hamburg" zurück­stehen mußte. Abends nahm der Kaiser an dem herkömm­lichen Bierabend des Klubs im Marie Luisenbade in Borky teil. Der Großherzog von Sachsen ist vom Kaiser à la suite des ersten Seebataillons gestellt.

Der deutsche Kronprinz und seine junge Ge mahlin gaben in ihrem neuen Heim, dem Marmorpalais in Potsdam, ein größeres Diner, an dem sämtliche Offiziere des 1. Garde- Regiments 3. F. mit ihren Damen teilnahmen. In Berlin schwirren wieder Verlobungsge­rüchte umher Es heißt, Prinz Eitel Friedrich, der zweite Sohn des Kaiserpaares, werde sich demnächst mit Prinzessin Alexandra zu Schaumburg- Lippe verloben. Die Prinzessin ist 26, der Prinz erst 22 Jahre alt.

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Preussischer Landtag.

Herrenhaus.

( 45. Situng.) Berlin, 28. Juni. Heute soll das Herrenhaus nun über das Schicksal der Es herrscht eine entschieden Berggesetze entscheiden. fampfesfreudige Stimmung. Die Minister siten unruhig, offenbar erwarten sie Bülow. Das Haus ist sehr stark be­sucht. Zuerst werden die Arbeiterausschüsse zur General. diskussion gestellt. Graf Thiele Windler, Fürst von Haßfeldt und Vopelius haben zwar schwere Bedenken gegen die Vorlage, aber sie ziehen das kleinere Uebel vor. Minister Möller verteidigt sich gegen etliche Vorwürfe der Vorredner und beklagt sich, daß der Bergbau­liche Verein ihn im Stiche gelassen habe. Graf Botho zu Eulenburg bedauert, daß die Regierung sich zu sehr engagiert habe, aber er müsse doch für die Regierung ein­treten. Zwischen Graf Mirba ch und v. Helldorf, dem Erminister v. Bötticher sefimdiert, entspinnt sich ein Duell über die Gedanken Bismarcks beim Passieren des Alters- und Invalidengesetzes, es fallen scharfe Worte, wie Doppelzüngigkeit und Gewissenlosigkeit; Prof. Schmol. I er polemisiert gegen Vopelius, Schmieding erklärt fich als Gegner aller drei Vorlagen, und dann kommt das Ereignis des Tages: Fürst Bülow ist soeben gekommen und redet nun. Mit wenigen Worten nur streift er den Gegen­stand der Vorlage, dann sagt er langsam und schwer be­tonend:

,, Aus einer sozialen Maßregel ist eine hoch poli tische Vorlage geworden, deren Ablehnung schwere politische Folgen nach sich ziehen würde; ich er­warte, daß das Haus weiß, was es als Stütze der Staats­regierung zu tun hat."

Damit ist der Sieg gesichert. Nachdem noch einige Red­ner gesprochen, wurden sämtliche Anträge abgelehnt und das Gesetz wird als Ganzes mit überwältigender Majorität angenommen. Bei der 2. Vorlage ging die Resolution b. Burgdorff durch, worauf nach kurzer Debatte Minister Möller das ganze Stilllegungsgesetz im Namen der Staatsregierung zurückzog. Trotz der vorgerückten Stunde erledigte man auch noch die Mutungssperre und damit die ganzen Berggesetze.

Nab und Fern.

Eisenbahnunglück in Belgien. Auf dem Nordbahn­hofe in Brüssel stieß vorgestern ein aus Lütti kommender Personenzug mit einem Güterzuge zusammen. Ein Zug­führer erlitt schwere, ein Maschinist und ein Heizer leichtere Verwundungen.

+ Ein Opfer der studentischen Mensur. Ein Student der technischen Hochschule zu Hannover ging mit einem Kommili­tonen auf Schläger los. Die Schmisse, die er erhielt, wurden zu bösartigen Verwundungen, an deren Folgen der Student, ein Norweger von Geburt, vorige Woche starb. Es wird angenommen, daß der Schläger nach der vorigen Mensur nicht ordentlich gereinigt war und deshalb die Ver­wundungen eine Blutvergiftung nach sich zogen. Aehn­liches ist schon mehrfach vorgekommen.

Der Greis als Selbstmörder. In Erlangen hat sich ein 79jähriger Privatier in Kandhafen ertränkt. Un­günstige Vermögensverhältnisse haben den unglücklichen Greis in den freiwilligen Tod getrieben.

A Straßenbahn- Unglück. In Plauen i. V. famt ein elektrischer Straßenbahnwagen infolge Versagens der Bremse ins Rollen, sauste die steile Bahnhofstraße abwärts und fuhr in ein Haus hinein. Dabei wurden eine Ber­fon getötet und vierzehn verlegt.

Auch im Tode vereint. Ein tragischer Vorfall wird cus Aken a. Elbe berichtet. Dort verstarb gestern ein junger Schiffer, der erst vor drei Tagen von Hamburg eingetroffen war, am schwarzen Typhus. Seine junge Frau hat sich im Schmerz über den Tod ihres Mannes sofort durch Lysol vergiftet.

Im Zufluchtsort verhaftet. In Chicago wurde vor­gestern ein Deutscher namens Georg Bartholomäns ver­haftet; er soll ein Bauunternehmer aus Kassel sein und Fälschungen in Höhe von 100 000 Mark begann ben.

Ein Millionär im Zuchthans gestorben. In der Strafanstalt zu Waldheim starb dieser Tage der 70jährige Baumeister Friedrich aus Leipzig, dessen Bermögen nach Millionen zählt, und der im Jahre 1903 wegen Ablegung eines Falscheides in einem geringfügigen Zivilsireite zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt worden war.

O+ Das Attentat der Ehefran. Aus Eifersucht hat die Frau eines Stadtreisenden in Berlin den Tod ihres Mannes herbeigeführt. Als der Mann eines Abends aus einer Kneipe mit Damenbedienung angetrunken nach Hause kam und nach einem heftigen Streit mit der Frau sich schlafen gelegt hatte, begoß diese ihn mit Karbolsäure. Der Mann erlitt so schwere Brandwunden, daß er jetzt im Krankenhause verstorben ist. Gegen die Frau ist ein Strafverfahren wegen Körperverlegung mit tödlichem Ausgang eingeleitet.

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Tod durch Explosion einer Lampe. Die Gattin des Professors Köppner an der Kriegsmarine- Akademie zu Fiume goß Spiritus auf eine Lampe, die noch vor kurzem gebrannt hatte. Infolge der fortwirkenden Wärme felgte eine Explosion, und Frau Köppner erlitt am Gesicht schwere Brandwunden, an deren Folgen sie unter schrecklichen Schmerzen verstarb.

Die erste elektrische Schnellbahn? Die belgische Abge­ordnetenkammer forderte einstimmig die Regierung auf, eine Vorlage einzubringen über den Bau einer elektrischen Schnellbahn von Brüssel nach Antwerpen.

Furchtbares Unwetter in Italien. Das Unwetter, das in den letzten Tagen in Oberitalien hauste, hat sehr schlimme Verwüstungen angerichtet. In der Provinz Ferrara hat ein furchtbarer Hagelschlag die gesamte Ernte zerstört. Dic Hagelförner waren von der Größe der Hühnereier. Das Vich auf den Feldern wurde erschlagen, und sogar sechs Personen verloren durch den Hagelsturm das Leben.

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Gerichtsfaal.

§ Hoensbroch gegen Dasbach. Graf Paul v. Hoens­broech hat die Revision, mit der er die vom Kölner Ober­landesgericht ausgesprochene Abweisung seiner Klage gegen den Abg. Dasbach angefochten hatte, zurückgezogen. Das Urteil des Kölner Oberlandesgerichts, demzufolge Graf Hoensbroech den Nachweis, daß der Sak, der Zweck heilige die Mittel, jesuitischer Grundsatz sei, nicht erbrachte, hat da­mit Rechtskraft erlangt.

§ Revision im Bachsteinprozeß. Gegen den Freispruch des Oberkriegsgerichts, das in den bekannten Aeußerungen des Divisionspfarrers Bachstein keine Gotteslästerung fand, hat der Gerichtsherr abermals Revision eingelegt.

§ Ein verurteilter Volksvertreter. Das königliche Gericht in Budapest sprach den wegen des Verbrechens der Verun­treuung in erster Instanz schuldig gesprochenen früheren Abgeordneten Advokaten Valentin Eötvös, gleichfalls schul­dig und verurteilte ihn zu einer Kerkerstrafe von drei Jah­ren, zu zehnjährigem Amtsverlust und zum Verluste der po­litischen Rechte in derselben Dauer. Eötvös meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an.

§ Die Speisekarte als Urkunde. Der Stammgast eines Restaurants hatte den Scherz gemacht, eine der Speise­farten dadurch zu verbessern, daß er unauffällig die Preise herabsetzte. Ein Gast bestellte nach dieser revidierten Speise­karte ein Diner, das nach normalen Preisen 2,50 Mt., so aber nur 90 Pfg. kostete. Er weigerte sich denn auch ent­schieden, mehr als seine 90 Pfg. zu bezahlen. Der Kellner, der die Speisen am Büfett voll bezahlt hatte, verlangte vom Wirt 1,60 Mk. zurück, aber vergeblich, und auch der bald ermittelte Stammgast verweigerte jeglichen Ersatz. Der Kellner verklagte nun den Wirt auf die 1,60 Mk. und de­nunzierte den Uebeltäter wegen Urkundenfälschung.

§ Arzt und Zahnarzt. Das Dresdner Landgericht hat die Entscheidung getroffen, daß die Zahnheilkunde nur ein Teil der gesamten medizinischen Wissenschaft ist, und daher ein approbierter Arzt dieselbe Erfahrung und Ausbildung in der Zahnheilkunde haben müsse, wie der Zahnarzt. Ein seit längerer Zeit praktizierender Arzt nannte sich auf sei­nem Straßenschilde Spezialarzt für Zahn- und Mund­frankheiten". Das Schöffengericht verurteilte ihn zu 10 M. mit der Begründung, daß Breitbach wohl die Vollapprobation als Arzt, nicht aber als Zahnarzt besitze. Die Sache ging bis an das Oberlandesgericht, welches das Urteil aufhob und die Sache zur nochmaligen Verhandlung ans Land­gericht zurückverwies. Dieses sprach den Angeklagten frei.

Seefchlachten einft und jetzt.

Ein Pendant zur russischen Flottenkatastrophe. Die vernichtende Niederlage der Flotte Admiral Rosch­djestwenskis in der Straße von Korea hat mancherlei Er­innerungen an große Seegefechte in vergangenen Jahr­hunderten wachgerufen. Vielfach wurden die französische Niederlage zur See bei Trafalgar und die Zerstörung der spanischen Armada zum Vergleich herangezogen. Der Sieg des japanischen Admirals Togo kann sich allerdings getrost den Taten der Seehelden Nelson und Howard an die Seite stellen, übertrifft sie vielleicht noch. Aber nicht nur bei Tra­algar, bei den Orkney- Inseln, wo die stolze Armada Philipps II. ihr Ende fand, und in der Tsushimastraße blieb von einer ganzen mächtigen Flotte kaum ein Schiff übrig.

Die Geschichte erzählt von einer ähnlichen gewaltigen Kriegstat in den italienischen Gewässern. Diese Schlacht

wurde 1676 geschlagen und kostete dem größten Seehelden der damaligen Zeit, dem holländischen Admiral Runter, Flotte und Leben. Sieger in zwanzig Schlachten gegen die rereinigten Streitkräfte Frankreichs und Englands, war Ruyter ins Mittelmeer geschickt worden, um die Spanier, die sich damals im Kampje gegen Ludwig XIV. befanden, zu unterstützen. Die französischen Schiffe des Admirals Abraham Duquesne bombardierten die sizilischen Häfen. D umbesiegbare Ruyter suchte sofort den Feind auf und li sich überraschen, während er ruhig und mit demselben Ver trauen, das Roschdjestwenski bei der Einfahrt in die Korea. straße hatte, durch die Straße von Messina fuhr. Der hol ländische Admiral erlitt hier eine erste Niederlage, von welcher er sich jedoch bald erholte, so daß er sich mit der spanischen Flotte vereinigen konnte. Am 22. April erlitten die Verbündeten eine neue blutige Niederlage vor Catania: in dieser Schlacht, in der sich 40 französische und 50 spanisch helländische Schiffe gegenüberstanden, verlor der tapfere Ruyter das Leben. Der Tod des berühmten Admirals hatte die Verbündeten entmutigt, so daß sie, obwohl sie noch immer die größeren Streitkräfte besaßen, sich aus der Umflamme rung des siegreichen Feindes zu retten suchten. Duquesne ließ sie aber nicht los und zwang sie in der Nähe von Pa Termo noch einmal zur Schlacht. Dort vernichtete Duquesne an einem einzigen Tage, am 2. Juni, die beiden feindlichen Geschwader vollständig. Die sieben französischen Brander

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steckten 18 feindliche Schiffe in Brand und bohrten sie in aus der vorgefchid den Grund; mehrere andere Schiffe wurden von ihnen gefunden, die zur S unter das Feuer der Kanonen Duquesnes getrieben. Dies wurde. Dieser Holländer flüchteten sich in den Hafen von Palermo, wo sie der dort dieser sich sicher glaubten. Aber die französischen Brander drangen tagezeigt wurde, durd in den Hafen ein und zündeten die entflohenen Schiffe an; id gefundenen Metal

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es befanden sich darunter auch mehrere Transportschiffe, die mit Pulver und Munition beladen waren, und die furcht­baren Explosionen zerstörten nicht nur die letzten Reste der verbündeten Flotten, sondern auch die Hafenanlagen und

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mehrere Stadtteile. Von den beiden mächtigen Geschwa- her folgende Befa

dern, die 1: och wenige Wochen vorher von dem ruhmreichen Ruyter befehligt worden waren, blieb auch nicht die Spur übrig. 700 Kanonen und 5000 Mann fielen in die Hände der Franzosen, die selbst nur 2 Offiziere und 12 Mann ver­Toren hatten. Man muß sich darüber wundern, daß ein so gewaltiger Sieg, wie der bei Palermo, so rasch in Vergessen. heit geraten konnte; das ist aber jedenfalls darauf zurück­zuführen, daß er auf die Weltgeschichte keinen entscheiden­den Einfluß hatte.

Ludwig XIV. zeigte seinem siegreichen Admiral keine besondere Dankbarkeit, sondern begnügte sich mit einem wohlwollenden Empfang das war alles. Der Mikado wird die Dienste des um sein Vaterland so hochverdientez Togo sicher besser zu würdigen wissen.

Der Landwirt

gd Militärische Hilfe bet ven entcarbeiten. Die Land­wirte stellten bisher ihre Anträge um Abkommandierung von Mannschaften auf gutes Gelingen hin bei den Kom mandostellen. Vielfach geschah dies zu spät, daß die Gesuche nicht berücksichtigt werden fonnten. Jetzt erinnert die Mili tärbehörde durch Bekanntmachungen selbst daran, möglichst früh die Kommandierung von Mannschaften zu beantragen, da sonst infolge inzwischen festgesetter Dispositionen feine Mannschaftsgestellung erfolgen könne. Die Landwirte müssen sich verpflichten, den Leuten ein gutes Unterkom­men und gute und ausreichende Beköstigung zu gewähren, ihnen ferner eine der Arbeit entsprechende Entschädigung in Geld zu zahlen und ihnen Gelegenheit zum Besuche des Sonntagsgottesdienstes zu bieten. Die Truppenkomman dos find berechtigt, von der gewährten Entschädigung einen Teil zum besten der ärmeren Mannschaften einzuziehen.

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[ Die Juwelen der Gräfin Lonyay.] Die frühere Kronprinzessin Stephanie von Desterreich, jetzt Gräfin Loen für den D nyay, muß sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Sie hat einen Pariser Juwelier beauftragt, ihre schönsten- welen öffentlich zu versteigern. Der Juwelier hat einen Katalog fertiggestellt und soeben zur Versendung_gelangen lassen, nachdem er der Prinzessin Luise von Koburg das Verzeichnis unterbreitet hatte für den Fall, daß sie sich beim Verkauf der Kostbarkeiten vormerken lassen wollte. Es ha delt sich um 15 Prachtstücke im Gesamtwert von einer Mi lion. Außerdem will die Gräfin den Brautschleier, den ihr Brüsselere Damen verehrt und der auf 30 000 Fr. geschäst wird, versteigern lassen.

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[ Ein Anziehungspunkt für Gewitter.] Der Kaiser

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Gewittern ausgeübt. Die Anwohner des Kanals haben die Beobachtung gemacht, daß die aus der Gegend der Elb mündung heraufsteigenden Gewitterwolfen auf ihrem Zuge über das Land fast ausnahmslos der Richtung der neuer Wasserstraße folgen. Die Erscheinung zeigt sich auf der ganzen Strecke von der Brunsbütteler Mündung über Grü nental hinaus bis in die Eiderniederung. In einigen Ge genden Dithmarschens hat man seit Jahren fein Gewitter erlebt. Blitzschäden treffen gewöhnlich Häuser in der Näh des Kanals.

=[ Streit um ein ärztliches Honorar.] Durch ein fürs liches Honorar, das er von einem amerikanischen Milliar där erhielt, gelang es dem Pariser Chirurgen Doyen, eine internationale Berühmtheit zu erlangen. So wurde er von einer belgischen Familie zur Behandlung einer Nieren- En­zündung berufen. Er tam zweimal von Paris nach Be gien und führte eine kleine Operation aus. Trotzdem sta der Patient und die Familie sandte dem Arzte ein Honora oon 3000 Franks. Dr. Doyen stellte eine Forderung vo 30 000 Francs entgegen. Die belgische Familie bot darau 4000 Francs. Das Gericht in dem belgischen Orte Dinant wies den Pariser Arzt mit seinen Ansprüchen ab und er klärte die Summe von 4000 Francs für völlig ausreichend. Das Appellationsgericht in Lüttich, bei dem Doyen Beru jung einlegte, schloß sich dieser Tage dem Urteil an, und so hat der Pariser Arzt nun noch die Gerichtskosten der beiden Prozesse zu zahlen.

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[ Der Welt- Untergang.] In Amerika ist eine neue Sefte entstanden, die soeben mit einer Prophezeiung über den baldigen Untergang der Welt in die Oeffentlichkeit g

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