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ernsten Fragen behandeln, die sich während des letzten Krieges erhoben haben, und deren unverzügliche Lösung er­forderlich sei. Nach Beendigung der Konferenz wird dann Rußland sich vielleicht wieder so stark fühlen, einen neuen Krieg mit Japan oder gegen eine andere Macht zu be­ginnen.

Türkei.

** Die Verstärkung der ausländischen Besatzungen auf Streta ist beabsichtigt. Die russische Besatzung auf Kreta wird demnächst um 400 Mann verstärkt werden; auch die italienische Besatzung soll Verstärkung erhalten. Man be­absichtigt, durch weitere Besetzung von Häfen und Zoll­ämtern mit internationalen Truppen den Revolutionsherd im Westen zu zernieren. Die Insurgenten dagegen bereiten in Therisso neue Unterkünfte vor und sammeln Proviant für den Winter. Ihre finanziellen Bedürfnisse suchen die Insurgenten durch Ausgabe von Revolutionsbriefmarken zu decken. Auch wegen einer Anleihe von 100 000 Francs wird in Athen verhandelt.

Hof und Gesellschaft.

König Alfons von Spanien will sich, wie ver­sichert wird, nun wirklich bald verloben. Die Erkorene soll, wie es heißt, eine englische Prinzessin, höchstwahrscheinlich eine Battenberg, sein.

** Der russische Minister Witte ist von Rominten wieder abgereist. Der Kaiser gab ihm mit dem Grafen Eulenburg im Automobil das Geleite zum Bahnhof. In Wirballen traf Witte mit seiner Gemahlin zusammen, um mit ihr die Reise nach Petersburg fortzusetzen. Der Kaiser Fehrte mit dem Grafen Eulenburg im Automobil nach Jagd­Schloß Rominten zurück.

Soziales soeben:

sich stachen, zu Tode getroffen. In Ludwigshafen fam es zwischen einem Tagelöhner und seiner Frau zu Tätlich­feiten. Die Frau flüchtete auf die Straße und wurde dort von dem sie verfolgenden Manne mit einem Beile erschlagen. Dann brachte der Wüterich auch seinem vierjährigen Töch­terchen schwere Verlegungen bei.

Durch Sand verschüttet. Im Dorfe Lauenbach in Baden wurden fünf Kinder, die auf einem Sandhausen spielten, durch abrutschende Massen verschüttet. Zwei konnten nur als Leichen ausgegraben werden.

Kabel im Bodensee. Auf dem Dampfboot ,, König" wurde die Legung des von Württemberg, Bayern und der Schweiz geplanten Telegraphenkabels durch den Bodensee von Friedrichshafen nach Romanshorn begonnen. Nachdem etwa 500 Meter gelegt waren, sprang das Kabel infolge zu rascher Windungen aus der Rolle und erlitt eine Knickung, durch die die Stromleitung unterbrochen wurde.

Die drohende Aussperrung in den Berliner Elektri tätswerken. Da die Arbeiterversammlungen ein Eingehen auf das von den Werken gestellte Ultimatum abgelehnt haben, bleibt die Stilllegung zweier großer Werke bestehen. Die Verwaltungen der bei dem Streit beteiligten Firmen, Allg. Elektrizitäts- Gesellschaft, Siemens u. Halske und Siemens- Schuckert, haben angeordnet, daß sämtliche Fa­briken der Firmen in Berlin und den Vororten mit Aus­nahme der Glühlampenfabrik am Sonnabend mittag ge­schlossen werden, wenn bis dahin keine anderweitigen Ab­machungen mit den Arbeitern zustande gekommen sind. Da­durch würden 33 000 Arbeiter ausgesperrt. Aus London meldeten die Arbeiter der Filiale der Siemens u. Halske= Werke, daß sie die Arbeit ebenfalls niederlegen würden, falls die Aussperrung Tatsache würde. Die Werke haben erklärt, bis Sonnabend noch zu Verhandlungen bereit zu sein. Die Forderungen der Arbeiter, die den Anlaß zu der Differenz gaben, waren folgende: Die Schraubendreher auf dem Werner- Werk verlangten für einige Affordpositionen eine Erhöhung um 15 Proz., weiter stellten sie die Forderung, daß bei allen Differenzen mit den Meistern über Akkord­preise eine Kommission der Schraubendreher mit entscheiden soll. Diese lettere Bedingung war von der Werkleitung ganz abgelehnt worden, während sie eine Erhöhung der Akford­Löhne um 5 Proz. bewilligte. Bei der Allgemeinen Glef­trizitätsgesellschaft verlangten die Lagerarbeiter im Kabel­werk Oberschöneweide einen Anfangsstundenlohn von 33 Pfennig, der in allmählicher Steigerung nach zwei Jahren den Satz von 50 Pfennig erreichen sollte. Der bisher gezahlte Stundenlohn betrug 30 Pfennig. Nach zehn Jahren betrug er 50 Pfennig pro Stunde. Die Direk­tion machte geringere Zugeständnisse, die die Arbeiter für ungenügend hielten, weswegen sie die Arbeit niederlegten.

Der Landwirt.

Brieftauben- Wettflug. In Stuttgart wurden anläßlich des dort gefeierten Volksfestes 7000 Militär- Brieftauben aus allen Teilen des Reiches zu einem Wettfluge aufgelassen. Die erste Abteilung hat die Bestimmung, eine Huldigungs­depesche an den Kaiser nach Berlin zu überbringen; ein zweiter Flug war mit Depeschen an den Prinz- Regenten von Bayern, ein dritter mit solchen an den Großherzog von Baden versehen.

Von Zigeunern erschossen. Bei Lichtenau wurde ein Gendarm von einer Zigeunerbande angegriffen. Die Zi geuner schossen mit Revolvern, und der Beamte wurde sc schwer verletzt, daß er seinen Wunden erlag. Die Bande entfam.

Wasser als Triebkraft für Eisenbahnen. In der Schwei beabsichtigt die Bundesregierung, eine umfassende Verwen dung von Wasserkräften für den Betrieb elektrischer Eisen bahnen in die Wege zu leiten. In verschiedenen Gegender des Landes sollen Konzessionen für zirka 100 000 Pferde fräfte erworben und den Bundesbahnen reserviert werden Ein eidgenössisches Gesetz befindet sich in Vorbereitung, da die ganze Frage einheitlich regeln und auch ein Verbot de Ausfuhr von Wasserkräften enthalten soll.

am Die Rentabilität der Geflügelhaltung. Ein Genosse der Eierverkaufsgenossenschaft in Wiefelstede( Oldenburg) teilt folgende Aufstellung über Einnahmen und Ausgaben für seinen Geflügelbestand mit: Am 1. Januar 1904- den 230 weiße Italiener und am 31. Dezember 1904 250 gehalten. Die Einnahmen setten sich folgendermaßen zu­sammen: Von der Genossenschaft für Eier 1684,83, im Haushalt verbrauchte Eier 106,00 Mart, für Zucht- und Schlachtgeflügel 174,60, für Bruteier 36, im Haushalt ver­brauchtes Geflügel 20,00 und Mehrwert des Hühner­bestandes am Jahresende 40 mt. Die Einnahmen betragen also insgesamt 2061,43 mk., das sind pro Henne 8,24 Mr. Die Ausgaben setzen sich dem Geldwerte nach zusammen: Gerste und Gerstenmehl 396,92, Mais und Maismehl 370,15, Weizen 87,5, Weizenkleie 51,55, Hafer 17,50, Fisch­mehl 134,75, Muscheln 7,50, Granat 6,00, Hafergrüße 18,70, Buchweizengrüße 6,00, Reis 8,76, Grünfutter und Kartoffeln 96,70, zusammen für Futtermittel also 1202,28 Mt. Dazu kommt noch Abschreibung und Verzinsung für das Hühnerhaus mit 65,00 und Verschiedenes mit 44,28 Mt., so daß die Ausgaben 1311,65 Mf. betragen. Der Nettoüberschuß beträgt demnach 749,87 mf. oder für jede Henne 3,26 Mt. Rechnet man die Henne mit 2,00 mt., so find 230 Stück 460 mt. wert und haben im Jahre 749,87 Mt. gebracht, also 63 Proz. mehr, als ihr Wert beträgt

Nab und fern.

Eisenbahn- Unfälle. In der Nähe von Cambridge stief der von Ely kommende Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Zahlreiche Passagiere wurden verletzt. Unte den Trümmern des verunglückten Zuges liegen eine Anzah Tote. Durch den Zusammenstoß einer Lokomotive mi einem beladenen Zuge der Kleinbahn der Adolfshütte" be Crosta in Schlesien wurde ein Bremser getötet und der Lo komotivführer schwer verletzt.

General Booth Ehrenbürger von London. Dem greiser Leiter und Begründer der Heilsarmee, General Booth, is durch einstimmigen Beschluß der City- Corporation das Lon doner Ehrenbürgerrecht verliehen worden. In dem Kasten der die Urkunde enthielt, waren 100 Guincen( 2100 Mark für die Heilsarmee enthalten.

Der Turbinendampfer. Die Probefahrt des ersten deutschen Turbinendampfers Kaiser" ist sehr erfolgreich verlaufen. Das Fahrzeug läuft völlig ohne das leidige Vibrieren. Bei einer Geschwindigkeit von über zwanzig See­meilen in der Stunde merkte man nicht die geringste Er­schütterung, wie sie bei Schiffen mit Kolbenmaschinen unab­wendbar erscheint.

Durch Kohlengas erstickt. Auf dem Rittergute Gadegast in Sachsen kamen zwei polnische Arbeiterinnen durch Er­sticken ums Leben. Sie hatten nasse Kleider zum Trocknen an den Ofen gehängt und die Klappe offen gelassen.

2800 Ballen Baumwolle verbrannt. In Liverpool ent stand in einem Warenspeicher der Firma Midwood Feuer Der Brand griff reißend um sich und fand in der auf gestapelten Baumwolle, von der 2800 Ballen in den Speicher lagerten, reichliche Nahrung. Das Gebäude wurd bollständig zerstört. Der Schaden beläuft sich auf zwei Mil lionen Mark.

Tod durch seelische Erschütterung. Auf dem Bahnhofe zu Glogau war ein Rangierer bei seinem Berufe verunglückt. Als man dem hochbetagten Vater den Tod des Sohnes mel­dete, wurde er durch dia Trauerkunde so erschüttert, daß er verstarb.

Blutige Taten. In Fulda gerieten eine Anzahl Erd arbeiter in Streit. Zwei Leute wurden von bayerischen Kameraden, die im Handgemenge wütend mit Messern um

Schiffs- Zusammenstoß. Der englische Dampfer Luct Richmond" stieß bei der Goodwin- Sandbank mit dem Dampfer Chemnitz" des Norddeutschen Lloyd zusammen Der englische Dampfer wurde schwer havariert, die Chem nig" erlitt nur leichte Beschädigungen und konnte die Fahri fortsetzen.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ lebertretung des Ausweisungsbefehls. Der holländische Sozialdemokrat Domela Nieuwenhuis, der aus Deutschland ausgewiesen war, wurde bei seinem Eintreffen in Köln am 11, September verhaftet und jetzt vom Schöffengericht wegen Uebertretung des Ausweisungsbefehles zu fünf Tagen Haft berurteilt, die als durch die Untersuchungshaft verbüßt be. trachtet wurden. Nieuwenhuis, der angab, er habe ge­glaubt, wieder berechtigt zu sein, nach Deutschland zu kom men, nachdem er wiederholt unbehelligt zurückgekehrt sei, wurde sofort freigelassen.

Erdbeben in Skandinavien. In Lundby auf der Insel Hisinge wurde ein starkes Erdbeben verspürt. Um mittaç bernahm man ein unterirdisches Getöse, gleichzeitig beganner die Häuser so stark zu zittern, daß die Wände und Mauerr Risse erhielten. Die Erderschütterung dauerte etwa ein Minute. An mehreren Stellen entstanden tiefe Risse, die bielfach einen Fuß breit waren. In dem östlichen Teile der Insel ist der Erdboden bedeutend eingesunken. Neun Häu ser wurden durch das Erdbeben beschädigt.

§ Ein neuer Pückler- Prozeß. Bei der Straffammer zu Görliz ist Strafantrag gestellt worden gegen die Görlitzer Volkszeitung" wegen Beleidigung des Landgerichts Glogau, begangen durch den Abdruck eines, einem süddeutschen Blatte entnommenen Artikels: Schlesische Justiz", der die Stel­lungnahme des Glogauer Gerichts in einem der Pückler­Prozesse kritisiert.

Rätselhafter Tod. In Ungarn, im Komitat Szatmar, wurden die Leichen dreier junger Mädchen aus dem Sza mos- Flusse gezogen. Wie die Untersuchung ergab, sind die Mädchen erwürgt und dann in den Fluß geworfen. Die Mutter ist mit ihrem drei Jahre alten Söhnchen verschwun den. Es finden Nachforschungen statt, ob die Frau ihre Töchter umgebracht hat und dann entflohen, oder ob sie selber ums Leben gebracht ist. Indessen gilt es als wahr. scheinlich, daß die ganze Familie ermordet ist.

§ Verurteilter Falschmünzer. Das Schwurgericht zu Ratibor verurteilte den Zigarrenmacher Pachorzyka wegen Falschmünzerei zu vier Jahren Zuchthaus. Er hatte falsche Zweimark- Stücke angefertigt und in den Verkehr gebracht. § Die Angst vor der Operation. Ein Torpedoheizer, der im Schiffslazarett des Panzerkreuzers Prinz Adalbert" einer Operation untertoorfen werden sollte, griff aus Angst den behandelnden Oberstabsarzt Siebert tätlich an. Er wurde vom Kriegsgericht zu drei Jahren Gefängnis ver­urteilt.

Sturmkatastrophe auf den Philippinen. Ein Taifun hat die Stadt Manila heimgesucht. Die Eingeborenen. Viertel sind zerstört. 8000 Menschen sind obdachlos. Fünf Eingeborene wurden getötet und zweihundert verwundet.

Explodierte Fenerwerk- Fabrik. In Greenpoint bei Newyork flog eine Fabrik von Feuerwerks- Körpern in die Luft. Viele Personen kamen durch die Explosion ums Leben. Ein Leichnam wurde 200 Fuß fortaeschleudert.

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Siegfrieds Orden. Ein Münchener Gelehrter crze seinem Söhnchen aus dem Nibelungen- Liede, wie der c hörnte Siegfried als Kampfgenosse des Königs Ginther die Könige der Sachsen und Dänen besiegte und wie ihn Gunther deshalb so gern gehabt habe. Da unterbrach der Knabe den Vater mit der Frage: Gelt, Papi, dafür hat der Siegfried doch einen Orden bekommen?"

Chored. R., wet der Frau des in Berlin auf seinem Kahn im Urbauhasen verstorbenen Schiffers Leh­mann sind Cholerabazillen festgestellt worden. Die Frau ist ein sogenannter Bazillenträger, fühlt sich aber sonst völlig wohl. Infolge dieser Entdeckung ist eine weitere Isolierung der Frau und der übrigen Familienmitglieder angeordnet. In Breslau sind die beiden cholerafranken Schifferfinder als genesen aus dem Krankenhause entlassen worden. Ein neuer Fall ist dort nicht vorgekommen.

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Bräute hundertweise. Auf dem Markte eines schwäl i- schen Landstädtchens stand fürzlich über den Umsatz auf dem Krautmarkte wie folgt zu lesen: Brautmarkt auf dem Charlottenplay; Zufuhr 1500 Stück, Preis 18 bis 23 Mt. für 100 Stück."- Was der arge Druckfehler- Teufel auch alles anrichtet!

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= Ein Erbrazug für einen Grenadier. Ein holländischer Grenadier, der im Haag in Garnison liegt, hatte durch Verspätung den Anschluß an den letzten Zug nach Rotter dam versäumt. Da er nachts in der Kaserne eintreffen mußte und den fälligen Zug ohne jedes Verschulden seiner. seits nicht erreicht hatte, ließ die Eisenbahndirefion ihn mit telst Extrazuges in seine Garnison befördern. Dieser Zug bestand aus der Lokomotive und einem Personenwagen, dessen einziger Reisender der Grenadier war.

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Vogelschutz in Japan. Die japanische Regierung will die Ausfuhr von Vogelbälgen verbieten. Durch das massen­hafte Morden nüglicher Vögel ist eine solche Menge schäd­licher Insekten in Japan aufgekommen, daß der Ackerbau darunter zu leiden beginnt. Die Reisfelder wimmeln von Ungeziefer. Man hofft, daß die Vögel, wenn man sie, in Ruhe läßt, sich wieder besser vermehren und die Feinde der Landwirtschaft vertilgen werden. Der Ertrag, den die Vogelbälge bringen, fällt nicht ins Gewicht gegen Den Schaden, den die Landwirtschaft erleidet, und die Japaner sind der Meinung, daß die putsüchtigen Amerikanerinnen, die sich die Vogelleichen auf den Kopf setzen die Bälge wandern zumeist nach Amerika die Vögel dazu aus ihrem eigenen Lande beziehen könnten.

Fener im Kabelwerk an der Oberspree. In dem der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft gehörenden Kabelwerk an der Oberspree vor Berlin, wo die Arbeiter zurzeit aus­gesperrt sind, brach ein gewaltiger Brand aus, der die großen Vorräte von Jute, Wolle und Seide, die im obersten Stockwerk des Lagerhauses sich befinden, vollständig vernich­tete. Der Schaden wird auf 200 000 Mark geschätzt, wozu noch der Gebäudeschaden im Betrage von 50 000 Mart kommt. Den Feuerwehren aus der ganzen Nachbarschaft gelang es erst unter großen Anstrengungen, den Brand zu löschen. Es wird angenommen, daß er durch Selbstentzün dung eingepreßter Wolleballen entstanden ist.

Freiwilliger Hungertod. In Berlin versuchte sich eine junge Frau dadurch zu töten, daß sie sich fast eine Woche in ein leeres Zimmer einschloß und keinerlei Nahrung zu sich nahm. Der Grund waren fortgesetzte Mißhandlungen durch ihren Mann. Die Unglückliche wurde zufällig auf­gefunden und liegt schwer erkrankt darnieder.

Von der Cholera. Aus dem infizierten Gebiet werden vereinzelte Fälle gemeldet, darunter die Erkrankung eines obdachlosen Landstreichers im Kreise Stuhm, der in die Cholera- Baracke in Pisfel cingeliefert wurde. Im Kreise Züllichan- Schwiebus ist kein Fall vorgekommen, nachdem die Untersuchung eines unter verdächtigen Momenten plötzlich verstorbenen Knaben ergeben hat, daß es sich nicht um Cholera handelt.

Der Schaffuer als Retter. Als der holländische D- Bug durch die Station Remagen fuhr, sprang ein zehnjähriges Mädchen auf das Geleise, und seine ältere Schwester sprang ihr nach. Ein Schaffner ergriff die Kinder, drückte sie an das Gitter und rettete sie mit höchster Lebensgefahr.

Wehrkraft durch Erziehung.

Von Direktor Herrich Leipzig.

In folgendem bringen wir den Vortrag des Direktors Herrich- Leipzig zum Abdruck, der am Johannts tag dieses Jahres auf der Jahresversammlung des sächsischen Landesverbandes der Gesellschaft für Ver breitung von Volksbildung in Mylau in Sachsen ge halten wurde.

Als vor wenigen Wochen das gesamte deutsche Volk in würdiger Weise der ernsten Stunde gedachte, zu der vor 100 Jahren ihm das genommen wurde, was an Friedrich Schiller sterblich war, mahnten alle ein­fichtsvollen Redner, feinen leeren, unfruchtbaren Toten fultus zu treiben, sondern ständig dessen eingedenk zu bleiben und festzuhalten, was der große Dichter an un­sterblichen geistigen Werten geschaffen und uns zum unbergänglichen Erbe überwiesen hat.

Es ist richtig, wenn der Gedenktag nicht bergebens gefeiert sein soll, müssen die hehren Impulse, die uns

An uns ist und auf den geschenkt hat, als ein blaffe fawebte. In Geschlechte, das wenn wir uns Sinn der Väter mit der wad

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und Volksbildner. In seinen Schöpfungen zeigte er sich Gemeinnützige halb soll gerade er, der der großen Zeit, der Aera erichts durch den Kaiser Wilhelms I. und Bismards mit am erfolgreichsten Darmstadt, hielt

borgearbeitet hat, heute am Johannistage, dem Tage

der altgermanischen Sonnenwendfeier, zum Rufer in

gebenden Vortrag

Der Baugenoffenfa

einer Bewegung werden, die seit langem die Gemüter urde auf Anregu ernster, weitblickender Männer beschäftigt und ihren be- utarbeitung eines redten Ausdruck in einem Werke findet, das fürzlich in Menoffenschaften ein

zweiter Auflage bet Teubner in Leipzig erschienen und

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