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** Der Großherzog empfing gestern u. a. Profeffer König von der Landes- Universität Gießen. *** Prediger- Konferenz. Die Geistlichen der Provinz Oberhessen treten am 2. August im„ Neuen Saalbau" zu Gießen zu einer Konferenz zusammen.
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RB. Am 15. Auguft wird in Frankenstein( Schles.) eine von der Reichsbankstelle in Schweidnitz abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
RM. Der Raubmörder Hudde wird ständig von zwei Hülfsgefangenwärtern Tag und Nacht überwacht. Hudde
foll wiederholt Selbstmordgebanken geäußert haben. Er ist
in der Mitte seiner Zelle angefettet und beschäftigt sich viel mit Lesen. RM. Zum Fall Chelins fönnen wir, so schreibt die R. M. Rorr.", aus zuverlässiger Quelle mitteilen, daß die Boruntersuchung noch nicht abgeschlossen ist und daß Chelius sich im Untersuchungsgefängnis mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Bezeichnend ist, daß bisher ein Gesuch um Freilaffung eventuell gegen Raution nicht eingereicht worden ist.
Die Aufnahme von Chelius in die Frrenklinik zu Gießen oder das Landeshospital Hofheim zur Beobachtung seines Geistes zustandes dürfte in Kürze erfolgen. Zunächst sollen aber die Darmstädter Aerzte durch ihre Beobachtungen die nötigen Grundlagen lazu liefern.
*** Die Brunnen- Anlagen in Queckborn schreiten
rüftig vorwärts. Sobald die Arbeiten an den Quellen abgeschlossen sind, sollen ringsum hübsche Anlagen geschaffen werden. Auch ein Forellenteich ist vorgesehen.
*** Auf dem Schiffenberg werden gegenwärtig bau. liche Veränderungen vorgenommen; so ist u. a. auch die Schaffung von Wohnräumen geplant.
** Die Festordnung zu der am Samstag Abend auf der Hardt vor sich gehenten Grundsteinlegung der Bismarcksäule lautet: 1. Kaisermarsch von Wagner, 2. Festrede, gehalten von Prof. Dr. Haller, 3. Rede des Vertreters der Studentenschaft, 4. Hammerschläge, 5. Alt. hessischer Präsentiermarsch vom Landgrafen Ludwig IX. 3ur Feier der Grundsteinlegung wird bei Eintritt der Dunkelheit der Gleiberg bengalisch beleuchtet.
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* Der Streit der Feuerwehr. In Groß- Auheim bei Hanau brannte es jüngst im Gasthaus zum Goldenen Stern". Der Bürgermeister, der sich für gewöhnlich, so erzählt wenigstens die„ Han. 8tg.", nicht viel aus der Freiw. Feuerwehr macht, zeigte sich bei diesem Brande als geschulter Feuerwehrmann und wollte die Anordnungen des erfahrenen Hauptmanns verschiedentlich korrigieren, was sich dieser verbat. Die Antwort hierauf war nicht sehr freundschaftlich; u. a. wurde der im Dienst stehende Hauptmann mit Namen aus dem zoologischen Gebiet belegt. Die Solidarität der Mitglieder der Feuerwehr führte nun zu einer Versammlung im Gasthaus zum„ Deutschen Haus", in der der beleidigte Feuerwehradjutant sein Amt niederlegte. Eine einstimmig zur Annahme gelangte Resolution hatte ungefähr folgenden Wortlaut:„ Das gesamte Korps der Freiwilligen Feuerwehr sieht sich in Anbetracht der Beleidigung eines ihrer leitenden Führer beim letzten Brande von Seiten einer maßgebenden Bersönlichkeit in hiesiger Gemeindeverwaltung in ihrer Feuerwehrehre schwer getränkt. Wenn binnen acht Tagen dem Korps teine genügende Genugtuung zugegangen ist, wird dasselbe seine Funktionen als Feuerwehr nieberlegen. Ferner bittet dasselbe, bei etwa ausbrechenden Bänden für die Absperrung des Grandplages Sorge zu tragen.
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* Eine Nachricht für deutsche(?) Liebhaber des„ unentbehrlichen" Tschechenbiers bringt die Aug. Brauerund Hepfen- 8tg." Danach hat das Bürgerliche Brauhaus in Bilsen( Pilsener Urquel) seine Beitragsleistung zum tschechischen Schulverein in diesem Jahre von 4 auf 8 Heller bom Hektoliter erhöht, wodurch diesem Verein, dem es in erster Linie um Unterdrückung des Deutschtums in Desterreich zu tun ist, jährlich mindestens 50 000 kronen zugeführt werden. Vielleicht wirkt diese in ihrer Einfachheit so ungemein beredte Nachricht des Fachblattes doch etwas auf das alkoholisierte Gewissen jener Feinschmecker", denen die Erzeugnisse der deutschen Pilsenerbrauerei für die angeblichen Feinheiten" des Pilsener Ur- Vertschechungswassers noch immer feinen Ecsatz bieten.
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*** Ausverkaufswesen. Von halbamtlicher Seite wird mitgeteilt, daß die Bundesregierungen ersucht worden find, ihre Erfahrungen über die seitherige Wirksamkeit des Gefeßes über unlautern Wettbewerb dem Staatssekretär des Innern mitzuteilen und sich auch über das Bedürfnis nach weiteren gefeßlichen Maßregeln gegen Mißstände im Ausverkaufswesen zu äußern.
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* Weglar, 26. Juli. Neberschrittenes Züchtigungsrecht. Die Straffammer verhandelte u. a. gegen den Lehrer Karl Friedrich E. von Roth, der angeklagt ist, das Büchtigungsrecht überschritten zu haben. E. hat, so schreibt Wehl. Anz.", mehrere Schulkinder dermaßen gezüchtigt, daß ärztliche Hülfe in Anspruch genommen werden mußte. Das Gericht ist der Meinung, daß der Angeklagte sich nur eine Fahrlässigkeit zu Schulden habe kommen lassen und wird daher eine Geldstrafe von 20 Mt. für angemessen erachtet.
* Weglar, 26. Juli. Der heutige Vichmarkt war mit 220 Stück Rindvieh und 570 Stück Schweine befahren. ?? Windecken, 26. Juli. Am 5., 6. und 7. August feiert bier der Niddertal- Sängerbund, Vorsitzender Graf Oriola- Büdesheim, sein 25. Stiftungsfest. Etwa 35 Bereine haben ihr Erscheinen zugesagt.
?? Rülfenrod, 26. Jui. Sontag wurde hier der fogenannte Kirscheutanz getanzt, der durch die ungarischen Arbeiter in ihrer Nationaltracht noch ein besonders buntes Bepräge erhielt.
I Groß- Felda. Unser Pfarrer, welcher erst ein Jahr in unserer Gemeinde gewaltet und trotzdem bei jedermann die größte Hochachtung sich erworben hat, hält fommenden Sonntag vor seinem Weggange nach Vilbel seine Abschieds:
predigt. Es werden darum wohl alle Gemeindemitglieder es sich nicht entgehen lassen, ihm nochmals zuzuhören und ihm dadurch den Dank für sein freundliches Auftreten zum Ausdruck zu bringen. Friedberg, 26. Juli. Zur Errichtung eines Volksbades ist hier in den letzten Tagen Terrain ange fauft worden.
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§ Weisenau, 26. Juli. Verbotene Stadt. Während der ganzen Dauer des am Samstag, Sonntag und Montag hter abgehaltenen zehnten Stiftungsfestes des sozial. demokratischen Gesangvereins ängerlust war sämtlichen Militärpersonen der Besuch des Ortes untersagt.
* Mainz, 26. Juli. Einen schönen militärischen Ausflug nach dem Niederwald machte dieser Tage das 1. Bataillon des Infanterie- Leibregiments Nr. 117 unter Führung des Bataillonsfommandeurs und der Bataillons: offiziere. In der Sonntagsbekleidung und mit wohlgefülltem Brodbeutel rückte das Bataillon mit Musikbegleitung Dampfer„ Undine" einzuschiffen. Begünstigt vom schönsten an die Landestelle am Feldbergplatz, um sich auf dem Wetter und mit fröhlichem Gesang ging die Fahrt bis nach Aßmannshausen. Im Jagdschloß wurde dann Raft gemacht. Die Musik konzertierte, die Kompagnien sangen im Männerchor einige Lieder zur Freude der zahlreichen Touristen im Jagdschloß. Um 7 Uhr fuhr der Dampfer von Rüdesheim ab und nach 21/2 Stunden genußreicher Fahrt legte er wieder am Feldbergplaz an, wo das Bataillon in einem strammen Vorbeimarsch seinem Kommandeur den Dank bezeugte und gleichzeitig zeigte, daß es sich in tadelloser Verfassung befand.
Literarisches.
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statistischen Materials verfolgen, so muß man, um offensichtlich zutage tretende wirtschaftliche und industrielle Fortschritte oder Rückgänge feststellen und daraus auf die Entwidelung schließen zu fönnen, größere Beiträume miteinander in Vergleich bringen, da die Schwankungen von Jahr zu Jahr unter Umständen zu Täuschungen Beranlassung geben fönnen. Vergleicht man unter diesem Gesichtspunkte diejenigen drei Industriezweige des Aufsichtsbezirkes, denen vorzugsweise Großbetriebe angehören, so zeigt sich, wenn man einen Zeitraum von 3 Jahren ins Auge faßt, daß die Bigarrenindustrie seit 1901 hinsichtlich der Arbeiterzahl auf der gleichen Höhe geblieben ist, die Textilindustrie einen Rückgang, die Industrie der Metallverarbeitung einschließlich der mit derselben Hand in Hand gehenden Induſtrie ber Maschinen, Instrumente und Apparate, dagegen einen wesentlichen Aufschwung zu verzeichnen hat, einen Aufschwung, an dem fast alle Fabriken der genannten beiden Induſtriegruppen und eine Reihe von Werkstätten mit Motorbetrieb, vorzugeweise aber das Eisenwert Lollar in Lollar, in hervorragendem Maße beteiligt find. Während im Jahre 1901 auf leggenanntem Werfe insgesamt etwa 500 Arbeiter beschäftigt waren, ist die Gesamtzahl nunmehr nahezu auf 1000 Arbeiter gestiegen.( Jetzt hat das Wert bereits über 1000 Arbeiter. D. R.)
Die Verteilung der Arbeiterschaft des Aufsichtsbezirks auf Groß- und Kleinbetrieb ist in der nachfolgenden Zusammenstellung gegeben.
Es waren beschäftigt am 1. Oftober 1904:
In Betrieben mit
Anzahl der Betriebe
Das sind Prozent aller
Anzahl der
Anlagen Arbeiter
Das find Prozent aller Arbeiter
890 65,5 2441
17,5
6 big 10 11 bg 20
"
218 16,0
1753
12,6
122
11
9,0
1823 13,0
81
6,0
"
2551 18,3
29
2,2 1981
14,2
18
1,3 3415 24,2
Zusammen 1358
21 bis 50 51 bis 100 mehr als 100" Arbeitern
Das Bürgerliche Gesetzbuch und die Rechtsprechung des Reichsgerichts. Es ist bekannt, daß der das geltende Recht geradezu ergänzenden Rechtsprechung 1 bis 5 Arbeitern des Reichsgerichts eine hohe Bedeutung auf dem Gebiete des bürgerlichen Rechts zukommt. Umsomehr wurde es bisher vermißt, daß die vom Reichsgericht ausgesprochenen Rechtssäße nicht in handlicher Form mit dem Gefeßestert vereinigt, bezw. an ihn unmittelbar angeschlossen, zugängig waren. Diesem Uebelstande wird nunmehr durch die Herausgabe eines Werkes abgeholfen, das unter dem Titel: Das Bürgerliche Gesetzbuch nebst Einf. Gesetz mit den Rechtssäßen des Reichsgerichts aus den amtlichen Entscheidungen in 8 bil und Strafsachen in Kommentarform" von dem Landgerichtsrat und Hülfsrichter beim Oberlandesgericht Oldenburg D. Riesebieter im Verlage von Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr. herausgegeben ist.( Preis gebunden 7 Mt.) Dadurch ist ein für Proris und Studium gleich willkommenes Hülfsmittel geschaffen. Des weiteren ist unter dem Titel: Die Rechtsprechung des Reichsgerichts zum Bürgerlichen Gesetzbuch und Einführungsgesek, nach den amtlich.n Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivil- und Strafsachen. Rommentarweise zusammengestellt von D. Riesebieter, Landgerichtsrat, Hülfsrichter beim Oberlandesgericht Oldenburg" im gleichen Verlage ein zweites Wert erschienen, das sich von dem ersten dadurch unterscheidet, daß es die Rechtsprechung des Reichsgerichts zwar genau in derselben ausführlichen Weise, aber ohne den Gesezestert bringt; an Stelle des letzteren sind Inhaltsüberschriften gesetzt, die Entscheidungen reihen sich an dem Gesetzestert entnommene Stichworte an. Diese Ausgabe bildet für den Gebrauch das B. G.-B., seiner Kommentare und systematischen Bearbeitungen ein handliches, in der Tasche tragbares Hilfsmittel und Nachschlagebuch.( Preis gebunden 360 Mt.)
Arbeiterstatistik aus Oberhehessen. Darüber schreibt die Großh. Gewerbeinspektion Gießen als aussichtsführende Behörde Folgendes:
Im Aufsichtsbezirk Gießen waren am 1. Oftober 1904 insgesamt 1358 revisionspflichtige Anlagen mit 13964 Arbeitern Davon sind, soweit eine strenge Scheidung vorhanden. zwischen Fabrik- und Handwerksbetrieb möglich ist, anzusehen:
100,0 13964 100,0
Gegenüber dem Vorjahre sind insbesondere in der Arbeiterstatistik die nachfolgenden Erscheinungen bemerkenswert. Die Industrie der Steine und Erden hat durch Eingang von 16 Anlagen eine größere Abnahme von Arbeitern gegen das Vorjahr zu verzeichnen. Eine Reihe von Steinbrüchen, nämlich solche, in denen nur nach vorliegendem Bedarf gebrochen wird, haben im Betriebsjahre stillgelegen. Eine Zementfabrit mit durchschnittlich 100 Arbeitern hat infolge Abkommens mit ihrer Konkurrenz den Betrieb auf 10 Jahre eingestellt. Eine mechanische Buntweberei mit etwa 30 Arbeitern hat wegen ungünstiger Fabrikationsergebnisse den Fabritbetrieb aufgegeben. 2 andere Fabriken der gleichen Branche haben am Schlusse des Vorjahres direkte elektrische Antriebe für ihre Webstühle angeschafft und dadurch erreicht, daß nunmehr von einem Weber 2 Stühle zu gleicher Zeit bedient werden können. Hierdurch aber sind je etwa 20 Weber überflüssig und entweder entlassen oder beim freiwilligen Austritt nicht ersetzt worden. Dagegen ist eine neue Weberei mit etwa 20 Arbeitern in Betrieb gekommen und andere Fabriken der Textilindustrie haben vermehrte Arbeitereinstellung gehabt, sodaß der Industriezweig immer noch ein Mehr von 23 Arbeitern aufweist. Die Zigarrenfabriken weisen gegen 1903 cine Abnahme von 59 Arbeitern auf.
Aus faßt allen Industriezweigen sind im Berichtsjahre Klagen über Mangel an Arbeitskräften und namentlich aber über solchen an gelernten und geschulten Leuten gefommen. In einem Kreise, in dem die Industrie nur sehr wenig vertreten ist, erklärte ein Unternehmer der Textilbranche, daß er schon längt eine Neuanlage gebaut und Betriebsvergrößerung vorgenommen hätte, wenn hierfür die nötigen 617 als Fabriken und diesen gleichgeftelte Anlagen mit Arbeitskräfte zu haben wären. Die Bevölkerung der dortigen 11 438 Arbeitern; 345 als Werkstätten mit Motorbetrieb Gegend findet ihren ausfömmlichen Unterhalt in der Hauptmit 1073 Arbeitern; 105 als Werkstätten der Kleider- und sache in der Landwirtschaft und ist deshalb begreiflicherWäschekonfektion mit 353 Arbeitern; 291 als handwerksweise an das gebundene Leben der Industrie und der Fabrik mäßig betriebene Anlagen, für die gemäß§ 120e G. D. nur sehr schwer zu gewöhnen.. vom Bundesrat besondere Vorschriften erlassen sind, mit 1100 Arbeitern.
Diese 1358 Anlagen mit 13 964 Arbeitern verteilen sich in nachfolgender Weise auf die 6 Kretse der Provinz:
Kreis
Gießen Alsfeld Büdingen Lauterbach Friedberg
•
Schotten.
Arbeiterinnen
Ar= Anzahl Männliche beiter der Arbeiter ins gewerb= gesamt iu- über 16 bis juam 1. lichen wachgend- 21 21 gend: Oktob. Anlagen sene liche Jahre Jahre liche 1904
er=
496 4596 352 1220 724 307 7198 137 912 86 45 31 7 1081 138 1194 85 36 10 1356 31 385 2066 166 154 220 161 2767 109 761 90 68 19 18 956 93 483 45 48 17 12 605
Provinz 1358 Oberhessen
10012 824 1571 1042 515 13964
Rechnet man die Zahl der letzteren und der in denselben beschäftigten Arbeiterinnen zum Vergleiche mit dem Vorjahre von den entsprechenden Gesamtzahlen ab, so weist die Zihl der Arbeiter eine Zunahme von 159, die Zahl der Betriebe eine solche von 62 gegen das Jahr 1903 auf. Diese Zunahme um etwa 5 Prozent der Betriebe und 1 Prozent der Arbeiter erscheint gering, wie denn überhaupt die alljährigen Unterschiede, abgesehen von Zufälligkeiten, im allgemeinen nur unbedeutend und unwesentlich sind. Will man die Entwickelung eines Industriezweiges an der Hand des
Marktberigte.
Stehes, 27. Juli. Auf dem heutigen Wochenmartt fofteten Butter per Pfd. 115-1.25 Mt., Hühnereier per Stüd 7-8 Pfg., Enteneier St. 6-7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfs, Rindfletsch per Bfb. 70-72 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 70-80 fg. Sowetne fletsch gesalzen per Pfund 0.84 Big., Kalbfleisch per Pfd. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfb. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.50 b. 800 Mr., Zwiebeln per St. Mt. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Swetschen per Bentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände bes Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung is Hessen für Freitag, den 28 Juli. 8eitweise woltig, rielfach Gewitterregen, später Abkühlung.
( Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentei:
Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe
in Gießen.
Die Ziehung III. Klasse der 6. Hessisch- Thürin gischen Staatslotterie findet am 2. und 3. August d. J. statt. Auf die Notwendigkeit rechtzeitiger Loserneuerung wird aufmerksam gemacht.


