Ausgabe 
26.8.1905 Erstes Blatt
 
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Vom Zuge überfahren. Auf der hannoverschen Neben bahn Bunde- Bossum wurde ein Fuhrwerk auf einem Straßenübergange vom Personenzuge überfahren, da der Führer des Wagens die Warnzeichen der Lokomotive nicht beachtete. Das Pferd wurde getötet und der Wagen zer trümmert. Der Führer des Fuhrwerts, ein Bichhändler aus Sulingen, erlitt schwere Verlegungen, denen er bald darauf erlag.

Raubmørd. In der Nähe von Göttingen wurde der Landwirt Lohrenger aus Wulfen ermordet und beraubt. Der Täter, von dem jede Spur fehlt, hatte dann die Leiche in den Fluß geworfen.

Erkrankung durch Speise- Eis. In Milspe in Westfalen erkrankten nach dem Genuß von Vanille- Eis 20 Personen. Aerztlicherseits wurde festgestellt, daß die Erkrankungen in folge giftiger Bestandteile in der Vanille erfolgt sind.

Brand im Dorfe. Von dem bei Berncastel auf einem hohen Bergabhang belegenen Orte Graacher Schäferei wurde durch eine Feuersbrunst die Hälfte eingeäschert. Zwölf Wohnhäuser, darunter die Bürgermeisterei, wurden ein Opfer der Flammen. Vierzehn Familien find obdachlos.

Aus Deutschland ausgewiesen. Die Schriftstellerin Laura Marholm, sowie der Mann, Ola Hansson, und ihr fünfzehnjähriger Sohn sind jezt aus Münden: sgewiesen. Laura Marholm wird behördlich nach ihrer Heimat Schwe den gebracht. Sie war in München wegen gemeingefähr­lichen Irrsinns von der Polizei in eine Frrenanstalt gebracht. Diebstahl auf der Herzogs- Burg. In Meiningen wurde ein achtzehnjähriger Uhrmachergehilfe zu neun Monaten und einer Woche Gefängnis verurteilt. Er hatte im Auftrage seines Meisters auf der Feste Heldburg eine Telephon anlage eingerichtet und in einem unbewachten Augenblick aus den Privatgemächern des Herzogs von Sachsen- Meinin­gen verschiedene kostbare Sachen, Edelsteine, eine mit Edel­steinen besetzte türkische Pfeife, Teller u. s. w. gestohlen.

Unterschlagungen in einer Ortskrankenkasse. Bei der Ortskrankenkasse in Bensheim wurden bei einer Revision Urkundenfälschungen und Unterschlagungen im Betrage bon 5000 Mark entdeckt. Der Berechner der Kasse wurde berhaftet.

Ein jugendlicher Sadist. Ein zwölfjähriger Schüler in Schneidemühl hat eine Anzahl Taten gegen seine Mit­schüler verübt, die auf einen besonderen Grad von Grau­samkeit schließen lassen. Wegen einer geringfügigen Nederei schoß er einen Mitschüler mit einem Tesching tot. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, daß der jugend­liche Mörder vor einiger Zeit einen anderen Knaben zu er tränken versuchte. Zwei andere kleine Knaben band er an einen Wagen, um sie zu Tode schleifen zu lassen. Beide Malc wurde er an seinem Vorhaben rechtzeitig verhindert.

Getötete Streckenarbeiter. Bei Dorstfeld wurden drei auf dem Geleise befindliche Streckenarbeiter vom Schnellzug erfaßt. Die Männer waren sofort tot.

Ein Eisenbahndicb verhaftet. In Zürich verhaftete die Polizei einen berüchtigten Eisenbahntaschendieb, der einer internationalen Bande angehört. Er hatte im Schnellzug Winterthur- Zürich einem Arzt das Portefeuille mit meh reren tausend Franken entwendet.

Der Millionen- Defraudant verhaftet. Die Jocht Ca­tarina", an deren Bord sich der Bankbeainte Solley be findet, der nach Verübung großartiger Defraudationen aus Paris flüchtig geworden ist, traf in Bahia in Brasilien ein. Er wurde dort mit seiner Begleiterin und deren Kammer­seau sofort verhaftet und wird an Frankreich ausgeliefert werden.

Eine Dame als Lebensretterin. Beim Baden in der Mare in der Schweiz geriet die Tochter eines ländlichen Gast­wirts in Lebensgefahr. In der Nähe angelte der als Sur­gast dort anwesende Professor Déjerine aus Paris. Er sprang sofort dem Mädchen nach, wurde aber durch seine schweren Wasserstiefel behindert. Da stürzte sich die Gatlin des Professors, eine Amerikanerin und ausgezeichnete Svimmerin, in die Fluten und rettete die beiden in großer Gefahr Befindlichen.

Wieder das Spiel mit dem Schießgewehr. In Salso Maggiore richtete der Universitätsprofessor Enrico d'Anna im Scherze einen Revolver auf ein junges Mädchen. Der Revolver ging los, und das Mädchen stürzte, ins Herz ge­troffen, leblos zu Boden. Der leichtfertige Schüße versuchte. sich durch Erhängen das Leben zu nehmen, wurde aber ge­rettet. Er ist durch das Unglück dermaßen zerrüttet, daß er wahrscheinlich einer Heilanstalt wird übergeben werd.n müssen.

Ein neuer Vulfan auf Samoa. Nach einer längeren Periode erhöhter Erdbebentätigkeit ist auf der Nordseite der deutschen Insel Sawaii ein neuer Vulfan entstanden. Gefahr scheint vorläufig nicht vorhanden zu sein, die ein­heimische Bevölkerung zeigt keine Panik.

Ein japanischer Transportdampfer untergegangen. Sn der engen Meeresstraße von Moji stieß das japanische Trans­pertschiff Kinjo Maru" mit einem europäischen Handels­dampfer zusammen. Der Kinjo Maru" sant binnen drei Minuten. An Bord befanden sich viele verwundete und franke japanische Soldaten. 126 sind ertrunken, nur 21 wurden gerettet.

Der Blaubart von Chicago. Der Frauenmörder F hat bei den amerikanischen Gerichten Glück. ist jetzt zumi drittenrol der Wollstreckung des I

indem er die sien eines alles ieitens des Obergerian erwirfte

Unglück auf See. Die von Hamburg nach San Fran­cisco bestimmte englische Bark Bidstonhill" kenterte in der Nähe von Cap Fournaur. Der zweite Offizier und siebzehn Mann der Besagung ertranken, der Rest wurde gerettet.

Einsturz am Berner Stadttheater. Der Neubau des Stadttheaters in Bern, der zur Aufnahme der Theater­Utensilien bestimmt war, ist eingestürzt. Sechs Arbeiter sind tot, und mehrere sind verwundet.

Das Unglüäsfahrzeug. Vei Montbeliard fuhr das Automobil des Uhrenfabrikanten Rost, in dem dieser mit seiner Frau saß, gegen einen auf der Landstraße stehenden unbeleuchteten Holzwagen. Das Ehepaar blieb sofort tot. In Braunschweig überfuhr ein Staufmann aus Berlin mit seinem Automobil einen zehnjährigen Knaben, der dabei seinen Tod fand.

Gold in Australien. In Pine Creek im australischen Distrikt Orange ist goldhaltiges Gestein entdeckt. Der ganze Distrikt ist auf die Meldung hin von Goldsuchern ge­radezu überschwemmt.

Tages- Chronit. In Neu- Brandenburg wurde ein großer Uhren und Brillanten- Diebstahl im Werte von 15 000 mt. berübt.

In Hanau ist der Kaufmann Kraft an Wurstvergiftung gestorben.

Eine Verlobung in Damaskus. Bilder aus der Märchenwelt des Orients. Interessante Einzelheiten über orientalische Sitten weiß ein Reisender zu erzählen, der jüngst in einer der reichsten und angeschensten israelitischen Familien von Damaskus ciner Verlobungsfeier beiwohnte. Man begab sich zuerst um acht Uhr abends in das Haus ses Vaters der Braut; es lag in einer der vielen engen, winkligen Straßen, und um da hin zu gelangen, mußte man Diener mit Lichtern mit­Rehmen und Pferde haben, die gewohnt sind, vorsichtig den Löchern und Gruben auszuweichen und den Reiter sicher an Ort und Stelle zu bringen. Nachdem wir," so schreibt der Reisende, unseren halsbrecherischen Ritt vollendet hatten, stiegen wir vor einem unscheinbaren Hause ab und traten ein. Durch das Atrium fommen wir in einen offenen Hof, in dessen Mitte ein großes Bassin plätschert; an der einen Schmalseite des Hoses befindet sich die Tür zum Atrium, an den anderen drei Seiten je eine nach dem Hofe zu offene Halle, welche rund herum mit Kissen belegt ist und von jilbernen Ampeln erleuchtet wird; alle Türen sind kunstvoll geschnitzt oder mit Arabesken in farbigem Goldlack reich ver­ziert. Im Hofe stehen Orangen- und Zitronenbäume, blühen Wyrten und Granaten, und an den Wänden ranken sich Rosen und Jasmin hinan. Die Gäste nahmen auf einer Estrade unter den Bäumen Play; die Frauen des Hauses blieben in ihrem Saal, durch dessen Fenster sie den ganzen Hof übersehen konnten. Es verträgt sich nicht gut mil orientalischem Anstand, daß eine Frau sich frei unter die Gäste mischt, zumal sich hier auch Europäer darunter be­fanden. Es dauerte nicht lange, so hörte man Schritte. Stimmen und Waffengeklirr. Die Tür des Atriums öffnete ich, und ein Schwarm junger Männer in Festkleidern brängte herein, von Dienern mit bunten Laternen begleitet. Jeder trug ein Schwert oder einen Handschar, und sie schlugen die Waffen unter Freudenrufen firrend anein ander. Unter den kriegerischen Jünglingen befand sich der Bräutigam, der aber gar nicht kriegerisch aussah: es war ein blasser, scheuer Knabe von 13-14 Jahren, der den Jubel der anderen nicht teilte, sondern eher wie ein Opfer aussah, das man zur Schlachtbank führt.

Beim Eintritt der Gesellschaft stimmten auch die Frauen ein Frendengeschrei an, ein in den höchsten Tönen hervorge­togenes lifililili- i- isch", das fast Aehnlichkeit mit dem sehr verstärkten Triller eines Kanarienvogels hatte. Der Zug umschritt den Hof und trat in den Männersaal ein. Nachdem alles Vlag genommen hatte, wurden Naigilebs gebracht und Erfrischungen herumgereicht: parfümierte Fruchtkonserven, Sorbets und Kaffee. Die Verlobung be­ſteht bei den orientalischen Heiraten nur in dem mündlichen Ueberemkommen der beiden Bäter. Darauf wird eine Fan­tasia" abgehalten." Fantasia" nennt der Araber jedes rest, bei dem es Musik oder Tanz oder Reiterkünfte giot. Auch hier ertönte bald der bekannte monotone Mollkiang der orientalischen Musik. Das Orchester bestand aus vier alten Türfen, deren einer eine fleine Baufe bearbeitete, während der zweite eine wie ein Dudelsack flingende Pfeife, der dritte eine Art von Cymbal spielte; mit diesen Instrumenten be­gleiteten sie den näselnden Gesang des vierten. Der Saal war mit Sterzen in silbernen Wandleuchtern glänzend er­leuchtet, und große Wandspiegel strahlten das Gold ron den Wänden nieder. Indessen war auch im Frauensaal das Rauchen, die Konversation und das Sorbetschlürfen in bollen Gange. Einige der Frauen versuchten sich im Tanze; eigent­lich war es nur ein sanftes Wiegen des Oberkörpers nash dem Tafte der Paufe. Auch diese friedlichen Geschöpfe hiel ten ein Schwert in den Händen, das sie bei Griff und Spike anfaßten und vorsichtig auf und nieder bewegten. Die sei­denen Gewänder knisterten, die kleinen Goldmünzen, welche die Frauen in ihre Zöpfe flechten, klirrten leise aneinander. Diamanten strahlten von Kopf und Brust, und goldenes Geschmeide blitzte. Blumendust mischte sich mit dem Rauh der Wasserpfeifen, so daß schließlich die Sinne ganz um­nr belt wurden. Wo aber waren die Hauptpersonen des Festes? Der Bräutigam saß bei den Männern, herte teil Rables den Gesprächen zu und spielte mit dem Schlauc fines Nargilehs. Die Braut saß im Frauensaal, dicht ver

und mit dem Gesicht gegen die Wand gefehrt. denn focs die Sitte. Aus den Umrissen ihrer Gestalt Co terriz erfennen, daß es wahrscheinlich auch ein Bind von 11--12 Jahren war. Später begleiteten wir den festlichen faug, in dem die Braut zum Hause der Eltern des Br ms gebracht wurde, wo sie fernerhin als Tochter t dort lediglich die gleichen Szenen wiedergolen, nah Hair Sibichied.

Vermischtes.

Die

= Leiden auf See. Siebenzehn Tage lang hatte der Dampfer Athos" in schrecklicher Lage hilflos auf der See getrieben, der vor kurzem im Schlepptau eines anderen Dampfers im Hafen von Newyork eintraf. Das Schiff war von Jamaika in schlechtem Zustande mit Passagieren und einer Ladung Bananen in See gegangen. Alsbald versag­ten die Maschinen, und keine Reparatur half; dann ver­sagten auch die Sessel, und das Steuerruder brach. Lebensmittel gingen zu Ende. Die Bananen faulten und berbreiteten unerträgliche Miasmen, ihr gärender Sast drang in die Wasserbehälter und machte das Wasser untrint­bar. Mit dem Fleisch gefangener Haifische fristete man mühsam das Leben und stillte den Durst mit gekochtem Sec wasser. Alle Menschen an Bord waren krank, die Mann­schaft in voller Meuterei, als endlich ein Dampfer das lin­glücksschiff ins Schlepptau nahm.

Wer wird Königin? Ein Madrider Blatt hat eine Imfrage bei seinen Lesern darüber veranstaltet, weldje Prinzessin nach deren Meinung die meiste Aussicht habe, die Gemahlin des jungen Königs Mfons von Spanien zu werden. Es werden folgende acht Prinzessinnen aus euro­päischen Fürstenhäusern den Lesern des Blattes präsentiert: 1. Prinzessin Olga von Cumberland, 21 Jahre alt; 2. Prin­zessin Victoria Luise von Preußen, 13 Jahre alt; 3. Prin zessin Wiltrude von Bayern, 21 Jahre alt; 4. Prinzessin Patricia von Connaught, 19 Jahre alt; 5. Prinzessin Maric Antoinette von Mecklenburg, 21 Jahre alt; 6. Prinzessin Beatrice von Sachsen- Koburg, 21 Jahre alt; 7. Brinzessin Victoria von Battenbera. 18 Sabre alt; 8. Brinzessin Louise

von Orleans, 23 Jahre alt. Prinzessin Patricia von Connaught soll dem König Alfons bereits einen Korb ge geben haben, sie scheidet daher aus der Liste wohl von vorn herein aus. Der König ist im Jahre 1886 geboren.

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machte sich ein gewisser John Fowlers über den Reverend Bowman lustig, der an der Spitze einer Methodistenprozession durch die Straßen zog. Als der Reverend sich das gröblich berbat, machte sich der brave sohn den Spaß, den Geist lichen zu fordern. Zu seinem Erstaunen ging dieser auf die Forderung ein und wählte als Waffen ein Schock fauler Eier und fünfzehn Schritt Distanz. Gleich bei Beginn des Kampfes bekam Fowler ein Ei ins linke Auge. Als er darob zu fluchen begann, hatte er das zweite Geschoß des treff sicheren Methodisten mitten im Mund. So ging es weiter, und als noch cins der duftenden Wurfgeschosse den großen Mund John Fowlers erreichte, erklärte er sich für besiegt. Dann aber schwur er feierlich, daß er nie wieder einen Methodisten fordern wolle!

- Das Duell des Methodisten. In Louisville( Ohio) biefe beliebter, allhergebrac

Rirchweih fogar an fünf Bollar, Großen Bu Linden und Felling

** Bu ber am Son ftattfindenden Hunde Raffen angemeldet. ** Mit Eintritt b Kreis Gießen befchloffer Rodicule ihre Tätig ** Lotterie. 2 18. September ftattfi und Jubiläume Afte zur Ausspielung. Die tember in Maing Pferde und andere Bau

Edisons neueste Erfindung. Wie amerikanische Blätter zu berichten wissen, hat Edison nunmehr seine irun­derbare Akkumulatoren Batterie vollendet. Mit dieser Ein­richtung soll ein mit den Akkumulatoren ausgestattetes Fahrzeug 85 englische Meilen zurücklegen können, ohne daß eine neue Ladung der Batterie zu erfolgen braucht. Da mit wäre dann wohl der Anfang des bserdelosen Zeitalters" gekommen. Edison hält diese Erfindung für die wichtigste bon allen, die man ihm zu danken hat, wichtiger auch als Phonograph und Glühlicht.

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Der Landwirt.

fchaftliche Geräte und Hauptreffer befeht aus bier Pferden bespannt, Berte von 7000 ID befonders jeden Landwirt bewegen. Sämtliche Ge Abzug einer entsprechend Die Lofe, wovon das St wir hören, reger Nachfra verlauft sein.

Schonung der Zugtiere. Dur à federnde Vorrichtun gen und Stoßfänger an Geschirren wird zwar die Zugkraft um etwa 15 Prozent herabgesetzt. Aber trotzdem sind die erzielten Vorteile so groß, daß gesteigerte Ausnutzung der Arbeitsleistung sich ergibt, ganz abgesehen von der Schonung der Tiere einerseits, der Wagen, Geschirre und Geräte an­dererseits. Auf unebenen, holperigen Straßen und wegen, bei Arbeiten auf steinigem Boden, bei der Anspannung an Pflug und Egge sind die Tiere fortwährend starken Stößen ausgesetzt. Verringert man nun aber die Uebertragung solcher Stöße, so werden Lahmheit, Druckschäden u. j. w. viel seltener werden und der Mut und die Arbeitsluit, be­sonders bei jüngeren und lebhaften Pferden, wesentlich) ge­hoben werden. Durch die geschilderten Stöße leiden aber auch die landwirtschaftlichen Maschinen, besonders diejeni gen mit großer Zahnradübersehung, wie die Mähmaschinen, dann die Göpel; bringt man Stoßfänger an, so wird nicht nur die Dauerhaftigkeit der Maschine erhöht, sondern auch zeitraubenden oder kostspieligen Ausbesserungen vorgebeugt.

Lokales.

26. August 1905. ** Gestern Nachmittag 4 Uhr 55 berührte der Kaiser auf seiner Reise von Cronberg nach Cassel die Station Gießen. Heute Vormittag hat der Kaiser von Cassel aus die Weiterfahrt nach der Wartburg und Berlin angetreten.

** Die Regierung hat auf Antrag der Landesuniversität ihre Genehmigung erteilt, daß die Psychiatrische Alinit der Landesuniversität Gießen hinfort die amtliche Benennung Klinik für psychische und nervöse Krankheiten" zu führen hat.

lw. Landwirtschaftlicher Provinzialverein. Im Hotel Zum Prinzen Karl" zu Gießen tagte gestern unter dem Vorsize des Vizepräsidenten, des Kreisrats Dr. Wallau, der Ausschuß des Landwirtschaftlichen Provinzialvereins und faßte eine Anzahl Beschlüsse, die auch für weitere Kreise von Interesse sein dürften. Die im nächsten Monate in Mainz stattfindende Landesausstellung wird von Oberhessen der Tier- Abteilung mit 46 Vogelsberger und 61 Simmentaler Rindern, mit 58 Biegen und 24 Schweinen beschickt. Der Wert dieser sämtlichen Ausstellungstiere stellt sich auf rund 78 000 Mt. und wurde beschlossen, im Anschluß an die Viehversicherungseinrichtungen des Vereins die Tiere in Selbstversicherung zu nehmen. Auf Antrag des Ver­bandes der Biegenzuchtvereine in der Provinz Oberhessen wurde sodann beschlossen, in diesem Jahre 12 Biegenbock­stationen zu errichten und noch in diesem Herbste jedem Kreis­ziegenzustvereine 2 Zuchtböcke zu überweisen. Es wurden zu diesem Zweck 500 t. bewilligt. Die von der Tierzucht­inspektion aufgestellten Statuten wurden angenomen. Weiter hatte die Herdbuchkommission brantragt, zur Hebung der Schafzucht in der Provinz Mittel zur Verfügung zu stellen, welche dazu dienen sollen, Gemeinden, welche bessere Bucht böcke des weiß'öpfigen englischen Schafes antaufen, ein Drittel des Ankaufspreises zu ersetzen. Der Ausschuß bewilligte zu diesem Zwecke einen Betrag bis zu 300 Mt. Ein Antrag des Präsidiums auf Bewilligung von Mitteln zur Beschaffung einer Brutmaschine zu Versuchszwecken wurde angenommen; dagegen wurde ein Antrag der Sektion für Geflügelzucht des Lant wirtschaftlichen Bezirksvereins Büdingen auf Be willigung eines Zuschusses zur Errichtung einer Maftgeflügel­zuchtanstalt abgelehnt. Schließlich wurden an Stelle der verstorbenen Mitglieder der Hutweidenkommission für den Vogelsberg, des Grafen Otto zu Solms- Laubach und des Bürgermeisters Weidner zu Heicherhain, der Bürgermeister Schwalbach zu Crainfeld und Bürgermeister Wineder in Voltartshain für diese Kommission gewählt.

*** Manöver. Ausgangs dieses Monats nehmen die Brigade- Manöver ihren Anfang. Die 49. Brigade ( Regimenter 115, 116 und 118) übt bei Wiesbaden zwischen Bierstadt, Erbenheim und Igstadt. Die Manöver der 21. und 25. Division dauern vom 4. bis 6. September. Nach der Kaiserparade am 8. September beginnen für das 18. Armeekorps die Kriegsmärsche.

-t Stadttheater Gießen. Es dürfte gewiß das Gießener Theaterpublikum interessieren, daß Frau Elfriede Bayrhammer, die Gattin des Frankfurter Charakter­spielers, die für die kommende Winterspielzeit als erste Salondame an das Gießener Stadttheater verpflichtet ist, am Samstag in Bad Nauheim als Claire" im" Hüttenbefizer" auftritt. Das Gastspiel der interessanten und schönen

? Gränberg, 25. berlief bei hohen Preis bereits vor Mittag b Markt war mit 77 befchickt. Die Schwein abgegeben.

A Klein- Laden, zerschnitt fi geftern man fie in die Klinit n Manchholzhaufe Die biefige Jagd wird pachtet werden. > Ebersgons, 25 erkrankung fonflatier ** Weilburg, arbeiten am hiesigen find fast vollendet. F die Großherzoglich Lure das Schloß übersiedeln

§ Buzbach, 25. A der Preis für den Lite Wörrstadt, 25 unferes Dites wurden ausgedeckt, die etwa a ftammen.

X Alefeld, 25. feft. Das zur Zeit Seffischen Hauptvereins& Weise unter farlem And Sache eröffnet worden bersammlungen in den bereits so start besucht, Blag mehr fanden. Dbertonfiftorialpräfiden Aufgabe des Evan Evangelische Bund al

deutsch proteflantischen wird mehr und mehr felben anerkannt. Es Gefahr rechtzeitig bemer merlium macht, die hilf und bedrängten Brüder

muß, die geiftige aff Gründung des Evangel

ber Airchenregierungen evangelische Kirchenau geordneten Formen die deutschen Proteftantien bereits fraftvoll betätig felben Bebanten, daß Brüdern fein sollen. um fo weniger, als feite längt mit alle famen Bittungen i nächste Redner, I D. Tilemann Sc mator der Stadt

Herbst- P

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findenden Pferder abzuhalten und findliche Reit-, fönnen unter de auch im Geschirr Die Prämi die Vorführung un in dem hierfür vo Während der Feuerwehrfapelle.

gelangen Anmeldungen tember d. Js. bet in Gießen, zu erfolg

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