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daß sie auf dem Transport auf unerklärliche Weise" ver. schwunden sein müßten.

In der Stadt sawirren wieder die wildesten Gerüchte umber. Unter anderem hieß es sogar, der Zar sei geflohen und Barskoje Sselo brenne. Das Militär hält sich bis auf ständige Patrouillen in den Kasernen, doch sind vor allem die Zore noch immer starf besetzt. Die Stadtflucht der Begü­terten hält an. In Moskau gährt es weiter, ebenso in Kowno und Kischineff. In letterer Stadt wurden infolge einer Demonstration im Theater 20 Bersonen ver­haftet

Die Politik.

Das Zustandekommen des deutsch- österreichischen Handelsvertrages ist gesichert. Die Paraphierung des Tertes des Handelsvertrages nebst Anneren ist durch die deutschen und die österreichisch- ungarischen Vertragskommissare in Berlin erfolgt.

Die Thronrede, mit der der Graf- Regent den Landtag des Fürstentums Lippe in Detmold eröffnete, weist auf die entscheidungsvollen Zeiten hin, die dem Lande nach dem Ableben des letzten Fürsten Levorstehen. Der Regent erklärt, alle ihm übertragenen Rechte und Pflichten ausüben zu wol­len in verfassungsmäßiger Wahrung der Interessen des Landes als Einzelstaat, wie als Mitglied des großen Deut­schen Reiches.

ringer Anteilnahme des Hauses ab. Die Anforderung von 2 Millionen für die innere Kolonisation in Ostpreußen und Pommern wurde unter freudiger Zustimmung der Rechten genehmigt; ebenso der Posten für das landwirtschaftliche Unterrichtstvesen, bei dem auch die Linke an der Forderung nach weiterem Ausbau lebhaft teilnahm. Für die Besser­stellung der Kreistierärzte an Rang und Gehalt traten mehrere Abgeordnete cin, ohne daß es ihnen gelang, die Regierung zu einer Aeußerung zu veranlassen. Nachdem noch einige Spezialposten erledigt waren, schlug der Prä­sident nach 4 Uhr vor, den Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung in einer Abendsigung zu Ende zu bringen. Die Mehrheit des Hauses aber wollte lieber an Ort und Stelle ausharren, und so zog sich die Sigung bis nach 5 Uhr hin, während sich von den Abgeordneten einer nach dem anderen zurückzog. Morgen kommen die Nebenetats, die auch zum Landwirtschaftsministerium ressortieren, zur Beratung.

== Zum Bergarbetterstreif im Ruhrrevier hat die Zen­trums- Partei im Abgeordnetenhause den Antrag eingebracht, die Regierung zu ersuchen, sofort eine Kommission unter Zu­ziehung von mindestens sieben Mitgliedern des Abgeord­netenhauses zur Untersuchung der Arbeiterverhältnisse im Rohlenbergbau einzusetzen und auf Grund der Ergebnisse einen Gefeßentwurf zur Beseitigung der festgestellten Miß­stände schleunigst einzubringen. In einer vom Führer der christlichen Bergarbeiter, Efferts, in Köln gehaltenen Rede, erklärte er, daß die Siebener- Kommission der Bergleute die Belegschaften auf den staatlichen Gruben auffordern werde, wieder einzufahren. An Unterstüßungen sind bei den ver­schiedenen Verbänden hisher über 140 000 Mark einge­gangen.

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Alien.

Nab und Fern.

Genickstarre in Oberschlesien. Im oberschlesischen Induſtriebezirk tritt seit einiger Zeit die Genickstarre auf. Während sich diese Krankheit zuerst auf Königshütte be­schränkte, sind jetzt auch in Lipine, Beuthen, Chorzow und anderen Orten Erkrankungsfälle vorgekommen. Nahezu die Hälfte der Fälle ist tödlich verlaufen. Die Behörden sind bemüht, umfassende Maßnahmen gegen eine weitere Aus­dehnung der Epidemie zu treffen.

Vom russisch- japanischen Kriege liegen nur Meldungen über unbedeutende Scharmützel vor. Mit großer Langsam­feit arbeitet inzwischen in Paris die Kommission der Admiräle, die mit der Untersuchung des Zusammenstoßes des russischen Geschwaders mit der englischen Fischerflotille beauftragt ist. Bislang ist erst ein einziger Zeuge, der Kapitän eines eng­lischen Dampfers, bernommen. Es hat bereits nicht an Schivierigkeiten gefehlt, die nur durch das geschickte Ein­greifen des Vorsigenden, des französischen Admirals Fournier, aus der Welt geschafft sind. Ein Pariser Blatt stellt die Behauptung auf, daß die russischen Mitglieder der Kommission die für die Presse zur Verfügung gestellten Eintrittskarten Das Ge­zumeist an Geheimpolizisten abgegeben hätten. schwader des Admirals Roschdjestwensky hat mit unbefannter Bestimmung die Gewässer von Madagaskar nerlasser:

Hof und Gesellschaft.

gründlichen wie schwerfälligen Wege des schriftlichen Ver-! kehrs abzumachen. Die persönliche Kommunikation wird auf dem Wege der offenen Mittagstafeln aufrecht erhalten, die auf großherzogliche Kosten täglich von den Kommissaren zu halten sind: zu diesem Zwecke geht ein Teil des groß­herzoglichen Hofhaltes für die Landtagszeit in die Landtags­stadt, um dort die Tafelfreuden herzurichten, bei denen es streng nach allem Herfommen und nach dtang und Würden zugeht.

(:) Antomobilnnfall des Königs von Spanien. Wie aus Madrid gemeldet wird, hat der junge König von Spanien auf einer Spazierfahrt ein Unglück mit dem Automobil ge­habt, das aber ohne jede Bedeutung gewesen sei und nur einen kurzen Aufenthalt veranlaßt habe. Die Königin- Mutter soll fast zur selben Zeit einen Unfall im Fahrstuhl des Schlosses erlitten haben, doch ohne jede Beeinträchtigung ihrer Gesundheit.

vorläufig

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mit Schluß

bon mehr al lionen) erreid wudien die G bis 31. März faffenbücher erfreulich, da Sparfamteits erheblichen A Die den

In der Ständeversammlung beraten unter der Leitung eines hohen Landtags- Direktorii" die Lieben, Getreuen, Ehrenbesten" die ihnen zugehenden Großherzoglichen Restripte", in denen sie ganz im Surialstil mit Ihr" und Euch" angeredet werden. Streng genomen, sind fe gar nicht gehalten, sich mit allem abzugeben, was Serenissimus ihnen herausgeben länt". Denn der Landesgrundgesetz­liche Erbvergleich vom Jahre 1756, auf dem die mecklen Lurgische Verfassung beruht, besagt ausdrücklich, daß alle eigentlichen Landesangelegenheiten Justiz Kirchen-, Schul- und Polizeisachen) ihnen gleichgültige" sein sollen. Die Stände sind lediglich dazu da, ihre Privilegien gegen­über dem Landesherrn aufrecht zu erhalten, was sie dar­über hinaus tun, ist ihr guter Wille und weiter nichts.

Die Syveton- Affäre wird, wie es scheint, doch noch nicht zur Ruhe kommen. Der Vater Syvetons hat gegen den Einstellungsbeschluß des Verfahrens durch den Untersuchungsrichter Boucard Einspruch erhoben. Vorher war ihm ein Auftrag auf Zahlung von 6550 Francs zugestellt worden als Kosten der Untersuchung, die infolge seines Strafantrags entstanden sind.

*** Der Kaiser wohnte in Potsdam der Besichtigung der Rekruten der Leibkompagnie, der 2., 5. und 9. Kompag­nie des 1. Garde- Regiments bei. Nach Schluß der Besichti­gung wurden die anderen Kompagnien herangezogen. Es fand ein Parademarsch des ganzen Regiments statt. Nachdem der Kaiser am Frühstück des Offizierskorps teilgenommen hatte, fehrte er nach Berlin zurück.

Erzbischof Dr. Schort von Bamberg ist nach längerer Krankheit acstorben.

)!( Ein Doktorhut für die Schmester eines Königs. Die Schwester des Königs von England, Prinzessin Luise, Her­zogin von Argyll, ist zum Doktor juris" promoviert wor­den. Als Promotor fungierte der Gelehrte Lord Kelvin; er würdigte in sehr anerkennender Weise die Verdienste der Prinzessin um die höhere Frauenausbildung.

In Berlin findet heute eine Begegnung des Für sten Ferdinand von Bulgarien mit dem Kaiser statt. *** Prinz Eitel Friedrich ist an Lungenent­zündung erkrankt. Das herausgegebene Bulletin be­sagt, daß das Fieber recht bedenklich und der Appetit sehr ge­ring iſt.

Dem Henkersbeil verfallen ist jetzt unrettbar die grau­sige Megäre Wiese, die durch Engelmacherei" zahlreiche Kin­der ums Leben gebracht hat. Der Senat der Stadt Hamburg hat ihr Gnadengesuch abgelehnt.

Beim Schlittschuhlaufen auf dem Schweriner See fam Prinz Heinrich der Niederlande, Gemahl der Königin Wilhelmina, zu Fall und zog sich eine Verlegung des Hinterkopfes zu.

Deutfcher Reichstag.

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Die Stände gruppieren sich in zwei Teile: die Ritterschaft und die Landschaft. Wer in Mecklenburg eines der meh­reren hundert landstandsfähigen Rittergüter durch Erbschaft, Kauf oder Heirat erwibt, ist ohne weiteres geborener Gesetz­geber im Lande, wes Art und Nam' er sei und wo seine Wiege gestanden haben mag. Als einst das vielberufene Märchen", die holdselige Bertha Rother, von einem ihrer Berehrer ein herrlich am großen Schweriner See belegenes Rittergut verehrt erhielt, hinderte sie nur ihr Geschlecht in der mecklenburgischen Ständeversammlung zu erscheinen? denn Frauenzimmer" sind von der Landstandsschaft aus­geschlossen. Der andere Stand, die Landschaft, wird von den Bürgermeistern der Städte gebildet. Wohlgemerkt: beide, Ritterschaft und Landschaft, vertreten nicht etwa irgendwelche Teile der Bevölkerung, weder die einen ihre Hintersassen", nach die anderen ihre Bürger", sondern sie sind nur Ver­treter ihrer obrigkeitlichen Amtsgewalt und als solche be rufen, die Privilegien, die sich die Stände in grauen Vor­zeiten vom Landesfürsten erkämpften, wahrzunehmen. Beide Stände haben das Recht der itio in partes, d. h. sie können erklären, daß sie nicht gemeinsam abstimmen, sondern daß jeder Stand für sich abgeben" wolle. Nur durch eine ge= meinsame Erklärung beider Stände kommen Geseze und Ver­ordnungen zu stande.

Sein falsches Gebik verschluckt hat in Niemes in Böh­men der Fleischermeister Anton Ruscher während des Schla­fes. Er wachte unter heftigen Erstickungsanfällen auf und mußte, da die herbeigerufenen Aerzte den Fremdkörper nicht entfernen konnten, in die Klinik nach Reichenberg geschafft werden, wo sofort ein operativer Eingriff vorgenommen wurde.

* Der Roman des Findlings. In den sicheren Hafen eines reichen und liebevollen Heims ist das kleine dreijährige Mäd­chen eingelaufen, das eine gewissenlose Mutter am Neu­jahrstage im Hotel zur Franz Josefs- Bahn" in Wien zurück­ließ. Die Kleine, die auf den Namen Lulu hört, ist von dem Münchener Kommerzienrat Breustedt und dessen Ehefrau an Kindesstatt angenommen worden und sieht nunmehr einer glücklichen Zukunft entgegen.

Ein furchtbarer Mord wurde in dem böhmischen Orte Mlaz bei Pilsen von einem geistesschwachen Mädchen, Marie Frycek, begangen. Sie erwürgte eine franke Frau, zu der sie oftmals zu Besuch kam, anscheinend ohne den geringsten Grund. Dann durchschnitt sie sich selbst die Kehle

Fin d'utfches Staatsidyll.

Schwerin, 25. Januar.

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Es würde zu weit führen, wollte man alle Absonderlich­Feiten dieses einer weit zurückliegenden Staatsanschauung angehörigen Verfassungsgebildes des Näheren beleuchten und in seinen einzelnen Ausläufen betrachten, wie uns ein solcher z. B. in der Korporation des eingeborenen und re­zipierten Adels" entgegentritt, von der die drei säkulari­sierten Landesklöster Malchow, Ribnitz und Dobbertin zu gunsten der Versorgung ihrer unverheirateten Töchter und zu gunsten der mit vielen fetten Pfründen bedachten Mit­glieder verwaltet wird.

Was soll uns Mecklenburg? So hat mancher Parla­mentarier gedacht, als der deutsche Reichstag einen ganzen Tag seiner kostbaren Zeit der Besprechung der Frage opfern mußte, warum Mecklenburg noch immer ein im Spiegel der überall herrschenden parlamentarischen Regierungsform ver­zerrtes Staatsgebilde sei, und ob und wann denn wohl ein­mal auch im Lande der Obotriten an Stelle der altlandstän­dischen Verfassungs- und Regierungszustände moderne Ver­hältnisse Plak greifen möchten. Was geht's uns an, wenn ein Bundesstaat sich so gut oder so schlecht es eben gehen will, mit überlebten Gebilden behilft, die muumienhaft in das frisch puffierende Leben der Zeit hineinragen?

( 127. Sigung.) CB Berlin, 25. Januar, Nachdem die letzten vier Sitzungen von Interpellations. besprechungen in Anspruch genommen waren, wurde heute die zweite Beratung des Po st eta fortgesetzt, die nicht eben viel Neues trachte. Der Avg. b. Chlapowski brachte erneute Beschwerden über Nichtbeförderung von pol­nisch adressierten Postsendungen und angebliche Verletzun­gen des Briefgeheimnisses vor, und der Staatssekretär Krätte erklärte diese erneut für ungerechtfertigt. Der Bentrumsabgeordnete Rören hinwiederum meinte, daß doch nicht immer gesetzmäßig verfahren werde; die Ueber­segungsstellen, an die die polnisch adressierten Sendungen gingen, würden am besten ganz abgeschafft. Des weiteren befürwortete der Redner die von seiner Fraktion eingebrachte Sozialpolitische Resolution. Staatssekretär rätke sagte, wie schon am Donnerstag, Berücksichtigung der Wünsche zu, die sich aber nicht alle erfüllen ließen. Der freisinnige Abg. Eidhoff beschäftigte sich eingehend mit der Lage der An­gestellten und mit den Verkehrsverhältnissen und machte einige Vorschläge wegen Portoherabsetzung. Der Anti­semit Böckler fam wieder auf die Polenfrage zurück und sprach sich gleichfalls für Abschaffung der Uebersetzungsstellen aus, aber nicht, weil er darin eine Schifanierung der Polen erblickt, sondern meint, daß man den Polen damit zu großes Entgegenkommen beweise. Gäbe man sich nicht die Mühe, ; die polnischen Adressen zu übersehen, sondern lasse die Sen­dungen einfach an den Absender zurückgehen, so würden die Polen bald deutsch adressieren. Sodann nahm sich auch die­ser Redner der Interessen der Beamten an

Preufsifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 125. Sigung.) RK. Berlin, 25. Januar. Die heutige Fortseßung der Spezialdebatte über den Landwirtschafts- Ctat spielte sich unter äußerst ge­

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Für uns kommt es darauf an, diesen Ueberreft cines mittelalterlichen Ständestaates in seiner Wirkung auf die Gesamtheit zu betrachten. Mit vieler Mühe und nur durch eine veritable Ueberrumpelung ist es seinerzeit der Regie. rung gelungen, das Land dem Eisenbahnbau zu erschließen. Der Anschluß Mecklenburgs an den Zollverem wonroe bon den Ständen in der rechten Stunde.ablehnt und mußte her. nach unter schweren Opfern erfaifft werden. Als das deutsche Reich fam, klagte man in Malchin und Sternberg beweglich über die vis major der Reichsgesetzgebung, und noch heute sucht man alles, was von dort kommt, möglichst fern zu halten, um die idyllische Ruhe der Lieben, Ge­treuen, Ehrenbesten" nicht stören zu lassen.

Hat darum das Reich ein Interesse, daß es auch in Med lenburg etwas anders aussehen was, um wieviel mehr das Land selber! Die staatliche Dreiteilung des Landes in

Indessen mit derartigen Einwendungen ist die Frage nicht abgetan, die der greise Abgeordnete Büsing, der durch eine Nachwahl als Vertreter der Haupt- und Residenzstadt Schwe­rin wieder in den Reichstag gelangte parlamentarische Ve­teran, an den Reichsfanzler stellte. Daß auf die Dauer etwas geschehen müsse, hat ja neuerdings die großherzog­liche Regierung oder, um im mecklenburgischen Staats­deutsch zu reden, Serenissimus Suerinensis selber anerkannt, anläßlich des Konflikts, der im Lande wegen einer für die großherzogliche Kasse geforderten und von den ge­treuen Ständen" schlankweg abgelehnten beträchtlichen Geld­forderung ausgebrochen ist. Auch das Reich hat ein Inter­effe daran, daß nicht auf die Dauer Gebilde sich in ihm ber­gen, die mit allen sonstigen Einrichtungen im Widerspruch ſtehen; die Richtigkeit dieses Sazes beweist ein Blick auf die Art der in Mecklenburg annoch immer zu Recht bestehen­den staatlichen Zustände.

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Ritterschaft, Landschaft und das dem Großherzoge gehörige, ligteiten im Landtage überhaupt nicht vertretene Domänium, d. b. Allerhöchste

die gesamte bäuerliche Bevölkerung hindert jeden gedeihlichen Aufschwung. Ein kleines Beispiel aus dem täglichen Leben für viele: eine gemeinsame Wege- Ordnung ist bislang noch nicht zustande gekommen, da es der Autorität der Ritter widerspricht, mit ihren Grenznachbarn, den Bauern und

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Städtern, in einem Verbande gleiche Pflichten zu übernehmen. im Alten Bal neuerdings unter dem Druck der Umstände mit Mühe erzielt 7 Uhr, vorge

Eine gemeinsame Feuerlösch- Ordnung konnte erst gama

werden.

Wenn ein Glied leidet, wird der ganze Körper in Mit­leidenschaft gezogen. Dieser Satz gilt auch vom Staat. Der Wunsch des Reichstages, dem auch Graf Posadowsky sich anschloß, ist durch das öffentliche Interesse gerechtfertigt, daß endlich auch in Mecklenburg zeitgemäße staatliche Zustände an Stelle der noch immer bestehenden ständischen maßgebend würden.

Dem deutschen Reiche gehören als Bundesstaaten die beiden Großherzogtümer Mecklenburg- Schwerin und Stre­lit an. Das mecklenburgische Staatsrecht fennt die beiden Staaten nicht. Darnach wird das gesamte Land Mecklen­burgs gebildet durch die Kreise: den mecklenburgischen, den wendischen und den stargardschen Streis, von denen der lez­tere das Großherzogtum Mecklenburg- Strelit ausmacht. Zu diesen gehört noch das Fürstentum Razeburg, das ganz außerhalb der mecklenburgischen Verfassung steht. Die drei Kreise haben zusammen einen gemeinsamen Landtag, der abwechselnd das eine Jahr in dem Städtchen Malchin, das andere in dem noch kleineren Sternberg tagt. Dorthin ent­sendet Serenissimus Strelitziensis einen Kommissar. Serenissimus Suerinensis deren zwei. Alle drei aber dürfen sich in der hohen Landtagsversammlung" selber niemals blicken lassen, sondern baben alles auf dem ebenso

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Vermischtes.

[ Hohe Gemeindenmlagen] müssen in zwei vyerischen Ortschaften bezahlt werden. In Unterschöllenbach bei Er langen zahlt man 603 Prozent Gemeindeſteuern und in dem so idyllisch am Fuße der historischen Limburg gelegenen rheinpfälzer Dorfe Grethen, an der Straße Dürkheim­Kaiserslautern, betragen die Gemeindeumlagen nicht weni­ger als 1200 Prozent. Die armen Steuerzahler!

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[ Eine Riesenlokomotive.] In einen Güterzug der fäch­sischen Staatsbahn eingereiht passierte dieser Tage eine Lo­tomotive von riesiger Dimension und ganz besonderer Bau­art die Station Bodenbach. Das Ungetüm erregte großes Aufsehen. Die Lokomotive ging nach Bagdad in Kleinasien und führt den Namen Bagdad". Der Koloß ruhte auf fünf Achsen, der Tender at vierachsig. In lezter Beit gingen wiederholt Transporte van Eisenbahnmaterial, insbeson dere Wagen für die Bagdadbahn in Bodenbach durch.

Raufinden, da beten bat.

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[ Ein schulpflichtiger Ehemann] dürfte trotz aller Aufschlüsse, die die Statistik über frühe Heiraten gebracht hat, zu den Sehenswürdigkeiten gehören. Im Kanton Appenzell gab es bisher einen solchen, einen 17jährigen Burschen, der die Fortbildungsschule besuchen mußte, aber seit zwei Jahren schon sich ins Chejoch begeben hatte. Es war dem jungen Mann in seiner neuen Würde nun doch zu genant, noch als Schulknabe betrachtet zu werden. Auch wurde er von seinen Genossen weidlich gehänselt. Er richtete also ein Gesuch an den Regierungsrat, ihn von der lästigen Schulpflicht zu ent­binden. Man hat ihm den Willen getan und er braucht sich

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