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- Der Newyorker Gesangverein Arion" gedenkt, im

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In der Nähe von Losowaja in Rußland kamen durch eine Zugentgleisung viele Reisende ums Leben.

- Die Schauspielerin Amalie Schönchen ist im Alter bon 68 Jahren gestorben.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Der der Gotteslästerung angeklagte Divifionspfarrer Bachstein wurde vom Kriegsgericht zu Münster freige­prodjen. Zwar wurde das objektive Vorliegen von Be­schimpfungen fatholischer kirchlicher Einrichtungen in einer öffentlichen Versammlung bejaht, doch sei ein subjektives Verschulden nicht anzunehmen. Die Absicht der Beschimpfung habe dem Angeklagten ferngelegen.

§ Als Hochstapler stand der Leutnant a. D. Ernst von Ciriach vor dem Landgericht zu Dresden. Er hatte seine Regimentskameraden in Berlin, Charlottenburg, Hamburg, Hannover, Leipzig und Dresden um 52 000 Mark betrogen. Das Urteil lautete auf drei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust.

§ Die Revision des Grafen Pückler verworfen. Das Reichsgericht hat die Revision des bekannten Agitators Bück­ler gegen das Urteil vom 12. Januar d. J. verworfen. Graf Büdler war damals wegen Aufreizung zum Ungehorsam, zu Gewalttätigkeiten usw. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dieses Urteil ist nunmehr rechtskräftig.

Lokales.

25. Mai 1905.

** Der Großherzog empfing am 24. Mai. u. A., den Hauptmann Schroeder und den Leutnant Ebel vom Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 und den Pfarrer Hartmann von Ulrichstein.

*** Danksagung an die Aushänger unserer Zeitungstasten! Anfangs dieser Woche haben einige Herren nächtlicherweile eine teilweise Verlegung unseres Ge schäftes inszeniert, indem sie unsere am Seltersweg an­gebrachten Zeitungskaften abhaften und an einen anderen Blaz versetten. Wir sind für diese Liebenswürdigkeit außerordentlich verbunden, umsomehr, als sie gänzlich ohne unsere Jnitiative geschehen ist, ersehen wir do daraus, welchem Wohlwollen wir überall begegnen. Nichtsdestoweniger möchten wir aber einige fleine Fingerzeige für spätere ähnliche Gelegenheiten geben. Also: erftens möten wir nicht, daß unsere Aus­

hängetasten in die Bahn spebiert werden, denn das ist Zeit­und Kraft- Bergeudung, da unsere Zukunft nicht auf dem Waffer liegt. 8weiten möchten wir auch nicht, daß die in Frage kommenden Transporteure wieder vor der heiligen Hermandad ausreißen, denn es wirft ein sehr schlechtes auf die Zeitung, die die Polizei fürchtet. Wir bitten, fünftig unser Interesse auch in dieser Hinsicht wahrzunehmen. Im übrigen sollte es uns freuen, wenn unsere uneigennüßigen jungen Geschäftsfreunde einmal auf unserer Redaktion vor­sprächen, um unseren persönlichen Dant entgegenzunehmen; mit einer guten Bigarre oder einem guten Cognac stehen wir ftets zu Dienften, eventuell sind wir geneigt, frisch an zu flechen oder ein solennes Raterfrühstück zu spanbieren Daß bie Vorstellung nicht schon längst erfolgt ist, bestätigt nur die gute Erziehung unserer Freunde. I zt aber heraus aus der Verborgenheit nnd feine übertriebene Bescheidenheit!

Am Samstag, dem 27. d. M., vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Aus­schuffes der Provinz Oberhessen mit folgender Tages Ordnung ftatt: Die Verlegung der Haltestelle in Ranstadt; hier Enteignung von Gelände.

** Berichtigung. Zu unserer in Nr. 119. unter der Spigmarke in Messerheld" gebrachten Rotiz wird uns mitgeteilt, daß der Arbeiter den Messerstich nicht in der Wirt­schaft Afterweg 7, sondern auf der Straße erhalten hat.

** Wir verweisen nochmals auf die auf heute Abend durch den Bürgerverein Gießen nach dem Café Leib einberufene öffentliche Bürgerversammlung, die sich Eine mit den schwebenden Bahnprojekten befassen wird. möglichst starte Beteiligung seitens der Bewohnerschaft ist bringend geboten. Jedermann hat Zutritt.

Vom tollen Hund gebissen. Gestern Nach­mittag wurde in der Nähe der Aftienbrauerei Gießen ein radelnder Dachdecker von einem anscheinend towütigem Hunde ins Bein gebissen. Da die Bunde aufhwoll, begab sich der Verletzte in ärztliche Behandlung. Der Arzt schickte ihn in die Klinik und jetzt der Gebiſſere befindet sich auf der Fahrt nach Berlin.

** Der Schneiderftreit beendet? Wie uns mit­geteilt wird, beschlossen die Gießener Schneidergehülfen in einer heute Morgen abgehaltenen Versammlung, den Ausstand zu beendigen. Die Streikposten wurden bald darauf zurück­gezogen.

Gemeirder tglieder H. Csön, Ph. Echmidt, Fr. Bach, C. Schwalm, J. Schupp, W. Bartholomä, C. Erdmann und H. Schadeck.

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Die Tagesordnung lautet: 1. Instandseßung des 2. Genehmigung des Wirtschafts­Steges an der Lumda. 2. Genehmigung des Wirtschafts­3. Bewilligung eines er­plans über die Waldungen. 4. Ge. weiterten Kredits von 200 Mt. für Kulturkosten. such des Metzgers G. Schwalm wegen Herstellung des Garten­5. Gesuch des Regelflubs zaunes an der Lumdastraße. Gut Holz" um Ueberlassung des Turnplages bei Abhaltung 6. Gesuch des W. Taufter um eines Preistegelfeftes. 7. Ge Genehmigung der Anlage eines Anschlußgeleise. such des Joseph Wenglorz betr. Wirtschaftskonzession. 8. Beldbeschaffung für die Feldbereinigung. Straßenrinne des H. Schadeck 7.

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Punkt 1. Die hierzu erforderlichen Kosten von ca. 35-40 Mart werden genehmigt.

Bunft 2. u. 3. Bu diesen beiden Punkten erfolgt fein Widerspruch und werden einstimmig genehmigt.

Punkt 4. Der Gartenzaun des G. Schwalm wurde durch das Auffüllen der Lumbastraße beschädigt und soll auf Gemeindefoften wieder hergerichtet werden.

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Bunft 5. Dem Regelflub Gut Holz" wird zur Ab­haltung eines Preistegelfestes der Turnplay frei zur Ver­fügung gestellt und zwar unter den Bedingungen, daß der Vereinswirt H. Schadeck den Turnplatz planiert und in einen besseren Zustand versetzt.

Puntt 6. Steinbruchsbefizer Tauster von Ehrings­hausen beabsichtigt in der Gemarkung Lollar am Hohlwege ein Anschlußgeleise an die Bahn Lollar- Londorf anzulegen und dortselbst einen Steinbrecher aufzustellen. Auch ist eine Drahtseilbahn bis zum Steinbruch Heibertshäuserkopf ge­plant. Dieses Gesuch wurde einstimmig abgelehnt, weil durch die Anlage eines Steinbrechers das anliegende Feld von diesem Grußftaube verunreinigt und somit die Land­wirtschaft sehr geschädigt wird. Auch befindet sich in der Gemeinde bereits ein Steinbrecher und würde dieser dadurch sehr benachteiligt.

Punkt 7. Da es sich hierbei um Weiterbetreibung einer Wirtschaft handelte, wurde die Konzession erteilt. Bunft 8. Die für die Feldbereinigung erforderlichen Rapitalien wurden bei der Bezirkssparkasse in Gießen ent­nommen und übernimmt die Gemeinde die Bürgschaft.

Bunft 9. Die Straßenrinne bei H. Schadeck 7. soll ca. 10 Meter verlängert werden um das Wasser direkt in Rumda zu führen, es wird hierdurch einem großen Uebel­ftande abgeholfen. Der Antragsteller hat sich bereit erklärt die bierzu erforderlichen Materialien unentgeltlich herbeizufahren. Sodarn wurden noch einige geheime Punfte beraten und beschlossen.

Auf die Frage betr. einer 2. Hebame teilt der Bürger­meister mit, daß sich für diesen Beruf bereits drei Frauen

gemeldet hätten.

Die Sigung wurde 83% Uhr geschlossen.

K Friedberg, 24. Mai. Die Interessenten der Fried berg- Ranstädter Bahn sprachen sich in einer Ber fammlung einstimmig, mit Ausnahme von Wickstadt, für die Einmündung in die Friedberg- Hanauer Strecke bei Assen­heim aus.

§ Bugbach, 22. Mai. Lohnbewegung der Schreiner. Die hier beschäftigten Schreiner haben eine Ausbesserung ihrer Lage beschlossen. Der Wunschzettel Aufbesserung ihrer Lage beschlossen. lautet: 2 Pfg. Aufschlag pro Stunde Arbeitslohn, 1 Stunde Arbeitszeitfürzung an Samstagen und 10 Prozent Aufschlag auf Ueberstunden. Da die Unternehmer mit Ausnahme der Bimmergeschäfte diese Forderungen aber abgelehnt haben, so treten die Gesellen am nächsten Montag in den Aus­

ftand.

A Hungen, 23. Mai. Die im Winter begonnene Städtische Wasserleitung wird in etwa fünf Wochen aus­gebaut sein. Dieser Tage wurden die Hauptrohre durch die Horloff gelegt. Das Reservoir und die Pumpstation sind im Bau begriffen.

** Romrod, 24. Mai. Der Großherzog hat die anfäßlich seiner Vermählungsfeier geftiftete Medaille dem Bürgermeister der Stadt Romrod, Schmidt, dem Prä fidenten des hiesigen Kriegervereins, Böcking, dem Schloß­verwalter Karl Haack, dem Forstmeister Haberkorn, sowie dem Wachtmeister Heun und dem Gendarmen Weber

verliehen.

§§ Elpenrod, 24. Mai. Ein hiesiger Radfahrer, der den stellen Weg nach Nieder- Ohmen zu fuhr, tam zu Fall und brach ein Bein.

K Vom Main, 24. Mai. Infolge der Kälte in den letzten Nächten haben die Kartoffeln hie und da Not

gelitten.

K Bon der Rhön, 24. Mai. Mai- Schneee An manchen Teilen der Rhön fiel Schnee bei sehr niedrigem Thermometerstand.

vereins Gießen.

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also entsprechen worden. Der Staat übernimmt die Ges halte der beiden Landwirtschaftslehrer und den Ersaz ihrer Tagegelder und Reisekosten; die Räume für die Schule, Heizung, Beleuchtung und Wasserversorgung sollen von der Gemeinde des Sizes der Schule gestellt werden. Von dem Kreise sind also nur noch die Kosten für den Hilfslehrer und die Verwaltung, insgesamt 2400 Mt., aufzubringen, während der Staat rund 7000 Mt. übernimmt. Diesen Ausgaben wird die Einnahme aus den Schulgeldern mit mindestens 400 f.( 20X20) gegenüberstehen, sodaß eine jährliche Ausgabe von höchstens 2000 Mt. anzunehmen ist und für die Beit vom 1. Oktober 1905 bis 1. April 1906 die Hälfte hiervon mit 1000 Mt. Zu den jährlichen Aus­gaben tritt in diesem Jahre noch eine einmalige für An­schaffung für Lehrmitteln im Betrage von 1000 Mt. Da nun der Kreis im Rechnungsjahr 1905 nicht in der Lage ist, die Kosten für die landwirtschaftliche Winterschule auf­zubringen, hat sich der landwirtschaftliche Bezirksverein des Kreises Gießen bereit erklärt, dem Kreise einen Betrag von 2050 Mt. für den erwähnten Zweck zur Verfügung zu ftellen, vorausgeseßt, daß der Kreis die landwirtschaftliche Winterschule als Kreisanftalt übernimmt. Der Kreisausschuß beantragt, das Anerbieten des landwirtschaftlichen Bezirks­vereins anzunehmen und die geplante Winterschule als Kreisanstalt zu errichten. In gleicher Weise hat sich der Landwirtschaftliche Bezirksverein bereit erklärt, für das Jahr 1905 die Mittel für eine Wander- Koch- und Haushaltungs­schule im Betrage von 1000 Mt. für einmalige Ausgaben ( Anschaffung von Geräten 2c.) und von 900 Mf. für wieder­tehrende Ausgaben für die Zeit vom 1. Oktober 1905 an dem Kreise zur Verfügung zu stellen. Seit Herst 1900 be­steht im Kreise Wetzlar eine vom Kreis eingerichtete und unterhaltene wandernde Haushaltungsschule, nach deren Muster eine solche auch im Kreise Gießen ins Leben treten Die Dauer der Kurse beträgt im Durchschnitt foll. 7 Wochen. Der Untericht erstreckt sich auf Kochen, Waschen, Bügeln, Nähen, Flicken, Stricken, Stopfen u. s. w, sodaß alle einer Hausfrau im Haushalt obliegenden Arbeiten theoretisch und praktisch gelehrt werden. Hauptgewicht wird auf die Pflege des Ordnungs- und Reinlichkeitsfinnes und auf die richtige Sparfamfeit gelegt. Neben der gewöhn­lichen bürgerlichen Küche und der Fertigkeit in allen im Haushalt vorkommenden Handarbeiten wird auch die Her­stellung von Krankentoft gelehrt; ebenso werden die im Krankenzimmer erforderlichen gesundheitlichen Maßregeln besprochen. Um das fachgemäße Einkaufen zu lernen, haben die Teilnehmerinnen abwechselnd bei den Kaufleuten des Ortes, an welchem der Unterricht stattfindet, die für die Rüche notwendigen Waren einzukaufen. Die gesamte Küchen­einrichtung, sowie alle zur Erteilung des Unterrichts erforder­lichen Gerätschaften, insbesondere auch die zur Erteilung des ( Nähmaschinen, Baschkessel u. s. w.), ein Verbandtaften mit Unterrichts in Nähen, Waschen und Bügeln nötigen Geräte Verbandzeug und einfachen Heilmitteln werden vom Kreise angeschafft. Hierfür sind az einmaligen Roften für den Kreis Gießen 1000 Mt. vorgesehen.

Literarisches.

*** In Mittelbachs Kartenverlag in Leipzig erscheint jezt ein neues großangelegtes Kartenwert von Deutschland unter dem Titel: Neueste Spezialkarten für Hand, Reise und Kontor im Maßstabe 1: 300000. Der weitaus größte Teil von Deutschland liegt bereits in Einzelblättern fertig vor, jedes Blatt umfaßt einen oder auch mehrere Landesteile bezw. Provinzen. Der Preis der einzelnen Blätter ist troß ihrer Größe und trotz der schönen, vielfarbigen und flaren Ausführung ein sehr niedriger. So foftet z. B. das uns hier besonders interessierende Blatt Großherzogtum und Provinz Hessen in Um­schlag nur 1,50 Mt., aufgezogen, gebrochen 3,50 Mt. und als Wandkarte aufgezogen mit Stäben 5 Mt. Die vor­züglichen, sehr genauen Karten, die sich nicht nur zum Hand- und Reisegebrauch, sondern wegen der start hervor­tretenden Eisenbahnlinien auch zu Kontor- und Wandkarten gut eignen, seien angelegentlich empfohlen. Man erhält sie in jeder Buchhandlung oder auch direkt von Mittelbachs Verlag in Leipzig.

Neueste Nachrichten.

* Batu, 25. Mai. Ein neuer Todeswurf. Gestern Nachmittag 3 Uhr wurde Gouverneur Fürst Nakashidze durch eine Bombe getötet, ebenso ein Kosaden- Offizier, der zufällig vorbeiging; der Kutscher wurde verwundet.

Marttberiste.

Steben 25. Mai. Muf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per fb 105-1.20., Sühnereler ber Stid 5-6 fg., Enteneler St 6-7 Ri pez St. 6-8 Pig., Käsematte& St. 5-6 Pfg. Erbien per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Bfg.. Tauben per Paar 0.80-1.00, pugner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Sahnen, per

× Kunst- Gemälde- Ausstellung. In der Gießener Generalversammlung des landw. Bezirks- Stid 6.80-1.80, Entes per Stud 1.80-2.20, Gänse ver Bfb. Kunstgemälde Ausstellung sind gegenwärtig über 100 G- de und Portraits berühmter Rünstler ausgestellt. Von heutigen Tage ab sind 4 Portraits einer einheimischen Künstlerin( Marie Felsner) für kurze Zeit ausgestellt.

Das Ende der Krachenburg". Wie uns mitgeteilt wird, besichtigte am vergangenen Montag ein Be amter der Regierung aus Darmstadt in Gegenwart unseres Oberbürgermeisters Mecum sowie eines Beamten der Pro­vinzialbehörde die in der Neuen Bäue gelegene Bierde Gießens, die im Volksmunde weit und breit bekannte Krachenburg". Es soll dem Befizer derselben jetzt eine bestimmte Frist zum Abbruche des Gebäudes gegeben worden

sein.

* Lollar, 23. Mai. Gemeinderat fitung. Wir werden fünftig stets die Tagesordnung und einen umfassenden Bericht der Sitzungen des Gemeinderats Lollar bringen. In der Sizung am Montag waren anwesend: Bürgermeister Zimmermann, Beigeordneter Schmidt, sowie die Herren

Man schreibt uns:

In der am 23. da. Mts. im Café Ebel dahier stattge­fundenen Sigung des landw. Bezirksvereins Gießen wurden die in der Ausschußsizung vom 18. Mai gefaßten Beschlüsse genehmigt nämlich:

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1. Der Voranschlag wird genehmigt. 2. Die in dem Voranschlag für Errichtung einer Landwirtschafts­schule und einer Wander- Henshaltungsschule vorge sehenen Beträge werden dem Kreise Gießen unter Voraus­seßung überwiesen, daß derselbe im Laufe des Rechnungs­jabres 1905 diese beiden Schulen als Kreisanstalten ein­richtet und übernimmt, einstimmig die Genehmigung erteilt. Der Ort, an welchem die landm. Winterschule tommt wird von einer Kommission demnächst bestimmt werden.

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Dem wiederholt ausgesprochenen Wunsche der Land­wirtschaft treibenden Bevölkerung auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Winterschule im Kreise Gießen ist jetzt

00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schwetne fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kello 6.50 5. 7.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Mepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Markizeit im Umberzieben fetlgeboten werden.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung is Hessen für Freitag, den 26. Mai. Zunächst heiter, später woltig und stille Ge­witter; erheblich wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inferatenteil: Ibin Klein, für den Abrigen Inhalt: Georg Horn, belbs in Siegex.