Ausgabe 
23.9.1905 Erstes Blatt
 
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russischen Admirals Jessen und des japanischen Admirals Schimamura statt, um die Bedingungen des Waffenstill­standes zur See auszuarbeiten. In der fünfstündigen Be­sprechung wurde die Demarkationslinie festgelegt und die Ausschließung von Kriegskonterbande bestimmt. Ueber einen Geheimvertrag zwischen Rußland und Japan soll der Rechtsbeistand der Russen Professor Martens Angaben ge­macht haben. Darnach habe der Zar den größten Teil Jeines Privatvermögens in amerikanischen Eisenbahnwerten angelegt, und diese Gelder sollen der japanischen Regierung zur Erschließung Koreas zur Verfügung gestellt werden. Die Runde klingt recht märchenhaft. Nach genauen Berech­nungen der Marineverwaltung wird der Totalschaden der russischen Marine während des Krieges auf 300 Millionen Rubel angegeben.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser ist in Begleitung der Kaiserin und der Prinzessin Victoria Luise bei prächtigem Wetter in Rominten angekommen. Zwei Mädchen überreichten der Kaiserin und der Prinzessin Blumensträuße. Unter dem Jubel des aus der ganzen Umgegend zusammengeströmten Publikums fuh­ren sodann die Fürstlichkeiten durch die reichgeschmückte Dorf­straße, an der die Schule von Groß- Rominten Spalier bil­dete, nach dem Jagdschloß Rominten. Das Wetter ist prächtig.

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Die Mutter der deutschen Kronprinzessin, die verwit­wete Großherzogin Anastasia, ist von Gelbensande nach Cannes abgereist.

Zum chinesischen Gesandten in Berlin ist Yang, der bisherige Gesandte in Wien, ernannt worden. An seine Stelle tritt Lichingtai, ein Sohn des verstorbenen Lihungtschang.

Deer und flotte.

Vermehrung des deutschen See- Offizierkorps. Eine Faiserliche Kabinettsordre sette dem Vernehmen nach die Vermehrung des See- Offizierkorps diesen Herbst um 142 Stellen fest.

Soziales Leben.

Aussperrung in der Elektrizitätsindustrie in Berlin. Die Differenzen in den Berliner Elektrizitätswerken haben zu der Aussperrung von 8000 Arbeitern geführt. Die Be­wegung scheint weitere Kreise ziehen zu wollen, so daß ein Streit von 50 000 Arbeitern droht.

Nab und fern.

f Von der Cholera. Die Cholera- Gefahr kann wohl als endgültig beseitigt angesehen werden. Aus dem infizierten Gebiet liegen nur einzelne wenige Meldungen vor. In Berlin ist unter verdächtigen Erscheinungen ein Schiffer er­frankt, der von der Oder mit seinem Kahn gekommen war. Er ist ins Krankenhaus abgeführt. Zu größerer Sicherheit sind die Flußbadeanstalten in Berlin geschlossen, weil die Möglichkeit einer Einschleppung durch die Schiffer aus den berseuchten Gewässern nicht ausgeschlossen ist.

Hamburgs neuestes Bahnprojekt. Die Stadt Hamburg will eine Straßen- und Vorortbahn bauen, da die Straßen­bahn überlastet ist und den Verkehr nicht mehr bewältigen fann. Nach langen Differenzen über die Ausführung haben sich nun Senat und Bürgerschaft auf ein Projekt geeinigt, dessen Baukosten 40 Millionen Mark betragen. Dazu kom­men noch 1 Millionen Mark, die ein großartiger Straßen­durchbruch vom neuen, noch im Bau begriffenen Zentral­bahnhof nach dem Rathausmarkt verursacht. Der Betrieb der Bahn wird nicht vom Staate übernommen, sondern soll im Submissionswege an eine Privatgesellschaft vergeben werden.

Eisenbahnunfälle. In der Nähe von Zobten entgleiste infolge eines Schienenbruches ein Personenzug. Die Loko­motive, der Postwagen und ein Packwagen stürzten vom Bahndamm hinab. Personen wurden nicht verlegt. Auch ein anderes Eisenbahnunglück, das sich auf Bahnhof Martin­stein ereignete, ging ohne Schädigung von Menschenleben ab. Dort fuhren infolge Ueberfahrens des Einfahrtssignals zwei Güterzüge aufeinander. Sieben Wagen entgleisten.

in Sachsen- Meiningen geboren, hat also ein Alter von 65 Jahren erreicht. In Meiningen lebte er seit 1885, nad­dem er vorher in verschiedenen Orten Desterreichs als Lehrer und Schriftsteller tätig gewesen. Von seinen Werken errangen namentlich Zlatorog"," Frau Holde"," Sommer­märchen", die Spielmanns- und Wanderlieder große An­erkennung und Verbreitung.

OP Professoren- Austausch zwischen Amerika und Deutsch­land. Der Physiker Professor Oswald von der Leipziger Universität ist nach Amerika abgereist, um in der Harvard­Universität Vorlesungen zu beginnen. Es ist das die erste Folge des vom deutschen Kaiser angeregten Professorenaus­: ausches.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Die Polizeistunde für Bahnhofswirtschaften. Der Feriensenat des Thüringer Oberlandesgerichts erkannte da hin, daß die Polizeistunde auf Bahnhofswirtschaften keine Anwendung finde, da die Wartesäle der Bahnhöfe, selbst wenn sie von Nichtreisenden aufgesucht würden, doch ihrem Wesen und Zweck nach einen von dem Gewerbebetrieb der Eisenbahnunternehmungen unlösbaren Teil bilden. Ein praktisch brauchbares, sicheres Erkennungszeichen für Nei sende und Nichtreisende gebe es nicht, wenn man nicht etwa durch Anordnung des Fahrkartenvorweises dem Verkehr geradezu unerträgliche Fesseln anlegen wolle.

Sihung der Stadtverordneten Gießens.

?? Gießen, 22. September 1905. Diese erste Sigung nach den großen Ferien war im Großen und Ganzen für die Allgemeinheit weniger interessant; bei Punkt 3: die Teuerung der Lebensmittel gab es eine etwas zugespitzte Debatte. Die Stadtverordneten waren bis auf die drei Stadtv. Faber, Haberkorn und Heim vollzählig erschienen. Neben dem Oberbürgermeister waren auch alle 3 Beigeordnete anwesend.

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Nach stattgefundener Auslosung von Schuldverschreibungen aus den Anlehen 1893, 1894 und 1895 teilt D.-B. Mecum mit, daß kommenden Sonntag in der Stadt- Mädchenschule eine Blumen Ausstellung stattfinde, wobei die Schul­mädchen die ihnen anvertrauten Blumen und Pflanzen mit zur Schau bringen. Die bestgepflegten Blumen tragen dem betreffenden Kinde eine Auszeichnung ein. Die Parzellen vermessung rechts der Lahn geschieht durch den Stadtgeometer. Hierauf ging man zum nächsten Punkt:

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Die Teuerung der Lebensmittel über. D.-B. Mecum berichtete, daß die Sozialpolitische und die Finanzkommission in einer gemeinschaftlichen Sigung die zur Zeit sehr wichtige Frage beraten haben und folgenden Beschluß:

Ergänzung, daß wenn betr. Fischversorgung ein Ergebnis innnerhalb 8 Tagen mit den hiesigen Händlern nicht erzielt wird, die Stadt den Bezug und Verkauf dann selbst in die Hand nehmen soll. Hierfür wurde ein Kredit von 7-800 Mart bewilligt.

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Punkt 4 der T.-D. umfaßt Otto Soni

8 Dispensgesuche. Philipp Horn will an seinem in der Großen Mühlgasse gelegenem Hause einen Erter anbringen; wird genehmigt. Kaufmann Konrad Schmidt am Seltersweg läßt bekanntlich an Stelle seines alten abgerissenen Geschäftshauses einen Neubau errichten. Da wenig Terrain zur Verfügung steht, wird ihm genehmigt, daß die nach den Anliegern zu gelegenen Fenster eine Entferung von weniger als 3 m haben können. Die nachgesuchte Erlaubnis zur Errichtung eines Schaufensters nach dem Treppenhause zu wird verneint. Die vom Gärtner Louis Becker nach­gesuchte Errichtung von 2 weiteren Treibhäusern hinter seinen 3 alten am Steinbacher Weg findet teinen Widerspruch. Louis Hell mold will schon ist an der längs des Bahn­Dammes projektierten Straße in der Schwarzlach ein Wohn­haus errichten. Die Bauerlaubnis wird ihm versagt, da man erst die vorhandenen Straßen( Weser-, Eder-, Schott straße, Afterweg) ausbauen will. Die Attienbrauerei resp. Herr Bichler will in der Kaplansgasse 10, wo Konzession ist, einen Umbau des Hauses vornehmen, um vergrößerte Loftalitäten zu bekommen. An der Straße muß für den neuen Fluchtlinienplan ein Streifen liegen bleiben, dafür will die Stadt eine gleich große Fläche von dem dahinter liegenden Stadtgraben abtreten. Will die Brauerei

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auch noch das andere übrig bleibende Terrain taufen, werden Wandwirtschaftli 30 Mart pro qm festgesetzt. Konrad Häuser beabsichtigt Mainz troß der ü Riegelpfad 22 ein Hinterhaus zu errichten. Es ist dies ein freier Platz, die Baud putation erblickt hierin ein Aus­schlachten des Geländes und beantragt Abweisung des Gesuches. Geschieht. Frau Dr. Fett ist um Eclaubnis der Errichtung von Nebengebäuden( die für Aborte und Treppen dienen) für Grünbergerstraße 23 eingefommen. Da solche an öffentlichen Straßen nicht stehen dürfen, fie fich aber auf die gleichen Zustände des Rebenanliegers Trageser Meyer beruft, wird das Gesuch genehmigt, wenn auch sie wie Herr Meyer einen gleichen Revers anerkennt, wonach auf Anfordern der Stadt jederzeit die Gebäude wieder niedergelegt werden können. Mit dem Bau der Irren­anstalt soll im nächsten Jahr begonnen werden. Jetzt foll das Pförtnerhaus erbaut werden, damit so bald wie möglich auch ein Baubureau am Blaz errichtet werden kann. Die Genehmigung, das Pförtnerhaus gleich massiv ausführen Bunft 5: Einsprüche von den zu können, wird erteilt. Herren Bischoff und Appel gegen den Fluchtlinien plan für die Wilhelmstraße zwischen Ludwig- und Ebelstraße, zeigte, daß die Stadtverwaltung streng bemüht ist, den Charakter der Wilhelmstraße als Villenstraße beizubehalten. Die beiden genannten Anlieger wollen statt 8 m nur 5 m Vorgärten auf der bezeichneten Teilstrecke. Das Haus sprach sich aber nur für gleichmäßige Baufluchtlinie, also 8 m Vorgärten, aus. An der Licherstraße befizt die Stadt noch 3 fleine Baupläge. Eine praktische Verwendung auch für später fann nicht in Frage tommen und wird darum der Verkauf derselben beschlossen. Stadtv. Dr. Ebel rahm hierzu als Anhänger der Bodenreform das Wort ind ermahnte, daß die Stadt so wenig wie möglich Gelände verkaufen solle, da nach Berechnung oie Einwohnerzahl Gießens fich in 50 Jahren mehr wie verdoppelt habe und der Grund und Boden in­folgebeffen immer mehr im Werte steige. Dem Heinrich Winn wird genehmigt, daß er den Stadtbach im Zuge der Großen Mühlgasse mit einem Fußsteg, der 1 m breit ist, überbrücken fann. Der Herstellung eines schienen. freien Ueberganges im Zuge der Frankfurterstraße, also Berlegung der Frankfurter- und damit zusammenhängend der Liebigstraße, brachte teine lange Debatte. Der D.-B.

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art.

Man beantragt, von Aufhebung des Oftrois auf Fleisch usw. abzusehen, dagegen in Gemeinschaft mit anderen Städten bei der Staats- und Reichsregierung wegen Oeffnung der Grenzen für gesundes Vieh und Gestattung der Einführung aus. ländischen Fleisches vorstellig zu werden" als praftisch befunden und selbigen der Versammlung zur Stadtv. Krumm fritisierte diesen Antrag in einer mitunter nicht sehr feinen Weise, tritt ganz entschieden für Aufhebung des Oftrois auf Fleischwaren ein und bedauert, daß diese Kommissionen nicht mehr Organisations, und Geschäftsgeist gezeigt und die Versorgung der Stadt mit Seefischen nicht selbst in die Hand genommen habe. Von Stadtv. Schmall werden die Angriffe scharf zurück­gewiesen, die Kommiffionen haben getan was sie im Intereffe der Stadt zu tun in der Lage seien. Die Aufhebung des Oftrois auf Fleischwaren tönne aber unmöglich beschlossen werden, es bedeute dies sonst einen Ausfall von ca. 40000 Rt. im Stadt Budget oder die Kommunalsteuern müßten um 6% erhöht werden. Ob dies ratsam sei, da erst vor furzem eine 12% Erhöhung eingetreten ist, möchte er sehr bezweifeln. Im Uebrigen solle doch der Stadtv. Krumm erläuterte an Hand einer Zeichnung, wie es eventuell möglich mit praktischen Vorschlägen fommen, soll Mittel und wäre, aber der Stadt tofte das nahezu 200 000 Bege angeben, wie die Stadt den Ausfall decken und Dbgleich die Eisenbahnverwaltung recht bald einen definitiven Bescheid haben möchte, da sie den Wärterposten eingehen Sonstige Besserungen vornehmen fann. Er tomme immer mit Redensarten, aber nie mit Tachsachen. Der D.B. habe lassen will, sagte man sich doch, die Stadt kann noch warten, durch Zahlen bewiesen, daß ein wirklicher Viehmangel auf so brennend ist für sie die Frage noch nicht. Zur Aus­dem städtischen Schlachthof noch nicht vorhanden gewesen führung des Projektes wäre( nach Angaben des D.-B.) ſei. Stadto. Justizrat Dr. Gutfleisch greift hierauf notwendig, daß die alte fatholische Kirche zum Teil und die Es wurden in die Debatte ein. Er sagt, daß hier nicht der Platz sei alte Klinif ganz angefauft werden müßten. dann weitere Kanalarbeiten an Jäger& Rumpf und die Frage: Hebung der Fleischnot zu prüfen; er halte auch eine Eingabe an die Regierung oder Bundesrat für ganz die Pflasterarbeiten für die Straße neben der Veterinäranstalt unpraktisch, selbst im Sinne einer demonstrativen Resolution. an Suchan Krofdorf vergeben. Gegen den Eintritt Es sei das ein bescheidener Wunsch, aber wie gesagt, eine des Fabrikanten Georg Throm in die Bachtgemeinschaft am Bei Puntt 13: praktische Erfahrung wird sie nicht ergeben. Wohl aber Seltersberg wurde nichts eingewendet. würde er sich freuen, wenn der Tag fommt, da das Dftroi Gewährung freier Lehrmittel an den Volksschulen war man ge­ganz fällt, denn es ist dies immer s. E eine ungleiche teilter Meinung. Schulvorstand und Schulfommission wünschen, Besteuerung der Bürger; andererseits ist er nie im Zweifel daß nur noch neue Bücher ausgegeben werden möchten, um bahn fuhr und daher stark beſetzt war. Durch die Entglei gewesen, daß eine Stadt wie Gießen das Oftroi nicht auf auch der Uebertragung von Krankheitsstoffen, was mit alten einmal, sondern nur nach und nach abschaffen solle. Wir gebrauchten Büchern doch geschehen fann, vorzubeugen. Die sind jetzt mitten im Jahr, die Steuern sind für das laufende Mehrkosten betragen nur rund 225 Mr. Stadtv. Jann Geschäftsjahr festgelegt und auch er halte deshalb die Auf- ist für diesen Votschlag nur deshalb, weil jede neue Auf­hebung des Dftroi für eine sehr bedenkliche Sache. Ob aber lage eines Buches anders ist. Andererseits ourde angeraten, das Fleisch wirklich im Preis zurückgeht, wenn das Oftroi man solle doch wegen der Ansteckungsgefahr nicht so ängstlich aufgehoben wird, könnte er nicht voraussehen, die Erfahrungen sein, auch immer bestrebt sein, zu sparen und die Kinder bei den Bäckern hätten anders gelehrt. selbst würden Stadto Krumm wenn sie wissen, daß sie die ihnen aus­tommt nochmals auf die Fleischnot zu sprechen und be gehändigten Bücher nach Schluß des Jahres wieder zurück. Die Ab­geben müssen hauptet, daß die Quantität und besonders die Qualität im mehr zur Ordnung erzogen.

Verdorbene Wurst. In Gültstein im Württembergischen sind fünfzig Personen unter Anzeichen von Vergiftungen zum Teil schwer erkrankt. Bei einigen traten Lähmungs­erscheinungen ein. Die Krankheit schreibt sich vom Genusse schlechter Wurst her.

Selbstmord eines polnischen Agitators. Der aus dem polnisch- akademischen Geheimbundsprozeß bekannte und aus dieser Ursache aus dem Justizdienste entlassene Bankdirektor Dr. Karás wurde in Posen von einem Eisenbahnzug über­fahren und sofort getötet. Es scheint sich um Selbstmord zu handeln.

Schweres Unglück auf der Straßenbahn. In Jossy entgleiste ein Wagen der Straßenbahn, der nach der Renn­

sung wurde der Wagen gegen ein Haus geschleudert. Füns Personen verloren dabei das Leben.

Selbstmord ans Gram. Aus Gram um den Tod seiner Frau nahm in einem Park bei Florenz der General Quara tesi sich das Leben. Der Unglückliche war Kommandant der Artillerie zu Bologna gewesen und hatte früher als Instruk teur der Artillerie in Japan geweilt.

Verhafteter Falschmünzer. Nach längerem Suchen ist es der Wiener Kriminalpolizei gelungen, dem Urheber der in Desterreich verbreiteten falschen Fünfzigkronen- Noten aus die Spur zu kommen. Die Falsifikate wurden von London aus vertrieben, und dort ist ein gewisser Nuchem Schapira, ihr Verfertiger, verhaftet worden.

Bergsturz in Sizilien. Eine fürchterliche Statastrophe wird von der Insel Sizilien gemeldet. In der Schwefel­gruben- Gegend wurde ein Erdbeben gespirt. 3u gleicher Beit tobte ein heftiges Gewitter. Eine der Schwefelgruben stürzte ein und verursachte einen ungeheuren Bergsturz. Ein Dorf an dessen Fuß wurde vollständig verschüttet. Die Opfer der Katastrophe zählen nac) Hunderten.

Kunft und Wiffenfchaft.

BN Rudolf Baumbach 7. Der Dichter Rudo., Baumbach ist in Meiningen gestorben. Er war 1840 zu Stranichfeld

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Weiter sagte Stadtv. Krumm, bei Zurückweisung der ihm vom Stadiv. Schmall gewordenen Entgegnungen, wörtlich: Ich wußte noch nicht, daß Herr Schmall in der Finanz­tommission gewesen ist. Hierüber allgemeine Heiterfeit. ( Auch wir finden diese Erklärung für, gelinde gesagt, recht sonderbar. Die Herren wissen doch ganz genau untereinander, welchen Spezialfommissionen sie angehören. D. Red.)- Stadtv. Haubach unterstützt die Resolution, auch wenn sie nur demonstrativ ist; betr. Oftroi ist er nicht für Auf­hebung. Wegen bes beantragten städtischen Fischverkaufs ist er der Ansicht, man solle sich nicht in private Geschäftsan­gelegenheiten mischen. Hierauf wird der Antrag nach Beschluß der beiden Kommissionen angenommen mit der

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Bücher weiter zur Benußung ausgegeben werden. Schluß der T.-D. wurden Wirtschaftstonz ssionen erteilt dem Heinrich Busch für Kanzleiberg 5( Ede Sonnenstraße), dem Jakob Wörner für Weftanlage 64( bisher Schneider), dem Karl Leven für Afterweg 7( Herkules), dem Heinrich Blum 3. Licherstraße 57( bisher Hengst'sche Wirtschaft), dem Friedrich W. Schmidt für Hotel Vittoria, dem Hermann Schrödel für Schotts Weinstube, dem Franz Buchberger für Riegel. pfad 38, dem Karl Textor für die Liebigshöhe" und dem Reinh. Buß für den Neuen Saalbau". Verneint wurde die nachgesuchte Konzession dem Schreiner Emil Schön für Ecke Ebel- und Wilhelmstraße und dem Hermann Euler für Ludwigstraße 57.

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