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[ Das Gnt Cadinen,] das der Kaiser von dem kürzlid berstorbenen Landrat a. D. Birkner übernommen hat, is
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die Zahlung einer reichlichen jährlichen Leibrente und end lich die Entrichtung eines dem Werte des lebenden und toten Inventars entsprechenden Rapitals stipuliert.
[ Der 3000. Bonne: Student.] Der stud. phil. o. hannes Spengler aus Mettmann hat das Glück, der 3000. Student zu sein, der in diesem Semester in Bonn imma trikuliert wurde. Außer einer Ehren- Aufnahmeurkunde und Erkennungskarte, die in goldener Schrift die Zahl 3000 zeigen, bringt die Würde des dreitausendsten akademischen Bürgers dem jungen Herrn noch eine ganze Menge brat. tischer Annehmlichkeiten: freie Beche in Wirtshäusern u. dal.
§ Wegen Erpressung wurde von der Straffammer zu Breslau der aus dem Berliner Gefängnis dorthin transpor tierte Handelsmann Bruno Lächel zu drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Lächel verbüßt zurzeit seine Strafe, zu der er im Prozeß Hasse verurteilt wurde.
Zum Tode verurteilt wurde der Frauenmörder Hoch in Newyork. Er stand im Verdacht, eine ganze Reihe Frauen ums Leben gebracht zu haben. In einem Falle konnte ihm ein Giftmord nachgewiesen werden, und deswegen ist nun die schwerste Strafe über ihn verhängt worden.
Sittenbi [ Die brave Tochter.] Ein eigenartiges fonnte ven Straßenpassanten in einem oldenburgische. Etädtchen beobachtet werden. Heulend lief ein Mädche von 12-13 Jahren umher und suchte nach einem Schutz. mann. Grund:„ Mein Vater, der Lump! hat mich ge hauen!" Durch einen Schußmann wurde festgestellt, daß das Mädchen böswillig einen neuen Sorb ruiniert und des halb vom Vater gestraft worden war.
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[ Eine Wiederbelebung der mittelalterlichen Veilchen. feste] wurde mit großem Erfolg in Wien versucht. Im Meidlinger Park war ein Hoflager im Stil des vierzehnten Jahrhunderts aufgeschlagen. Ein historischer Festzug zeigte den Freund des Minnesangs, Herzog Otto, hoch zu Pferd an der Seite seiner Gemahlin, umgeben von Troubadouren, Edeldamen, Bürgern und fahrendem Volk. Vor dem mit großer Pracht ausgestatteten Herzogszelt löste sich der Zug auf, und es begann ein fröhliches Treiben, das die Sitter des vierzehnten Jahrhunderts mit mode Einrichtunger glücklich verband.
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[ Wieder vercint.] Ein rührendes Geschichtchen wird Don englischen Blättern berichtet: Vor etwa Jahresfrist kam eine hübsche junge Frau nach Llangolln und trat als Schenk mamsell in ein großes Familienhotel ein, in dem sie sich als Fräulein A. vorgestellt hatte. Ihre Identität wurde nie. mals bezweifelt, bis vor einigen Tagen ein Reisender sie als die fortgelaufene Frau eines sehr bekannten Herrn aus Car diff erkannte, der große eigene Besitzungen hat und außerdem einem Engrosgeschäft vorsteht. Der Reisende ließ daran eine Mitteilung an den betreffenden Herrn gelangen, und dieser kam denn eines Tages in seinem Automobil von Car diff nach Llangolln. Nachdem die Frau sich zuerst nach dem Befinden ihres Sohnes erkundigt hatte, verlangte sie drei Tage Bedenkzeit, um sich zu entschließen, ob sie nach Haust zurückkehren wolle oder nicht. Sie entschied sich für die Häus. lichkeit und kehrte glücklich und wiederversöhnt mit ihrem Gatten zurück.
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[ Gin loyaler politischer Flüchtling.] Man erinnert sich noch der aussehenerregenden Flucht, die den zweiten Kammerherrn des Sultans Arif Ben mit seinen beiden Schwägern, den Generalen Achmed und Kiza Pascha, vor einigen Wochen vom Bosporus an die sicheren Ufer der Ecine brachte. Arif Bey war flug genug, seinen Parijer Aufenthalt weder zu sensationellen Interviews mit Jour nalisten, noch zu den sonst bei solchen Gelegenheiten übl arbordenen vifanten und indiskreten Publikationen zu be. nigen. Er und seine Verwandten verhallen sich politisch sti 1 Paris, geben sich den Vergnügungen der ihnen bis dahir unbekannt gebliebenen Weltstadt hin und finden sich von Zeit zu Zeit in der ottomanischen Botschaft ein, um ihrer Loyalität für den Sultan Ausdruck zu geben. Vorige Woche sandte Arif Bey dem Sultan ein direktes Schreiben, worin er ihn bittet, ihn und den Seinigen die kaiserliche Gnade autch weiterhin erhalten zu wollen. Arif, der die Gewohnheiten und den Geschmack Abdul Hamids, zu dessen engerer Umge bung er zählte, genau fennt, schickte außerdem dem Sultan eine Reihe von Geschenken. Unter anderem zwei kostbare Schirme, ein Dußend seidener Hemden, ein kleines japanisches Zelt, mehrere reichverzierte Bleistifte, einen Stock usw. Der Sultan nahm die Geschenke entgegen und ließ durch Vermittlung des Harems von Arif Bey diesem danken. Ari Beh erhält nach wie vor seine großen Bezüge als Kammer herr regelmäßig ausgezahlt und man glaubt, daß er in Bälde wieder zurückkehren und seinen beren Dienst aufnehmen werde.
Lokales.
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22. Mat 1905. ** Donnerstag, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, pünktlich, findet eine Sigung der Stadtverordneten. Bersammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Erbauung eines Stadttheaters. 2. Baugesu des Balthaser Somber für die Balltorstraße; hier: Dispens. 3. Baugesuch der Firma Heyligenstaedt& Romp. für die Liebigstraße; hier: Dispens. 4. Ranal in der Durchfahrt zwischen Kirchstraße und Burggraben. 5. Kanalanschluß der Hofraiten Walltorstraße 53, 59 und 63. 6. Vergebung der Lieferung von ement. 7. Anschluß der Klärbedenanlage an das Elektrizitätswert. 9. Neu8. Ersatz des Ventilbrunnes am Dswaldsgarten. bau der Höheren Mädchenschule; hier: Vergebung von Arbeiten. 10. Genehmigung von Rechnungen. 11. Beschaffung eines Reservesarges für den Friedhof am Reb. berg. 12. Beschaffung von zwei Hundekäfigen. 13 Verbreiterung der Marburgerstraße; hier: Kaufvertrag mic Julius Wellhöfer. 14. Gesuch des Karl Jugha 2 m Bachtnachlaß wegen teilweiser Entziehung des ru stücks am Hohleichweg. 15. Gesuch der städtischen Forstwarte um Gewährung einer Vergütung für Beiwohnung bei den Holzversteigerungen. 16. Erlaß einer Polizeiverordnung,
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die Ein- und Durchfuhr von frischem Fleisch betreffend. 17. E az einer Polizeiverordnung über Trischinenschau. 18. such des Ludwig Feidel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Sonnenstraße 3 19. Gesuch des Hermann Weiler um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Krofdorferstraße 13. 20. Gesuch des Gustav Köpper um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Walltorstraße 46.
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s In Sachen Chelius werden die Vernehmungen fortgefeßt. 8. 8t. werden genauere Ermittelungen über den Umgang und Verkehr des Ch. angestellt, damit man event. nähere Ursachen über die Veranlassung seiner Verfehlungen feststellen fann. Eine Untersuchung über seinen Geisteszustand ist wahrscheinlich.
** Gestern Abend hielten die Gießener Freiwilligen Feuerwehren eine Hauptübung ab, bei der auch die neue Leiter zur Berwendung gelangte.
*** Der Gernhardtsche Zither- und MandolinenChor zu Gießen gibt am fommenden Sonntag im„ Neuen Saalbau" einen musikalischen Unterhaltungs- Abend, zu dem ein sehr reichhaltiges Programm vorgesehen ist.
** Die von der Contentia Gießen Sonntag auf der Schönen Aussicht" veranstaltete Nachfeier ist sehr nett verlaufen. Trotz der ungünstigen Witterung waren zahlreiche Teilnehmer erschienen und ergößten sich an den gebotenen Berstreuungen auf das beste. Für die Kinder gab es u. a. eine Polynese. Die Feier fand erst in später Abendstunde ihren Abschluß.
** Der diesjährige Verbandstag des Verbandes der Spenglermeister und Installateure findet vom 27. bis 29. Mai in Gießen( Hotel Einhorn) statt. Die Tagesordnung ist sehr reichhaltig.
*** Der Auftrieb auf die Jungviehweiden bei Bell, Lauterbach und Hungen( Provinzial- Fohlenweide) beginnt am 29. und der auf die Jungviehweide bei Wenings bereits am 27. Mai.
Die Bahnprojekte. Zu der fommenden Donnerstag im Café Leib abzuhaltenden Versammlung des Bürgervereins Gießen übermittelt man uns mit der Bitte um Veröffentlichung aus Alten- Buseck nachstehendes Schreiben: Zu dem Bahnprojeft Gießen- Beuern wird eine Donnerstag, den 25. Mai, im Café Leib tagende, von Seiten des Bürgervereins Gießen einberufene Bürgerversamlung Stellung nehmen, von welcher die geeinigten Gemeinden Alten- Bused und Beuern den besten Erfolg hoffen. Leider mußte man von einer Vertretung der einzelnen Ortschaften Abstand nehmen, trotzdem es nicht ausgeschlossen ist, daß ein Delegierter zur obigen Versammlung erscheinen und die nähere Begründung zu der in Frage stehenden Bahn für diese Ortschaften vorbringen wird. Es wird sicherlich flar werden, ob sich die Gießener Bürgerschaft für Verlegung der Oberhessischen Bahn von Großen Buseck über Alten- Bused und Wieseck, wie die Gemeinde Wieseck es wünscht oder für das Bahnprojekt Gießen- Beuern erfären wird. Zur Erwähnung noch, daß die hier in Frage tommenden Gemeinden ihre Bedarfsartifel fast ausschließlich allein aus Gießen beziehen und desto mehr ist daher auch zu hoffen, daß alle, Abnehmer und Geschäftsinteressenten, bei der Berwirklichung dieses Projekts hilfreich zur Seite stehen und dann die erforderlichen Schritte mit den Kommissionen der Gemeinden Bieseck, Altenbuseck und Beuern sowie der Gemeinde Bersrod, welche eingegangener Erfundigungen zufolge, den Ausbau dieser Bahn nach Homburg uns zusichert, da die Gewerkschaft Elisenburg ein ganz bedeutendes EisenSteinlager ihr Eigen nennt, aber lediglich der ungünstigen Frachtverhältnisse halber nicht außnüßen kann. Der gegen. wärtige Betrieb der Lungsteinbrüche in Beuers und der hiesige Personenverkehr, der Versand von Dcer- und Formsand von Wiesed würden gewiß zur Rentabilität dieser Bahn beitragen und werden sicherlich die Zweifel daran in den Hintergrund stellen.
▲ Aus der Wetterau, 22. Mai. Nach Nieder- Wöllftadt findet am 4. Juni die Gauturefahrt des Ganes Hessen statt. Vorgesehen ist u. a. ein Wetturnen in volkstümlichen Uebungen, wozu sich ca. 300 Turner gemeldet haben.
Albenstadt. Sier verunglückte der Dienfitnecht Reichert schwer. Er fiel unter sein schwerbeladenes Fuhrwert und erlitt schwere Verlegungen am Kopf und einen Schenkelbruch.
* Braunfels, 22. Mai. Spurlos verschwunden ist seit einigen Tagen der hier in Stellung befindliche, etwa 24jährige Bureaugehilfe Buchholz.
Rechtenbach, 22. Mai. Der Zug des Todes. Am Sonntag Morgen ist eine befannte und grachtete Perfönlichkeit, unser Bürgermeister Hardt verschieden. Der Verstorbene hat drei Jahrzente lang an der Spiße unseres Gemeinwesens gestanden.
§ Hirzenhain, 22. Mai. Brillantendiebstahl. Der Diener Schubring hat seiner Herrschaft dahier Brillanten und Wertsachen im Werte von 12 000 t. entwendet und sich auf die Flucht begeben. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat einen Steckbrief gegen ihn erlassen.
§ Nieder- Gemünden. Monntag, den 29. Mai, nachmittags, wird bei Wirt Söbler dahier ein Zahltag der
Rreistasse abgehalten.
*** Trensa. Am 9. Juli tagt hier die Generalversammlung des Kirchengesangvereins für den Konfiftorial bezirk Raffel unter dem Vorsiz des Generalsuperintendenten D. Werner- Kassel.
K Fulda, 22. Mai. 8ur Bonifacius- Ju elfeier haben sich bis jeßt 3 Kardinäle, 5 Erzbischhöfe, 20 Bischöfe, 2 Weihbischöfe, 7 Webte, 6 fürstliche Persönlichkeiten, 14 Grafen nnd 26 Barone angemeldet.
K Aus Rheinhessen, 22. Mai. Der Ertrag der Spargelernte bleibt in diesem Jahre in Bezug auf die Menge gegen die im Vorjahre erheblich zurück.
Literarisches.
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*** ,, Seeluft und Gesund eit" von Nervenarzt Dr. Otto Dornblüth, Frankfurt a. M. gibt den Lesern der Flotte", Monatsblatt des Deutschen Flotten- Vereins, eine Anregung, bei den Erholungsreisen im Sommer in erster Linie die Pläße an der See aufzusuchen, oder wenn möglich, eine Seereise zu unternehmen zur Kräftigung der Nerven, zur Wiederbelebung des ganzen Menschen. Ein Montag Morgen in der Ausbildungszeit" handelt von dem Leben und Treiben an Bord eines modernen Kriegsschiffes. Der Artikel ist von einem Fachmann geschrieben, aber für jeden Laien verständlich und anregend.„ Ein Besuch an Bord" ist der Brief einer jungen Dame genannt, die in Swinemünde Gelegenheit hatte, sich einige Stunden auf einem Kriegsschiffe umzusehen. Eine Notiz zur Sonderfahrt zur Rieler Woche, neues aus unserer Marine und Vereinsnachrichten beschließen die mit vielen Bildern versehene Nummer der Flotte".
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Marttberichte.
Blekes, 23. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfb. 105-1.20 M., Hübnereler per Stild 5-6 Bfg., Enteneter St. 6-7 Pfs., Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbfen per Liter 21 Bfg., Linjen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar f. 0.80-1.00, Hühner per Stüd t. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fg., Dchsenfleisch per fb. 70-80 3fg., Rindfletsch per fb. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 fa. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Big., Stalbfleisch per Bfb. 70-74 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 7.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00 Nüsse 100 St. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umberziehen fellgeboten werben. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Geßener Fleisch- und Brotpreise am 22. Mai 1905.
nachmittags. Zeitungsabbestellung. Kein Redakteur der Belt, und wäre er ein geborener Solon, fann es allen Lesern recht machen; was Tausenden gefällt, mag einem mißfallen, und nicht selten glaubt dieser einem wunder was zu tun, wenn er das Blatt, welches einen ihm mißfallenden Aufsaz veröffentlichte, möglichst oftentativ abbestellt. Was das für eine Birkung hat, besereibt ein Fachblatt recht drastisch:
Billst du erproben, welche Wirkung deine Abbestellung ge= habt hat, so stecke einmal deinen Finger ins Wasser und sieh zu, welches Loch er darin zurückläßt. Oder mache dir das Vergnügen und vereise einige Zeit. Stehrst du zurück, so wird die Hälfte deiner Bekannten erstaunt sein, zu hören, daß du überhaupt fortgewesen seieft, und die andere Hälfte wird deine Rückkehr ziemlich fühl lassen; der übrigen Welt ift aber völlig gleichgiltig, ob du fommst oder gehft, ob du geboren warft oder stirbst. Auch in der Bibel stehen Wahrheiten, die dir nicht angenehm flingen; versuchs, ob du diese Wahrheiten aus der Welt schaffst, wenn du deine Bibel verbrennst. Bestellst du dein Blatt ab und schimpfft auf seinen Redakteur, so wird das Blatt trotzdem ruhig weitererscheinen, und du wirst es höchstwahrscheinlich- ebenfalls ( heimlich) weiterlesen.
A Klein- Linden. Verunglückt. Der in BabenHausen in Garnison liegende Kanonier Schimmel von hier wurde von einem Pferd auf den Kopf geschlagen und schwer verlegt.
§ Steinbach, 22. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung feierte unser Ariegerverein am Sonntag sein 30jähriges Beftehen. Dem Verein wurde die vom Kaiser geftiftete Forenschleife überreicht.
?? Reiskirchen, 22. Mai. Schwere Verlegungen an der Bruft und mehrere Armbrüche trug ber 4jährige Sohn einer hiesigen Familie davon, der Ende letzter Woche die Bremse eines am Bergabhange stehenden Wagens löfte. Der Wagen fezte sich in Bewegung und ging über den Körper des bedauernswerten Kindes.
A Groß- Karben. Die Erweiterung unseres BahnHofs an der Main- Weserbahn soll demnächst begonnen werden.
Ochsen Kälber Schweine
Höchste Schlachtviehpreise
in Frank urt a. M.
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Fleischpreise in Gießen
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50 kg Schlachtgewicht 71-73 M. 1/2 kg 70-80 Pf. 1/2" 87-90 Pf. do. 70-74 do. 69-00 do. 66-76 Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 kg Weißbrot 2 kg 52 f. Roggen do. Schwarzbr. do. 48
18.60 M. 16 25
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Frankfurt a. M., 22. Mai. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiefiaer und Wetterauer Mt. 18.50-18.75, furhessischer Mr. 18.50-18.75 Roggen, hiesiger Mr. 15 60-15.90, russischer Mr. 00.00-00.00 Gerfte, hiesige Mr. 17.80 bis 18 00, Pfälzer Mr. 17.25 bis 18.50, fränkischer Mt. 17.80-18.25, Riedgerste Mt. 18.25 bis 18.40 Hafer, hiesiget unb Wetterauer Mt. 15.00-15.50, turhessischer Mr. 00.00-00 00, br erischer Mr. 15.00-15.50, Mais, Mixed Mr. 11.80-12.00 Alles pro 100 Kilo ab hier. Me hI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hief. O, Mt. 26.75-27.75, feinere Marken f. 29.00-29.25, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mt. 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-2527., hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feinere Marken 20.00-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22.- 23.25 bis 550, Weizenkleie 5.35-5.50, Roggenkleie Mt. 5.80-6.00 8. 1 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17 00. Weizenschalen 5.35 Weizenfuttermehl 6.50-7.50.
Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, ben 24. Mai. Trüb, mindig, fühl geringer Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)
Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenter: 1bin Klein, für den Abrigen Inhalt: Georg Horn, beib:
in Gießen.


