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hüte, Sportmüßen und Tropenhelme werden nur in ganz jeringen Mengen abgesetzt. Da die türkische Statistik Fes und eigentliche Hüte zusammen nachweist, lassen sich genaue ins Bett Bahlen für die einzelnen Gruppen nicht bringen. Der jähr­che Konsum Konstantinopels an Hüten und Müzen wird uf rund 800 000 Franken veranschlagt.

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chströmt den junger Mann in Pirmasens sein Eigentum zurück, eine des Lebens goldene Uhr und Nette, das ihm vor etwa 8 Jahren gestohlen neinbefinden hoorden war. Die Sachen wurden jetzt im Hausgang des

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Hauses, in dem der Bestohlene früher wohnte, gefunden. In dem Deckel der Uhr befand sich ein Zehnmarkstück. Wahr­

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[ Vom Tisza- Eszlarer Prozeß.] An eine sensationell Gerichtsaffäre, die seinerzeit großes Aufsehen erregte, wird man durch den Tod der Hauptperson des forensischen Dramas erinnert. Im Alter von 65 Jahren ist jener Josef Scharf gestorben, der beschuldigt war, ein Christenmädchen namens Esther Solymosiy ermordet und ihr Blut an den jüdischen Ostertagen für rituelle Zwecke hingegeben zu haben. Scharf wurde damals freigesprochen und lebte fortan in äußerst dürftigen Verhältnissen als Ceselle eines Schlächters in Budapest.

Lokales.

22. Mai 1905.

** Der Großherzog und die Großherzogin weilten am Sometag als Gäfte des Kaisers in Wiesbaden. Um 2 Uhr war im Schloß Frühstückstafel. Der Kaiser saß zwischen der Rönigin Margherita von Italien und der Broßherzogin von Hessen; rechts von der Königin saß der Herzog von Urach, links von der Großherzogin der Geheime Rabinetterat v. Lucanus. Dem Kaiser gegenüber saß die Raiserin, rechts vos ihr der Großherzog von Hessen und die Herzogin von Urak, links von der Kaiserin der italienische Botschafter Graf Lanza und die hessische Ober. hofmeisterin Freiin v. Granch.

*** Der Machtkampf im Schneidergewerbe. Der Kampf woat auf der ganzen Linie mit verschiedenem Erfolge fort. Während in Frankfurt 400 Schneidergehülfen, die die Unterzeichnung des bekannten Reverses verweigerten, bereits ausgesperrt sind, haben in Biesbaden die Meister endgültig auf die Unterzeinung des Reverses verzichtet. Im Falle die von der Zentralleitung des Meisterverbandes angeordnete Aussperrung in vollem Umfange eintritt, werden rund 26 000 Gehilfen davon betroffen.

P Grober Unfng. In der Sonntag Racht wurde ein Gießener Taglöhner dabei erwischt, als er an einem Sause am Lindenplay Dachfandelrohre abriß und bald darauf in der Balltorftraße durch Wegbringen von Gegenständen aus Hofraiten auf die Straße Unfug verübte. Anzeige ist estattet.

** Ein Messerheld. In der Sonntag Nacht gegen 2 Uhr wurde in der Afterweg 7 in Gießen gelegenen Wirt­schaft ein aus Rödgen gebürtiger Arbeiter von einem anderen daselbst anwesenden Arbeiter, ohne daß dem Täter besondere Veranlassung dazu gegeben war, durch einen Stich in die Bruft asscheinend schwer verletzt. Der Gestochene schleptpte sich bis auf den Marktplatz und bra dort zu. sammen, wo ihn zwei Schuhleute fanden.

P Jn lester Nacht wurde der Sohn eines Kaufmanns in der Bahnhofstraße in Gießen dabei betroffen, als er eine der Stadt gehörende zur Beleuchtung der gesperrten Block­straße aufgehängte Sturmlaterne zertrümmerte.

+ Bolksbildung. In der am Samstag im Café Ebel in Sießen tagenden Versammlung des Berbandes für Volfsvorlesungen und verwandte Bestrebungen wurde ein­gehend darüber beraten, auf welche rise für Volkswohl­fahrt und Boit bildung in Stadt und Laud Sorge getragen werden fann. Es wurde beschlossen, in einer späteres Sigung einen Ausschuß zu wählen, der die Sache der Volksbildung für Sießen und Umgegend in die Bege leitet.

*

** Die Sterbefasse zu Gießen. Rund 250 Mit­glieder hatten sich am Samstag Abend im Café Leib ein­efunden, um über die Stellungnahme der Sterbekasse zu n neuen geflichen Bestimmungen zu beraten. Bekanntlich terheben alle Privatversicherungsgesellschaften der Aufsicht Kaiserlichen Versicherungsamtes in Berlin, zu dess- n Angaben die Regelung von Beitrag und Leistung Der Kaffen gehört. So notwendig das Versicherungs- Gesez nun auch ist und so viele Vorteile es auch bietet, so hat es doch auch seine Schattenseiten und Härten, und von einer solchen Härte wird die Sterbefasse zu Gießen betreffen. Das Kaiserliche Versicherungsamt wacht geltend, daß die Unterstüßungen der Rasse viel zu hoch gegriffen sind, nach seiner Ansicht fönnen sie nur 80 t. für jeden Fall, an­ftatt 270 Wt. betragen. Unsere Sterbekasse wird dabei ein Opfer des Buchstabens des Gesetzes, denn es will nicht ein­leuchten, daß ein Institut, das sich 15 Jahre hindurch glänzend behauptet, das sich als fest fundiert erwiesen und niemals versagt hat, ja das seine Unterstützungen von den anfänglichen 80 t. nach und nach auf 270 Mt. hinauf­Mt. gerückt und trotzdem einen Reservefond von ca. 7000 mt. angesammelt hat, plöglich seine Zufunft durch den hohen Unterstüßungssatz gefährdet sein soll. Das Gesetz ist Das Gesetz ist zweifellos aus der besten Absicht heraus gegeben und hat das Allgemeinwohl im Auge aber in diesem Fall sind die Verhältnisse doch etwas anders gelagert. Bunächst spart die erhält sich dadurch große Summen und zum anderen ist sie durch das System der Beitragserhebung in der Lage, ihrem Reserefonds in jedem einzelnen Fall reichlich 40 t. zuzuführen. Der Reservefends muß also ständig anwachsen und nur Epidemien, deren Eintritt wir nicht fürchten wollen, fönnten ihn zerschlagen. Vom Vorstandstische aus wurde noch einmal eine kurze Darlegung des ganzen Falles gegeben, vom 25. Juli 1902, dem Tage, an dem das Kreisamt zur An­meldung aufforderte, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Trotzdem der Vorstand dem Versicherungsamt wiederholt die

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solide Basis, auf der die Kasse aufgebaut ist, und ihre fegensreiche Wirkung vor uger geführt hat, beharrt das Versicherungsamt auf seinem Standpunkt, daß Reservefonds und Beiträge zu niedrig für den Unterstützungssatz frien. Sezt man aber die Beiträge auf 80 Mt. herunter, so verliert die Kasse ein gut Teil ihres Bertes, denn die Beerdigungs­toften find in Gießex derartig hohe, daß sie mit 80 Mt. nicht abgetan sind und zudem gebraust jede Familie bei einer derartig traurigen Veranlassung immer einen Notpfennig. Wo aber sollen den die weniger wohlhabenden Klassen her nehme, wenn nicht aus der Sterbetasse? Mancher Witwer und manche Witwe haben dem Vorstande erklärt; Ich hätte nicht gewußt, wo ich das Geld zu den Beerdigungskosten hätte hernehmen sollen, wenn nicht die Sterbekasse mir helfend zu Seite gestanden hätte." Wie nichts anderes macht dieses Wort den Mitgliedern die Erhaltung der Kasse zur Pflicht. Und die Mitglieder wollen sie unter allen Umständen auch erhalten, das ging am Samstag aus den Ver­handlungen deutlich hervor. Und das ist auch möglich. Bleich der erste Paragraph des Versicherungsgesetzes bietet die Tür: er schließt nämlich alle die Unter­nehmungen aus, deren Leistungen durch Klage nicht an. zufechten und zu erzwingen find. Man braucht also die Sterbelasse nur in diese Reihe zu versetzen, um ihr den Fortbestand in der bisherigen Form zu sichern. Der Vorstand hatte denn auch in dieser Hinsicht eine Abänderung der Statuten ausgearbeitet, die er der Versammlung vorlegte. Nach einer sehr sachlichen De­batte hatte er die Genugtuung, daß sie von der Ver­sammlung einstimmig angenommen wurden. Das ist ein Vertrauensvotum, wie es besser gar nicht aus­gedrückt werden kann, denn nicht das Gesetz sichert jetzt die Unterstützung, sondern das Vertrauen auf den Vor­stand und das ist in diesem Falle völlig ausreichend. Zudem ist die Sterbekasse nicht das einzige Unter­nehmen, das auf dieser Grundlage ruht, es gibt noch weit größere, bei denen dasselbe System eingeführt ist, beispielsweise balanziert der Verband der Deutschen Buchdrucker, der in der Versammlung angezogen wurde, für 1904 in Einnahme und Ausgabe mit 5 690 822,18 Mr. Wird aber eine derartige Kasse ihren vielseitigen Ver­pflichtungen stets ohne Gesetz gerecht, so wird es unsere Gemäß ihrem Beschluß gab die Sterbekasse auch. Versammlung dem§ 2 folgende, veränderte Fassung: " Zweck der Kasse ist, den Hinterbliebenen eines verstorbenen Mitgliedes eine nach§ 10 von der General- Versammlung festzusetzende, aber nicht ein­flagbare Unterstützung zu gewähren." Dem forrespondierenden zum§ 10 erhobenen§ 11 wurde folgender Wortlaut gegeben:

-

Bei jedem angemeldeten Todesfall eines Mit gliedes erhalten die Hinterbliebenen nach Maßgabe des§2 auf Anweisung des Vorsitzenden vom Kassierer ein im voraus von der Generalversammlung fest­zusehendes Sterbegeld."

Zum Schlusse wurde der Versammlung noch ein Schreiben der Bürgermeisterei vorgelegt, in dem das Beerdigungsamt wünscht, daß die Kaffe die Beerdigungs. fosten gleich in Abzug bringe. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt. Mit dem Wunsche, daß die Kasse sich in der bisherigen segensreichen Weise weiter ent­wideln möge, schloß der Vorsitzende die Versammlung.

*** Zigeuner- Konzert. Einen ungemein guten Be­such hatten die gestern in Steins Garten, Gießen, gegebenen Zigeuner- Konzerte der Rakoczi- Truppe zu verzeichnen. Zieht man das Ergebnis der Konzerte, so muß man sagen, daß die hochgespannte Erwartung ob der Leistung dieser renommierten Kapelle in feiner Weise getäuscht worden sind. Die Soli- wie Chorpartien legten beredtes Zeugnis für die Begabung und den regen Fleiß der Mitglieder ab. Das Programm war ein sehr gut gewähltes und das Zusammenspiel der Geigen und des Cymbal wirkte bei verständnisvollem Arrangement außerordentlich harmonisch. Sehr gut gelangen namentlich die ouverture romantique, die Brahmschen ungarischen Tänze, der Schazwalzer aus dem Zigeunerbaron" und die Fantasie aus der Oper Die Fledermaus" von Strauß, dann aber auch das Zsigany élet bon Urbany. Der Beifall war ein so starter, daß die Kapelle wiederholt sich zu Zugaben bereit erklären mußte. Hübsche seelenvoll vorgetragene Charakterstücke bildeten Ilona" von Bonfi," Kalocsei emlek Csárdás" von Merty, die ebenfalls volle An­erfennung verdienen. Einen geradezu stürmischen Bei­fall aber forderten die Xylophon- Soli heraus. In sämtlichen Vorträgen konnte man die gleiche liebevolle sämtlichen Vorträgen fonnte man die gleiche liebevolle Hingabe der Stapelle spüren, ob die Töne nun schwer­mütig und schluchzend dahinkrochen oder in feurigem Rhythmus sich aufschwangen, stets blieb das Spiel ein gefühlvolles und wohldurchdachtes. Der Beifall, der der Stapelle wurde, ist deshalb ein wohlberechtigter. Nicht minder eindrucksvoll war der zweite Teil: der von Mll. Bierout getanzte Flammentanz Ein von Mil. Bierout getanzte Flammentanz Ein Traum von Licht und Schönheit", der überraschend hübsche Lichteffekte schuf. Bald stand die Tänzerin als hohe Säule da, über welche rote, blaue und grüne Töne liefen, dann warf sie den Stoff in malerischen Falten liefen, dann warf sie den Stoff in malerischen Falten auf, entschwebte in einer Wolfe und tauchte kräuselnd in einem Meer von Farben unter, erschten wieder, wurde wieder Säule und fing i ht Schmetterlinge, lächelt die Künstlerin, wirft die Falten in weiten Wellen um sich, hascht nach grünen, roten und bloma Tönen und entschwindet in buntem Fa benin be. Das Publi­fum applaudierte so stürmisch und a haltend, daß die Tänzerin wiederholt erscheinen mußte. Alles in allem genommen, hat die Rakocsi Truppe das Gießener Pub­likum im Sturm gewonnen d so dürfte denn auch die Mitteilung mit Freuden aufgenommen werden, daß die Künstler in wenigen Wochen noch einmal unsere Stadt berühren.

Kommunalumlagen. Im Kreise Gießen sind von Rommunalumlagen befreit die Drte: Albach, Bers­rod, Ettingshausen und Hattenrod. Den höchsten Zuschlag in Prozenten haben Lindenstruth mit 232, Trohe 212, Stangentod 206, Burkhardefelden 180, Climbach 197, Rübbinghausen 196, Beltershain und Dorf- Bill 179, Saasen 172 und Klein- Linden 166.

s Schuh dem heimischen Handwerk! Als vor einiger Beit die Vergebung der Stuckarbeiten im Darmstädter Hoftheater nach auswärts bei den hessischen Beteiligten einen Sturm der Entrüstung hervorrief, ließ sich dieser nur mühsam durch die Versicherung glätten, daß fünftig mehr im Interesse des heimischen Handwerk verfahren werden würde. Nun kommt aber die Nachricht, daß in der letzten Zeit die Maler- und Anstreicher Arbeiten nebst der Vergoldung im Auditorium des Hoftheaters zur Vergebung nach Wien gelangt sind und wirbelt aufs neue Staub auf. Wie man vernimmt, soll die Rostenfrage dabei die Hauptrolle spielen, ob sie aber be rechtigt ist, dem heimischen Handwerk die Beschäftigung zu entziehen, muß ganz entschieden bestritten werden. Auf die Stellungnahme der in Frage kommenden Körperschaften darf man gespannt sein.

= Wieseck, 20. Mai. Wertzuwachs. Vor etwa 15 Jahren verkaufte die hiesige Gemeinde einen größeren Gemeindefomplex po Quadratmeter zu 80 Pfg. Dasselbe Grundstück ist jetzt wieder von der Gemeinde als Bauplat für ein neues Schulhaus erworben worden; dafür aber muß sie it pro Qadratmeter 2,50 Mt. bezahlen.

Klein- Linden. Der hiesige Turnverein beabsichtigt, am Himmelfahrtstag eine Turnfahrt nach dem Niederwald. < Klein- Linden, 20. Mai. Fund aus der Stein­zeit. Im sogenannten Krautfeld wurde ein Steinbeil, aus prähistorischer Beit stammend, gefunden.

?? Leihgestern. Der Turnverein Leihgestern hielt gestern in Reichelsheim ein Preisturuen ab. Von

11 Turnern befamen 5 Preise.

ih Trohe. Ein vielbelachter Scherz trug sich bei der Inbetriebseßung der hiesigen neu angelegten Wasserleitung zu. Als am Oftersamstag das Wasser zum erstenmal unserem Dörfchen zugeführt wurde; erfreute sich Jung und alt, den ersten Gebrauch auch von den Hausanschlüssen machen zu können. Zu nicht geringem Schrefen vernahm eine Ehefrau, daß ihr Anschluß kein Wasser brachte. In Nu waren sämtliche Frauen in der Wohnung derselben und man war allgemein der Ansicht, es müsse ein Frosch sein, der im Wasserbehälter sich eingenistet hätte und nicht mehr herauszubringen sei, dieser müsse sich in das enge Bleirohr verkrochen haben und dadurch könnte das Wasser nicht laufen. Mit heißem Sehnen erwartete man einen hiesigen jungen Schlosser, der die Reparatur dieses Hausan­schlusses vornehmen und dem verwünschten Frosch zu Leibe gehen sollte. Dieser stellte verblüffend schnell die Ordnung her er drehte einfach den Abstellhahn im Keller, der noch zu war, auf und in demselben Angenblick fungierte auch dieser Anschluß.

§ Wetzlar- Niedergirmes, 21. Mai. Sängerfest. Der Solmser Sängerbund hält am 4. Juni seine diesjährige General- Probe in Nedergirmes ab. Mit der Veranstaltung ist die Feier des 30jährigen Bestehens des hiesigen Gesang­

vereins Concordia" verbunden.

** Nieder- Bessingen. Der hier festgestellte Bläschen­andslag ist erloschen.

K Höchst a. M., 21. Mai. Hohe Dividende. Die Generalversammlung der Farbwerte vorm. Meister, Lucius Brüning, beschloß die Verteilung einer Dividende von 20 Broz.( wie im Vorjahre).

K Darmstadt, 21. Mai. Aussperrung. In der Darm­fädter Maschinenfabrik Röder wurde gestern infolge von Differenzen 400 Metallarbeitern gefündigt.

Das Gewitter am Samstag.

h Klein- Linden, 21. Mai. Bei dem am Samstag niedergegangenen Gewitter fuhr ein Blizstrahl in das Wohn­Haus des Bremsers Schmidt, ohne jedoch ernsten Schaden anzurichten.

× Wieseck. Bei dem cm vergangenen Samstag Nachmittag 6 Uhr hier niedergehenden Gewitter schlug der Blih, in das dem Manufakturwarenhändler Mayer in Bieseck gehörige Wohnhaus ein, ohne zu zünden. Der Blih fuhr in den Schornstein und von da zum Dachfenster hinaus.

Alten- Bused, 21. Mai. Am Samstag Nachmittag entlud sich über unserer Gemarkung ein sehr startes Gewitter. Die dasselbe begleitenden farken und anhaltenden Regen­süsse brachten eine solche Wassermenge, daß alle Gossen und Ranäle diese nicht aufzunehmen vermochten und so teilweise das Deckmaterial der Ortsstraßen fortgerissen wurde. Bliz und Donner wechselten miteinander und mehrmals fuhr ein Blizstrahl hernieder, ohne jedoch zu zünden. An der Kreisstraße Alten- Bused- Wieseck sind mehrere Telephon­stangen umgeriffen und zersplittert worden. Im Orte selbst slug der Blig ein in das Wohnhaus der Heinr. Brüd Wittwe, sodaß die Straßenfront des Hauses sehr beschädigt und sämtliche Bilder, Spiegel und dgl. zerrissen wurden. Fast hätte auch eine Wöchnerin ihr Leben dabei lassen müssen. Hort wurde auch der Gastwirt Louis Opper be­troffen. An seinem renoviertem Wohnhaus sind das Dachwerk und die Fenster an der Südseite vollständig zertrümmert worden. Sein in dem Hausflur stehender Sohn tam mit Rücken davon, ohne jedoch bis jetzt festgestellten weiteren förperlichen Schaden zu nehmen.

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Stepower landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, 23. Mai. Beitweise heiter, fordauernd fühl. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteti: 16 in Klein, für den abrigen Inhalt: Georg Horn, betbe

in Gießen.