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** Reformen im Telegrammverkehr. Am 1. Juli treten verschiedene Neuerungen im Telegraphenverkehr in Kraft. Bei der Annahme von Telegrammen in fremder Sprache sind die den deutschen oder lateinischen Schriftzeichen etwa hinzu­gefügten Unterscheidungszeichen, die gewissen Sprachen eigentümlich sind, nicht zu beanstanden. Jedoch sind die Unterscheidungszeichen, für die es Morse- oder Hughes­zeichen nicht gibt, bei der telegraphischen Beförderung wegzu­Tassen. Bost-, telegraphen- und bahnhoflagernde Telegramme mit Chiffreadresse sind zulässig. Doppelwörter, die ohne Apostroph zu einem Wort zusammengezogen sind, z. B. ..geht's statt geht es", werden als zwei Tarwörter gezählt. Der auf 50 Pfg. festgesezte Mindestbetrag für ein gewöhn­liches Telegramm kommt im Verkehr mit dem Auslande stets auch für telegraphische Empfangsanzeigen und für Tele­gramme zur Erhebung, durch welche die bei der Bestim mungsanstalt entstandenen Weiterbeförderungskosten der Aufgabeanstalt mitgeteilt werden; im Verkehr mit Groß­britannien und Irland werden mindestens 80 Pfg. erhoben. Offen zu bestellende Telegramme müssen dem Empfänger oder den an seiner Statt zur Empfangnahme berechtigten Personen auseinandergefaltet übergeben werden.

[ Ehemalige Reporter als Minister.] Der neue Bot schafter der Vereinigten Staaten in England, Mr. White. Tam Reid, war in jungen Jahren Journalist und lange als Reporter für fleine amerikanische Provinzblätter tätig. Bei der Tribune" in Newyork bekam er schließlich eine be scheidene Stellung, wo als sein Kollege der Journalist John Han arbeitete. Die beiden Zeitungsschreiber machten glän zende Karriere. John Hay ist Staatssekretär der Union geworden. Reid übernahm später die Tribune" in eigenen Besitz. Reid war bereits Kandidat für die Würd eines Vizepräsidenten der Union, er war amerikanischer Bot schafter in Paris, ferner Spezialgesandter bei König Ed wards Krönung und im spanisch- amerikanischen Kriege Friedensparlamentär seiner Heimat; jetzt erreichte er der Botschafterposten in London.

Kunft und Wiffenfchaft.-

CL Professor Wernicke gestorben. Der Vorsteher der föniglichen psychiatrischen und Nervenklinik Professor Wer­nicke, der im Geratal auf einer Radtour unter ein Holzfuhr. merf geriet, ist seinen Verlegungen erlegen. Wernicke galt als bedeutende Kapazität auf dem Gebiete der Geisteskrank­heiten; so gab er mit Unterstützung der Akademie der Wissen­schaften einen Atlas des Gehirns und später ein dreibändiges Lehrbuch der Gehirnkrankheiten für Aerzte und Studierende heraus.

NM Ein neues Luftschiff. Der Brasilianer Santos Du­mont will in furzem seine erste Reise mit der in Paris im Bau befindlichen Luftjacht" antreten. Er selbst sagt von dem neuen Luftsegler, daß er sich von allen bisher bekannten Apparaten unterscheiden werde. Unter einem eiförmigen Ballon hängt anstelle des Korbes eine Art kleines Haus mit einem Balfonfenster, das die halbe Länge jeder Seite ein­nimmt. Dieses Fenster zeigt die Lage der Kajüte an, die nötigenfalls geheizt werden kann. Da das Haus mehrere Tage in der Luft bleiben muß, ist selbst in mäßiger Höhe ein Schuß gegen Kälte sehr wichtig. Die Seiten der Kajüte müssen also völlig undurchlässig gebaut sein, so daß die Wärme sich im Innern hält. Sie werden ein Fachwerk aus Fichtenholz, Aluminium und Klaviersaiten erhalten; das Ganze wird dann mit mehreren Schichten verschiedener Ballonseide bedeckt. Zwei Feldbetten werden darin aufge. schlagen. Santos- Dumont ist fest von seinem Erfolge über. zeugt.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 20. Juni.

Präsident Haas eröffnet, nach der Darmst. 8tg.", die Sigung um 10 Uhr. Die Vorstellungen des hessischen Landeslehrervereins und verschiedener pensionierter Beamten auf Pensionserhöhung finden durch Annahme des Antrags Erledigung, daß die Regierung ersucht werden soll, in das nächstjährige Budget einen Betrag zur Gewährung von Bei­hilfen an Pensionäre im Bedürfnisfall einzustellen. Zurück­gestellt wurde der Antrag Ulrich und Gen., Veröffentlichung amt­licher Bekanntmachungen betr., sowie die Regierungsvorlage, die Ausübung der Jagd betr., lettere, weil ihre Zurück­ziehung in Aussicht steht. Für erledigt erklärt wird der Antrag des Abg. Köhler, die Einrichtung eines ständigen Wetterdienstes bei der Landesuniversität betr. Die Re­gierungsvorlage, betr. Bewilligung von Staatsmitteln für Ausstellungen( 16 000 Mt. für die landw. Ausstellung in Mainz und 60 000 Mt., für die Kunst- und Kunstgewerbe­ausstellung in Darmstadt 1907) findet Genehmigung. Keine Folge wurde gegeben der Beschwerde des Hch. Araz 10. zu Ober- Ohmen, Hundesteuer und Meldepflicht betr. Sodann wird die Generaldebatte über die Regierungsvorlag, betr. die Gemeindenmlagen, fortgefeßt. Abg. Hirschel spricht sich unter Anführung einer Reihe von Spezialwünschen für die Regierungsvorlage aus, insbesondere auch für den Nichtabzug von Schulden. Ministerialrat Dr. Becker Ministerialrat Dr. Becker wendet sich in ausführlicher Weise gegen die Ausstellungen der Abgg. Hirschel, Schönberger und Ulrich. Finanz­minister na uth beantwortet eine Frage des Abg. Hirschel wegen der Uebernahme von Gemeindelasten durch den Staat dahin, daß dies vorerst nicht geschehen könne, dagegen werde es eine der wichtigsten Aufgaben der Großh. Regierung sein, zu prüfen, in welcher Weise bezüglich der Kreis- und Provinziallaften eine Erleichterung der Gemeinden ein­treten fönne. Hierauf vertagt sich das Haus auf Mittwoch Vormittag.

Lokales.

21. Juni 1905. ** Der am 7. Juni unter Vorsitz des Provinzial­direktors Geh. Rat Dr. Breidert abgehaltene Kreistag des Kreises Gießen nahm u. a. auch die Wahl der Mitglieder der Körkommission vor und zwar wurden für den Körbezirk Gießen gewählt als Mitglieder: Bürger­meister Volk zu Allendorf a. d. Lahn, Johannes Weber 5. zu Lang- Göns; als Stellvertreter: Bürgermeister Holler zu Ober- Hörgern, Karl Gerlach zu Lollar; für den Körbezirk Hungen Lich als Mitglieder: Bürgermeister Heller zu Lich, Alt- Bügermeister Gerlach zu Eberstadt; als Stellver­treter: Bürgermeister Kuhl zu Dorf Gill, Pächter Klein zu Hof- Albach; für den Körbezirk Grünberg als Mitglieder: Bürgermeister Zimmer zu Grünberg, Bürgermeister Stein zu Kesselbach; als Stellvertreter: Bürgermeister Bast zu Belters­hain, Bürgermeister Schmidt zu Queckborn. Des weiteren fand der Antrag auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Winterschule uach der Antrage des Kreisausschusses, das Anerbieten des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen anzunehmen und die geplante Winterschule als Kreisanstalt zu er richten einstimmige Annahme. Ebenso genehmigte der Kreistag nach dem Antrage des Kreisauschusses die Errichtung der geplanten Wander- Koch- und Haushaltungsschule und weiter die Einstellung von 3950 Mt. in Einnahme und 4350 Mt. in Ausgabe für beide Schulen.

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** Das neue Gesetz über die Forstverwaltung vom 15. April d. I. tritt mit dem 1. Juli in Kraft.

** Bei der letzten juristischen Staatsprüfung haben von 18 Examinanden 15 die Prüfung bestanden.

** Feuerwehr- Jubiläum. Die Erbauung einer geräumigen Festhalle für ca. 2000 Personen Raum bietend, mit Mufit- und Sängerbühre hat begonnen. Zimmer meister chubbecker- Gießen hat eine für Festlichkeiten notwendige und nur für diese Zwecke bestimmte Festhalle erbaut, welche abgetragen, zusammengelegt und auch nach auswärts versandt werden kann. Zum bevorstehenden Gießener Feuerwehrfest wird dieselbe zum ersten Mal ihrer Be­stimmung übergeben werden. Es ist mit Freuden zu be­grüßen, daß 8.mmermeister Schuhbecker dem Festausschuß mit sehr annehmbaren Bedingungen an die Hand gegangen ist und ein musterhaftes Festzelt hergestellt hat, was allen Anforderungen nach gemachten Erfahrungen entsprechen dürfte. Ringsum werden Schußvorhänge angebracht, Tische und Bänke erhalten Leinenbezug und die grünen, jungen Baume des Oswaldsgartens werden der Festhalle ein schönes, an­mutiges Bild und den Festgästen ein anziehendes Heim bieten.

** Der Breußisch hessische Lotterievertrag. Die Wormser 8tg." ist in der Lage, Einzelheiten über den von der Großh. Regierung der Zweiten Rammer im Entwurf vorgelegten Lotterievertrag mit Breußen mitzuteilen. Danach werden die heff.- thür. Staaten den Beirieb der Lotterie mit dem Ablauf der 7. Lotterie im Frühjahr 1906 einstellen. Ste räumen für die Dauer dieses Vertrages der preußischen Regierung das Recht ein, innerhalb ihrer Staatsgebiete Lose der preußischen Klassenlotterie zu vertreiben. Als Gegen­leistung für die von den Regierungen der hessisch- thüringischen Staaten übernommenen Verpflichtungen zahlt die preußische Regierung an die großherzoglich hessische Hauptstaatstaffe für die ersten 5 Jahre eine Rente von jährlich 1 630 000 Mt. und für die weiteren Jahre einen rechnungsmäßigen Anteil am Ueberschuß der Lotterieverwaltung, der sich wie 163: 1113 verhätt, jedoch nicht mehr als 1630 000 Mt. betragen darf. Die preußische Regierung wird bis auf weiteres in Darm­stadt eine Geschäftsstelle der preuß. Generallotteriebireftion errichten. Sie wird die Beamten der hess.- thür. Staats­lotterie in ihren Dienst nehmen, soweit sie dazu geeignet sind und sich zur Deckung des durch die Ausführung dieses Vertrages bedingten Mehrbedarfs an Beamten der preuß. Lotterieverwaltung innerhalb der ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Vertrages eine Möglichkeit zu ihrer Verwendung ergibt. Der gegenwärtige Vertrag wird auf die Dauer von zehn Jahren abgeschlossen.

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* Grünberg, 20. Juni. Der Gemeinderat be­schloß in seiner gestrigen Sitzung u. A. die Anschaffung eines anderen Faselebers.

*-* Grünberg, 19. Juni. Wegen Sittlichkeits­verbrechen wurde der 40jährige Knecht Bayer von der Neumühle verhaftet.

> Ettingshausen, 19. Juni. Fortgeschleift von einer Ruh wurde Frau Schomber, als sie ihrem Manne babei behilflich war, auf einem Kartoffelacker das Tier vom Wagen abzuspannen. Sie hing die Bugtetten aus, als die Stuh plößlich scheute und die Zugkette sich um das rechte Bein der Frau schlang. Diese wurde zu Boden gerissen, fortgeschleift und erlitt dabei einen doppelten Knöchelbruch.

§ Aunerod, 20. Juni. Der Bläschen- Ausschlag dahier ist erloschen.

? Elbenrod, 20. Juni. Die auf dem Gehöfte des Land­wirts F. Schröder- Elbenrod ausgebrochene Schweinesenche ist erloschen.

?? Kinzenbach, 19. Juni. Kaninchen- Ausstellung. Die in den Pfingsttagen dahier abgehaltene erste Kreis­Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins hat einen recht zu. friedenstellenden Verlauf genommen. Es erhielten Ehren­preise: Heinrich Pfeiff, Wieseck; Karl Pfaff, Gg. Con. Schmidt und Th. Viehmann, Rinzenbach; Ferd. Pfeiffer, Launsbach; Lehrer Fischer, Garbenheim und Bäckermeister Deuter, Rodheim. 1. Preise: Ludwig Ufer, Garbenheim; Heinrich Gabriel, Gießen und Th. Viehmann, Kinzenbach. Das Verbands- Diplom für beste Gesamtleistung erhielt Th. Viehmann, Kinzenbach.

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A Lich, 20. Juni. Die Einweihung des Fürsten­denkmals ist mit Rücksicht auf die Heuernte jetzt endgiltig auf Sonntag, den 2. Juli festgefeßt. Das Großherzogspaar wird schon am 1. Juli im Schlosse eintreffen. Der Kriegervereins- Bezirk Lich wählte am Sonntag in Hatten­rod Lehrer Jakob Alt- Lich zum Vorsitzenden und beschloß, an obiger Denkmalsenthüllung teilzunehmen.

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A Münster bei Lich, 19. Juni. Gestern hielt das Eisenbahnkomitee für die projeftierte Strecke Lich­Grünberg eine Versammlung ab. Mit großem Bedauern wurde die Mitteilung des Vorsitzenden entgegengenommen, daß die Firma Lenz& Co, Berlin den Bau der Bahn abgelehnt hat.

> Braunfels, 20. Juni. Wie bereits gemeldet, weilten hier gestern der Großherzog und die Großherzogin. In ihrer Begleitung befanden sich das Fürstlich Lichsche Baar, sowie Prinz Reinhard und Prinzessin Dorothea von Lich. Die Herrschaften, die im Automobil von Hohensolms aus über Blasbach, Hermannstein, Wezlar und Burg- Solms hier eingetroffen waren, besichtigten sehr eingehend das Schloß. Namentlich verweilten sie lange bei den alten kostbaren Ge­oändern verschiedener Fürstinnen und anderer Denkwürdig­teiten vergangener Zeiten, an denen gerade dieses Schloß so reich ist, u. a. bewahrt es auch den Ring der heiligen Elisabeth. Der Besuch nahm etwa zwei Stunden in An­spruch. Unser Drt hatte Flaggenschmuck angelegt. ** Aus dem Lahn- und Dilltal daß die Heuernte bereits begonnen hat.

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wird berichtet,

+ Hungen, 20. Juni. Reuer Postverwalter. Oberpoftassistent Schäfer Bensheim, ein geborener Grün­berger, ift als hiefiger Postverwalter bestellt worden.

(!) Friedberg, 20. Juni. Der evangelische Kirchen­gesangverein für Hessen hält nächsten Sonntag sein 26. Kirchengesangsfest in Friedberg ab.

§ Marburg, 20. Juni. Samstag und Sonntag hielt die Allgemeine Dentsche Burschenschaft hier ihr 90. Stiftungsfest ab. Die Burschenschaft ist am 15. Juni 1815 in Jena gegründet worden.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, den 20. Juni 1905. Arbeiter Adolf Mühling aus Schlitz bat aus dem Eßfaal der Kolonie Neu- Ulrichstein einen Korb Eier und sonstige Nahrungsmittelt entwendet. Da der Angeklagte in glaubhafter Weise angab, nur in der Absicht Obdach zu be­fommen eingestiegen zu sein, wurde von einer Strafe wegen Einbruchsdiebstahls abgesehen, sondern nur wegen Hausfriedens­bruch auf 4 Wochen Gefängnis und wegen Mundraubs auf 4 Wochen Haft erkannt. Der Gastwirt Karl Horst aus Selln­rod hat gelegentlich der Musterung aus einer Wirtschaft zu Schotten einen Teppich mitgenommen. Als er merkte, daß darnach gefahndet wurde, schickte er denselben durch die Bost zurück, gab aber einen falschen Namen als Absender an. Die Staatsanwaltschaft stellte ihn wegen Diebstahls und Ur­kundenfälschung unter Anklage. Die Straffammer tam zur Freisprechung von der Anklage des Diebstahls und verur­teilte ihn wegen Urfundenfälschung zu 5 Tagen Gefängnis.

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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 1 Spengler, 2 Wagner, Schreiner ( auswärts), Lackierer( auswärts), 1 Möbelschreiner, 2 Schuh­macher, 2 Glaser, 1 Installateur, mehrere jüngere Fabrik­arbeiter, 1 Verkäuferin, 1 Hausbursche, 2 Lauffrauen oder Mädchen, 5 Dienstmädchen, 1 Schreiber.

Lehrlinge: 2 Spengler, 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Buch­händler, 1 Kellner.

Es suchen Arbeit:

1 landw. Arbeiter, 1 Eisendreher, 1 Wäscherin, 1 Fabrik­arbeiterin, 1 Stickerin( Privatarbeit), Arbeiter für leichtere Arbeit, 1 Haus- oder Bureaudiener, 2 Lauffrauen.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 21. Juni. Anhaltend heiter, trocken und sehr warm. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid: in Gießen.

Gegründet 1888.

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Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. Westanlage 31.

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