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en die Beamten den, sonst werde den. Wenn aber aus petuniären alten polnischen Beamten allefami nicht üblich. Die

Lokales.

21. Februar 1905. ** Wie wir bereits in einer kurzen Notiz mitteilten, bestätigt das Armeeverordnungsblatt", daß in diesem Jahre bas 18. und das 8. Armeekorps Kaisermanöver haben.

aus Ehrenbreitenstein übergegangen. Der neue Besizer wird bestrebt sein, den guten Ruf des Etablissements zu erhalten.

und Dr. Fried. Jeßt werden darüber weitere interessante Einzelheiten laut: Bodenpreises drei Stockwerte erhalten werden. So drängt

inifter über das plante Beiteuer

Das 8. Armeekorps wird verstärkt durch die 68. Infanterie­Brigade, das Ulanen- Regiment Nr. 11, die 34. Feldartillerie­

heinbaben wollte Brigade, das 18. Armeekorps durch die 55 und 56. In­en, weil ja ein fanterie- Brigade, das Dragoner- Regiment Nr. 15. und die warten, wenn in Preußen so wie es ist auch in Hessen be­

euergejeges aus

ht zur Beschluß Minister aber, Friedberg und

Filligen Geschäfts iffe Berechtigung nahm schließlich an. Morgen be sicherlich breiter

28. Feldartillerie- Brigade. Beide Armeekorps enthalten je eine Luftschiffer- Abteilung. Beim 8. und 18. Armeekorps werden vier Kavalleriedivisionen aufgestellt. Größere Pionier­übungen werden abgehalten: eine am Rhein und Main, eine zweite bei Röln. Zur Bildung von Proviantkolonnen und zur Stellung von Trainaufsichtspersonal für das 8. und 18. Armeekorps während der Kaisermanöver werden die Trainbataillone 3, 4, 7, 10, 11, 14, 15 und 16 heran­gezogen. Die Trainbataillone tommen zum erstenmale in einem Manöver in solcher Zahl zur Verwendung und haben den Zweck, die große und kleine Bagage der Truppen, die Patronenwagen der Bataillone, die 1. und 2. Staffel der Mach der Beffum. Felbartillerie- Munitions kolonnen, die Proviant- und Fuhr­

m in Berlin dem

Es werden parffolonnen völlig kriegsgemäß darzustellen. ferner zwei Felblazarette aufgestellt; sämtliche Korps- und Divisions Brückentrains wirken mit.

* Für die Schußtruppe nach Südwestafrika tönnen fich noch Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubten ftandes fämtlicher Waffengattungen und Berufsarten

melden.

* Das diesjährige Kirchengesangfest des Evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen wird am Sonntag, den 25. Juni, in Friedberg stattfinden.

Der Domgemeinde ung abzunehmen, nehmen. Es ist haus auch außer Jolischen Kirchen, fenballe in Köln nzenden Paaren. ielte feine Rolle, ci Frauen tödlic Den festgenomme opf der Enge nburg hingerichtet Anstalt der Uni ahrt wird. Dort er Mörder, die in Jerichtet sind. wollte Herr Bebel ürich erbaut hatte bergegangen. Al gelöst hat, werden

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Berbesserung der Wohnungsverhältnisse. Der Weglarer Spar- und Bauverein wird demnächst einige Arbeiterwohnhäuser aufführen, die aber infolge des hohen auch dort, wie so oft schon, der Bodenwucher von dem ur­sprünglichen Plane des Ein- oder Zweifamilienhauses ab. Eine wesentliche Wendung zum Guten wäre hierin zu er­absichtigt ist und der der Zweiten Rammer unterbreitete Antrag der Abgg. Müller und Dr. Buff: die Regierung zu ersuchen, baldigft den Ständen einen Gefeßentwurf vorzulegen, dec die städtischen Verwaltungen ermächtigt, den Mangel an geeigneten Baustellen im Interesse einer gesunden Wohnunge­fürsorge durch Umlegung von Grundstücke zu beseitigen, Gesez würde. Der Antrag weist auf die preußische Lex Adickes und den Weg, der von der Stadt Frankfurt praktisch beschritten worden ist, hin. Bei uns in Gießen fann viel­leicht auch der Bürgerverein in die Sache fördernd eingreifen. * Eine bemerkenswerte Rundgebung für die akademische Freiheit hat in Halle bei einem studentischen Kommers ftattgefunden. Der Saale- Zeitung wird darüber Folgendes berichtet: Auf dem Kommers, der einem am Mittwoch aus­gezeichneten Konzert der Sängerschaft Salia" in Halle folgte, erschien auch der Rektor der Universität Halle Ge­heimrat Dr. Lindner. Als ihn der Vorsitzende Kand. jur. W. Bergschmidt begrüßte und aussprach, troß der gegen­wärtigen Erregung sei das Vertrauen der Sängerschaft zu ihrem Rettor unerschüttert, dankte der Rektor tiefbewegt. Der ganze Gang seines Lebens und seiner geistigen Ent­wickelung habe ihn immer auf der Seite der Freiheit gesehen. So sei er auch entschlossen, innerhalb seines Amtes die afa­demische Freiheit, wie sie bisher bestanden habe, gegen jeden Angriff zu verteidigen, und eben deshalb habe er sich bemüht, fie vor möglichem Schaden durch übereilte Uebertreibungen zu behüten. Er freue sich der wiederhergestellten Eintracht, die zu betätigen, das bevorstehende Schillerfest die beste Ge­

* Der städtischen Pferdemarktkommission ist die Er­laubnis erteilt worden, zu der Ausspielung von Pferden, Fohlen, landwirtschaftlichen Maschinen und Ge­täten usw., die in Verbindung mit dem am 6. September 1905 in Gießen stattfindenden Herbstpferdemarkt mit Gelegenheit bieten werde. So hoffe er sein Rektorat zu be­nehmigung der Gr. hessischen Regierung veranstaltet werden soul, auch in den Kreisen Wetzlar und Biedenkopf Lose zu

bertreiben.

-0- Die Theater- Saalbanfrage soll in der am nächsten Donnerstag von dem Bürgerverein einberufenen öffentlichen Versammlung besprochen werden, der Bürgerverein will als solcher mit diesem Abend in teiner Richtung Partei ergreifen oder Stellung nehmen, sondern nur der großen Bürgerschaft Gelegenheit geben zur Aussprache über eine städtische Angelegenheit, die ihrer Na­tur nach vor die Deffentlichkeit gehört. Denn selbst abgesehen von ihrer großen Bedeutung haben noch zum mindesten die bisherigen und fünftigen Zeichner von Beiträgen ein Recht auf tieferen Einblick in die Bedingungen des geplanten Unternehmens in den verschiedenen denkbaren Formen seiner Ausführung.& Der Abend soll eingeleitet werden durch ein oder zwei furze Referate, die sachlich und unpart iisch über Entwickelung und gegenwärtigen Stand der Frage unterrichten. Im Anschlusse daran soll je ein ausgesprochener Freund des Saalbaues und des Theaters um Darlegung seiner Auffassung gebeten worden, den Schluß würde die freie Aussprache bilden. Wenn der Bürgerverein selbst in dieser seiner ersten öffentlichen Veranstaltung unparteiisch programmlos" bleibt, so will er doch dadurch seiner Auf­gabe dienen, daß er bei der Erörterung dieser städtischen Angelegenheit unter Hintenansegung privater Wünsche den Blick der Bürgerschaft zuoberst auf das Wohl der Stadt zu richten fucht, fommunalpolitische Dinge unter fommunals politischem Gesichtspunkt zu betrachten anleitet. In dieser sozialerzieherischen Aufgabe erblickt er ein ausweichendes Progromm" im besten Sinne.

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-

Lustig und fidel war die Signatur der vom Berein Contentia" am legten Sonntag veranstalteten Der Besuch war gut Rappenfigung in Lonys Bierkeller. und die humoristischen Vorträge ernteten reichen Beifall. Besonders gefallen hat den Anwesenden das frische und takt­bolle" Auftreten des fleinen Musitanten. Wie unermüdlich wurde das Trommelfell geschlagen, der Trompete die Töne entlockt, ja, Mufit sie weiß auch der Jugend Feuer beis zubringen! Es wurde der Wunsch laut, daß die Kapelle nicht zum letzten Male auftritt, sondern eine Gastspielreise überall dorthin unternimmt, wo die Contentia tagt.

Förderung des hessischen Handwerks. Unser Darmstädter s Korrespondent schreibt uns: Eine neue Interpellation soll dieser Tage ron einigen Mainzer und Darmstädter Abgeordneten im hessischen Landtage an die Regierung gerichtet werden, bezüglich der Bergebung hessischer Staatsbauarbeiten nach auswärts. Schon ungern hat man die Vergebung der Maurerarbeiten des Hoftheaters nach Frankfurt gesehen, doch war gegen diese Ausschreibung nicht anzufämpfen, nun sind aber dieser Tage auch die im Voranschlage mit ca. 45 000 mt. vorgesehenen Stufateur­arbeiten für das Hoftheater ohne jedes Ausschreiben aus freier Hand einer Wiener Firma übertragen. Aus dieser Veranlassung waren Sonntag einige Herren ber Branche, welche auch das gewiß hervorragend ausgeführte Foyer des Wiesbadener Anbaues hergestellt haben, bei dem Bertreter der Bauabteilung des Minifteriums vorstellig ohne faft unglaubliche Auskunft gab, daß bei Abschluß des Ver­trages die ausführende Firma Helmer& Felmer in Wien fich durch eine Klausel, die man nicht bemerkt(!), die Ver­gebung dieser Arbeit vorbehalten habe. Hoffentlich werden die berufenen Vertreter im Landtag über diese sonderbare Art, hessische Gelder ohne jebe Ausschreibung zu veraus­gaben, ein energisches Wörtlein reden.

Bon dem Schur Erfolg, da der Borsigende dieser Abteilung den Herren bie

en Augufte Radtte aus

berurteilt. Sie hatte rer Dienstherrschaft mit hüttet hatte, zu bergi mit dem Bemerken, ie

veil ihr der Dienst zu Bom Schwurgericht in varfaffenrendant Bube orverluft und 450 Mar Rauf einer Ziegelei ge

weit gegeben.

Das weit und breit bekannte renommierte Gast­haus zum Jagdschlößchen" in Dutenhofen, welches bon Gießen und Beglar als schöner Ausflugsort start be­sucht wird, ist durch Kauf an Herrn Michel Weber

enden in bester Freundschaft mit den Studierenden, in dem Schatten der akademischen Freiheit, auf die er trinte. Diesen Worten folgte allgemeiner Beifall.

-ol Weitershain. Vor einiger Zeit fommt ein Pflasterer und sucht Arbeit. Er fehrt in einem Nachbardorf ein. Natürlich als Pflasterer gibt es trockene Lippen, diese werden mit einigen Klären" angefeuchtet. Dann wird aber der Bursche ungemütlich. Der Wirt sieht eine Weile zu, dann lagt er:" Hannes, ich will d'r ebbes sa', gieh hahm, sunst gibts noch uff d' Cottlets." Hannes geht awer net hahm. Der Wirt packt en awer o de Kroage un drauße is der Hannes. He geht zu em anern Wert. Do trifft he Kollege vo de Klopphammer. Natirlich hu sich die Kerle bal en de Soar. Hannes reißt aus en verfreucht sich en e Stancal. Doch sei Kollege eam nach. Hannes bleibt im Kanoal ſtecke ean die Cottlets wern em jämmerlich getrosche. (§) Kinzenbach, 20. Febr. Ende lezter Woche wurde nächtlicherweile auf der Kinzenbacher Mühle eingebrochen und 5 Mt. nebst einem Notizbuch entwendet.

§ Kirtorf. Hier ist eine Landesgestüt& station gegründet worden, die demnächst bezogen wird.

-? Nieder- Ohmen, 21. Febr. Nächsten Montag, den 27. b. M., wird in der Wirtschaft Langohr dahier 8a5ltag der Kreistasse abgehalten.

Homberg. Die unter den Schafen des Ludwig Kraus vor einiger Zeit ausgebrochenen Räude ist er­die Sperre deshalb wieder aufgehoben loschen und

worden.

Marttberigte.

Gießen 20. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt foẞteten Butter per fb. 0.95-1.00 R., Hühnereter per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6$ fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Bfg., Rindfleisch ver Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fletsch gesalzan per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 b. 6 50 Mt., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Wetskraut 10-15 Pf. per

Stüd, Bentner 3-4 Mt. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Maritzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umberzieben fellaeboten werben.

Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 20. Februar 1905.

Ochsen Kälber Schweine

Höchste Schlachtviehpreise

in Frank urt a. M.

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Fleischpreise in Gieken

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50 kg Schlachtgewicht 70-73 M. ½ kg 70-80 Pf. 1/2 81-83 Pf. do. 70-74 63-64 60-72 do. Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f Schwarzbr. do. 48#

do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do.

18.75 M. 14,60

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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner für Privat­arbeit, 1 Bauschlosser, 1 Wagner, 1 Holzdreher, 1 Wagen­Lackierer, 3 Schreiner, 1 Bäcker( auswärts), 1 jüngerer Schneider, 2 Glaser, 1 Kanalarbeiter, 1 jüngerer Haus­bursche, 1 Stüchenmädchen, 1 Stubenmädchen, 10 Dienst. bursche, 1 Küchenmädchen, 1 Stubenmädchen, 10 Dienst mädchen, 1 Buzzfrau, 2 Laufmädchen, 1 Bauffrau.

Gießener landwirtschaftlicher

Voraussichtliche Witterung in He den 22. Februar. Meist trüb, fälter fälle besonders im Süden und Südof und Odenwald bei stürmischer Luftbewe

Verantwortlich: für die Politik uno Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, in Gießen.

Etwas

erfolgreiches.

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11332

Die Erfolge, die Scotts Emulsion bei schwächlichen Kindern herbeiführt, sind keineswegs übernatürlich, vielmehr beruhen sie auf der einfachen Tatsache, daß Scotts Emulsion erfahrungsgemäß ein außergewöhnlich erfolgreiches Kräftigungsmittel für Kinder ist, denen irgendwelche Schwäche anhaftet. Ueberlegen Sie sich, was Scotts Emulsion ist: Feinster Medizinallebertran, sowie Kalf- und Natronhypophosphite in leicht einnehm­barer und leicht verdaulicher Form. Diese Zusammen­ftellung ist eine glückliche und die Bestandteile sind gerade die Nährstoffe, deren ein geschwächtes System am meisten bedarf. Die von Herrn Niede gemachte Erfahrung ist unter denjenigen, welche Scotts Emul­fion gebrauchen, feineswegs ein vereinzelter Fall, und Sie können selbst zu dem gleichen Resultat gelangen, wenn Sie einen angemessenen Versuch damit machen.

Kaiserslautern, Rupprechtstraße 7, den 7. Februar 1904. Ich bin Ihnen zu Dank verpflichtet durch die Wiederherstell­Wir ung meines Sohnes Joseph durch Ihre Scotts Emulsion. haben bei dem Kind, um es zu kräftigen, die verschiedensten Präparate versucht, nichts nüßte ihm, bis für das Kind nur noch die Wahl zwischen Tod und Krüppel zu bestehen schien. Da jedoch ein erster Versuch mit Ihrer Emulsion auffallend günstig ausfiel, so gaben wir sie dem Kinde, welches das Präparat sehr gerne nahm, auch regelmäßig weiter und der Knabe hat sich während des letzten Jahres so vorzüglich entwickelt, daß jeder sich über ihn wundert. Er sieht aus wie Milch und Blut, hat gesunden Appetit und hat auch während des Bahnens nicht über das geringste geflagt. ( gez.) Hermann Riede.

Falls Sie in einem Fall von Abmagerung und Schwäche ein Kräftigungsmittel suchen, so werden Ste mit Scotts Emulsion nicht übernatürliche Resultate_er­zielen, wohl aber Erfolge, die auf guten und logischen Gründen beruhen.

Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frank­furt a. M.

Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyeriu 50,0, unter­phosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigfaures Matron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulb. 2,0, deftill. Wasser 129,0, Autohol 11,0. Hierzu aromatische Emu sion mit Bimts, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen.

Gewürzpflanzen.

Won Dr. Ludwig Weil. ( Nachdruck verboten.)

II.

Wenn wir nun die Besprechung der Wurzel verlassen, fönnen wir nicht umhin auch noch einiges von den Früchten und Samen, die in der Bauernfreude" enthalten sind, zu erwähnen.

Wer kennt nicht die Wachholderbeeren, jene blau­braunen, kleinen Beeren, die im reifen Zustande gewürzhaft füßlich und zugleich bitterlich schmecken, bet schlechter Aufbewahrung aber fäuerlich werden! Sie enthalten, neben viel Buder, ungefähr 1%% eines riechenden ätherischen Dels, das insbesondere zu gefteigerter und erleichterter Niereniätigkeit anregt, die Funktionen der Harn­wege unterhält und Blähungen verhindert. Aehnlich wirkt auch der an ätherischem Dele reiche( 5-6 Proz.) Fenchel, dessen afti­vierender Einfluß auf die Tätigkeit der Milchdrüsen auch beim Menschen eine bekannte Erscheinung ist, und den harten, kleinen, edigen Bods hornsamen mit seinem ganz eigenartigen Geruche, der, in Gemeinschaft mit bem anwesenden Bitterstoff, schon die Römer veranlaßte, ihn als Viehfutter und Gemüsepflanze zu ver­werten.

Wir sehen, wie ähnlich und doch auch wie verschiedenartig alle diese Vegetabilien ihre Wirkungen äußern. Man darf deshalb nicht etwa nur die eine oder andere dieser Wurzel- und Samenarten als Futtergewürz verwenden, da sonst neben der wohltätigen Wirkung, die dadurch erzielt wird, andererseits auch hemmende Einflusse aus­gelöst werden können. Es empfiehlt sich daher dringendst, eine ge= nau ausprobierte Mischung dieser pulverförmigen Pflanzenteile zu verwenden. Nichts ist aber schwieriger, als gepulverte Gewürze ein­zukaufen und zu beurteilen; der Fachmann weiß, welch' erbärmliches Material sich oft darin verbirgt, mit welchen wirkungslosen und manchmal schädlichen Stoffen dieselben beschwert sind. Ist doch der allergrößte Teil unser eigenen Gewürze, die wir als Pulver ein­faufen, verfälscht mit schwächeren Sorten, mit Gips, mit gestoßenen Bigarrenfiften, Siegelstaub, Erdfarben und was es sonst alles noch gibt. Deshalb kann und darf ein vernünftiger Landwirt solches gemischtes Futtergewürz, das eine Summe von Kenntnissen und Arbeit voraussetzt, nur von einer renommierten Spezialfirma einkaufen.

Von einer vollständigen Futterwürze müssen wir aber noch mehr verlangen. Wie wir selbst allen unseren Speisen Salz zusetzen, so soll auch die Futterwürze etwas Salz enthalten. Ste soll eine geringe Menge Schwefel aufweisen, um den Leib in leichtem Grade offen zu halten, und sie soll ein angemessenes Quan­tum phosphorsauren Futtertalk in Form des magenlöslichen Dikal­ziumphosphats besitzen, welches dem Jungvieh die so unentbehrliche Festigkeit der Knochen verleiht.

Wenn eine Mischung alle diese Substanzen in tadelloser Qualität und in günstigstem Mischungsverhältnis enthält, wenn ihr eventuell noch etwas gepulverte Lindenkohle zur Tilgung der über­schüssigen Magensäure zugesezt ist, so greife man zu und freue sich, etn solches Präparat gefunden zu haben, das eine Freude und einen Segen für die Landwirtschaft bedeutet. Kein einziges der mir bekannten Pulver kommt aber diesem 3 tele so nahe wie die Bauernfreude" der Firma Th. Lauser in Regensburg. Wenn man ermißt, wie viel Versuche, Kenntnisse und Erfahrungen nötig und welche kunstgerechte fachmännische Trocken, Pulverifier- und Mischvorrichtungen erforderlich sind, um eine in jeder Beziehung den berechtigten Anforderungen entsprechende Futterwürze, ein richtig zusammengefeßtes, haltbares und wirksames Viehfuttergewürz herzustellen, so muß sich auch der kleinste Bauer darüber freuen, daß ihm in der echten Bauernfreude" des Herrn Th. Laufer in Regensburg ein vorzügliches Mittel zur Hebung seiner Viehwirtschaft an die Hand gegeben ist. Er wird bei Verwendung der Bauernfreude" dann mit vollster Befriedigung sagen können; ,, Mein Vieh lebt von dem, was es frist, weil es dasselbe verdant."