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Dagegen zeigen die Fabrikbesitzer eine gewisse Neigung zur Verschleppung. Sie wollen die Arbeiterfragen mit den politischen Fragen verquiden, erklären es auch für unmög­lich, daß die russische Industrie die Lohnregulierung als eine Wohltätigkeitsangelegenheit behandle.

Inzwischen treten Anzeichen dafür hervor, daß sich eine Art Interessen- Solidarität zwischen dem kleinen Beamten und dem Arbeiter herausbildet. Die Einstellung des direkten Eisenbahnverkehrs zwischen Moskau und Windau ist eine Folge solcher Solidarität.

Es ist schon wiederholt hervorgehoben worden, daß in dem weiland Königreich Polen eigentlich polnisch- nationale Bestrebungen sich während der jüngsten Unruhen nicht ge­seigt haben. Eine leise Andeutung nach dieser Richtung findet sich in der am Sonntag unter obrigkeitlicher Erlaubnis in Warschau abgehaltenen Versammlung der Eltern und Vor­münder der Mittelschüler zur Klarstellung der Frage, ob Die Versammlung polnische Schulen einzuführen seien. einigte sich dahin, zunächst die Schulen bis zum neuen Schul­jahre geschlossen zu halten und dann eine den nationalen Das Wünschen entsprechende Schulreform" anzustreben. ist alles, was von dem lodernden polnischen Patriotismus librig geblieben ist..

Der Krieg in Oftalien.

Die letzten Meldungen vom mandschurischen Kriegs­schauplak lassen erkennen, daß die Russen ihre Offensive am Schuhe und Schaho nech nicht eingestellt haben. Ueber die Absichten Kuropatkins

wird weiter aus Tokio gemeldet:

Die Russen haben eine Feldbahn gebaut, die Fushun Yenling mit Fushun Tom an oberen Schaho verbindet. Dies und andere Anzeichen von Tätigkeit und Zusammen­ziehen der Streitkräfte weist auf die Absicht hin, Kurokis rechte Flanke zu umgehen. Kuropatkin fährt fort, Ver; teidigungswerke an seiner ganzen Stellung entlang zu errichten und zu verstärken.

Der letzte Angriff der russischen Reitermassen unter Ge­neral Lenisky war von den Japanern erfolgreich abgewiesen worden. Beinahe wäre eine russische Kosakenabteilung, die den Rückzug decken sollte, von japanischen Dragonern abge­fangen worden. Nur mit Mühe konnten sich die Russen fämpfend nach unchulin zurückziehen. Doch ist immerhin nicht zu unterschäßen, daß die drohende Haltung der russischen Reitermassen man spricht von einer Versammlung von 9000 Mann Kavallerie mit entsprechender Artillerie und mit einer Maschinenabteilung- wesentliche Verschie­bungen in der japanischen Front bedingt hat und noch bedin­gen wird. Wenn Kuropatkin versteht, diese Verschiebungen, durch die sicher schvache Seiten der feindlichen Stellung ent­hüllt werden, mit Energie auszunußen, fönnte seine Öffen sive immerhin noch ein ersprießliches Resultat zeiligen.

General Gripenberg

men, Wünsche und Beschwerden zu äußern und sie zur Kennt­nis der Organe der Hochschule zu bringen, und mit der Studentenschaft anderer Hochschulen Meinungsaustausch über studentische Tagesfragen zu pflegen.

Oefterreich- Ungarn.

$ Die neue Mehrheit des ungarischen Abgeordnetenhauses wird von ihren eigenen Führern noch nicht recht als re­gierungsfähig angesehen. Daher die Schwierigkeiten der Kabinettsbildung. Man spricht von einem Uebergangs­ministerium", dessen Zusammensetzung dem früheren Acker­bauminister Daranyi übertragen werden soll. Die politischen Männer, die einen Namen aufs Spiel zu setzen haben, wollen nicht mittun.

frankreich.

* Unter dem Ministerium Combes war es, wie erinner­lich, vorgekommen, daß Angestellte des französischen Kriegs­ministeriums Auskünfte über einzelne Offiziere von den Freimaurerlogen einzogen, und daß diese Auskünfte auf die dienstliche Stellung der betreffenden Offiziere, auf ihre Be­förderung oder Zurücksetzung von Einfluß waren. Die Natio­nalisten legten hierüber große Entrüstung an den Tag, und das Ministerium Combes mußte gehen. Auch nach dem Rück­tritt des Kabinetts Combes fuhren die Nationalisten fort, sich tugendhaft zu spreizen und die Ausstoßung aus der Ehren­legion gegen alle die zu beantragen, die an der tadelns­werten Herstellung jener außerordentlichen Conduiten­listen" teilgenommen hatten. Um diesem schnöden Spiel ein Ende zu machen, haben jetzt der Akademiker Anatole France, der Maler Eugen Carrière, der Chirurg Réclus, der Bild­hauer Charpentier mit anderen Gelehrten, Künstlern und Deputierten an den Großkanzler der Ehrenlegion, General Florentin, das Ersuchen gerichtet, die Generale Mercier, Bil­lot, Beranger, Dionca und alle die Personen aus der Liste der Ehrenlegion zu streichen, die in der Dreyfus- Affäre Fäl­schungen begangen, falsches Zeugnis abgelegt, an der Ver­herrlichung des Fälschers Obersten Henri sich beteiligt haben.

spricht seinem früheren Oberbefehlshaber ja jede Energie und Initiative ab. Er hat in der Audienz beim Zaren alle Beschuldigungen gegen Kuropatkin in vollem Umfange auf­recht erhalten und bearbeitet jetzt auch weiter die öffentliche Meinung nach dieser Richtung hin. Er sagt, daß Kuropatkin unter einem lächerlichen Albdruck gestanden habe, als er glaubte, die Japaner würden das russische Zentrum an­greifen. Ms Gripenberg mit seinen Truppen auf die ur­sprüngliche Bosition zurückgekehrt sei, habe ihm Kuropatkin ein Telegranim mit folgenden: Wortlaut gesandt: Helfen Sie mit ausfindig machen, wo die Hauptstreitkräfte der Ja­paner stehen." Wie der Zar Gripenbergs Bericht aufgenom inen hat, darüber gehen die Meldungen konträr auseinander. Die einen behaupten, der Empfang sei sehr freundlich ge­wesen und die Kuropatkin feindliche Hofpartei habe durch ihn neue Stärkung erfahren. Andere behaupten, daß der Bar Gripenberg getadelt und Kuropatkin recht gegeben habe. Gripenberg sei von Kuropatkin aus guten Gründen nur eine große Refognoszierung bis Sandepu gestattet wor­den. Man verdenkt es in militärischen Kreisen Gripenberg start, daß er seine Ansichten schon veröffentlichte, ehe er dem Zaren Bericht erstattete.

Eine Trauerfeier für General Matsuma,

den japanischen Helden der Kämpfe um den 203 Meter- Hügel vor Port Arthur, fand in Tokio statt. An dem ergreifenden Aft nahmen mehrere Mitglieder des diplomatischen Korps und fremde Militärattachés teil.

Das Schicksal der vermißten Marineattachés, des Deutschen Herrn v. Gilgenheimb und des Franzosen de Cuverville, die aus Port Arthur in einer chinesischen Dschunke abreisten und seitdem verschollen waren, wird jetzt offiziell aufgeklärt. Die Attachés sind in der Tat beim Vorgebirge von Liautischan von den fünf Chinesen der Be­sagung über Bord geworfen worden. Zwei der Täter sind verhaftet und haben das Verbrechen eingestanden. Der Grund zu diesem waren die Wertgegenstände, die die Offiziere bei sich führten.

Die Politik.

Niederlande.

XX Die Holländische Regierung ist gewillt, die Aufhebung der Staatslotterie zu verfügen und mit besonderer Ent­schiedenheit den Privatlotterien zu Leibe zu gehen. Die nötigen gesetzgeberischen Schritte werden schon in nächster Zeit getan werden.

Hof und Gesellschaft.

*** Fürst Ferdinand von Bulgarien hat seinen Aufenthalt in Berlin beendet. Am Tage vor seiner Abreise nahm er an einem Diner im kleineren Cercle beim Reichs­Kanzler Grafen Bülow teil. Gestern hat sich der Fürst nach Mentone begeben.

Jünf Bergleute aus dem Ruhrrevier haben sich an den Aniser belegraphisch mit der Bitte um Hilfe gewandt. Es verlautet, daß diese fünf Bergarbeiter, die nicht dem Siebenerfomitee angehören, auch sonst bei dem Streif keine führende Rolle gehabt haben, zum Kaiser berufen werden sollen, der von den unmittelbar Beteiligten selbst hören möchte, was der Grund ihrer Beschwerden und Klagen sei.

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*** Zur Stärkung seiner Gesundheit ist Oberst Leut­we in jekt nach dem Süden abgereist. Er wird sich an der Riviera einer längeren Kur unterziehen, um sich von den afrikanischen Strapazen zu erholen.

* Nach Meldungen aus Südwestafrika treiben die Wit­bois im englischen Grenzgebiet ihr Unwesen. Die Eingebo­renen sind auf das deutsche Gebiet entflohen. Das Capgou­bernement versuchte Abwehr- Maßregeln, die indessen erfolg= los sind. Hendrik Witboi erhebt nach wie vor Anspruch auf alles Land, das seinem Vater einst gehört habt. Dessen Ge­biet erstreďte sich weit in das britische Betschuanenland hinein.

Deutfcher Reichstag.

Beifall der Mehrheit ein. Allerdings müßten die Beamten in der Ostmark nationale Gesinnung befunden, sonst werde die Regierung mit ihnen kein Federlesen machen. Wenn aber der Verdacht ausgesprochen werde, daß sie aus pekuniären Rücksichten so handelten, so müsse er sagen: im alten polnischen Reiche seien vor dem Zusammenbruch die Beamten allesamt bestechlich gewesen, bei uns ist das aber noch nicht üblich. Die Abgeordneten v. Eynern, Frhr. v. Zedlik und Dr. Fried­berg stritten mehr unter sich als mit dem Minister über das bevorstehende Polizeifostengesetz und die geplante Besteuer­ung der Gesellschaften m. b. H. Herr v. Rheinbaben wollte auf den letztgenannten Punkt nicht eingehen, weil ja ein Gesetzentwurf zur Reform des Einkommensteuergesetzes aus­gearbeitet sei, der dem Staatsministerium jetzt zur Beschluß­fassung vorliegt. Anerkennen mußte der Minister aber, daß die Beschwerden der Abgeordneten Dr. Friedberg und v. Zedlitz über den langsamen und schwerfälligen Geschäfts­gang bei den Regierungsbehörden eine gewisse Berechtigung hätten. Das imiter mehr sich leerende Haus nahm schließlich den Etat im Einzelnen fast ohne Debatte an. Morgen be­ginnt die Beratung des Kultusetats, die sicherlich breiter und lebhafter sich gestalten wird.

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Die Deffnung des Berliner Doms. Nach der Bestim mung des Kaisers soll der neu erbaute Dom in Berlin dem Publikum ständig geöffnet werden. Um der Domgemeinde die Sorge für eine unausgesezte Bewachung abzunehmen, sollen Krongardisten den Wachtdienst übernehmen. Es ist das erste Mal, daß ein evangelisches Gotteshaus auch außer­halb des Gottesdienstes, gleich den katholischen Kirchen, dem Publikum offen steht.

Blutiger Fasching. Bei einem Maskenballe in Köln fam es zu Streitigkeiten zwischen einigen tanzenden Paaren. Der Zwist breitete sich aus, das Messer spielte seine Rolle, und schließlich waren ein Mann und zwei Frauen tödlich durch Stiche verlegt. Zwei Männer wurden festgenommen.

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Der Kopf der Mörderin. Der Kopf der Engel. macherin Wiese, die vor kurzem in Hamburg hingerichtet wurde, befindet sich in der Anatomischen Anstalt der Uni­versität Kiel, wo er in Spiritus aufbewahrt wird. Dort befinden sich noch eine Anzahl Köpfe solcher Mörder, die in Hamburg und in Schleswig- Holstein hingerichtet sind.

Bebel's Villa verfanft. Schon längst wollte Herr Bebel bie Billa, die er sich in Küßnacht bei Zürich erbaut hatte, verkaufen. Jetzt ist sie in andere Hände übergegangen. Als Preis, den Herr Lebel aus dem Verlauf gelöst hat, werden 14: 000 Francs angegeben.

Vandalenhand am Kölner Dom. Ein Akt vandalischer Zerstörungswut wurde am Kölner Dom, diesem Meister­werk deutscher Kunst, ausgeübt. Am Südportale wurden von den Unterfäßen der Statuen mehrere Ornamente von frevelhafter Hand abgeschlagen. Man ist den Tätern auf der Spur.

Bei der heute begonnenen zweiten Beratung der Han­delsverträge wurde an die Spike das Abkommen mit Oesterreich Ungarn gestellt, das in der Regierungs­vorlage den Schluß bildet. Die Mitglieder des Hauses waren auf diese Aenderung der Reihenfolge offenbar nicht vorbereitet, denn es fehlten, als sie aufgerufen wurden, sowohl der Berichterstatter Graf Kanig, wie auch die ersten Abgeordneten, die als Diskussionsredner vorgemerkt waren. Tatsächlich wurden die Erörterungen eingeleitet durch den konservativen Abg. Hufnagel, der bei dieser Gelegenheit seine Jungfernrede hielt. Leider herrschte im Hause so große Unruhe, daß auf der Tribüne von seinen Ausführungen nichts zu ver­die ihm der stehen war. Erst aus der Antwort, Staatssekretär des Innern erteilte, ging hervor, daß Herr Hufnagel von der Viehseuchenkonvention und von den Refattien( Frachtvergütigungen) gesprochen hatte. Diese und die Frage der Exportprämien spielten überhaupt in der De­batte die größte Rolle. Einige Redner beschäftigten sich wohl auch mit anderen Einzelheiten oder machten allgemeine Bemerkungen, doch wurde ihnen darauf weder aus dem Hause noch vom Regierungstische aus erwidert. Bezüglich der Frachtvergütigungen gab Graf Posadowsky die Erklärung ab, daß die österreichisch- ungarische Regierung ihre Refaktien für Malz fallen lassen werde unter der Voraussetzung, daf auch unsererseite keine Aenderung in dem bestehenden Zu stande der Eisenbahntarife eintritt. Auf den Einwurf des Abg. Gothein, daß die meisten Bahnen in Desterreich- Ungarn Privatbahnen seien, antwortete Graf Posadowsky, daß sie, so. weit sie nicht Staatsbahnen seien, zum großen Teil unter Staats. verwaltung stünden. Außerdem habe die österreichische Re­gierung erklärt, wie sie die Abschaffung der Refaktien er­reichen werde, sei ihre Sorge; man müsse ihr daher die Ver­antwortung dafür überlassen, wie sie ihre Zusage einhalte. Sollte Desterreich) wider Erwarten Refattien einführen, so stünde es Deutschland frei, Gegenmaßregeln zu ergreifen. Dasselbe gelte von Exportprämien. Unsere Rechte aus der Viehsteuerkonvention würden wir in dem Umfange aus­üben, der zum Schuße der deutschen Viehbestände notwendig sei. Der Staatssekretär war der einzige, der das Ohr des Hauses hatte, alle übrigen Redner sprachen nur für die Stenographen. Die allgemeine Unruhe wich nur für we­nige Augenblicke, als der Präsident Graf Ballestrem das Ergebnis der namentlichen Abstimmung über den grund­legenden Artikel des Vertrages verkündete: er wurde mit 112 gegen 53 Stimmen bei 3 Enthaltungen angenom­men. Der Rest des Vertrags und die Seuchenkonvention fanden gleichfalls Annahme gegen die Freisinnigen und So­zialdemokraten. Die grundlegliche Bestimmung des Ver­trages mit Rußland wurde mit 198 gegen 61 Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen.

An der technischen Hochschule in Braun­schweig hat es zwischen Studierenden und Professoren einen fleinen Streit über die Grenzen der akademischen Freiheit" gegeben. Der Zwist ist vorüber, die Herren Pro­fessoren haben nachgegeben und den ganzen Streit auf Miß­verständnisse zurückgeführt. Ihnen, den Professoren, fiele es nicht ein, die akademische Freiheit antasten zu wollen; sie wünschten im Gegenteil deren unbedingte Wahrung. Auch gestanden sie der Studentenschaft das Recht zu, in ihren Versammlunaen zu akademischen Fragen Stellung zu neh­

Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

( 143. Sigung.)

In Weimar wurde bei Nacht das vor kurzem enthüllte Shakespeare Denkmal mit einer schwarzen, äßenden Säure beschüttet und total ruiniert. 200 Mart sind auf Ergreifung des Täters ausgesetzt.

Schreckenstat eines Frrsinnigen? In Asnières in der Nähe von Paris wurde eine 80jährige Witwe namens Lebel ermordet aufgefunden. Die Leiche schwamm förmlich im Blut. Der ganze Körper war mit Wunden bedeckt, und der Unterleib war mit zwei furchtbaren Schnitten vollständig aufgeschlitzt. Da das in einer Kommode befindliche Geld nicht geraubt ist, und keinerlei Motiv für die Mordtat vor­liegt, so nimmt man an, daß ein Irrsinniger in die Woh­nung eingedrungen ist und die Greisin getötet hat.

)!( Ein wertvoller Fund wurde in einem verfallenen Kloster bei Messina gemacht. Es wurden dort alte Juwelen, Silberarbeiten und Bilder entdeckt, die einen Wert von meh reren hunderttausend Mark repräsentieren.

RK Berlin, 20. Februar. In kaum mehr als drei Stunden wurde heute der Etat des Finanzministeriums vor dem ungemein schwach besetzten Hause beraten und bewilligt. Der einzige Widerstand, gegen den der Minister, Freiherr von Rheinbaben, anzufämpfen hatte, war die Opposition der Polen gegen die Ostmarkenpolitik. Und der elegante Schneid, mit dem der Minister sich stets gerne in den Kampf um das Deutschtum stürzt, trug ihm heute wieder den reichen

Ein sonderbares Bembenattentat führte ein Spanier namens Garcia in Paris gegen das Haus des merikanischen Gesandten aus. Er brachte eine Bombe zur Explosion, die 130 Gramm feinförmiges Schwarzpulver enthielt. Dem Haus konnte er mit einem solchen Dinge natürlich nichts anhaben. Dagegen büßte er selbst beide Hände bei der Explosion ein. Drei ähnliche Bomben wurden in der Wohnung des wunder­lichen Attentäters gefunden, der seinen Anschlag übrigens zu einer Zeit ausübte, als der merikanische Gesandte gar nicht zu Hause war. Als Grund zu seinem Vorgehen gibt Garcia an, er sei durch die merikanischen Behörden um drei Millio­nen benachteiligt worden.

A Explosion im Naphtagebiet. Nach einer Meldung aus Baku erfolgte auf dem Schiffsanlegeplay bei Bibi- Eibat auf einer mit Naphta beladenen Barke eine Explosion. Der ganze. Anlegeplatz mit einer Anzahl dort befindlichen Barken geriet in Brand. Man spricht von zwanzig Menschen, die das Leben verloren haben.

Tages- Chronik. na Juwelengeschäft im Osten Ver lins drangen Diebe durch eine leerstehende obere Etage und erbeuteten Brillanten und andere Kostbarkeiten im Werte von 40 000 Mark

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offentlige Bürgerver teiner Rich fondern nur d Ausfproche üb tur nach vor von ihrer gro bisherigen und auf tieferen Unternehmens Ausführung.

- Ein 17, ähriger Schüler der Handelsschule in erschoß den Lehrer der englischen Sprache und tötete fid dann selber durch einen Schuß durch den Kopf.

In Rennen wurde an einer Witwe ein Raubmord ver In Großkmehlen bei Halle wurden durch Brandstiftun begangen durch eine rachsüchtige Dienstmagd, fünf Gehöste eingeäschert. übt.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Kindesmordversuch aus Trägheit. Von dem Schwurge richt in Stolp wurde das Dienstmädchen Auguste Radtke aus Rummelsburg zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie hatte den Versuch gemacht, drei Kinder ihrer Dienstherrschaft mit Kakao, in den sie Salpetersäure geschüttet hatte, zu vergi ten. Das Mädchen gab ihre Tat zu mit dem Bemerken, sie habe die Kinder beseitigen wollen, weil ihr der Dienst zu schwer gewesen sei.

§ Gefälschte Sparkassenbücher. Vom Schwurgericht in Billau wurde der Kämmerei- und Sparkassenrendant Buber zu 5 Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust und 450 Mart Geldbuße verurteilt. Er hatte beim Kauf einer Ziegelei ge fälschte Sparkassenbücher als Sicherheit gegeben.

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