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21.1.1905 Erstes Blatt
 
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sowie beiden Kammern zugegangen. Es wird in derselben als wünschenswert bezeichnet, im Interesse des Landes und der Einheit des Reiches, die Gleichstellung der höheren Schulen auch in Hessen durchzuführen. Ausgearbeitet wurde das Schriftstück vom Verein zur Gleichstellung der höheren Schulen in Hessen.

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M. In dieser Woche tagte in Nürnberg der Ge­samtvorstand des Bundes deutscher Gast­wirte( Sig Leipzig, 450 Vereine mit 35 000 Mitgliedern), um zu den schwebenden Fragen des Gastwirtegewerbes Stellung zu nehmen. Es wurde, so schreibt man uns, be­schlossen, ein Eingabe an die Reichsregierung und den Reichstag zu richten, in welcher um Abänderung der§ 33, 147, 151 G. O. erreicht wird, welche insbesondere Regelung des Konzessionswesens, Flaschenbierhandels, der Automaten­und Warenhäuserestaurants betreffend. In einer weiteren Eingabe sollen die Anträge des Bundes zum neuen Reichs­eichgesez niedergelegt und insbesondere furze Nacheichfristen und Ausdehnung der Nacheiche auf Fässer für Branntwein und alkoholfreie Getränke gefordert werden. Es soll außer­dem bei den Lieferanten angestrebt werden, daß dieselben eine Bonifikation von der Höhe der gesetzlich festzulegende Berkehrsfehlergrenze zu gewähren haben, um die Abnehmer vor drohenden Nachteilen zu schüßen. Eine besondere Ein­gabe bezweckt die Einführung einer Flascheneiche und die Abwälzung der Berantwortlichkeit für die Richtigkeit der Släffereiche auf die Fabrikanten. Zu der fürzlich in Berlin gebildeten Reuen Mittelstandsvereinigung" nimmt der Bund in der Weise Stellung, daß er seine Verbände und Vereine auffordert, diese Frage eingehend zu besprechen, damit der im Juni 1905 in Karlsruhe stattfindende Bundestag sich über die Bewegung entscheiden fan. Behandelt wurde auch die von der Braunschweiger Handelskammer durchgeführte Her­anziehung von Fachausschüssen des Gastwirtsgewerbes zu einer sagdienlichen Geldentmachung seiner Wünsche und Anträge, ferner die Durchführung der Selbsthilfe in ge­werblichen Angelegenheiten. Entschieden Stellung genommen wurde gegen das in einzelnen Staaten und Gemeinden auf­tauchende Bestreben, dem Gastwirtsgewerbe neue Sonder­fteuer und Abgaben aufzubürden. Die Bundesvorstände sollen aufgefordert werden mit aller Energie gegen diese un­berechtigten Bestrebungen aufzutreten.

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sammlungen, Vorstand, gemeinsame gewerbl. Interessen, Schulen, Kurse, Gesellen, Lehrlingswesen, Festellung der Rechnung Ordnungsstrafen, Eintrittsgelder, Jnnungsschiedsgericht, Schul. wesen, Herbergswesen, Arbeitsnachweis, Kanten. Sterbe- und Unterstützungsfassen, Gemeinschaftliche Gewerbetriebe, Sub­missionen, Fachzeitung beauftragte, Preisfestsetzungen, Auf­lösungsbestrebungen, wie schließlich Verhältnis der Innungen zu Innungsausschuß, Handwerkskammer und Innungsverband. Einer führt dann noch an, daß es von dem Ausfall dieser Erhebungen wesentlich abhänge, ob das Handwerk auf weitere, nachhaltige Unterstüßung der Reichsregierung rechnen dürfe, denn die weiteren Forderungen des Handwerks werden dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn das Handwerk ge= zeigt hat, daß das Gesetz von 1897 auch seine Früchte getragen hat. Vor Eintritt in die zweite Lesung des Fragebogens fragt eller Darmstadt an, ob die Ausfüllung Zwang oder freier Wille sei, da ihm die Beantwortung einiger Fragen doch sehr bedenklich erscheine, worauf ihm vom Vor­figenden geantwortet wird, daß wohl fein gesetzlicher 8wang bestehe, daß aber wohl vorausgesetzt, da alles in Ordnung gehe, teine Veranlassung sei, irgend eine Frage nicht zu be­antworten, ba dann nichts vorkommen fönnte, was man dem statistischen Amt zu verheimlichen habe und zudem feinerlei statistischen Amt zu de: heimlichen habe und zudem feinerlei Maßregel der weiteren Erforschung auf Grund der Angaben zu befürchten sei. In der zweiten Lesung wurden dann alle einzelnen Fragen nachmals berührt, wobei die Herren Regierungsrat Haach, Obermeister Lauß wie der Vor­sißende nochmals, wo es nötig erscheint, eingehender Er­läuterungen geben. Der Vorsitzende des Ausschusses für die Meister- nnd Gesellenprüfungen, Herr Lauz, weist nunmehr darauf hin, daß das Hauptziel, die Hebung des Handwerks nur durch besseren Nachwuchs zu erreichen sei; in dieser Be­ziehung sei der Handwerkskammer ein sehr dankbares Feld überwiesen worden und habe man durch das Lehrlingswesen eine bessere Ausbildung erreicht; es müsse jezt noch darauf hingearbeitet werden, daß die Prüfungen gleichartiger ge= staltet werden, die Aufforderungen müsse man gleich hoch stellen und wo nötig, erhöhen. Bichtig seien die schriftlichen Leistungen, die Buchführung und die Fachprüfungen; erfreu­licherweise sei die Zahl der Lehrlinge in der letzten sehr gewachsen, doch feble leider in vielen Kreisen noch der Drang und das nötige Verständnis über den Wert der Meifterprüfung. Es müsse mit Energie darauf hingewirkt werden, daß sich die jungen Leute über die eminente Bedeutung und den Wert des Meistertitels auch bei der Regierung klar werden. Hieran schließt der Vorsitzende die Aufforderung, die in dantenswerter Weise von Centralftelle in Bezug auf die Meisterprüfungen heraus­genau zu berücksichtigen. gegebenen Drucksachen doch Regierungsrat Busch spricht den Lehrmeistern der Kurse, ohne deren Hülfe auch petuniläre Unterstüßung feinen Vorteil habe, herzlichen Dank aus; der Erfolg sei ein ganz be­deutender; leider seien die Kurse vielfach im Lande noch nicht bekannt; der Hauptwert sei, daß alle berufenen Faftoren zusammen arbeiten, um diejenigen zu unterstüßen, denen aus verschiedenen Gründen in der Jugend nicht möglich war, alle Kräfte mobil zu machen. Nessel- Offenbach lenkt dit Aufmerksamkeit der Versammlung auf den von dem Vorstand der Kammer herausgegebenen Leitfaden, der von großer Bedeutung bei den Meisterprüfungen sei, bedeutende Kenntnisse in der sozialen Gesetzgebung enthalte und in jeder Beziehung ein treuer Ratgeber sei. Gewerberat Reuter weist ebenfalls auf die Zweckmäßigkeit des Leitfadens hin, der auch vielfach bei den Vorbereitungslursen verwendet wird. Zu beachten sei auch, daß diese Kurse allgemein zum S Der hessische Obermeistertag, welcher am Besuch offen sind. Handwerkskammersekretär Engelbach teilt Donnerstag in Darmstadt unter Leitung des Vorsißenden mit, daß der erst in zweiten Jahre fertiggestellte Leitfaden ganze der Handwerkskammer Herrn Falt- Mainz tagte, war ist schon über in 8000 Exemplaren über das von zusammen 130 Vertretern, welche 60 Janungen ver- deutsche Reiche abgesetzt wurde: er werde in ganzen von traten, besucht. Handwerkskammersekretär Engelbach re- ca. 50 deutschen Handwertstennern benüßt, alle Baugewerf ferierte ausführlich über die Fragebogen. Es soll dabei ein schulen haben denselben eingeführt und seien über 5000 Hauptgewicht darauf gelegt werden, durch fünftige Erhebungen Eremplare außerhalb Hessen abgesetzt. Ueber die Central­ein genaues und flares Bild über den Fortschritt des Hand- genossenschaft der Handwerker verbreitet sich hierauf deren werker- Gesezes zu erhalten. Die Hauptfragen betreffen: Borsigender Herr Stadtverordneter Reckel, indem er darauf Name, Siz, Gewerbezweig und Bezirk der Inaung, Ver-| Hinweist, daß seit der Gründung im Juli v. J. schon für

** Nach Meldungen auswärtiger Blätter scll Hudde heute einer Konfrontierung in Heldenbergen unter­zogen werden.

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tt Stadtheater Gießen. Morgen Sonntag Abend geht Guztow 8opf und Schwert" in sorgfältiger Vorbereitung in Szene. Am Nachmittag findet als findet als Fremdenvorstellung die legte Aufführung des Kilometer­fresser" statt. Alle, die den überaus luftigen und übermütigen Schwant noch nicht gesehen haben, seien auf diese legte Ge­Vorbereitet werden augenblicklich legenheit hingewiesen. Anna von Hessen", Schauspiel ron Theodor Bat, Kater Lampe", Komödie von E. Rosenow, Marie Friedhammer" Drama von Heinrich Lilienfuß, der Familientag" Luft spiel von Gustav Kadelburg, Um Seinetwillen", Schauspiel von S. Jenizer.

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** Der Gießener Kriegerverein feiert heute Abend im Café Leib Kaisers Geburtstag. Soweit wir unterrichtet sind, verspricht das Fest einen sehr interessanten Verlauf zu nehmen, u. A. sind Theater- uno Konzert- Auf führungen in Aussicht genominen, von denen namentlich erftere, da der Kriegerverein über einige sehr geschäßte Dar­steller verfügt, großen Antlang finden dürften. Zum Schlusse ist dann noch ein Tänzchen vorgesehen.

MAGGI's Erzengnisse:

Man achte genau auf den Namen ,, MAGGI".

über Mt. 40 000 Werkzeuge und Maschinen in bester Qualität hessischen Handwerksmeisteru zugeführt wurden. Der Enfauf durch die Genossenschaft sei sehr vorteilhaft, da man mit den erstern Häusern in Verbindung stehe und da­durch nur beste Waren zu billigen Preisen liefern könne. Redner führt hierfür drastische Beispiele an. Man müsse dahin streben, daß das Solidaridätsgefühl wachse und die Bestrebungen in alle interessierten Streise trage. Mit einem anfeuernden Schlußwort des Borsigenden, Herrn Falt, wo­bei er allen Mitarbeitern dankte und zu bedachtem, zielbe­wußtem Vorwärtäfstreben aufforderte, dann werde der Erfolg nidt ausbleiben, schloß die sehr anregend verlaufene Vers Sammlung.

** Frankfurt. Die Frankfurter Viehmarttsbant nimmt mit dem 1. Februar ihre Tätigkeit auf. Die Ver­handlungen zwischen ihr und dem Mitteldeutschen Vieh­händler- Verein sind wieder eingeleitet.

S Darmstadt, 19. Januar. In der heutigen Stadt­berordnetenfigung entspann sich eine lebhafte Debatte über eine Beschwerde der Vereinigung der Darm­städter 3immermeister darüber, daß die Zimmer­arbeit für die Schmückung der Städtischen Straßen und Pläge gelegentlich der demnächstigen Vermählungs­feier, welche sie zu M. 4549 auf ergangene Anfrage liefern wollten, dem auswärtigen Zimmermeister Diehl in Groß- Gerau übertragen wurde, wenn derselbe auch eine Offerte zu nur M. 2769 eingelegt habe und somit ca. M. 1600 billiger war. Sie weisen darauf hin, daß sie als hiesige steuerzahlende Geschäfts­leute in erster Linie erwarten durften, berücksichtigt zu werden, umſomehr, als der auswärtige Meister geringere Arbeitslöhne zahle und dadurch in der Lage set, die Arbeiten preiswürdiger auszuführen. In der Debatte wurde wiederholt hervorgehoben, daß der Betrag von M. 20,000 für die Schmückung f. z. unter Voraussetzung und Zusage genehmigt worden set, daß die Summe in erster Linie den Darmstädter Geschäftsleuten zu gut tomme. Zum Schlusse reichte der Stadtverordnete Bormet einen Antrag ein, der dahin geht, daß in Zukunft alle Arbeiten, welche aus Anlaß von Festlich­feiten, zu welchen die Stadt einen Beitrag leistet, nuc einheimischen Firmen übertragen werden.

r Aus dem Waldeck'schen. Die Kommission des preu­Bischen Abgeordneten- Hauses hat die Talsperre bei Hemfurt beschlossen. Dadurch verschwinden zwei Dörfer Sie werden aber, um Berich und Bringhausen. es ihnen leicht zu machen, auf Fürstlichen Domänen ange­siedelt.

Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 3. Sonntag, nach Epiphanias( 22. Jan.) predigt

1. vormittags: Pfarrer Schmidt.

Text: Röm. 12, 7-16. Lied Nr. 252.

2. nachmittags: Defan Wagner.

Text: Joh. 2, 1-11. Lied Nr. 409. Gottesdienst in Lumda nachmittags Uhr.

Marttberigte.

Sieken, 21. Januar. Aus dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfb. 0.80-0.90 Mt., Hahnereter per Stück 8-9 Bfg., Enteneter St. 7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linjen per 2tter 32 fg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Rt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Grid 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72# 19. Sabeine fletsch gesalzen per fund 0.76 1g., stalbfleisch per fb. 70-74 fg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 sfg., Kartoffeln pro 100 Ft! 6.00 b. 650 M., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pet Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Wit Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Much per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor

Beginn der Martizeit überhaupt nicht, und während der ersten brei Stunden der Markizett im Umberziehen feilgeboten werden.

Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, fr den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Wieken.

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von Wasserleitungsarbeiten.

Die sämtlichen, zur Herstellung einer Onellwasserleitung für die Gemeinde Trohe bei Gießen erforderlichen Arbeiten und Liefer­ungen sollen im Submissionswege vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis

Montag, den 6. Februar 1. Ja. vormittags 9 Uhr auf der Großh. Bürgermeisteret Trohe abzugeben, wo alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bewerber stattfindet.

Die Pläne und Bedingungen Hegen auf dem Bureau des Unterzeichneten( Landgraf Philipp- Plaz 3) zur Einsicht offen und es können dort Angebotsformulare gegen Erstattung der Selbstkosten entgegen genommen

werden.

Gießen, den 17. Januar 1905.

Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreises

Gießen.

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