Einzelbild herunterladen

Liebesverhältnis hafte, aus Eifersucht aus einem Revolver mehrere Schüsse ab und verletzte sie schwer. Darauf richtete er die Waffe gegen sich selber, verletzte sich aber nur leicht am Kopfe.

Ein neues Verkehrsprojekt in Frankfurt a. M. Zwi­schen der preußischen Staatsverwaltung und der Stadt Frankfurt a. M. ist nach langen Verhandlungen ein Ver: trag zustande gekommen, der für die Stadt ein weiteres gewaltiges Aufblühen verspricht. Es handelt sich um die Errichtung eines Osthafens, die durch die Hinausschiebung und Erweiterung des Ostbahnhofes bedingt ist.

Das Unglücksfuhrwerk. Auf der Landstraße zwischen München und Augsburg wurden die Pferde zweier Last: fuhrwerke vor dem Automobil des belgischen Thronfolgers, Prinzen Albert von Flandern, scheu. Das eine Gefähri fuhr auf eine Kutsche, deren Pferd die Deichsel in die Brust gebohrt wurde. Die Insassen, ein Ehepaar aus Eurasburg wurden aus dem Gefährt geschleudert, die Frau blieb schwer berlegt liegen. Die Lenker der beiden Lastfuhrwerke wurden gestreift und erlitten ebenfalls Verlegungen. Prinz Albert, General Junblutte und der Chauffeur leisteten den Ver unglückten die erste Hilfe.

Benzin- Explosion in einem Kaffeehause. Im Vororte Marylan bei Salzburg war der Besizer eines Kaffeehauses mit seinem Hausdiener bei der Gasolin- Leitung beschäftigt. Dabei fam er mit dem Licht dem Gase zunahe, und es er­folgte eine furchtbare Explosion. Der Cafetier wurde so schrecklich verstümmelt, daß ihn sein eigener Bruder nicht mehr erkannte, und erlag alsbald seinen Wunden. Auch der Hausdiener wurde schwer verbrannt.

Direkte Verbindung Berlin- Marseille. Der General­rat in Marseille hat den Wunsch ausgesprochen, daß direkte Grpreßzüge mit allen Wagenklassen ohne Umladung von Berlin nach Nizza über Frankfurt, Belfort, Lons- le- Sau­nier, Lyon und Marseille eingeführt werden, um die durch die Durchbohrung des Simplon für den Handel von Mar­seille entstehenden schädlichen Folgen abzuschwächen.

Ein Bank- Krach. Die Nationalbank von Alleghany ( Pennsylvanien) ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2 973 169 Dollars. Der Kassierer hat Selbstmord verübt. Es ist ein Verwalter ernannt worden.

Stab von Architekten, um in Carrara den ihm zusagenden Marmor, in allen Prachtbauten der Welt die Muster für die kostbarste Einrichtung auszusuchen und zusammenzustellen. Dazu hatte merkwürdigerweise der Mann Zeit, der sonst feine Unterredungen bon mehr als zwei Minuten Dauer gewährt. Die Bronzen, die ihm geliefert wurden, hatten seinen Beifall nicht. Darum gründete er seine eigene Bronzefabrik. Königlich! Nicht wahr? Aber seltsam ist es doch, daß ein Mann mit so kostspieligen und so unvernünftigen Launen überhaupt zu Vermögen kommen fonnte. Natürlich wird der Bau in Newyork feenhaft, mär­chenhaft. Das ist er seinem Besitzer schuldig, dem- immer nach den Zeitungen kein Aufwand zu hoch ist. Der Palast soll eine Eigenheit haben: Der Druck auf einen Knopf soll genügen, alle Zwischenwände einer Etage verschwinden zu machen und einen einzigen Raum herzustellen, weit ge­nug für Tausende. Das ist in der Tat märchenhaft. E ist überdies ein geschmackloses Märchen, denn dem riesige Flächenraum würde die angemessene Höhe fehlen. Mo darf aber Mr. Clark deswegen nicht schelten. Er ist Wirklichkeit gar nicht verrückt, nur die Zeitungen machen i! dazu. Bei dem Erzherzog Leopold Salvator, der ihn für lich zum Diner geladen hatte, benahm der Kupferkönig sic ganz gesittet und wie ein vernünftiger Mensch, der er and ist. Er ist nicht so reich, wie man sagt, aber auch nicht ent­fernt so blöde verschwenderisch, wie man ihm nachredet. Seine persönlichen Gewöhnungen sind sogar recht bescheiden. Er war ein armer Lehrer, bevor er Goldgräber wurde, und ' r hat bis heute noch nicht Zeit gefunden, seine Jugend­jewohnheiten seinen völlig veränderten Verhältnissen anzu­assen. Mr. Clark ist bereits wieder auf dem Wege nach Imerika.

Gent als Seehafen. Die altberühmte belgische Handels­stadt Gent soll jetzt einen richtigen Seehafen erhalten, indem Der Kanal, der sie mit dem auf niederländischem Gebiet ge legenen Hafen Terneuzen an der Wester- Schelde verbindet, jo weit vertieft werden wird, daß auch große Seeschiffe hinauf gelangen können. Nach den Plänen wird das Kanalbett am Boden eine Breite von 23% Metern, auf der Wasserlinie eine solche von 64 Metern auf belgischem und on 66 Metern auf holländischem Gebiet erhalten, während die Fahrttiefe gleichmäßig auf 9 Meter gebracht werden joll. Die Arbeiten sind sofort in Angriff genommen worden jedoch wird ihre Fertigstellung nicht vor dem Jahr 1907 erwartet.

Verheerangen durch einen Cyklon. Ueber die Ortschaft Torrente in Nordamerika ist ein Cyklon niedergegangen, der enormen Schaden angerichtet hat. 45 Häuser sind zerstört. Eine große Anzahl Personen wurden verlegt, einige wur­ben getötet.

Großfeuer in Ahlbeck. Das Dampagewert dc: Firme Grünberg in Ahlbeck ist von einem verheerenden Shaden feuer heimgesucht worden.

Mit Stuhlbeinen erschlagen. In dem thüringischen Orta Themar wurde bei einem Tanzbodenstreit ein Senech

mit Stuhlbeinen erschlagen. Ein anderer wurde schwer

verlegt. Der Getötete ist Vater von sechs Kindern.

Ein gestohlener Millionen- Scheck. Dem europäischen Vertreter einer deutschen Firma in Shanghai, Herrn Ernst Kretschmar, war auf dem Bahnhof in Aachen von einem ihn anrempelndem Mann die Brieftasche gestohlen, die einen Scheck über 1 292 000 Francs enthielt. Da der Besizer die Auszahlung des Schecks sofort telegraphisch sperrte, so wird er wohl kaum wieder zum Vorschein kommen. Der Dieb würde sich der Gefahr der Verhaftung aussehen. In eng­

lischen und französischen Blättern wird jetzt auch noch öffent­

lich vor dem Ankauf des Schecks gewarnt.

Tages- Chronik. In Jessen im Saalekreise feierte da Schuhmachermeister Huhlesche Ehepaar das Jest der diaman tenen Hochzeit.

Hessischer Landtag.

Erfte Kammer.

Darmstadt, 19. Oktober.

Der Präsident Graf Görk gen. Schlig teilt, wie die Darmst. 3tg." schreibt, mit, daß der Graf zu Erbach Erbach mit seiner Vertretung in der Kammer seinen Bruder, den Grafen Arthur betraut habe; letzterer leistet den Landständischen Eid. Staatsminister Dr. Rothe stellt dem Hause den neu ernannten Justiz­minister& wald vor.

In der spanischen Provinz Sevilla wurde das Kind eines Gutsbesizers am hellen Tage von Briganten entführt, die 10 000 pesetas für die Auslieferung verlangen.

Auf einer Eisenhütte in Essen wurden durch eine Er. plosion flüssigen Stahls zwei Arbeiter tödlich verletzt. Der Befuch eines Kupferkönigs. ( Eig. Bericht.)

Wien, 19. Oktober.

einen Nubou aufführen lassen, an dem er Erfer mit 1,10 m vorges hen hat. Es werden ihm nur die Eifer mit 50 cm Auslage gestattet.- Kaufmann Karl Volf in der Grünbergerstraße hat den Antrag gestellt, es möchte vor seinem Hause ein g pflasterter Fußweg über den Fahrdamm erricht t widen, weil die nächsten Ubergänge zu beiden Seiten, fernes Hauses gar zu weit entfernt sind. Es werden 150 t. dafür bew ligt. Stadtv. Jann rügt hierbei, daß sit sehr langer Zeit in der Kreuzung der Goethe- und Si pjanstraß: Pflastersteine hinderlich im Wege liegen. Dann ist an der Kreuzung der Goethes und Ludwigstraße durch die Karalisation der gepflasterte Uebergang i ßt in einem shr miserateln Zustande. O.-B. Mecum ver­spricht Abhüife. Stadt. Small regt an, daß in der Oftanlage au noch ein solcher U bergang gepflastert werde.

Nach

-

-

eamtliche Auskunft i prima. Was nügt et Unternehmer, welcher wi tumb 750 000 Mr. Arbei ho feine Raution realen Werten h ie weiteren Mitteilungen ie durch den gewählten& igungen bis ist gewonnen chäftsführung insbesondere irma Jag t& Rumpf faun die ber D.-W. dem Stabib. das alles hier( im Stabto Stadtverwaltung hat durch lufte, treten welche ein, fo Raution und das zurüdbe gen wir uns doch, es war g Firma große Arbeiten fre t- nachdem hiesige Ge 40000 Mr. durch die Firma be gegeben wird als es von ein sight ift. Wir fühlen es m Giftsmann jgt ist, der ei lich Der Staats- oder fin Berluften, jein Gehalt eftiftemann.

D.m Landwit Georg Simon wnd gestattet, daß er zur Anlage einer Drainage nach ein m ihm getörtgen Felde an der Lahn, welches sehr feucht ist, den Wismarer Weg mit einer Rohrietung treuzen fann. Am Reinig'ichen Hause, Seitereweg 30, will eine Gesellschaft Bettge aus Colberg eine Reklametafel ähnlich der wie sie vor ca. einem Jahre vor dem Hessischen Hofe stand anbringen lassen, a welcher täglicher Wetterdienst der Hamburger Seewarte, eine Normaluhe und Barometer angebracht sind. Einspruch wud nicht erhoben. Für die Benutzung des städt. Geländes( Front nach dem Teufelsiusgästchen zu) muß die Firma eine jährliche Anerkennungsgebühr von 10 Mt. zahlen. Die vor furzem stattgefundene Ver­steigerung der drei städt. Grundstücke an der Licherstraße haben die erforderliche Tag nicht erreicht; der Zuschlag wird darum nicht erteilt. Die Anlage ein.8 Entwässerungs­tanals bei dem veterinärmedizinischen Just tut wird genehmigt mit der Bedingung, daß derselbe jzt in den der Frank­furterstraße entiang liegenden Ranal eingeführt wird, später aber wenn die Kanalisation sectig ist in iner Gegend, dieser Kanai dann wieder in Wegfall tommt. Für die Benutzung des fädt. Geländes muß der Staat jährlich 50 Pfg. n- Die tommende Sache, Punkt 10, erkennungsgebühr zahlen. Zahlungsunfähigkeit der Firma Jäger& Rumpf

Die Regierungsvorlage, die berufsständische Ver­tretung der Landwirtschaft betreffend wird, nachdem der Ausschußberichterstatter, Geb. Justizrat Dr. Schmidt­Gießen und Staatsminister Dr. Rothe dazu ge­sprochen, nach den Anträgen des Ausschusses ohne wesentliche Debatte einstimmig angenommen. Annahme einer Reihe von Gegenständen fonform den Ausschußberichten wurden die Gesezentwürfe betreffend den Lotterie- Staatsvertrag mit Preußen und Thüringen und betreffend das Spielen in außerhessischen Lotterten, letzteres mit einem kleinen Amendement, angenommen. Es folgt die Beratung des Gesetzentwurfs über die Ge­meindeumlagen. Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim erörtert die entgegenstehende Stellungnahme des berichtenden Ausschusses.

In keinem Lande der Welt gibt es so viel Könige, wis in den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich Frei­jtaaten nennen und es der äußeren Form nach auch sind Der Petroleum- und der Silberkönig, der Stahl- und der Kupferkönig, der Kohlen-, der Eisenbahn- und der Schiffs. fönig wohnen dort einträchtig nebeneinander. Wenn man den umlaufenden Gerüchten glauben darf, besitzen diese Monarchen alles, was das Herz begehren mag,- nur feine Zeit, es auch zu genießen. Sie alle, die Könige von Dollars Bnaden, haben feine Jugend gehabt, denn sie mußten immer nur Geld machen", immer nur Geld machen" und an sammeln und häufen. In dieser Beschäftigung gönnten sie sich nichts, rein gar nichts, außer den Freuden der nach Be friedigung ausschauenden Begehrlichkeit; und als sie am Ziele waren, da war ihre Genußfähigkeit verdorrt, da hatter sie sich gewöhnt, keine Zeit zu haben, da war es ihnen zut anderen Natur geworden, mitten in der verschwenderischen Fülle mit der Minute zu geizen.

Zweite Kammer.

Darmstadt, 19. Oktober.

Zu Beginn der 119. Sigung erklärte der Präsident, Geh. Regierungsrat Haas, daß er im Auftrag der Zweiten Kammer s. 3. der Großherzogin zum Geburts­tag gratuliert und dafür den Dank entgegengenommen habe.

Hierauf werden eine Anzahl zur vorläufigen Be­ratung auf der Tagesordnung stehender Gegenstände zu späterer Beratung, nachdem Referenten dafür er­nannt, zurückgesetzt.

Einer diese Könige, der Kupferkönig Mr. Clark, war jetzt hier zu Besuch. Nicht zum erstenmal. Er liebt Wien, mo ihm ein Jugendfreund lebt, der großherzoglich toscanische Leibzahnarzt und kaiserliche Rat Thomas. Hier hat er auch schon große Prunkeinfäufe gemacht: die Preyersche Gemälde­fammlung, die nun seit Jahren auf die Fertigstellung des Palastes wartet, den Mr. Clark in Newyork für sich bauen läßt. Noch ein Jahr soll der Bau währen, dessen bisherige Kosten auf 25 Millionen Kronen angegeben werden. Das ist der Durchschnittspreis eines amerikanischen Königs"- Hauses, wenn man den Zeitungen glauben darf, die immer ganz genau die Beträge kennen, die ein amerikanischer Mil­liardär ausgibt. Mr. Clark, so heißt es, reiste mit einem

Die Anträge der Abgg. Müller und Dr. Buff, be­treffend die Beiträge zur Kranken- und Unfallversicher­ung seitens der Arbeitgeber, sowie die der Abgg. Diehl und Genossen, betr. den Verkehr mit Wein 2c., werden nach den Ausschußanträgen angenommen.

Die Vorstellungen der Großh. Bürgermeisteret Butzbach, die Umwandlung der Realschule Buzbach in eine Oberrealschule, sowie die Einführung der Fäfalten aus der Jrrenanstalt Hofheim in den Schwarzbach, w.rden für erledigt erklärt.

-

-

Statto. Gabriel führ grüße es ebenfalls, daß eine mit mehr angenommen bi Re fen nicht ein, wie fie pege baibas große Bergnügen, Bli ubigerausschusse mit anzu r Sinficht in die Bücher ge Jer& Rumpf schon vo De Immobilien und Berte Boontet, die von dem Taner gemachten Ein bein Konto eingeschrieben Stand in Hanau ift jederzeit ausbrechen verschlingen Berichts- und Summen und die hiesigen B mwerfer die im Schweiße ih müffen, verlieren alles. J gefundenen Gläubigerausschu mit 25%, zahlbar in 4 R Eine dem ächst stattfindende dazu nehmen. Ugner habe Gießen eine vollständ schaft herrsche( 0.8. hier und fragt auf was fid damit das hier bestehende 8 Stadtv. abriel.) 8wei Rumpf habe er im Inte an sich genommen, die d Bemerkungen werde er Untersuchungen und um die Stelle heute in öffentlicher wiederhole, daß die Firm gewesen ist. Daß man

hat eine sehr scharf zugespizte Distussion gebracht. D.-B. Mecum bestätigte, daß die genannte Firma durch einen Hanauer Rechtsanwalt den Gläubigern ein Zufular hat zugehen lassen, nachdem infolge eingetretener größerer Verluste die Firma resp. dessen alleiniger Inhaber Ußner in Zahlungsschwierigkeiten geraten set. Eine zwangsweise Beitreibung sei ohne alle Aussicht, nur wenn die von der Firma übernommenen Arbeiten weiter ausgeführt würden, wäre es möglich einen Teil der Passiven zu decken. Es stehen den etwa 170 000 Mt. betragenden Aktiven, die meistens in Grundstücken vor­handen sind, rund 700 000 Wit. Passive gegenüber. Er, D.-B. Wiecum, habe daraufhin sofort die für eine ungestörte Weiterführung der Arbeiten an der Kanalisation und der Höheren Mädchenschule erforder­Itchen Schritte getan. Der Vertrag set gelöst worden, die event. entstehenden Schäden bei der Weiterführung der durch Jäger& Rumpf übernommenen Arbeiten Die Stadt set in dieser Hin­gehen auf deren Kosten. ficht gedeckt, sowohl die von gen. Firma hinterlegte Raution 71 000 Mt.( gut für mindestens 30 000 mt.) und ein für bereits ausgeführte Arbeiten fälliges Gut­haben werden zurückbehalten. Er bedaure nur, daß hiesige Geschäftsleute gerade in den lezten Wochen durch Wechsel mehr oder weniger Verluste erlitten haben, im ganzen sollen es etwa 40 000 mt. sein. Den Arbeitern, Unter- Affordanten und Lieferanten set am Mittwoch bor acht Tagen von ihm mitgeteilt worden, daß Bahlungen für Lieferungen, Arbeiten 2c. von diesem Tage an direkt von der Stadt angewiesen werden. Auch die Sandsteinlieferung für die Kläranlage und die Höhere Mädchenschule geht ungestört weiter, der Werfführer hat den in Obernburg gelegenen Bruch( den J.& R. ge­pachtet hatten, aber für dieses Jahr noch keine Miete bezahlt haben) in eigene Verwaltung genommen und die Stadt zahlt ihm die Beträge, so wie selbige mit der Firma Jäger& Rumpf vereinbart sind. Die vom D.B. Mecum nachgesuchte Krediterhöhung, die unter solchen Umständen notwendig ist, wird auf Befürwortung des Beigeordneten Georgt bewilligt.- Die Stadtv. Löber und Schaffstaedt wenden sich daraufhin ganz energisch gegen die Art der Kaution, die aus 3 Bürgscheinen und 1 Sichtwechsel besteht. Ja Zukunft sollte man nur tatsächliche Kautionen( Wertpapiere) an­nehmen und beantragte Stadtv. Schaffstaedt, daß die vor Jahren beschlossenen Bestimmungen, wonach Bürgscheine und Wechsel in Kaution mit gegeben werden können, geändert werde. Stadtv. Schaffstaedt gibt zur Begründung, daß Firmen, die sich an solch große Unternehmungen heranwagen und eine, wenn auch nur kleinere Staution nicht stellen können, den Zuschlag nicht erteilt bekommen sollen, sie sind dann eben nicht leistungs­fähig. Wir sind ganz derselben Ansicht und können dacum die Ansicht des Stadtv. Hauvach gar nicht guthetßen, welcher ganz für Beibehaltung der alten zusammengestellte Stautton für vollwertig hält. Zum Glück war er der einzige, der auf diesem Standpunkt steht und wird über den Antrag Schaffstaedt dem Hause baldigst eine entsprechende Vorlage gemacht werden. Stadtv. Haubach erwiderte darauf: er wollte sich das wohlweislich noch überlegen, ob er einer solchen Kautionsverschärfung zustimme." Wie notwendig dieser Antrag u. E. ist, ersehen wir aus der weiteren Mit­teilung des D.-B., wonach die erst fürzlich eingeholten Auskünfte über die Firma Jägec& Rumpf( weil schon bor längerer Zeit den Stadtverordneten keine besonders guten Mitteilungen über die Finanzlage der Firma zugegangen waren) sehr gute gewesen sind, selbst

Die Vorstellungen des Vorsitzenden des Landes­berbandes der Bürgermeister im Großherzogtum Hessen, die Protokollierung von Immobiliarveräußerungs­von Immobiliarveräußerungs­berträgen, sowie der Antrag Leun hierzu werden trok dem Wunsch des Justizministers Ewald, einen be­stimmten Entschluß heute nicht zu fassen, der Rezierung überwiesen.

Ueber die Vorstellung der Gefangenaufseher zu Darmstadt, Mainz und Gießen, betr. Gewährung von Wohnungsvergütung, berichtet Abg. Dr. Schmitt, der die Vorstellung der Regierung zur Prüfung empfiehlt. Dies wird beschlossen.

Nach der Pause machte der Präsident die Mit­teilung, daß die Beratungen Freitag früh 10 Uhr fort­gesetzt werden. Der Großherzog hat mitgeteilt, daß der Landtagsschluß auf Mittwoch, 25. Oftober, mittags 21 Uhr, festgesezt set, worauf eine Hoftafel stattfinden werde. Der Großherzog lade weiter die Ab­

-

von hier aus( Stadtber habe, ihr noch vor turze darunter den Bau des

pricht nicht zu Gunsten coben erwähnt, Stadt. G berwiesen; Stadto. Gabr nabere öffentliche Beleu Stadt von Bichtigkeit if

Stadtv. Schch ma Gabriels Angaben ebenfa hat ein Interesse dar Gelegenheit gehabt in und da stehen Bahlen, f an: die nicht zu Gun Auch er ist ganz entici Bürgschaft einen reelle unfere Mitbürger, daß Bürgschaft( Wechsel! D fie auch bertrauensjelig Stadtb. Krumm fich Borredner irgend weld jegt in öffentlicher Anficht ist auch D. erwidert, daß er nu richten fönne, borer Rüdficht auf den

wird ihm bom D fchein erwedt ist,

find und er ber

( Große Unruhe in erregt, daß er berl

Rede stehen wolle, er Stadtv. Gabriel ha Oberbürgermeisters

er auf furze Zeit S fblüffig zu werden,

geordneten zu einer Festvorstellung auf Dienstag- Abend Bestimmung ist, also auch eine mit Hilfe von Wechseln öffentlicher Sigung ma

in das Hoftheater ein.

Sihung der Stadtverordneten Gießens.

Gießen, 19. Ditobe 1905. Die Sigung wurde turz nach 145 Uhr von Ober­bürgermeister Mecum eröffnet. Das Baugesuch des Professor Dr. Poppert für die Wilhelmstraße wird ge­nehmigt. Es war Dispens erforderlich für einen Erter, der in der Hauptsache in Holz Fachwert ausgeführt wird.

Bauunternehmer Heinrich Winn will das neben dem Geisse'schen Hause stehende alte Haus( die zweite Krachenburg, wie D. B. Mecum einschaltete) abreißen und

traten ab und es wir

gefaben.- Bunft 11: wird bertagt; es wolle Sonntag

an Ort und St Rechnungsabschlüffe des Des Elettrizitätswertes Contatteren, daß beide Meberidiffe in dem abg

Gaben- Bunft 14: G Quedbotn fällt aus Quellfaffung am uber bon über 3000 m. auf Den Arbetten größere