standen erklärt hat. Der Kronprinz pon Schweden wird versuchen, England zu einer gleichen Haltung zu bewegen. Bemühungen zum selben Zweck sind mit Aussicht auf Erfolg bei den Regierungen anderer Länder, einschließlich Dänemarks, im Gange. Dänemark wird nicht gestatten, daß gegen den Willen König Oskars ein dänischer Prinz König von Norwegen wird. Dem Höflichkeitsaustausch bei der Vermählung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden hat das allerdings keinen Abbruch getan. Der Prinz hat auf die Glückwünsche des norwegischen Storthings zu seinem Dagegen Ehrentage in verbindlicher Weise geantwortet.
rufen Stockholmer Blätter nach einer Verstärkung der schwedischen Truppenmacht an der norwegischen Grenze und Vornahme von Ueberwachungsfahrten durch die Flotte. An eine Mobilisierung im engeren Sinne denken allerdings auch die größten Norwegerfeinde kaum. Sie wollen ihren früheren Brüdern bloß ihre Stärke zeigen.
Rufsland.
In Lodz ist es bei öffentlichen Demonstrationen 311 neuen blutigen Zusammenstößen gekommen. Ein von einer Kirchfeier kommender Menschenzug, der rote Fahnen trug, wurde von Kosaten angegriffen. Als sich die Menge zur Wehr setzte, gab das Militär Salven ab, durch die 7 Personen getötet, 9 schwer und 22 leichter verletzt wurden. Afrika.
Me marokkanische Frage kommt immer mehr in ein feindliches Fahrwasser. Die französische öffentliche Meinung hat sich bereits zu der Einsicht bekehrt, daß es für Frankreich nicht ersprießlich ist, hierbei in Englands Fahrwasser zu segeln. Ein Teil des englischen Volkes hätte zweifellos Interesse daran, Deutschland in einen Seekrieg zu verwickeln, um es noch vor seiner vollen Entwickelung zu schlagen, und rechne dabei auf die Unterstützung Frankreichs. Dieses aber habe gar keine Veranlassung, sich in Verlegenheiten zu stürzen, um so mehr, als eine englische Allianz feinerlei kontinentale Bürgschaften gewähre. Man könne nicht gestatten, daß England die friedliche Regelung der marokkanischen Angelegenheit erschwere. Das ist ist eine Sprache, die bei der deutschen Regierung auf offene Ohren rechnen darf, wenn sie ernst gemeint ist. Und das wird sie sein, wenn die Franzosen ihr eigenes Interesse verstehen.
Huftralien.
Die rigorose Handhabung des Gesetzes zur Beschränkung der Einwanderung führt zu geradezu empörenden Härten. Ein Fabrikant aus Glasgow, der als Salonpassagier mit seiner Tochter auf einer Weltreise begriffen ist und bei dieser Gelegenheit auch Australien besuchen wollte, wurde in Hobart von dem Zollbeamten am Landen verhindert, weil er blind ist. Daß der Fabrikant gar nicht die Absicht hatte, einzuwandern, ging daraus hervor, daß er ein durchgehendes Billet über Australien nach Amerika besaß. Die abgewiesenen Reisenden setzten ihre Reise nach Melbourne fort, ohne sich auf weitere Verhandlungen einzulassen. Der Zollbeamte stüßt sich darauf, daß ein Blinder nicht zugelassen werden dürfe ,,, weil er dem Staate zur Last fallen könnte".
Hof und Gesellschaft.
Bei dem Rennen in Horn verteilte der Kaiser persönlich die Ehrenpreise an den ersten und zweiten Gewinner im Viktoria- Augusta- Rennen, und zwar an Leutnant SchmidtPauli, der auf Freiherrn von Richthofens Meridian als erster das Ziel passierte, und an Herrn M. Lücke, der auf Herrn Suermondts Freilich Zweiter wurde. Elf Pferde liefen, zwei Reiter stürzten. Gegen 4 Uhr verließ der Kaiser die Rennbahn und fuhr unter herzlichen Ovationen des spalierbildenden Publikums nach dem Hafen, wo er sich an Bord der Jacht Hohenzollern" begab. Die beabsichtigte Fahrt nach Helgoland wurde wegen ungünstiger Witterung aufgegeben. Der Kaiser begab sich auf der Hohenzollern" nach Curhafen. Dort besuchte er die Yachten Meteor"," duna"," Hamburg", und die Stationsjacht Alice Roosevelt". Bei der Regatta Dover- Helgoland erhielt den ersten Preis ,, Susanna" ( Besitzer Huldschinsky), den zweiten Preis ,, Therese"( Besitzer Simon) und den dritten Preis ,, Navahoe"( Besizer Waetgens). - Die Meldungen von den Unglücksfällen bei der Kaiserparade über das Hannoversche Ulanen- Regiment werden von der dortigen Militärbehörde für unrichtig erklärt. Bei dem Exerzieren sei nur eine schwere Verlegung( Schädelbruch) borgekommen.
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Der König von Sachsen ist in Baden- Baden zum Besuch bei dem Großherzog von Baden eingetroffen.
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Das Begräbnis Wißmanns findet am 20. Juni in Köln, der Heimat der Frau von Wißmann, statt. Der Kaiser hat durch den Reichskanzler Fürsten Bülow der Witwe sein wärmstes Beileid aussprechen lassen.
Deer und flotte.
An die Spitze des allgemeinen Marinedepartements soll anstelle des in den Ruhestand tretenden Admirals Diederichsen der Kapitän v. Heeringen berufen werden. b. Heeringen wurde bei der Beratung der Flottennovelle Kapitän seiner Zeit vielfach genannt.
Das Eiserne Kreuz findet sich in Preußen nach der neuen Armeerangliste nur noch bei Generalen und Stabsoffizieren. Dagegen ist nach der letzten Dienstaltersliste für das höhere Schulwesen Preußens außer 13 Direktoren und 38 Professoren auch noch ein Oberlehrer im Besitze des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse.
Nah und Fern.
Beim Exerzieren verunglückt. Bei Uebungen der Chargierten und Gefreiten des 36. Feldartillerieregiments in Danzig entlud sich ein Armeerevolver. Die Kugel durchbohrte den Körper eines Artilleristen, der schwer verletzt nach dem Garnisonlazarett geschafft werden mußte und schwerlich am Leben erhalten werden dürfte.
Im Maischbottich ertrunken. In München war der 45jährige Brauereiarbeiter B. mit dem Reinigen eines großen Bottichs beschäftigt. Als der in einem Nebenraum tätige Brauer Huth seinen Kollegen nicht mehr arbeiten hörte, sah er nach ihm und fand ihn zu seinem Schrecken leblos im Wasser liegen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Nach den angestellten Erhebungen scheint B. durch in dem Bottich angesammelte Kohlensäuregase betäubt worden zu sein; darauf ist er zu Boden gesunken und in dem
zum Zwecke des Ausscheuerns in dem Bottich befindlichen Wasser ertrunken.
Raubmord. In Großmoor, Kreis Harburg, ist an einer Frau Heitmann ein Raubmord begangen worden. Sie wurde erschossen aufgefunden. Der Tat verdächtig ist ein Bahnarbeiter.
Eisenbahn- Zusammenstoß. Am Sonntag früh gegen 4 Uhr stießen auf der Strecke Peiskretscham- Batschin zwei Güterzüge aufeinander. Der Materialschaden ist erheblich. Der Zugführer des einen Zuges wurde getötet. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten.
Unter Trümmern begraben. Ein Blitzschlag traf ein Arbeiterhaus in Starsen im Kreise Schlochau. Das Haus brannte ab. Vier Personen wurden unter den Trümmern der einstürzenden Mauern begraben; mehrere von ihnen erhielten tödliche Verlegungen.
Schreckliche Bergwerkskatastrophe. Aus dem Gouvernement Jekaterinoslaw in Rußland wird berichtet, daß bei einem Grubenunglück im Schacht van der Russo- DonezGesellschaft gegen 500 Menschen umgekommen sind.
+ Entdeckter Mörder. Als Mörder der englischen Erzieherin Miß Carry, die man vor einigen Tagen auf freiem Felde bei Nanterre erdrosselt auffand, wurde der in einer Werkstätte von Buteaux beschäftigte 27jährige Schmied Gailhard verhaftet. Er gestand die Tat ein und erklärte, sie in der Trunkenheit verübt zu haben.
O 50 000 Mark unterschlagen. In der Stadtkasse von Amöneburg ergab sich ein Defizit von 50 000 Mark. Der Stadtkämmerer Braun wurde verhaftet.
A Ein spanischer Prinz verunglückt. Der Infant Alfons von Orleans, ein neunzehnjähriger spanischer Prinz, unternahm mit dem Prinzen Don Carlos einen Spazierritt in die Umgegend von Tardo. Wie berichtet wird, hat sich der Infant Alfons auf einem Nebenwege im Gebirge verirrt. Er wurde tot aufgefunden. Man nimmt an, daß er mit dem Pferde gestürzt und seinen Verlegungen erlegen sei.
23 Menschen getötet. Auf der westlichen Marylandbahn in Amerika stießen bei Westminster ein Personenzug und ein Kohlenzug zusammen. Dadurch kamen 23 Personen, fast sämtlich Bahnbedienstete, ums Leben.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Verurteilter Brudermörder. Das Schwurgericht in Duisburg verurteilte den Schiffer Georg Brenner aus Mülheim a. Ruhr, der am 26. Februar im Streite seinen Bruder erstochen hatte, unter Versagung mildernder Umstände zu sechs Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.
§ In dem Mordprozeß Murri- Bonmartini, der seit drei Monaten vor dem Geschworenengericht in Turin verhandelt wird, beantragte der Staatsanwalt für alle Angeklagten die Schuldigsprechung. Der Staatsanwalt sagte in seiner Rede: „ Tullio ist geständig, die Bonetta ist geständig, Naldi weiß, welches Los ihn erwartet. Das Geschick Secchis, der das Recht der Gastfreundschaft verletzt hat, ist mit dem der anderen verknüpft. Linda Murri ist der schlechte Keim, die Veranlassung zu allem Unheil, die Macht, die alle anderen
zu
des
die
Mördern gemacht hat. Sie ist die Urheberin Verbrechens, die verantwortlich ist, mehr als anderen. Sie, die unter der Maske der Tugend alle Niedrigkeiten ihrer Seele verbirgt, verdient nicht die Nachsicht, die man dem gewöhnlichen Menschen zubilligt. Jene sind im Reichtum geboren, auf ihrem Lebenspfade fehlten die Dornen, sie wurden gut erzogen, und doch trieben sie ihre Leidenschaften ins Unglück, wandelten sie die Straße, die ins Zuchthaus führt. Das Gesetz ist gleich für alle. Es ist kein Grund dafür vorhanden, warum diejenigen, die in Samt und Seide gekleidet gehen, anders behandelt werden! Meine Herren Geschworenen! Milde den Niedrigen, Strenge den Hoffärtigen! Richtet!" Murri hatte auf Anstiften seiner Schwester den Schwager, Grafen Bonmartini, erdolcht.
Der Landwirt.
gk. Hebung der Geflügelzucht. Deutschlands Einfuhr fremdländischer Geflügelprodukte ist von 165 Millionen Mark im Jahre 1901 auf 184 Millionen Mark gestiegen. Es ist damit der Beweis erbracht, daß der Bedarf ar Geflügelprodukten zunimmt. Die Landwirtschaftskammer schlägt zur Hebung der heimischen Geflügelzucht die Gründung von Eierverkaufsvereinigungen vor. Diese sollen sich mit Verbesserung der Produkte befassen und dadurch auch höhere Preise möglich machen. Die Landwirtschaftskammer will diese Unternehmungen insofern unterstützen, als sie die Eierstempel und die Plombenzangen liefert. Auch übernimmt sie die Vermittlung bei Beschaffung von Packgefäßen und der nötigen Bücher und den Nachweis vo Absatzstelien.
Berühmte Spitzbuben. Jimmy Hope Der falsche Polizeipräfekt und seine Genossen Die Einbrecher im Schranke Markariauk, der Juwelenräuber.
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In Amerika ist Jimmy Hope gestorben. Jimmy Hope war das, was man„ König der Diebe" nennen könnte, in einem Lande, wo jedermann König von irgend etwas iſt: der eine Kupferkönig, der andere Stahlkönig, der dritte Bökelfleischkönig, der vierte Druckluftkönig. Jimmy Hope hatte als Einbrecher nicht seinesgleichen. Seine Spezialität waren Einbrüche in Banken. Er hatte die Benevolent Saving's Institution um 7 Millionen erleichtert. Ein ander. mal hatte er die Manhattan Saving's Institution ausge plündert und diese geschäftliche Operation hatte ihm 15 Millionen gebracht. Trotz dieser schönen Einnahmen war er arm wie eine Kirchenmaus, als er als 69 jähriger Räubergreis starb. Jimmy stahl großzügig", und gab das ge stohlene Geld ebenso großzügig wieder aus. Diebeskünstler wie Jimmy Hope bilden aber nicht ein Monopol Amerikas auch andere Länder und Erdteile haben ihre großen Spiz buben und Frankreich besonders darf für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, der größten einige besessen zu haben. In Paris erzählt man sich heute noch mit Staunen. und Be wunderung von dem berühmten Diebstahl, der im Jahre 1893 im Palast Parisse- Passie ausgeführt wurde. Eines schönen Abends erschienen im Palast fünf Herren und wünschten den Marquis zu sprechen. Der eine gab sich für den Polizeipräfekten Lozé aus, der zweite mit seiner drei
farbigen Schärpe für den gefürchteten Polizeikommissar Clément und die drei anderen traten als Schußleute auf, einer von ihnen ging auf die Straße, um aufzupassen". Zuerst wurde das Pförtnerpaar gefesselt, woraufman den ganzen Palast zu durchsuchen begann. Der Geldschrank wurde vom
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Nach getaner Arbeit verschlossen die Einbrecher alle Türen des Palastes und gingen davon. Erst um 2 Uhr morgens, als es kein Geräusch mehr hörte, entschloß sich das Pförtner paar, seine Fesseln zu lösen, und nun erst erkannte es, daß es Spitzbuben ins Garn gegangen war. Einige Zeit nach diesem fühnen Räuberstreich fand ein nicht minder dreistei Einbruch bei einem Richter statt. Er war, da er Ferien hatte, verreist, als man ihm eines Tages einen großen Schrank ins Haus brachte. Der Pförtner fam mit den Schlüsseln und ließ den Schrank in die Wohnung schaffen In dem Schrank befanden sich aber zwei Einbrecher, die während Ser Nacht die ganze Wohnung ausplünderten. Verühmt ist auch die Diebesgeschichte, die einen gewissen Markariant zum Helden hatte. Er war ein Levantiner. 1864 fam er nach Paris mit einer hübschen Frau, und mit 10000 Francs, die er von einem Onkel geerbt haben wollte. Um der hübschen Frau ein angenehmes Leben zu verschaffen, beschloß er, die 10000 Francs arbeiten zu lassen". Zuerst mietete er eine Wohnung in einem sehr vornehmen Hotel. Dann ging er zu einem Juwelier, um für eine Prinzessin" sehr hübsche Juwelen einzukaufen. Um Vertrauen einzuflößen, zahlte er 6000 Francs an und lies sich dann die Juwelen ins Hotel bringen. Der Angestellte des Juweliers, der die Juwelen brachte, vertraute Markarianz sein erstes Schmuckkästchen an, und der Levantiner trug es zu der im Nebenzimmer befindlichen Prinzessin. Der Schmuck gefiel nicht und wurde zurückgegeben. Ebenso geschah es mit dem zweiten und dritten Schmuckkästchen. Schließlich gab der Angestellte dem Levantiner alles, was er mitgebracht hatte. hörte im Nebenzimmer laut sprechen: die Prinzessin traf ihre Wahl. Dann tiefes Schweigen. Nach einer halben Stunde klopfte der etwas unruhig gewordene Angestellte leise an. Keine Antwort. Er öffnete: das Zimmer war leer. Das Gaunerpaar hatte eine Hintertreppe benutzt und war mit den Juwelen, die 400000 Francs wert waren, entflohen. Weder Markariant noch die Pseudoprinzessin jamt den Juwelen hat man jemals wiedergesehen. Die Genies unter der Langfingerzunft gelten in ihren Kreisen als große“ Männer.
Kunft und Cliffenfchaft.
Man
LM. Der Dichter Hermann v. Lingg ist in München an Herzlähmung gestorben. Er war von Hause aus Mediziner und lebte zuletzt als pensionierter Militärarzt in München. Lingg war am 22. Januar 1820 geboren. Er war ein sehr fruchtbarer Schriftsteller. Von seinen Werken sind die be kanntesten das Trauerspiel„ Catilina" und die große epische Dichtung Die Völkerwanderung".
OM. Das Schauspiel ,, Der tote Löwe" freigegeben. Oskar Blumenthals Drama„ Der tote Löwe", dessen Ausführung für Preußen verboten war, ist vom Oberverwaltungsgericht freigegeben worden
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Vermischtes.
[ Eine zweckmäßige Einrichtung bei der holländischen Post.] In Holland werden in Zukunft die Bostämter Brief marken der verschiedenen Länder des Weltpostvereins feilhalten. Die Maßnahme ist darauf zurückzuführen, daß man cher Briefschreiber bisher schriftlichen Anfragen nach dem Auslande gern eine dort gültige Freimarke für Rückantwort beigefügt hätte, wenn ihm eine solche Marke zur Hand ge wesen wäre. Natürlich kommt die holländische Neuerung auch denen zugute, die Wertbriefen nach dem Auslande Kleine Ausgleichbeträge in Briefmarken beizulegen haben.
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=[ Neue Zeitrechnung für Rußland.] Die Frage der Einführung des in den westeuropäischen Ländern üblichen Kalenders in Rußland ist aus dem Gebiet akademischer De batten in die Regierungsinstitutionen übergegangen, und zwar auf Initiative des Finanzministeriums, das eine Kalen derreform für dringend notwendig halte. Gegenwärtig liegt die Frage dem Hl. Synod zur Begutachtung vor. Bisher hat Rußland noch den älteren Julianischen Kalender, der in Westeuropa im Jahre 1582 durch den Gregorianischen ab. gelöst wurde und dreizehn Tage hinter diesem zurückbleibt.
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=[ Gin jugendlicher Ministerpräsident.] Dr. Milan Markovics, der zurzeit Finanzminister in Serbien ist und kaum das 30. Lebensjahr überschritten hat, sieht infolge seiner Bartlosigkeit noch viel jünger aus. Nun wurde dieser Tage ein Konzert des Belgrader Frauenvereins abgehalten. Infolge wiederholter Bitten bestimmte der Verein für die Hochschüler einen ermäßigten Eintrittspreis. Das an der Kasse sigende Vereinsmitglied, die Gattin eines Großindustriellen, erhob von allen jüngeren, bartlosen Besuchern den halben Eintrittspreis. Wie groß war aber die Ueberraschung der Kassiererin, als einer dieser jungen Herren die ihm ange botene Studentenkarte entrüstet zurückwies und nicht nur eine ganze Karte löste, sondern diese auch noch überzahlte. Allerdings fand die Dame eine Erklärung für dieses Verhalten, als sie später erfuhr, daß der so noble junge Mann" niemand anders war, als der serbische Finanzminister. =[ Photographen- Rekord.] Die größte direkte Photographie, die je gemacht worden ist, ist in Chicago ausge stellt. Es ist ein Bild des Seftierers John Alerander Dowie, das 2,40 Meter zu 1,30 Meter mißt, und zwar ist es ein direkter Abzug von einer ebenso großen Platte, keine Ver: größerung. Zur Aufnahme war ein besonderer Apparat nötig, das Gestell und die Schalen mit den verschiedenen Bädern waren außergewöhnlich groß und 15 Personen ma ren bei der Entwicklung und dem Abziehen des Bildes tätig. [ Eine interessante Photographie Teddy Roosevelts.] Die amerikanische Regierung ordnet die Einziehung und Vernichtung mehrerer hundert Photographien an, welche an läßlich der Jagdpartie, die der Präsident Roosevelt kürzlich nach Colorado unternahm, aufgenommen wurden. Als der Photograph eben daran war, Roosevelt und seine Jagdge nessen zu photographieren, drängte sich blitzschnell eine be rittene junge, sehr hübsche Dame in den Vordergrund, knapp neben Roosevelt. So kam es, daß die Dame mit auf das Bild gelangte. Sie trug ein kurzgeschürztes Kleid, enge Reitstiefel, einen fühnen Kalabreser auf dem Kopf und ein rctes Halstuch. Angeblich ist sie Korrespondentin eines Blattes in Denver und hatte die Absicht, den Präsidenten zu
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Papierfeben, Bidnids bere große Mühe, Lafche zu ber Die schlimmite ift aber die G die Flaschen, de oder auf dem wenigsten Leut damit begehen, und Splitter aus dem B bermodert id die Splitter Daß die 5 tommen, fön biele arme S Springen oder fich ihre nad eine leider fe
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die Straßen, ben preuzijd lebhafteres gemeldet, daß Großherzogin Bürgermeister Freunde der erwähnte, daß folms ihren mal in den H mit einem Ho Großherzog ba Empfang und
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** Die Staatslotter Finanzminifteri Sgritte eingelei huldigungen ge betr. Artikel bef einem Offenbacher Laufende Suite vo 140 Stild erhalte Suite nicht mehr damit zufrieden, wa folgter Bichung au auf feine 140 Lofe
während die 88 9
bridlich verwei


