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schen Beziehungen in Betrieb setzte. Auf zwei gewaltigen Zifferblättern, von denen das große wieder eine ganze Reihe von Ringen aufweist, ist die mitteleuropäische und die mittlere Ortszeit abzulesen. Ferner werden der Umlauf des Tierkreisringes, die Bewegung der Sonne, die ver­schiedene Dauer der Monate, Sonnenauf- und-Untergang, Sonnen- und Mondsinsternisse und zahlreiche andere side­rische und astronomische Erscheinungen angezeigt.

=[ Die Höflichkeit des Admirals Togo.] Daß die Ja paner höfliche Leute sind, ist bekannt. Daß aber Admiral Togo inmitten seiner kriegerischen Operationen noch Zeit findet, Gesuche um japanische Briefmarken zu erfüllen, bildet wohl den Gipfel der Zuvorkommenheit. Ein Wiener Gymnasiast hatte nach dem Falle von Port Arthur an den Admiral Togo ein Glückwunschschreiben gesandt und die Ge­Tegenheit benutzt, um japanische Briefmarken für seine Sammlung zu bitten. Zu seiner eigenen Ueberraschung er­hielt er in einem freundlichen Dankesbrief des Admirals Da kann eine auserlesene Sammlung japanischer Marken. sich der berühmte Admiral etwas Besonderes eingerührt

haben. Denn der Empfänger der Togo- Marken ist der Gegenstand des Neides aller seiner Kameraden, und es ist wohl manchem zuzutrauen, daß auch er ganz heimlich vor den anderen an den höflichen japanischen Kriegshelden ein Brief­Tein sendet.

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[ Eine Frauenverschwörung gegen das späte Kneipen] trat im Dorfe Alsleben in Unterfranken mit Erfolg in Wirk­samfeit. Eine Anzahl Frauen schlossen mit der Wirtin der Stammfneipe, in der ihre Männer verkehrten, einen förm­lichen Vertrag. Danach wollten sie ihre Männer schon um 6 Uhr zur Kneipe schicken, wogegen die Frau Wirtin sich ver­pflichten mußte, um 11 Uhr die Gäste aus dem Lokal hinaus­zubefördern. Hocherfreut zog das Mannsvolk schon am Nach­mittag an den Stammtisch, und die Situng wurde sehr lustig. Aber die Stimmung wurde eine andere, als Punkt 11 Uhr die Frau Wirtin ein großes Reinemachen in der Gaststube begann und dazu bei 16 Grad Kälte Türen und Fenster auf­sperrte. Da blieb auch den seßhaftesten Mannen nichts übrig, als sich schon um 11 Uhr nach Hause zu verfügen.

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[ Menzels Dank.] Unter den vielen Anekdoten, die anläßlich des Todes des Malers Adolf v. Menzel aufgefrischt werden, verdient eine hervorgehoben zu werden, die in epigrammatischer Kürze ein treffendes Bild von dem knur­rigen und schlagfertigen Wesen des Meisters gibt. Als Menzel seinen 70. Geburtstag feierte, gratulierte ihm eine junge Dame mit den Worten: Herr Professor, ich wünsche hnen noch 10 Jahre zu leben!" Brummig erwiderte der Jubilar: Ich Ihnen auch!"

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[ Eine Freudenbotschaft für arme Fischer] kommt aus Bergen. Dort ist eine neue Nepknüpfmaschine erfunden worden, die in Größe und Gestalt, also auch im Preise einer Nähmaschine gleicht. Sie kann auf jede Maschen­weite gestellt werden, und liefert in der Stunde etwa 23 Quadratmeter Netz. Auch soll sie bedeutend weniger Garn als die alten Maschinen verbrauchen. Die Bedeutung der Erfindung liegt darin, daß sie dem Fischer die Selbstanfer­tigung seiner Neze gestattet. Bekanntlich haben die deut­schen Netfabriken einen Ring geschlossen und die Preise für Netwerk sind bereits so hoch, daß die ostpreußischen Hi­schereipächter die Gründung einer eigenen Fabrik in die Wege geleitet haben. Für die arme Fischerbevölkerung an der Ostsee und den Haffen könnte also die neue Maschine bom allergrößten Segen sein.

Kunft und Wiffenfchaft.

MP Die Verpflanzung eines Fingers von einer Person auf die Hand einer anderen hat ein Newyorker Chirurg Dr. Vel­den borgenommen. Vor einigen Tagen wurde berichtet, daß eine Dame, der durch einen Unfall vor sechs Jahren der Zeigefinger der linken Hand abgeschossen worden war, einen Preis von 2000 Mark aussetze für die Ueber­lassung eines gesunden, schönen Ersagfingers von einer lebenden Person. Der gesuchte Finger hat sich gefunden, und die Operation ist vollzogen worden. Die Beschreibung, die davon in englischen Blättern gegeben wird, läßt aller­dings eher darauf schließen, daß es sich nur um Verpflanzung der Fingerhaut, nicht des ganzen Fingers handelt. Die bei­den Batientinnen sind auf drei Wochen mit den Händen durch einen festen Verband aneinandergefesselt.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, den 17. Februar.

Bräsident Dr. Schmitt eröffnet die Sigung um 10 Uhr. Die Epzialberatung des Staatsvoranschlages wird fortge­fegt. Ohne Debatte werden bewilligt Kapitel 42-47. Bei Kapitel 48, 48, Denkmalspflege, wird von ber­schiedenen Abgeordneten gewünscht, daß auf diesem Gebiete langsamer vorgegangen werde. Die folgenden Kapitel werden zumeist ohne Debatte genehmigt. Bei Kapitel 51 wünscht Abg. Cramer eine Besserstellung der bei der Zentralstelle für Landesstatistik beschäftigten Leute. Ober­schulrat Nodnagel stellt dies in Aussicht. Bei Kapitel 54 wünscht Abg. Korell Beseitigung der Impfgebühren für die Kreisärzte. Abg. Schönberger wünscht bei Kapitel 59 Uebernahme der Epileptischen- Anstalt Nieder­Samſtadt auf der Staat. Eine größere Debatte entsteht bei 74, Titel 2, Feldbereinigungswesen. Es sprechen hierzu sprechen hierzu Abg. Köhler, Geheimerat Braun, Abg. Korell, Landeskulturrat Klaas, Abgg. Wolf, Bähr, Reh, Dr. Heidenrich und Häusel. Das Kapitel wird be­willigt. Ebenso werden die weiteren Kapitel bis 87 zumeist oyne Debatte genehmigt. Die Position Förderung der Pferdezucht, sowie Kapitel 81, Gewerbeaufsicht, werden ab: gefeßt. Darauf vertagt sich das Haus bis Dienstag.

Lokales.

20. Februar 1905

s Der Großherzog wird morgen Dienstag, den 21. Februar, vormittags mit seinem Generaladjutanten und Ordonnanzoffizier Oberleutnant von Massenbach zu den Beise zungsfeierlichkeiten feines Schwagers nach Mostau abreisen. Auch seine Schwester, die Prinzessin Ludwig von Battenberg, wird bis dahin hier eintreffen und fich dem Großherzog anschließen, um die Trauerfeierlichkeiten in Moskau mitzumachen und der Schwester in ihrem Herben

Geschick beizustehen. Gestern Nachmittag fand in der| Russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe zu Ehren des verblichenen Großfürsten ein Trauergottesdienst statt, an welchem der Großherzog nebst Gefolge, der Russische Ge­sandte Fürst Kudaschew, Legationssekretär von Dubensfy, Attaché Naranowitsch u. a. teilnahmen.

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Wie ferner verlautet, wird die Großherzogin den Groß­herzog auf seiner Reise nach Rußland begleiten. Auch eine Deputation des Inf.- Regts. 115 begiebt sich zu den Beiseßungsfeierlichkeiten nach Rußland.

** Parlamentarisches. Der Erste Ausschuß der 8weiten Kammer beantragte bei dem Kapitel Landes­universität Gießen, 72000 Mt. als erste Baurate für die Vergrößerung der Aula in den diesjährigen Etat einzustellen. Die Gesamtkosten dieses Projekts werden ohne die Mobiliarausstattung auf 93 000 Mt. veranschlagt.

** Am Mittwoch, den 22. d. Mts., vormittags 1/29 Uhr beginnend, findet eine Sihung des Pro­pinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Hilfsbedürftig­feit des Taglöhners Michael Höfler von Michelbach, hier Anspruch der Ortskrankenkasse Nieder- Wöllstadt und Umgegend gegen die Ortskrankenkasse Vilbel wegen irrtümlich geleisteter Unterstügung. 2. Anspruch des Armenverbandes Immichenhain gegen die Gemeinde­frankenkasse Eudorf wegen Ersatz von Transportkosten für den Johannes Kuhn von Immichenhain. Darauf folgt eine nichtöffentliche Sihung.

* Wie die, Darmst. 8tg." hört, ist ein Telegramm der Raiserin von Rußland am Großh. Hofe eingetroffen, wonach das hessische Hospital in Mufden eingetroffen ist und dem II. Armeekorps zugeteilt wurde.

** Die evangelische Landessynode wird am 14. März zu einer Beratung zusmmentreten.

*** Meisterprüfungen in Oberheffen. Wie uns mitgeteilt wird, soll bei genügender Beteiligung auch in diesem Jahre durch den Ortsgewerbeverein- Gießen in der Beit vom 3. bis 19. April ein Vorbereitungskursus für die Meisterprüfungen abgehalten werden, um den jungen Handwerkern in der Uebergangszeit die nötige Gelegenheit zu geben, sich in den vorgeschriebenen Prüfungsfächern hin­reichend vorzubilden. Zum Besuche des hiesigen Kursus haben Interessenten sich spätestens bis zum 20. März d. J. schriftlich zu melden.

tt Stadttheater Gießen. Als 14. Dienstags­Abonnements- Vorstellung gelangen 3 Einafter zur Aufführung. Als Einleitung des Abends findet eine Wiederholung von Ostar Blumentals stimmungsvollem Einafter, Wann wir altern" statt, der bei der Premiere so großen Beifall gefunden hat. Daran schließt sich die poetische und ergreifende Möllersche Aschersmittwochsdichtung, Totentanz", in der Frl. Frieda Christophersen vom Neuen Theater Berlin als Königin und Herr Sandorff als Domino die Hauptrollen inne haben. Den Schluß des Abends bildet die Pariser einaftige Komödie Der Dieb" von Octave Mirbeau, ein feiner, graziöser Scherz, in dem Herr Andreas und Herr de Giorgi als Dar­fteller im Vordergrund stehen.

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** Die gestern Abend stattgefundene partielle Mond­berfinsterung war bei größtenteils flarem Himmel sehr gut zu beobachten.

sb Der Deutsche Schinken- Wettbewerb in Berlin 1905 hatte ein so günstiges Resultat zu ver­zeichnen, daß der Landwirtschaftsminister, der die Aus­stellung besuchte, den Wunsch aussprach, den Wettbewerb im nächsten Jahre zu wiederholen. Der Wettbewerb hat zweifelsfrei ergeben, daß die deutsche Schinken­fabrikation auf der Höhe sich befindet und mit dem Schinken jeder anderen Herkunft erfolgreich die Kon­furrenz aufnehmen kann. Wie uns aus Berlin ge­meldet wird, erhielt Herr Meggermeister Chr. Heßler aus Gießen für sein ausgezeichnetes Erzeugnis die Silberne Medaille.

r Grünberg. Gemeinderatsfihung vom 18. Febr. Anwesend der gesamte Stadtvorstand. Der Bürgermeister eröffnete die Sitzung wie gewöhnlich. Dann würden die einzelnen Punkte der Tagesordnung ziemlich rasch erledigt. Das Gesuch des Herm. Schäfer um Befürwortung der Wirtschaftskonzession für den Rappen" wird genehmigt. Die Gewerbesteuer- Kommission wird wiedergewählt. Dem Gesuch des Karl Möller, Disp ns von§ 5 des Ortsbau­statute, wird willfahrtet. Die Errichtung einer gemein samen Fleischbank für Grünberg- Stangen rod- Göbelnrod wird abgelehnt. Die Errichtung einer Baufluchtlinie für die Heeg wird zurückgestellt, weil nicht sicher ist, ob die Idiotenanstalt dort hinaus gebaut wird. Ueber eine ander­weite Negulierung der Einquartierung wird debattiert, jedoch dürfte eine anderweitige Listenaufstellung auf allerlei Schwierig­teiten stoßen. Zu dem Gesuch des Polizeidieners Bügel­meier wird beschlossen, dessen Gehalt auf 1000 park zu erhöhen unter der Bedingung, sein Amt als Diener der Borschußtasse aufzugeben./

r Münster, 19. Februar. Die bische Zigeuner. In einer der letzten Nächte wurde hier aus verschiedenen Gärten die Wäsche, die zum Trocknen aufgehängt war, gestohlen. Man vermutet, daß der Diebstahl durch eine bon Ettingshausen kommende Zigeunerbande begangen

worden ist.

-ch Aus dem Biebertal, 20. Febr. Trotz der reichen Wasserfülle des Bieberbaches, welcher am Fuße des Düns­berges hervorquillt und auf seinem furzen Laufe 11 Mühlen treibt, mangelt es dennoch den Bewohnern unsers Tales an gutem Trinkwasser. Die Gemeinde Rodheim besitzt schon aus alter Beit eine fleine Wasserleitung, welche drei große Röhrbrunnen speist, allein letztere sind nicht fähig für das Röhrbrunnen speist, allein letztere sind nicht fähig für das nunmehr weit ausgebaute Dorf hinreichend Wasser zu bieten. Dazu sollen die sonstigen Wasserverhältnisse daselbst in sani­tärer Hinsicht nicht besonders günstig sein. Um diesem Uebel­ftande abzuhelfen, wurden in diesen Tagen zwecks Anlage einer großen Wasserleitung Bohrversuche durch einen Ingenieur

des Tiefbauamtes unternommen. Dabei hat man im oberen Biebertal in unmittelbarer Nähe der Obermühle eine vor­zügliche Bohr- Quelle gefunden, deren Wassermenge vollständig hinreicht, um mehrere Gemeinden ausgiebig mit gutem Trink­wasser zu versorgen. In der dieserhalb zu Rodheim einberufenen Gemeinderatssigung wurden bereits unter Dar­legungen des berufenen Ingenieurs die Kosten und Pläne der neuen Anlage ausführlich erörtert. Die Fabrikanten so­wie viele Geschäftsleute interessieren sich lebhaft für das neue Unternehmen und so steht zu erwarten, daß für diese so gemeinnützige Sache auch aus andern Kreisen Freunde ge­wonnen werden, dann gilt die Woff rleitung als gesichert. ch. Aus dem Hüttenberg, 19. Febr. In der abge­laufenen Woche ist auch zu Hörnsheim der 7wöchige Haushaltungskursus zu Ende gegangen. Mehr als gewöhnlich waren Anmeldungen zu demselben ergangen, es fonnten aber nur 24 Teilnehmerinnen( 17 aus Hörnsheim und 7 aus Hochelheim) berücksichtigt werden. An der Ab­schlußprüfung beteiligten sich die Kreis-, Bürgermeisterei-, Ge­meinde- und die Schulaufsichtsbehörden. Herr Dr. Plaz­Großen Linden und die Kursusleiterin Fräulein Müller hielten die Prüfung ab, über deren Ausfall man nur allseitig Worte der Anerkennung hören konnte. So wird auch dieser Kursus gute Früchte tragen, zumal fich seine praktische Wirksamkeit auch auf das angrenzende Groß­herzogtum Hessen fortpflanzen wird.

K Schlig. Der Kaiser verlieh gelegentlich der Ent­hüllung des Bronzebildes des französischen Admirals Coligny vor dem Königlichen Schloß in Berlin, dem Grafen Emil Friedrich von Schlik gen. von Gör den höchften preußischen Orden, den vom Schwarzen Adler.

§ Frankfurt. Mitten im heißen Kampfe um ihr Sein oder Nichtsein hat die von den hiesigen Meggern gegründete Viehmarktsbank mit Beginn dieses Monats ihre Tätigkeit aufgenommen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln suchen die Aktionäre ihren Bestand zu sichern. Bekanntlich haben die Händler am hiesigen Viehmarkte sich wegen Gründung der Viehmarktsbank bei hoher Konventionalstrafe verpflichtet, jede Gewährleistung beim Handel abzulehner. Die Mitglieder der Bant haben diese Maßnahmen nunmehr durch Erweiterung ihrer Versicherungsbestimmungen be­antwortet. In einer üblen Lage befinden sich aber die außer halb des Fleischer verbandes stehenden Meggermeister, die sich an jedem Markttage der Gefahr größerer Verluste ausgesezt sehen. Hoffentlich wird dieser Konflikt recht bald in einer beide Teile befriedigenden Weise beigelegt.

Die Häute K Frankfurt a. M., 20. Febr. Auktion in letzter Woche war gut besucht. Geschäft leb­haft, sodaß das gesamte Angebot glatt verkauft wurde. Kühhäute sehr begehrt. Ausgeboten waren: 1155 rote Dchsenhäute, 19 bunte Ochsenhäute, 448 Kuhhäute, 78 Stier­häute, 75 Rindhäute, 3791 Kalbfelle und 2000 Schaffelle. Man notierte: Rote Dchsenhäute über 120 Pfd. wiegend­45 fg., 111-120 fb.- 47 Pfg., 101-110 Pfd.= 48 Pfg., unter 100 Pfd.=- 47 Pfg., beschädigte= 441/ 2 fg, Bunte Ochsenhäute unter 100 Pfd. wiegend 431/2 fg, beschädigte 42/2 Pfg, Ruhhäute rote, süddeutsche über 100 Pfd. wiegend 48 Pfg., über 91-100 Pfd.= 48 Pfg über 81-90 Pfd.= 48 Pfg., über 71-80 pfd= 48/ Pfg", unter 70 Pfd. 48 Pfa, beschädigte- 46 Pfg. Stierhäute über 100 Pfd. wiegend= 341/ 2 Pfg., unter 100 Pfd.= 351/ 2 Pfg., beschädigte 32 Pfg. Rindhäute über 80 Pfd. wiegend 50% fg., über 71-80 Pfd.- 50 Pfg. Kalb­felle über 11 Pfd. wiegend per Pfo. per St. mit Kopf= 9,29 M, 6-7 Pfd.= 5,90 Mt., unter 6 Pfd.= 4,55 Rt. Ueber 11 Bfd. wiegend, per Pfd. per St. ohne Kopf= 9,90 mt, 6-7 Pfd.= 6,90 Mt., unter 6 Pfd.= 5,75 Mr. Hammelfelle, Wolfelle I. Qualität pro Stüd= 5,55 M., II. Qualität 3,50 Mt. Nächste Auftion findet am 22. März statt. K Mainz. Die Stadtverordneten bewilligten einstimmig 5000 Mark für die notleidenden Bergleute im Ruhrgebiet.

s Darmstadt, 20. Febr. Der Staatsminister Rothe ist infolge einer starfen Erkältung seit einigen Tagen nicht in der Lage, das Zimmer zu verlassen, kann deshalb seinen Dienstgeschäften nicht nachgehen und hat daher auch den Kammerverhandlungen in letzter Woche noch nicht bei­wohnen können.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 21. Februar. Zeitweise heiter, etwas fälter, nur stellen­weise geringer Schnee, windig.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner für Privat­arbeit, 1 Bauschlosser, 1 Wagner, 1 Holzdreher, 1 Wagen­Lackierer, 3 Schreiner, 1 Bäcker( auswärts), 1 jüngerer Schneider, 2 Glaser, 1 Stanalarbeiter, 1 jüngerer Haus­bursche, 1 Küchenmädchen, 1 Stubenmädchen, 10 Dienst­mädchen, 1 Putzfrau, 2 Laufmädchen, 1 Bauffrau.

Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Buchbinder, 1 Lackierer, 2 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Glaser, 1 Graveur.

Es suchen Arbeit:

2 landw. Arbeiter, 1 Tapezier- oder Polsterer, 2 Schreiner, 1 Bäcker, 2 Puzfrauen, 1 Schriftsetzer, 1 Kaufmann, 1 Verkäuferin, Hausburschen, Hausdiener, 1 Portier, 2 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellner( hier und auswärts) 1 Kellnerlehrling, 1 Kinderfräulein oder Stütze der. Hausfrau, 2 Hausmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Bureaugehilfe.