Einzelbild herunterladen

hausen und in Abschiedsaudienz den niederländischen Ge­sandten van Tets van Goudriaan in Gegenwart des Staats­sekretärs Freiherrn von Richthofen.

*** In Berliner Hoffreisen wird die Ersetzung des Hausministers von Wedel durch den Grafen August Eulenburg erwartet, an dessen Stelle wiederum der ictige Oberstallmeister Freiherr von Reischach, Obersthof­marschall werden soll.

Soziales Leben.

Berliner Droschkenkutscher- Streik in Sicht. Vom Ver­ein Berliner Droschfenkutscher ist der Tarifvertrag zum 1. November gekündigt worden. Der Vertrag wurde im bergangenen Jahre vor dem Einigungsamt des Gewerbe­gerichts vereinbart, um nach dem großen Droschkenkutscher­Streit und der Aussperrung den Frieden im Gewerbe auf längere Dauer zu sichern. Am 1. November läuft die Gel­tungsdauer des Tarifs ab. Die Kutscher wollen ihn nach einem Versammlungsbeschluß nicht wieder erneuern, wenn ihnen von den Fuhrherren nicht verschiedene Forderungen bewilligt werden, deren wesentlichste die Befreiung der Kut­scher von der Verpflichtung des Wagenwaschens oder ein entsprechend höherer Lohn ist. Die Fuhrherren sind nicht gewillt, auf die Wünsche der Kutscher einzugehen. Als Ab­wehrmittel wird an eine Generalaussperrung der Droschken­Kutscher gedacht.

Die Lohnbewegung in der Wäscheindustrie zu Berlin. Ungefähr zwei Drittel des in der Wäschefabrikation tätigen Personals sind jetzt im Ausstand. Die Heimarbeiterinnen Soweit sie dem Arbeiterverband angehören, haben beschlossen sich dem Streit anzuschließen. Die Mehrzahl der Heim arbeiterinnen ist jedoch nicht organisiert. Auf beiden Seiter zeigen sich Bestrebungen, die dahin zielen, den Streit vor dem Einigungsamte des Gewerbegerichts auszutragen, dock liegt ein greifbarer Antrag noch nicht vor.

wie dreimal verheiratet ut im Begriff. unmittelbar cor ihrer Verhestung dem vierten Manne die Hand zum che= lichen Bunde zu reichen.

Der erste Mann der Angeklagten, der Kaufmann und Restaurateur Zeisig in Prostfen, verstarb vor zirka 6 Jah­ren unter höchst rätselhaften Umständen Und zwar, wie man heute annimmt, infolge des Genusses zahlreicher Dosen von Arsenik. Denunziationen der Angehörigen des Zeisig, die schon damals die Angeklagte des Gattenmordes beschul­digten, hatten zunächst keinen Erfolg, da der Totenschein für die geäußerten Verdachtsmomente feine Unterlage bot. Bald nach dem Tode ihres ersten Mannes heiratete Frau Manko den Kaufmann Jansohn in Lyck. Auch er erfuhr bald sehr eigentümliche Beweise ihrer Zuneigung, denn nach seiner Behauptung will er wiederholt den ihm vorgesetzten Speisen einen bitteren Geschmack angemerkt haben, danach unpäßlich geworden sein und Erscheinungen beobachtet haben, wie sie nach dem Genusse von Arsenik einzutreten pflegen. Ebenso soll Frau Manko ihm noch auf andere Weise nach dem Leben getrachtet haben. Der Kaufmann zog es deshalb vor, sich von ihr scheiden zu lassen, zumal er Frau Manko auch im Verdacht der Untreue hatte. Der Ehescheidungs­prozeß rollte höchst unerquickliche Verhältnisse auf und er­brachte derart erdrückende Einzelheiten über den Lebens­wandel der Frau, daß schließlich die Ehe aus ihrem Ver­schulden getrennt wurde.

Textilarbeiter- Bewegung in Sachsen. Der Kampf im bogtländischen Stickereigewerbe zieht weite Kreise. Nach den beim Vorstand des Vereins der Besizer von Maschinen­Strickereien eingegangenen Berichten ist in sämtlichen Be trieben, die dem Vereine angehören, sowohl in Plauen wie in Falkenstein, Treuen, Bergen, Schreiersgrün u. s. w. den Arbeitern mit 14tägiger Frist gekündigt worden. Eine Kün digung der Arbeiter mit achttägiger Kündigungsfrist steht bevor. Dem Vorgehen des Vereins haben sich zahlreiche Nichtvereinsmitglieder angeschlossen. Die Leipziger Tertilarbeiter sind in die Zehnstundenbewegung eingetreten Eine stark besuchte Arbeiterversammlung von der Kamm garnspinnerei Leipzig stellte diese Forderung nebst 10 Proz Lohnzuschlag auf. Bei dem großen Werk Stoehr und in der Gaubscher Kammgarnspinnerei wurde die aleiche Forderung gestellt

Nab und Fern.

Luise von Koburg verteidigt sich. Zu einem Brüsseler Journalisten fagte die Prinzessin Luise, deren Ehescheidungs­prozeß gegenwärtig in Gotha schwebt, sie habe die Vor­schläge der Anwälte ihres Mannes zurückgewiesen, denn sie habe eine moralische Rehabilitierung nötig. Sieben Jahre jei sie verleumdet worden. Ihrer Ehre und ihrer Frauen­würde sei sie es schuldig, rehabilitiert zu werden. Das Ge­richt in Gotha sei nicht zuständig, da der Prinz ungarischer Staatsbürger wäre, die Sache müßte von einem ungarischen Berichte entschieden werden.

Mutter und Kind vergiftet. In Berlin vorgiji. 38 Jahre alte Schlosserfrau Emma Suker ihr zweijabges Töchterchen und sich selbst mit Lysol. Die Frau glaubt Ur­sache zur Eifersucht zu haben und ließ sich deshalb zu ihrem berzweifelten Schritte hinreißen.

Allein Frau Manko fand bald Trost in den Armen eines dritten Ehemannes, des Kaufmanns Manfo in Prostken, nur daß auch dieser ihr schließlich wieder unter höchst merk­würdigen Umständen entrissen wurde. Man fand ihn näm­lich eines Morgens erschossen in seinem Bette liegend auf, und seine untröstliche Witwe konnte feinerlei Aufschlüsse über den rätselhaften Todesfall geben. Erneute Denun­ziationen, in denen behauptet wurde, daß Frau Manko ihren Mann im Verein mit einem Liebhaber umgebracht habe, gaben nun der Staatsanwaltschaft in Lyck Anlaß, nicht nur die näheren Umstände bei dem Ableben Mankos, sondern auch in bezug auf den Todesfall des ersten Mannes einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Dabei wurde im Besitz der Angeklagten ein Giftschein über eine große Dosis Arsenik vorgefunden, die diese im Jahre 1899, zur Zeit des Ablebens ihres ersten Mannes, einer Apothefe in Lyck entnommen hatte. Die Folge dieser Entdeckung war, daß man den Leichnam des Kaufmanns Zeisig ausgrub und die einzelnen Teile dem Berliner Gerichtschemifer Dr. Je serich zur Untersuchung übersandte. Dr. Jeserich ſtellt: denn auch fest, daß die Leiche große Mengen von Arsenif enthielt, die nicht etwa erst unter der Erde in den Körper des Toten eingedrungen waren.

Eisenbahn- Zusammenstoß bei Tilsit. Auf der Strecke Tilsit- Königsberg stieß Dienstag abend eine von der Station Tilsit abfahrende Lokomotive zwischen den Stationen Tilsit und Alt- Weynothen auf den fahrplanmäßigen Zug 909. Verletzt sind teils schwer, teils leicht 5 Eisenbahnbedienstete und 9 Reisende. Der Materialschaden ist erheblich.

Zwei Schwestern erschossen. In Braunschweig verabre deten der 18jährige Kaufmannslehrling Brunker und die 18 und 22 Jahre alten Töchter des Kaufmanns Haars, ge­meinsam in den Tod zu gehen. Der Lehrling erschoß die beiden Schwestern, verlor dann aber den Mut und stellte sich selbst der Polizei. Er wird auch beschuldigt, seinem Lehrherrn 800 Mark unterschlagen zu haben.

Wirkungen der Schundlektüre. In Brieg erschoß sich der begabte dreizehnjährige Schüler Frizz Grosser. Grosser wurde durch das Lesen von Indianergeschichten verdreht ge­macht und beging in der Verblendung die unselige Tat.

Die Bahn auf den Montblanc. Im Tal von Chamou nir begannen die Arbeiten für die nach dem System der Jungfraubahn zu erbauende Bahn vom Dorfe Fayet zur Aiguille du Gouter auf dem Montblanc. Die neunzehn Kilometer lange Strecke soll 1909 fertig werden. Die Kosten sind so bedeutend, daß der Fahrpreis mindestens hundert Frank pro Person betragen wird.

jier aufsuchen wolle, und kehrte nicht wieder zurück. Bereits bor Jahresfrist hat der Verschwundene eine Ehe eingehen wollen. Damals brachte er sich kurz vor der Trauung mittels seines Taschenmessers einen tiefen Schnitt am Halse bei, so daß er schwer verletzt das Krankenhaus aufsuchen mußte.

=

Babens und Elfaß- Lothringe ftellung war nicht von D hunderts fauften zwei Sch bie in feine Grundfeften e morfche byzantinische Reich jufammen und im eften tollühner Männer, die ein Langfam stieg Benedig be des Erften Napoleons f da ab recte die öfterr Benedig, bis dann 1866 nahm. Mag ihre politi fein, den Nimbus hat f Beiten zu wahren gewuß die Kanäle gleitet, dann

Attentat eines Affen. In Braunschweig drang gestern ein Affe in die Wohnung eines Arbeiters ein, fiel über ein im Kinderwagen liegendes drei Wochen altes Kind her und zerfleischte diesem den Kopf derart, daß schleunigst ein Arzt gerufen werden mußte. Gegen den Besizer des Affen ist Anzeige erstattet.

Während diese Untersuchungen noch schwebten, verließ Frau Manko, die sich inzwischen abermals verlobt hatte und unmittelbar vor der Hochzeit stand, mit ihrem neuen Lieb. haber in aller Stille Prostken und fuhr nach Paris. Von dort aus richtete sie an einen ihrer Bekannten einen von der Staatsanwaltschaft in Lyck aufgefangenen Brief, in welchem sie anfragte, ob denn dort schon alles still sei". Nun setzte man alles in Bewegung, um ihrer habhaft zu werden, und im Januar d. J. gelang es denn auch, Frau Manko auf dem Hauptbahnhof in Hannover festzunehmen. Sie bestritt zunächst hartnäckig, Frau Manko zu sein, und hat auch bis heute jedes Verschulden an dem Tode ihrer zwei Männer in Abrede gestellt. Bei diesem Zeugnen bleib sie auch jetzt noch, so daß die Staatsanwaltschaft einen großen Beweisapparat in Wirksamkeit setzt. Die Verhand­ungen werden sich wahrscheinlich über mehrere Tage hin jieher

Zweigeleißige Verbindung Breslau- Glogau. Der meigeleisige Ausbau der Strecke Breslau- Glogau- Rep­den ist dem Vernehmen nach in den neuen Staatsetat auf­genommen. Diese kürzeste Verbindung Berlin Breslau dürfte in den neuen Breslauer Hauptbahnhof eingeführt verden.

Ein dekorierter Bühnen- Schriftse. Der Schau­pieler und Lustspiel dichter Gustav Kad hat den reußischen Roten Adlerorden vierter Klasse erhalten. Wie nan sagt, soll Nadelburgs neuestes Stück Der Familien­ag" den Anlaß zu der Dekoration gegeben haben. Der kaiser hat in Wiesbaden das humorvolle Lustspiel gesehen mnd soll sich dabei sehr gut unterhalten haben.

Ein weiblicher Blaubart?

( Eig. Nericht.)

Lyd i. Ostpr., 18. Oktober.

Hus dem Gerichtssaal.

-

Die Vierundzwanzigstundenzeit soll jetzt auf den russi. schen Eisenbahnen eingeführt werden. Die Warschau­Wiener Bahn hat beschlossen, bereits den neuen Winterfahr. plan nach diesem Modus einzurichten. Bekanntlich existiert diese Zeiteinteilung in Italien schon seit Jahren.

Kuropatkins Gut um acht Rubel beschlagnahmt. In Rußland kann man demnächst ein im Gouvernement Pskom belegenes Gut, das dem General Kuropatkin gehört, er. stehen. Die Steuerbehörde bringt es zur Versteigerung, da Kuropatkin ihr die Summe von acht ganzen Rubeln schuldet.

=

herab und Streben die 99 fälen der Baläfte ift es benen ehemals heller Lich nagelt mb wo einft loft italiche Aleibungsf eit Bild auf Bild zie be fauptplatz Benedig gigt, hier laden die ere denkwürdige Baul freiten durch ihre Portal als uns die weiten, ernfter and Brunnen und die groß pracht in den Bann eine Aber ein Bruge fehlt, der an einem Sommertage des

Durch seinen Hund berühmt geworden ist ein Maler aus Paris, der einen Teil des Jahres in Amerika die fashio. nablen Yankee- Damen abfonterfeit. So berief ihn auch eine reiche Amerikanerin von Newyork nach Pittsburg, da mit er sie dort male. Mit seiner Frau und seinem präch tigen Hunde, von dem er sich niemals trennt, machte sich der Maler auf den Weg. Allein in Pittsburg wollte ihn kein Hotel des Tieres wegen aufnehmen. Alsbald schrieb der Maler an die Dame, daß er unter sothanen Umständen auf die Ehre, sie zu malen, verzichte. Darob geriet die Lady in Angst und ließ den Meister samt Frau und Hund in ihrer Wohnung eine fürstliche Aufnahme bereiten. Auf die Kunde von der Hundetreue aber erhielt der Maler von allen Enden Aufträge, so daß er sie schier nicht bewältigen kann.

§ Die abgebissene Nase. Der Heizer Bruno Cajus in Samburg wurde zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, meil er seiner Holden Gaitin die Nasenspitze abgebissen hatte. Der Staatsanwalt beantragte achtzehn Monate. Es handelte sich um eine Eifersuchtstat; der Angeklagte wollte nach seinem Geständnis seine Frau nur entstellen. Das Gericht erkannte auf die geringere Strafe, weil die Ehefrau Cajus im Termin selbst zugab, ihrem Ehemann Grund zur Eifersucht gegeben und ihn auch schwer gereizt zu haben.

Vor dem hiesigen Schwurgericht beginnt heute ein Br zeß, der recht dunkle Blätter aus dem Leben einer Frau des mittleren Bürgerstandes aufzarollen verspricht. Die Angeklagte, Witwe Auguste Manko, geborene Hoppe, aus der deutsch- russischen Grenzstadt Prostken bei Lyck soll ein wahrhaftiger meiblicher Blaubart gewesen sein und zmei­fachen Gattenmord auf den Gewissen tragen. Außerdem soll sie dem dritten unter der Zahl ihrer Ehegatten nach dem Leben getrachtet habe. Sie war nämlich nicht weniger

§ Lebenslänglich ins Zuchthaus. Das Schwurgericht zu Met verurteilte den 28 Jahre alten Arbeiter Johann Trap aus Seuẞich bei Diedenhofen wegen Raubes und Totschlags, begangen an seiner Tante, der ledigen Maria Spiel in Seuẞich, zu lebenslänglichem Zuchthaus.

Lokales.

19. Oftober 1905.

** Der Großherzog empfing am 18. Oftober den Geheimen Foftrat Heyer von Gießen und den Justiz­minister a. D. Dr. Dittmar.

** Der Großherzog hat den Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Dr. Gustav Süngerich zum Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Startenburg und den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Rudolf Prätorius zum Landgerichtsdirektor bei diesem Gericht, beide mit Wirkung vom 23. Ottober ernannt.

** In den Ruhestand versezt wurde der Schullehrer an der Volksschule zu Gießen Wolf Plaut auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 16. November 1905. Aus diesem Anlaß wurde im das Silberne Kreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen.

tt. Stadttheater Gießen. Als dritte Freitags abonnementsvorstellung geht morgen eine Novität Rater Lampe", Komödie in 4 Atten von Emil Rosenow, in Szene. Das Wert geht in letzter Zeie über alle größeren Bühnen und erweckt überall ausgelassene Heiterkeit. Es ist nicht mit Unrecht als ein Seitenstück zu Hauptmanns Biber pelz" bezeichnet worden. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Herren Reimer, Lippert, Mendel, Wittman, Steinmann, Herisher, Stauff, und die Damen Fischer, Millar, Jenny, Sand, Schüß, Ruf 2c. In Vorbereitung steht die Vaudeville­Opperette Mamselle Nitouche", die mit Frl. Else Jüngling vom Darmstädter Hoftheater als Gast in Szene gehen wird.

§ Da werden Weiber zu Hyänen." Fräulein Christabel Pankhurst, eine jugendliche Advokatin in Manchester, ist eine streitbare Dame. Sie sucht für die Loslösung der Frau aus tausendjährigem Joche praktische Propaganda zu machen. Um ihre hohen Ziele zu fördern, fand sie es not­wendig, einen Polizisten zu ohrfeigen und ihm- ins Ge­sicht zu spucken. Aber, aber, Christabel! Mit einer anderen jungen Dame war sie in eine liberale Wahlversammlung gegangen, in der Sir Edward Grey eine Nede über Frei­handel und die Chamberlainsche Schutzzollpolitik hielt, und versuchte dort den Medner über seine Stellung zum Frauen­stimmrecht zu interpellieren. Als der Vorsitzende ihr das Wort nicht erteilen wollte, verursachte sie eine große Lärm­szene, bis einige Polizisten sie und ihre Begleiterin aus der Halle entfernten. Im Borzimmer vergriff sie sich dann in der bezeichneten Weise an einem der Beamten und versuchte, auf der Straße eine Rede zu halten. Als die Polizei ein­schritt und die Danien entfernen wollte, widersetzten sie und ihre Begleiterin sich mit Händen und Füßen, wobei ihr Kleid in Feßen ging. Wegen tätlichen Angriffs und Wider­standes gegen die Staatsgewalt wurden beide in eine Geld­strafe genommen. Sie weigerten sich aber, zu zahlen, und zogen es vor, als Märtyrerinnen ihrer Sache sieben Tage ins Gefängnis zu wandern.

Vmerif.btes.

*** Der Kriegerverein Gießen beschloß in seiner gestrigen Versammlung, Großherzogs Geburtstag auf den Tag, den 25. November, durch einen Herren Commers zu feiern. Die Werningschen Festspiele werden voraussichtlich in der ersten Hälfte desselben Monats in der Halle des Turnverein aufgeführt.

= Der Hirsch mit dem Försterhut. Bei einer Treibjagd im Hertogenwalde griff ein starker Hirsch einen Förster und zwei Treiber an. Das Tier versetzte dem Förster einen schweren Stoß an den Kopf, so daß er bei dem Angriff den Hut des Försters mit dem Geweih durchbohrt und aufge­spießt hatte. Mit der eigentümlichen Kopfbedeckung vurde der Hirsch im weiteren Verlaufe der Jagd noch wiederholt gesehen, aber nicht erlegt.

=

-

mit donnerähnlichem Ge anderen Seite fallen aber palaft, dort stehen jene fd o berüchtigt gemacht habe bereits seit einem Jahrhun Bonapartes von der Men plaz lenft der maleri mutigen Bewegungen unf großen und kleinen Kanäl and dort begegnet ein rechte und links bieten& und zu beiden Seiten fteh wit ben bretterbernagelten brunter finkt und der Mo Saenstadt gießt, wenn the parze Flut gleitet, auber um Venedig, dann Ellenbenden Lichte und aus tang. Leje taucht das Baffer und lautlos eilt an Jüngling feinem ft auch heute noch so, t Beflüfter, das ift ewig u * Das Publikum gemacht, daß nach den jaber Landbriefträger auf bach mit sich führen mu nommenen Einschreibsendu Softanweisungen, gewöhnli die zur Frankierung dieser fowie die angenommenen ba ihm hierfür übergeben Der Einlieferer oder Au Banahmebuch vorzeigen tagungen zu überzeugen, felbft bornahmen. In gle bi den Bosthilfftellen niede Berifendungen pp. entwe

Der Evangl. Arbeiterverein zu Gießen veranstaltet nächsten Sonntag in der Turnhalle einen Schillerabend. Den musikalischen Teil haben über nommen: der gemischte Chor, der Kinderchor, Frau Prof. Rahn, Herr Gernhard und Herr Kasten. Als Vor­tragende sind gewonnen die Herren Prof. Sirad und Lehrer 8ieprecht.

Der verschwundene Bräutigam. In Sandberg bei Salzbrunn sollte vorgestern ein junges Paar getraut wer­den. Kurz vor der Fahrt zum Standesamt entfernte sich der Bräutigam mit dem Bemerken, daß er zuvor den Bar­

GH. Benedig. Der Vortrags- Cyklus 1905/06 des Kaufmännischen Vereins und des Gewerbe- Vereins Gießen ist unter den günstigsten Zeichen eröffnet worden. Zu dem geftrigen Vortrage des Reallehrers ill hatte sich eine so starte Buhörerschaft eingefunden, daß der geräumige Saalban sie kaum zu fassen vermochte. Von Jahr zu Jahr tragen die populären Vorträge reicher zu, das Volk der Dichter und Denter steht auf, das unermeßliche Erbe zu übernehmen, daß seine Besten ihm in den Werkstätten des Geiftes bereitet haben.

In fließender, ansprechender Weise führte der Referent uns die alte Lagunenstadt in ihrem mannigfaltigen Lichte dor. Wir sahen ihre Bauten und Kanäle und bewunderten die großzügige Politit ihrer stolzen Bergangenheit. Benedig, was schließt das Wort nicht alles ein! Eine Wahrstatt menschlicher Schöpferkraft! 8war ist Benedig nicht mehr die Beherrscherin, die Königin der Meere, aber bas Auge der Adria, das faszinierend hinausblickt, ift es geblieben, denn auch heute fann niemand seinen Boden betreten, ohne sich dem gewaltigen Zauber zu entziehen, der ringsum auf­steigt. Aber einft war Venedig mächtig, da war es der Beltmarkt, der den Handel des Orients und Dccidents dirigierte, da zogen seine Flotten gen Byzanz und besiegten den Roloß in blutigen Schlachten, daß die Dogen die Krone vergeben fonnten, die einst Konstantin getragen. Ungemessene Reichtümer trugen die Wellen an die Dogenstadt h ran und mächtig gingen in ihr Kunst, Gewerbe und Handel in die Höhe. Venedigs Ruf durchdrang die ganze Welt, bis es im 15. Jahrhundert den Gipfel feiner Macht erflomm und dant seiner klugen und zähen Politit seinen Besitz auf Gebieten ausbreitete, die dem Flächeninhalte Württembergs,

Friedb

Dien

Verlo

welde auf dem

täten

Lose

Bur

Am 25. Oft

Wirtscha

zu verpachten.

00 bl Bicr, biel Scrape Bigarren, nur 10Glas werbeten. Off. u. 8000

Exp. d. Bl. erb.

C

Eine gu

lachtro

3 kau

Off. a. d. Er