hältnis mit der Schauspielerin Sidonie Bacsa. Die Frau Toths erfuhr von dem Verhältnis und suchte ihren Gatten als er sich in der Wohnung der Bacja befand, auf. Schließ lich kam Frau Toth allein heraus und teilte mit, daß ihr Mann unwohl geworden sei. Als man sich in das Zimmer begab, das Toth gemietet hatte, fand man den Direktor to! auf dem Fußboden liegen. Fran Toth behauptet, daß ihr Mann während des Wortwechsels von einem Herzschlage gerührt worden sei. Da jedoch Toth an der linken Schläfe eine tiefe Wunde trägt, besteht der Verdacht, daß ein Tot schlag vorliegt.
☐ Verheerender Wolkenbruch in Ungarn. Im östlicher Teil des Szatmarer Komitats ist ein Wolfenbruch nieder gegangen. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt, 11 Menscher umgekommen. Die Scaten sind zumeist vernichtet, di Bahnverbindungen unterbrochen. Infolge des Wolkenbruch sind eine Eisenbahnbrücke, sowie mehrere andere Brücker eingestürzt.
O Der Kaiser der Sahara. Der Geisteszustand des in Tries weilenden Herrn Lebaudy sollte auf Veranlassung der dor tigen Polizei untersucht werden. Lebaudy, der alle Zeicher des Größenwahnes zeigt, drohte, er werde Triest mit seiner Truppen belagern. Der von ihm erfundene Titel„ Kaiser der Sahara" scheint dem unternehmungsluftigen Herrn wirk lich zu Kopf gestiegen zu sein. Er ist jetzt aus Triest ent flohen und nach Italien abgereist.
Ein kostbarer Fund. Die am 29. Mai aus dem Schlaf zimmer der Herzogin von Westminster gestohlenen Juwelen die einen Wert von 8000 Pfd. Sterl.( 160 000 Mark) re präsentieren, wurden bei Cambridge aufgefunden. Voi einigen Tagen hatte die Geheimpolizei einen Mann ver haftet, der früher als Nachtwächter im Haushalte der Her zogin tätig war. Der Verhaftete erklärte, daß die Juweler in einem Felde in der Nähe von Cambridge vergraben seien und dies stellte sich als wahr heraus.
Soziales Leben.
in ihrer Gegenwart geraubt und gestohlen wird; und wenn der„ Apache" ruft:" Wem's nöt recht is, dem hängen die Darm außer!" so darf er sicher sein, in seinem Gewerbe feine Störung zu erfahren.
[] Dem Lohnkampf im rheinisch- westfälischen Bangewerk wird von der preußischen Regierung die größte Aufmerkſamfeit gewidmet. Es sollen Schritte getan werden, um vermittelnd in den Streit zwischen den Arbeitgebern und den ausgesperrten 30 000 Arbeitern einzugreifen.
Der Markt der Bräute.
Ein Liebes- und Heirats- Idyll aus Belgien. Die kleine Gemeinde Ecaussines- Lalaing im belgischen Hennegau ist in den letzten Jahren berühmt geworden. Und Das geht folgendermaßen zu:
in
faiserlichen Familie mitgenommen wird. Anders freilich ist es, wenn es nach Rominten oder Kadinen geht. Die not wendigen Gedecke, Bezüge, Handtücher, Wisch- und Staub. tücher, wie alle Arten Küchenzeuge werden in große Kisten verpackt und einige Zeit vorher dorthin entsandt. Gewascher wird sämtliche Wäsche, auch von den Hofhalt des Prinzes Friedrich Leopold, Frau Prinzeß Friedrich Karl 2c. Potsdam. Das ist ein großes, mit allen Erfindungen, welche die moderne Technik auf diesem Gebiete gemacht hat, aus gestattetes Waschhaus, nach dem täglich die gebrauchte Wäsche gesandt wird. Vollständig fertig kommt sie zurück. Im Palais Kaiser Wilhelm I. ist der Posten eines Weißzeugbewahrers noch besetzt, da, sobald die Groß. Herzogin von Baden in Berlin weilt, und dann wieder die einst von ihr innegehabten Räume bewohnt, ein Haus halt dort geführt wird. Auch diese Wäsche wird im Wasch haus zu Potsdam gewaschen. Noch sei bemerkt, daß sick von alten Zeiten her der Gebrauch im preußischen Königs hause eingebürgert hat, eine Kinderausstattung, die stets ,, die Krone" bezahlt, mit blauseidenen Bändern zu binden, sobald das Neugeborene ein Sohn ist, mit rosaseidenen Bändern für die kleinen Mädchen.
Jeder Gebrauchsgegenstand, auch in der Leibwäsche, is in mehreren Duzenden vertreten. Zwölf Dutzendweise hatte die Tante des jezigen Zaren, Herzogin Marie vor Sachsen- Coburg- Gotha alles erhalten.
Nirgends in der Welt werden so viel Mädchen geboren wie in Ecaussines- Lalaing. Da in der Gegend die Jünglinge so überaus rar sind, sind die jungen Mädchen von Ecaussines, um zu Männern zu kommen, auf eine wahrhaft geniale und originelle Idee verfallen. Jedes Jahr laden fie die Junggesellen der ganzen Welt zu einem„ Riesenimbiß" ein. Sie fordern sie freundlich auf, sich unter den Mädchen von Ecaussines- Lalaing die Gattin ihrer Träume zu wählen. Der Regen hat leider diesmal den Erfolg des seltsamen Brautmarktes start beeinträchtigt. Das Fest sollte mit dem Aufmarsch der von allen Seiten herbeigeeilten, durch das verführerische Programm angelockten Junggesellen beginnen. Der Aufmarsch der alten und jungen Freier hatte unter den scharf musternden Blicken der sonntäglich aufgeputzten Mädchen gerade begonnen, als plößlich ein Unwetter losbrach, das alle Welt in die Flucht trieb. Man mußte unter solchen Umständen auch auf den Rundtanz der Junggesellen" und auf den Freiluft- Imbiß" verzichten. Der Regen hatte die langen Tische, an welchen ein gigantisches Liebesidyll beginnen sollte, unter Wasser gesetzt. Aber die hübschen Mädchen von Ecaussines verloren darum den Humor noch lange nicht; sie flüchteten sich mit ihren Gästen vom häßlichen Geschlecht in die Kneipen des Ortes, und dort begann bei Wein und Kuchen ein tolles Treiben. Später fand im Rathaussaale eine große Versammlung statt, und die Präsidentin der Chestandskandidatinnen hielt eine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede, in welcher sie, Belgiens nationale Devise paraphrasierend, den tiefen und richtigen Gedanken aussprach, daß das Wort„ Einigkeit macht start" nirgends mehr Geltung habe als in der Liebe. Es ist gewiß sehr schön," so fuhr die Rednerin fort, für das Gedeihen und den Ruhm seines Vaterlandes zu arbeiten, für seine Rechte, seine Unabhängigkeit und seine Freiheit zu fämpfen, aber lassen Sie sich im Vertrauen sagen: Das alles ist nicht so viel wert wie die Liebe! Unsere Vorgängerinnen haben bereits den verdienten Lohn erhalten, denn sie durften das lästige Jungfernhäubchen durch den Orangenblütenkranz ersetzen und sich von dem Manne ihrer Wahl zum Altare führen lassen. Die Präsidentin, deren Nachfolgerin zu sein ich die Ehre habe, war die erste, die die Freuden der Che kosten durfte. Dank ihrer Initiative haben wir heute das hohe Glück, so vielen stattlichen Jungburschen die Hand drücken zu dürfen; ihre Anwesenheit läßt unsere Herzen vor Freude höher schlagen, denn aus ihren heiteren Gesichtern leuchtet uns die Glut ihres Liebesfeuers und die Reinheit und Lauterkeit ihrer Absichten entgegen. Man könnte uns, unter Bezugnahme auf den Imbiß, vielleicht vorwerfen, daß wir das Herz durch Schmeicheleien an die Adresse des Magens erobern wollen; aber wir wissen, meine Herren, daß Sie nicht in der Hoffnung, mit Leckerbissen gefüttert zu werden, hierhergekommen sind, sondern nur weil Sie von aufrichtiger Liebesleidenschaft gepeinigt werden."
[] Die Möglichkeit neuer Streikbewegungen im Ruhrkohlenrevier rückt von Tag zu Tag in bedrohlichere Aussicht. Zahlreiche Versammlungen, die vom„ Verein christlicher Bergarbeiter" und dem„ Deutschen Bergarbeiterverband" einberufen worden waren, protestierten lebhaft gegen angebliche Maßregelungen und sonstige ungerechtfertigte Maßnahmen der Zechenbesitzer. Sollte den Forderungen der Arbeiterschaft nicht Genüge geschehen, so müsse von neuem zum Streif gegriffen werden. Auch auf den dem Eschweiler Bergwerksverein gehörenden Gruben ist eine starke Gärung infolge verweigerter Lohnforderungen zu ver zeichnen. Ein Ausstand wird als nahe bevorstehend an gesehen.
Die Hpachen von Wien.
( Eigener Bericht)
** Am 26. b. M. Safen am Großher ** Parlament 112 Sigung der 8we enthält u. A. folgende Landes- Lehrervereins, bor dem 1. April 190 Ihrer im Großherzog bon penfionierten Bean bezige betreffend. Bo Rusheftand getretenen Benfion betreffend. B in Ruhestand getreter be hältniffe betreffend An trag der Abgeord lichenug amtlicher B rfatter Abg. be Köhler, die Einrid dienst es bei dem univerfität in Gieß Brauer.) Bescha Dhmen, Hundefteuer eritalter Abg. Damm die Gemeindeumlagen Borstellungen.( Fort exatter namens der der Minderheit Abg. ** Fürsorge Abgeordneter Leun Artrag gestellt: T Regierung zu erfuch Feldzugsteilnehmern Sabreseinkommen h bas Reichsgefeßes b foll zu bewilligen. ** Das Ob Arreife Gießen an f 3. Juli im Gaft bormittags 8% 6 und Donnerstag, teller", Schanzenft 8 Uhr; Freitag, Rathause zu Lich, der Großherzoglich Anehebungsorten zu a. die für dauern soweit ihnen b. die zum La färpflichtigen
Selbstverständlich sind, schon durch die wechselnde Mode trotz des reichen Vorrates, häufig Neuanschaffungen bedingt: doch liebte es die deutsche Kaiserin stets, auch als die seidenen Unterröcke so sehr modern waren, weiße Röcke, mi Handstickerei oder echten Spigen verziert, zu tragen, wie denn auch neben den hochelegantesten Röcken einfache weiß wollene mit in Seide jausgeführten Languetten in ihrem Besitze sind.
Nach der Rede der Präsidentin erhob sich nicht endenwollender Beifall. Da auch der Regen aufgehört hatte, be gab man sich ins Freie und begann auf dem Marktplatz zu tanzen. Genaue Feststellungen über die Zahl der erzielten Verlöbnisse sind noch nicht gemacht worden, aber man hofft auf die befriedigendsten Resultate. Der Brautmarkt in Ecaussines- Lalaing begegnet allerdings hie und da geteilter Auffassung; doch spricht man schon von Nachahmungen an anderen Orten. Die Idee scheint zeitgemäß zu sein,
Für die Leibwäsche wird die feinste Leinwand, der zartest Batist, oder weiche Seide verwandt, wie für Tischgedecke und Handtücher der kostbarste Damast in Frage kommt
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Vermischtes.
[ Was die Einbildung tut.] Dem Krankenhause Bethanien in Berlin wurde eine Frau zugeführt, die über schwere Schmerzen in der Brust flagte. Sie gab an, sie hätte einige ihrer falschen Zähne in der Nacht verschluckt. Die Frau schien schver leidend und erschöpft. Trotz mehrmaliger Durchleuchtung der Patientin mit Röntgen- Strahlen waren die vermißten Teile des Gebisses nicht zu entdecken. Als nach einiger Zeit der Gatte erschien, um sich nach der Art des Leidens und dem Ergebnisse der Operation zu erfun digen, befchied ihn der Arzt dahin, noch einmal zu Hause nach dem Gebißteil zu suchen. Der Mann ging nach Hause, suchte und fand die angeblich verschluckten Zähne im Bette seiner Frau. Diese konnte als vollständig gesund entlassen werden.
Der Wäschefchrank der Kaiferin. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Aus Anlaß der Vermählungsfeierlichkeiten im deutschen Kaiserhause wurden mancherlei Aufschlüsse über die Aus stattung der jungen Kronprinzessin sowohl, wie über die Garderobenschätze fürstlicher Frauen überhaupt gegeben. Nicht uninteressant dürfte es deshalb sein, auch einmal einen Blick in den Wäscheschrank der deutschen Kaiserin zu werfen.
Wien, 17. Juni. Die Wiener Gemütlichkeit", die vor vielen Jahren sprichwörtlich war und den Aufenthalt in der Kaiserstadt an der Donau so erquicklich machte, hat uns längst verlassen. Mit dem neuen Regime in der Stadtverwaltung ist ein neuer Geist eingezogen, der nach seinen liebenswürdigsten Kundgebungen ein Polter- und Radaugeist, nach seinen minder liebenswürdigen Betätigungen ein Unhold genannt werden muß. Man braucht nur zu lesen, mit welchen Worten unsere Stadtvertreter und Abgeordneten einander regalieren, um einen Begriff von dem„ Kammerton" zu bekommen, der in dem weiland lustigen Wien der herrschende geworden. Wer den Wienern abhold gesinnt war, der nannte sonst unsere Stadt eine Bhäakenstadt, weil sie angeblich keine höheren Interessen kannte, nur am leichten Behagen Freude hatte. Aber die Behaglichkeit selbst, mochte man ihren Wert auch niedrig einschätzen, war wenigstens außer Frage. Daß die Teilnahme an geistigen Interessen gestiegen wäre, wird niemand zu behaupten sich getrauen aber die Behaglichkeit ist hin, und von der Gemütlichkeit ist nur der Teil übrig, der sich in unmännlicher Duldsamkeit gegenüber allen rüpelhaften und selbst verbrecherischen Ausschreitungen zeigt. Die groben Worte, die in vornehmen öffentlichen Körperschaften gang und gäbe geworden, haben auf den Straßen und in den Kneipen den Schnapphähnen und Strauchdieben, den Messerstechern vorgearbeitet. Wenn dort die roheste Verbalinjurie aufgehört hat, anstößig oder auch nur auffallend zu sein, so ist es beinahe selbstverständlich, daß hier das gemeine Verbrechen und die Gewalttat sich breit machen dürfen, ohne das die„ Wiener Gemütlichkeit" zur abwehrenden Selbsthilfe greift. Wir haben hier zwei Gruppen von Banden, die sich nach der Art ihrer Lebensführung unterscheiden, aber darin übereinstimmen, den ruhigen Bürger mit Schädigungen an Gut und Leben zu bedrohen. Die ,, Apachen von Wien" sind es, die öffentlich Raub und Mord, die Leute der Platte", die nicht minder öffentlich Diebstahl betreiben. Hier einige Beispiele: In einer Weinstube, die dicht besetzt war, wurde für einen Klavierspieler gesammelt. In dem Hut waren 15 Kronen, als er an einen Tisch kam, der von 4 Personen besetzt war. Einer di ser Gäste stülpte den Hut um, nahm das Geld an sich und stieß den Sammler beiseite. Alle[ vier zückten ihre Messer und gingen unbehelligt davon, obwohl der Anführer einladend gerufen hatte: Wenn einer was will, foll er nur herauskommen, dann stech ich ihn nieder!" Es kam aber niemand heraus und die Messerhelden mußten sich begnügen, einen Fiakerkutscher zu überfallen und ihm die Sehnen der Hand zu durchschneiden.
[ Sidney O'Danne gestorben.] Der ehemalige Erzieher des deutschen Kaisers ist im 67. Jahre in Altona gestorben. Er spielte einst eine ziemliche Rolle, sank aber dann zum Schwindler herab. Seit Jahren wechselte sein Aufenthalt zwischen Gefängnis und Irrenhaus. Er wurde schließlich als geistesfrank erklärt und in Herzberge bei Beríin untergebracht. Von hier entwich er. Es wiederholte sich nun das Spiel, daß er bald aus dieser, bald aus jener Anstalt entschlüpfte und in der Zwischenzeit immer wieder in Verlin auftauchte. Zuletzt war er in der Privatirrenanstalt Vrem lingen bei Hamburg untergebracht. Auch von dort ist er wiederholt geflüchtet, jedoch inner trieder festgenommen worden.
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[ Die geborgte Tapferkeit.] Der Veteranenverein eines tschechischen Städtchens feierte sein fünfzigjähriges Gründungsfest. Der Oberst der Garnison war dazu cingeladen. Beim Abschied beehrte er jeden der Spalier bildenden Veteranen mit einer Ansprache. Besonders dem letzten Mann, dessen Brust mit zwei Tapferkeitsmedaillen geschmückt ist, klopft er kameradschaftlich auf die Schulter und spricht: ..Welche Schlachten haben Sie mitgemacht, braver Krieger?" - ,, Keine, Herr Oberst."„ Wieso kommen Sie dann zu diesen Medaillen?" ,, Herr Oberst..., Herr Oberst..." stottert der Angeredete, ich habe mir den Rock samt den Medaillen ausgeborgt!"
[ Eine Wohltäterin.] Die Deutschen Brüssels haben Frl. Adelheid Momm, eine Wohltäterin der deutschen Kolonie, zu Grabe geleitet. Frl. Momm lebte seit 1848 in Brüssel. Sie gründete im Cholerajahr 1886 eine Kinderschule und Bewahranstalt, in der ungefähr 150 Kinder unter: richtet werden, 1878 gründete sie ein Heim für deutsche Mädchen, dazu fam später ein vielbesuchtes Heim für Lehre. rinnen und Gouvernanten. Sie hat auch an der Gründung des Réfuge. Rue du Prévot, den Hauptanteil gehabt. Ihre ganze Kraft hat sie diesen Anstalten gewidmet, bis in der legten Zeit zunehmende Kränklichkeit sie zwang, ihre Tätig feit einzuschränken.
Von einem eigentlichen Schrank" fann natürlich bei dem Vorrat, den eine fürstliche Hofhaltung bedingt, nicht die Rede sein.- Im Kaiserschlosse zu Berlin sind, seitdem Kaiser Wilhelm II. dort residiert, zwei Weißzeugkammern eingerichtet. Die eine, Sie sich in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Herrscherpaarcs befindet, kann als ,, Privat weißzeugfammer" bezeichnet werden, da die andere, die ..große Weißzeugfammer", nur die Wäsche für den offiziellen Gebrauch umschließt. Außerdem zerfällt die Privatweißzeug fammer ihrerseits wieder in drei Teile. Die Leibwäsche der Kaiserin ist unmittelbar der ersten Garderobenfrau unter. stellt. Diese gibt die einzelnen Gegenstände an die Kammer. frau, welche bei der Toilette der Kaiserin zugegen ist. Fehlerhafte Stücke werden sofort ausgeschieden. Wenn Neuanschaffungen ge macht werden, entscheidet der persönliche Geschmack der Kaiserin Die Rechnungen begleicht das Hofmarschallamt. Die Wäsche der Kaiserin ist mit ihren Initialen und der Krone gezeichnet Zwei Damen, eine Weißzeugbewahrerin" und eine Weiß zeuggehilfin" haben die Wäsche unter sich, der„ Silberbe wahrer" bestimmt die nötigen Tischgedecke, die Weißzeug. bewahrerin gibt sie heraus. Jeden Tag wird ein neues Gedeck aufgelegt. Schäden in den Gedecken werden aus gebessert, diese Gedecke dann aber nicht mehr für die kaiser iche Tafel, sondern für die Marschallstafeln usw. verwandt um später, je nach den Ausbesserungen, auch weiter nad unten verwandt zu werden. Ueber die Bettbezüge, die wie die Handtücher bei den Majestäten ebenfalls täglich, in den meisten prinzlichen Haushaltungen jeden zweiten Tag ge wechselt werden, bestimmt die Kastellanin. Die große Weiß zeugkammer beherbergt alle Gedecke, die bei großen Fester in Gebrauch genommen werden, die Bezüge, die für fremde Gäste in Frage kommen und die seltener zu verwendenden Gegenstände. Alle andern notwendigen Gebrauchstücher sind in beiden Weißzeugkammern vorhanden. Die Haus. haltungswäsche zeigt das W. mit der Krone. Gewöhnlich gehört zur Ausstattung einer fürstlichen Braut lediglich die Leibwäsche. So wurde die Hauswäsche des Kron prinzen Baares vom Kronprinzen angeschafft.
In einem Gasthaus in der Praterstraße legte eine Besherin ihre Geldbörse vor sich auf den Tisch. Ein Mitglied der Platte" trennte sich von den Genossen, nahm alles Geld aus der Börse und reichte diese zurück. Die Gäste sahens und rührten sich nicht. Die Bestohlene liefschreiend auf die Straße und erzählte ihr Begegnis einem Wachmanne. Derwartete auf den Räuber und führte ihn zur Wache. Die Bestohlene und die Genossen gingen mit. Ein Protokoll wurde aufgeund vor dem Wachlokal wurde die Bestohlene von den Komplizen des Räubers mißhandelt. Die gemütlichen Wiener sind entrüstet nichts. Der Ausdruck ihrer höchsten Entrüstung ist der Entaber sie tun schluß:„ Wenn das so weiter geht, werden wir um Waffenpässe ansuchen." Einstweilen aber haben sie noch keine Waffenpässe angesucht"; sie verhalten sich ganz still, wenn
nommen
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Jedes Schloß hat seine Weißzeugkammer, so daß nac Potsdam, Kassel oder Wiesbaden lediglich die Leibwäsche dei
[ Die Reichtümer von Bolivia.] Der britische Konsul Harrison in Bolivia hat einen Bericht an die englische Regierung gesandt, nach dem der Mineralreichtum Bolivias an das Fabelhafte grenzt. Bolivia steht unter den Ländern der Welt in der Förderung von Zinn an dritter Stelle, in kurzer Zeit wird es an erster Stelle stehen. Zinn ist aber nur einer der vielen natürlichen Schäße, an denen Bolivia reich ist. Der Bericht führt noch an: Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Blei, Quecksilber, Platin, Opal, Topas, Smaragd, Amethyst, Türkis, Alabaster, Marmor, Schwefel Aloun, Antimon, Borar, Arsen, Braunkohle, Braunstein, Petroleum usw. Der allgemeine Handel liegt ganz in den Händen der Deutschen. Bolivia hat eine Bevölkerung von 1 644 000. Die Boden. schäße sind nur zum geringsten Teile bisher aufgeschlossen.
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c. die zur Erfa pflichtigen;
d. die von der
ftellungsfähig derjenigen au e. Die von den faz- Behörder f. die von de Freiwilligen.
-il Bei der Brüfung der I famtliche Gießener Militäranwärter
=[ Neues Beförderungsmittel.] In Amerika hat ein
Hübner, Momber Stiehler, Sted un Abam, Herbert, Ra und Schnabel.
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** Annerod, ein Turnverein g bar bedeutende Su entgegen.
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Eberstadt, uchbarten Fürstlic Rufterwirtschaft des wieder bedeutende S Weldbahnnebe bor Arbeiten werden m Bahnftation burd porodukte fönnen
in den Baggon b
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Bad- Nauh
9798 Rurgäfte a och 5719 anwe 15. Juni 105 814
A Friedberg,
eim, Reidstageab teis Friedberg, Schwertern über boemnächst in Aus
führte aus, daß e frandes, ein Milita
des Reichsfinanzwe
Erfinder namens Oswald Jensen ein Motor- Einrad fon tuer, Ermäßigung struiert. In einem großen mit Pneumatic versehenen Made tuer, einen güns
von 9 Fuß Durchmesser ist der Führersitz aufgehängt, der in konzentrischer Bewegung an der Felge des großen Rades gleitet und auf diese Weise stets in senkrechter Lage bleibt Unter dem Führersitz ist der Motor eingebaut, der das Rai mühelos mit der Geschwindigkeit eines Blizzzugs fortzutreiben bermag. Zwei weitere kleine Näder an jeder Seite des
Argentinien, Förde
des Arbeiterschußge
+ Darmstadt,
Jahre 1907 hier fid
beträgt jet bereits
Sizes verleihen der Maschine auch bei geringerer Jahr bewilligten in ihrer geschwindigkeit die nötige Stabilität, werden jedoch bei Beitrag von 20 000 flotter Fahrt überflüssig und durch einen Hebel hochgestellt. gleichen Bwed 50000 [ Das Testament Nathaniel Rothschilds.] Bei der Er bereits vor einiger 8
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öffnung des verstorbenen Finanzmannes zeigte es sich, daß
er seinen Bruder Albert Rothschild zum Universalerben eingesezt hatte. Für wohltätige Zwecke hat Baron Nathaniel Rothschild mehr als 20 Millionen Kronen hinterlassen.
aufgeworfen.
?? Sobenjolma, zu einem mehrt
Baar traf gestern a


