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trockener Jahre haben sich vorläufig nicht einmal vermutungs­weise erkennen lassen, und man darf daher auch nicht mit großer Bestimmtheit eine Voraussage für die nächsten Jahre darauf gründen. Wollte man das versuchen, so müßte man zunächst annehmen, daß das Jahr 1905 wieder trocken und das Jahr 1906 feucht sein wird. Die Wissenschaft will aber mit einer solchen leichtsinnigen Art von Prophezeiung nichts zu tun haben, deren etwaigen Erfolg ein geistvoller Ge­lehrter mit einer Reihe von glücklichen Säßen in einem Hazardspiel vergleicht; die Voraussagungen würden doch sicher fehlschlagen, wenn man sie zu weit triebe. Bisher ar­beitet auch die Witterungs- und Klimatunde auf diesem Ge­biet nur mit der Verzeichnung und möglichst zuverlässigen und vollständigen Sammlung der Tatsachen, über deren Zusammenhang sie sich allenfalls Vermutungen erlaubt.

Klubleben an der Themfe.

London, 17. Januar.

Die Gerüchte von einer angeblichen bedrohlichen Span­nung zwischen England und Deutschland, die sogar von einer Mobilmachungsordre für die deutsche Flotte wissen wollten, sind durch energische Dementis von beiden Seiter im Reime erstickt worden. Hier aber hat die deutschfreundliche Gegen­strömung, die anläßlich dieser von boshaften Hezern geschür­ten Agitation an die Oberfläche kam, noch eine ganz beson­dere Frucht gezeitigt: Führende Geister der Nation haben sich zu gemeinsamem Wirken zusammengetan, um eine dau­ernde Brücke zwischen den Interessen der beiden verwandten Völker zu bauen und einen regen Verkehr zwischen ihnen anzustreben. Unter ihnen befinden sich der Herzog von Con­naught, der Kriegsminister, der Premier, die Lords der Ad­miralität, Lord Rosebery, Earl Spencer und Sir Henry Campbell- Bannerman, alles Namen von feinstem Klang. Als echte Engländer wollen sie zur Erreichung dieses Zieles vor allem einen Klub gründen, der den Namen Anglo­German Union Klub" erhalten soll. Ohne Klub geht es einmal in England und speziell in London nicht, mag es sich um politische, sportliche oder andere Dinge handeln.

In England muß eben jeder Mensch zu einem Klub ge­hören, und wenn er es irgendwie fertig bringen fann, dann tritt er sogar einer ganzen Anzahl solcher Klubs als Mitglied bei. Und zwar bezieht sich das durchaus nicht auf die Herren allein, sondern die Damen sind darin beinahe noch schlim­mer. Kein Wunder also, wenn auch die Zahl der Frauenklubs noch immer zunimmt. Die besonderen Bestimmungen und Zwecke der einzelnen Klubs sind natürlich sehr verschieden, der größte Teil derselben dürfter aber Sportklubs sein, wie das ja für England eigentlich ganz natürlich ist. Von den 2011 Klubs, die es in Großbritannien und Irland gibt, sind nicht weniger als die Hälfte allein Golfklubs, ein Zeichen, welch ungeheure Beliebtheit dieses Spiel in der legten Zeit hier errungen hat. In London gibt es 250 Gesell­schafts- oder Sportklubs, die sich eines besonderen Klub­hauses rühmen können. Von diesen sind 26 Damenklubs, die keine Herren als Mitglieder aufnehmen, und etwa sechs andere Klubs wieder nehmen Damen und Herren zu gleicher Zeit auf. Den Ruhm, als der teuerste Londoner Klub zu gelten, nimmt der Naval and Military für sich in Anspruch. Das genannte Klubhaus liegt in der eigentlichen Klub­straße des westlichen London, in Piccadilly. Die Aufnahme­gebühren betragen bei diesem Klub 42 Guineen, und der jährliche Beitrag 10 Guineen. Die anderen fashionablen Herrenklubs des Westens stehen jedoch dem Naval and Mili­tary auch nicht viel nach, denn wenn bei dem Army and Navy, dem Carlton und dem Reformklub die Eintritts­gebühren auch nur" 40 Guineen betragen, so sind dafür die jährlichen Beiträge auf 16 Guineen festgesezt. Dann kommt eine ganze Reihe anderer, ebenfalls sehr vornehmer Klubs, die ein klein weniger billiger sind, die aber immer noch ein gutes Stück Geld das Jahr von ihren Mitgliedern verlangen. Dazu gehören die folgenden weithin bekannten Klubs: der Turf, der Bachelors, Boodles, Brooks, der City of London, der Konservative, der Guard, Junior Carlton, Junior United Service, Orford and Cambridge, Travellers, United Ser­oice und viele andere. Das sind also alles Klubs für den reichen Mann.

Dann gibt es aber auch billige Klubs. Mitglied des Walworth Conservative Klubs kann man z. B. für einen Schilling Eintrittsgebühr und einen Jahresbeitrag von fünf Schilling sein. Andere wieder verlangen einen Schilling Eintrittsgebühr und sechs Schillinge und sechs Pence im Jahr. Die Jahresbeiträge der Damenklubs sind nicht be­sonders hoch, und es ist eigentlich nicht recht begreiflich, wie dieselben so bestehen können; denn bei diesen Damenklubs fallen eine Menge anderer Einnahmen auch noch fort, von denen die Herrenklubs profitieren, z. B. das, was Weime und Zigarren abwerfen. Die teuersten Damenklubs sind der Empreß und der Ladies Empire, und in beiden kosten sowohl die Eintrittsgebühren wie auch der Jahresbeitrag fünf Guineen. Der billigste Damenklub ist der Entreprise in Leadenhallstreet, der für junge Damen gegründet wurde, die in den Bureaus der City angestellt sind. Die Jahres­beiträge betragen dort nur einige wenige Schillinge. Der größte Londoner Klub überhaupt ist der Constitutional in Northumberland Avenue, der sich einer Mitgliederzahl von nicht weniger als 6500 Personen rühmt. Der National Riberal hat 5500 Mitglieder, der Empreß, also ein Damen­Hlub, 3700, der Imperial Colonies 5000 und der Ladies Army und Navy 3600. Anderseits hat der North Camber­well Conservative Klub im ganzen nur 80 Mitglieder, der Fleet Club 35 und der Fifty Club sogar nur zwanzig Mit­glieder. In den Provinzstädten gibt es auch eine ganze Anzahl von Klubs, und fast in jeder einzigen dieser Städte gibt es dann auch einen besonderen Klub für die Damen. Und dann bestehen auch im Auslande an solchen Plätzen, die, bon Engländern vielfach besucht werden, eine ganze Anzahl Klubs. Ohne einen solchen kann sich aber ein echter Eng­länder auf die Dauer nicht gemütlich und wohl fühlen.

Vermilchtes.

[ Einen echten Schildbürgerstreich] neferte unlängst, wie die,. 3tg." verrät, ein städtischer Bauführer in Dsna­brück. Das Stadtbauamt hatte unzulässigerweise an einem öffentlichen Wege einen Stacheldraht ziehen lassen; er mußte also wieder entfernt werden. Der mit dieser Arbeit beauf­tragte Bauführer bewerkstelligte das nun in der Weise, daß er. anstatt den Stacheldraht einfach wegnehmen und durch einen glatten zu ersetzen, einige Arbeiter mit Kneifzangen hinausschickte und sie zum großen Vergnügen des Publi­fums drei Tage lang die Stacheln einzeln abfneifen liek.

Lokales.

19. Januar 1905 ** Der Großherzog hat sich gestern nach Lich begeben. ** Der Großherzog empfing am 18. Januar den Justizrat Gebhardt von Gießen, den Baurat Kranz, den Oberstleutnant z. D. Cramolini, den Defan Strack von Gießen Leihgestern, die Pfarrer Barth von Großen- Buseck und Groth von Rödgen, den Bürgermeister Emig von Nieder- Liebersbach, den Generalleutnant 3. D. Hof, den Professor Dr. Balden­sperger und den Landgerichtsrat Wiener von Gießen und den Justizrat Winbeder von Friedberg.

** Wegen des Ablebens der Großherzogin Caroline von Sachsen- Weimar ist am Darmstädter Hofe eine Hof­trauer bis zum 30. Januar angeordnet worden.

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Uebertragen wurde am 14. Januar dem Schul­amtsaspiranten Richard Waltec aus Trais- Münzen berg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichlos.

*** Die Untersuchung gegen udde nimmt ihren ruhigen Fortgang. Da Hudde fertgesetzt seine Schnld an dem Morde in Heldenbergen bestreitet, so muß seine Ueber­führung durch den umfangreichen Zeugenapparat geschehen.

** Verunglückt. Gestern Morgen in aller Frühe wurde der Wächter Schwarz- Klein- Linden in der Nähe des Rangiertopfes Gießen bewußtlos an einem Schienenftrang aufgefunden. Schwarz ist vermutlich beim Ueberschreiten des Geleises ausgeglitten und von einer Ohnmacht umfangen worden. Der bedauernswerte Beamte, der sich bei dem Sturz einen Bruch des Schlüsselbeins zugezogen, mußte in die Klinit übergeführt werden.

S Bei der gestern Abend stattgefundenen Südwest Versammlung in der Restauration Otto" zu Gießen wurde im Interesse des Bürgervereins einstimmig be­schlossen von einer vorläufigen Gründung des Südwest- Ver­eins abzusehen und dem Bürgerverein sämmtlich beizutreten. Mit dem Vorschlage des Bürgervereins aus jedem Stadt­teile 3 oder 4 Vorstandsmitglieder zu wählen, sind wir, so schreibt man uns, der festen Ueberzeugung, daß die bürger­lichen Interessen in jeder städtischen Angelegenheit für jeden Bezirk in Zukunft voll und ganz gewahrt werden.

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Am 1. April wird Direktor F. A. Stein­goetter Gießen nach Chemnitz übersiedeln, um die Leitung des dortigen Thalia- Theaters zu übernehmen. Herr Direttor Steingoetter leitete seit vergangenem Jahre in Ge­meinschaft mit seinem Bruder Hermann Steingoetter die vereinigten Stadttheater von Gießen und Marburg und das Kurtheater in Bad Nauheim. ( Frants. 8tg.)

*** Man schreibt uns: Eine interessante Bette wurde im letzten Herbste in dem Törfchen O. im badischen Odenwald abgeschlossen. Ein dortiger Tünchermeister wettete um 500 Mt., ein Fäßchen Bier von D. nach Paris zu tragen und ein Fäßchen Wein von dort mitzubringen. Die rückgelegt sein. Der wettende Tünchermeister hat gewonnen, Strecke, einschließlich Rückreise, mußte binnen 5 Wochen zu­bei seiner Rückkunft aber die Versicherung abgegeben, nie wieder eine solche Wette einzugehen. Die 500 Mt. find als Behrgeld nahezu draufgegangen.

-i An dem Kursus zur Ausbildung für Schreiner, umfassend den Unterricht im Behandeln der Hölzer nach moderner Manier, d. h. Färben und Beizen von Fournieren und massiven Hölzern beteiligten sich 8 junge Handwerks­meister, 3 waren aus Startenburg und 5 aus Oberhessen. Unter Letteren befand sich der Schreiner Lind aus Groß- Felda.

*** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 10. und 11. Januar 1905 stattgefundenen Markte waren auf­getrieben 934 Stück Rindvieh und 155 Stück Schweine. Der nächste Markt findet am 24. und 25. Januar 1905 ftatt.

§ Grünberg, 18. Januar. Kommenden Sonntag Nach­mittag tagt hier im Wilden Mann" eine General- Ber­jammlung des Vogelsberger Geflügel- und Vogelzucht- Vereins.

)( Lich, 18. Januar. Ende des Jahres 1854 wurde hier die Bierbrauerei Ihring gegründet, sodaß sie vor kurzem ihr 50 jähriges Bestehen feiern fonnte. Die ur­sprünglich in kleinem Maßstabe erbaute Brauerei hat sich nach und nach zu einer der größten Oberhessens entwickelt.

§§ Müde, 18. Jan. Die mit der Dampfwalze herge­stellte Straßenstrecke Mücke- Ruppertenrod bietet zur Zeit eine vortreffliche Schlittenbahn. Auch die Post Ulrichstein- Mücke fährt auf einem Postschlitten.

§§ Ober- Seibertenrod, 18. Jan. Nachdem unsere Nachbargemeinden Stumpertenrod und Ulrichstein in den Besitz einer Wasserleitung sich gesetzt, ist auch unsere Gemeinde der Anlegung einer solchen näher getreten. Sicherem Vernehmen nach, beabsichtigt man dieselbe noch in diesen Jahre erbauen zu lassen. Die Vorbedingungen sind in hiesiger Gemarfung sehr günstig, nämlich Quellenreichtum in hoher Lage.

Kunstsattlerei des Herrn L. Völzing hier entwickelt fic §§ Groß- Felda, 18. Jan. Die Geschirrfabrik und immermehr zu einem Institut allerersten Ranges. Es dürft: ihm faum ein ähnliches weder im engeren, noch weiteren Baterlande auf dem Lande zur Seite gestellt werden könner. Nicht nur auf den Gewerbeausstellungen des Landes, auch auf den Weltausstellungen zu Paris und St. Louis erhielten die Völzing'schen Erzeugnisse die höchsten Auszeichnungen, die goldene Medaillen. Wer da weiß, was es heißt, auf einer heutigen Weltausstellung in Konkurrenz mit den ersten Welt­firmen einer Branche zu treten und in diesem Wettbewerb an der Epiße zu marschieren, der fann auch die ungewöhn

Se. Königl. Hoheit den Großherzog werden, wie wir schon berichteten, gegenwärtig besonders prächtige Geschirre in der Vözling'schen Sattlerei hergestellt.

*** Verwalter Karl Keller an den Neuen Kliniken feierte gestern sein 25jähriges Dienstjubiläum. Am 18. Jan. 1880 wurde er als Verwalter des damaligen akademischenliche Leistungen der genannten Firma würdigen. Auch Hospitals in der Liebigstraße ernannt. Nach Errichtung der neuen Alinifen, an deren Einrichtung und Organisation er einen nicht unerheblichen Anteil hatte, siedelte er als Ver­walter dieser ausgedehnten Institute mit über. Was er mit unermüdlichem Fleiß geapart mit Energie und Tüchtigkeit leistete, wird von allen, die mit ihm dienstlich in Berührung tamen, anerkannt und hat es ihm nie an dem Vertrauen

und der Anerkennung seiner Vorgesetzten gefehlt. Auch im Brivatverkehr hat es der Jubilar verstanden durch seine Liebenswürdigkeit und tabellosen Charakter sich zahllose Freunde zu erwerben, so daß er sich wie wenige in weiten Kreisen einer großen Beliebtheit erfreut. Gestern an seinem Jubeltage hat Verwalter Keller unzählige Beweise bon Buneigung und Anerkennung von Seiten seiner Vorge­szten, den gesamten übrigen Beamten, des Personals, seiner Freunde und Bekannten erhalten. Auf dem festlich mit Palmen geschmückten Bureau wurde der Jubilar um 8 Uhr morgens mit einem Choral empfangen und ihm die herzlichsten Glückwunsche dargebracht. Heran schloss n sich die übrigen zahlreichen Gratulationen. Röge er noch lange in Gesundheit und ungetrübter Lebensfreude den Seinen erhalten bleiben.

** Eisfest. Gestern herrschte auf der Eisbahn an der Moltkestraße ein viel bewegtes, buntes Leben. Wer es irgend möglich machen konnte war hinausgeeilt zu dem Konzerte des Gießener Eisvereins, nm nach dem Takte der Musit über die spiegelglatte Fläche zu gleiten. Erst am Abend fand das schöne Fest sein Ende.

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*** Vor einigen Tagen trafen in Weglar zwei Mainzer Ingenieure ein, um die Vermessungen des Solmsbachtal­Bahnprojekts von Albshausen nach Usingen vorzunehmen. Der Stein ist also ins Rollen gebracht und man setzt in Beglarer Interessentenkreisen alles daran die Bahn so schnell wie möglich zu verwirklichen, indem behauptet wird, sie sei eine Notwendigkeit der direkten Verbindung Norddeutschlands mit dem Taunus. Wenn diese Strecke gebaut würde, wäre es mit ber sog. Kleebachtalbahn, welche der Stadt Gießen große Vorteile bringen fönnte, auf Jahre hinaus nichts. Hoffentlich ist man in interessierten und maßgebenden Kreisen nicht müßig und kommt mit einem Gegenprojekt vor die Diffentlichkeit. Wie schon früher gesagt wurde, ist durch die Bahn von Gießen ausgehend für Norddeutsch­land eine direttere Eisenbahnstrecke nach dem Taunus geschaffen, als über Wezlar, das ist doch klar.

A Jn legter Beit ist wiederholt von dem neuen Bahn­projett Beuern über Großen- Buseck, Alten- Buseck, Trohe und Wieseck nach Gießen die Rede gewesen. Am Rodberg soll die Strecke in die Main- Weser- Bahn einlaufen. Für obige Orte wäre die Bahn von großem Werte, denn in den Gemarkungen lagern große Mengen Basalt, Goldofer, Ries, Sand und feinster Ton, besonders nahe Alten- Buseck am Heegwald.

§ Wezlar. Mezgermeister Karl Rau von hier schlachtete eine Kub( Vogelsberger Nasse) im Gewichte von nahezu 61 Zentnern.

K Frankfurt a. M., 18. Januar. Die diesjähriger Raisermanöver zwischen dem 8. und dem 18. Armeekorps finden vom 5.- 9. September in der Nähe von Koblerz

ftatt.

* Worms, 18. Januar. Ein unglaublicher Vorfall. Die Wormser Volfzeitung" schreibt: Ein uns von den verschiedensten Seiten bestätigt wurde, für Liebesmahl der Offiziere in der vorigen Woche hat, wie einige Mannschaften der vierten Kompagnie des hiesigen Regiments üble Folgen gehabt Leutnant Scharfscheer begab

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fich wie wir zu seinen Gunsten annehmen wollen betruufenem Zustande gegen Morgengraues in die Mann­schaftsstube, befahl einigen Leuten, barfuß und nur m Unterhosen bekleidet in den Hof zu treten, wo einer nach) dem an dem andern unter den Brunnen gehalten wurd, so daß ihm das Wasser den Kopf und Rücken herunterlie Wie verlautet, liegen einige der so Mißhandelten erfranti im Lazarett. Der betr. Leutnant ist vorläufig vom Dienst: dispensiert worden. Kommentar überflüssig.

Brief- und Fragetaften der Redaktion.

Nach Lollar. Sehr dankbar für Ihre zweite Mi­teilung, allein auch jezt noch fönnen wir Ihre Bitte nid: erfüllen. Es liegt hierbei nur das Interesse Ihrer Mu glieder vor, eine Beitung muß aber allgemein inter­effierende Nachrichten bringen. Gruß.

Marktberichte.

Steges, 19. Januar. Aus dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butt per fb. 0.85-0.90 Mt., Hühnereter per Stüd 8-9 Pfg., Entenete. St. 7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pf Erbsen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 fg., Tauben per Paa Rt. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Wt. 1.00-1.60, Hahnen, pe Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd­55-65 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Pfg., Rindflets per fb. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Sowet fletsch gesalzen per fund 0.76 fg., stalbfleisch per Pfd. 70-74 fg. Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kile 6.001 650 W., 3wiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Pf. p Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 mt Zwetschen per Zentner 0,000.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Lite: 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vir Beginn der Markizeit überhaupt nicht, und während der erste brei Stunden der Markizett im Umberziehen feilgeboten werden.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 18. Januar. Trüb und nebelig ohne nennenswerie Niederschläge, noch etwas milder.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich): für die Politik und den Inseratenteti Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betd zu Gießen.