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Summe wird die Höhe von 800 000 Wark erreichen. Der Aufsichtsrat hat sich bereit erflärt, 100 000 Marf zur Ver fügung zu stellen.

Mord. Jr Nen Görgig im Kreise Schwerin an der Barthe wor el leischermeister mit seinem Fuhrwerf ein. gefebrt Tiotiid) tourbe a durch den Ruf, dar sein Pferd tot let herausgeschreckt. Als- Jus der Tür trat n: Je er von zwei Knechten überfallen und festgehalten, wahren ein dritter ihm das Messer in das Herz stieß, so daß der Tod sofort eintrat. In dem Dorfe Hummern in Schlesien wurde der Sohn eines Gastwirts von einem Zimmergeselien ohne Reroofs ermordet.

Deutsche Bundesschießen. Für das 15. Deutsche Bundesschießen, das im Jahre 1906 in München stattfindet, ist das Festprogramm bereits beraten. Der Festbau ist Emanuel Seidl übertragen, dessen Entwurf mit dem ersten Preise ausgezeichnet worden ist.

Eine städtische Schweinemast- Anstalt in Berlin. Die Deputation der Berliner Kanalisation und Rieselfelder hat beschlossen, auf den Rieselgütern eine Schweinezucht, ver­bunden mit einer Schweinemast, zu betreiben.

Kampf zwischen Dragonern und Zivilisten. In Wiener­Neustadt kam es zwischen Zivilisten und dreißig Dragonerr zu blutigen Zusammenstößen. Zwei Zivilisten und ein Dra goner wurden lebensgefährlich verletzt.

Ein Unterseeboot in Gefahr. In der Bai von Ports­mouth übten drei englische Unterseeboote. Plötzlich be­merkte man von dem begleitenden Torpedoboot- Zerstörer. daß eines der Unterseeboote beim Auftauchen mit dem Hinterteil unter Wasser blieb. Sofort kam Hilfe, und nac angestrengter Arbeit gelang es, die Mannschaft in Sicher heit zu bringen und das Boot in den Hafen zu schleppen.

Die nächste Weltausstellung. Im Jahr 1910 wird in Brüssel eine Weltausstellung stattfinden. Das erforderliche Kapital ist vollständig gezeichnet. Die dazu gehörige Lot terie soll schon 1908 beginnen.

Die Bierzeitung.

( Eig. Bericht.) Berlin, 17. Oktober. Eine neue Zeitung ist in Berlin nichts Seltenes, auch nicht ein neues Wochenblatt. Dergleichen zeigt sich jahraus jahrein in unregelmäßigen, kurzen Fristen. Ein Bedürfni ist immer der Anlaß des Erscheinens. Oft nur das Be­dürfnis des Herausgebers, sich eine Einnahmequelle zu ver. schaffen. In diesem Fall gibt es meist eine Enttäuschung. Nur das Massenbedürfnis schafft eine Rechtfertigung und damit in der Regel einen Erfolg. Das neueſte Berliner Wochenblatt heißt Das Leben". Auf zwei Quart­bogen in rotem Umschlag bringt es eine Menge wohlaus: geführter Bilder mit begleitendem Tert, zwischendurch Ar tikel, die von Trägern bekannter Namen verfaßt sind oder auf solche bekannten Namen sich wenigstens berufen. Da alles für 20 Pfennig. Von einer Tendenz kann nach eine einzigen Nummer kaum die Rede sein. Ist sie vorhanden so versteckt sie sich mehr, als sie sich verrät; sie will eher er raten sein, als daß sie sich aufdrängt. Bilder und Tert predigen auf der einen Seite helle, bedenkenfreie Lebens: freude, zeigen auf der anderen das Elend der Welt unt die notgeborene Verzweiflung. Genau in der Mitte findet sich eine Abhandlung über die Frage:" Sind unsere täglicher Genußmittel Gifte?" Für sie zeichnet ein Ungenannter, dei sich aber auf die unzweifelhafte Autorität des Geheimrats Prof. Dr. Wilhelm Engelmann stüßt. Freilich bürgt nie mand dafür, daß der Ungenannte die Ansichten dieses Di rektors des Physikalischen Instituts der hiesigen Universität richtig wiedergibt. Geheimrat Engelmann nennt durch des Unbekannten Mund die Abstinenzler extremer Richtung geradezu verkehrt, gefahrdrohend und inhuman. Selbst. berständlich ist er ein Feind von Unmäßigkeit, namentlich im Schnapsgenuß, aber die unbedingte Alkoholgegnerschaft hält er für unberechtigt, und namentlich das Bier hat in ihm einen empfehlenden Freund. Es ist nicht erwiesen oder nur wahrscheinlich gemacht," sagt er, daß ein Glas Bier täglich einen gesunden, erwachsenen Menschen schädigen müsse."

Das ist ein gutes, ein vortreffliches Wort, mag es nur bon Geheimrat Engelmann wirklich gesagt oder mißver ständlich aus seinem Munde gehört worden sein. Das ist unsere aufrichtige Meinung, und die Meinung der Berline Bierbrauer ist es nicht minder. Kein Wunder, daß biese sich über den gelehrten Bundesgenossen gegen die bösen Abstinenzler freuten, denen es gelungen ist, den Bierkonsum und den Alkoholverbrauch überhaupt in schon empfindlicher Weise einzuschränken. Kein Wunder, daß sie danach trach. teten, die Auffassung, die ihrer Meinung und ihrem Inter­esse entsprach, zu verbreiten. Das konnten sie in der ein fachsten Weise, indem sie 10 000 Exemplare des Leben abonnierten, um sie in geeigneten Stätten des Vierkonsums berbreiten zu lassen. Damit haben sie dem Leben und sich selbst gedient und zugleich der schönen Literatur eine Beihilfe geleistet, die sonst aus solcher Quelle nicht kommt. Bisher hatte der Weg die umgekehrte Richtung: die Bier­zeitung entstand aus der Bierlaune, jezt soll die Zeitung die Bierlaune hervorrufen. Jeder Weg ist eben nach zwei Richtungen gangbar.

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Der Zusammenhang mag, wie eebn geschildert, ganz zu­fälliger Art gewesen sein. Aber selbst wenn von vornherein ber literarischen Neugründung die Absicht zugrunde lag, bie nach unserer Voraussetzung durch den Zufall gestaltet worden die Brauereien trifft kein Vorwurf. Sie werden burch das Abstinenzlertum wirklich bedrängt, und man darf Ihnen nicht berargen, daß sie sich ihrer Haut wehren. Sie haben sich schon in rührendem Entgegenkommen bequemt, Selterwasserfabriken im Nebenbetrieb einzurichten, um auf biese Weise zu den untreu gewordenen Abnehmern von ehe­bem doch in irgend einer Beziehung zu bleiben. Das ist aber ein in jedem Betracht schwacher Ersatz, denn selbst der ifrigste Wasserfreund wird nicht auf den Gedanken ver­fallen, etwa eine Selterwasser- Kneiperei zu veranstalten. Die Brauereien handeln darum nur nach dem gefunden Brundsaß, leben und leben lassen", wenn sie Das Leben" elbst ein wenig in die Hand nehmen.

Der Landwirt.

gh Winterkohi. Das nüßliche Gemüse darf nicht zu früh und nur bei trockenem Wetter geerntet werden. Zeigen voi der Ernte die Köpfe Neigung zum Plazen, ein Umstand, der meist bei andauerndem Regen im Herbste eintritt, se hat man nur nötig, die Pflanzen mit einem fräftigen Nud auf die eine Seite herüberzubiegen, am zweckmäßigsten auf

die entgegengesette ihrer bisherigen Lage. Hierdurch wird die Vegetation wegen des Abreißens vieler Würzelchen teilweise gestört und so das Plazen verhindert. Zur Auf­bewahrung für den Winter werden die Kohlköpfe in der Nähe des Schornsteins oder im trockenen eller am Strunk aufgehängt, doch alljährlich macht man die Erfahrung, daß die Köpfe sich auf diese Weise selten länger als bis Neujahr halten. Bei dem folgenden Verfahren halten sie sich jedoch oftmals bis Ostern. Man nimmt die Kohlköpfe mit der Wurzel aus der Erde und legt sie, den Kopf nach unten, den Strunk mit der Wurzel nach oben, einen neben den anderen platt auf die Erde an die Mauer des Hauses und deckt sie dann erst mit trockenem Laub oder Stroh; hierüber wirft man eine Lage von ungefähr 30 Zentimeter Sand und auf diesen, damit der Sand nicht bei abschüssigem Boden abgeschüllt wird, eine dünne Lage Erde.

Kunft und Wissenschaft.

MO Forschungsreise nach Tibet. Der Forschungsreisend Swen von Hedin ist nach Konstantinopel abgereist, von me er eine abermalige Forschungsreise nach Indien und Tibe: antritt. Seine Forschungen werden sich namentlich über das Quellengebiet des Indus und des Brahmaputra sowie über das große Seengebiet in Zentraltibet erstrecken. Die Koster dieser Reise werden auf 100 000 kronen veranschlagt, die bon König Oskar von Schweden, Emanuel Nobel und meh reren schwedischen Privatmännern getragen werden.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Der Ehescheidungsprozeß im Hause Koburg. Der Gothaer Gerichtshof beschloß, die Verhandlung bis zum 30. Oftober zu vertagen. Es soll dann die Entscheidung über die Kompetenzfrage bekannt gegeben werden. Von beiden Parteien sollen bis dahin die Vergleichsbedingungen genau präzisiert werden. Der in der Verhandlung von den beiderseitigen Vertretern vereinbarte Vertragsentwuf zwi schen dem Pinzen und der Prinzessin von Koburg besagt: Der Prinz zahlt an die Prinzessin von Koburg wie bisher eine Apanage von 6000 Mart monatlich. Der Prinz zahlt ferner 120 000 Mark zu Händen des Advokaten Visontai Weitere Ansprüche werden von der Prinzessin nicht erhoben Nach erfolgter Ehescheidung führt die Prinzessin den schon jezt benutten Namen und Titel: Luise, Prinzessin von Bel gien". Mit Rücksicht auf die Einigung der Prozeßparteien und auf die Anwendbarkeit fremden Rechtes, das den Aus spruch eines Verschuldens nicht verlangt, soll durch das Ge richt die Ehetrennung ausgesprochen werden, ohne daß die Schuld einer Partei festgestellt wird.

§ Nachklang zur Seeschlacht der russischen Flotte gegen die Huller Fischerboote. Der Matrose Weyer vom Linienschiff ,, Kaiser Wilhelm II." stand in Kiel vor dem Kriegsgericht. Bei der Ausreise der russischen Flotte nach Ostasien wurde der an die Hamburg- Amerika- Linie vercharterte Flens. burger Kohlendampfer Elisabeth" nach Schottland zum Kohlennehmen und dann mit versiegelter Order in See ge­schickt. Auf See eröffnete der Kapitän der Mannschaft, daß das Schiff Kohlen für die russische Flotte an Bord habe. Die Fahrt ging dann nach Vigo, wo das russische Kriegsschiff Borodino" eintraf und seine Bunker auffüllte. Die Mann schaft der Elisabeth" erfuhr von der Doggerbankgeschichte. Die Elisabeth"-Leute fürchteten, daß sie in die Kriegswirren mit hineingezogen werden würden, und verweigerten den Gehorsam, so daß das Schiff nicht abfahren konnte. Des. halb hatte sich Weyer zu verantworten. Das Kriegsgericht sprach ihn frei, indem es erklärte, die Matrosen hätten sich nicht für fremde Kriegsgeschäfte verpflichtet fühlen können, und handelten demgemäß zu Recht. Der Gerichtsherr will die Frage ans Reichsgericht bringen, um eine prinzipielle Entscheidung herbeizuführen.

Vermischtes.

= Auf der Suche nach dem Lieblingshund. Die Polizei­behörde in Hamburg erhielt aus Paris von einer Frau Gill­more, London, Portland- Street 106, die Mitteilung, daß ihr in London ein irischer Terrier- Hund auf den Namen Bat" abhanden gekommen sei und daß sie für die Wieder­erlangung des Hundes eine Belohnung von 100 Mark aus­gesetzt habe. Frau G. befindet sich augenblicklich, auf der Suche nach ihrem Hund, in Paris, fährt dann nach Leipzig, Dresden, Hamburg usw., um ihren Liebling wieder zu er­langen.

Lokales

18. Oftober 1905.

** Parlamentarisches. Eine bei der Zweiten Rammer eingegangene dringliche Anfrage des Abg. Bähr geht dahin: 1. Ist der Großh. Regierung bekannt, daß die Esenbahn- Direktion Frankfurt a. M. den Bahnwärterposten Nr. 48, einen der wichtigsten und schwierigsten der Strecke Gießen Gelnhausen durch einen Invaliden besetzen will? 2 Ist die Goßh. Regierung bereit, bei der Direktion dahin zu wirken, daß dies im Interesse der Sicherheit der Reisenden unterbleibt?

** Turch Beschluß Großherzoglich n Ministeriums des Innern vom 13 Oftober ist die amtliche Bezeichnung Großherzogliche Chemische Prüfungs- und Ausfunfestation für die Gewerbe" in" Broßherzogliche Chemische Brüfungsstation für die Gewerbe" abgeändert

worden.

** Em Mittwoch, dem 25. ds. Mts., vormittags 19 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial. Ausschusses der Proving Oberheffen mit folgender Tages. ordnung statt: 1. Gesuch des Johs. Altensen zu Gießen um Erlanbnis zum Schantwirts haftsbetrieb im Hause Bruch­Straße 12. Gesuch des Johann Georg Seipp zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb. 3. G such des Michael Desch zu Bleichenbach um Erlaubnis zum Be­trieb einer Gastwirtschaft. 4. Besuch des Heinrich Wolf III. zu Ranktadt um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. Vortrag. Der Kaufmännische Verein und der Ortsgewerbeverein Gießen eröffnen heute Abend im Neuen

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Waschlüche des Hauses eingemauerte, gut er brochen und geftoblen. Ettingshanfen, 16 Gemeinderates Grünberg,

Saalbau ihre Vortragsreihe 1905/06 mit dem Vortrag des Reallehrers Will über Benedig. Die Ausführungen werden durch zahlreiche Lichtbilder illustriert. Jedermann ist will­tommen. ** Der Theater- Verein Gießen beginnt den mit Beer Hoffmanns neuem Schauspiel Der Graf von Charolais". Das Stück erschien gegen Ende vorigen Winters und wurde zuerst vom Hofburgtheater in Wien zur Aufführung gebracht. Anfangs dieser Saison folgten die meisten großen Bühnen, darunter Frankfurt und Wiesbaden. Für die Darstellung der Titelrolle ist der Helden­darsteller des Wiesbadener Hof Theaters, Hermann Leffler, gewonnen.

Cyllus seiner sechs Vorstellungen am Dienstag, dem 31. Dft.ingen bewilligten 40 00

=

Ein oberhessisches Bosauenfeft fand am

b die Angelegenheit für

Revolterung der beteiligten brochen. Sie beabsichtigt

beforgen.

boblottieren und ihre E Gleichzeitig rob- Steinbad ing& hausen- M afgetaucht. Unfere fürzli

Intereffe der Stadt Gr

Sonntag zu Friedberg statt. Unter den auswärtigen ganzen Bahnprojektes ge Bereinen befand sich auch der Gießener Bosauenchor.hr Bedeutung. Während des Festgottesdienst in der Stadtkirche spielten 90 Bosauenbläser.

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Friedberg, 17. D

Fanffurt ift vom Minift

* Montag- Vormittag wurde im Hörsaale des chemischen gemeinenen Vorarbeiten Instituts der Technischen Hochschule zu Darmstadt durchgen- Bad Nauhein Geheimrat Haas der erste halbjährige Lehrgang der deutschen Nieder- Wörlen, Ober­landwirtschaftlichen Genossenschaftsschule eröffnet. horn, Aranzberg na Die Zahl der Teilnehmer beträgt 44, darunter auch solche turg Ufingen. Des an

vom Auslande.

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Geschäftemanne tätiger Fahrbursche wußte das Vertrauen

Entwürdigkeiten reiche Ufa

Bubbad, 17. Oftober

** Diebstahl. Ein seit furzer Zeit bei einem Gießener weit ftarten Fremdenve seines Herrn derartig auszunüßen, daß er ihm aus dessen in Bittlichkeitsverbrec Hose, die ihm während des Schlafes des Geschäftsmannes zugängig mangels Beweise wieder auf

war, die darin befindlichen Schlüssel an sich nahm, den Kassen­schrank damit öffnete, dareus ca. 400 Mt. entwendete und dann verschwand.

Nieder- Weifel, 17

haltung. Dr. Werner- Be deutschen Landwirtschaftsgefe Budhtvereins die Viehbestän Bigung der fämtliche

* Die Beseitigung des Zeugniszwangs für autinpettor Leithiger- lef

Redakteure. In Man schreibt der Darmst. 3tg.": Wenn die Beschlüsse der Kommission für die Strafprozeßreform Gesetz werden sollten, so würde das Zeugniszwangsverfahren gegen Redalteure, das schon so oft Anlaß zu ärgerlichen Erörterungen gegeben hat, nur noch in sehr seltenen Fällen zur Anwendung gelangen. Die Kommission hat nämlich eine Bestimmung getroffen, durch welche die Zeugnispflicht der Redakteure, wenn auch nicht formell, so doch faktisch in den meisten Fällen beseitigt wird. Es wurde nämlich be­schlossen, daß fünftighin jeder Zeuge das Recht haben soll, sein Beugnis nicht nur in Bezug auf einzelne Fragen, sondern ganz zu verweigern, wenn die Gefahr für ihn besteht, wegen der strafbaren Handlung, die den Gegenstand der Unters suchung bildet, selbst als Täter oder Teilnehmer strafrechtlich verfolgt zu werden. Da nun§ 20 Abs 2 des Reichs. preßg f es bestimmt, daß der verantwortliche Redakteur als Täter zu bestrafen ist, wenn nicht durch besondere Umstände die Annahme seiner Täterschaft ausgeschlossen ist, so besteht für ihn auf Grund dieser Bestimmung die Gefahr der Be­strafung und er wird demgemäß nach dem Beschlusse der Kommission sein 8 ugnis verweigern fönnen. Ja, selbst wenn, wie das Preßgesetz sagt, die Annahme seiner Täterschaft durch besondere Umstände ausgeschlossen ist", so wird er auch dann noch meistens das Zeugnis verweigern fönnen, weil er in diesem Falle noch immer gemäß§ 21 des Preßgefezes Gefahr läuft, wegen Fahrlässigkeit bestraft zu werden.

*** Kriegsspiel der Turner. Die Grundidee zu dem am kommenden Sonntag in der Gegend von Frankfurt und Darmstadt vor sich gehenden Kriegsspiel des Mittel rheinischen Turnkreises ist.. Eine Süd- Abteilung sucht Darmstadt gegen eine siegreich vordringende Nord- Abteilung zu verteidigen. Das Vorgehen beider Parteien geschieht unter militärisch geschulter Führung und mit Zuhilfenahme von Radfahrern. Das Spiel wird bei jeder Witterung ausgeführt. Bei einigermaßen gutem Wetter ist eine starke Beteiligung anzunehmen, sodaß die Uebung auch für Zuschauer von Ja teresse sein wird.

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*** Frostspanner. Mit dem Herbst stellt sich auch ein unliebsamer Geselle, der Fraftspanner ein. So harmlos er aber auch aussieht, ein so gefährlicher Feind des Obst­baues ist er. Die Männchen sind geflügelt und man fann sie oft herumschwirren sehen, die ungeflügelten Weibchen friechen dagegen an den Stämmen empor, um ihre winter. harten Eer abzu'agern. Ergreift man nicht rechtzeitig Gegen maßregeln, so bringt das fommende Jahr einen storten Raupenfraß. Als wirksames Mittel zur Bertilgung dieses Schädlings ist das alsbalbige Anlegen von Raupenleim ringen um die Bäume zu empfehlen. Bei den jüngeren glattrindigen Bäumen wird ein Streifen geölten Papiers, der mit Raupenleim bestrichen wird, mittels Bindfadens am Stamme etwa ein Meter über dem Boden befestigt; bei älteren Bäumen mit bortiger Rinde empfieht sich das direkte Auftragen des Raupenleims auf den Stamm. Die zeitweise Erneuerung des Leims ift anzuraten. Das Mittel verhindert das Emporkriechen der Eier legenden Beibchen

am Stamme.

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* Krofdorf, 15. Dftober. Lehrer Wilhelm Frisch Holz aus Vollnkirchen ist zum Lehrer an der evangelischen Schule dahier endgültig ernannt worden. Einstweilig er nannt ist ferner Lehrer Friedrich Höhn aus Leun an der evangelischen Schule zu Allendorf.

= Allendorf a. Lahn. Nach angestellten Messungen hat sich ergeben, daß die über dem Dorfe liegende Quelle geeignet erscheint, zur Speisung einer Wasserleitung zu dienen. Die Gemeinde fönnte bei Ausführung des Projektes auf die billigste Weise zu einer ausreichenden Wasser versorgung gelangen.

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Allendorf( Lahn), 16. Oftober. Lehrerwechsel. Lehrer Bach trat als Einjährigfreiwilliger beim Train bataillon in Darmstadt ein, an sine Stelle fam Lehrer Back. * Limburg, 17. Oftober. Ein Waschteffel ges stohlen. En äußerst verwegener Diebstahl, weil um ständlich und zeitraubend in seiner Ausführung, ward in ausgeführt. einer der letzten Nächte hier

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Gemeindetall untergebrach proden fh fhr anerkennend Rühe und Rinder der äußerten fie u. a, daß die unferer Gemeinde sehr gu die Gemeinde ein sehr

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zur Bebung der But feb Mainz, 17. Dito erfolgten im dritten S Bon den Eingeäscherter * Neu- Isenburg, wani te fich in einer e Minifterium um E Reu Ffenburg.

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