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Nouvier in der Maroffo- ngelegenheit. Es wird angenom­men, daß ein bedeutender Schritt vorwärts getan worden sei. Das vollständige Einvernehmen ist für die nächste Zeit zu erwarten. Die Frage des Konferenzortes und der Poli­zeiorganisation gelten als geregelt. Der endgültige Ab­schluß ist bisher nur durch die Zehn- Millionenanleihe und die Hasenarbeiten in Tanger verzögert worden. Aus Ma­rolfo selbst kommt die Nachricht, daß die deutschen, eng. lischen und französischen Kuriere auf dem Wege nach Fez am 8. d. Mts. in der Nähe von Burian beraubt worden sind. Zwischen Raisuli und dem Stamm der Angera isi übrigens der Friede verkündet worden, so daß wieder ziem liche Beruhigung im Lande eingetreten ist.

* Einen beachtenswerten Erfolg haben die deutschen Truppen in Südwestafrika errungen. Major Meister schlug om 13. September den Feind weitlich Haruchas. Nach sechs. silindigem Ausstieg in dem ſtetlen Gebirge und hestigem fünfstündigem Gefecht, bet dem es zum Stampfe Mann gegen Mann fam, wurden die Hottentotten aus ihren Stellungen geworfen. Einen Teil gelang es, in nordwest­licher Richtung in Gebirgsschluchten zu entkommen. Die Verfolgung wird fortgesetzt. Der Feind ließ 60 Tote auf dem Gefechtsfelde liegen. Auf unserer Seite fielen zwei Reiter, verwundet wurden Major Maercer, Schuß in die linke Schulter, Oberarzt Korsch schwer, und 10 Reiter.

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In Berlin ist der frühere französische Handelsminister Millerand eingetroffen, um die sozialpolitischen Einrich­tungen kennen zu lernen. Der in Begleitung seiner Frau reisende Minister erfreut sich der lebhaftesten Förderung der staatlichen Kreise, namentlich des Geheimrats Dr. Bödicker, und hat diese Tatsache unverhohlen anerkannt.

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In Sachen de: Gisenbahn- Tacifreform wurde eine De­putation des Verbandes reisender Kaufleute vom preuzi. ichen Eisenbahnminister von Budde empfangen Der Mi­nister äußerte sich dahin; daß in der Frage der Aufhe. bung des Freigepäcks ein Kompromiß vorliege. Süddeutschland habe so viel Opfer bringen müssen, daß er ihm habe auch ein Entgegenkommen zeigen müssen. Als Aequivalent dafür habe der reisende Kaufmann die größere Dispositionsfreiheit durch die Abschaffung der Rückfahr­farte und die Einführung der einfachen Fahrkarte zum Preise des Retourbillets, die Abschaffung des filometrischen Schnellzugs- Zuschlags und den Gepäckfrachtrückgang bei den höheren Gewichtssätzen. Der Minister sagte die aufmerk. samste Prüfung der Wünsche des Kaufmannsstandes zu.

an den Handwerkerschulen, ein weiteres Drittel zu Stipen­dien für Schüler an den beiden Handwerkerschulen und das letzte Drittel zu Anschaffungen für diese Schulen ver­wandt wird.

Nab und fern.

Eine Liebes- Tragödie. In der Mühle zu Zobberig im Braunschweigischen erschoß der neunzehnjährige Sohn des Müllers seine achtzehn Jahre alte Geliebte und verletzt sich durch einen zweiten Schuß schwer. Bald darauf brachte der junge Mensch in einem unbewachten Augenblick sich selber durch einen weiteren Schuß ums Leben.

Zwei Millionen Mark verloren. Die Vermögens- Ver­waltungsstelle für Offiziere und Beamte in Berlin hat einen Verlust von zwei Millionen Mark zu verzeichnen. Durch die Verwaltung der Gesellschaft sind die Gelder meistens in faulen Gründungen angelegt. Es ist die Frage, ob die In. stitution überhaupt wird weiter bestehen können.

In Jena ist gestern der diesjährige sozialdemokratische Parteitag zusammengetreten. Zahlreiche Delegierte sind eingetroffen, darunter Singer, Bebel, Stadthagen, Molken­buhr, Zubeil, Ledebour, v. Vollmar, Bernstein, Heine, Richard Fischer, Südekum, Klara Zetkin, Lily Braun, Rosa Luxemburg, Kautsky, Franz Mehring. Mit dem Partei. tag ist diesmal eine antialkoholische Ausstellung verbunden, die in zahlreichen Bildern die schädlichen Wirkungen des Alkoholismus zeigt. Die Ausstellung ist jedoch nicht von der Partei, sondern nur von einer Anzahl abstinenter Ge­itoffen veranstaltet. Von den vorliegenden Anträgen sind vor allen diejenigen, die sich mit der Erziehung der sozial Semokratischen Jugend, mit der Umwandlung des Vor­warts" in ein Berliner Lokalblatt und mit dem Aufstande in Südafrika befassen, von allgemeinem Interesse.

Oefterreich- Ungarn

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Kindesmord aus Rache. Bei Schönheide im Voigt lande war vor längerer Zeit die elfjährige Ella Müller im Walde erschossen aufgefunden. Der Mörder ist jetzt ent­deckt und hat aus Gewissensbissen ein Geständnis abgelegt. Es ist ein rbeiter, der mit der Mutter der ermordeten Kleinen ein Liebesverhältnis hatte. Das Kind hat sich mißliebig über den Liebhaber der Mutter ausgesprochen. Es ist ein Arbeiter, der mit der Mutter der ermordeten süchtigen Menschen meuchlings erschossen.

** Die Situation in Ungarn ist sehr gespannt. Die Be­wegung zugunsten des allgemeinen Wahlrechts nimmt große Dimensionen an. Die Vertreter der sozialistischen Arbeiter haben einen Gefeßentwurf eingereicht zur Einführung des Wahlrechts. Der Verein weiblicher Beamten sandte eine Petition um die Einbeziehung des Frauenstimmrechts ein. Falls in der Wahlrechtfrage den Wünschen des Volkes nicht entsprochen wird, ist ein Generalstreik in Aussicht ge­

nommen.

Schweden.

Vom Zuchthaus in die Irrenanstalt. Der im Jahre 1902 vom Schwurgericht zu Potsdam zu langjähriger Zucht­hausstrafe verurteilte Bankier Mertens, der unter dem Namen Blechbankier" allgemein bekannt war, ist jetzt als geistestrank in die Irrenheilanstalt zu Neu- Ruppin über­geführt worden. Bei der Verhandlung vor Gericht hatte der Verteidiger die zurechnungsfähigkeit seines Klienten be­stritten, die Gerichtsärzte hatten diese Annahme indessen zurückgewiesen. Es wird jetzt voraussichtlich zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommen.

Kattea entstanden, auf dem Bauch in die Erdhöhlen hinein­zufriechen, die ihnen als Wohnungen dienen. Sie hausen in dem Steppengebiet des nördlichen Transvaal bis zum Limpopo. Durch ihr fast pechschwarzes Gesicht und ihre nur 1,22 Meter hohe Figur unterscheiden sie sich von ihren hochgewachsenen Bantunachbarn ebenso, wie von den gelb­lichen Buschmännern. Die Zulus nennen sie Hunde oder Geier. Sie sind das tiefststehende Volk Afrikas, wenn nicht der ganzen lebenden Menschheit; sie fressen Menschenfleisch; und bereiten sich sogar ihr Mahl aus den Alten und Schwachen unter ihren eigenen Genossen und Vertoandten. Sie besitzen nicht einmal Waffen außer denen, die sie gegen Straußenfedern, Felle oder Elfenbein eintauschen können. Ob sie irgendwelche religiöse Vorstellungen haben, läßt sich nicht sagen, da man bisher nur durch eine Gebärdensprache mit ihnen hat verkehren können. Man weiß von dieser Sprache nur, daß sie sowohl von der Buschmann- wie von der Bantu Sprache verschieden ist. Die Kattea leben nicht in Stämmen, sondern nur in kleinen Familiengruppen von 30-50 Stöpfen. An der Spitze jeder Gruppe steht ein Häuptling. Vielleicht sind sie verwandt mit den Zwergen, die Anderson am Nosop- Fluß antraf. Die Buschmänner lehnen die Mutmaßung, sie fönnten mit den Kattea ver­mandt sein, mit Entrüstung ab und mit dem Hinweis, jene seien Affen und nicht Menschen.

Freche Diebe. In Elberfeld brach eine aus drei Kerlen bestehende Diebesbande in das Haus des auf der Urlaubs­reise befindlichen Amtsgerichtsrats Metzger ein. Sie zer­trümmerten die Türen zu Schränken und anderen Möbeln und packten alles Wertvolle in Pakete, sprachen den Wein­verräten zu und schliefen in den Betten der Familie. Am Morgen trugen sie ihre Beute fort, fehrten abends in die Villa zurück, hausten dort wie die Vandalen und betranken sich bis zur Bewußtlosigkeit. Als sie eine Geldkassette fort­schleppen wollten, wurden sie bemerkt und festgenommen.

** Trotz aller Dementis hält man in Schweden an der Auffassung fest, daß eine norwegische Mobilisierung im Gange sei. Aus diesem Grunde seien auch bereits einige schwedische Regimenter an die Grenze abmarschiert. In Norwegen leugnet man friegerische Absichten, obwohl man gewisse Truppen- Dislofationen zugibt. Die Verhandlungen zwischen den Beauftragten beider Reiche in Karlstad haben noch fein Resultat ergeben. Neuerdings ist wieder die Rede von der Anrufung eines Schiedsrichters, als welchen man den Präsidenten Roosevelt nennt.

Niederlande.

Feuer im Manöverquartier. Auf der Domäne Nisch­wit im Vosenschen waren 200 Soldaten vom 21. Infanterie. Regiment und vom 4. Ulanen- Regiment in einer Scheune cinquartiert. Durch die Fahrlässigkeit eines Soldaten brad Feuer aus, und um Mitternacht stand die mit Erntevorräten Gefüllte Scheune plötzlich in hellen Flammen. Die Soldaten fonnten mit Mühe das nackte Leben retten. Tornister, Mäntel, Helme und Sattelzeug verbrannnten.

** In, den niederländischen Kolonien dauert die Be­wegung gegen die holländische Herrschaft an. Der Präji­dent Sonnebait auf Timor( Sunda- Inseln) machte einen Einfall in das holländische Gebiet, tötete 32 Personen und nahm 62 gefangen. Aus Batavia wird gemeldet, daß die Post von Kokos nach Fat Fat an der Küste von Neu­Guinea von Alfuren überfallen wurde, wobei fünf Per­sonen getötet wurden.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser hat für die durch das Erdbeben in Italien Heimgesuchten die Summe von 10 000 Lire ge­spendet.

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Fleisch- Vergiftung. Von der Besatzung des deutschen Minenschiffes Pelikan" sind 22 Mann unter Vergiftungs erscheinungen erkrankt. Die Krankheit ist auf den Genuß verdorbenen Büchsenfleisches zurückzuführen.

*** Der bisherige Konsistorialpräsident Dr. Stod= mann in Münster ist zum Regierungspräsidenten in Gum­binnen ernannt worden.

Heer und flotte.

Von der Glocke erschlagen. In Unterpindhardt in Ober­bayern löste sich beim Glockenläuten, das aus Anlaß einer Prozession stattfand, ein Stück Eisen von einer Glocke. Es flog herab und schlug eine Bäuerin sofort tot. Eine daneben stehende Frau wurde schwer verletzt.

alle bequem miteinand des Hausmeisters, fo

Im Parterre t das mit einer Breite angeführt ift. Sein Bedacht, 9 Ausgänge gelangt man in ben und dessen Tiefe Abmessungen von erhalten und die Wandelgange find Länge von 14,50 m logen und 175 pe Theater 807 bemerkenswert und Mebt und eine Ma einige Grofchen für berfeibe Anspruch a Wohlhabenden, der einige Taler für ei wir aber auch, daß aufweifen; mit dem fehr viel gutes fifter unmöglich fann ber finder, wenn er einge eifright darauf bedacht ober mit den Bliedern Aber wir zweifeln nicht geloft werden wird, be Mnbeftung der Blaze lefen besteht, wird her von innen nach au noch durch die re bois auf die Neben Nebenräume im Rang eine folche bom 3,45 m. aber nicht aus de ausgänge an ben Türen, doch ein Ausgang für groß bas nötige getan oben angedeutet, heben, ein flares winnen, wenn er t nämlich die Umgeb geführt wird, zuvie Ueber das wäre folgendes zu

Nächst den Kattea müssen die San oder Buschmänner als die am meisten rückständigen Bewohner Südafrikas be­zeichnet werden. Sie zeichnen sich durch eine gelbe Haut­farbe aus und sehr kurzes, schwarzes, wolliges Haar, das zu kleinen Knoten aufgerollt wird. Auch sie sind sehr klein, stehen aber mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 153 Zentimeter über der Grenze des Zwergenwuchses, der bis zu 145 Zentimeter gerechnet wird. An dem Gesicht ällt besonders die ganz ungewöhnlich breite Nase auf, die Jei keiner anderen Nasse ihresgleichen hat. Auch die Ohren haben eine ungewöhnliche Form, sie besitzen keine Läppchen.

Beim Bootsfahren ertrunken. Bei Neumühlen schlug auf der Elbe ein Boot um, in dem ein soeben von der Reise zurückgekehrter Hamburger Seemann mit zweien seiner Freunde eine Fahrt machte. Die beiden letzteren ertranfen. der Seemann wurde geborgen, und die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich).

Kaiserliches Geschenk. Gelegentlich der Kaiserparade in Homburg hat der Kaiser dem Fußartillerie- Regiment General- Feldzeugmeister( Brandenb.) Nr. 3 eine Büste des verstorbenen General- Feldzeugmeisters Prinzen Karl von Preußen zum Geschenk gemacht, nach dem das Regiment seinen Namen führt.

Soziales Leben.

Die Negrillos der äquatorialen Wälder, die gewöhnlich als afrikanische Pygmäen bezeichneten Stämme, stehen ver­mutlich in feiner näheren Beziehung zu den Buschmännern und unterscheiden sich von diesen durch die großen, vor­tretenden Augen und die platte Nase mit übertrieben er­weiterten Flügeln, die lange Oberlippe, die reichliche Be­haarung auf dem Kopf und am Körper. Auch in bezug auf die Negrillos bleibt der Forschung noch viel zu tun.

Eine Wirtshaus- Schlacht. In dem Orte Geisenhausen in der Hollderou verübte eine Rotte fremder Hopfenarbeite: große Standalizenen. Als man die Erzedenten an die Quit sette und die Wirtschaft schloß, machte das Gesindel ein it förmlichen Sturmangriff auf das Haus und demolierte Fenster und Türen mit Steinen, Knippeln und Bierfässern. In der höchsten Not gab der Wirt einen Schuß auf die An­greifer ab, der einen so unglücklich in den Hals traf, daß er tot zu Boden sant.

Stiftung für Handwerker. Eine Stiftung von 300 000 Mark hat der verstorbene Ratsmaurermeister Mappes dem Berliner Magistrat hinterlassen mit der Bestimmung, daß ein Drittel des Zinsertrages zu Studienzwecken der Lehrer

Das berühmteste Volf von Südafrika sind die Hotten­totten oder, wie sie sich selbst nennen, die Choichoi, von Graungelber nur manchmal ins Grau, manchmal ins Rot spielenden Hautfarbe. Ihre Statur ist erheblich größer ils die der Buschleute. Es scheint nach den neuesten For­chungen, daß sie nach der Schädelbildung weder von den Buschmännern noch von den Negerrassen getrennt werden önnen. Sie gruppieren sich in Stämme, deren jeder seinen rblichen Häuptling von beschränkter Machtvollkommenheit esitzt. Ihr Hauptvermögen besteht in Hornvieh und Scha­en. Ihre Wohnungen sind tragbare, kuppelartige, mit Natten bedeate Sütten. Als Waffe dient ihnen ein hwacher Bogen mit vergifteten Pfeilen, daneben brauchen e Wursspieße( Assegais) und Wurffeulen. Sie verstehen Töpferei von grober Art. Ihr Charakter wird als mild und freundlich beschrieben. Ihre Einwanderung nach ihren jetigen. Wohnplätzen erfolgte erheblich später, als die der Buschmänr und wahrscheinlich unter dem Druck der sie bedrängenden Bantu- Völker.

Der falsche Maschinen- Inspektor. Auf der Nordwest. Eisenbahngesellschaft in England trieb ein Schwindler längere Zeit sein Wesen. Er gab sich bei den Lokomotiv­führern als Maschinen- Inspektor aus, fuhr als solcher auf den Lokomotiven mit und trat gegen die Beamten sehr be­stimmt auf; so bedrohte er jeden, der seine Maschine nicht ordentlich instand hatte, mit Entlassung. Auf diese Weise verstand er auch Gelder von ihnen zu erpressen. Endlich wurde der freche Schwindler von einem wirklichen Ma­schinen- Inspektor entlarvt und dem Gericht übergeben

Eisenbahn- Unglücksfälle. Auf dem Bahnhof Clermont­Ferrand in Fankreich fuhr ein Güterzug, dessen Bremsen nicht funktionierten, während der Nacht auf einen leerer Rangierzug. Ein Lokomotivführer, ein Heizer und ein Ar­beiter wurden getötet, und mehrere Wagen wurden zerstört

In Aschaffenburg liefen drei beladene Wagen auf einen Güterzug. Ein in diesem befindlicher, mit Offizieren und Soldaten besetzter Personenwagen und zwei Pferdewagen wurden beschädigt, doch wurde niemand verletzt.

Die echten Neger gehören gleichfalls noch zu den primi­tivsten Bestandteilen der afrikanischen Bevölkerung. Heute sind sie hauptsächlich auf den Sudan und die Guinea- Küste bese ränkt. Sie haben sich mit den verschiedensten anderen Volfselementen in Afrika vermischt und vor etwa drei Jahr­tausenden eine Sprache besessen, die als Ursprung der Bantu­Sprache betrachtet werden muß.

Die Völker Süd- Afrikas. ( Von unserem CT- Mitarbeiter.) Bei dem großen Interesse, das der schwarze Erdteil zur­zeit beansprucht, sind die Mitteilungen beachtenswert, die ein englischer Forscher von den einzelnen Bestandteilen des Völkergemisches gibt, die den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents bewohnen.

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Die Bantu- Stämme beherrschen das ganze Afrika süd­lich vom Aequator mit Ausnahme der dem Untergang ge­weihten Buschmänner und Hottentotten. Die einzelnen Bantu- Stämme sind sehr mannigfach entwickelt. Sie stellen vielleicht Mischungen aus allen afrikanischen Rassen dar. Die Erforschung der Bantu- Völker ist die wichtigste Aufgabe, die der Völkerkunde in Afrika noch zu lösen bleibt. Hautfarbe geht bei ihnen von einem gelblichen Braun bis zu einem dunkeln Schwarzbraun, eine Art von Schokoladen­farbe. Sehr wichtig für die Erkennung der Rassenmischung bleibt die Beschaffenheit der Nase, aber gerade diese ist bei den afrikanischen Völkern noch zu wenig studiert worden. Namentlich; die Beimischung von hamitischem oder semiti­schem Blut würde daraus am ersten zu erkennen sein.

Man kann bei den eingeborenen Völkern des Gebiets drei Hauptgruppen unterscheiden, nämlich Buschmänner, Hottentotten und die Bantu- Stämme. Dazu kommen in den nördlichen Teilen Südafrikas die Negrillos, die eigent­lichen Neger und hamitische Völker, endlich noch arabische und semitische Elemente. Eine besondere Stellung nimmt ein noch ganz rätselhaftes Volk ein, das möglicherweise den Rest der eigentlichen Urbevölkerung von Afrika südlich des Sambesi- Stroms darstellt. Es sind dies die Kattea oder. wie sie von den Buren genannt werden, die Vaalpens ( Wölfe). Dieser Spottname ist aus der Gewohnheit der

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Die Theaterpläne.

Das Projekt des Gießener Theaternenbaues rückt stetig Izt sind auch die in den Ateliers von Fellner& Hellmer Wien und Meyer- Gießen angefertigten Pläne zu dem Neubau eingetroffen, die gegenwärtig im Sigungssaale der Stadtverordneten dem Publikum zur Besichtigung offen stehen. Unterziehen wir also einmal die ausgestellten Blätter einer kurzen Betrachtung.

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Tritt man ein, so gewahrt man zunächst den Lageplan, der uns anzeigt, daß der Theater- Neubau mit der Hauptfront nach der Südanlage zu stehen tommt und die Bühne demgemäß nach der Johannisstraße zu ihre Lage erhält. Die An ordnungen des Ganzen find so getroffen, daß unsere An­lagen mit ihren großen schönen Bäumen tunlichst erhalten bleiben. Vor dem Haup portal ist ein freier Blaz gedacht den harmonisch dem Ganzen einzufügen dem Anschein nach bleibt. Se Das der Gartenarchitektur vorbehalten bäude selbst ist im antifen Stil gehalten, ein durch Gruppen getrönter und belebter Monumentalban, Spiegelbild unserer kulturellen Entwicklung, die nach dem Schönen und Gefälligen, nach dem Buchtigen und Weit hinaustragenden strebt. Einen ganz guten Begriff von dem Aussehen unseres zukünftigen Theaters läßt namentlich eine Federzeichnung zu. Vornehm, ernst, dem Tempel Thaltens Das Dach trägt würdig, heben sich die Mauern empor. fünf Gruppen, in der Mitte, über dem Portal, eine löwen­bespannte Quadriga, deren Photographie in einer Border und Seitenansicht ausgelegt ist.- Werfen wir nun einen Blid ing Innere. Im Souterrain befinden sich in der Mitte die Heizkammer und der Luftmischraum. Beiter gewahrt man das Orchester und die Unterbühne, rechts davon sin den Musikern zwei besondere Räume reserviert

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