Einzelbild herunterladen

ung.

d Geschäftsinhaber:

56, nitraße 44, Boethestraße 23,

Bafferwerk, caße 7,

age 29, traße 35,

tage 24,

rabenstraße 9, Bahnhofstraße 12 afferungsanlagen

die Entwässerung te städtische Kanali Gießen betreffend, orden. eiverordnung dürfen an die städtische zugelaffenen Unter­

Gießen.

ng.

Nr. 192.

tortionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Ober­, bie Kreise Wehlar and Marburg 10 Bfs. sonft 15 Pfg. Reklamen bie Betitzeile 30 refp. 40 fg.

Rebaftion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 362.

Donnerstag, den 17. August 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

oll

Basaltsteine zur

-

orm. 11 Uhr nderweit vergeben

Gießen.

Sie fürchtete, bei könne ihr die mmte sofort zu, If, in bittendem enigstens zurüc erzählt Heinrich marischen Parke Raubengang ein­hbekannte ver s, mit dem sie

- Herren traten e, sprachlos vor gesehen," er. icht!"

jer, das der Er­aßen zusammen­Loth gepulverte wurzel und erieben und dazu fleie als Wasch ieses Waschmittel einem erwärmten n einen leinenen,

schlägt, ihn auf Del mehr abfließt, Schale mit gepul vendel- oder Ber­den Teint eine

em Wasser und gut. Sehr em icht raube Haut an sich selbst am und ein: bittere ch ein Läppchen niemals fauer wendung frisch pie rauhen und eres Schönheits rettig mit talter angepriesenen

ts dienen sollen, eidig, ohne Be­itet das Benzoe­Benzoetinktur eintaucht, das t auf der Haut

us Eitelkeit, aus angeweile, mandy

Tag fein neues

dir vorwerfen, daß

eines: ihnen fern

Das Herz, das wert, den man

Felde? Weil man

ern nur ein Aus­

of fie nicht nach dem

nach dem Schaden,

unggefelle.

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lekalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Was geht in Portsmouth vor?

-

Hinter den Kulissen des Friedenskongresses. ( Eig. Bericht.) London, 16. August. Die Arbeiten der Herren von Witte und Komura rücken langsam vor. Man hat sich bereits über eine Anzahl Punkte verständigt, die freilich die wichtigsten nicht sind, denn diese bleiben naturgemäß auf zulegt verspart. Auch sind die er­zielten Verständigungen nur provisorisch. Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß sie noch eine Veränderung er­fahren, da sie gewissermaßen Kompenſationsobjekte bilden, wie hier allgemein zugegeben wird. Die Vereinbarung, daß Rußland das japanische Protektorat über Korea aner­fennt, wird hinfällig, wenn etwa Rußland in die Annexion Koreas durch Japan willigt. Die Verabredung, daß Ruß­land und Japan die Mandschurei räumen sollen, wird gegenstandslos, sobald die Parteien übereinkommen, daß Rußland und Japan die Mandschurei untereinander teilen, oder daß Japan ein Stück Mandschurei behält. Solche Ver­abredungen stehen im Hintergrund, um dadurch ein Kompro­miß zustande zu bringen, um Japan von anderen Forderun­gen zurücktreten zu lassen, die Rußland nicht zubilligen mag. Zu den Forderungen, die Rußland von der Schwelle zurück­meist, gehört die Abtretung der Insel Sachalin, ge­hört ferner die Forderung der Auslieferung der in neu= tralen Häfen eingesperrten russischen Kriegsschiffe. Die oben erwähnten Kompromißmöglichkeiten gewähren auch in der Frage der Kriegsentschädigung- sie mag diesen Namen behalten oder einen freundlicheren anneh­men eine beträchtliche Bewegungsfreiheit. Daß Ruß­land den Japanern seine bisherigen Pachtungen auf der Liautung- Halbinsel überläßt, ist nicht mehr fraglich. Ja­pan übernimmt Port Arthur, Dalny, die Blonde- und Elliotinseln. Dagegen darf es als eine provisorische Bestimmung angesehen werden, daß Javan die Verpflich­tung eingeht, die territoriale administrative Unversehrtheit Chinas zu achten. Das ist nicht viel mehr als eine Redens­art. Ein Land, das man auf 99 Jahre pachtet", das hat man besetzt, um es nach 99 Jahren nicht wiederzugeben. Hinwieder ist es ernsthaft gemeint, daß das Prinzip der offenen Tür" nicht verlegt werden soll. Das würden die anderen Mächte nicht dulden, nicht die europäischen Mächte und nicht Amerika. Eine strittige Frage ist die Behandlung der Osteisenbahn, die der Form nach eine Privatbahn ist, das Privateigentum der Russisch- Chinesischen Bank. Die Japaner behaupten, daß in Wahrheit Rußland selbst die Bahn zu strategischen Zwecken getaut habe und ihr rechtlicher Charakter nicht durch Verschiebung eines Strohmannes als Besizer nicht geändert werden könne. In diesem Punkt - heißt es, wollen die Japaner eigensinnig sein. Wenig glaublich klingt die Meldung, die früheren Mitteilungen widerspricht, daß die Russen die Insel Sachalin den Japa­nern überlassen wollen; doch unmöglich ist es schließlich nicht. Nach den neuesten Berichten wollen die japanischen Friedens­unterhändler die Unterhandlungen nur soweit fortsetzen, als die Erzielung eines Uebereinkommens ohne weitere japa­nische Zugeständnisse in den von Jovan für wesentlich gehal­tenen Punkten angängig ist. Erweist sich die Erzielung eines solchen Uebereinkommens als aussichtslos, so werden die Japaner erklären, daß sie von der Fortsetzung der als zwecklos erkannten Verhandlungen Abstand nehmen und ihre Aufmerksamkeit wieder ungeteilt dem Feldzug in der Man­dschurei zuwenden wollen. Aus dieser neuerlichen Haltung der Japaner ist das Gerücht entstanden, daß die Konferenz demnächst unverrichteter Dinge auseinandergehen wird. Damit greift man jedoch den Ereignissen weit voraus. Die Unterhandlungen können zu einer Unterbrechung, einer A b brechung werden sie nicht kommen. Dabei braucht man nicht einmal anzunehmen, daß die auf Waffenruhe un Frieden gerichteten beschwörenden Vorstellungen des Petitionsfomitees für den Frieden im fernen Osten" auf die Adressaten Witte und Komura sehr tiefen Eindruck ge­macht haben.

zu

Die Friedenskonferenz hat jestern den Artikel 6, der die Abtretung der russischen Pachtungen auf Liautung mit Port Arthur an Japan betrifft, einstimmig angenommen. Die Anschauung gewinnt an Boden, daß Rußland Sachalin preisgibt und dafür folgende Kompensationen annimmt: Den Ersatz der Verpflegungskosten für 100 000 russische Ge­fangene in Japan, die kostenlose Ueberlassung alles russi­schen Staatseigentums in Dalny uno Port Arthur, endlich durch Zahlung einer Abfindungssumme von seiten Chinas als Entgelt für die Rückgabe der Ostbahn. Ein Waffen­stillstand wird vorläufig nicht in Frage gezogen. Die Be­setzung der Halbinsel Ramschatka durch die Japaner soll demnächst offiziell verfündet werden.

Kaifer Franz Josef.

Am Freitag vollendet Kaiser Franz Josef von Oesterreich­Ungarn das 75. Lebensjahr in erfreulicher Rüstigkeit und Frische, wie sie dem hohen Alter nur selten beschieden

sind.

Im Lauf eines langen Lebens, einer jetzt siebenundfünf­zigjährigen Regierungszeit hat Kaiser Franz Josef uner­meßliches Leid erfahren, im Hause wie auf dem Thron, und daß er davon nicht dauernd niedergebeugt worden ist, daß er nicht müde die Last der Krone von sich geworfen hat, legi Zeugnis ab für eine fast wunderbare Spannkraft und ein vor dem Verzagen schützendes Gottvertrauen. Er sah einen einzigen Sohn heranblühen, die Hoffnung und den Stolz seines Alters, und mußte ihn durch Selbstmord enden sehen. Die liebreizendste Gemahlin wurde durch schnöden Mord an seiner Seite dahingerafft. Den teuren Bruder trieb eigene und fremde Abenteuerlust übers Meer in einen ruhm­losen Tod, und die unglückliche Witwe des Gefallenen von Queretaro schleppte umnachteten Geist durch vierzigjähriges Siechtum. Einem nahen Verwandten, Erzherzog Salvator, dem man bei ungestümem Geist hohe Tugenden und reiche Eigenschaften des Gemüts nachrühmte, mußte der Chef des Hauses Habsburg gestatten, sich fürstlicher Würde und der Borrechte der Geburt zu entschlagen; und Johann Orth, wie sich der Erzherzog nannte, als er in die weite Welt zog, fand mit der gesamten Mannschaft seines zerschellenden Schiffes ein unbekanntes Grab. Einem anderen Ver­wandten mußte Kaiser Franz Josef Rang und Würde förm­lich abkaufen, damit er in gewollter Entfremdung in die Fremde ziehe. Leopold Wölfing lebt in der Schweiz, wo es ihm beinahe zum Ruhme gereicht, daß er sich in Ver­gessenheit gebracht hat. Vorher hatte er mehr von sich reden machen, als gut war, er und seine Schwester, die toskanische Erzherzogin Luise, die als Kronprinzessin von Sachsen große Popularität durch die Anmut ihrer Erscheinung gewann und von dem eigenen Schwiegervater als längst im stillen ties gefallene Frau" charakterisiert werden mußte. Gräfin Luise Montignoso hat aus dem kaiserlichen Hause lärm­vollen Abschied genommen. Dasselbe tat unter häßlichen Begleitumständen die Prinzessin Luise Koburg, die Schwester der vom Kaiser allezeit mit besonderer Zartheit behandelten unglücklichen Kronprinzessin Stephanie, die nach zehnjähriger Witwenschaft von der Nachgiebigkeit des kaiserlichen Schwie­gervaters die von dem königlichen Vater von Belgien verwei­gerte Genehmigung zu zweiter, unebenbürtiger Ehe mit dem Grafen Lonyay halb erschmeichelte, halb ertrozte. Auch der Neffe, der an des geliebten Sohnes statt die Thronfolger­schaft erlangt hatte, gewann dem Kaiser die Erlaubnis zu unebenbürtiger Ehe mit einer Gräfin Chotek ab, wodurc; der Keim staatsrechtlicher Schwierigkeiten für die Zukunft ausgestreut ist.

Das Unglück hat den Kaiser Franz Josef wie im Haus so auch im Staat verfolgt. Schwere Niederlagen zwangen ihn zur Abtretung Venetiens und der Lombardei und zum Aus­scheiden aus dem Deutschen Bund, zum Verzicht auf eine Stellung in dem Reich, dem er den Kaisertitel verdankte. Nur einmal war ihm vergönnt, auch ein Mehrer des Reichs" zu sein: im Jahr 1878 fiel ihm als Frucht der Siege Ruß­lands über die Türkei Bosnien mit der Herzegowina zu. In revolutionärer Zeit war er auf den Thron gekommen; Rußlands Hilfe mußte er nachsuchen oder sich gefallen lassen, um die ungarische Revolution niederzuwerfen, und erst die Schlacht von Königgräß zwang ihm den Entschluß ab, nach achtzehn Jahren einen Ausgleich mit Ungarn zu suchen. Zum Frieden mit seinen Völfern fam er aber nicht. Kaiser Franz Josef erfreut sich persönlich einer ganz ungewöhn­lichen Beliebtheit; Aristokratie und Volk schwärmen gleich­mäßig für ihn; doch jede einzelne Nation lehnt sich auf, nicht gegen seine Person, aber gegen die Staatseinheit, die er vertritt. Von allen seinen Völkern wird er geliebt, aber jedes einzelne sieht in ihm seiner Nationalität Feind. Un­fluge Ratgeber haben ihn veranlaßt, zu weiterer Zerbröcke­lung der zeigeteilten Monarchie beizutragen, in den Czechen die Ansprüche zu einem Sonderkönigtum zu wecken; die pol­nischen Provinzen zu einent Staat im Staate zu machen. Und endlich ist es dahin gekommen, daß die Magyaren ihm wie vor dem Ausgleich, wie nach seinem Regierungsantritt, den Gehorsam kündigten. Ungarn ist revolutioniert, wie es nur je gewesen.

Trotzdem hält sich der Kaiser aufrecht, ein Fürst von borbildlicher Widerstandskraft. Unbesiegliches Gottvertrauen hat ihn durch aller Zeiten Stürme getragen und ihn gegen­über allen Fährnissen stark gemacht. Zwei Menschenalter hindurch hat er Regentenerfahrungen sammeln dürfen; sein Erfahrungsschatz ist vielleicht noch reicher als sein Vermögen, das ihn zum reichsten Manne beider Erdhälften macht. Er sieht vielleicht weiter, als andere, und hat von seiner hohen Warte aus einen Blick in Gefilde ruhiger Entwickelung, wäh­rend minder Hochstehende ein Chaos verzagend voraus­ſetzen.

Kaiser Franz Josef ist der Freund und Verbündete un­seres Kaisers seit vielen Jahren. Niemals in der langen Zeit ist die Bundes- und Freundschaftstreue Kaiser Franz Josefs schwankend oder auch nur dem leisesten Zweifel aus­gesetzt gewesen. Er genießt deshalb auch im Deutscher Reich Liebe und Verehrung, und überall ertönen von den Lippen, erklingen in den Herzen die aufrichtigsten Wünsch dak ihm ein langer und glücklicher Lebensabend beschie den sei.

Der Schrecken von Milwaukee. ( Eig. Bericht.) Newyork, 8. August. Lieblich am waldumstandenen Michigansee liegt die Stadt Milwaukee. Sie ist im Lcufe der Jahre zu einem mächtigen Handelsmittelpunkte geworden. Zahlreiche Bahnstrecken freuzen sich in der Stadt, Seedampfer anfern im Hafen, und nicht der geringste Ruhm für die Metropole des Staates Wisconsin ist es, daß sie fast zu zwei Dritteln von deutschen Einwanderern oder deren Abkömmlingen bewohnt wird.

Someit wäre nuit alles schön und gut. Aber jetzt ist Mil­waukee in seinen Grundfesten erschüttert worden. Charles J. Pfister ist von den Großgeschworenen des Diebstahls angeklagt. Was dies für Milwaukee bedeutet, das kann nur der verstehen, der weiß, wer Charley" Pfister ist und welche Stellung er bisher in der Stadt eingenommen hat. Charles Pfister ist Kapitalist, Straßenbahnmagnat, Direktor der größten Milwaukeer Bank, Besizer der größten Gerbereien des Westens und des größten Hotels in der Stadt; sein Ver­mögen wird auf viele Millionen geschätzt, und bis vor kurzem war Charley der politische Boß der republikanischen Partei des Staates. Pfister ist Junggeselle, steht jedoch in naher verwandtschaftlicher Beziehung zu den meisten altangesessenen und hochangesehenen Familien der Stadt. Die Anklage der Großgeschworenen lautet dahin, daß Pfister 14 000 Dollars, die ihm von der Wisconsin Rendering Co. anvertraut wur den, sich widerrechtlich angeeignet habe. Natürlich glaubt kein Mensch, daß Pfister dieses Geld gestohlen habe, um seine eigenen, vollen Taschen noch mehr zu füllen, und tat­sächlich ist dies auch nicht der Fall.

Die Sache hängt zusammen mit den im Gange befind lichen Untersuchungen über Durchstechereien in der Stadt­und County- Verwaltung. Diese Untersuchungen hatten Enthüllungen zur Folge, die Milwaukees Schande und Schmach allen vor Augen führten. Nahezu 200 Aldermen, Supervisoren, Zeitungsleute und Kontraktoren sind schon in Anklagezustand versetzt. Und mit welch lumpigen Sunt­men ließen sich diese Kleinkrämer bestechen! Für 25 oder 50 Dollars in jedem einzelnen Falle verkauften sie Stadt oder County. Als aber nach langwierigen Untersuchungen immer nur Leute angeklagt wurden, die 25 oder 50 Dollars Bestechungsgeld angenommen haben sollten, da wurden im Publikum Klagen laut, daß man auch in diesem Falle wie­der die kleinen Diebe hänge und die großen laufen lasse. Doch nun ist plötzlich die Bombe durch die Erhebung der An­flage gegen Pfister geplagt. Die Wisconsin Rendering Co., welche die Vernichtung der Abfälle für die Stadt über­nommen hatte, wünschte vor Jahren einen neuen Kontraft auf lange Zeit abzuschließen. Um ihren Zweck zu erreichen, setzte sie, wie es scheint, die Summe von 14 000 Dollars als Agitationsgeld aus und übergab sie dem damaligen repu­blikanischen Boß. Man will nun darüber Aufschluß haben, mo das Pfister anvertraute Geld geblieben ist. Viele sehen in dem Vorgehen gegen Pfister nichts als eine politische Rache des Distriktsanwalts der der erbittertste politische Gegner Pfisters ist und seine Jury nur aus Anhängern seiner eigenen Partei zusammensetzte.

Jedenfalls herrscht augenblicklich allgemeiner Schrecken in der Stadt- wenn der Größte aller Großen, der Dollar­könig Pfister, wanft, was soll dann noch bestehen bleiben. Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles, ach---!

Politifche Rundfchau.

Deutsches Reich.

* Anläßlich der norwegisch- schwedischen Zwistigkeiten wor namentlich von englischen Blättern, ausgestreut worben Deutschland beabsichtige, einen Hohenzollernprinzen auf der norwegischen Thron zu bringen. Jetzt wird aus lir offiziös bekannt gegeben, daß alle Ausstreuungen übe deutsche Absichten auf die norwegische Krone unwahr sind Niemals hat in Deutschland an irgend einer Stelle der Ge danke bestanden, einen deutschen Prinzen auf den norwegischer Thron zu bringen. Was über deutsche Kandidaturen gefabeli worden ist, war, gleichviel ob es sich dabei um einen der Söhne Kaiser Wilhelms oder um den Prinzen Albert von Holstein oder um men sonst handeln sollte, von Anfang an blanke Erfindung. Kaiser und Reich haben sich keinen Augenblick einer der Möglichkeiten in den Weg gestellt, die nach Lösung der Union mit Schweden bei der Wahl eine: Staatsoberhauptes für Norwegen in Frage kamen. Di Einsetzung eines deutschen Fürsten zum Nachfolger König Oskars brauchte aus diesen Möglichkeiten nicht hinterher ausgeschieden zu werden. Sie hat von vornherein nicht da zu gehört.

* Der Reichskanzler hat auf die Petition der oberschlesischer Städte wegen der Fleischteuerung geantwortet, daß die Er höhung des russischen Schweinefontingents nur dem Land­wirtschaftsminister zustehe. Er sehe sich deshalb außerstande den vorgetragenen Wünschen zu entsprechen.

* Unter dem Verdacht der Spionage sind in Wilhelms. haven zwei Engländer verhaftet worden. Sie werden be. schuldigt, unerlaubte photographische Aufnahmen gemacht zu haben. Die Engländer gehörten zur Besatzung eine