MOR
zählt,
chlag'n,
t-
ind
getlagten, der inbrechen und -wie famen hat mir den rauf!"
niere zu einem Ihnen jagen,
zu berlassen!"
r: Weil Sie
n mit Ihrem
as ist ein Rad Sie das?"- r Rücken and
czliche Miene ht!"" Ja,
en, als Amts.
Nr. 115.
Jufertionspreis: Die einfpaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreife Behtar und Narburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen bie Bebitzelle 80 refp. 40 Pfg.
Rebattion u. Haupterpedition: Steßen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchlak Nr. 362.
Mittwoch, den 17. Mai 1905.
Gießener
14. Jahrgang
Abonnementspreis: abgehelt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pig., durch die Bost bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Cratiebellagen: Obesheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Eisenblafen( wöchen: lich). Das Blatt and cirt an allen Werktagen nachmittags.
Nenelle Nachrichten
( Gießener Tageblaff)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Beitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.
Das Vermächtnis des Patriarchen.
-
Ein Nachklang zur Palästinafahrt des Kaisers.
Die Mission, die den Fürstbischof Dr. Kopp von Breslau
Es ist kaum anzunehmen, daß es sich um einen Kampf handeln sollte. Wahrscheinlich werden es Signalschüsse gewesen sein, die die Norieger vernahmen, oder es hat ein Manöver japanischer Schiffe stattgefunden.
Die geheimnisvolle Flotte.
Met geführt hat, bestand in der Ueberreichung des rdens der Ritterschaft vom Heiligen Grabe an Kaiser Bilhelm. Dieser nahm die Ehrung, die ihm der( inzwischen erstorbene) Patriarch von Jerusalem durch Vermittelung es höchsten preußischen Würdenträgers der katholischen der Schiffe blieb unbekannt. Pirche zukommen ließ, mit Dantesworten an, die andeuten, Fleischerladen saß diesem Vorgange eine weitgehende Bedeutung für die n Wachtmanne Stellung Deutschlands als Hort des Christentums im Orient beizumeſſen ist. Von unserem Berliner CB- Mitarbeiter
Auch aus Hongkong wird wieder einmal das Auftauchen einer größeren Anzahl von Kriegsschiffen in den dortigen Gewässern gemeldet. Auf der Höhe von Gaprock wurden in der Nacht zum 16. Mai 12 Kriegsschiffe gesichtet, deren Lichter abgeblendet waren. Nationalität und Bestimmung
r gestellt, ge
St
genommen.
jedoch hart:
em Protokoll Dieb mit den e einen Wurst haben; ferner -er ihre Persön Endnis mit dem, e, einfach Ihren
ster Hand unter
Taher, jagen Sie ange, die sich in it das Symbol
rd uns dazu geschrieben:
er.
Vor fast sieben Jahren hat Kaiser Wilhelm, von der iserin begleitet, mit großem Gefolge die Reise nach Patina unternommen, die folgenreich geworden ist, ohne daß n von diesen Folgen viel geredet hätte. Das freundge Zugeständnis des Sultans, das die kaiserliche Schenng der Dormitio Sanctae Mariae virginis zu einer tholischen Kirche ermöglichte, konnte als eine bloße fiebensürdige Aufmerksamkeit des türkischen Großherrn geinen, wurde wohl auch meist in diesem Sinne aufgefaßt. 3 lag aber doch mehr darin, und das tritt allmählich zu age. Der Patriarch Piavi von Jerusalem, der am 25. Ja= uar gestorben ist, hat begreiflicherweise den Wunsch gehabt, em Kaiser für die ihm und der Kirche in Jerusalem gehenkten Huldbeweise sich dankbar zu bezeigen. Er erannte als Ausdruck seiner höchsten Dankbarkeit die Verihung des Großkreuzes des Ordens vom Heiligen Grabe
den Kaiser. Er versicherte sich der Zustimmung des upftes und ersuchte am 5. Januar d. I., also 20 Tage iber entlassen?" or feinem Tode, den Kardinal Fürstbischof Kopp, die Inso eine kolossale janien des Ordens im Beisein zweier Ordensdelegierten tiger wurde, sc em Kaiſer zu überreichen. Die Ueberreichung hat am Monwas er mit der ag in Metz stattgefunden. Die Ordensdelegierten waren
m Erscheinen verhindert. Auch von der Anwesenheit des Ordenskuriers Grafen Agliardi, der Diplom und Insignien
ordern ja einen berbracht hat, ist in den amtlichen Berichten nicht die Rede. ipt!"- Schrift. Bemerkenswert ist, daß Kardinal Stopp in der Ansprache Herr, bedenkenden Raiſer die" freudige Zustimmung des jetzigen dafür bezahlt aſtes" zu der Absicht des Patriarchen Piavi von Jeru
lem erwähnte. Der Besuch des Kaisers in Jerusalem d seine Schenkung hat im Jahr 1898 stattgefunden
nd):„ Du scheinst der jetzige Papst regiert seit August 1903- es ist kaum " B.: Nein. zunehmen, daß Patriarch Piavi 5 Jahre gebraucht hat,
icht- der ganze
ießen.
ung.
Tationsarbeite:
und Bismard
n auf den Gedanken der Ordensverleihung an den Kai: zu kommen. Man könnte daraus schließen, daß unter m vorigen Papst, Leo XIII., der Ordensverleihung genüber Bedenken erhoben wurden; und die Vermutung gestattet, daß sein Staatssekretär Kardinal Rampolla war, der diese Bedenken hegte und geltend gemacht hatte. enn damals war Frankreich noch nicht abtrünnig gewor n, war es noch die älteste Tochter der Kirche" und liebte : Inanspruchnahme eines( von deutscher Seite für seine gehörigen allerdings bestrittenen) Protektorats über alle tholiken im Orient. Das hat sich, wie man weiß, inichen geändert. Man wird im Vatikan die Liebe zu anfreich nicht aufgegeben haben, denn die Liebe zu allen fern ist dort Pflicht aber die Zeiten der Vorliebe für ankreich und seine Bevorzugung müssen wohl vorüber
1.
Für den Fuhrbert umg ein neues Band erblicke, das ihn mit der religiösen
Sicken.
ung.
Der Kaiser hat den Orden gern entgegengenommen" bei der Entgegennahme geäußert, daß er in dieser tätigung der Christenheit im Heiligen Land verbindet". Wir fühlen uns nicht berufen, einem Kaiserwort Deuingen zu geben, die sich nicht aufzwingen, die vielleicht ehr neben, als in dem Wort liegen. Wir glauben aber gen zu dürfen, daß das Kaiserwort einer weitergehenden, uf ein deutsches Christenheitsprotektorat in Balästina ob Jelenden Deutung nicht widerspricht.
3. Mai 1905 wur 3 Mt. Inha
hirm und 1 Pet
brofche, Nr.
15
35 Mt. Inh
2-3 Mt.
1 Kaffenblo
er berfaufte
Maulforb, b
g zum Philof
gefundenen
ald bei uns
Bießen.
de
ju
1955
Der Krieg in Oſtalien. Bährend man in Tokio völlig im unklaren über den nthalt Roschdiestwenskys ist die Annahme, daß er ei der Honkohebucht aufhalte, hat sich nicht erweisen kommt plöglich von dort eine Nachricht, die von Geschützfeuer auf hoher See Imählen weiß. Der Kapitän eines norwegischen DampBaser am 12. Mai in Moji ankam, berichtete folgendes: stan Am 11. Mai wurde von uns zwischen 8 und 11 Uhr Der gens unter 33 Grad 45 Min. nördlicher Breite und ihm Grad 20 Min. östlicher Länge( bei der jaischen Insel Kiuschiu) Geschützfeuer gehört. durch die Schüsse verursachte Erschütterung wurde rgenommen, doch war infolge des Nebels die Ausbeschränkt. Ein nach der angegebenen Richtung jahyes Torpedoboot ist gesichtet worden.
here;
zurü
Tuni
Die Japaner bleiben bei ihrem Verdacht, daß Roschdiestwensky sich in der Honkohebucht aufhält, trotzdem sie keinerlei Beweise dafür haben. Dagegen wollen sie amtlich festgestellt haben, daß die baltische Flotte auf französischem Gebiet eine Station für drahtlose Telegraphie errichtet und mit Hilfe derselben Nachrichten über Saigon nach Petersburg gesandt hat.
Während eines Sturmes, der mehrere Tage lang witete, ist der japanische Hilfskreuzer Neko- Maru" auf der Höhe von Fusan auf ein Riff aufgelaufen und beschädigt worden. Drei Dampfer sind mit den Rettungsarbeiten beschäftigt.
Bom Landkriegsschaupla
wird gemeldet, daß die Japaner eine größere Unternehmung gegen die russische rechte Flanke ins Werk gesetzt haben. Eine große Streitmacht bewegt sich von Fakumönn nach Tuntsiaku. Dort sind zwei Pontonbrücken, sowie eine feste Brücke über den Liaufluß erbaut und große Depot angelegt. Die Zufuhr geschieht auf Dschunken von Inkov aus. Dort find über 400 Dichunken in Betrieb, ebensoviel bei Tsintfiatun
Steht eine Seefchlacht bevor?
Berlin, 16.
Admiral Roschdiestwensky weiß weiter mit Erfolg scine Bewegungen zu verschleiern. Kaum glaubt man in Tok:, seinen Aufenthalt bestimmt zu haben, ist er schon wie er C..if und davon nach ungewissem Ziel. Eben erst hatten jalanische Späher berichtet, daß die russische Flotte wieder nach der Honkohebucht zurückgekehrt sei. Der französische- miral Jonquières machte sich darauf eiligst auf, um Rof- djestwensky zum Verlassen der französisch- chinesischen Teritorialgewässer aufzufordern, damit der Pariser Regierung nicht erneute Schwierigkeiten erwüchsen. Er berichtete darauf nach Paris, daß er kein russisches Kriegsschiff auf der Höhe der Honkohebucht angetroffen habe. In Tokio hie't man das für Spiegelfechterei. Aber es scheint tatsächlich so, als ob Roschdjestwensky nicht nur für seine Feinde, se t dern auch für seine Freunde unsichtbar bleiben will, 5 Saigon wird berichtet, daß die russische Flotte abends w der auf der Höhe von Honkohe erschienen, vor Anferegangen, aber schon in der Frühe des nächsten Morgens wei ter gegangen sei. Seitdem wußte man auch in Caigon nichts mehr von den Russen.
Man fann die offiziöse französische Depeschenagentur, die diese Meldung weitergibt, wohl ohne weiteres in diesem Fall für ehrlich halten. Roschdjestwensky hat allen Grund, seine weiteren Bewegungen noch ängstlicher zu verhüllen als bisher. Er muß ießt seine große Aufgabe ernstlich ins Auge fassen. Wenn er sie nicht bald löst, muß man zu der Ueberzeugung kommen, daß er an ihrer Lösung verzweifelt. Für Roschdjestwensky kommt alles darauf an, Wladiwostod so schnell als möglich zu erreichen. Einen Kampf mit Togo wird er, wenn irgend angängig, zu vermeiden suchen. Ihm muß vorzüglich daran liegen, ohne Verluste seine Flottenbasis zu erreichen und dort seine Schiffe von Grund auf zu reinigen, auszubessern und mit Kohle und Proviant zu versehen. Logo dagegen muß alles daran setzen, zu verhindern, daß Roschdjestwensky sein Ziel erreicht. Geht's nicht anders, dann heißt es für ihn: Eher alles auf eine Karte, als daß das ganze Spiel verloren geht. Er wird deshalb suchen müssen, wo Noschdjestwensky sich durchschleichen mill, und ihn angreifen, foste cs, was es wolle. Der russische Admiral wird den Kampf nur dann annehmen, wenn es fein anderes Mittel für ihn gibt, durchzukommen. Logo muß die Offensive ergreifen, so wie Roschdjestwensky Miene macht, durchzubrechen.
Togo hat deshalb nach übereinstimmenden Berichten seine Flottenbasis an die Nordspitze Formosas, den Hafen von Relung, vorgeschoben, um rechtzeitig genug Nachricht erhalten zu können, ob Roschdjestwensky den Weg östlich oder westlich Formosas gewählt hat. Sobald er den Weg fennt, den Roschdjestwensky vom chinesischen Meer aus zuri Stillen Ozean einschlägt, ist Togos Taktik ohne weiteres gegeben: Er muß sich dem Feind an die Fersen heften und ihn durch fortwährende Flankenangriffe zu beunruhigen und zu schwächen suchen. Sollte es ihm nicht gelingen, durch ständige Attacken mit seinen leichten beweglichen Schiffen dem Feinde auf diese Weise so schwere Verluste beizubringen, daß jener die Weiterfahrt aufgibt, so darf Togo schlimmstenfalls auch vor einer größeren Aktion nicht zurückschrecken. Zur Schlacht zwingen fann er die Russen stets, wenn er will. Er wird es aber nur dann tun, wenn seine Angriffe
auf einzelne Teile der russischen Flotte erfolglos verbuffen. Togo fennt zu gut die Ueberlegenheit der Russen an schwerer Artillerie, wie seine eigene an schnellen Kreuzern und Tor pedobooten. Sollte es also nicht zu einer Seeschlacht kommen, werden wir jedenfalls eine Reihe interessanter See. gefechte in nächster Zeit erwarten dürfen.
Die Politik.
ie französische Regierung ist mit der Auswahl der Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen beschäftigt. Als Mitglieder der Mission werden bis jetzt genannt Leon Bourgeois, der Präsident der Suezkanal. gesellschaft Prinz Arenberg und Senator Baron de Courcel, der themalige Botschafter in Berlin.
Aus England kommt das Gerücht, eine Abteilung deutscher Truppen habe Haitschu südlich von Schantung be. sett und dort die deutsche Flagge gehißt. Haitschu liegt an der Bai nördlich des alten Kanals von Hoangho. Von deutscher Seite wird amtlich erklärt, daß das Gerücht ieder Begründung entbehre.
Nach Mitteilungen aus dem Aufstandsgebiet in Südwestafrika ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß bis zum Monat August Ruhe und Ordnung im Schutzgebiet herrschen werden. Die Ovambo im Norden bleiben ruhig und nur die Hottentotten im Süden bieten noch einen organisierten Widerstand. Ihre Hauptmacht, die aber insgesamt noch nicht 1000 Mann start ist, wird nach und nach umzingell und kann nicht lange mehr Stand halten. Zahlreiche He rero verlassen ihre Standorte und suchen Wrheit bei den Weißen.
Skandinavien.
Wichtige Beschlüsse zu den innerpolitischen Verhält. nissen wurden in den letzten Tagen gefaßt. In Stockholm beschlossen beide Kammern des Reichstages, die Regierung zur Bildung eines neuen Ministeriums für Handel, In. dustrie und Schiffahrt aufzufordern. Der Storthing in Christiania faßte mit einer Dreiviertel- Majorität den Beschluß, für den Storthing die direkte Wahl unter Zulassung bon Stichwahlen einzuführen.
Rufeland.
m Barenreiche zeitigt die innere Gärung jeden Tag neue unliebsame Vorkommnisse. So wurde auf eine Kosakenpatrouille in Riga ein Sprengkörper geschleudert, der einen die Patrouille begleitenden Polizeibeamten am Fuß traf und beim Krepieren ein Pferd verwundete. In Berm entstanden große Straßenunruhen. Demonstranten zogen mit roten Fahnen durch die Straßen und stießen schließlich mit dem Militär zusammen. Zwanzig Leute wurden verwundet, mehrere getötet. In Petersburg sind in den letzten Tagen über 1200 Verhaftungen vorgenommen worden. In Odessa und Baku proklamierte man den Generalstreik.
Türkei.
Der Streitfall zwischen Rumänien und der hohen Pforte wegen der Verhaftung zweier rumänischen Staatsangehörigen wird ohne Weiterungen beigelegt. Die Türkei gibt entsprechende Genugtuung für das fremdenfeindliche Verhalten des Vali von Janina.
Ein Kampf mit einer serbischen Bande hat bei Straza im Wilajet Uestüb stattgefunden. Die Bande verlor sieben Tote, die türkischen Truppen hatten einen Toten und acht Verwundete.
Amerika.
Die Chinesen wollen einen allgemeinen Boykott der amerikanischen Waren durchführen. Die Handelskammer in Schanghai verschickt Mengen von Zirkularen durch ganz China, nach denen die Kaufleute eidlich zum Innehalten des Boykotts verpflichtet werden sollen. Man beabsichtigt mit diesem Vorgehen eine Aenderung der von den Vereinigten Staaten gegen die Chinesen erlassenen Ausnahmegeseze.
Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser ist von Metz unter dem Geläute der großen Kathedralglocke,„ Mutte" genannt, nach Mörchingen abgereist. Dort finden militärische Uebungen und Besichtigungen statt. Der Statthalter von Elsaß- Lothringen, Fürst zu Hohenlohe- Langenburg, und Staatssekretär Koeller sind nach Straßburg zurückgekehrt.
*
*
Ueber den Straßenschmuck bei der Einholung des Kronprinzenpaares ist man sich nun einig geworden. Die Stadt Berlin übernimmt die Ausschmückung bes Mittelganges Unter den Linden. Eine Illumination ist nicht vorgesehen, da die Herzoginbraut schon um 8 Uhr nach Schloß Bellevue zurückfährt. Die Bürger übernehmen die Ausschmückung der Trottoire, mollen aber für ihren Teil eine teilweise Beleuchtung abends durchführen.


