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Trustwesen überhaupt schwer vereinbar, das vielfach tatsäch lich Monopole darstellt und regelmäßig auf möglichste Aus­schaltung des Wettbewerbs abzielt. Speziell auf dem Ge biet des Eisenbahnbetriebs gibt es in Europa auch Trusts- wenn schon nicht der Form, so doch der Sache nach, deren Kapitalkraft hinter der des angeblich im Entstehen begriffe nen Eisenbahntrusts nicht zurückſteht. Der Wert des preu Bischen Staatseisenbahnbesizes ist, wenn man den bei einem etwaigen Verkauf zu erzielenden Preis zu Grunde legt, gan gewiß nicht erheblich niedriger, als 8 Milliarden Mart, wäh rend es sich bei dem in Rede stehenden amerikanischen Truſt nur um ein solches Nominalkapital handeln würde.

Hof und Gefellschaft.

Prinz Johann Georg von Sachsen, der sich zur Zeit in Konstantinopel aufhält, hat dort dem Sultan seinen Besuch abgestattet, den dieser alsbald im Merossim- Schloſse, der Wohnung des Prinzen, erwiderte. Der Sultan verlieh dem Pinzen den Iftihar- Orden in Brillanten und stellte ihm für seine Ausflüge nach Brussa und Athos eine seiner Jachten zur Verfügung.

Heer und flotte.

Das freiwillige Automobilkorps ist nicht in ganzer Voll­ständigkeit in Hamburg angekommen. Eine Anzahl Fahr­zeuge haben auf der Fahrt von Berlin dorthin Havarie ge­habt. Es waren 17 Kraftwagen, die unter Führung des Prinzen Heinrich von Preußen in Hamburg einrücken. Bei dem Diner im ,, Hamburger Hof" brachte Prinz Heinrich das Hoch auf den Kaiser aus, an den eine Huldigungsdepesche gesandt wurde. Auf dem Luruper Felde nahm Prinz Hein­rich die Parade ab, worauf ererziermäßiges Fahren der Auto­mobile stattfand. Prinz Heinrich nahm sodann das Wort zu einer Ansprache, in der er den Wert des Freiwilligen Auto­mobilforps für militärische Zwecke betonte. Dann wurde die Fahrt nach Kiel angetreten.

Nab und Fern.

Bedenkliche Streifunruhen sind in Limoges, einem der Hauptorte der französischen Porzellanindustrie, ausgebro­hen. Nahezu 20 000 Arbeiter sind im Ausstande. Sie ver­anstalteten lärmende Kundgebungen und drangen mit Ge­walt in einige Fabriken ein, in denen sie Schaden anrichte­ten. In der Fabrik von Haviland wurde die amerikanische Flagge gehißt, in dem Augenblick, wo die Ausständigen in die Fabrik eindrangen. Sie versuchten, dieselbe herunter zu reißen, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert.

Adelina Patti Ritter der Ehrenlegion. Aus Paris kommt die Nachricht, daß Präsident Loubet die berühmte Sängerin Adelina Patti zum Ritter der Ehrenlegion er­nannt habe. Eine ritterlichere" Huldigung vor der einst so berühmten Künstlerin hätte das Oberhaupt der franzö sischen Republik kaum vollziehen können.

Einer gefährlichen Falschspielerbande ist die Buda­pester Polizei auf der Spur. Die Betrüger, die sich unter hochklingenden Namen in die beste Gesellschaft einzuschleichen verstanden, haben manches Opfer in Ungarn und im Aus­larde gerupft. Die aus 12 Mitgliedern bestehende Bande hatte Agenten in allen europäischen Großstädten. Die Gau­ner müssen von ihrer bevorstehenden Verhaftung Wind be­kommen haben. Sie hatten sich sämtlich aus dem Staube gemacht.

zahl, man spricht von 32, leichter verletzt. Der Material­schaden ist groß. In dem Passagierzuge befanden sich 150 Rekruten, die auf dem Transport nach Genua waren.

Gatten- und Vatermord. In Leubus wurde der Ofen­setzer Schmidt von seiner eigenen Ehefrau und seinem er­wachsenen Sohne überfallen und mit Messerstichen und Stock­schlägen derartig zugerichtet, daß er an den Mißhandlungen starb. Das entmenschte Paar wurde verhaftet.

Zu den Kindesmorden in Hannover wird weiter mit­geteilt, daß der verhaftete Postschaffner Büther sich bereits bor 8 Jahren eines schweren Sittlichkeitsverbrechens gegen ein Kind seiner damaligen Logisgeber schuldig gemacht hat. Er hatte das Kind im Bette überfallen und gewärgt, hatte dann aber infolge des überlauten Schreiens der Kleinen von seinem Opfer abgelassen und war durchs Fenster ins Freie geflüchtet, wo er einem Wachmann in die Hände lief und festgenommen wurde. Die Sache gelangte vor dem Schöffen­gericht zur Aburteilung. Das Gericht, das noch keine Ahnung von der Bestiennatur des Büther hatte, nahm nur Hausfriedensbruch und Beleidigung als vorliegend an und verurteilte den Unmenschen zu 2 Monaten und 8 Tagen Ge­fängnis.

Ein Lebensretter, der sich selbst belohnt. In Hamburg fiel ein Matrose, der sich nachts an Bord der Marie Woer­mann" begeben wollte, durch einen Fehltritt in die Elbe und schwebte in Gefahr zu ertrinken. Auf seine Hilferufe eilte ein unbekannter Mann herbei, dem es gelang, den Matrosen zu retten, zugleich aber auch dessen Hosentasche um das Portmonnaie mit 25 Mark zu erleichtern. Die Polizei sucht jetzt den braven Mann", jedoch nicht, um ihn für die Rettungsmedaille vorzuschlagen.

× Ein Raubmörder, dem die Polizei auf der Fährte war, ist jetzt, wie aus München gemeldet wird, verhaftet wor­den. Der 44jährige Tagelöhner Widmann steht im drin­genden Verdacht, den Bauern Zog in Dachau erschlagen und beraubt zu haben. Bei Widmann fand man ein Beil und Kleidungsstücke mit Blutflecken.

Eine wahnsinnige Mutter. Die Frau des Rentiers Jähnichen in Oberpoyritz bei Pillniz wurde plötzlich von Wahnsinn befallen. Sie schlug ihrem einjährigen Töchter­chen mit einem Beile den Kopf ab. Darauf begoß sich die Frau mit Petroleum und zündete sich selber an. Es gelang, die Wahnsinnige zu retten.

Tages- Chronik. In Effelder im Koburgischen wurde der Arbeiter Demmler durch zwei Brüder Götz ermordet, gegen die er ungünstig vor dem Schöffengerichte ausgesagt hatte.

-In Paris verunglückte die Akrobatin Marielle Nadan bei der Todesringfahrt im Automobil und erlitt eine lebens­gefährliche Gehirn- Erschütterung.

Elfe Kaffel aufgefunden.

Hannover, 14. April.

Durch einen Zufall hat eine Angelegenheit, die seit dem 18. August 1901 die Kriminalpolizei der verschiedensten deutschen Städte beschäftigt hatte, ihre Aufklärung gefunden. Allerdings eine sehr traurige. Bei den Nachforschungen betreffs der Ermordung der kleinen fünfjährigen Erna Schaare wurde im Keller des Mordhauses das Skelett eines Kindes gefunden, das zweifellos das der seit Jahren spurlos verschwundenen Else Kassel ist. Sie ist denselben Unholden zum Opfer gefallen, wie Erna Schaare.

rologisches Institut auf Grundlage der Wetterpflanze ins Leben treten. Es wird projektiert, daß die merikanische Expedition bis Neujahr zurück sei und daß zu Ostern 1906 das Institut etabliert sein werde. Herr Nowack gibt von dem Fortschreiten seiner Bestrebungen mit Worten der Er­innerung Kenntnis, die der Audienz gelten, die er im Jahre 1888 bei Kaiser Franz Josef hatte und in deren Verlaufe ihm der Monarch folgendes sagte: Es würde mich garz besonders freuen, wenn das Resultat Ihrer Forschungen nicht nur der besitzenden Klasse zugute fäme, sondern auch dem kleinen Manne und namentlich dem Bauer."

So ist endlich das Dunkel gelichtet, das über dem ge­heimnisvollen Verschwinden der kleinen Erna Kassel schwebt. Ihr Name war vor Jahren in aller Munde. In ganz Deutschland wurde nach ihr geforscht. Der Verdacht, das Mädchen entführt zu haben, lenkte sich auf alle mög­lichen umherziehenden Zigeunerbanden. Bald hier, bald dort hielt man Zigeuner an, die Mädchen mit sich führten, auf die die Personalbeschreibung der kleinen Else nur halb­wegs paßte. Die unglücklichen Eltern wurden nach den ver­schiedensten Orten telegraphisch hinberufen, um ihr, wieder­gefundenes" Kind in Empfang zu nehmen. Stets harrte ihrer eine herbe Enttäuschung. Die herbste aber jetzt, wo sie die untrügliche Gewißheit erlangt haben, daß ihr Lieb­ling, auf dessen Wiederkehr sie noch immer hofften, verruch­ten Mordbuben zum Opfer gefallen ist.

Der Kaiser als Helfer. Der zwölfjährige Sohn eines in Pankow bei Berlin wohnenden Arbeiters richtete an den Raiser folgendes originelle Schreiben: Lieber Herr Kaiser! Ich size hier in Pankow dank der Bemühungen meiner Her­ren Lehrer als zwölfjähriger Schüler in der ersten Klasse der Gemeindeschule. Ich möchte so sehr gerne weiterkommen, aber Mutter und Vater können es nicht schaffen. Da ich nun wie Du, lieber Kaiser, auch Wilhelm heiße und auch am 27. Januar geboren bin, habe ich die große Bitte, helfe mir." Das findliche Vertrauen sollte nicht unerfüllt blei­ben. Der Kaiser ließ Erkundigungen einziehen, und als diese die Wahrheit der Angaben bestätigten, wurde den sehr er­freuten Eltern die Mitteilung zuteil, daß der aufgeweckte Anabe auf Kosten der kaiserlichen Schatulle in der Pankower Realschule seine Weiterbildung erhalten solle.

Schweninger geht. Professor Schweninger wird allem Anschein nach aus seiner Stellung als leitender Arzt des Areiskrankenhauses zu Groß- Lichterfelde scheiden. Am 8. Juli wird Professor Schweninger mit dem ersten Sanato­rium- Schiffe der Hamburg- Amerika- Linie nach dem. Mittel­meer gehen und während des ganzen Aufenthalts dort als leitender Arzt fungieren.

Schon als die Ermordung der kleinen Erna Schaare entdeckt wurde, tauchte die Vermutung auf, daß auch Else Kassel, die in demselben Hause gewohnt hatte, unter dem Messer des Schuhmachers Paul und des Postschaffners Bü­ther ihr junges Leben habe lassen müssen. Die Untersuchung hat diesen Verdacht bestätigt. In demselben Keller, in dem Teile des zerstückelten Körpers der Erna Schaare aufge­funden wurden, fand mar das mit Packleinwand umhüllte Skelett der unglücklichen Eise, die man an ihrem gut er­haltenen Haar zweifellos rekognoszierte.

Eine sonderbare Mystifikation. Die durch alle deut­ichen Blätter gegangene Nachricht, daß der verstorbene Groß­industrielle Konrad Krahnen in Krefeld über eine Million für Arbeiterwohlfahrtszwecke hinterlassen haben sollte, be­ruht nach genaueren Informationen auf einer Mystifikation., Was der Verbreiter dieser Nachricht mit seiner Erfindung für Zwecke verfolgt hat, ist bisher noch nicht klargestellt.

Eisenbahnzusammenstoß in Italien. Ein schweres Eisen­bahnunglück ereignete sich in der Nähe von Genua. Ein bon Turin kommender Passagierzug stieß mit einem Zuge zusammen, der unter dem Ronco- Tunnel hielt. Dabei wur­ben vier Personen getötet, vier schwer und eine ganze An­

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Vermischtes.

==[ Der große Segen drahtloser Telegraphie sur oie Schiffahrt] wird durch den Umstand deutlich illustriert, daß der Norddeutsche Llyoddampfer Kaiser Wilhelm" auf sei ner Fahrt über den Atlantischen Ozean durch einen engli schen Dampser vor schwimmenden Eisbergen gewarnt wer den konnte. Es herrscht dichter Nebel, und das größte Un­glück hätte passieren können, wenn der deutsche Kapitän nicht durch die Warnung des englischen Kollegen über die An­wesenheit und Lage der Eisriesen aufgeklärt worden wäre.

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[ Südwestafrikanischer Sauerbraten".] Das alte Sprich­wort: Not macht erfinderisch" hat sich nach Erzählungen un serer aus Südwestafrika heimgekehrten Krieger auch in den Hererosteppen glänzend bewährt. Mußte im Biwak Brot gebacken werden, so wurde eine Höhlung in die Erde ge graben. Darin wurde die wasserdichte Schlafdecke ausge breitet, und der Augenblicksbacktrog war fertig. Ein Gemisch von Noggen- und Weizenmehl, Salz und Wasser, an der glühenden Asche des Lagerfeuers zum Aufgehen gebracht, bertrat die Stelle des Sauerteigs. Beim Verfolgen des Feindes konnte das Biwak meistens nicht so lange ausge dehnt werden, daß die Linsen oder Erbsen gar gefocht wer­den konnten. Unsere Seesoldaten trugen daher ihre Ration Hülsenfrüchte im Wasserbeutel mit sich, damit sie sich schneller weich fochten. Blieben abends minderwertige Fleischstücke übrig, so wurden sie mit den gerade vorhandenen Gewürzen eingerieben und unter die glühende Asche gelegt. Am näch sten Morgen konnten sie dann als delikater Sauerbraten" verzehrt oder mit auf den Marsch genommen werden. Im Kriege, und ganz besonders im Tropenfriege, muß man sic eben zu helfen wissen.

Die beiden Mörder wurden nachts um 11% Uhr aus dem Untersuchungsgefängnis abgeholt und der Leiche der Else Kassel in dem Hause Bindestraße 1 in Gegenwart der Staatsanwälte und der Untersuchungsrichter gegenüber­gestellt. Paul trug ein freches Benchmen zur Schau, während Büther beim Anblick der Leiche zusammenschreckte und erbleichte. Auf die Frage des Untersuchungsrichters, ob sie gestehen wollten, daß sie die Else Kassel im Jahre 1901 ermordet hätten, antworteten beide, sie wüßten nicht, wie das Paket mit der Leiche in den Keller komme. Nach halbstündiger Konfrontierung wurden die Mörder in das Untersuchungsgefängnis zurückgeführt. Das Publzum schlug mit Stöcken und Schirmen auf die Droschke los, in der sich die beiden Mörder befanden. Die begleitenden Kriminalbeamten mußten sie vor der Wut des Volkes schützen. Nun wird die wohl verdiente Strafe für die so lange ungefühnt gebliebene Tat die wirklichen Schuldigen treffen, nachdem jahrelang die verschiedensten Personen der Entführung der kleinen Else verdächtigt worden waren.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ 10 000 Mark Schadenersak für zwei Zähne muß nach einer Entscheidung des Newyorker Obersten Gerichtshofes die dortige Hochbahngesellschaft an einen Fahrgast zahlen. Dem glücklichen Unglücklichen waren die zwei kostbaren Beißer" durch Unvorsichtigkeit des Bahnpersonals ausge­stoßen worden.

Der Landwirt.

=[ Sinnige Andenken] haben der italienische Komponist Pietro Mascagni und seine Frau auf ihren Taschenuhren anbringen lassen. Als Kapsel befindet sich auf jeder Uhr eine italienische Silbermünze, in die sechs kleine Löcher ge bohrt sind. In diese sind auf der Uhr der Signora Mas­cagni die ersten Mausezähnchen ihrer Tochter eingelassen. während der Vater die ersten Milchzähne bei sich trägt, die sein ältester Sohn verloren hat. Sehr hübsch sagte Signor Mascagni mit Bezug auf diesen Schmuck: Andere Leute verzieren ihre Uhren mit Brillanten, mir sind diese Zähn cher kostbarer, als alle Juwelen der Welt!"

em. Anbauversuche mit einer, Wetterpflanze" sollen in Desterreich gemacht werden. Die Angaben über die wunder­bare Pflanze machen auf den ersten Blick den Eindruck eines verspäteten Aprilscherzes, doch wird für ihre Richtigkeit von ernster Seite eingetreten. Ein Herr Nowack hat in Mexiko eine Pflanze entdeckt, der die seltsame Eigenschaft innewohnt, äußerlich auf bevorstehende Veränderung im Wetter in einer dem Auge sichtbaren Weise zu reagieren. Sie soll lokale Wet­terveränderungen drei bis acht Tage, Katastrophen größerer Art aber 24 bis 28 Tage vorher anzeigen. Herr Nowad will durch Beobachtung seiner Wetterpflanze in der Lage gewesen sein, fast auf Tag und Stunde die Katastrophen von Laibach, Salonichi, Rom, Konstantinopel und Martinique auf Grund des eigentümlichen Kausalnerus, der zwischen den physiologischen Veränderungen seiner Pflanze und den Son­nenflecken bestehe, vorhersagen zu können. Da es sich zu­nächst darum handelt, eine große Anzahl solcher Pflanzen nach erfolgter Afklimatisierng, zu welcher einige Monate nötig sein sollen, auf österreichischem Boden zu verpflanzen, so ist durch die Munifizenz zweier österreichischer Aristokra­ten die Ausrüstung einer Expedition nach Mexiko in Aussicht genommen. Die Pflanze nach Europa zu bringen, würde viel Zeit ersparen, da sie aus den Samen zu ziehen, minde­stens drei Jahre in Anspruch nimmt. Später soll ein meteo­

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=[ Ein mutiger Hochzeiter.] In einem Londoner Blatte erschien vor kurzem eine Heiratsannonce. Auf diese Offerte meldete sich auch eine junge Dame aus einem Dorfe bei Dover, die Tochter eines dortigen Gewerbetreibenden. Es kam zu einem Briefwechsel, die Verlokung kam zu stande, und der Bräutigam erschien zur Hochzeit im Hause seiner Schwiegereltern. Bei dieser Gelegenheit sah er seine Braut zum ersten Male persönlich. Er kam aus- China und hatte eine Reise von 13 000 englischen Meilen unternom­men, um in den Stand der Ehe treten zu können.

[ Ein belohnter Neger.] Der schwarze Arbeiter Ellis in Washington hat vom amerikanischen Kriegsminister Tast ein persönliches Anerkennungsschreiben erhalten dafür, daß Ellis die Statue Königs Friedrich des Großen vor Beschädi gung mit Dynamit bewahrt habe, ohne auf sein eigenes Wohl Rücksicht zu nehmen. Ellis hat auf dem einen Chr das Gehör verloren. Wenn man bedenkt, wie groß der Ge gensatz ist, der in Amerika gegenüber den Angehörigen der schwarzen Rasse herrscht, so ist diese offizielle Anerkennung an einen Neger immerhin eine Art sozialen Ereignisses.

Lokales.

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17. April 1905.

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** Der Großherzog empfing den Romerzientat Heichelheim von Gießen.

** Der Großherzog hat den Kreisarzt des Kreis gesundheitsamts Lauterbach Dr. Emil Nebel zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Friedberg, den Kreis assistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Heppenheim Dr. Otto Heinrich in Hirschhorn zum Kreisarzt des Kra gesundheitsamts Lauterbach, ernannt.

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** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Ernst Blant aus Haarhausen eine Lehrerstelle höheren Bürgerschule zu schliẞ.

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** Landeslotterie.( Brivattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Seff. Thür. Landeslotterie wurden gezogen ein Hauptgewinn von 250 000 Mt.( nach Worms) auf 15 530, 30 000 mt. auf 66 749, 10000 t. auf 35 182, 35 439, 43 558 und 57 711, 5000 Mt. auf 59 297.

*** Bahuprojekt Gießen- Benern. Man schreibt uns aus Beuern darüber folgendes: Gut Ding will Weile haben! Das trifft so recht zu bei den Vorarbeiten des Bahnprojekts Gießen- Beuern. Im Monat Februar d. F las man schon in dieser Zeitung, daß der Bürgervereir Gießen dieses Projekt zur Tagesordnung seiner nächsten Generalversammlung ins Auge gefaßt hätte. Auch wurde uns gleichzeitig versichert aus orientierten Gießener Ge schäftskreisen, daß der dortige Nordoft- Verein, welcher leb haftes Interesse an der Hebung dieses Stadtviertels hat da diese Bahn die Eröffnung einer Haltestelle im Norder. der Stadt sichert, näher zu treten gewillt sei. regen Tätigkeit einer in Altenbused eigens zu diesem Bwed ge wählten Kommission, welche die erforderliche Schritte mit den in Betracht kommenden Gemeinden, sowie der hohen Verwaltungsbehörde erfolgreich eingeleitet hat, ift zu verdanken, daß Eingaben von Seiten der Gemeinden Beuern und Altenbus& der Großh. Bürgermeisterei Gießen

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