Spanien.
** Die im ganzen Lande gemeinschaftlich stattfindenden Stadtratswahlen haben zit schweren Unruhen geführt. In Samorrostro wurden zwanzig, in Valladolid und in Balsereny je sünf Personen schwer verwundet. In Valladolid fand ein Mann den Tod. Bei einem Kampfe in den Straßen Santanders zwischen Republikanern und Sozialisten wurden mehrere politische Führer schwer verletzt.
Rufsland.
** An Stelle des Admirals Birilew, der seinen Abschied eingereicht hat, ist Roschdjestwenski zum Marineminister ernannt worden. Er befindet sich bere.ts auf der Heimreise von Japan, wo er seit der Seeschlacht von Tshusima in Kriegsgefangenschaft weilte.
Türkei.
** Das internationale Geschwader für die Flottendemonstration wegen der mazedonischen Frage soll am 20. November zusammengezogen werden. Als Basis für die Operationen der Flotte wird die Benkbai dienen. Die Blokade der Dardanezen soll eine friedliche sein und sich auf wictschaftliche Interessen beschränken. Kommandanten des Geschwaders ist der englische Loro Charles Beresford ausersehen.
** Die Bevölkerung Konstantinopels wurde durch einen Bandenanschlag abermals in Unruhe versetzt. Als der Chef der Geheimpolizei Fehim Pascha die Perastraße passierte, wurde gegen seinen Wagen eine Bombe geschleudert. Die Bombe explodierte erst, nachdem der Wagen vorbei war. Niemand wurde verletzt. Die Polizei verhaftete 3 Armenier im gegenüberliegenden Hause, aus dem die Bombe angeblich geschleudert wurde. Nach Angaben der Zeugen der Explosion gab Fehim Pascha nach einem Mann welcher floh, einen Revolverschuß ab. Der Beweggrund zu dem Anschlag ist unbekannt.
Hof und Gesellschaft.
** Der Kaiser ist in Donaueschingen zum Besuch bei dem Fürsten zu Fürstenberg eingetroffen.
+ Neue Eisenbahnunfälle. Zwei Güterzüge stießen ai( der Station Wolomin der Strecke Petersburg- Warschau 317 sammen, wobei vier Beamte vom Zugpersonal verletzt un Noch schwerer: erheblicher Materialschaden veursacht wurde.. Folgen hatte die Entgleisung eines Güterzuges von Bisch heim nach Straßburg i. Els. Ein Wagen dieses Zuges be schädigte den gerade vorbeifahrenden Personenzug nach Bisch heim und verletzte einen Schaffner und einen Fahrgast letzteren tötlich. Der Verkehr auf der Strecke erlitt mehr stündige Unterbrechung.
*** Der Einzug des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen und seiner Braut, der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg, in die Residenzstadt Oldenburg hat in festlicher Weise stattgefunden. Die Stadt war reich geschmückt. Auf dem Bahnhofe hielt Oberbürgermeister Tappenbeck eine Ansprache, in der er den Prinzen als Bräutigam der allverehrten Herzogin willkommen hieß und diese bat, ihre Liebe der Heimat zu bewahren. Daranf begab sich das Brautpaar mit dem Großherzog und der Großherzogin nach dem Palais.
** Der Prinzregent Luitpold von Bayern hat für bie Armen der Stadt Nürnberg die Summe von 5000 Mark gestiftet und in einem Handschreiben an den Bürgermeister von Schuh seinen Dank für den dem Kaiser und dem Großherzog von Baden bereiteten Empfang ausgesprochen. Dem Oberst Deimling, dem bekannten Führer im südwestafrikanischen Feldzuge, ist vom Kaiser der erbliche Adel verliehen worden.
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Hus den Parlamenten.
† Brennendes Betroleumschiff. Ein mit Petroleum in Risten beladener Segler geriet im Bosporus in Brand. Die Kisten explodierten und setzten das ganze Schiff in Flammen. Trotz Hülfeleistung von den im Hafen liegenden Schiffen war nichts zu retten, da man wegen der folossalen Size nicht an das Fahrzeug heran fonnte. Von der in Schlafe überraschten Mannschaft wurden nur 2 Mann ge rettet. Der Sultan ließ sich sofort über das Unglück be richten; er hatte vom Palast aus den Brand übersehen.
Sächsischer Landtag. Ueber die Betriebsmittelgemeinschaft auf den deutschen Eisenbahnen äußerte sich der Sächsische Finanzminister Rüger in der zweiten Kammer. Der Minister sagte, die beabsichtigte Betriebsmittelgemeinschaft sei aus finanziellen und etotsrechtlichen Gründen gescheitert. Es Jei nur der bayerische Plan der gemeinschaftlichen Güterwagenbenutzung übrig geblieben, dem die sächsische Regierung freudig zustimmte. Bezüglich der Umleitung der Güter seien neue Abmachungen zwischen den Verwaltungen getroffen, sodaß Unzuträglichkeiten ausgeschlossen seien. Das Freigepäck müsse nufgehoben werden, denn es bedeute eine Ungerechtigkeit gegen Gegenüber der Reichsfinanzreform Reisende ohne Gepäck.
Vermischtes.
= Das böse Gewissen der Automobilisten. In einem Orte bei Potsdam war es aufgefallen, daß so viele Auto. mobilführer wegen zu schnellen Fahrens bestraft wurden. Man erfundigte sich nun von höherer Stelle aus hei dem betreffenden Schuhmann, wie er die erlaubte und nicht erlaubte Fahrschnelligkeit tagiere, und die Antwort lautete:„ Ich schreibe sie alle auf, die hier durchkommen." Und tatsächlich hatten alle gezahlt; ein Beweis, daß die Automobilisten immer ein böses Gewissen wegen zu schnellen Fahrens haben!
Jei Vorsicht geboten, meinte der Minister weiter, denn es sei fraglich, ob sie den Einzelstaaten finanzielle Erleichterungen bringen werde. Trügerischen Hoffnungen dürfe man sich nicht hingeben, um vor peinlichen Ueberraschungen gesichert zu sein.
Nab und fern.
Auf der Hochzeitsreise eingeschneit. In ran= genehmer Weise wurden die Flitterwochen eines jungen Paares unterbrochen, das seine Hochzeitsreise über den Grimselpaß nach Italien machen wollte. Auf dem Paß blieb der Wagen im Schnee stecken und das Ehepaar war ge= nötigt, unter Zurücklassung von Wagen und Gepäck sich zu Pierde nach dem Grimselhospiz zu flüchten, wo es, vom Schneesturm überrascht, in der Kälte 17 Stunden ohne Nahrung aushalten mußte. Erst dann gelang es Arbeitern von Handeck aus, wohin mar.' n Hilfe telephoniert hatte, sich einen Weg über den Paß zu schaufeln und die Eingeschlossenen zu befreien.
† Ein verkrachter Bankverein. Die vielbesprochenen Borgänge beim Lahrer Bankverein haben zur Eröffnung des Konkurses über dieses Institut geführt. Die Passiven betragen etwa 3 Millionen Mark, denen Aktiven in ungefähr gleichem Betrage gegenüberstehen, sodaß bie Gläubiger nicht schwer geschädigt sein dürften.
Drei
Ausnutzung einer Alpenhöhle. In Brüssel hat sich eine Gesellschaft gebildet, die die bekannte Höll- Lochhöhle in den Glarner Alpen wirtschaftlich ausnußen will Z: diesem Zweck soll im Hintern Teil der Höhle ein elektrischer Wagenverkehr eingerichtet und die ganze Höhle elektrisch beleuchtet werden. Am Eingang der Höhle wird ein Wartehaus mit einer Aussichtsterrasse errichtet. Die Höhle war bisher wenig besucht. Infolge der Verkehrsverbesserungen wird die Auf merksamkeit der Alpentouristen ohne Zweifel auf diesen Puntt gelenkt werden, sodaß die Bewohner des Glarner Landes wesentliche Vorteile davon haben werden.
† Tötlicher Unfall durch Kohlendunstvergiftung. Die Mannschaft des auf der Havel bei Sakrow liegenden Schleppdampfers Irmgard" wurde durch Dunst aus dem eisernen Ofen der Kajüte während der Nacht betäubt. von den Leuten konnten noch ins Leben zurückgerufen und schwer leidend ins Krankenhaus geschafft. Der vierte, Bootsmann Fernow, wurde bereits tot aufgefunden.
+ Bestialische Roheit eines Sohnes gegen den Vater. In Berlin hat der 25 jährige Arbeiter Jankowski in ange= trunkenem Zustande seinen Vater mit dem Messer bearbeitet, sodaß dieser bewußtlos zusammenbrach. Dann fesselte der Bursche den 65 jährigen Mann und holte die Polizei, der er angab, sein Vater sei plötzlich wahnsinnig geworden. Der Tatbestand kam später heraus, worauf der Unhold verhaftet wurde.
=
Schmugglerkniffe.
- Aus den Erfahrungen eines Grenzwächters.
daß das Eis eine er Brobe machen, menn auflegt. Uebrigens foll es Fähigkeit hat, ganz na Buren. Ein Bure fam bei feft einschlafen und nicht einmal herunterfall Herrschaft der Buren f ummöglich, die Nachtwäd ober wenigftens gehänfel fich oft den Spaß, ans e
An der belgischen Grenze wurde in lezter Woche ein Fuhrmann angehalten, dessen Wagen einen doppelten Boden hatte. In diesem Versted hatte der Fuhrmann täglich etwa 160 Liter Alkohol über die Grenze geschmuggelt. Derartige Fälle von Schmuggeleien sind nicht allzu selten, und wenn auch die abenteuerlichen Geschichten von Schmugglerbanden, mit denen man unsere Jugend gruseln macht, zum großen Teil auf Phantasie beruhen, so steht doch fest, daß an allen Grenzen jährlich ungeheure Mengen zollpflichtiger Gegenstände gepascht" werden, trotz der immer schärferen Handhabung des Grenzschutes. Je stärker aber die Kontrole an der Grenze wird, desto mehr Kniffe, desto größere Schlauheit werden von den Schmugglern angewandt, um die Grenzwachen zu hintergehen. Besonders stark ist der Schmuggel natürlich an der Grenze von Ländern, in denen Monopole für Tabak und Branntwein existieren.
Billige Eisenbahnfahrt. Ein Handwerksbursche, der von St. Anton in Tirol nach Bregenz wollte, troch in einem unbewachten Augenblick unter die Wagen eines abfayrenden In dieser Zuges und klammerte sich an die Bremsstangen an. lebensgefährlichen Lage machte er die Fahrt bis Bludenz mit, wo er von einem Beamten entdeckt wurde. Er hatte die billige, aber waghalsige Fahrt unternommen, weil er in St. Anton wochenlang ohne Arbeit gebiteben war und völlig mittellos dastant.
+ Schiffsuntergang. Auf der Fahrt von Rostock nach Christiania ist der in Rostock beheimatete Schoner ,, Louise" untergegangen. Die gesamte Besatzung von 10 Mann ist er
trunken.
und liegen dem nächsten ben od gleiten. Die 2 und die Attentäter mußte
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geradt hatte. Verfuchen fann man gejetter Hitung, nämlich obgleidh e bielleicht angeb einen und anstellen zu
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atlichen Leben Anteil genau festgestellt worde leben als Manner, und zn Le diefe Bahl ist, so birgt in fich, daß es fich lohnt, de treten. Nach einer einfache Puurvollern die weiblic brend bei Völkern in we Knaben zur Welt fommen. nicht zu leberfüllung Eur wenn nicht die Sterblichkeit zogen werden müßte. Und größer dl unter Frauen, Sauer der Männer ist ger bölkerung. Die Ursachen fi Liegen teils in der Lebens Berhältnissen. Die Kultur, erfreulichen abefferungen und für wesentlich wirtsc werblichen Arbeiter gesorgt laung getvejen, daß unserga anstrengenderen, aufreibende höhere Ansprüche an die Schaften des Einzelnen Stel elektrischen Straßenbahnen, fehrsneuerungen noch nicht nervenzerstörenden Lärm d
An der österreichischen Grenze wurde vor einigen Jahren eine Gesellschaft abgefaßt, die mit dem Maschinenpersonal eines Eisenbahnzuges gemeinsame Sache machte. Auf jeder Fahrt führte der Zug große Mengen Tabak und Cigarren ein, die teils unter den Koupeepolstern, teils auf der Lokomotive unter Kohlen verborgen wurden. An derselben Grenze passierte öfter ein Bauer, der keinerlei Gepäck trug, aber auffällig wurde, weil sein Körperumfang beim Rückpassieren der Grenze stärker schien als vorher. Es stellte sich bei einer Durchsuchung heraus, daß der Bauer ebenfalls den Tabatschmuggel betrieb und sein Läuchlein nicht echt war, sondern aus Tabak und Cigarren bestand. Einen humoristischen Beigeschmack hat eine Schmugglergeschichte, die sich an der belgischen Grenze abspielte. Dort tam fast täglich eine dralle Amme mit einem Wickelkindchen vorüber, die anscheinend mit dem Kinde auf der, durch die Grenzsche führenden Chaussee spazieren ging. Einem Zollbeamten fiel es mit der Zeit auf, daß das Kleine sich stets so ruhig verhielt und riemals schrie. Er trat eines Tages an die Amme heran, um sich das Kindchen näher anzusehen, und siehe da, das Baby war nur eine Wachspuppe, deren Leib aus kostbaren Brabanter Spigen im Werte von Tauienden von Mark bestand. An der russischdeutschen Grenze beobachteten die Grenzwächter lange Zeit eine alte Frau, die mit ihrem: Gebetbuch in der Hand täglich morgens angeblich in die Kirche des nahen Grenzdorfes ging. Eine Denunziation führte endlich dazu, daß die Frau ange= halten und untersucht wurde. Hierbei entdeckte man, daß das Gebetbuch nur ein Deckel war; die Blätter des Buches waren funstgerecht aufeinandergeleimt und so ausgeschnitten, daß ein Kästchen entstand, in dem täg'ich mehrere Dußend goldene Uhren über die Grenze wanderten. Keberhaupt spielen Frauen beim Schmuggel eine bedeutende Rolle, da sich ihre Kleidung besser zum Verbergen von allerlei Kontrebande eignet. Um nicht aufzufallen, tragen solche Schmugglerinnen dicke wattierte Kleider, die sie jenseits der Grenze mit ebenso aussehenden, aber, statt mit Watte, mit Schmuggelware ge= füllten vertauschen. Zum Schein der Gerechtigkeit bringen sie auch wohl ein fleines Handpaket zollpflichtiger mit, Gegenstände das sie der Gr.nze bor: weisen und verzollen während lassen, sie für hunderte von Mark Waren, in ihrer Kleidung verborgen, durchschmuggeln. Das Pas hen von Branntwein erfolgt oft in hohlen Spazierstöcken, manchmal sogar in Handwagen oder Fuhrwerken, deren Tragbalfen ausgehöhlt sind und mit ber verbotenen Ware gefüllt werden.
Unter der Leitung FD. Zur Erforschung der Pole. berühmter Polarforscher, unter denen Nordenstjöld, Nansen, Sverdrum, Peary, Cook u. a. genannt werden, und mit Unterstützung des Herzogs von Orleans werden in Brüssel zwei Expeditionen zur Erforschung des Nord- und Südpoles unserer Erde ausgerüstet. Die belgiseb Regierung beruft behufs Fest-. stellung des Programms für nächstes Jahr sämtliche Polarforscher nach Brüssel. Die Ausfahrt dürfte nicht vor drei Jahren erfolgen.
+ Entfeliches Familiendrama. In Burg bei Magdeburg wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt. Nachbarn des Buchbinders Mook fiel es auf, daß die Wohnung nicht ge öffnet wurde. Die Polizei öffnete die Wohnung und fand die Leichen der Eheleute Mook und ihres einjährigen Kindes, mit durchschnittenen Kehlen im Blute schwimmend auf. Anscheinend in Nahrungssorgen hatte der Mann die entsetzliche Tat verübt und sich dann selbst entleibt.
† Folgen einer Wette. Der Arbeiter Holzhüter in Mogen war eine Wette eingegangen, daß er in furzer Zeit 3 Liter Rum trinken fönne. Der leichtsinnige Mensch führte auch wirklich die Trinkleistung aus, starb aber furz nachher an Alkoholvergiftung.
† Automobil- Wettfahrt. Der bayerische Automobil. flub beschloß, daß die Herkomerkonkurrenz vom Jahre 1906 in Frankfurt beginnen soll. Die Tour des ersten Tages schließt in München; von hier wird die Fahrt nach Wien fortgesetzt. Die Rückfahrt erfolgt von Wien durch die Alpen über Innsbruck nach München.
† Ende eines Brautpaares. Der Vizefeldwebel Volz vom 17. Infanterieregiment in Germersheim war mit einem Dienstmädchen verlobt, doch wollten seine Eltern das Verhältnis nicht zugeben. Nachdem sich das Mädchen infolgedessen vergiftet hatte, crschoß sich Volz in der Kaserne mit seinem Gewehr.
† Ein Brandschaden von 400 000 Marf. In der Getreidemühle von Leysiefer& Liezmann zu Köln- Deutz brach gestern Feuer aus, das einen mit Getreide gefüllten Speicher ergriff, der vollständig ausbrannte. Sämtliche Kölner Wehren waren angestrengt tätig, um die Ausbreitung des Großfeuers auf das dicht bewohnte Arbeiterviertel zu verhindern, was nach sechsstündigen Bemühungen gelang. Der Schaden wird auf 400 000 m. geschätzt.
Tages- Chronik. Die Stadtverordneten in Danzig be willigten zur Wiederherstellung des Turmies der Katharinenkirche und zur Erneuerung des Glockenspieles 10 000 m.
Ein Bergmann in Uerkendorf erschlug einen Hausierer mit einem Bcil in einem wegen eines Schuhriemens entstandenen Streite.
Aus Liebeskummer sprang ein Mädchen in Berlin aus dem vierten Stockwerke auf den Hof, erlitt einen Schädelbruch und starb.
Wegen Erhöhung der Rohmaterialien- Preise steigerten die deutschen Hutfabrikanten die Preise für Herrenhüte.
Hus dem Gerichtssaal.
§ Divisionspfarrer Wachstein freigesprochen. Der erneute Prozeß gegen den Divisionspfarrer Bachstein wegen Beschimpfung der katholischen Kirche endete vor dem OberDas friegsgericht mit der Freisprechung des Angeklagten. Gericht nahm an, daß B. die Absicht der Beleidigung ferngelegen habe.
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Ein Fuhrmann versuchte einmal den Schnapsschmuggel in anscheinend leeren Flaschen, auf deren Boden Schwämme befestigt waren, die genug von der zoüpflichtigen Flüssig= leit aufgesogen hatten. Indessen kam er nicht weit mit bieser geistreichen Idee, da der Geruch der Flaschen die Beamten stuzig machte und der Schwindel bald entdeckt wurde.
§ Nahrungsmittelverfälschung. Der Inhaber der befannten Kölner Schokoladenfabrik Hewei& Veithen, Anton Hewel, sowie sein Fabrikinspektor Thäle wurden vom Schöffengericht Köln zu 500 bezw. 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagten vertreiben sogenannte Nährsalzpräparate, zu deren Herstellung fie verdorbene, unreinliche Stoffe verarbeitet haben sollen. Der Gerichtschemiker fand in den Präparaten erhebliche Mengen Sand; außerdem wurde durch die Beweisaufnahme die Verwendung von fauligen Haselnüssen u. dgl. bei der Fabrikation festgestellt.
Die Fässer mit doppeltem Boden, die anscheinend leer sind und in ihrem Versteck Schnaps enthalten, können heute nicht mehr standhalten, da an den meisten Zollstationen der Inhalt des Fosses durch Anbohren von beiden Böden aus untersucht wird. Sehr oft werden aber mit Heu und Getre de beladene Wagen zum Schmuggeln benutzt, weil die Prüfung ihre Inhalts immerhin schwierig ist.
§ Der totgeglaubte Ehemann. Eine Frau Burrows in London hatte sich, nachdem sie über 10 Jahre von ihrem Manne nichts mehr gehört hatte, zum zweiten Male ver= Heiratet. Jezt ist aber der Totgeglaubte wiedergekommen, und die Frau möchte ihn gern wiederhaben. Der zweite Gatte hat daher die Ehescheidungsklage eingereicht, da er im übrigen seine Frau wieder los sein möchte.
Die Zollbeamten haben diesen Kniffen gegenüber einen schweren Stard, und meist muk List gegen List kämpfen.
Sehr oft spielt der al die Rolle des Entdeckers, wenn nicht dirette Anzeigen erfolgen. Ganz abzuschaffen wird die Schmuggelei aber nie sein, und die Verlockung zum Baschen und zur Anwendung von Kniffen wird umso größer, se mehr die Zollgesetzgebung der einzelnen Länder erweitert wird. 2. Julius.
Schlaflosigkeit.
( Von unserem medizinischen Mitarbeiter). Die Zahl der angepriesenen Mittel gegen die Schlafs losigkeit sind Legionen. Nur von wenigen fann man sagen, daß sie wirklich wirksam sind. Aber auch diese haben den Fehler, daß sie ihre wohltätige Kraft mit der Zeit einbüßen, indem sich der Patient an sie gewöhnt. Andere gibt es, die zuvor auch Erfolg bringen, aber so gesundheitsschädlich sind, Deshalb daß die Gefahr den Nutzen reichlich aufwiegt. wird es noch immer vorkommen, daß viele Leute es vor ziehen, sich durch schlastose Nächte hinzuquälen, die Uhr Stunde um Stunde schlagen zu hören und darüber nachzu denken, was Alles sie sich zu tun vorgenommen und wie Vieles sie vergessen oder aus anderen Gründen unterlassen haben. Jetzt taucht eine neue Hoffnung auf, und es heißt sogar,
und lebten ein roar wenig aber desto bequemeres, r Generation.
Es liegt einfach in d Mann den Anstrengungen mehr ausgesetzt ist als di und daß daher die Wahr Beruf viel größer ist, ale der Mann eher den förperli benen er meit mehr als
biefer Umstand follte den ziehung der Frauen zu benten geben. Gelbft gegner nicht teilt, die fähig halten als den M lich, daß mit dem stärt Berufe auch die Gefah bementsprechend die Str rung wachen würde. weise zur Abkürzung da nicht wegzuleugnende nicht außer acht Lebensweise des zum Trinken vera. ff Der Ster idheitsz fer In den Vereinigter
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Sygiene und Gefahrenv
Landtage Bestern, am 15.
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als Abgeordneten in den
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daß das einzig wirksame Mittel gegen Schlaflafigkeit gefunden wähler nur in Frage worden sei. Ein gewisses Mißtrauen gegen die Nachricht ist für den bisherigen freilich dadurch begründet, daß sie von nicht unparteiischer Seite un Großen Linden ei
Pandidaten der Sozialde
ten fich entschließen.
Postkarte
eine Gefrierenstraße 5
verbreitet wird, nämlich von einer großen englischen Zeitschrift, die den Interessenten der Kälte- Industrie dient. Das empfohlene Verfahren besteht in Folgendem: Man schlage ein Stück Eis in fleine Stücke, lege sie in ein Handtuch, falte es in die Form einer Binde und lege diese unter das Genic. Dann lege man sich nieder und halte sich ruhig. Der letzte Hinweis, sich ruhig zu verhalten, ist ohne Zweifel nötig, in wenn einem das Rückgrad maschine verwandelt wird. Es soll aber unmöglich sein, wach zu bleiben, wenn die Anweisungen befolgt werden, nach dem Schlaf soll man sich besonders erfrischt und gestärkt fühlen. Das Wasser, das einem aus dem Eisbeutel den Rücken entlang fließen wird, darf man selbstverständlich nicht beachten, denn es dient sogar zur Erhöhung der Wirkung. An sich kann es sehr wohl wahr sein, daß Eis eine einschläfernde Kraft besitzt, wenn es in der beschriebenen Weise angewandt wird. Mit größerer Sicherheit fann man allerdings fanen.
emp
Stadt- Ansichten
Mtzkarten,
Mas eigene Portra
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