Ausgabe 
16.9.1905 Erstes Blatt
 
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Nr. 218.

Erstes Blatt.

Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­beffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362.

Samstag, den 16. September 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pts.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Giekener Seifenblasen( wöchentlich) Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neueste Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.

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Kaifermanöver 1905.

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bot. Das Vorgehen aus einer Feuerlinie in die neue näher gelegene geschah in der Weise, daß den Schüßen die neu zu erstrebende Linie durch Zuruf gekennzeichnet wurde, dann aber wurden sie nicht durch unser reglementarisches Kom­mando Sprung auf! Marsch! Marsch!" einheitlich in die Linie vorgeworfen, sondern nahmen nach und nach, beliebig einzeln aus diesem oder jenem Teile der Schüßenfette ver­friechend oder laufend, die vordere Linie ein.

Der immerhin bedenkliche Moment, wo bei gemeinsamem Vorlaufen das Feuer ganz schweigt, und wo sich, wenn auch für kurze Augenblicke, die vorspringenden Schützen als große Siele zeigen, ist dadurch allerdings vermieden. Die vordere Linie wächst in sich allmählich bis zur voller Feuerstärke an und die hintere baut ebenso allmählich ab. Die einzelne Sprungentfernung war auch wesentlich geräumiger, als es sonst üblich ist. Ich glaube dahin urteilen zu dürfen, daß diese Art des Herankommens an den Feind gewiß etwas tir sich hat und, wenn sie einmal in der Gefechtsausbildung Wurzel gefaßt hat, auch die Verluste verringert, möchte aber nicht mit der Auffassung zurückhalten, daß das Vorwerfen einer ganzen Abteilung durch das Kommando zum Sprung auch zaghaftere Elemente mit nach vorn reißt, die sich sonst nur schwer zum Herangehen an den Feind und in die damit nat.rgemäß größer werdende Gefahr entschließen. Der deutsche Soldat ist zweifellos tapfer und hat das auch jeder­zeit bewiesen. Aber jederzeit hat sich auch gezeigt, daß es zaghafte Elemente gibt, die widerspruchslos sich einer ge­meinsamen Handlung anschließen, des Antriebs durch die Gemeinsamkeit aber auch bedürfen. Bei den Japanern, die nach den Berichten hierüber ausnahmslos in der gekenn­zeichneten Weise verfahren sind, tritt das Moment des Fa­natismus hinzu. Die Verwendung des Schanzzeuges wäh­rend des Feuerns und noch in großer Nähe des Feindes war das Dritte von besonderer Bedeutung. Die Japaner sollen damit allerdings sehr gute Erfolge erzielt haben. Beim Regiment Nr. 56 sah ich heute die Berwendung des Spatens in der schon tätigen Feuerlinie. Während des Schüßenfeuers sette das Kommando Spaten heraus! Ein­graben!", ohne daß deshalb das Feuer schwieg, die Spaten nach und nach in Tätigkeit und bald sank die feuernde Rinie immer tiefer in den Boden. Ich erinnere mich übrigens, daß dieses Verfahren keineswegs etwas neues für die deutsche Truppe ist, man hat ähnlich hier und da schon immer ein­mal so gehandelt. Der Grund, weshalb aber nicht durchweg ausgiebiger vom Spaten, auch beim Vorgehen, Gebrauch ge­macht wird, ist meines Erachtens in zwei Dingen zu suchen. Erstens läßt man dem Spaten als Bestandteil der Aus­rüstungsstücke zu viel Sorgfalt und Behutsamkeit angedeihen und zweitens ist seine umständliche Befestigungsart am Leib­riemen für ein rasches Ingebrauchnehmen und Außerge­brauchstellen zu ungünstig. Der Spaten bedarf keines Fut­terals, Leder darf nicht Eisen schützen; nützt er sich ab bei häufigem Gebrauch, dann wird er eben erneuert. Seine Befestigung muß derart sein, daß ein Griff genügt, ihn zur Hand zu nehmen oder an Ort zu bringen. Welchen un­günstigen Einfluß die Unhandlichkeit des Schanzzeugs heute in der Linie der 56cr neben dem günstigen Einfluß der rasch herauswachsenden Deckungen ausgeübt hätte, vermag man bei dem blinden Friedensschuß nicht festzustellen.

( Von unserem Spezialberichterstatter.) Megen- Biwaks. Die Entwickelung des Angriffs.- Die Schlacht". Die neue Uniform im Felde. Japanische Fechtweise. Rückzug der blauen Truppen. Unent­schieden. Manöverschluß. Auszeichnungen. ( Nachdr. verb.) Kazenelnbogen, 15. Sept. Bei Kazenelnbogen stand gestern früh das 18.( rote) Ar­meekorps in einer 5 Kilometer langen Bereitschaftsstellung, die es aus seiner Mittwochs- Stellung zwischen Lahn und Remel heraus etwa 16 Kilometer in den frühesten Morgenstunden nach anscheinend wenig angenehmem Biwak gewählt hatte. Während der Nacht hatte es zwar nicht ge­regnet. aber es war bitter kalt. Blau( S. Armeekorps) hatte ihm etwas zusammengedrängter gegenübergelegen. Die ver­Tassenen Biwakpläße, an denen man vorübertam und auf benen nur zuweilen ein Holz, Streh oder leere Konserven­büchsen versteigernder Zahlmeister stand, mögen der un­schuldige Boden manches erwärmenden Kraftfluchs gewesen sein. Beim 8. Armeekorps bestand die Absicht, die Offen­five des vorherigen Tages fortzusezen. Zunächst wieder unter Nebel und beständigem Regen, der das Marschieren neben den Straßen unendlich erschwerte und den Marsch bei dem bergigen Gelände sehr verlangsamte, trat die Kavallerie­Division A um 7 Uhr vormittags von Langschied auf Recken­roth- Berghausen an, die 16. Inf.- Division um 6 Uhr von Nieder- Meilingen auf Laufenfelden, die 15. Inf.- Division um 6,30 von Buch über Holzhausen auf Dörsdorf und die 41. Inf. Division um 6 Uhr von Miehlen über Bettendorf auf Ober- Fischbach. Das 18. Armeekorps( Rot) hatte um 7 Uhr in der Linie Ebertshausen- Klingelbach- Dörsdorf­Schnepfenkopf( östlich Dörsdorf) eine Bereitschaftsstellung eingenommen, hatte sich also auf eine Linie von 5 Kilometer zusammengezogen, die eine ganze Reihe Uebersicht gewäh­render Höhen umfaßte. Ich hatte mich dem Vormarsch der ( blauen) 41. Inf.- Division angeschlossen, aus zwei Grün­den, wiewohl diese Division den linken Flügel von Blau bildete. Erstens befand sich die dem 8. Armeekorps zu­geteilte 25. Inf.- Brigade mit den Regimentern 13 und 56 dabei, zweitens gehörte zu der Division das Königs- Inf.= Regiment Nr. 145. Die 25. Inf.- Brigade war diejenige, welche vor wenigen Wochen auf dem Uebungsplatze Fried­richsfelde die japanische Gefechtsmanier zur Vorführung brachte und zur weiteren Uebertragung derselben in die Manöverpraris zu den Kaisermanövern kommandiert wurde, und das 145. Regiment war mit einem Bataillon in der neuen Felduniform zu den Manövern ausgerückt. Bei der heutigen ausgesprochenen Offensive war nach beiden Gesichts­punkten hin also von der 41. Inf.- Division einiges Inter­essante zu erwarten. Deshalb verzichtete ich auf die im all­gemeinen lohnendere Beteiligung an den Bewegungen des Zentrums. Vorausgreifend soll erwähnt werden, daß Rot in einer vortrefflichen Bereitschaftsstellung stand, längs bordersten Linien unter vorzüglichster Ausnübung des Ge­fichtsfeldes Schüßengräben für knieende Schüßen ausgehoben hatte und mit seiner Artillerie auf den Höhen östlich Katzen­elnbogen wirkungsversprechend postiert war. Die Schüßen­gräben taten auch ihre Schuldigkeit, die allenthalben die Feuerlinie umfäumenden hohen Kartoffelfelder erhöhten noch ihren Wert. Trotzdem hielten sie die rote Truppe nicht in ihrem Banne, sondern wurden gegen 10% Uhr, als auf der ganzen Front das Gefecht im Gange war und die blaue Artillerie auf der Mittel- Fischbacher Höhe eine der roten Artillerieſtellung fast gleichwertige gefunden hatte, von der roten Infanterie verlassen, um dem vor der überlegenen Feuerwirkung zurückweichenden Gegner soweit zu folgen, bis er sich in den Waldstücken um Fischbach verloren hatte. Zu­nächst zur neuen Felduniform beim 145. Regiment. Gerade der( wohl auch beabsichtigte) Umstand, daß nur ein Bataillon dieselbe trug und so bei der gemeinsamen Bewegung des Regiments die Unterschiede deutlich in Erscheinung treten fonnten, rechtfertigt ein Urteil über die Feldmäßigkeit, we­nigstens was die unerwünschte Abhebung vom Gelände an­langt, dahin, daß auf dem braunen Acker, der grauen Stoppel und im grünen Klee- oder Kartoffelfelde, also auf drei ver­schiedenen Bodenfarben, die graue Uniform sehr gewinnen mußte im Vergleich zur blauen. Die Truppe erschien als undeutlich umrissenes Etwas, während die blaue Uniform fest abgegrenzte Ziele bot. Also in bezug auf die erwünschte Unsichtlichkeit dürfte das Urteil zugunsten der neuen Feld­uniform feststehen; eine andere Frage, die ja auch gewissen Wert hat für die Defonomie der Truppe, ist die der Haltbar­feit und sonstigen Anordnung im Schnitt. Hierzu bedarf es selbstverständlich längerer Probezeit. Als die 25. Inf. Brigade mit dem Regiment 13 und 56 sich gegen Not westlich Fischbach entwickelte und im Angriff sich dem Gegner näherte, werer drei Dinge besonders in die Augen springend. So­wie die Teile der Brigade ins Gesichtsfeld des Gegners trat, gab es keine geschlossenen Abteilungen mehr. Unterſtüßungs­trupps und weiter zurückliegende Teile waren in einglie­driger Linie formiert, sofern nicht vorübergehend den hin­teren Staffeln das Gelände Deckung für geschlossene Formen

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Der Kaiser befand sich während des Angriffs von Blau bei Rot östlich Katzenelnbogen, die Kaiserin nebst der Prin­zessin von Schaumburg zu Pferde ebenfalls beim 18. Ar­meeforps. Der Manöver- Sonderzug und der Hofzug führte das Kaiserpaar und die fürstlichen und fremdherrlichen Gäste des Kaisers erst gegen 3 Uhr nachmittags nach Coblenz zurück.

Heute früh hatte das 18.( rote) Armeekorps eine Ver­teidigungsstellung südlich der Lahn auf den Höhen bei Lim­burg eingenommen. Das verstärkte 8. blaue Korps griff von Süden, Südwesten, Südosten und Osten mit Erfolg an, jedoch behauptete das 18. Korps im Kern seine Stellung, während das 8. Korps sich bei Abbruch der Manöver noch nicht voll entwidfelt hatte. Das Manöver schloß um 11 Uhr 15 Min. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich nach Limburg. Der Kaiser besichtigte den Dom und fuhr dann im Automobil nach Homburg. Damit ist das Kaiser­manöver 1905 beendet. Die verschiedenen Auszeichnungen sind bereits bekannt geworden. General von Lindequist wurde à la suite des 1. Garde- Regiments gestellt, der Ge­neral v. Bock und Polach à la suite des Infanterie- Regi­ments Graf Bülow v. Tennewitz( 6. westfälisches) Nr. 55. Der Erbprinz von Sachsen- Meiningen und der Erbgroß­herzog von Baden wurden zu Generalobersten ernannt. Ge­neralleutnant v. Moltke und Generalleutnant v. Eichhorn er­hielten den Roten Adlerorden 1. Klasse, General v. Deines das Großkreuz des Roten Adlerordens.

Politifche Rundfchau.

Deutfches Reich.

* Die deutschen Truppen haben mehrere Erfolge gegen die aufständischen Hereros in Deutsch- Südwestafrika errungen. Im Hakosgebirge, 50 Kilometer nordwestlich Rehoboth, hat­ten die Hercro in der letzten Zeit zahlreiche Viehdiebstähle berübt. Es gelang deutschen Vatrouillen, sie überraschend

anzugreifen. 60 Hereros fielen, 13 wurden gefangen. Ferner schlug eine Unteroffizierspatrouille aus Rehoboth eine Hererobande bei Autabil am Schaap- Revier, 70 Kilo­meter nordöstlich Rehoboth. 7 Herero fielen, 22 wurden gefangen genommen. Major Meister setzt seinen Vormarsch gegen Witboi fort.

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* Die Petitionen gegen die Fleischteuerung mehren sich andauernd. Die Berliner Fleischerinnung rich­tete eine Eingabe an den Reichskanzler, in der sie Grenzen­öffnung und Aufhebung der Vichzölle erbittet. Die Vre 3- Lauer Stadtverordneten und der Magistrat beschlossen ebenfalls eine Petition an die Regierung in gleichem Sinne.

Bei den sächsischen Landtagswahlen haben die Wahl­männerwahlen der dritten Abteilung durchweg den Sieg der Sozialdemokratie gezeitigt. Jr Leipzig fallen alle Sitze der dritten Abteilung an die Sozialdemokraten.

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Schweiz.

* Der in Zürich verhaftete Anarchist, angeblich ein In­genieur Robanov aus Riga, ist als der 22jährige Schrift­steller Hans Holzmann, bekannt unter dem Namen Senna Hoy aus Berlin, identifiziert worden.

Rufsland.

** Die Zustände im Kaufajus Gebiet sind noch immer so schlimm, daß in Tiflis, wo die städtische Verwaltung als Vrotest gegen die blutige Unterdrückung der Kundgebungen ihr Amt niedergelegt hat, Profiamationen mit der Auffor­derung zur allgemeinen Empörung verbreitet werden. In Baku überfielen tatarische Brandstifter das Haus eines reichen Ropbtho- Juduftriction. Als er sich mit Revolver. ichüssen acger die Tataren vericidiate. holten diese Stoiafen, die das Hous, aus dei, aus ruhige Büraer" grichollen iei den Tataren zum rernen trescahen Be der Seuersbrunst famen viele Perfonen um in 2 c d z wur­

den sämtliche Theater- und Konsertaufführunger auf un bestimmte Zeit verboten. Das an der finnchen Küste durch Explosion untergegangene, mit Waffen beladene Schiff ist aus den aufgefundenen Schiffspapieren als der in Lon­don beheimatete Dampfer John Grafton" refognosziert. Führer des Dampfers soll ein Bruder des Finnländers Schaumann gewesen sein, der seinerzeit den Generalgouver­neur von Finnland ermordete. Der John Grafton" soll auch zu der Fahrt an Stelle der englischen eine gemischte ausländische Besatzung erhalten haben.

Alien.

** Der langerwartete Waffenstillstand in der Mandschurei ist endlich endgültig vereinbart worden. Die Bevollmäch­tigten der Japaner und Nussen kamen alsbald in Schahotsu zusammen. Das Protokoll wurde unterzeichnet. Es wurde bestimmt, daß die Kämpfe in der ganzen Mandschurei ein­gestellt werden sollen, und eine Zone festgesetzt, in welche feine der beiden Armeen kommen darf. Allen Armeekorps soll bekannt gegeben werden, daß der Waffenstillstand spä­testens heute, 16. September, mittags in Kraft tritt.

In dem Protokoll wird eine etwa acht Kilometer breite neutrale Zone zwischen der Front der beiden Armeen fest­gesetzt. Sollte eine Entscheidung über neue Fragen not­wendig werden, so haben die Parlamentäre für einen solchen Fall einen bestimmten Weg längs des Bahndammes zwischen Schuanmiautji und Schachetsy zu nehmen. Für den Waffen­stillstand auf Korea und Sachalin werden andere Bevoll­mächtigte ernannt werden. Nur Zivilisten dürfen die neu­trale Zone betreten; der Verkehr zwischen den Armeen fin­det auf der Schahotsustraße statt. Des weiteren sollen be­sondere Marinedelegierie auf dem Wasser in der Nähe von Wladiwostok, von jeder Nation nur ein Schiff, zusammen­kommen und für die Zeit des Waffenstillstandes eine neu­trale Zone auf See festsetzen. Der Waffenstillstand an der Grenze von Korea wird durch ein Sonderabkommen zwischen den beiden Höchstkommandierenden am Orte auf ähnlicher Grundlage abgeschlossen werden.

Das Elend in Calabrien. Grauenvolle Zustände haben die schrecklichen Erdbeben­katastrophen in Calabrien hervorgerufen. Die Menschen sterben tatsächlich vor Hunger. Es fehlt an allem, die Ge­sunden haben kein Brot, die Kranken und Verwundeten weder Hilfsmittel noch kräftigende Nahrung, selbst das Wasser mangelt. Unter freiem Himmel müssen die Sterbenden ihren legten Atemzug tun.

20 000 Personen ohne Obdach.

Ein italienischer Publizist weist nach, daß in und um Monteleone 20 000 Menschen im Freien kampieren, die alles berloren haben. Nicht einmal Behälter sind ihnen ge­blieben, um Wasser zu schöpfen. Eine schweigende Menge lagert vor den Trümmern ihrer Häuser, wo ihre Lieben gestorben sind. Sie warten auf eine Hilfe, die nicht kommen will. Die erſten Zeichen des Erdbebens entdeckt man auf