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=

Leichtere Dienstkleidung für Eisenbahner. Die Eisen­bahnbeamten in Preußen haben an den Eisenbahnminister eine Bitte um Einführung einer leichteren Dienstkleidung während der Sommermonate petitioniert. Besonders die Schaffner und die Kontrolleure haben während der letzten Hiße unter dem schweren Gehrock und der Tuchhose schwer gelitten. Die Eisenbahnverwaltung hat bislang alle der. artigen Gesuche abgelehnt.

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Neue Entwertung der Briefmarken. Die belgische Postverwaltung hat beschlossen, die Briefmarken nicht mehr durch Stempelung, sondern mittelst Durchlochung vorzu­nehmen. Sowohl die Marke selber, wie der Umschlag oder das Blatt, auf das sie geklebt ist, werden durchlocht. Da­mit wird das Datum der Aufgabe unter allen Umständen leferlich, und die chemische Beseitigung des Stempels auf gebrauchten Marken wird unmöglich.

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Die Japaner und die Natur. Ein in Paris lebender Landsmann erzählt von der außerordentlichen Vorliebe der Japaner für alle Naturerscheinungen und deren Einfluß auf das Sinnenleben des Volkes ein besonderes Stücklein. Unser Landsmann saß mit einem hochgebildeten Japaner zusam­men, als ein anderer Japaner hereingestürzt fam und in Tebhaftester Weise auf den ersteren einredete. Das verhan­delte Thema war die Feststellung der einfachen Tatsache, daß draußen Vollmond sei. In vollster Ekstase wurde dann dieses Faktum von den Japanern auf dem Balkon beob­achtet.

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Leutnant und Kunstreiterin. Der Ulanenleutnant Frei­herr von Leyen aus Düsseldorf hatte sich in die Zirkusreiterin Mademoiselle Theodora verliebt und wollte sie heiraten. Er reiste ihr nach Budapest nach, als sich aber seitens seiner Familie unübersteigliche Hindernisse gegen die Ehe zeigten, erschoß er sich auf der Jagd. Auf diese Kunde warf sich die Kunstreiterin in der Arenastraße zu Budapest vor einen Wagen der elektrischen Straßenbahn. Dem Motorführer gelang es, den Wagen noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen, so daß die Lebensmüde nur geringfügige Kontusionen erlitt. Mademoiselle Theodora stammt aus guter Familie. Vater war ein deutscher Offizier namens Weißenbach. Seine Tochter, die eine vornehme Erziehung erhielt, flüchtete als 17jähriges Mädchen mit einem Studenten nach Paris, von wo sie nach dreijährigem Aufenthalte wieder nach Deutsch­Iand zurückkehrte. Da ihre Verwandten von ihr nichts wissen wollten, und sie selbst für ihren Unterhalt sorgen mußte, wurde sie Kunstreiterin in einem Zirkus.

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nen.

Ihr

Der Wahnsinnige in Leuchtturm. Furchtbare Stun­den mußte der Wärter Hülse im Leuchtturm bei Stradford Shoals in Long Island durchmachen. Sein Kollege Coster wurde plötzlich vom Wahnsinn befallen. Er griff fortwäh­rend Hülse mit allen möglichen gefährlichen Werkzeugen an und versuchte daneben, das Leuchtfeuer auszulöschen; so konnte Hülse den Rasenden nur mit Mühe verhindern, in einer stürmischen Nacht, als das Signallicht für die Schiff­fahrt von höchster Bedeutung war, die zolldicken Glaswände der Lampe zu zerschmettern. Eine ganze Woche lang dauerte dieser Kampf, und während dieser Zeit kam Hülse nicht dazu, eine Stunde lang ruhig zu schlafen. Gerade zur rechten Zeit traf das Ablösungsboot ein, denn viel länger hätte sich Hülse nicht gegen die Attacken des Wahnsinnigen halten kön Gänzlich erschöpft wurde er an Land gebracht. Trinkgelder in Amerika. Die stärksten Ansprüche an die Gewährung von Trinkgeldern stellen die Kellner in Amerika. Ein Oberfellner in einem feinen amerikanischen Restaurant gab zu, daß er bei Gelegenheit einer größeren Tafelgesellschaft nicht weniger als 500 Dollars an Trink­geldern vereinnahmt habe. In einem mittleren Restaurant hatte eine Gesellschaft von sieben Personen eine Zeche von 135 Marf gemacht; als der Gastgeber dem Kellner ein Trink­geld von acht Mark bot, verweigerte dieser die Annahme des Geldes. Der Oberkellner des Holland- House- Hotels, Mr. Harriman, erklärt nur einen solchen Gast für fair, der auf eine Zeche von zwei Mark einen Dollar( 4 MF. 20 Bf.) zahlt und sich nichts herausgeben läßt, und bei einem Fünf- Dollar­Diner muß sich nach der Ansicht dieser Herren jeder Gast aufs tiefste schämen der nicht einen Dollar Trinkgeld verabfolgt.

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Cokales.

16. August 1905.

*** Kaisermanöver. Dem 18. Armee Korps wird beim Raisermanöver die 28. Division zugeteilt, die der Generalleutnant von Pfuel befehligt. Außerdem wird bei diesem Korps die 90. Infanterie- Brigade unter Führung des ältesten Generalmajors aufgestellt. Beim 8. Armee- Korps wird aus den zugewiesenen Truppenteilen eine besondere 41. Infanterie- Division unter dem Befehl des Kommandeurs der 34. Division in Mez Generalleutnant v. Uslar formiert. Dem 8. Armee- Korps ist die Kavallerte- Division A, die vom Inspekteur der vierten Kavallerie- Inspektion in Saar­brücken Generalleutnant v. Kazler geführt wird, zugeteilt, während dem 18. Korps die Kavallerie- Division B. unter dem Kommando des Inspekteurs der 3. Kavallerie- Inspektion in Münster Generalleutnant v. Nazmer beigegeben ist. Die n1 u. 2, Division besteht aus den bayerischen Ulanen- Regimentern den badischen Dragoner. Regimentern 20 und 21 und den hessischen Dragoner- Regimentern 23 und 24, der reitenden Abteilung des 10. Felbartillerie- Regiments, der zweiten und dritten Maschinengewehrabteilung und einer Bionier- Abteilung. Beide gegeneinander operierenden Korps bestehen also aus je drei Infanterie- und je einer Kavalleriedivision.

** Kriegerveine und Kaisermanöver. Den Mitgliedern der Kriegervereine, die sich als solche ausweisen, ist für Hin- und Rückfahrt zu der Staiserparade bei Hom burg v. d. H. am 8. September Fahrpreisermäßigung für Gesellschaftsfahrten zu gewähren, auch dann, wenn sie in einer geringeren Anzahl wie 30 Personen sind. Es sind Rückfahrtkarten zum einfachen Personenzugsfahrpreise zu berabfolgen, deren Lösung jeweils durch einen Beauftragten des Vereins son möglichst am Tage vorher( also am 7. September) gegen Zahlung des Gesamtpreises und Ab­gabe des unterschriebenen Anerkenntnifies erfolgen soll. Bu den Schnellzügen haben die ermäßigten Fahrkarten teine Gültigkeit.

** Der Kriegerverein Gießen hielt gestern Dienstag- Abend eine Monatsversammlung ab. Die Hauptberatungspunkte waren Beteiligung an der für nächsten Sonntag angefesten Gravelottefeier( Kirchgang, Schmückung der Gräber auf dem alten Friedhof und Feier

am Kriegerdenkmal) und Beteiligung in corpore mit Fahne na der Kaiserparade bei Homburg v. d. H. Die An wesenden stimmten ohne Ausnahme dafür; Näheres wird darüber noch bekannt gegeben. Ein Kriegsveteran und Mit­glied des Vereins, der auch sonst ein großes Interesse für das Militärwesen und patriotische Gesinnung hat, wird den Mitgliedern, die an der Kaiserparade teilnehmen, die Eisen­bahnfahrt bezahlen. Es ist der Wunsch und die anerkennens werte Absicht, daß auch Mitglieder sich melden, welche infolge ihrer nicht allzuglänzenden finanziellen Lage sonst nicht mit­fahren fönnten, aber doch gern eine solch großartige militärische Revue, zu welcher dieses Mal auch die alten Veteranen mit antreten, gern sehen möchten.

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= Räder Zusammenstoß. Gestern Mittag follidierten am Schiffenbergerweg in Gießen zwei Radfahrer, indem sie mit den Rädern ineinander fuhren. Beide fielen von den Rädern und verlegten sich erheblich; der eine Radler wurde besinnungslos. Wer der schuldige Teil

gewesen, fonnte weder von den Gestürzten, noch von Beugen

festgestellt werden.

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Eine beneidenswerte Geistesgegenwart besitzt ein Schaffner, der vor einigen Tagen auf dem Gießener Bahnhof vom Bug auf das Geleis stürzte, als sich dieser in Bewegung seßte. Die Gefahr erkennend, streckte der Schaffner sich blißschnell wagerecht zwischen den Echienen aus und ließ den Bug über sich hinweggeher, ohne beschädigt

zu werden.

* Das Bienenjahr geht nun für alle Gegenden ohne Herbsttracht zu Ende. Nach den Berichten aus den meisten Junterfreisen Hessens war das abgelaufene Bienen jahr ein reich gefegnetes, und in Fülle haben die fleißigen Immen föstlichen Nektar eingetragen, so daß der Königin zur Eierablage nur wenig Raum blieb. Aus lezterem Grunde fielen auch die Schwärme sehr spärlich, und es be­wahrheitete sich dadurch wieder die alte Imterregel: Gute Honigjahre, schlechte Schwarmjahre." Leider gingen im Frühjahre viele Völker wegen Mangel an Nahrung ein und die betr. Imker erlitten hierdurch großen Schaden, eine neue Mahnung an die Bienenväter, ihre Völker gut und mit reichlichem Futtervorrat einzuwintern.

** Die Eröffnung der Allgemeinen Garten­bau- Ausstellung zu Darmstadt erfolgt kommenden Sams­tag vormittage 81 Uhr durch den Landesherrn. Die Ausstellung ist höchst sehenswert.

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** Die Offenbacher Kindesraubmörderin Lot wird von dem am 25. September in Darmstadt zusammen­tretenden Schwurgericht der Provinz Starkenburg abgeurteilt werden.

** Der deutsche Photographenverein eröffnete gestern in Darmstadt seine mit einer Ausstellung verbundene 34. Wanderversammlung. Der Großherzog hat für die Ausstellung zwei Ehrenpreise gestiftet.

** Am 25.- 29. Juli waren es 25 Jahre, daß zu Frankfurt a. M. das V. Deutsche Turnfest stattfand. Der Festplatz umfaßte 85 Frankfurter Morgen. Der Festzug bestand aus 50 Gruppen, zwischen denen 18 Musikkorps verteilt waren. 9798 Turner waren von auswärts erschienen, darunter von Amerika 155, Frankreich 3, Rußland 5, Holland 15, Schweiz und England je 20, Italien 23 und Belgien 33. Bei dem Wetturnen traf es sich, daß unser bekannter Christ. Meller vom Frankfurter Turnverein( jezt Bockenheim) mit 69,2 Punkten den 1. und sein Bruder, welcher dem Nürnberger Turnverein angehörte, mit 45 Punkten den Leider war der Abschluß des legten Preis errangen. Festes ein unglücklicher; beim Feuerwerk explodierte ein Mörser, wodurch 6 Personen ums Leben famen, 20 schwer und 14 leicht verwundet wurden.

( Turnztg. für den Gau Hessen.)

* Im Jahre 1904 betrug die gesamte Weinernte im Großherzogtum Hessen 450 218 Hektoliter im Werte von 11 237 000 Mart, gegen 513 583 Hektoliter im Werte von 12 121 000 Mart im Jahre 1903 und 285 647 Heftoliter im Werte von 8532 000 Mart im Jahre 1902.

* Alte Gebräuche bei Berlobung und Hoch­zeit in Oberhessen. Wenn ein Bursche eine unter den Töchtern des Landes zu seinem Schatz erwählt hat und er nicht mehr mit den anderen Burschen regelmäßig die Spinn­stube besucht, sondern auf geheimen Wege zu seinem Mädchen geht", dann muß er sich, so wird der Darmstädter Beitung" g schrieben, von seinen Kameraden mancherlei Hänseleien gefallen lassen. Es geschieht nicht selten, daß die Burschen Es geschieht nicht selten, daß die Burschen in der Nacht vom Hause der Braut bis zu dem des Bräutigams einen Pfad mit Häcksel, Eand oder Zwetschen­fernen streuen. Zur Verlobungsfeier, oder zur ersten Bräut, auch Handschlag genannt, werden nur die nächsten Ver­wandten geladen. Im Beisein des Bürgermeisters wird dann der Ehevertrag abgeschloff n. Ist dieser Akt glücklich zu Ende geführt, dann werden die vor dem Hause wartenden Burschen benachrichtigt, das die Bräut gerore seine", und das Peitschenfnallen auf der Straße fann nun beginnen. Nach Beendigung der Verlobungsfeier geht die Braut auf 8 bis 14 Tage zu den Schwiegereltern ins Haus. Kommt der Tag der Hochzeit, dann gibt es im Hochzeitshause riel Arbeit. Die Wohnung wird neu hergerichtet, Tische und Stühle für 60-80 Gäste werden herbeigeschofft, es wird tüchtig geschlachtet und ganze Haufen von Kuchen werden gebacken. Die Hochzeit findet meistens am Donnerstag und Freitag statt. Der Brautschmuck erfordert eine besondere Sorgfalt und wird von einer Frau ausgeführt, die darin durch öftere Uebung ein gewiffe Geschicklichkeit befigt. In der Hütten­berger Gegend( Großen- Linden, Lang- Göns) trägt die Braut auf dem Kopfe das sogenannte Aufgebinde, ein Ecb­stück der Familie. Es ist dies eine mit Perlen, Blumen und Metallblättchen aufgeputzte Krone, von der lange, bunte Bänder über den Rücken herunterhängen. Der Bräutigam erscheint in 8ylinder und schwarzem Anzug. An der linken Bruftseite trägt er als Schmuck ein blaues Band, das um ein Rosmarinsträußchen gebunden ist. Das Hemd, das der Bräutigam tägt, ist ein Geschenk der Braut. Dafür schenkt er der Braut ein Paar Schuhe. Als erstes Ausstattunge­

| ftück bringt die Braut ein neues Bett, zu dem der Bräutigam ein Assen anfertigen läßt, das er am Abend vor der Hochzeit seiner Braut abliefert. Beim Kirchgang, zu dem die Glocken läuten, geht der Bräutigam voraus, die Braut hinterher. Nach der kirchlichen Trauung wird das Brautpaar auf dem Wege bis zum Hochzeitshaus mit vorgespannten Seilen aufgehalten und nicht eher weitergelassen, bis die üblichen Münzen den Beteiligten zugeworfen sind. Je mehr auf dem Wege gehemmt" wird, um so größer die Ehre für das Brautpaar.

?? Grünberg, 15. August. Beleuchtungsfrage. Gemäß einem Gemeinderatsbeschluß begibt sich eine Kommission nach der Ausstellung in Kassel, um sich dort weiter in der Beleuchtungsfrage zu informieren.

?? Grünberg, 15. August. Besitzwechsel. Der Stationsassistent Ewald hat den in der Nähe des Bahn­hofs unter der Allendorfschen Wirtschaft gelegenen Bauplaz für 3038 Mt. gekauft.

13. August ſein diesjähriges Schauturnen ab. Nach *** Der Turnverein Grünberg hielt am demselben hatte der Verein für die Damenwelt ein Preis- Walzertanzen veranstaltet. ( Turnztg. für den Gau Hessen.) Amtlich werden 13 Erfranfungsfälle gemeldet. Wetzlar. Hier ist der Typhus ausgebrochen.

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+ Weilburg, 15. Auguft. Bum Bürgermeister unseres Ortes ist der Bürgermeister von Melsungen, Gustav Karthäuser einstimmig gewählt worden.

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Kinde, das der Obhut zweier Schulkinder anvertraut war, § Homberg, 15. August. Unglück. Einem fleinen wurden, als es einen Augenblickt sich selbst überlossen war, von einer Mähmaschine, deren Führer das kleine Wesen nicht bemerkt hatte, ein Bein und eine Hand abgeschnitten. Frankfurt, 15. Auguft. Freiheit, die ich meine. Ein 31jähriger Kaufmann aus Gießen ist hier vor einigen Tagen aus der Untersuchungshaft in Gefängniskleidung ent­wichen, indem er die Holzborde an einem Fenster abriß. Lange währte die Freiheit aber nicht, da er ein paar Stunden später bereits wieder dingfest gemacht wurde.

§ Inheiden, 15. Auguft. Auf den Gehöften der hiesigen Insassen Konrad Gerhard und Joh. Arnold ist der Rausch­brand festgestellt und die Sperre verhängt worden.

Die deutschen Lebensversicherungs­Gesellschaften im Jahre 1904.

Von 46 deutschen Gesellschaften wurden im Jahre 1904 insgesamt 152 091 eigentliche Lebensversicherungen über 712977 960 t. neu abgeschlossen. In Abgang kamen dagegen 77 877 Versicherungen über 323 079 705 r., darunter 25 289 über 100 107 872 Mt. durch den Tod und 6538 über 35 075 967 Mt. durch Zahlbarwerden bei Leb­zeiten der Versicherten.

Der Gesamtbestand eigentlicher Lebensversicherungen am Schlusse des letzten Jahres erhöhte sich um 74 214 Policen und 389 898 255 Mt. Summe ouf 1753 010 Versicherungen über 7 725 074 387 Mt. Hieran waren die bedeutendsten Anstalten mit folgenden Eummen beteiligt: Gotha gegr. 1827 mit 865 987 975 Mark

Stuttgart

Alte Leipziger. Victoria Stettiner Germania Karlsruhe.

1854

"

" 692 982177

"

1830

678571550

"

"

"

1861

654 393 440

"

"

"

1857

639 271882

"

"

"

1864

534042161

"

"

"

Summa 4 065 249 185 Mart.

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-

Auf diese sechs Anstalten entfiel demach die gute Hälfte ( 52,6%) des gesamten Lebene versicherungsbestandes der darunter 46 Gesellschaften. Von letteren betreiben 23 außerdem die besonders Victoria und Friedrich Wilhelm fleine( Volks- und Sterbekasse.) Versicherung mit geringen Summen, zumeist ohne ärztliche Untersuchung und mit wöchentlicher Prämienzahlung: hierin wurde 765 047 Ver­sicherungen über 153 695 028 Mart neu abgeschlossen und am Schlusse des Berichtsjahres bestanden 4812770 Ver­sicherungen über 855 536 153 Mart( durschnittlich 178 r.). Von den 46 Gesellschaften betreiben sodann 42 auch die Versicherung nur auf den Lebensfall( Alters, Aussteuer, Militärdienstversicherung); hierin wurden 37 189 Versicherungen über 66 638 409 Mart abgeschlossen und Ende 1904 be 380976 standen 560 182 Versicherungen über 890 380 976 Mart. Der Gesamtbestand an Kapitalversicherungen bezifferte fich somit bei den 46 deutschen Lebensversicherungen Ende 1904 auf 9 473 996 516 Mt. Summe.

Marktberichte.

* Wochenbericht der Zentralstelle für Obstver. wertung in Frankfurt a. M. Die Durchschnittspreise betrugen: Heidelbeeren 12 t., prifosen 30 Mt., Pfirsiche 20 Mt., Reinetlauden 9-12 Mt., Mirabellen 10-14 Mr., Birnen 8wetschen 12-17 Mt., Aepfel 10-14 Mt.,

10-14 Mt., alles per Zentner.

K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 2.20-2.35 Mt., Stroh 3.00-3.50 Mt. Alles per 50 kilo.

Siegener landwirtschaftlicher Wetterdien Boraussichtliche Bitterung in Heffen für Donnerstag, den 17. Auguft. Kühler, wolkig, nur geringe Niederschläge, noch vereinzelt Gewitter.

( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Berantwort ur die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für en übrigen Inhalt: Georg Horn, betb in Gießen.

Die Ziehung IV. Klasse der 6. Hessisch- Thürin gifchen Staatelosterie findet am 23. August d. J. statt. Auf die Notwendigkeit rechtzeitiger Loserneuerung wird aufmerksam gemacht.