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Sen 300 000 Mann, die jetzt in Ostasien vielleicht noch unter Waffen stehen, sind mindestens 150 000 Reservisten, die, von den Fahnen entlassen, in allen Dörfern und Städten des Westens eben so viele Agitatoren der Unzufriedenheit und des Umsturzes sein würden. Aehnlich ist es 1871 in Frank­reich gewesen, wo die geflüchteten Soldaten sich für Helden ausgaben, die Offiziere aber als Verräter und zur Führung unfähig dem öffentlichen Haß denunzierten. Diese Elemente fehlten in der gegenwärtigen Erregung gerade noch, um alle staatliche Autorität zu vernichten.

Zwei Momente freilich könnten einen Friedensschluß er zwingen oder richtiger: die Fortführung des Krieges einfach unmöglich machen. Wenn die sibirische Bahn zerstört wird, sei es durch die Sibiriaken, die möglicherweise auf den Gedan­fen kommen, daß ihnen ein freies Leben in ihrem Sinne winkt, sobald sie das vieltausendwerstige Eiſenband durch­schneiden, das sie mit Moskau und Petersburg verknüpft, sei es durch eine andere feindliche Aktion so ist die Kata­strophe da, der Prieg ist aus, weil die Feinde nicht mehr zusammenkommen können. Oder wenn das Geld zu Ende geht. Das Scheitern der jüngsten russischen Anleiheverhand­lungen in Paris ist nicht von unmittelbarer Einwirkung. Seit fünfzehn Jahren haben die russischen Finanzmänner die Gepflogenheit, eine neue Anleihe aufzunehmen, während das Ergebnis der vorigen noch intakt ist. Diese kluge Finanzpolitik sicherte dem russischen Staat vorteilhafte An­lehensbedingungen. Wer nicht um Geld drängen muß, hat billigen Kredit. Auch jetzt hat Rußland um neues Geld unterhandelt, während eine halbe Milliarde noch vorhanden icar. In drei Monaten wird sie aufgezehrt sein, und dann

ist der Krieg zu Ende, wenn keine neue Anleihe unter­gebracht werden kann. Doch das ist kaum anzunehmen. Sußland hat noch Kredit-wenn es sich nur entschließt, Kriegszinsen zu zahlen.

Vom Kriegsfchauplatz nichts neues.

Das uns vorliegende Nachrichtenmaterial bildet nur eine Nachlese aus den Kämpfen um Mukden. Neu ist nur die Meldung, daß in diesen Kämpfen General Bilder= ling gefallen ist. Eine weitere Meldung, daß die Demission Kuropatkins vom Zaren genehmigt sei, bedarf noch der Bestätigung.

Die Politik.

Die in Vorbereitung befindliche Wahlreformvorlage für das preußische Abgeordnetenhaus sieht die Teilung der übergroß gewordenen Wahlkreise voraus. Die Stadt Berlin, die bisher durch) 9 Abgeordnete vertreten war, soll in Zu­kunft 12 Abgeordnete wählen.

Der Landtag von Lippe- Detmold hat das Thronfolge­gesetz angenommen. Der vom Reichsgericht erwartete Schieds­spruch zwischen dem Fürsten Georg zu Schaumburg- Lippe und dem Graf- Regenten Leopold zur Lippe- Biesterfeld soll für die Thronfolge maßgebend sein.

Frankreich.

Der französische Kolonialminister Clementel hat mit großer Zivil- und Militärbegleitung eine Reise nach Fran­zösisch Indochina angetreten. Er will dort Frankreichs Friedenspolitik verkünden, nachdem die Besorgnis von einer japanischen Erpansionspolitik nachgelassen hat, zugleich aber einige Verstärkungen an der Ostküste von Indochina vor­nehmen.

England.

+ Die Bewegung für das parlamentarische Wahlrecht der Frauen ist neuerdings stark in Fluß gekommen. In der Queenshall fand eine Massenversammlung statt, an der die elegantesten Damen der Gesellschaft teilnahmen. Die un­geheuer start besuchte Versammlung beschloß einstimmig, das Parlament aufzufordern, daß es die Beschränkungen der Frauenrechte beseitige.

Türkei.

A Die jüngst aus Konstantinopel entflohenen Würden­träger werden dringend, um Rückkehr gebeten. Der Sultan sichert ihnen Straflosigkeit, sogar die Bestrafung ihrer Feinde 311. Bis jetzt haben sich die Flüchtlinge, um deren Ent­weichung schon ein ganzer Sagenfreis sich gesponnen hat, noch nicht gemeldet.

Alien.

Eine neue Kriegsflotte für China, das ist der jüngste Wunsch der englischen Reeder, die natürlich) gern bereit sind, für das Reich der Mitte so viele Panzer zu bauen, als es zu bezahlen imstande und gewillt ist. Die chinesische Marine muß vergrößert werden das steht bei den Engländern fest; vorläufig sollen die verschiedenen von einander unab­hängigen Provinzial- Marineverwaltungen zu einer einzigen Verwaltung verschmolzen werden.

Nach japanischen Berichten ist eine Verschwörung in Korea entdeckt worden. Der Kaiser sollte veranlaßt werden, sich von der Konvention mit Japan freizumachen und in einer fremden Gesandtschaft in Soul Zuflucht zu suchen. Die Verschwörer, die auch einige fleine Mordpläne hatten, sind verhaftet.

Deutfcher Reichstag.

( 164. Sizung.)

CB Berlin, 15. März. Heute gab es nach langer Zeit wieder einmal ein ver­hältnismäßig gut besuchtes Haus und voll besezte Tribünen. Da der Etat für den Reichskanzler auf der Tages­ordnung stand, erwartete das Publikum offenbar, daß Graf Bülow sprechen werde, und da man ihn, einen der vor­züglichsten parlamentarischen Debatter, gern hört, hatte es sich in großer Zahl eingestellt. Wer in dieser Hoffnung ge­fommen war, hat denn auch richtig seine Rechnung gefunden; denn der Kanzler sprach nicht nur einmal, sondern griff mehrere Male in die Debatte ein. Zunächst erklärte er sich gegen eine vom Abg. Dr. Spahn begründete Resolution des Zentrums, Elsaß- Lothringen eine eigene Vertretung im Bundesrate zu gewähren. Den Zeitpunkt zu bestimmen, wann dies geschehen könne, müsse sich bei der schwerwiegenden und weittragenden Bedeutung der Frage die Regierung vor­behalten. Danach begründete der Abg. v. Vollmar eine sozialdemokratische Resolution, der Reichskanzler möge bei den Regierungen von Bayern und Preußen dahin wirken, daß die von ihnen im Jahre 1885 mit Rußland geschlossenen Auslieferungsverträge sofort gekündigt würden. Er beflei­Bigte sich seiner Gewohnheit gemäß eines ruhigen Tones, beranlaßte aber den Reichskanzler zu einer Erwideruna. in.

dem er die alten Vorwürfe wiederholte, daß Deutschland schon von dem Regiment des Fürsten Bismarck her von Rußland abhängig sei, und daß die deutsche Neutralität zugunsten Rußlands verletzt worden sei. Graf Bülow, der mit humorvollen schlagfertigen Wendungen des öfteren große Heiterfeit erregte, pries zunächst mit warmen Worten seinen großen Vorgänger, den eisernen Kanzler, als Meister der auswärtigen Politik, dann schritt er zur Widerlegung der von Herrn von Vollmar geäußerten Ansichten über die gegen­wärtigen Verhältnisse. Er bestritt, daß das Prestige Ruß­lands durch die Vorgänge in Ostasien erschüttert sei, die Großmachtstellung des Barenreiches werde auch die Wechsel­fälle dieses Krieges und die gegenwärtigen inneren Unruhen überdauern. Wir laufen, so fuhr der Kanzler fort, Rußland nicht nach, aber wir haben auch keinen Anlaß, uns Rußland unangenehm zu machen. Daß Deutschland seine Neutralität beobachte, gehe daraus hervor, daß man ihm bald Begünsti­gung Rußlands, bald Begünstigung Japans vorwerfe. Die beiden Regierungen aber wüßten, woran sie mit uns seien. Graf Bülow verlas, um diese Behauptung zu erhärten, ein bemerkenswertes Telegramm unseres Gesandten in Tokio. Es heißt darin am Anfang, die japanische Regierung habe den deutschfeindlichen Ausführungen niemals Glauben ge­schenkt; sie wisse, daß gegen uns Intriguen spielten. Ferner aber teilt der Gesandte mit, der japanische Minister des Aeußern habe ihn ersucht zu melden, daß die jape nische Re­gierung Deutschland wie anderen Mächten gegenüber voll­zogene Tatsachen und erworbene Rechte in Ostasien respek­tieren werde. Unter lebhaftem Beifall schloß nach der Ver­lesung der Depesche der Kanzler mit der Bemerkung daß auf der anderen Seite auch Rußland genau wisse, daß wir die Schwierigkeiten, in die es jetzt geraten sei, nicht be­nußen würden, um ihm Unbequemlichkeiten zu bereiten. Die deutsche Regierung werde, wie bisher, die guten Beziehungen zu Rußland aufs Sorgfaniste pflegen. Zum dritten Male trat Graf Bülow auf den Plan, um dem Abg. Grafen Reventlow zu antworten, der Klage geführt hatte über den mangelnden Schutz der Deutschen im Aus­lande und der der Regierung vorgeworfen hatte, daß sie den Reden der Sozialdemokratie mehr Beachtung schenke, als denen der anderen Parteien. Graf Bülow erklärte unter allgemeiner Heiterfeit, er habe sich sofort zum Worte ge­meldet, um das Ungerechtfertigte der letzten Borwürfe z!! erweisen. Ueber die weiteren Beschwerden der Abgeordneten werde sich der Staatssekretär des Auswärtigen Amics bei der Beratung seines Etats äußern. Er wolle nur sagen. daß auch in Deutschland die Vorgänge in Marokko aufmert­sam verfolgt würden, sei vollkommen gerechtfertigt. Die Ne­gierung habe die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die deutschen Interessen auch in Zukunft in Marokko nicht geschädigt mir­den. Doch sei der gegenwärtige Augenblick für weitere Erörterungen nicht geeignet.

Preufsifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 161. Sigung.) RK Berlin, 15. März. Von allen wichtigeren Etatforderungen war als Schluß­stein noch die Erhöhung der Ministergehälter durch eine Stellenzulage" von 14 000 Marf übrig geblieben. Zugleich wurde aus dem Hause heraus vorgeschlagen, auch die Pensionen der Minister und obersten Beamten dadurch 311 erhöhen, daß die einschränkende Bestimmung des Pen­sionsgesetzes fortfällt. Das Haus war endlich einmal wieder gut besucht und zeigte rege Anteilnahme. Von den Ministern dagegen war keiner erschienen, da ja über ihre eigenen Be­züge beraten wurde; sie hatten ihre Sache dem Unterstaats­fefretär Doubo i 3 vom Finanzministerium anvertraut, der freilich keine große Anstrengungen zu machen brauchte, um die Vorlage durchzubringen. Auch der Antrag auf Aende­rung des Pensionsgesetes wurde mit großer Mehrheit an­genommen. Beim Etat des Abgeordnetenhauses kam es noch zu einer eingehenden Aussprache über die vielumstrit­tene Frage, ob der Präsident des Hauses Repräsen­tationsgelder erhalten solle oder nicht. Mit Ausnahme der Konservativen waren alle Parteien darin einig, daß man dem Präsidenten zum Bewohnen seiner 50 Zimmer auch eine Zulage geben müsse, da sonst nur ein reicher Mann zum Prä­sidenten gewählt werden könne. Freiherr v. Erffa aber meinte, durch solche Gelder werde der Präsident erst recht veranlaßt werden, nun große Gesellschaften zu geben, die ihm wieder mehr kosten würden, als er bekäme. Bei der drit­ten Lesung des Etats wird voraussichtlich ein Antrag hierzu eingebracht werden. Nachdem diese Fragen erledigt waren, ging es im Galopptempo dem Schluß zu. Bald nach 2 Uhr war die ganze zweite Lesung des Etats beendet. Morgen beginnt sofort die dritte.

Nab und Fern.

Aus Anlaß der filbernen Hochzeit des Kaiserpaares be­willigte der schlesische Provinziallandtag 100 000 Mark zur Errichtung eines Blindenheims für die Provinz Schlesien, sowie 40 000 Mart anläßlich der Vermählung des Kron­prinzen zur Ausschmückung zweier Zimmer im Schlosse.

daß er noch ¼ Liter solchen Schnaps austrinke. Auch die wurde bestellt, er stürzte es hinunter und war nach eine Stunde eine Leiche.

Tages- Chronik. Aus Hannover wird gemeldet: In de hiesigen Eilenriede wurde ein dreijähriges Kind mit dur schnittener Kehle aufgefunden.

Bei dem vorgestrigen Brande in Newyork sind 20 Per sonen verbrannt und 50 verletzt worden.

Gießener Bringi

ufgeftellte Sondert fftimmige Befchluß zureichen. Wie heben. * Lotterie. Regierung mit fifchen Sto amblungen um de lb, weil es f handelt, welche Commen sollen, ceußischen Lotte ** Die I Bießen werde

Direktor Brockhaus von den Badischen Brikettmerfe in Karlsruhe ist nach Unterschlagung von 400 000 Ma geflohen. Der Herr Direktor" ist erst 23 Jahre alt!

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Streif- Nachklänge. Wegen Belästigung bezw. Mißhan lung Arbeitswilliger während des letzten großen Ber

arbeiterstreiks wurden von der Essener Straffammer zh getragen werden

Bergleute zu Gefängnis und ein dritter wegen Nötigung 100 Mark Geldstrafe verurteilt.

Besiz

Rufes fich er

Vor dem Schöffengericht in Schwerte hatten sich dreizeh 88uchhandlu Bergleute, die während des Streifs Geldsammlungen be Befiz des Buchh anstaltet hatten, zu verantworten. Elf Angeklagte wurden erbleibt in de in eine Geldstrafe von 5 bis 40 Mart verurteilt, zwei frei Coepelmann.

gesprochen.

§ Eingestelltes Verfahren. Nach irrenärztlicher Be obachtung wurde das Strafverfahren gegen Oberleutnant

RB Wed

11. April d. J

Kurzhalß vom Kreuzer Prinz Heinrich" in Kiel wegen tät ist ab an; fie licher Beleidigung von Untergebenen eingestellt, weil der zu girieren.

Beschuldigte geistig anormal sei.

§ Major v. Sydow vor dem Oberkriegsgericht. Vor dem Oberkriegsgericht des 10. Armeekorps in Braunschweig b gann gestern die Revisionsverhandlung gegen den Major v. Sydow. Major v. Sydow bestreitet nach wie vor, sein Töchterchen in unzulässiger Weise gezüchtigt zu haben. Die Aussagen der Zeugen bieten nichts neues.

Ein Rab Furzem gebildet, Feigetreten find. Bo Annerod b

Großen Li Sittlichkeits

Allendor

§ Nach 45 Jahren begnadigt. Am 25. Februar 1860 hier ist zur wurde der Fuhrhalter und Gastwirt Meder in Ehrenbreitstein ychiatrischen A von seiner Ehefrau und dem Lehrer Keller ermordet. Die Frau und ihr Helfer wurden vom Schwurgericht in Neuwied dab ein 14tägigen zum Tode verurteilt, vom damaligen Prinzregenten, späteren Kaiser Wilhelm, zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt, Die Witve Meder ist jetzt begnadigt und aus dem Zucht

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hause in Siegburg entlassen worden. Sie steht nunmehr im arbeiten zum h

68. Lebensjahre.

Kunft und Wiffenfchaft.

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Erde auf einen mancherlei Berzi anit vollfommen In der Fundstel F Manuel Garcia durch den Kaiser ausgezeichnet. Kaiser geweſen. Wilhelm hat dem berühmten Gesangsmeister und Erfinder §§ Aus den des Kehlkopfspiegels Manuel Garcia in London zu seinem zuige in diesem F 100. Geburtstag die große goldene Medaille für Wissenschaft merkt, andere fol verliehen. tren Beoochtungen trifft für dieses J gestegen. Die and fliegt bereit Bläßt die Lerche erschallt der schö auffallend ift di permindern. Dr

F Interessanter Fund. Im Rathaus zu Ochsenfurt hat der Kaplan Hefner drei Fragmente eines aus dem 13. Jahr hundert stammenden mittelhochdeutschen Heldengedichts, welches voraussichtlich das Alexanderlied ist, gefunden. H Ein erfolgreiches Buch. Der Roman Jörn Uhl" hat seinem Verfasser, dem rasch berühmt gewordenen Holstein schen Pfarrer Gustav Frenssen, außer der Berühmtheit mehr als eine Viertelmillion Mark eingebracht. Frenssen arbeitet jetzt an einem neuen Roman, der den Titel Aus einer kleinen Stadt" führen wird.

M Die promovierte Japanerin. Der erste weibliche Dot­tor ist jetzt an der Marburger Universität promoviert wor den. Es ist eine Japanerin, Fräulein Tada Urata aus Kumamoto in Japan, die an der medizinischen Fakultät auf Grund ihrer Dissertation: Experimentelle Untersuchungen über den Wert des sogenannten Credéschen Tropfens" die Doktorwürde erlangt hat.

Lokales.

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16. März 1905. ** Barlamentarisches. Bei der meiten Kammer liefen u. A. folgende Eingänge ein: Antrag der hieß alle Erschien Abgg. Leun und Ullmann, betr. die Uebernahme des em Redner da Bortos seitens der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft fast zweiftündige für an diese gerichtete Sendungen; Antrag des Abg. Rebfischen Divisio und Genossen, betr. die Ausführungsanweisung zu dem Vieh bild nicht zu zer seuchengesetz, in dem sie die präzisere Fassung des Ausbrucken nicht losg wandernde Schafherde" wünschen; Bericht des Ausschusse über den Antrag Häusel betr. die Herabseßung des Stempel für Radfahrkarten; Vorstellung der Orts- und Polizeidiene der Provinz Oberhessen, betr. die Gewährung eines Staats zuschusses von 10 Prozent und die geseßliche Regelung de Gehaltes.

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** Uebertragen wurde dem Schullehrer Albert Wolf zu Wolfsheim die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ruttershausen.

mit zündenden Männer und die gedachte er befor

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* In den höheren Staats- und Hofämtern des Großherzogstums sind, wie in gut informierten Kreisen ver lautet, für die allernächste Zeite größere Veränderungen zu erwarten. Der Präsident der Oberrechnungskammer Geh Oberjustizrat Lorbacher gedenkt mit Rücksicht auf sein hohes Alter zum 1. April den Abschied zu nehmen. An seine Stelle würde der Geheime Staatsrat Krug zu Ridde der Militärpfi

Prinz und Bauer. Prinz Johann Georg von Sachsen, der sich zurzeit in Neapel aufhält, machte von dort einen Aus­flug nach Cuman, um die Akropolishöhe zu besuchen. Als er in Begleitung seines Adjutanten den Berg hinaufgestiegen und einen Privatweg betreten, trat ihnen ein Bauer mit ge­schwungener Sichel entgegen und verbot ihnen das Weiter- treten, der bisher das Amt eines ersten Rates im Ministerium gehen. Zum Glück waren dem Prinzen zwei Geheimpolizisten des Innern und des stellvertretenden Bevollmächtigten zum gefolgt, die dem Landmanne die Sachlage erklärten und Er Bundesrat bekleidete. Als Nachfolger wird der Vorstand satz für den Schaden an der Saat zusicherten. Allein der des Großherzoglichen Rabinetts, Geheimrat Römheld, ge Bauer drang mit seiner Sichel auf den Prinzen ein. Die Polizisten schützten ihn, es entstand ein Auflauf, und nur mit nannnt, der wiederum durch den Regierungsrat Freiherr Mühe gelang es dem Prinzen und seinen Begleitern, den v. Start ersetzt werden würde. Außernem soll an die Stell Wagen zu erreichen. Es sind eine Anzahl Verhaftungen er des Provinzialdirektors der Provinz Oberhessen, Breibert folgt, und der Präfekt machte dem Prinzen einen Entschuldi­an dessen jeßigen Posten ein anderer höherer Verwaltungs gungsbesuch, so daß der Zwischenfall als beigelegt angeschenposten in Betracht fäme, der Chef der Ministerialabteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Ministerialra Braun, berufen werden. Diese Annahme ist schon deshalb

werden kann.

Typhus in Luxemburg. In der Stadt Luxemburg ist

Dienstag,

Appenrod und

Mittwoch,

er Militärpflic

Fieben, Billerts

Burg- Gemünden,

Effa und Elbenc

Sonnerstag,

infolge schlechten Trinkwassers eine schwere Typhusepidemie sehr wahrscheinlich, weil Ministerialrat Braun als Schöpfe orf Eulersdor

ausgebrochen, besonders die Unterstadt ist schwer heimgesucht.

Das Opfer einer unsinnigen Wette, der sogenannten Schnapswette", ist ein junger Mann in Karlsbad geworden Er hatte sich in einem Branntweinladen erboten, einen halben Liter Schnaps in einem Zuge auszutrinken. Einer der An­

wesenden ließ sich herbei, das Begehrte zu bezahlen, worauf

der jummae Mann das Kunststück" ausführte. Er äußerte,

"

Des Generalfulturplans für den oberen Vogelsberg" wohntershausen, Gre auch mit der Durchführung dieses für Oberhessen überausbach, Heimert

wichtiges Projekts betraut werden dürfte.

garten, Fisdorf

der Restauration Zum Ritter" eine sehr gut besuchte Verreitag, den

Auskaud. Dienstag Abend fand zu Gießen in sammlung der Schneidergesellen statt. In derselben

wurde die nunmehr endgültig erteilte ablehende Antwort Militärpflichtigen

Eberbach, Maulbac