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Idarbeiter. Bring Bozidar des Königs von Serbien, hat

ben Streichen auf das Hand- r.. 269.

on eine Ausstellung von ihm ner Schnuffachen veranstaltet. gen Ergreifen eines Berufes ter feine Interftigung erhält.

Ce möchte mit diesem Kara es leichtsinnigen Lebens egen einschaft haben und sucht ihn abzuschütteln. Auch eine An eschlagen worden, so daß der sich und seine Freundinnen

nt. In einem französischen

sich der Elefant, der in einem atte, auf die Bühne zu geben. e hinauf auf den Theaterplay tafe durch das Fenster, da er Nit entfeptem Geschrei fuhren e Eden; eine unbeschreibliche on wurde im Gedränge schwer te alle Tische und Stühle an

dardzimmer, wo er mit seinem Dann führte der indisbe

Stild Buder ruhig auf de

gewebt. Nach dreijährige Seidenweber das Meister

iten startes Gebetbuch aus Find in diesem Buch nicht mit eingewebt. Die Arbeit ewebten Fammen, bemusterte ch erfordert Zeile eine die der Webugl jedesmal Stoffen, in denen sich das

t diese Einrichtung natürlic Buch dürfte jedenfalls noch

Hunde. Die Pariser Damen

t, um ihre lieben kleinen vor der Witterung zu schützen keit der Welt auf sich zu 13 einen warm gefütterten uffeurmüße mit Staubbrille 16 in einer Außentasche des n nicht, ob die Hündchen in urmittels schon weit genug ist dafür gesorgt, daß die sticks Jest fehlen nur noch Sunde und ein Arzt für die

achung.

gen der Polizeiverordnun wir zur öffentlichen Sen f, daß die Schuhmannjgd

ungen unnachfichtlid

ber 1905.

mt Sicken. erg.

sollen für den Fußgänge oten, auf den Bürgersteige Schlitten und Fahrräder

Jasertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Ober­benen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Rr. 362.

Mittwoch, den 15. November 1905

Gießener

14. Jahrgang

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Neueste Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.

Ruffifcher Staats- Bankerott?

Von einem mit den russischen Verhältnissen wohlvertrau­ten Finanzpolitiker wird der ,, Deutschen Reform- Korrespondenz" geschrieben:

Rußland ist das wenigst gekannte Land Europas. Man hat ihm schon immer unrecht getan, da man es als ein euro­päisches Land betrachtete, während es doch nur einige Fenster nach der europäischen Seite ausgebrochen hatte. Eine ganze Anzahl Aeußerlichkeiten waren nach europäischem Muster ein­gerichtet worden, aber das Herz des Volkes war asiatisch ge= blieben. Daß Asiaten nicht nach europäischer Art regiert wurden, war natürlich; sie verlangen eben asiatisches Regi­ment. Erst mußte die Bevölkerung durch langen Ausblick auf Europa Geschmack an europäischem Wesen und Neigung dafür gewonnen haben, erst mußten die Russen diesseits des Ural genaue Vorstellung davon erlangt haben, daß Moskau beinahe den Mittelpunkt und ganz den Schwerpunkt Europas bildet, che das Verlangen nach europäischer Verfassung laut und lebendig werden konnte. Rußlands Entwicklung geht um ein halbes Jahrhundert gegen Deutschland nach. Die Aufhebung der Leibeigenschaft vollzog sich in Preußen im Jahre 1810, in Rußland im Jahre 1861. Die Begleit- und Folgeerscheinungen waren hier wie da ungefähr die nämlichen. Den Fortschritt zur repräsentativen Verfassung macht Rußland 56 Jahre später als Preußen, und aller Wahrscheinlichkeit nach werden Rußland die Verfassungskämpfe nicht erspart bleiben, die Preußen durchzufämpfen hatte.

Die russische revolutionäre Bewegung hatte und hat überdies manche Komplikationen, die man anderwärts nicht oder wenigstens nicht in gleichem Maße fannte und deshalb nicht zu berücksichtigen brauchte. In dem Riesenreich gibt es geschlossene Nationalitäten, die sich bisher nicht vollständig haben aussaugen lassen und von gesonderter Selbständigkeit immer noch träumen. Erstaunlich genug, daß die Revolution für diese Nationalitäten feinen Weckruf bildete. Einzig die Finnen regte:. fich fräftig und stellten ihre vorige Autonomie wieder her. Die Polen aber überließen den Eisenbahnern und den Arbeitern die Teilnahme am Aufstand. Sie be­gnügten sich, um Selbstverwaltung zu petitionieren. drohend erhobenem Finger wurden sie zurückgewiesen.

Mit

Rußland ist ein Verfassungsstaat geworden und damit ein europäischer Staat. Das war nicht möglich, ehe die esem Verbot ist das Fahre Russen nicht Europäer geworden. Jezt ist das geschehen.

gten Kranken- oder finde er Kinder gefahren werder t neben einander gefahren

er Bürgersteige zweds Gim Sofraiten und Grundstüder

Schritt, auf dem fürzefem

schieht.

Sie haben ihr Europäertum denen in die Ohren geschrien, die nicht daran glauben wollten, und die nun wohl oder iibel daran glauben mußten. Wer Rußland wirklich kennt, der zweifelt nicht, daß die Russen sich im Verfassungsleben sehr schnell zurecht finden werden, mindestens so schnell wie die älteren Europäer.

Man spricht im westlichen Europa und namentlich in

Destschland viel von den ruſſiſchen Finanzen, die schlecht ſeien

zum Staatsbankerott drängten. Nationalökonomen, die Aufsehen erregen wollen, rechnen aus, wann Rußland außer

Stande sein würde, seinen Verpflichtungen zu genügen, die Zinsen seiner Schulden zu bezahlen. Theoretisch ist das in­

n Verkehr durch ungere gewerbliche Berrichtung. nden, durch das Traga n einer andere Perfona ßerhalb der Frühfund die durch Form, Gro d, die Vorübergehend oder zu beschmutzen( arttförbe, Staminfege eräte und dergleichen) er Oft, Süd, Weft neren Stadt zu beförder machung.

11. November wurden

sofern richtig, als schon mancher Staat sich gezwungen gesehen hat, die Zahlungen teilweise einzustellen, d. h. die Zinsen seiner Schulden zu reduzieren. Auch Rußland kann das begegnen. Aber daß es ihm begegnen muß, ist eine phantastische Be­hauptung. Mit dem kleinen Einmaleins sind solche Rech= nungen nicht zu machen, und mit dem großen auch nicht. Hier spielen andere Faktoren mit, die sich n'cht ohne weiteres in Mark und Pfennig umsetzen lassen. Die lebendigen Kräfte einer Nation entziehen sich der Schätzung. Die der russischen Nation haben noch feine Gelegenheit gebabt, hervorzutreten. Sahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Bewegungsfreiheit, die jetzt erst der Bevölkerung gegeben ist, einen ganz außer­ordentlichen Aufschwung hervorrufen wird. Landwirtschaft und Industrie, beide haben in Rußland eine große Zukunft. Die Steuerfähigkeit des Landes ist erst zu einem geringen Teil ausgenußt. Der Wegfall der lastendsten Steuer, der Beamtenbestechung, die eine förmliche Staatsinstitution war, macht für sich allein hunderte von Millionen Rubel jährlich verhindert die unendlichen Diebstähle und Unterschlagungen,

Futteral und 1 Po frei. Die Beamtenkontrole, die den Kern der Reformen bildet, it Futteral, 1 grünledern die ein Krebsschaden der russischen Verwaltung und der rus­3 Mark Inhalt, 1 brauchen Finanzen waren.

naie mit dem Hamburg

Eine andere Frage ist es, ob es sich empfiehlt, deutsche Ersparnisse in russischen Werten anzulegen. Eine einfache

is 12 Mt. Inhalt, 1 Beantwortung mit ja oder nein ist unmöglich, Die russischen hr mit Goldrand, Rüdde Werte sind unter allen Umständen viel sicherer als die K. R., 1 schwarzer fte griechischen, rumänischen, serbischen. Deswegen brauchen sie Em, innen rotfeidenes Full immer noch nicht gut zu sein. Es wird aber immer Leute

gedrückter Gule, 1 golden

tonenwappen und 1 Herre

geben,

die

lieber gut essen als gut schlafen wollen,

d. h. die einen höheren Zinsfuß bei geringerer Sicherheit dem geringeren Zinsfuß bei höherer Sicherheit vorziehen.

b. Griff und Monogram Wer zu diesen gehört, der folgt dem Rat nicht, sein Geld

der gefundenen Be

alebald bei uns gel

mber 1905.

mt Gießen.

te

Be

überreden.

nur in mündelsicheren Papieren anzulegen. Es liegt aber Grund vor, die Leute ängstlich zu machen, sie aus ihrem herauszugraulen, sie zum Losschlagen mit Verlust zu Das Schlimmste ist in Rußland überstanden; was fommt, kann nur eine Besserung sein. Rußland wird jeine Binnengrenzen einreißen, und das wird für Rußland german die gleichen segensreichen Folgen in wirtschaftlicher Hinsicht haben, wie die Aufhebung der Binnenzölle im Zoll­verein fie für diesen gehabt hat.

Es gibt faum ein vans, dessen Sparer ihre Ersparnisse ausschließlich in heimischen Werten anlegten; und wenn es ein solches Land gibt, so fehlt seiner wirtschaftlichen Ent­wickelung etwas. Auch darf man nicht glauben, daß das Kapital, das im Lande bleibt, vor Verlusten unbedingt ge­schüßt wäre. Man kann auch im Inland Geld verlieren. Die Frage, welche Anlage den Vorzug verdient, kann immer nur von Fall zu Fall beantwortet werden, wobei es nicht zum wenigsten aus die Verhältnisse des Anlagesuchenden an­kommt. Wer nichts riskieren darf, der bleibe bei Konsols des Reichs und der Einzelstaaten, bei städtischen Obligationen und bei Pfandbriefen, höchstens bei Banken, die stetige Divi­dende zahlen, oder auch bei der Sparkasse und wer einen Verlust ertragen kann, ist von sich und den Seinigen befugt, innerhalb gewisser Grenzen mit seinen Anlagen über die Grenzen zu gehen.

-

Das Wirrfal in Rußland.

Die Ruhe hält in den meisten Gegenden Rußlands an; wenigstens soweit man von den Vorgängen im Innern Kunde hat. Der Zar wird demnächst seinen abgeschiedenen Aufent­halt in Petershof aufgeben, und das kaiserliche Hoflager nach Zarskoje- Selo verlegen. Indessen bilden sich immer neue Herde, an denen das Feuer der Revolution frisch auf­flackert.

Revolution in Ostasien.

Schlimme Kunde kommt aus den Teilen des fernen Ostens, wo die Russen ihre Herrschaft behauptet haben. Ueber London sind darüber folgende Meldungen eingetroffen:

In Wladiwastod herrscht voller Aufruhr. Heftige Straßenfämpfe haben dort stattgefunden. Die Auf­ständischen und die Truppen stießen mehrfach zusammen, viele Personen find ums Leben gekommen. Die aus ländischen Einwohner ersuchten ihre Regierungen, Kriegs­schiffe zu ihrem Schutze nach Wladiwostock zu entsenden. Nach weiteren Meldungen herrschen Feuersbrünste, und die Hälfte der Stadt liegt in Trümmer.

Andere Meldungen wollen wissen, daß auch russische Truppenteile auf Seite der Anführer gekämpft haben. In Wladiwostock haben die Reservisten die sofortige Rücksendung in die Heimat verlangt und die Markthallen und Magazine geplündert. Auch in Wladikawkas sind die Reservisten mit ähnlichen Forderungen hervorgetreten, in die sich aber auch solche politischer Natur wie eine Amnestie der politischen Ver­hafteten mischten. Man befürchtet, daß auch in Sibirien Re­volution herrscht, und daß auch dort die Truppen daran be= teiligt sind. Durch diese Vorgänge wird auch die Reise des Admirals Rostjestwenstki in die Heimat aufgehalten werden, der sich jetzt von Japan auf dem Landwege über Wladiwostoc nach Rußland begeben hat.

Polen vor dem Losbruch.

Die meiste Sorge bereiten dem Grafen Witte fortgesetzt die polnischen Ansprüche. In diesem Punkte fennt er feine Nachgiebigkeit. Es wird darüber aus Petersburg berichtet:

Bei dem Empfange einer Abordnung aller polnischen Stände erklärte Graf Witte, daß die Regierung nicht daran denke Zugeständnisse an die Volen zu machen, da deren Unrcife für Reformen greifbar zu Tage getreten sei. Es sei jezt klar, daß nur ein kleines Häuflein Revolutionäre Re­formen wünsche. Ferner erinnerte Witte daran, daß wieder eine Reaktion eintreten fönne.

Was die Polen fordern, fommt allerdings trotz aller gegenteiligen Versicherungen auf eine Aufrichtung des alten Königtums heraus, wenn auch mit dem Zaren an der Spitze. Die Forderungen enthalten: Krönung des Zaren zum König von Polen, ausschließlicher Gebrauch der polnischen Sprache in Schulen, Aemtern und sonstigen Betrieben, Schaffung einer rein national- polnischen Armee und Anerkennung des Grundprinzips Polen für Polen". Das bedenklichste bei dieser Bewegung ist, daß auch die fortschrittlichen Elemente in Rußland für die Polen Partei nehmen und das Vorgehen gegen diese verurteilen. Dagegen hat der Papst den polni­schen Bischöfen die Teilnahme an firchlichen Prozessionen politischen Charakters verboten.

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In ganz Polen herrscht starfe Gährung. Aus War­schau wird darüber gemeldet:

Das Aktionskomitee der polnischen Revolutionäre trifft alle Vorbereitungen zum gewaltsamen Aufstand. In den Kasernen wurden Manifeste verbreitet, in denen die Truppen aufgefordert werden, mit dem Volke gemein­same Sache zu machen! Die Revolutionäre befinden sich im Besize von Sprengstoffen und Bomben und drohen, sämtliche öffentliche Gebäude in die Luft zu sprengen. Begüterte Familien verlassen in Massen die Städte. Auf dem Lande herrscht völlige Anarchie.

Der Abfall des Kaufajus.

Der

Die russische Herrschdft über den Kaukasus ist zurzei als nicht bestehend zu betrachten. Die Aufständischen sud gut bewaffnet und machen andauernd Fortschritte. ganze Bezirk Georgia ist in ihren Händen. Der Verkehr auf den Eisenbahnen ruht vollständig. Es roird eines long dauernden Feldzuges bedürfen um die russische Herrschaft im Kaukasus wieder aufzuric, n. Man rechnet, daß min­destens zwei Armeekorps nötig seien, um diesen Feldzug erfolgreich durchzuführen.

Die Reinigung der Verwaltung.

Unentwegt bleibt Graf Witte am Werk, die Beruhigung im Innern dadurch zu festigen, daß die Anstifter der Gegen revolution aus den hohen Verwaltungsämtern entfernt werden. Eine ganze Reihe von Gouverneuren sind abgesetzt, und in eine Anzahl besonders unruhiger Distrikte sind an Stelle der entferrten Gouverneure kaiserliche General- Adjutanten entsandt worden. Sie haben besondere Vollmachten erhalten, über die aus Petersburg berichtet wird:

Die Dienstanweisung an die in die Provinz entsandten Generaladjutanten verleiht ihnen das Oberkommando über die Truppen und Polizeimannschaften des Gouvernements, unterstellt ihnen alle Regierungs- und Kommunalbehörden mit Ausnahme der Gerichts- und Kontrollbehörden und ver­leiht ihnen das Recht, alle für die öffentliche Ruhe ge fährlich erscheinenden Personen verhaften zu lassen, Handels­und Industrieunternehmen zu schließen, Zeitungen zu unter­drücken und obligatorische Verfügungen zur Wahrung der öffentlichen Ordnung zu erlassen.

Große Ueberraschung hat die in Rußlond noch nie da­gewesene Tatsache der Berufung eines Juden, Abrahamsons, zum Hauptadministrator der Südwesteisenbahn, hervorgerufen. Der Ministerrat arbeitet zur Zeit Bestimmungen zu Er­weiterungen des Wahlrechts aus, nach deren Veröffentlichung die Wahlen zur Reichsduma erfolgen sollen.

Die Mächte in Rußland.

Es wird hohe Zeit, daß die Besserung in den russischen Zuständen sich befestigt. Die Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat ein Kriegsschiff nach Kronstadt entsandt, das im Notfalle Mannschaften zum Schutz der amerikanischen Staatsangehörigkeit ausschiffen soll. In London ist in einer dort tagenden Versammlung, die gegen die Juden­verfolgungen in Rußland Protest erhob, ein Telegramm des englischen Premierministers Balfour verlesen worden, das folgendermaßen lautet: Die Regierung Seiner Majestät hat mit Bedauern und Entseßen von den Judenmassakres gehört und bereits alle Maßregelu ergriffen, die geeignet erscheinen, das Ingemach zu mildern." Danach könnte die Wieder­holung der Greuelszenen auch noch auswärtige Verwicklungen für das Rarrureich nach fich sieben

Politifche Rundfchau.

Deutsches Reich.

* Die Vertreter der deutschen Staatsbahnen sind zur­zeit in Eisenach versammelt. Es wird über den Ausbau eingleisiger in zweigleisige Bahnen beraten. Anwesend sind aus Preußen drei, Sachsen ein, Bayern zwei und Württem­berg ein Regierungsvertreter.

* Die gegenseitigen Gesandschaften Deutschlands und Japans werden in Botschaften umgewandelt. Auf Anregung Hapans sind die deutsche und die japanische Regierung schon vor einiger Zeit übereingefommen, die Umwandlung der Ge­sandtschaften in Tokio und Berlin in Botschaften in die Wege zu leiten.

* Der preußische Eisenbahnminister hat die seit einigen Monaten eingeführte Milcheinfuhr von Dänemark in Tantwagen verboten. Das Hauptquantum der Milch wurde nach Berlin importiert. Die Folge des Verbots wird wahrscheinlich eine Steigerung des Milchpreises im Gefolge haben, da der Milchimport durch die Verweigerung der Tank­wagen fast unmöglich ger acht wird. Aus welchen Gründen das Verbot der Eisenbahnverwaltung erging, ist nicht bekannt. Aus Milchhändlerkreisen will man Protest gegen die Verfü­gung einlegen.

* An der holländischen Grenze werden infolge der Fleischteuerung große Mengen geschlachteter Schweine ein­geführt. In einzelnen deutschen Orten haben die Mezger das selbständige Schlachten aufgegeben und liefern ihren Kunden nur eingeführtes Schweinefleisch aus dem Holländi­schen, das sich erheblich billiger stellt. In den Zollstationsort Kaldenkirchen wurden in wenigen Tagen fünfhundert ge­schlachtete Schweine eingebracht. Dieser Tage weilten Ver­treter des Ministeriums und anderer Behörden dort, welche sch mit dem Plane einer Erweiterung des Untersuchungs­gebandes und mit der Organisation des Besichtigungswesens Befäftigten

Der Entwurf für das preußische Schulunterhaltungsi gesetz ist jetzt, wie verlautet, von der Regierung definitiv Das Gesetz soll dem Landtag bei fertiggestellt worden. seiner bevorstehenden Eröffnung sofort zugehen. Türkel.

** In Konstantinopel tagte eine Konferenz der euro­päischen Botschafter. Die Pforte richtete eine Note, worin sür den Fall der Nichtannahme der Forderungen der Machte in der mezedonischen Frage eine Flottendemonstration an fündigt wird, die vor cingen Inseln der fleinasiatischen Küste stattfinden soll und wobei Truppenlandungen beab­fichtigt find.

Ralkan- Staaten.

* Der griechische Metropolit Joachim von Monastir, der als treibende Kraft der griechischen Banden mgesehen wird, ist nun selbst von einer bulgarischen Bande angegriffen worden. Er war trok wiederholten Verbotes, die Dörfer zu

8.