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präsident Banffy. Er sagte, falls die Koalition zum Kai­ser berufen würde, müsse in der Militärfrage ein Ausweg gefunden werden, der weder die Koalition vor den Wählern kompromittiere, noch den Kaiser zu einem Canossagang zwinge. Die Koalition müsse daher bereit sein, staffel. weise in die Erfüllung der Armeeforderungen einzuwil. ligen. Zu der Angelegenheit der Zehssig'schen Flugschrift war behauptet worden, Baron Banffy sei als Hintermann der Broschüre zu betrachten. Banffy hat nun in der Unter­redung über den Stand der innerpolitischen Dinge sein Ehrenwort gegeben, daß er an der Abfassung der Broschüre durchaus nicht teilgenommen und sie in feiner Weise unter­stützt habe. Banffy fügte hinzu, daß er den verhafteten Ver­fasser der Broschüre, Arpad Zigany, wohl gekannt, jedoch in näheren Beziehungen zu ihm nicht gestanden habe. Ein ge­wisser Denes, ein Staatsbeamter, der beschuldigt worden ist, daß er im Auftrage Banffys in der Angelegenheit der Seyssig- Broschüre nach Berlin gereist sei, erklärte, daß er mit Banffy nie über die Broschüre gesprochen, daß er vor einigen Tagen in Berlin erst mit jenem Baneth verkehrt, der an­geblich in Berlin den Druck der Broschüre befördert habe, daß jedoch zwischen ihm, Denes, und Baneth nur von dem Verkauf von Schurfrechten die Rede gewesen sei; die Zeyssig­Angelegenheit sei nur flüchtig als politische Sensation be­rührt worden. Der Untersuchungsrichter Polizeirat Berczy ist in Berlin eingetroffen, um Nachforschungen in der Sache anzustellen.

Afien.

feln ganz unentwickelt und klem geblieben. agegen sind merkwürdigerweise die fremden Pflanzkartoffeln durchschnitt­lich gut geraten und liefern ziemlich dicke und reichliche Knollen.

** Die Erregung in Japan hat sich noch nicht ganz gelegt. Neue Unruhen werden aus Yokohama gemeldet. Nach einer Antifriedensversammlung am 12. d. Mts. verbrannte und zerstörte das Volk 14 Polizeistationen und verlegte einen Polizei- Inspektor und 36 Schußleute. Von Tokio wurden zwei Kompagnien Infanterie hingeschickt, die die fremden Konsulate und die hauptsächlichen fremden Stadtteile be­wachten. Der Gouverneur und der Bürgermeister erließen einen Aufruf, in dem sie die Bevölkerung ermahnen, zu den Behörden Vertrauen zu haben. Sechshundert in den Hotels unter den besonderen Schuß der Polizei gestellte Russen aus Sachalin verteidigten sich mit gezogenem Säbel gegen die Menge, die mit Pistolen und Stockdegen bewaffnet war. Die Meuterer warfen, um die Polizeiwachen in Brand zu setzen, brennende in Del getränkte Hüte hinein. Die Ruhe ist an­scheinend jetzt wieder hergestellt. Die Zeitung Mainichi" in Tokio spricht ihren Unwillen über das Regierungsblatt ,, Rokumin" aus, das das Verbrennen von Kirchen in Tokio mit der Handlungsweise der chinesischen Borer auf die gleiche Stufe stellt, und sagt ferner, daß selbst in den entlegenſten Winkeln des Neiches keine Spur von fremden- oder christen­feindlichen Gefühlen, wie sie die Borer beseelten, vorhanden sei. Die Regierung ordnete die Unterdrückung von drei in Kofu, Miligato und Otaru erscheinenden Zeitungen an. Nach Angaben der Polizei von Tokio sind bei den jüngsten Unruhen 388 Polizeibeamte, 16 Feuerwehrleute und zwei Soldaten verwundet worden, während auf seiten der Ruhe­störer und des nicht aktiv beteiligten Publikums neun Per­fonen getötet und 387 verwundet worden sind. Nach ver­schiedenen Mitteilungen soll auch Unzufriedenheit in der Armee herrschen und mehrere Rädelsführer bereits verhaftet sein. Die japanische Friedenskommission hat ihre Rück­reise von Portsmouth aus angetreten. Sato bleibt bei dem erkrankten Komura zurück. Dieser leidet, wie jetzt feſt! gestellt ist, an Typhus.

** Von einem japanisch- chinesischen Geheimvertrag erzäh­len englische Blätter. Japan habe darin von China eine Geldentschädigung und andere Vorteile versprochen erhalten, wenn Rußland aus der Mandschurei verjagt werde. Der englischen Regierung habe Japan von diesem am 13. Of­tober 1903, drei Tage vor dem für Rußland zur Räumung der Mandschurei festgesezten Tage geschlossenen Vertrage Kenntnis gegeben. Dieser Vertrag hat auch das englisch­japanische Bündnis veranlaßt.

Afrika.

Die Schlafsucht. In Krempe in Holstein ist ein Ar­beiter, der in einen Dauerschlaf gefallen war, nach kurzem Erwachen wieder eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht, sondern im Schlaf gestorben. Dagegen hat die Tochter eines Schiffers in Scheenda, die seit mehr als Jahren an der Schlaffrankheit litt, vor einiger Zeit die Sprache wieder­erlangt. Von ihrem ganzen Mißgeschick weiß sie nichts. Die Zeit ihrer Krankheit scheint für sie nicht bestanden zu haben. Es ist ihr unbegreiflich, daß sie mehr als ein Jahr älter ge­worden ist. Die Krankheit hat bei ihr keine Spuren hinter­Tassen.

*** Der Sultan von Maroffo zeigt anscheinend den Willen, gegen die fortwährenden Unruhen im Lande vorzugehen. Er ließ die fremden Gesandten verständigen, daß die Stadt­garnison von Tanger moderne Waffen erhielt. Alle Land­wege nach Tanger seien von Abteilungen des Sussi- Infante­rieforps besetzt, das zwei Tagereisen von Tanger errichtete etwa tausend Soldaten fassende Lager soll abgebrochen und bor den Toren von Tanger neu errichtet werden. Die Maß­nahmen sind bestimmt, die Sicherheit in und um Tanger herzustellen und die Eröffnung der Konferenz in Tanger möglich zu machen.

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Hof und Gesellschaft.

Die faiserliche Familie trifft heute nach­mittag in Homburg v. d. H. ein. Voraussichtlich wird der dortige Aufenthalt bis zum 27. September dauern,

Soziales Leben.

Unglücksfall bei der Ernte. Beim Einfahren von Hen creignete sich in Woitsdorf in Schlesien ein betrübender Un­glücksfall. Ein sechzehnjähriger Knecht scherzte mit einer Magd, die im Spaß mit der Heugabel nach ihm stach. Sie traf ihn so unglücklich, daß ein Gabelzinken durch das Auge in den Kopf drang und den Sehnerv zerstörte. Jedenfalls ist auch das Gehirn verletzt, denn der Verunglückte verlor sofort das Bewußtsein.

Bei der Hochzeit erschossen. In Langenneufnach in Schwaben zog unter den üblichen Freudenschüssen ein Hoch­zeitszug von der Kirche ins Wirtshaus. Plötzlich stürzte ein elfjähriges Mädchen, von einer Revolverfugel getroffen, tot zu Boden. Der unglückliche Schüße war der Lehrer Müller aus Markt- Offingen. Er hat sich sofort der Staats­anwaltschaft gestellt.

Stiftungen. Der in Düren gestorbene Rentner Nauen bermachte sein 100 000 Mart betragendes Vermögen seiner Vaterstadt Viersen zur Gründung eines Altersheims. In Berlin stiftete der 80jährige Tischlermeister Julius Hart­mann ebenfalls 100 000 Mart für den Berliner Handwerker­berein. Mit den Zinsen sollen junge strebsame Handwerker unterstützt werden.

Nah und fern.

Unglück im Manöver. Bei einem Manöver, das von der ungarischen Landwehr, den Honved- Truppen, in der Nähe von Best abgehalten wurde, blieben neun Mann tot, und 200 sind schwer erkrankt.

Sum Spremberger Eisenbahnunfall. Die Handelskam­mer in Rottbus hat eine Eingabe an den Eisenbahnminister beschlossen, in der verlangt wird, daß die Strede Rottbus Göriiz zweigleisig ausgebaut und in Rottbus eine neue Eisenbahndirektion eingerichtet werden soll.

Das Unglücksfahrzeug. Als der Kabinettsdirektor im französischen Handelsministerium, Jules Juttet, eine Fahrt durch die Elyseeischen Felder machte, wurde sein Wagen von einem aus einer Nebenstraße kommenden Automobil ange­rannt. Bei dem Zusammenstoß fand der Kabinettsdirektor seinen Tod.

Vom Hochwasser überrascht. In der Nähe von Valencia bei dem Dorfe Mosomoso in Spanien hatten sich Ernte­arbeiter unter einer Brücke zum Schlafen gelegt. So wurden sie von den: plötzlich eintretenden Hochwasser be= troffen. Zwölf Versonen sind dabei ertrunken.

Opfer der See. Zwischen Calais und Boulogne wurden sechs Leichen an den Strand geworfen, darunter die eines englischen Schiffs- Offiziers. Es handelt sich um die Opfer von Unglücksfällen, die ein schwerer Sturm gefordert hat, der in jenen Gegenden wütete.

Rätselhafter Tod eines Brautpaares. Auf dem Gelände der Gardejäger- Schießstände bei Potsdam wurden die schon fast verwesten Leichen zweier junger Leute gefunden, die als die eines Arbeiters aus Potsdam und einer Bauerntochter Beide werden seit aus Pommern refognosziert wurden. einiger Zeit vermißt. Was die jungen Menschenkinder in den Tod getrieben hat, ist völlig rätselhaft, da die beider­seitigen Eltern ihrer Vereinigung keinerlei Hindernisse in den Weg legten.

Kartoffelernte in Westfalen. Im ganzen westfälischen Industriebezirk sind die einheimischen vorjährigen Kartof­

Bei der Torpedo- Uebung getroffen. Bei den in Toulon stattfindenden Uebungen der französischen Torpedoboote wurde der Torpedojäger Hellebarde" von einem Uebungs­torpedo getroffen und begann zu ſinfen. Glücklicherweise gelang es der Mannschaft, durch Pumpen das Schiff so lange über Wasser zu halten, bis die zu Hilfe kommenden Torpedoboote es in den Hafen geschleppt hatten.

Wieder eine amerikanische Millionen- Forderung. Zwei 1. Amerika ansässige Familien Kosziusko verlangen von der Regierung der nordamerikanischen Union die Kleinigkeit von 425 Millionen Mart. Sie behaupten, von dem Bruder des berühmten polnischen Nationalhelden Kosziusko abzustam­yen, der im nordamerikanischen Freiheitskriege gekämpft hat. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Koszinska vom nordamerikanischen Staat als beurkundete Schenkung ein Gebiet, auf dem später die Stadt Chicago errichtet wurde. Die Urkunde ist, da Kosziusko ohne Nachkommen in der Schweiz verstarb, in den Besitz der Nachkommen seines Bruders gelangt. Auf Grund dieser Urkunde hat ein Hechtsanwalt für die Nachkommen der Kosziuskos Besitz­beziv. Erbrechte auf das amerikanische Gebiet geltend ge= macht. Das mit 100 000 000 offre homartat mind.

von Studentenvereinen, dessen Tätigkeit sich ausdrücklich gegen die Geheimnistuerei richtete. Die Bedenken sind je­doch längst geschwunden, denn sie besteht nur dem Namen nach: sic beschränkt sich darauf, daß die Versammlungen nur den Mitgliedern zugänglich sind und daß die Verfassung, der Wahlspruch und der Handgriff" der einzelnen Verbindun­gen Außenstehenden nicht bekannt werden sollen. Im übri­gen sind die Ziele und Zwecke durchaus bekannt. Es sind in erster Linie Verbindungen, die gesellige Zwecke verfolgen, geradeso wie die studentischen Korporationen Deutschlands. Der Wahlspruch einer Fraternity ist in zwei oder drei An­fangsbuchstaben griechischer Worte angedeutet.

Von der Cholera. Fast täglich werden in Berlin Per­sonen unter Beobachtung gestellt, die unter choleraverdäch tigen Erscheinungen erkrankt sind. Bislang haben sich die Fälle indessen noch sämtlich als harmlos herausgestellt. Wie amtlich festgestellt worden, ist die Cholera im Kreise Marien­burg nicht auf dem Wasserwege, sondern durch russische Rübenarbeiter eingeschleppt. Die aus dem infizierten Ge­biet gemeldeten Fälle sind wenig zahlreich. Von dreiund­zwanzig in der Cholerabaracke in Sorschen internierten Ver­sonen wurden zwanzig als gesund entlassen, die drei anderen wurden vorsichtshalber zunächst noch zurückbehalten. Regierungsbezirk Königsberg ist amtlich für seuchenfrei er­klärt worden. Die Posener Provinzial- Lehrerversammlung, die vom 4. bis 6. Oftober in Bromberg stattfinden sollte, wurde wegen der Cholera abgesagt. Die spanischen Hafen­behörden erhielten Anweisung, bezüglich der aus Hamburg und Antwerpen kommenden Schiffe sanitäre Vorsichtsmaß­nahmen zu treffen.

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Vor 20 Jahren gomnt, in feinen Mo зи für Geffen zu beherb won damals werden Beftehens des Land und Jubiläums. Au wohl freudig bernom auch die Ehre, die ih gewußt und alles Fordern. Als einen glüc Saß die Ausstellung Das Ausstellungebi und beim Uebergang

Die Fraternities sind so organisiert, daß sich an den ver­schiedenen Colleges Zweigvereine einer Fraternity befinden, die den Namen Kapitel führen. Jedes dieser Kapitel hat wieder einen eigenen Beinamen. Die Abzeichen der Frater­nities sind kostbar. Die gebräuchlichste Form ist die eines goldenen Schildes, auf dem die zu einem Monogramm ver­schlungenen Buchstaben angebracht sind und das in der Regel als Brustnadel dient. Einige Fraternities führen statt der Buchstaben ein Symbol, wie einen Totenkopf, eine Harfe, einen Schlüssel oder dergl.; andere haben neben ihren Ab­zeichen bestimmte Farben oder Blumen als Verbindungs­blumen gewählt. Die Tradition nennt keinen geringeren, als Thomas Jefferson als den Gründer der Fraternities, doch steht geschichtlich nur soviel fest, daß die erste geheime Studentenverbindung im Jahre 1776 am Willam Mary College in Williamsburg, Virginia, gegründet wurde. Es wurden übrigens auch Kapitel für Frauen an den Frauen­Colleges zugelassen. Die Fraternities für das weibliche Ge­schlecht gehen auf eine Verbindung zurück, die im Jahre 1870 an der De Pauw Universität in Indiana gegründet wurde. Die Veröffentlichungen der Fraternities schwellen von Jahr zu Jahr an und bilden eine förmliche Literatur. Eine be­sondere Erwähnung verdienen die Liederbücher; die Lieder sind in erster Linie Bundeslieder zum Preise der geliebten Verbindung oder der Alma mater, aber zahlreich sind auch schon die Uebersezungen deutscher Studentenlieder Volkslieder.

Hilfe für Süditalien. Sechs Berliner Bankfirmen, S. Bleichröder, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Diskonto- Gesellschaft, die Berliner Handels- Gesellschaft und die Bank für Handel und Industrie, haben dem italienischen Geschäftsträger in Berlin Schecks über je 20 000 Lire für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Calabrien überreicht. Der Reichskanzler Fürst Bülow hat dem Minister Tittoni in einem Telegramm aus Baden- Baden seine tiefe Trauer über die Erdbebenkatastrophe in Calabrien ausgesprochen.

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Bahni Schon am ft entgegen. An zu tiges Schild ange Tegenheit, birelt and Eliftrische zu fahren. Zur Eröffnung um 12 Uhr 45 Mi fdienen: Oberhofma Rothe, Geh. Minif Holzinger, Regierung wie Kreisräthe von E doirettor Frhr. v. G Rreisamtmänner Dr. Joer 2. Rammer Juftig Molthan, Senefelde hulturinspektor Dr. Mandekökonomierat Dettweiler, Bürger Mommerzienrat Haff Dfelder, Bau Insp

Für Sonntagsjäger. Mit der Jagdzeit blüht auch das Geschäft der- Delikatessenhändler. In Heiligenstadt erließ einer, der seine Leute kennt, folgende Annonce: Frisch geschossene junge Hühner treffen heute ein, nach Aufgang der Jagd auch Hasen billigst. Sonntagsjägern bringe Gewünschtes diskret bis ins Feld. A. Hörning, Giekgasse."

Amerikanisches Studentenleben. Verbindungswesen auf der Unions- Universitäten. Wer das amerikanische Studentenleben nur nach dem Aeußeren beurteilt, ist geneigt, es für nüchtern und farblos zu halten. Der amerikanische Student schmückt sich nicht mit bunten Mützen und Bändern, er kennt weder Schläger noch Mensur, der Vierkomment ist ihm ein Buch mit sieben Siegeln. Wer aber das amerikanische Studentenleben näher tennen lernt, muß gestehen, daß es keineswegs so prosaisch ist, wie es oft den Anschein hat. Die Pflege des Sports schließt von vornherein ein philiströses Verhalten aus. Die burschikose Seite des amerikanischen Studentenlebens ver­treten indessen hauptsächlich die Studentenverbindungen. Der Einfluß dieser Verbindungen nicht nur auf das College­leben, sondern das gesamte nationale Leben ist sehr groß. Da die amerikanischen Studentenverbindungen geheime Ce­sellschaften sind, wurden sie in früheren Jahren viel ange­feindet; diese Anfeindungen führten in der Mitte des vori­gen Jahrhunderts sogar zur Gründung eines Verbandes

Für die Herren Harde! In einem großen Schwimm­bade, das in Dresden erbaut wird, soll auch eine eigene Bade­anstalt für Hunde eingerichtet werden. Die vierfüßigen Lieblinge bekommen nicht nur ein besonderes Schwimm­bassin, in dem sie sich nach Herzenslust verlustieren können, sondern es ist auch noch ein Schersalon für sie vorgesehen.

Hinausgeworfen und hineingeworfen. In einer tchechischen Wahlversammlung in Königgrätz wurde ein Redner, der dem Referenten des Abends, dem Abgeordneten Grafen Sternberg, opponierte, kurzerhand hinausgeworfen. Als Graf Sternberg die Versammlung aufforderte, den Gegner ruhig zu Worte fommen zu lassen, wurde der Hin­ausgeworfene ersucht, wieder in den Saal sich zu verfügen und seine Rede zu vollenden. Dazu hatte der Mann keine Lust. Da nahm man ihn ohne weiteres beim Kragen und warf ihn wieder in den Saal hinein.

= Die neun Ehemänner einer Dreiunddreißigjährigen. Im Alter von 33 Jahren hat eine Frau Mathilda Jane Ayres in Taylor County in den Vereinigten Staaten vor kurzen ihren neunten Mann geheiratet. Mit 16 Jahren ließ sie sich von ihrem ersten entführen; 11 Monate später wurde er durch einen unglücklichen Zufall erschossen. Inner­halb Jahresfrist heiratete die jugendliche Witwe einen Mann, der eine große Hypothek auf ihrem Hause hatte. Auch der zweite Gatte wurde nach wenigen Wochen aus dem Hinterhalte erschossen. Der dritte Gatte war ein junger schöner Schmuggler, der von der Kugel eines Steuerbeamten getroffen wurde. Mathilda war damals neunzehn Jahre alt, und sie blieb zwei Jahre Witwe; mit ihrem vierten Ehe­mann lebte sie zwei glückliche Tage zusammen. Dann wurde er ihr durch eine schwere Krankheit entrissen. Nun heiratete sie den Bruder des vierten, und die Ehe hatte vier Jahre ge dauert, als ein niederstürzender Baum ihr den fünften Gatten entriß. Ein Jahr später lernte die Witwe den Polis tifer Manuel Hudson kennen, der sie bald heiratete; er wurde bei eineni hizigen Streit von einem Gegner erschossen. Der siebente Gatte starb am Herzschlage, und auch der achte konnte sich des Eheglücks mit Mathilda nur kurze Zeit er freuen. Aber es fand sich noch ein mutiger Mann, den das Geschick seiner Vorgänger nicht schreckte, und dieser Mr. Ayres lebt glücklich und zufrieden mit der vielerfahrenen Frau.

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Der Präsident Reg.- Rat Haas, hi auf der Maarau aus Redner bedauer helter vollzieht. Eig foraftlichen Standes, für den Wehrstand ste fein flattern; der R emer Baufe von fünf r Feier des 75.

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Aus Seenot gerettet. Am Kap St. Vincent bemerkte man von dem Orient- Pacific- Dampfer Omrah" Brackstücke, die im Ozean trieben, und darauf einen Menschen. Troz schweren Seeganges setzte der Dampfer ein Boot aus, das einen bewußtlosen Seemann an Bord brachte. Nachdem er sich erholt, erzählte der Mann, daß er der lezte Ueberlebende von der Mannschaft des gekenterten spanischen Seglers " Carmen" sei. Mit zweien seiner Kameraden war es ihm gelungen, aus ein paar Brettern ein Floß herzustellen. Seine Genossen waren von den Wellen fortgerissen, er selber wa zwei Tage und zwei Nächte auf dem Flosse gewesen und hatte schließlich das Bewußtsein verloren.

Hus dem Gerichtsfaal.

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§ Bebels Erbschaftsstreit. Nachdem die Einigungsver handlungen zwischen den Erben des früheren Leutnants Kollmann und dem Abgeordneten Bebel zu keinem Resultat geführt haben, ist jetzt vom Oberlandesgericht in Stuttgart Jahres anberaumt worden.

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Termin in der Berufs- Instanz auf den 8. Januar nächsten auf den Großherz

§ Ein Eisenbahnschaffner vor Gericht. Die Straffammer monterte die Nati

in Görlitz verurteilte den Eisenbahnschaffner Kalus in Hoyerswerda zu drei Monaten Gefängnis. Er hatte den

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von ihm geführten Güterzug von Ruhland nach Baerhaus Abgeordneten Ulrich

abfahren lassen. Der Zug stieß mit einer entgegenkommen den Lokomotive zusammen. Dabei wurden zwei Beamte ge­tötet und vier verlegt.

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