Einzelbild herunterladen

fein

te eine

erzählt

wenn

rochen egung

nabel,

irgend

hatte,

Eines bändig

Seite,

g und

flug

te die

te mit

abends

uf den rbisfen eines

einige

ier fie

rt, bis

1. Daß

nen.

tanne,

eit der

jagen, Is bei

iefelbe

Jalten

Chi­

adel,

geht

ein

das

= fon

sind.

Kalt

En ist,

nd er

r der

feeier

den

Reute,

e, wie rlichen fönnte.

ch nicht

Wand­S römi­

Den ent

( zu den

Sei fich?

erst in

ns ein­

nfundament

Nr. 217.

Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Rebattion u. Haupteṛpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362.

Freitag, den 15. September 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfs. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen.

Kaiferworte.

Nach dem Gelöbnis, das Generalleutnant von Eichhorn in Homburg namens der Armee abgelegt hat und das wie verhaltene Warnung an Deutschlands Feinde klang, wirkt die Coblenzer Nede Kaiser Wilhelms aufs neue wie ein Bekenntnis zum Frieden. Das schöne Rheinland hat ihm angetan, und poetischer Schwung hebt seine Worte. Er sieht die Vergangenheit unseres Vaterlandes mit aller Not und Schmach, und er empfindet zugleich die Wandlung zur Größe und Stärke. Dem Ahnenschlosse der Hohenzollern vergleicht der Kaiser das neue Reich. Wie dieses sei es eingeteilt in biele kleine Gemächer; zwei Stapellen aber ständen einträch­tiglich nebeneinander: die eine für die Protestanten, die an­dere für die Katholiken. Und hoch über dem fest umwehrten, zinnengekrönten Dach wehe das Reichsbanner, der alte deutsche Adler, zu dem wir alle stolz hinausschauen. Die Worte des Kaisers, sobald er auf die beiden deutschen christ­lichen Konfessionen zu sprechen kommt, flingen immer auf denselben Afford hinaus: Seid einig! Vergeßt über dem fleinlichen Hader nicht das große Gemeinſame: das deutsche Vaterland. Einen besseren Mittler zwischen Evangelischen und Katholischen, als es der Kaiser ist, könnten wir uns gar nicht wünschen. Mit tiefem Mißbehagen sieht der Mon­arch, daß im Innern unseres Staatskörpers nicht alles so isi, wie es sein könnte, wenn der einzelne das große Gesamt­interesse über seine Sonderideen stellte. Jede sich ihm bie­tende Gelegenheit ergreift er, um an seinem Teile dazu bei­zutragen, die Differenzen auszugleichen, die Kluft zu über­brücken. Und immer wieder gipfelt sein Mahnruf in jener Wahrheit, die er diesmal in die treffenden Worte goß: nach innen geschlossen, nach außen ent­schlossen!" Erst wenn im Innern Deutschlands Frie­den herrscht zwischen den Gliedern der Kirchen, den Partesen und Parteiungen, erst dann sind wir recht gerüstet für den äußeren Feind und können entschlossen auftreten in der Welt und brauchen nicht bange zu sein um den Ausgang..... Nach der Rede zu Gnesen ist die Rede zu Coblenz gesprochen worden. Ihr Grundton ist ganz derselbe. Beide sind nicht auf die gleiche Stufe zu stellen mit früheren Reden des Kaisers zum gleichen Thema. Mit den Jahren ist eine gewisse Abgeklärtheit über den Monarchen gekommen, eine größere Ruhe als früher. Damals trugen seine Ansprachen in ihrer Mehr­heit scharfgeprägte Losungsworte; heute sind sie Frieden3­mahnungen eindringlichster und beredtfamster Art. Diese Wandlung ist freundlich zu begrüßen als Garantie für eine gleichmäßige und stetige Entwickelung der Dinge in der Zukunft. Noch ein anderes Moment fällt auf: es gab eine Seit, wo ein gewisses tiefgehendes Mißbehagen aus den Worten des Kaisers sprach, wo er sich mißverstanden fühlte von aller Welt und seine Verstimmung darüber nicht ver­barg. Diese Zeit ist vorübergegangen; heute atmet das gesprochene Wort, das aus dem Munde des Kaisers kommt, Frohsinn und Lebensmut. Die plastische Verherrlichung der schönen Rheinprovinz in der Coblenzer Kaiserrede ist dafür Zeugnis genug. ,, Nach innen geschlossen, nach außen entschlossen". Nicht das Trennende soll betont werden, son­dern das Gemeinsame. Ueber dem Dache weht stolz das deutsche Banner, und thront über beiden Kapellen. Der

Basaltlab Kaiſer ſteht auf einer höheren Warte als auf den Zinnen der Partei. Darum gebührt ihm das Recht der Mahnung zur Eintracht; darum gebührt aber auch uns die Pflicht, auf diese Mahnung zu hören und ihr zu folgen. Es wird sich des öfteren noch in Zukunft Gelegenheit finden, auf die Kaiserrede zu Coblenz hinzuweisen und ihre Leitworte ins Gedächtnis der Mittoelt zurückzurufen.

en Minifteri

augrieben

unferem Ante

ebotsformle

dorther

bezogen

ft find bis

S., bormittag

Ben,

nsderfer

maschine

fach patentiertes und

em; vielseitigste Vor

n; größte Einfachhe

Batalog frank

75.u. M. 225

htmann, Föln

Kaifermanöver 1905.

( Von unserem Spezialberichterstatter.)

Die Blauen" und die Roten".

"

der Maschinengewehr- Abteilungen.

-

Erfolge Im Nebel. Zweckmäßigkeit der Eroberte Batte­

grauen Uniform. Der Zusammenstoß.

en. Rot zurückgeschlagen. Abgewiesener Angriff

( Nachdr. verb.)

der Blauen.

Coblenz, 14. September. Die Kavalleriemanöver bei den gegeneinander operieren­den Armeen hatten Dienstag zu folgender Situation für den gestrigen Tag geführt: Nachdem Rot( 18. Armeekorps) zwischen Mainz und Frankfurt Nhein und Main überschritten und in allgemeiner Richtung auf Kazenelnbogen vorgegan­gen war, erreichte es mit der 25. Inf.- Division( rechter Flügel) über Esch Kördorf, mit der 28. Inf.- Division ( Bentrum) Kazenelnbogen, mit der 21. Inf.- Division ( infer Flügel) Laufenfelden, mit der Kavallerie- Division B und einem linken Seitendetachement Holzhausen. Das 8. Armeekorps( Blau), durchaus nicht etwa identisch mit der bet Marburg sammelnden blauen Armee, von der die allge­meine Kriegslage spricht, sondern gedacht als ebenfalls blaue Tuppen, südlich Coblenz befindlich, hat mit der 15. Inf.­Division sich bis Boppard auf dem linken Rheinufer heran­gezogen, die 16. Inf.- Division steht mit ihren Spizen bei St. Goar, die 41. Inf.- Division auf der Straße Braubach­

Dachsenhausen. Die rote und blaue Kavallerie- Division haben Fühlung genommen, aber sich nicht gemessen; die blaue Ar­mee hat bei Ruppertshausen, die rote B bei Holzhausen biwafiert. Für gestern bestand die Absicht beim blauen( 8.) Armeekorps, in die Linie Bogel- Gemmerich vorzugehen und den Feind anzugreifen, während Rot( 18. Armeekorps) be­absichtigte, um 6 Uhr vormittags die Linie Ottenhausen­Roth- Holzhausen zu überschreiten und den Feind anzu­greifen. Blau hatte hierzu mit der 16. und 15. Inf.- Division den Rhein zu überschreiten. Beide Divisionen vollzogen, wie schon erwähnt, morgens um 4 Uhr bei St. Goarshausen und Boppard den Uferwechsel auf je einer durch den Divisions­Brückentrain hergestellten Pontonbrücke. Die Sicherungen auf dem rechten Ufer hatten Radfahrabteilungen und die bei Ruppertshofen stehende Kavallerie- Division A übernommen. In zwei Stunden befand sich die 16. und 15. Inf.- Division auf dem rechten Rheinufer, die Brücken wurden abgebrochen und der Vormarsch in der Linie Bogel- Gemmerich ange= treten. Ich selbst befand mich auf dem rechten Flügel von Blau bei der 16. Division, gegenüber der 21. Inf.- Division von Not.

Bis Uhr lagerte ein undurchdringlicher Nebel über dem ganzen Gelände, so daß die Tätigkeit der Nachrichten­fesselballons und der Funkentelegraphie ganz brach liegen mußte. Dem Nebel ist es auch zuzuschreiben gewesen, daß die Artillerie von Blau und Rot nur abwartende Stellun­gen einnehmen konnten und sich mit ihrer eigenen Sicherung bescheiden mußten, was zum Teil mißlang. Jedenfalls war die Artillerie nicht die Eröffnerin des Gefechts. Der 21. ( roten) Inf.- Division gelang es im Nebel, bis auf Einbruchs­entfernung an Blau heranzukommen, und hätten nicht öst­lich Bogel auf Höhe 376 die Maschinengewehr- Abteilungen 10 und 11( blau) die allmählich erkennbarer werdenden Schützenlinien mit einem so lebhaften Reihenfeuer emp­fangen, daß Rot stocken mußte, so wäre es der 16. Infan­terie- Division wohl faum so rasch gelungen, die 21. Division in südöstlicher Richtung zurückzudrängen. Besonders ge­schickt verfuhr die Maschinengewehr- Abteilung Nr. 10 bei einem nach rückwärts vorgenommenen Stellungswechsel. Die Maschinengewehre wurden hierbei von 4 Leuten getragen und die neue Stellung im Marsch- Marsch eingenommen. Mit besonderer Deutlichkeit zeigte sich, sehr im Gegensag zur Kavallerie aller Arten, wie zweckmäßig die feldgraue Uniform der Maschinengewehr- Abteilung sich der Um­gebungsfarbe anzupassen weiß; sie geht gewissermaßen in ihr auf. Von den weißen Kollern der Kürassiere ließ sich das weniger sagen, sie werden auch bei mangelnder Fern­sicht leicht z11 Verrätern. Als sich der Nebelschleier lüftete, fonnten die Artillerien in Tätigkeit treten. Blau stand auf Höhe 365, Rot auf 376. Sei es, daß bei der blauen Artil­lerie die Aufklärung versagt hatte, der bei dem vorher herr­schenden Nebel erhöhte Bedeutung beizumessen war, sei es, daß sonst ein ungünstiger Umstand mitsprach, kurzum, bei einem Vorstoß der( roten) badischen Brigade( Rgtr. 109 und 110) gelang es Rot, je eine Abteilung der Feldartillerie­Regimenter Nr. 34 und 44 außer Gefecht zu setzen. Trotz dieses Teilerfolges im Zentrum war im ganzen Blau doch glücklicher in seinen Erfolgen und behielt seine Stellungen, während Rot zurückgehen mußte. Der Kaiser hielt sich hauptsächlich bei Not im Zentrum auf, desgleichen die Kai­serin, die zu Wagen, und die Prinzessin Friedrich Carl von Hessen, die zu Pferde in Begleitung einer Hofdame erschie­

nen war.

Heute morgen in aller Frühe griff das blaue Korps von Südwesten an. Die Roten hatten eine Verteidigungsstel lung nordöstlich von Katzenelnbogen eingenommen. Nach lebhaftem Gefecht wurde die blaue Armee zurückgeschlagen. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, die Prinzessinnen Friedrich Carl von Hessen und Adolf zu Schaumburg- Lippe und andere Fürstlichkeiten wohnten dem Gefecht zu Pferde bei. Das Wetter war regnerisch.

Politifche Rundschau.

Deutfches Reich.

* Schwere Vorwürfe werden gegen die in den deutschen afrikanischen Kolonien tätige Gesellschaft Süd- Kamerun" erhoben. Nach einer Erklärung der Hamburger Batanga­Firmen übe die Gesellschaft eine Art Kongosystem" aus. Schwarze würden ohne Veranlassung_niedergeknallt. Der Umstand, daß die Gesellschaft eine Expedition gegen die Njemleute ausrüstete, um eine Forderung von 100 000 Mr. einzutreiben, sei die erste Veranlassung zum Ausbruch der Unruhen in Kamerun gewesen. Jedenfalls wird diese Er­flärung genaue Feststellung über Wahrheit oder Unwahrheit der Behauptungen notwendig machen. · Der nue Gouber­neur von Südwestafrika wird am 30. September mit dem Dampfer Admiral" der Ostafrikalinie abreisen, Kapstadt besuchen, am 12. November voraussichtlich die Geschäfte in Windhut übernehmen und Herrn von Trotha ablösen. Die Londoner Times" weiß von zahlreichen Buren zu be­richten, welche die Grenze Südwestafrikas überschreiten. Sie sollen zum Teil früher der Johannesburger Polizei und der Transvaal- Artillerie angehört haben. Nach einem Kap­städter Blatt wäre diese Tatsache geeignet, die Eingeborenen in Britisch- Südafrika zu Unruhen aufzureizen. Es wird

sich wieder um Burcn handeln, die als Ochsentreiber verwen­det werden. Als Kriegsfreiwillige sind nur einige Buren aufgenommen worden, die in dem Schutzgebiet selbst an­sässig sind. Die Beunruhigung besteht wohl nur in den Redaktionen der englischen Hezblätter.

*

* Eine Versammlung von Militär- Fleischlieferanten, die sehr zahlreich aus allen Landesteilen des Deutschen Reiches in Berlin zusammengekommen sind, beschloß einstimmig, an das Kriegsministerium eine Petition zu richten dahin­gehend, dasselbe möge seinen Einfluß geltend machen, um die Oeffnung der Grenze für die Einfuhr lebenden Schlacht­biehs herbeizuführen. Besonders wurde bei den Beratungen betont, daß das jetzt an die deutschen Märkte gelangen.de Schlachtvieh von so geringer Qualität, so vollständig unreif sei, daß es ganz unmöglich wäre, noch fernerhin an die Militärverwaltungen Fleisch solcher Güte zu liefern, wie nach den Kontrakten beansprucht würde. Entweder die Militär­behörden seien damit einverstanden, das Niveau des zu lie­fernden Fleisches bedeutend herabzusetzen, oder es müßten die Grenzen geöffnet werden, um Vieh guter Qualität nacy Deutschland hereinzubekommen. Manche Lieferanten würden bei längerem Andauern der jeßigen Zustände gar nicht in der Lage sein, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

*

* Ueber London wird aus Paris zur Marofkofrage ge­meldet, Deutschland und Frankreich seien zu einer Ver­ständigung über den Ort der Marokkokonferenz gelangt. Die Konferenz soll in Tanger zusammentreten, aber nur eine Sigung dort abhalten. Die weiteren Sigungen sollen in Algeziras( Spanien) stattfinden. Eine amtliche Verlaut­barung ist bisher nicht erfolgt.

k

*

Vor einiger Zeit wurden Nachrichten über eine gewisse Beunruhigung unter den Eingeborenen auf Samoa ver­breitet. Es scheint jetzt wieder vollständiges Einvernehmen zwischen den deutschen Behörden und der Bevölkerung zu herrschen. Der Gouverneur Dr. Solf empfing eine große Anzahl samoanischer Häuptlinge, die zum Zeichen ihres Ge­horsams Matten darbrachten und um die Aufhebung des Deportation surteils gegen König Lamasese und andere Ein­geborene baten. Gouverneur Solf nahm die Geschenke an und hob das Urteil auf.

Schweden.

** Die Gerüchte von der Mobilisierung der norwegischen Truppen werden von norwegischer Seite als erfunden er­klärt. Das Norske Telegram Bureau" erklärt halbamt­lich, in der Nähe der Grenze seien nur einzelne kleine Abtei­lungen zur Bewachung der Grenze aufgestellt. Die Be­ratungen in Karlstad über die Lösung der Union haben noch nicht zu einer Entscheidung geführt. Die schwedischen Dele­gierten halten an den vom außerordentlichen Reichstag ge­stellten Bedingungen fest. Indessen ist die Lage nicht ganz hoffnungslos. Auch von verschiedenen Seiten in Schweden wird hervorgehoben, daß ein Abbruch der Verhandlungen noch nicht Krieg zu bedeuten brauche. Die norwegische Dele­gation hat das schwedische Verhandlungsprogramm nicht angenommen. Die endgültige Entscheidung soll bevorstehen.

Russland.

** Aus dem Kaukasus wird über Ranbzüge der Tataren Klage geführt, die Dörfer zerstören und Frauen rauben. Eine Tatarenbande übersiel des Lei Suchum gelegene Wasiljewski- Frauenkloster während des Gottesdienstes und plünderte es aus. Neun Nonnen, die den Kirchenschatz ver­teidigen wollten, wurden ermordet. In Baku herrscht entsegliche Not. Es fehlt an Obdach und Nahrung. Die Preise für Lebensmittel sind unerschwinglich. Die Bahnen in ganz Rußland müssen wegen Naphthamangels zur Kohlenfeuerung übergehen. In Nischny- Nowgorod haben viele Fabriken aus dem gleichen Grunde den Betrieb eingestellt. In Helsingfors wurde eine aus ganz Finnland besuchte Versammlung der konstitutionellen Partei vom Militär aufgelöst.

Türkei.

** Ueber das Piratenunwesen im Noten Meer wird in Tester Zeit starf geflagt. Kürzlich unternahm die englische Botschaft Schritte bei der Pforte, da ein Segelschiff in den Grund gebohrt war, und verlangte Schadenersaß. Die italienische B.tichaft geht ebenfalls wegen Veraubung eines Eegelschiffes vor.

Oefterreich- Ungarn.

Die Demission des ungarischen Kabinetts ist vom Kaise Franz Josef angenommen worden. Der Monarch hat an­geordnet, daß die Minister bis auf weiteres ihre amtliche Tätigkeit fortsegen sollen.

Um mit der Krone zu einer Verständigung zu gelangen, hat der größte Teil der Führer der Opposition beschlossen, die Forderung der ungarischen Kommandosprache einstweilen fallen zu lassen. Das ist ein ziemlich vernünftiger Beschluß. Leider muß man annehmen, daß die ungarischen Heißsporne nur im Augenblick verzichten wollen, um ihre Regierungs­fähigkeit an Stelle des gestürzten Fejervary zu beweisen. In diesem Sinne äußerte sich auch der frühere Minister­