Ausgabe 
15.4.1905 Erstes Blatt
 
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Milch!

Milch!

Durch die sehr hohen Milchvieh- und Kraftfuttermittelpreise ist die unterzeichnete Bereinigung der Milchlieferanten genötigt,

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Montag, den 17. d. Mts.

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Bekanntmachung.

Betr. Das Fahren mit Fahrräder und Automo= bilen innerhalb der Ortschaften.

Unter Hinweis auf die nachstehend abgedruckten§§ 11, 19 Abs. 2 und 21 der Verordnung, die Fahrräder und Automobile be­treffend, vom 10. Oftober 1899, die gemäß§ 22 dieser Verordnung auf Automobile sinngemäße Anordnung finden, bemerken wir, daß insbesondere auch seitens der Motorradfahrer innerhalb der Stadt Gießen vielfach mit einer das zulässige Maß weit überschreitenden Geschwindigkeit gefahren wird.

Mit Rücksicht auf die hieraus folaende erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit haben wir das Polizeipersonal mit der strengsten Ueberwachung der gesetzlichen Bestimmungen beauftragt und dasselbe angewiesen, jeden Uebertretungsfall unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen.

Gießen, den 10. April 1905.

Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. § 11.

Innerhalb der Ortschaften darf der Radfahrer nur mit der Geschwindigkeit eines mäßig trabenden Pferdes fahren, das Gleiche gilt außerhalb der Ortschaften beim Abwärtsfahren, wenn die Straße von dem Radfahrer nicht auf eine angemessene Entfernung übersehen werden kann.scale notedA

In engen, abschüssigen oder verkehrsreichen Straßen, an andere Straße, beim Durchfahren von Toren und dergleichen, bei der Ausfahrt aus Grundstücken, welche an einer öffentlichen Straße liegen und bei der Einfahrt in solche, sowie nach Eintritt der Dunkel heit und bei starkem Nebel ist die Fahrgeschwindigkeit derart zu er­mäßigen, daß sofortiges Anhalten möglich ist. In den in diesem Ab­sat erwähnten Fällen hat der Radfahrer seine Annäherung durch das Signal zu erkennen zu geben.

Straßenfreuzungen, Straßenfrümmungen, beim Einbiegen in eine

§ 19 Abs. 2. Zuwiederhandlungen gegen die übrigen Vorschriften dieser Ver­ordnungen werden, sofern nicht durch andere Strafbestimmungen höhere gegen 10Pfg.- Marke. Selbst- Strafen verwirft find, auf Grund des§ 366 Ziffer 10 des Reichs= Straf- Gesetz- Buches mit Geldstrafe bis zu 60 Mt. oder mit Haft bis geschriebene Offerten an zu 14 Tagen bestraft.

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§ 21.

Radfahrern, durch deren Verhalten augenscheinlich eine Ge­fährdung von Personen zu befürchten ist, kann das Radfahren auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plägen von dem zuständigen Bolizeibeamten auf der Stelle untersagt und im Ungehorsamsf alle das Fahrrad vorläufig beschlagnahmt werden. Auch kann densel ben von dem Kreisamte die Nummerplatte auf die Dauer oder für be stimmte Zeit entzogen werden.

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Bekanntmachung.

Die unterm 11. März 1. F., angeordnete Spen der Neuenbäue zwischen Neuenweg und Weidenga wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 14. April 1905.

Broßh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

Die unterm 11. März L. J., angeornete Spec der Diezstraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 14. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg.

Vergebung von Bauarbeiten.

Zur Erbauung der veterinär- medizinischen In stitute in Gießen, hier der normalen Anatomie, be patholcgischen Anatomie und der chirurgischen Klinik, werden bie folgenden Arbeiten unter Zuarundelegung des Ministerial erlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. A. Schreinerarbeiten.

Log I 37 Türen, 290 Ifdm. Sockel 2c. Log II 29 17 qm Glasabschlüsse.

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Log III 30 L0% IV 27 Los V 31

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B. Anftreicherarbeiten.

Los VI darunter 2400 qm Leim und Delfarbenanstrich L08 VII 2400 20% VIII 2300

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C. Schlosserarbeiten.

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E. Holztreppenarbeiten. Los XV 110 Stufen. 208 XVI 96 Stufen

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Los IX Beschlag von 45 Türen 2c. 20% X 20% XI

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D. Tapetenlieferung.

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F. Holzfußböden. Los XVII 115 qm Buchenriemen in Asphalt. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Zweigbüreau Frankfurterstraße 88, eingesehen, Angebotsformulare( fet Beichnungen) dorther bezogen werden.

Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, sind au genanntem Zweigbüreau bis Mittwoch, den 26. April d. J., vorm. 11 Uhr dem Eröffnungstermin einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 8. April 1905.

Großh. Baubehörde für die Universitäts Neubauten Gießen. Becker.

Vergebung von

Pflasterarbeit u. Steinlieferung

1) Die an der Ortsstraße in Lindenftruth von der Hofraite de Heinrich Fatum 9. bis an die des Heinrich Schmitt 2. cir 100 Ifbm. lange alte Gosse, soll neu umgep fastert werde Die Steine müssen aus gutem grauen Basaltlava, ni unter 15 cm Kopfbreite im Quadrat und mindestens 18 lang sein. Die Unterlage muß grauer Schlackensand un 15 cm tief sein.

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2) Gleichzeitig sollen cirka 60 Kubikmeter Kleinschlag, t lieferbar bei der Umpflasterung, der Rest Ende Oktober d. mitvergeben werden.

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Reflektanten wollen ihre Angebote verschloffen mit de Aufschrift: Angebot auf Pflasterarbeit 2c.", bis längstens 22. April d. Js., nachm. 7 Uhr

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bei unterzeichneter Stelle einreichen. Lindenstruth, den 11. April 1905.

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