Der Feind hat überall schwere Verluste erlitten, mehrere gefangene Rädelsführer wurden hingerichtet.
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Ueber das deutsche Answanderungswesen gibt die alljährliche Aufstellung der Zentral- Auskunftsstelle für Auswanderer" Aufschluß. In der Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 30. September 1904 wurden 3308 Auskünfte erteilt. Mehr als zwei Drittel der Anfragen bezogen sich auf die deutschen Schutzgebiete, von denen Südwestafrika mit 675 Anfragen an der Spitze stand. Die Anfragen nach dem Auslande betrafen hauptsächlich Südbrasilien mit 273 Anfragen. Als Auswanderungsziel folgen dann Argentinien, Brasilien im allgemeinen, Südamerika im allgemeinen, Kanada, Chile u. j. w. Bezüglich der Herkunft der Anfragen stand die preußische Provinz Brandenburg voran. Der Mehrzahl nach waren die stellensuchenden jungen Leute Kaufleute.
Oefterreich- Ungarn
** Tie verfahrenen Verhältnisse in Ungarn haben zu einer Ministerkrisis geführt. Der Ministerpräsident Baron Fejervary hat seine Demission eingereicht. Wie verlautet, soll Kaiser Franz Josef beabsichtigen, die Führer der Koalition zu sich zu berufen, um mit ihnen über die Kabinettsbildung zu beraten.
Der Grund zu der Demission Fejervarys ist die Weigerung des Kaisers, seine Zustimmung zur Einbringung des Gesezentwurfs über das allgemeine Wahlrecht zu geben. Fejervary wollte mit dem allgemeinen Wahlrecht das bisherige Treiben der an Zahl geringen Berufspolitiker lahm legen und die breite Masse des Volkes zur Mitarbeit an dem parIamentarischen Leben berufen. Der Kaiser konnte sich aber nicht entschließen, diesen Schritt zu billigen, und so war Fejervary gezwungen, zu gehen. Ungarn wird weiterhin von einem kleinen Häuflein Privilegierter beherrscht werden, die inneren Kämpfe und die Obstruktion gegen den Gemeinsamkeitsgedanken aber aufrecht erhalten bleiben.
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Schweiz.
In Zürich wurde ein internationaler Anarchist ver. haftet, der aus verschiedenen Ländern steckbrieflich verfolgt wird, so auch von Deutschland. Er führte in der Schweiz etwa zehn verschiedene Narrunter Robanow und Dr. Meier, und war einer der tätigsten Propagandisten. Der Verhaftete verweigert alle persönlichen Angaben zur Feststellung seiner Identität.
Schweden.
..Kaiser Wilhelm II." abgereist. Vorher hatten Witte und b. Rosen den japanischen Kommissaren einen Abschiedsbesuch gemacht. Witte ließ durch v. Rosen den Vertretern der Presse danken, indem er sagte, niemals vorher sei es ihm so nachdrücklich klar geworden, daß die Feder mächtiger ist als das Schwert. Der erkrankte Baron Komura befindet sich in ziemlich bedenklichem Zustande. Die Aerzte rieten ihm von der Heimreise ab.
** Die Verhandlungen über die Lösung der Union mit Norwegen haben bisher noch nicht zu einer Lösung geführt. Man verlangt um jeden Preis, daß Norwegen das schwedische Friedensprogrammi annimmt, das unter anderen Forderungen auch die Schleifung der Grenzbefestigungen enthält. Man hofft, daß der Plan eines Schiedsvertrages, von dem die norwegische Presse spricht, auf keine Schwierigfeiten von seiten Schwedens stoßen werde. Ein Schiedsver. trag könne aber erst nach Annahme der schwedischen Be dingungen durch die Norweger abgeschlossen werden und nachdem Schweden die Unabhängigkeit und Selbständigkeit Norwegens anerkannt haben wird. Ein Bruch sei nur dann zu befürchten, wenn Norwegen sich ablehnend gegen die schwedischen Vorschläge verhalte.
Niederlande.
** Die Kämpfe gegen die widerstrebenden Eingeborenen in den holländischen Kolonien werden von den niederländischen Truppen energisch weitergeführt. Da der Fürst Luwu auf Celebes sich weigerte, den Forderungen des holländischen imatums nachzukommen, wurden Truppen gelandet, die Die Hauptstadt Palopo nach energischem Widerstande ein. mahmen. Die holländischen Verluste sind unbedeutend.
Russland.
Heer und flotte.
Kaiserlicher Gnadenakt. Bei der letzten Herbstparade hat das Garde- Fußartillerie- Regiment in Spandau den besten Parademarsch gemacht, das ganze Gardekorps sich besonders ausgezeichnet. Der Kaiser hat deshalb einen Erlaß an die Kommandeure gerichtet, in dem es heißt: In Anbetracht der vorzüglichen Leistungen meiner Garderegimenter, beabsichtige ich, denjenigen gerichtlich bestraften Mannschaften des zweiten bezw. dritten Jahrganges, sofern solche sich nach Verbüßung ihrer Strafe gut geführt haben, das Nachdienen ihrer Strafzeit auf dem Gnadenwege zu erlassen. Die Herren Regiments- Kommandeure werden ersucht, die in Betracht kommenden Mannschaften umgehend hierher namhaft zu machen." Strafen über sechs Wochen müssen sonst nachgedient werden.
Stärkere Befestigung Helgolands und der Elbmündung. Die großen Flottenmanöver der letzten Tage endeten mit der Einnahme der Elbmündung und der Eroberung der Ver: teidigungsflotte. Man nimint bei diesem Ergebnis an, daß das Marinedepartement eine stärkere Befestigung Helgolands und der Elbmündung fordern wird. Die Manöver: flotte ist aufgelöst worden und die einzelnen Schiffe sind nach; ihren Stationen abgegangen.
Anstelle des Fürsten Woronzoff- Daschkoff ist Prinz Leuis Napoleon Generalgouverneur des Kaukasus geworden. Der Prinz steht als Offizier in russischen Diensten und ist Rommandierender einer Kosaken- Division im Kaukasus. Es ist allerdings hohe Zeit, daß die Ruhe im dortigen Gebiet wiederhergestellt wird. In Tiflis ist es im Rathause zu einem förmlichen Kampf gekommen, wobei 27 Personen getötet und 75 schwer verwundet wurden. In der Bezirksstadt Gori hat die revolutionäre Partei dem Ortsgeistlichen bei Todesstrafe verboten, an dem Sarge des vor einigen Tagen gestorbenen Generalgouverneurs Fürsten Amilakhwari Gebete zu verrichten. Niemand wagt sich dem Sterbehause zu nähern. Die Leiche soll daher nach Tiflis gebracht werden, bon wo Truppen zur Bedeckung abgegangen sind. Man befürchtet, daß am Tage der Beisetzung des Fürsten, der die ganze Bevölkerung gegen sich aufgebracht hatte, große Ruhestörungen stattfinden werden. In Kiem ist ein revoTutionäres Komplott entdeckt, das alle Offiziere in Odessa und Kiew ermorden wollte. In Berditsch ew entdeckte die Polizei eine große geheime Waffenniederlage. In Wladikaw fos wurde ein Zug zum Entgleisen gebracht, und auf denselben wurde gefeuert, wobei ein Reisender getötet und 34 verwundet wurden. In Warschau wurde
Soziales Leben.
Bewegung im schlesischen Textilgewerbe. In Reichenbach in Schlesien beschloß eine sehr stark besuchte Versamm lung von organisierten Tertilarbeitern, den Generalstreif für die Stadt Reichenbach zu proklamieren, wenn die Arbeitgeber nicht die erlassenen Kündigungen zurücknehmen und den Arbeitern bessere Behandlung zusichern.
der vom Kriegsgericht zum Tode durch den Strang berurteilte 19jährige Schuhmachergeselle Chmielnikki, der im Juni, also vor Verhängung des Belagerungszustandes, einen Infanteristen auf der Straße verwundet hatte, hingerichtet. Sein Kassationsgesuch hatte der Generalgouverneur, ebenso wie im Fall Kasprzak, nicht zugelassen.
Alien.
Streifunruhen in Frankreich. Tausend ausständige Arbeiter veranstalteten eine Rundgebung unter Absingen der Internationale. Eine Dragonerabteilung suchte dieses zu verhindern. Bei dem sich entspinnenden Handgemenge wurde ein Ausständiger belgischer Nationalität getötet.
Magyarische Hetzereien.
( Eigener Bericht.)
anzuführen, der von Berlin herzugereist kommt, wo er als Vertreter der ungarischen Tabakerport- Gesellschaft seinen beruflichen Wohnsitz, daneben aber den inneren Drang hatte, ein wenig magyarische Prozeß- Vorsehung zu spielen, und der dort auch die Uebersetzung der Broschüre vom Magharischen ins Deutsche besorgt haben will?
Nab und fern.
betrifft, namentlich meiften Mengern, w gegeben werden, mirten ganz auffal refrutieren fich je aus Pferden und ift ebenfalls eine der schlachtreifen Die biefe Folgeer In bielen la Bas Beftreben, ihre angehörigen refr Wohnenden Verdier tun dann ihr Be ju Haufe möglic ift dies die Befor
† Ein Ehepaar hingerichtet. In Meseritz wurden der Häusler Andreas Jozwiak und seine Ehefrau auf dem Hofe des Gerichtsgefängnisses enthauptet. Sie waren wegen Er. mordung eines 79jährigen Ausgedingers zum Tode ver. urteilt worden.
† Das Geständnis auf dem Totenbette. Vor 1½ Jahren wurde ein Jagdhüter bei Kingersheim im Elsaß von Wil derern erschossen. Alle Nachforschungen nach dem Mörder blieben ohne Erfolg. Jetzt hat ein als gewerbsmäßiger Wilderer befannter Mensch kurz vor seinem Tode das Geständ nis abgelegt, daß er den tödlichen Schuß auf den Jäger abgegeben habe.
Budapest, 13. September. „ Wer ist Professor Julius A. von Zeyssig"?- So fragte man vor Wochen, als die sensationelle Broschüre„ Die ungarische Krise und die Hohenzollern" in Berlin herausfam und der volltönende Professorenname auf dem Titel als Verfasser prangte. Ein einfacher Herr Mendel meldete sich für dieses Pseudonym. Aus gewichtigen Gründen suchte man nach den Hintermännern. Man hatte seine Spuren. Sie leiteten nach der ungarischen Hauptstadt, und dort ist mun Dr. Arpad Zigany als der Mann entdeckt, der diese Schrift zustande gebracht hat, in der die Länder der Krone Habsburg unter die Mitglieder des Hohenzollernhauses derartig aufgeteilt wurden, daß Böhmen und alle deutschen Landesteile samt der istrischen Halbinsel einfach mit dem Deutschen Reiche vereinigt wurden, während in Ungarn der zweite Sohn des Kaisers Wilhelm, Prinz Eitel Friedrich, eine neue national- ungarische Dynastie errichte und damit zu einer neuen europäischen Großmacht die Grundlage biete, die außer den Ländern der Stefansfrone Galizien ,. Dalmatien samt Bosnien und der Herzegowina umfasse
** Die inneren Unruhen in Japan sind anscheinend bewältigt worden. Durch die„ Tribuna" in Rom ist das Gerücht in die Welt gesetzt worden, die Familie Komuras sei in Tokio ermordet worden. Der japanische römische Gesandte erklärte, die Meldung nicht zu glauben, obzwar er sie nicht dementieren könne. Er fügt hinzu, Komuras Frau und Kinder, von denen der Aelteste bereits die Universität besucht, bewohnen das Ministerium des Aeußeren. Wäre die Nachricht dieser Ermordung wahr, so hätte die Menge das Ministerium stürmen müssen. In der Mandschurei sind einzelne Truppenteile noch in Aktion, obwohl der Waffenstillstand eigentlich doch selbstverständlich ist, wenn auch die formellen Beschlüsse fehlen So wird aus Tokio gemeldet, daß ungefähr drei Regimenter Russen Suschan angriffen, bon den Japanern aber zurückgeschlagen wurden. Der Waffenstillstand sollte gestern öffentlich verkündet werden.
Amerika.
** Die russischen Mitglieder der Friedenskommission sind bon Newyork an Bord des deutschen Schnelldampfers
Müßige Phantasie so wird man sagen; und höchst einerlei, wer der Verfasser dieser phantastischen Schreibereien sein mag, ob er in Berlin oder Budapest seinen Wohnsitz habe.
† Von Wilderern erschossen. Bei Krotoschin fanden zwei Bauernsöhne auf einem Feldwege frisch geschossene Hasen. Sie lauerten den Wilddieben auf. Bei dem Zusammentreffen wurde der eine Bauernsohn von den Wilderern erschossen. Die Mörder sind entkommen, sind aber erkannt worden.
hierzu notwendig Frage in Betrad Bur Maft einzuffel Arbeit ift, die bie mangelt es eben wären. Außerdem durch die Berfchärfu wiederkehrende Grid Ibon dem Landwirt menschlichen Genuß erklärt wird, dann i Landwirt da, der fa Alfige Gewinn, we Seres entftünde. fahrungen gegen f Biebbersicherungen Foch, daß der betre trägt. Hier mü mäßige Veränder für billige Präm hätte( Reichsan figerungen bo namentlich die Auf wiederum mühevo manns Sache in zu befaffen. Die Kleineren, find da welcher fich durd gänzen, durch But
† Das Erdbeben im Süden. Fortwährend verbreiten neue Erdstöße Angst und Schrecken. In Cosenza wurde durch starke Stöße weiterer Schaden angerichtet, in Olivadi und in Prapia wurden die Häuser, die das erste Erdbeben noch übrig gelassen hatte, unbewohnbar gemacht. Dis nach Tirol hinauf erstreckt sich das Erdbebengebiet. König Victor Emanuel bereist die verwüsteten Gebiete in Calabrien und spendet dort Trost und Hilfe. Die Königin Helena hat 50 000 Lire zur Verfügung gestellt, und der Papst sandte an die Bischöfe Geldbeträge zur Verteilung an die notleidende Beböllung.
Gewiß, es erscheinen wöchentlich, wo nicht gar täglich in allen europäischen Hauptstädten Flugschriften auch politischer Natur, die lediglich auf den Geldverdienst hin verfaßt sind. Wenn diese„ Hohenzollern- Broschüre" nichts wäre, als eine Spekulation auf die Sensationslust, kein Mensch würde mehr davon reden. Allein schon der Umstand, daß die hohe Diplomatie darob in Bewegung gesetzt wurde, daß der deutsche Botschafter in Wien mit dem ungarischen Ministerpräsidenten verschiedentlich darüber konferierte, ließ auf die weittragende Bedeutung schließen, die man diesem Preßerzeugnisse in maßgebenden Kreisen glaubte beimessen zu sollen. Damit war es offenbar, daß ein anderer, gewichtiger, ein politischer Zweck damit verbunden, daß Pläne damit verfolgt wurden, die nicht ungefährlich erschienen.
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Eine reichgesegnete Stammmutter. In Hannover ist dieser Tage eine Witwe Luise Knoche im Alter von 93 Jahren gestorben. Ihre lebende direkte Nachkommenschaft besteht aus nicht weniger als 84 Personen. Sie hat 11 Ainder, deren ältestes jetzt auch schon 70 Jahre alt ist, ferner 40 Enkel und 33 Ürenkel hinterlassen. Unter Einrechnung der angeheirateten Kinder und Enkel stehen 129 div. Fa milienangehörige an ihrem Grabe.
Die Erklärung ist nicht schwer: Es sollte wieder einmal gehezt und geschürt werden. Just in Berlin mußte die Broschüre erscheinen; und einen stolzen deutschen Namen mußte sie tragen. Dann konnten alle, die ein Interesse daran haben, schon darauf zählen, an geeigneter Stelle und zu gelegener Zeit mit dieser Druckschrift in der Hand dem Hohenzollern- Hause schwarze Pläne auf den Länderbesitz der Habsburger nachzusagen. Es gibt genug Elemente im Bereich der habsburgischen Monarchie, die am Dreibunde gar wenig Freude haben und eine ganz andere Gruppierung der Mächte ihren Plänen weitaus förderlicher erachten! Ja, vielleicht konnte man gleich zwei Fliegen mit einem Schlage treffen, indem man gleichzeitig dort, wo es anging und darauf ankam, die ungarische Opposition des Verrats am Königshause verdächtig machte.
† Von der Cholera. Einige in Berlin als verdächtig bezeichnete und unter Beobachtung gestellte Fälle haben sich alsbald als harmlos herausgestellt. Aus dem infizierten Gebiet sind einige wenige neue Fälle gemeldet.
† Ein Mord in der Hasenhaide. Eine in der Hasenhaide bei Berlin aufgefundene weibliche Leiche ist als die einer Arbeiterin Marie Pioch rekognosziert worden. Sie war aus Warsin, ihrer Heimat, nach Berlin übergesiedelt, weil sie dort von einem verheirateten Kutscher mit Anträgen berfolgt wurde. Dieser, namens Hermann Richter, gilt als des Täter. Er hat dem Mädchen wiederholt in Berlin aufgelauert und erklärt, wenn sie, im Falle er von seiner Frau geschieden würde, ihn nicht heiraten wolle, dann wolle er sie falt machen, und wenn er dafür zehn Jahre Zuchthaus befäme.
Die Maulwürfe waren am Werk. Da wurde sehr zur Unzeit und gewiß manchem, der nach Herzenslust schürte, bohrte und hetzte und von der ominösen Broschüre genug Eremplare auf Lager hatte, der Schleier gelüftet. Der deutsche Zeyisig entpuppte sich als ein magyarischer Zigany, und alsbald war der ganze Nimbus geschwunden, der die Mache bislang noch immer umstrahlte.
† Verwüstungen in Lahore. Schwere Schädigungen haben Elementarereignisse in Lahore in Indien angerichtet. Einem gewaltigen Wolfenbruch folgte ein nicht minder verderbliches Erdbeben. Viele Häuser sind zerstört, und Hunderte von Menschen sind obdachlos geworden.
Freilich, Zigany ist auch noch nicht der Rechte. Ein obsfurer Skribent, dessen Jeder notorisch für Geld zu Gebote steht, ist nur der vorgeschobene Verfasser. Auf die Hintermänner fommt es an, und diese zu finden, wird Aufgabe der Gerichtsverhandlung sein. Werden sie aber zu fassen sein? Oder wird Herr Arpad Zigany als Sündenbock wegen Hochberrats gutwillig ins Zuchthaus wandern, ohne die zu nennen, denen zu gefallen er das schrieb, was er sollte? Und endlich, was weiß Herr Alexander Barneth noch
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Verurteilung eines Reichstagsabgeordneten. Die Straffammer in Dessau verurteilte den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Peus wegen Beleidigung des Afener Stadtmagistrats zu 600 Mark Geldstrafe. Beus hatte in einem Artikel im Anhaltischen Volksblatt" dem Magistrat ungesegliches Verhalten bei der Ablehnung der Konzession des Konsumvereins zur Anlage einer Seifenfabrik borgeworfen.
§ Der Fall Bachstein. Das Reichsmilitärgericht verhandelte gegen den früheren katholischen Kaplan und jetzigen protestantischen Divisionspfarrer aus Minden. Er war der Beschimpfung von Einrichtungen der katholischen Kirche angeflagt, wurde aber vom Kriegs- und Oberkriegsgericht freigesprochen. Das Reichsmilitärgericht wies jetzt die Sache zur erneuten Verhandlung an die Vorinstanz zurück.
Keine Fleischnot
-OO
nur Fleischteuerung*) Aus unserem Leserkreis gehen uns folgende Zeilen darüber zu:
" Täglich liest man in den Spalten der Zeitungen über Versammlungen, Erörterungen, Resolutionen und Abhandlungen wegen der im Deutschen Reiche herrschenden Fleischnot und Fleischteuerung. Einsender will es in furzen Umrissen versuchen, die Gründe zu beleuchten, welche vorliegende Fragen wiederholt in Erscheinung treten lassen.
Von einer eigentlichen Fleischnot tann nach der Meinung des obigen überhaupt nicht die Rede sein, indem in den Meggerläden stets Fleisch und Fleisch Anders waren in beliebiger Menge zu haben sind. berhält es sich mit der vorhandenen Fleischteuerung. Es ist sozusagen eine alljährlich sich wiederholende Erschein ung, daß um die jetzige Jahreszeit die Preise für Fleisch
dhon seit längerer cines oder mehrer oft der Fall ist, d Maft erzielt werd chwunden. Die gewiß nicht geeig Tätigkeit in der M In Bezug des Fle berläffige ftatiftijd ift die Annahme b den legten Decenni deutschen Landwirte forderung nach Sch baber das Verlang bes Konjums ber Brenzen für aus alle diese Mißständ Weicht zu beantwo зи Deutschen Biebzüch energischen Schut im Intereffe ihre Grenze zu erlang find die Fleischprei fich den Genuß ei müffen, welches zu mun die Deffnung Schlachttiere bon tatter wird, ift überaus großen Schritt im Gefolge
bet gutem Willen dem Konsumbedar ohne Aufhebung d bon Solagtho der deutschen G roleh bon zuberlä
Handige Gejundbe gefchlachtet und
Die Berbrauchsor ausgiebigen Be
faum zu bezwei wegen des bor
die eigentliche F Feftftellung der Breises für jo ben pribaten folchen Maßnah befürchten wäre, ber ausgeschlad Daggons gescheh geeignete Kühlbo
ein müßten und
haupt nicht verla
und Fleischwaren höher sind, wie in sonstigen Jahres gefahr ausgeschlos zeiten. Wenn nun in diesem Jahre dieselben abnorm Grenzschlachthallen hoch sind, ist dies eine Erscheinung, welche Gründe vor bedarf dies selbstb aussetzt, die früher nicht vorhanden waren, diese außergeberständiger Komm
wöhnlichen Fleischpreise zu veranlassen. Ein Hauptgrund des verminderten Angebotes an Schlachttieren, denn nur durch solchen läßt sich der zur Zeit hohe Preis des Fleisches
Grenzsperre gegen
ein notwendiges le
als ein Berdienst
annehmen, ist nach Ansicht des Einsenders der, daß ege eröffnet werde eine gewiffe Zurüdhaltung bezüglich der Produktion als auch dem Konsu bon Schlachttieren in landwirschaftlichen Streifen ein Baftande in der F
getreten ist, und gerade diese bedingen wiederum die Fleischteuerung. Was nun das Mästen von Nindvich
tiert würden."
ad wir mit allen an
Die Veröffentl


