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war; Wilhelm Oncken ist nicht mehr, er der vor allen Dingen mit dazu beigetragen, daß unsere Universität nach außen hin berühmt wurde. Gern sahen wir ihn unter uns, er war ein prächtiger Kollege; gern hörten ihn seine Schüler, die ihn verehrten. Die Ludoviciana wird Oncen an oberster Stelle in ihrem Ruhmesblatt gedenken.

Professor Dr. Sauer hielt Namens der philosophischen Fakultät folgenden ehrenden Nachruf:

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Im Namen der philosophischen Fakultät der Landes­Universität trete ich an dieses frische Grab heran, um dem teuren Entschlafenen den letzten Gruß nachzurufen. 35 Jahre ist er unser gewesen, das raftlose Schaffen seiner besten Jahre haben wir mit angesehen. Als Professor, als Lehrer, als Kollege und Mitarbeiter stand er über ein Menschenalter raftlos, eifrig und pflichttreu in unseren Reihen. Weit ist sein Name hinausgeflungen in die deutschen Lande und weit über ihre Grenzen hinaus. Es ist fürwahr ein berühmter Mann, den wir zur letzten Ruhe geleiten; aber uns wahr er mehr, wir hatten das schöne Borrecht, ihm menschlich nahe zu sein: wir sahen ihn, wie er war, nicht wie er auf der großen Weltbühne sich darstellte. Wir fannten, verehrten und liebten ihn als ganzen Mann, nicht nach glänzenden einzelnen Leistungen, mit denen er nach außen sich Bewunderung gewann. Und wir wissen es, er selbst hat es oft ausgesprochen, daß auch er gern unter uns weile, daß er schnell und völlig hier heimisch geworden war. Er stand in der vollen Kraft seiner Jahre, als ein ehrender Ruf nach Königsberg ihn uns zu entziehen drohte. Schon hatte er, nicht vor der Deffentlichkeit, wohl aber in stiller Arbeit, die ihn beglückte und begeisterte, das Feld zu bebauen begonnen, auf dem er später seine beften Früchte ernten sollte; die bater­ländische Geschichte der neuesten Zeit, Breußens deutschen Beruf und seine herrlichen Erfüllungen, Bismarcks und König Wilhelms Großtaten, das alles streng wissenschaft­lich und doch allgemein verständlich den Zeitgenossen vor­zuführen, schwebte ihm als Ideal vor der Seele. Seiner Darstellungskunst und ihrer Wirkungen war er sicher, er durfte sich sagen, daß er mit diesem dankbarsten aller Themen als preußischer Professor unvergleichlich größeren Erfolg gehabt hätte und Königsberg für ihn nur die erste Stufe einer stolzen, aufstrebenden Bahn bedeuten würde

und er blieb in Gießen. Das war das beste Zeugnis, daß Fakultät und Senat, als sie zu dem Nachfolger Heinrich Schäfers den damals erft 31jährigen Wilhelm Oncken vorschlugen, den rechten Mann an die rechte Stelle segten.

Christian Friedrich Georg Wilhelm Oncken war Dst­friese von Geblüt, aus Varallen am Jadebusen stammten feine Eltern, geboren aber wurde er am 19. Dezember 1838 in Heidelberg, wohin seine Eltern übergesiedelt waren. Dort hat er seine ganze Jugendzeit verlebt, dort hat sich dem ruhigen, flaren Wesen des Norddeutschen die süd­deutsche Wärme und Lebhaftigkeit beigemischt, das glückliche Temperament sich ausgebildet, das ihn zu seinen besten Wirkungen befähigen sollte. Er studierte in Heidelberg, Göttingen und Berlin klassische Philologie und Geschichte und seine Dottor- Dissertation von 1861: Emendationes is Aristotelis et Lica Nicomacsea et politica ist eine rein philologische Arbeit. Aber schon damals packte ihn Ariftoteles vor allem als Historiker und Politiker und die Gestalt des griechischen Philosophen wurde ihm zum Mittel­punkt seines Studiums über das griechische, speziell das athenische Staatswesen. Als er sich im Jahre 1862 in Heidelberg für die Philologie und Geschichte habilitierte, legte er eine rein historische Arbeit vor: Isofrates und Athen, ein Beitrag zur Geschichte der Einheits- und Freiheitsbewegung in Hellas. Auch im akademischen Lehr­beruf betätigte er sich vorwiegend auf historischem Gebiete und zwar in der neueren deutschen Geschichte und die glänzende Rednergabe, die ihm von der Natur verliehen worden, hat er frühzeitig ausgebildet mit einem Erfolge, der schnell die Aufmerksamkeit auf den jungen Dozenten lenfte, die ihm im Jahre 1866, als er eben seinen Haus­stand begründet hatte, die Ernennung zum außerordent­lichen Professor in Heidelberg und im Jahre 1870 den Ruf nach Gießen eintrug. Hier wollte man einen Historiker, der mit der alten Geschichte innig vertraut, doch befähigt und geneigt sein sollte, auch neuere zu lehren. Von 6 Kandidaten, von denen mehrere ältere namhafte Historifer waren, wurde er gewählt, weil er diesen Anforderungen entsprach und seine Heidelberger Lehrerfolge die rechte Belebung der historischen Studien an der Universität erwarten ließen. Reichlich hat Onden die Hoffnungen erfüllt; er gehörte sofort zu den beliebtesten Lehrern der Hochschule und viele tüchtige Historiker sind im Laufe der Jahre aus seiner Schule hervorgegangen. Seiner besonderen Begabung hatte er es zu danken, daß er schnell auch außerhalb der Hochschule bankbare Hörer und Verehrer fand und getragen von der Begeisterung der großen Beit, so schnell populär wurde, daß er 1873 zum Landtags- Abgeordneten der Stadt Gießen, im folgenden Jahre für den Wahlkreis Alsfeld- Lauterbach Schotten in den Reichstag gewählt wurde. Kaum war sein Reichstagsmandat abgelaufen, so ehrte ihn 1877 die Landes Unirersität durch die Wahl zum Reftor. Defan der philo­sophischen Fakultät war er 1882. Nach jener mehrjährigen Beriode parlamentarischer Arbeit, die er nicht gesucht, aber als begeisterter Patriot auch nicht von sich gewiesen hatte, lebte er in Ruhe ſeinem Gelehrtenberuf, insbesondere seiner

Schriftstellerei.

Seinen Lehrberuf hat er bis vor wenigen Jahren in seinem vollen ursprünglichen Umfange erfüllt, aber eine Einschränkung schien auch ihm zuletzt unvermeidlich. Er hatte im Jahre 1903 den Antrag auf Schaffung einer be­sonderen Professur für alte Geschichte bereits geftellt, als ein leichter Schlaganfall seine Lehrtätigkeit unterbrach; doch gewann er schnell wieder die Herrschaft über Sprache und Feder. Ein erneuter Anfall, der ihn im April d. J. in dem Augenblicke traf, als er seinem Bismarck zu Ehren sprechen wolte, war eine deutlichere Mahnung zur Schonung; sie bestimmte ihn zu dem schmerzlichen Verzicht auf Redner­tätigkeit. Seine akademischen Vorlesungen und Uebungen hielt er noch diesen Sommer in gewohnter Weise und erlebte als erhebenden Schluß seines leßten Semesters die Grundsteinlegung der Bismarcksäule durch die Gießener Studentenschaft, aber der berede Mund war verstummt und mit Wehmut mochte Onden inmitten der festlichen Versammlung gedenken, wie er noch 1895 zum 80. e- burtstag des großen Kanzlers am Fuße des Niederwald­denkmals einer vieltausendföpfigen Menge den Ruhm seines Heros verkündete.

Nun ist dieser Mund für immer verstummt, der so wohltönend und eindringlich, so feurig und begeisternd zu

Ideal einer Union zwischen den beiden Vereinen als Biel geftect, allezeit ist er dafür eingetreten; eifern wir ihm auch in diesem Sinne nach.

Der Kronenbauer'sche Quartettverein ließ durch Kaufmann habe nicht ebenfalls einen Kranz. niederlegen. Gern hätten sie ihrem langjährigen aktiven Sänger den melodischen Gruß mit ins Grab gegeben, aber leider sind die meisten Mitglieder in den Ferien, verreift und fern der Stätte, da ihr lieber Sangesbruder jetzt ge­bettet ist.

Ferner ließen noch Kränze niederlegen die Krieger. tameradschaft Gießen und die Ortsgruppe Gießen des deutschen Flottenvereins, lettere betrauert eben­falls den Verlust ihres langjährigen 1. Vorsitzenden.

Welchen Namen Geheimer Hofrat Professor Oncken sich auch in Militärkreisen erworben, bewieß, daß eine sehr große Zahl Offiziere, darunter einige Stabs ffiziere, an dem Begräbnis Teil nehmen.

Cokales.

Quartetts. Das gestern Abend im Neuen Saalbau" *** Konzert- Abend des Stockholmer Damen­reden, die Hand erstarrt; die so treffend und fesselnd zugegebene zweite Konzert des Stockholmer Damen­zu Gießen unter der Leitung der Frau Hafgrens schreiben wußte. Ein Leben liegt abgeschlossen vor uns, Quartetts war wie das erste ein durchschlagenden von dem wir bekennen dürfen: es war ein glückliches, voll Erfolg. Die erschienenen Musikfreunde lauschten von Wie Wilhelm Oncken im trauten Kreise Anfang bis Ende mit der größten Aufmerksamkeit der ausgelebtes. feiner Familie ein glücklicher Mensch gewesen ist, so hat langfülle, die den Lippen der Künstlerinnen entströmten. sich all sein Leben unter günstigen Sternen entwickelt. Von Punkt zu Punkt steigerte sich der Beifall des Der Freiheits- und Einheitskampf von Hellas war ihm Saals und stürmisch verlangte das Publikum Zugaben. Wenn auch die fremden Laute, die ihren Zauber auf das deutsche Ohr nie verfehlen, einen Teil der Wirkung für sich in Anspruch nehmen, so sei es doch zu Ehren der Künstlerinnen gesagt, daß ihre Kunst das eigentlich durchschlaggebende ist. Voll und rein und mit guter Technik singt das Stockholmer Damen Quartett hinaus und gewinnt sich im Sturme die Herzen der Hörer. Fräulein Scheld trat außerdem auch noch als Solistin auf. Der reiche Beifall, der die Künstlerinnen wurde, war ein wohlerrungener.

in jungen Jahren dies entsprechend ein interessantes Una. logen zu dem Ringen und Kämpfen, in dem Deutschland seinerzeit gewesen; nun da diesem die Vollendung nahte, zog es ihn mit unwiderstehlichem Zauber hinüber in den neuerkannten Beruf: der Geschichtsschreiber der deutschen Einigung zu werden. Das wurde sein Lebenswerk, zu dem alle anderen Leistungen des Forschers und Darstellers jezt nur wie Vorarbeiten erscheinen. Er hatte sich mit der Staatslehre vergangener Zeiten beschäftigt, ohne deshalb Politiker im eigentlichen Sinne zu sein oder zu werden. Nun wurde er durchs Vertrauen des Volkes Soch mitten in den politischen Betrieb hineingestellt. Es hat ihn sicher beglückt; aber ein größeres Glück war eg für ihn, daß er nicht dauernd in Bahnen der Heren­politik geriet, daß er ward feine Kampfesnatur, wie der rechte Politiker sein muß, er war ein friedfertiger Mensch, vornehm und schlicht, mild und freundlich, einer von denen, die auch dem Neid unverwundbar sind, und in lächelnder Gelassenheit durch den Tumult des Weltgetriebes ihren Weg gehen. Leiterinnen waren ihm die Musen, denen er zeitlebens einen andächtigen Kultus geweiht hat; denn die Harmonie, die in ihm lebte, wolle er auch um sich wiffen, und hatte eine innige Freude daran, die Herzen vieler durch die Macht der Töne ergriffen zu sehen. In solchem Herzen tonnte fein Groll hasten; nie hat ein Kollege ihn unverträglich oder unbequem gefunden; viele aber hat er sich zu Freunden geworben. Und doch war dieser Mann nicht weich und schwach. Was er einmal für Recht erkannt, hielt er mit Bähigkeit fest- wir wissen, wie er, nach schwerer Krankheit im Mannesalter, mit starkem Entschluß eine völlig neue, ungewohnte Lebens. weise begann und sie unbekümmert um Widerspruch und Spott unerschütterlich durchführte bis an sein Lebensende. Ete Treue war der Grundzug seines Wesens.

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Allem Glück ist ein Biel gefeßt. Seine letzten Jahre waren getrübt durch mancherlei häusliches Leid. Die treue Gattin, selbst von schwerer Krankheit heimgesucht, hatte noch die Freude, ihn immer wieder sich erholen zu sehen bis zur bitteren Stunde, wo dieses Herz plößlich aufhörte zu schlagen. So ruhe nun aus, Wilhelm Oncken, du treuer Mann, ruhe aus von deiner reichen Lebens. arbeit. Die philosophische Fakultät, in deren Kreis du treulich gelehrt und geschaffen hast, wird es als einen Ruhmestitel nennen, daß du ihr angehört haft. Als Als Symbol dieses unverweltlichen dankbaren Gedächtnisses lege ich diesen Kranz an deinem Grabe nieder."

Die nächsten Redner waren die Chargierten der Burschenschaft Arminia und der vereinigten Burschen schaften zu Gießen, sowie die der Burschenschaft Frantonia zu Heidelberg. Alle drei ehrten Onden seiner Verdienste wegen, die er sich als Historiker um das Zustandekommen des einigen Deutschlands, die er sich als Geschichtsschreiber des neuen Deutschen Reiches erworben. Jederzeit habe er als Burschenschaftler gelebt und gewirkt. Noch vor wenigen Tagen habe ihn die Burschenschaft Frankonia in Heidelberg in ihrer Matte begrüßen fönnen und niemand ahnte, daß ihr alter Herr so schnell abgerufen werden sollte. Oncens werden wir allezeit in Ehren gedenken, das war das Gelöbnis, was die Burschenschaften beim Niederlegen der Kränze sich gaben.

Der Nationalliberale Verein Gießen, dessen 1. Vorsitzender Oncken auch schon gewesen und bis zuleßt ein treues Mitglied geblieben ist, ließ durch seinen jeßigen Vorsitzenden Kommerzienrat Emmelius ebenfalls mit Worten warmer Anerkennung einen Kranz als äußeres Beichen seiner Verdienste um die Partei niederlegen.

Die Logen von Gießen, Darmstadt und Koburg, deren Meister vom Stuhl wiederholt Oncken gewesen, taten das Gleiche; sie haben einen lieben unvergeßlichen Bruder

Professor Dr. Krüger rühmte Onckens Verdienste um das musikalische Leben innerhalb Gießens, da er neben feinem arbeitsvollen Beruf mit seltener Hingabe wie auch mit strenger Pflichterfüllung das Amt eines Vorsitzenden in den beiden größten am Ort bestehenden Musikvereinen versah. Der Konzertverein wird seiner nie vergessen.

Mit einem stattlichen Werk über die berloren. Staatslehre des Aristoteles war er von Heidelberg ge­schieden; sein erstes Gießener Wert wurde 1879 Defter­reich und Preußen im Befreiungs- Kriege". Dann organisierte er jenes großes Werk der allgemeinen Geschichte in einzelnen Darstellungen, unter deren vielen Bänden 3 von ihm selbst herrühren: Das Zeitalter Friedrichs des Großen"," Das Zeitalter der Revolution, des Kaiserreichs und der Be­freiungskriege", endlich das Wert, das seinen Ruhm am festesten begründet hat," Das Beitalter des Kaiser Wilhelm", dem zur Jahrhundertfeier für 1897 das populäre Wert " Unser Heldentaiser" folgte.

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Universitätsmusikdirektor Trautmann sprach namens des Akademischen Gesangvereins, dem Onden 5 Jahre als Sänger und 30 Jahre als 1. Vorsitzender angehörte. In diesen beiden Beiten liegt eigentlich alles, was er als Kunstliebhaber gewesen. Stets hat er sich das

gl. Ein Unfall stieß gestern Nachmittag einem Gießener Radfahrer zu. Derselbe begegnete auf der Licher­straße einer bekannten Familie und in dem Moment als er absteigen wollte stieß er mit dem Kopf an einen Apfelbaum, und zwar so heftig, daß er auf der Stelle das Bewußtsein verlor und vom Rade fiel. Mit Hilfe einiger Heilgehülfen und Krankenpflegerinnen aus der Siechenanstalt gelang es nach etwa 10 Minuten, den Verunglückten zum Bewußtsein zu bringen. Nach Verlauf einer Stunde hatte er sich wieder soweit erholt, daß er seine Fahrt fortseßen konnte.

** Besizwechsel. Mezgermeister Fr. Schreiner verkaufte sein Anwesen, Seltersweg 65 gelegen, für 45.750 Mt. an Schneidermeister H. Sievers. Schreiner hatte das Anwesen 1. Zt. für 36 000 Mt. erworben.

*** Das Leben ringt sich zum Lichte. Eine interessante Naturerscheinung kann man im Café Amend zu Gießen beobachten. Dort hat ein Weinstock, der bor ca. zwei Jahren von dem Befiger gelegentlich einer baulichen Veränderung bis auf die Wurzel abgeschlagen wurde, den Weg durch das Mauerwerk, das über ihm errichtet wurde, an das Tageswerk gefunden. Vor etwa 14 Tagen bemerkt der Cafétier Amend, daß einige Ranten aus der Holzverkleidung der Wand an dem Eingange des Lokals herauslugten. Er forschte nach und entdeckte zu seinem nicht geringen Erstaunen, daß der von ihm vor 2 Jahren abgeschlagene Weinstock neue Trieblinge gesetzt habe. Sowie sie das Licht erreicht, trieben die Ranken Blätter und wanden sich mit der größten Schnelligkeit in die Höhe. Herr Amend hat an der Holzverkleidung ein Spalter ziehen lassen und es ist bei der ungebrochenen Lebenskraft des Weinstocks garnicht ausgeschlossen, daß er die ganze Wand bezieht. Wir empfehlen, diese Naturseltenheit persönlich in Augenschein zu nehmen.

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*** Das 1. Rhönbergturnfest fand gestern auf der Wasserkuppe unter zahlreicher Beteiligung statt. Für das Fest, welches den Charakter eines Bergfestes hatte, waren als Wetturnübungen gewählt: Stabhoch, Steinstoßen, Freiweit und Stemmen( 50 Pfd. einarmig) und als Sonderwettübung Dreisprung. Das Wetturnen unter günstiger Witterung begann früh 8 Uhr und endete nachmittags gegen 5 Uhr. Die Höchstleistungen an den einzelnen Geräten waren bei Stabhoch 11 Punkte, Freiweit 11 Punkte und Steinstoßen 15 Punkte. Preisverteilung nahm gegen 7½½ Uhr der 1. Kreis­turnwart des Weserkreises Herr v. Langsleben, welchem die Oberleitung des Festes übertragen war, vor und hatte diese folgendes Resultat: 1. Preis Justus Müller­Fechenheim, 2. Rohrmann- Bürgel und A. Hartig­Aschaffenburg( 40 Punkte). 2. Preis Peter Koch- Fechen­3. Preis K. Müller- Gießen, heim( 39 Punkte). 5. Mulch- Darmstadt, H. Nir- Kesselstadt( 38% Punkte). 4. Preis Winkler- Fürth( Bayern) und Ph. Wilhelm­5. Preis Orlauchtung- Heddern­Fulda( 38 Punkte). heim( 37 Punkte). 6. Preis Bartholomae- Charlotten. burg( 362 Punkte) u. s. w. Besonders erwähnt set, daß die Turner J. Müller- Fechenheim und L. Rohmann­Bürgel frühere 1. Sieger des Feldbergturnfestes find. Im Ganzen nahmen zirka 250 an dem Wetturnen teil. Die Leistungen wurden scharf gewertet und kann man erkennen, wie stramm die einzelnen Jünger Jahns bei diesem neuen ersten Rhönbergturnfest gewirkt haben. Gießener lankwirtschaftlicher Betterbisak Boraussichtliche Witterung is Hesser für Dienstag, den 15. Auguft. Etwas wärmer, ruhig, heiter, morgens Nebel.

( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet!:

Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen.