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zeichnet die Kölnische Volkszeitung" durch folgende Leitsäße: 1. Die Summe der geforderten Steuern ist zu hoch. 2. Die Einheitlichkeit der Steuervorlagen verwirft das Zentrum. 3. Die Bindung der Matrikularbeiträge ist unannehmbar. 4. Der Artikel 6 des Flottengesetzes ist das Steuerprogramm des Zentrums. 5. Die Mehrbelastung muß auf die starken Schultern gelegt werden. Wenn nach dem Paragraphen 6 des Flottengefeßes wirklich verfahren wird, so werden die Erojekte der Bier- und Tabatsteuer unmöglich, denn dieser Paragraph 6 bestimmt, daß Steuererhöhnngen nicht auf Das Artikel des Massenkonsums gelegt werden dürfen. führende Zentrumsblatt bemerkt noch weiter zu den Vorlagen, daß die Partei in Sachen der Biersteuer nur für die Staffelung der Steuer nach der Größe des Betriebes, für das Surrogatverbot und für Maßnahmen, die eine Ab­bröckelung der Biersteuer, ähnlich der Maischbottichsteuer ver­hüten zu haben sei. Beim Tabat sei das Zentrum für Zigarettensteuer und für höhere 3ölle auf feinere Zigarren; auch für eine Wertsteuer der feineren Marken, falls sie sich durchführen läßt. Aber aller Massenverbrauch darf nicht höher besteuert werden. Die Verkehrssteuern, mit Ausnahme der Automobilsteuer, haben feine Sympathie beim Zentrum.

* Die Verfassung des Reichslandes Elsaß- Lothringen will ein im Reichstag eingebrachter Gesezentwurf abändern, der von verschiedenen elsässischen und 16 Zentrums- Abgeord­neten unterschrieben ist. Der Gesetzentwurf beabsichtigt die Gleichstellung Elsaß- Lothringens mit den übrigen Bundes­staaten. Der Bundesrat und der Reichstag sollen als Organe der Landesgesetzgebung für Elsaß- Lothringen ausscheiden. Nach den Vorschlägen erhält der elsaß- lothringische Landes­ausschuß den Namen elsaß- lothringischer Landtag. Die gesetz­gebende Gewalt wird ausgeübt durch den Kaiser und den Landtag. Die Uebereinstimmung des Kaisers und des Mehr­heitsbeschlußes des Landtages ist zu einem Landesgesetz er­forderlich und ausreichend.

* Die vor einiger Zeit durch das Ausscheiden der Gene­rale Menges und Deines aus dem Vorstande des Deutschen Flottenvereins entstandenen Mißhelligkeiten wurden bekannt­lich beigelegt. e beiden Herren traten wieder in den Vor­stand ein. Jezt ist General Menges abermals aus dem Vor­stand ausgetreten. Jedoch sollen feine allgemeinen politischen Erwägungen, sondern nur persönliche Unstimmigkeiten vor­liegen.

England.

** Der Vorsitzende der ja für die Anbahnung freund­licher Beziehungen zwischen England und Deutschland Lord Avebury sandte den Zeitungen eine Zuschrift, in der er die Behauptung des bisherigen Parlamentssekretärs des Handelsamts Bonar Law widerlegt, daß Deutschland einen Markt von 60 Millionen Menschen darstelle, von dem Eng­land ausgeschlossen sei. Lord Avebury erklärt, Deutschland schließe nicht nur England von seinem Markte nicht aus, sondern es nehme gegenwärtig von den englischen Erzeug­nissen mehr als irgend ein anderes Land der Welt, aus­genommen Indien.

** Beunruhigung ruft die Kunde von Aufstandsgelüfter der kriegerischen Archanti- Neger an der Goldfüste im nörd­lichen Afrika hervor. Die Aschanti machten den Engländern schon in verschiedenen Feldzügen viel zu tun. Sie bewahren einen goldenen Thronsessel von großem Werte auf, an den sich die Sage fnüpft, das Königreich der Aschantis bleibt so­lange bestehen, wie der Thron in ihrem Besize bleibe. Die Engländer haben nun das Land unter ihre Botmäßigkeit gebracht und trachteten mit allen Mitteln danach, das Symbol der Neger, den goldenen Stuhl, in ihre Gewalt zu bringen. Das ist ihnen nicht gelungen, obwohl sich einmal ein Verräter den Briten anbot. Diesen Verräter nun hat die englische Verwaltung zum Häuptling der Aschantis ge= macht. Das hat diese ungemein erbittert, und deshalb drängen sie zum Aufstand cesp. zur Entfernung des verräterischen Häuptlings. J Aschantilande befinden sich zahlreiche Gold­gruben, in denen gewaltige Kapitalien angelegt sind. Diese wären bei einem Aufstande auss äußerste gefährdet.

Ralkan- Staaten.

** In Griechenland ist eine Ministerkrists ausgebrochen. In der Deputiertenfammer unter bei der Präside:.tenwahl die ministerfreundliche Partei gegenüber der Opposition. G wählt wurde der Oppositionelle Buffides zum Kammerpräsi ten. Jusoigedessen bot das Ministeriumn den König jeine ng an.

Amerika.

** Der schon seit längerer Zeit schwebende Konfi Sifchen Frankreich und Venezuela drängt zur Krisis, da Präsident Castro nicht zum Nachgeben gewillt ist. In Washington erwartet man die Abfahet des französischen Ge schwaders von Martinique.

Preußischer Landtag. Daus der Abgeordneten.

( 5. Sigung.) RK. Berlin, 12. Dezember. Der zweite Tag der Schulbebatte litt bereits auffallend unter der Weihnachtsstimmung; das Haus war schwach besetzt. Die Abgeordneten Ernst( frs. gg.) und Stychel( Pole) sprachen gegen das Gesez. Kultus­minister Dr. Studt befämpfte die erhobenen Einwände. Die meisten Bestimmungen des Gesetzes wurden von dem freisinnigen Justizrat Cassel- Berlin scharf kritisiert. Minister Dr. Studt antwortete ziemlich gereizt auf den Vorwurf, daß er die Rechte der Selbstverwaltungsförper schmälern wolle, und fand bei dem freikonservativen Frhrn. v. Zedlitz Unterstützung. Die Annahme eines Schluß­antrages schnitt ungefähr 20 Rednern das Wort ab, worauf das Gesetz einer Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen wurde. Morgen kommen noch die beiden Eisenbahninters pellationen zur Besprechung.

Heer und flotte.

Stapellauf. In Kiel lief der Ersatz für den Kleinen Kreuzer Meteor" vom Stapel. Oberbürgermeister Körte aus Königsberg taufte das Schiff auf den Namen Königss berg."

Hof und Gefeilschaft.

** Der Kaiser nahm an dem sogenannten Kouleurfest

teil, das alljährlich von den Gardejägern, den Gardeschützen und den Leibgardehusaren in Potsdam veranstaltet wird und das im Offizier- Kasino des Garde- Jäger- Bataillons stattfand.

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* Seinen siebenzigsten Geburtstag feierte der Sof prediger a. D. Adolf Stöcker in Berlin in vollster geistiger nnd förperlicher Rüstigkeit. Aus weiten Kreisen, namentlich aus geistlichen, politischen und parlamentarischen, gingen ihm viele Glückwünsche zu, darunter auch ein Tele­gramm vom Reichskanzler Fürsten Bülow in Erinnerung alter Beziehungen Stöckers zu den heimgegangenen Eltern des Reichskanzlers. Am Abend des Jubeltages fand eine größere Feier im Festsale des Berliner Stadtmissionshauses statt.

Soziales Leben.

× Ein nobles Geschenk. Der Rentier Möhring in Cönnern, bci Halle a. Saale schenkte seiner Vaterstadt 100 000 Mark zur Erbauung eines Elektrizitätswerkes. Er hatte diesen Betrag in der Lotterie gewonnen.

X Streifunruhen in Enden. Zwischen arbeitswilligen und ausgesperrten Hafenarbeitern fant es in Emden auf dem Wege vom Bahnhof zum Hafen zu wiederholten Schlägereien, bei denen mehrere Teilnehmer schwere Verletzungen davon­rugen. Die Polizei fonnte erst nach Vornahme mehrerer Verhaftungen die Ruhe wieder herstellen.

Hus den Parlamenten.

Die Geschäftsverteilung im Reichstag und im preußischen Abgeordnetenhause. Der Reichstag wird nach der ersten Lesung des Etats und der Reichsfinanzreform vor= aussichtlich auf die erste Beratung der eigentlichen Steuer­vorlagen noch vor Weihnachten verzichten. Der Wunsch bei allen Parteien geht dahin, die Weihnachtsferien noch in dieser Woche beginnen zu lassen. Im preußischen Abgeordneten­hause soll außer der ersten Lesung der Schulgesetvorlage vor den Weihnachtsferien nur noch die Interpellation des Zentrums­abgeordneten von Savigny wegen des Eisenbahntunnels in Altenbeken zur Verhandlung kommen. Die Weihnachtsferien werden voraussichtlich schon heute oder morgen beginnen.

Eröffnung des badischen Landtages. Im Auftrage bes Großherzogs wurde der badische Landtag vom Staats­minister Freiherrn von Dusch eröffnet. In der Thron­rede wird die Reform des Reichsfinanzwesens mit Ge= nugtuung begrüßt und die Reform der Ertragssteuern im Sinne ihrer Umwandlung in eine Vermögenssteuer ange= fündigt.

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Der Sultan bat nachgegeben! ( Eig. Bericht.) Konstantinopel, 10. Dezember. Das Bairamfest ist vorüber, der Rausch zu dem der Türke trotz des religiös verbotenen Weingenusses sogar bel dem landesüblichen Wasser und Dultschas" zu kommen weiß ist ausgeschlafen, und die Hartnäckigkeit des Sultans und seiner geistlichen Berater ist gebrochen. Die Flottendemon stration der Großmächte ist, bei alle Zahmheit und Rücksicht­nahme in ihrer Ausführung, vom Scheich- ül- Islam als in­reichend entschuldigender Zwang anerkannt worden, der dem Sultan gestattet, sich den Forderungen der Mächte hinsichtlich der mazedonischen Finanzverwaltungsreform zu fügen. Frei­lich werden noch kleine Vorbehalte gemacht. Doch diese be= ziehen sich nicht auf die Hauptsache, sondern auf Aeußerlichkeiten, gleichsam auf Etikettefragen. Darin werden die Croßmächte dem Sultan wahrscheinlich gern entgegenkommen. Ob die Kontrollbeamten, die die Mächte einsetzen wollen, Inspizienten oder Beirat heißen, ist in der Sache gleichgiltig; der Pforte aber tut man einen Gefallen, wenn man ihnen den mildernden Namen Beiräte gibt. Fraglicher ist schon, ob die Mächte zu­gestehen werden, daß dem türkischen Vorsitzenden der maze= donischen Finanzkommission ein Stimmenübergewicht einge= räumt wird. Dieses Verlangen ist von der Pforte möglicher­weise nur gestellt, damit es abgehandelt" werde; denn bei den diplomatischen Verhandlungen geht es nicht viel anders als beim Kuhhandel zu. Der Grund kann auch darin liegen, daß die Pforte weiter Zeit gewinnen und den Abschluß der Angelegenheit verzögern will. Viel Glück wird sie dam nicht haben, da zwischenzeitlich die Flottendemonstration mi ihren Konsequenzen andauert, die immerhin unbequemt find. Was die Pforte am meisten bestimmt haben mag, sich in die auferlegten Bedingungen zu schicken, ist wohl der Umund daß Bulgarien auf die eindringlichen Mahrungen der Mäch fich ruhig verhalten nnd auf den it hat, Trüben zu fischen.

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Vermischtes.

von

Parlamentarischer Pressewig. Ueber den jüngst stattgehabten parlamentarischen Abend beim Reichskanzler läuft in Pressekreisen ein Wigwort um, das auf einen Berliner Redakteur gemünzt ist. Besagter Herr ist nämlich in der Lage, seine Heldenbrust mit allen möglichen Orden zu zieren, deren Herkunftsländer ziemlich weit entfernt Deutschland liegen. Ein Blatt schreibt, unter Aufzählung der Anwesenden, darüber:" Bei ihnen überwog naturgemäß der schlichte Frack ohne Deforation, wenngleich es auch an solchen nicht fehlte, die wegen verschiedener Preßvergehen mit den Orden sämtlicher Balkanstaaten behaftet waren. Ja, mancher Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande, und erst in und hinter Transleithanien blühen seine Rosen." Man erzählt ferner, daß dieser Herr an einem chronischen Stern­schnupfen" leide. Für Spott braucht er also nicht zu sorgen.

Lokales.

* Der Großherzog als Fabrikbesiker. Im Handelsregister des Amtsgericht I in Darmstadt ist folgende Eintragung vollzogen worden:" Großh. feramische Manu­faktur; Inhaber Seine Königliche Hoheit Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen."

*** Hessisches Kunstgewerbe. Einen Ständer mit Schmucktaften nahm fürzlich der Großerzog von dem Inhaber der Darmstädter Möbelfabrit, Sg. Schwab, als Geschent an. Der Ständer ist in dunkel Mahagoniholz, der Schmucktasten in schwarz Birnbaum- mit Cedernholzeinlagen, welche mit 29 ovalen in Silber gefaßten Rubin- Steinen besezt sind, ausgeführt. Der obere Abschluß des Schränfchens besteht aus einer Ruppel mit Elfenbein- Base, die innere Einteilung aus einer großen und drei kleinen Abteilungen, zum Aufbewahren von Schmuckgegenständen. Auf der Vorderseite des Ständers ist der Tag der Trauung des hohen Paares, auf der Rückseite der Name des Fabrikanten

Georg Schwab angebracht. Jun Innern des Schräntchens ist eine Widmung nachfolgenden Wortlauts, befestigt: Widmung.

Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von Hessen in dankbarer Anerkennung seiner großen unvergeßlichen Verdienste um die moderne Kunst alleruntertänigst überreicht von der Darmstädter Möbelfabrit Georg Schwab. Die Höhe des Ständers ist 125 cm, diejenige des Sänfchens 75 cm Das Ganze ist nach dem Entwurfe des Herrn Professor Dibrich ausgeführt und stellt ein hübsches, sehr apartes geschmackvolles Biermöbel dar.

* Teures Geld. Die Reichsbant erhöhte den Diskont auf 6 Prozent und den Lombardzinsfuß auf 7 Prozent.

*** 3 unserm gestrigen Bericht über die Jubiläums­feierlichkeit der Gießener Freiwilligen Feuerwehr wird uns noch ergänzend mitgeteilt, daß der Kriegerverein Sießen dem Korps eine prächtige Fahnenschleife überreichte.

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** Freidenker- Vortrag in Sießen. Prediger Klautes anziehender Vortrag Kann die moderne Staats­schule noch fonfessionell sein?" dessen ersten Teil er letzten Donnerstag vorführte, wird erst nach Neujahr zuende geführt werden, da der Referent burch Reisen von unserer Gegend ferngehalten wird.

× Hauser, 12. Dez. Bei der Bürgermeisterwahl ist unser bisheriger Bürgermeister Gg. Müller einstimmig wiedergewählt worden.

** Ettingshausen. Es dürfte wohl weniger der Fall sein, daß aus einem Ort der Einwohnerzahl nach wie der unsrige täglich früh morgens gegen 6 Uhr drei Milchwagen nach drei verschiedenen Molkereien abfahren. Ettingshausen liefert i Bt Milch außer nach Grünberg und Hungen auch nach Wetterfeld.

* Wetzlar, 12. Dez. Die Firma Lenz& Comp. in Berlin läßt gegenwärtig Vermessungen der projektierten Bahnstrede Weglar- Buzbach vornehmen.

Weilburg. 11. Dez. Großherzog Wilhelm von Luxem burg, Herzog zu Nassau, verlieh dem Pfarrer Adolf Scheerer hier das Ritterkreuz des Militär- und 8vilverdienst- Drdens Adolphs von Nassau.

Aus dem Vogelsberg Man erzählt sich hier folgende hübsche Anekdote: Der Schusterhanjörg tommt mit einem Baar hochfeiner Stiefeletten an den Füßen zum blauen Sternwirt, um im Vorbeigehen ein Kännche Schnaps" zu getrenke"" Ei, Hanjörg", sagte der Sternw.rt ,,, wu hoft Dou dann däi schiene Stiffel her?"" Ei, däi sein näi mir", entgegnete der Hanjörg, däi gehern uns Herr Barre. Eich soll se nei gesohle. Awwer däi Sohle worn noch so fchie, daß aich se erscht noch e bisje fabudd gelaafe will!"

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Hungen, 12 Dez. Tötlich verunglückt ist der 43 Jahre alte Landwirt W. H. Bend r. Ec sah den Holz­hauern auf furze Zeit beim Fällen der Bäume zu, als plöglich eine Tanne stürzte und ihn so schwer verleßte, daß er nach Hause getragen werden mußte. Der Arzt stellte mehrere Rppenbrüche und schwere innere Verlegungen feft. Jetzt hat der Tod den Verunglückten von seiner Beiden erlöft.

§ Freiensteinau, 12. Dez. Die Gerichtstage in Freiensteinau werden im Jahre 1906 am 2. und 5. Dienstag des Monats Januar, am 2. und 4. Dienstag der Monate Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, am 1. und 3. Diens tag der Monate August, September, Oktober, November und Dezember abgehalten.

Am

? Eberstadt, 12 Dez. Dienst- Jubiläum. Peterstag fehrt der Tag zum 50. Wale wieder, daß der jgt 78jährige Knecht Schlesinger aus Leihgestern bei der Familie des hi figen Meßgers Görlach seinen Dienst an trat. Ec hat in dieser langen Zeit drei Generationen ge dient und seine Arbeiten bis auf den heutigen Tag stets mit Gewissenhaftigkeit ausgeführt.

§ Heidesheim, 12. Dez. In den I gten 14 Tagen sind hier zwei 17jährige Mädchen verschwunden. Man befürchtet, daß sie Selbstmord begangen haben.

* Friedberg, 12. Dez. Die Handelstammer für die Kreise Friedberg, Schotten und Bübingen beschloß, alle Be strebungen, die auf Erbauung der Bäderbahn und der Bahn Homburg- Vilbel gemacht werden, im Interesse ihres Bezirks energisch zu unterstützen.

? Friedberg, 12. Dez. Unserer ältester Gesangverein, der Lieteckranz, hat den früheren Militäckap: lmeister Kern, ein Sohn des berühmten Volksliederkomponisten R. A. Kern aus Laubach, zu seinem Dirigenten gewählt.

** Butzbach, 12 Dez. Die Butzbach- Licher Bahn will eine Preiserhöhung für den Personenverkehr eintreten lassen, da das letzte Rechnungsjahr mit einem Defizit vor rund 20 000 t. abschloß.

× Frankfurt, 12. Dez. Großfener. Gestern Abend fam in dem großen Möbellager der Firma Bommersheim& Herrmann in der Eschenheimerstraße ein Feuer zum Aus­bruch, das das Magazin total ausbrannte. Sämtliche Frankfurter Feuerwehren waren am Plaße, die unter den denkbarsten Schwierigkeiten arbeiteten. Gegen 3 Uhr nachts war die Gefahr beseitigt. Der Schaden beträgt 150 000 mt. Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmartt.) Man notierte: Heu 3.50-3 80 Mt., Stroh 240-2.70 wt. Alles per 50 ilo.

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Gernsheim, 12. Dez. Der hessische Feuerwehrtag wird nach Beschluß der Freiwilligen Feuerwehr am 7., 8. und 9. Juli 1906 hier abgehalten werden.

< Aus dem Westerwald. In diesem Jahre sind wieder 31 Heftar Dedländereien aufgeforftet worden. Zu den 4360 t. betragenden Kosten leistete der Staat 1332 Mt. and der Kommunalverband des Regierungsbezirks Wiesbaden 647 Mt. Zuschuß.

Vorläufige Ergebnisse der Voltszählung. -n Groß- Felda, 12. Dez. Die Volkszählung 1905 hat hierselbst 1017 Prsonen ergeben. 1900 waren es 975 Personen. Zunahme 42 Personen.

Crmenrob. 361

Göbelarob. 249 Larbenbad. 299

Berfonen.

Flenfanger Gol 8

Colme- 3bor 75

Stodhanfer of 38 Schotten. 2121 Ein Nibba 2018 Em 977 männliden, 102

Schwabenrod 295 6mes 426( 417), Fi 278) Heimenrob 148

118, Dedenbad 45 Limburg. Die Em Brogent zugenommen, fie

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