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nant im-" Die junge Dame fluchtartige Bewegung machte zur Tür und verließ das Zimmer. Der De linquent folgte ihr ge fentten Hauptes, Stufe un Stufe, nicht über­eilt, aber doch ohne

Nr. 267.

Safertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­been, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg.

Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362.

das geringste Bögern ging's die Treppe hin­unter, fein einziges Mal wandte Marga den Kopf, und als fie nun vor der Wohnung der Frau von Abert angekommen war, da 30g fie die Klingel hajtig und ungeduldig -so hastig und unge duldig, wie es jemand tut, der einen lästigen Verfolger los fein will, dachte. Reynard ganz verzweifelt für sich. Fast heiser flang die Stimme des Offiziers, als er nun leise sagte: Adieu, gnädiges

Fräulein" Die En­eetür wurde geöffnet. plöblich wandte fich

larga um, und Rey mard jah wieder die

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Augen und den kleinen Mund, um den es ber­räterisch zudte. Bol­Ten Sie denn nicht näher treten und sich von Frau von Abert verabschieden?" flang scheinbar ganz unbe fangen ihre Frage aber ein leichtes Rot tieg dem jungen Mäd­hen dabei in die bom

Blondhaar umfraufte Stirn. Und Reynard verstand, daß ihm ber­ziehen war. Und mun, und Frau von Avert fand ihren Be= such an dem Lage sehr " seßhaft", und da Rey­nard von Mirolles fich in der nächsten Zeit so oft bei ihr sehen lici, so wußte sie auch bald, daß der Magnet nicht etta in verstimmten Instrumenten zu

suchen war, sondern daß im Gegenteil alles wunderschön stimmte, genau so, wie sie es sich in ihrer Weisheit Flügel aber, den Rey­hatte, den erbat sich und wenn sic nn meinte fie: Nun, a ihr dann der Mund en wurde.

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Montag, den 13. November 1905

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich). und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Lobnkampf in Sachfen- Thüringen.

( Eig. Bericht.)

Leipzig, 12. November.

Ein wirtschaftlicher Riesenkampf ist im mitteldeutschen Textil­Gewerbe entbrannt. Mit dem gestrigen Tage find 40 000 Ar­beiter ohne Lohn. Das ist die Antwort der Arbeitgeber auf die Forderungen der Arbeitnehmer.

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Lange hat es gedauert, bis die Arbeitgeber sich zu dem äußersten Schritt entschlossen. Immer wieder wurde handelt, immer wieder wurde versucht, durch Anerbietungen auf der mittleren Linie den sozialen Frieden zu erhalten. Wohl fehlte es nicht an Elementen unter den Arbeitern, die mit den angebotenen Zugeständnissen zufrieden waren. Allein die extremen Kräfte überwogen, die Behauptung, daß Lohn­Reduktionen beabsichtigt jeien, fand trotz des energischen Widerspruches der Fabrikanten Glauben; der Streik nahm feinen Anfang. Nun begann das gewohnte Spiel. Der stille, aber um so intensivere Kampf zwischen den Arbeitswilligen: und den Streitposten beherrschte das Feld. Nicht schimpfen!

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so lautete die Instruktion der Streitführer, die Konflikte mit der Polizei vermeiden wollten. Allein auf der anderen Seite wußte man sich zu helfen. So hatte einer der Streik­posten stehenden Arbeiter einen Hund an der Leine bei sich. Sobald nun ein Arbeitswilliger nahte, bekam der Hund einen gehörigen Tritt mit dem Fuße, und dem zur Arbeit Gehenden tönte ein drohendes Infame Bestie!"," Niederträchtiger Hund!" und ähnliche Koseworte entgegen, und feinen Schutz gab es gegen diese Beschimpfungen, denn sie waren ja fcheinbar an die Adresse des Vierbeiners an der Leine ge­richtet. Ein förmliches Spießrutenlaufen war es, dem sich die Arbeitswilligen vor den Werkstätten ausgesetzt sahen. Da erlahmte auch den Ausdauerndsten der Mut. Immer weniger wurden die Arbeitenden. Da griffen die Arbeitgeber zum legten Mittel: fie schlossen ihre Betriebe.

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Der Verband der sächsisch- thüringischen Webereien und die Konvention der sächsisch- thüringischen Färbereien und Appretur- Anstalten hielten eine gemeinsame Sizung ab und beschlossen, die erneute Schließung aller Webereien des Ver­bandes und der Färbereien von Appretur- Anstalten der Kon­vention am Wochen- Ende, also gestern, eintreten zu lassen.

Vierzigtausend Arbeiter sind damit ohne Lohn. Wenn man die Familienmitglieder, die auf diese 40 000 Väter, Söhne, Kinder angewiesen sind, hinzurechnet, so kommt eine Armee

von mehr denn hunderttausend zusammen, die von den Arbeiter­Organisationen erhalten werden muß. Rechnet man eine wöchentliche Streifunterstüßung von 8 Mart für den Ver­heirateten, 7 Mart für die sonstigen Organisierten und 75 Pfg. für jedes Kind, so ist das eine Riesensumme, die den Ver­bänden der Arbeiter aufgebürdet ist. Sie bleibt auch noch groß genug, wenn man die Arbeiter abzieht, die von den Arbeitgebern unterstützt werden. Der Verband der Webereien gewährt nämlich an die Arbeitswilligen, die bei ihnen bis zuletzt ausharrten und die feine andere Streifunterstützung erhalten, eine Wochenabgabe von 12 Mart für Verheiratete und 9 Mark für Ledige, also wesentlich mehr, wie die Dr­ganisationen der Arbeiter verteilen.

undzwanzig Brerde. Das war in der eisenbahnlosen Zeit in Rußlands Steppen gar nicht zuviel, denn ein Ministez hatte Gefolge und einen ganzen Train. Natürlich reisi niemand mehr mit Kourierpferden, wo es Eisenbahnen gibt, und der Eisenbahnminister gewiß nicht. Aber das Geld für die Pferde fann man als zuständiges Reisegeld schon an­nehmen. Fürst Chilkow fuhr dabei nicht schlecht. Er war immer unterwegs. Er ist der beste Kenner der sibirischen Eisenbahn. Auch hat er niemals einen europäischen Eisen­bahnkongreß versäumt. Man hat ihm nachgerechnet, daß er auf diese Weise sich Jahresspesen von etwa 50 000 Rube! er­reiste. Niemand hat es ihm verübelt und niemand durfte es ihm verübeln, selbst der penible Witte nicht. Fürst Chilkow hätte aur gern seine inspizierende Tätigkeit fortgesetzt. Was ihn daran hindert, ist der Eisenbahnerstreik. Er fann nicht Chef der Eisenbahnverwaltung bleiben, nachdem offenbar ge= worden, daß er alle Autorität bei den Eisenbahnangestellten verloren. Der neue Handelsminister Timirjasow ist

Das Ende des Riesenkampfes ist schon heute voraus­zusagen. Er wird ausgehen, wie einst in Krimmitschau. Gerade an dem Riesigen seines Umfanges muß der Kampf ersticken. Die Kassen der Arbeiter mögen noch so gut ge= füllt sein, auf die Dauer fönnen sie solche Anforderungen nicht erfüllen. Dazu kommt, daß die Ausdehnung des Kampf­feldes noch immer nicht abgeschlossen ist. In der Lausitz be­reitet sich eine Bewegung vor. In Sorau, Kottbus, Sprem­berg, Forst, Finsterwalde, Peiß steht eine Textilfabrik neben der anderen. Dort sind Tausende von Textilarbeitern_be­schäftigt. Auch sie sind schon vom Streiffieber ergriffen. Auch in Süddeutschland, im Elsaß in der Pfalz, in Baden, in Schwaben gährt es überall. Je weiter der Kampf an Ausdehnung gewinnt, desto weniger ist Aussicht, daß er für bie Arbeiter gewonnen werde.

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war es dunkel. mein Zimmer betrat. Menn man Spinoza alauben Fo als bäte er um Wärme, flopfte er beständig gegen fen berließ mich auch dann nicht, als ich erklärliche Grauen Trupowschen Hauses erstiegen hatte, die Türöffnete und Panichidin seufzte, tras elpen, ich müßte hinter Im Ofen heulte der Wind, und gleichsam In meiner bescheidenen Wohn bierte Etage des

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Das Minifterium Witte.

( Eig. Bericht.)

Petersburg, 11. November.

in Deutschland fein unbekannter Mann. Er ist in Berlin viele Jabre Agent des russischen Firanzministeriums gewesen und wii. erst vor 2 Jahren nach Petersburg berufen, um Ge­hilfe des Finanzministers Witte zu werden, der unmittelbar vor seinem Sturz stand. Im vorigen Jahre ging Timirjasow zur Leitung der Handelsvertragsverhandlungen wieder nach Berlin. Dabei hatte er wenig Glück. Witte mußte, obwohl nicht mehr Finanzminister, selbst eingreifen und brachte in Norderney den Vertrag mit dem deutschen Reichskanzler unter Dach. Große Namen sind auch sonst in dem Ministerium nicht zu finden, das gerade deshalb ganz und gar ein Ministerium Witte ist. Ein faiserlicher Ukas nennt außerdem als Mitglieder des neuen Kabinets: Schipoff für Finanzen, Nemeschael für Ver­fehrswege, Filosofoff als leidsfontrolleur, Sutler für der­bau und Graf Tolstoi, Vizepräsident der Akademie der Wissen­schaften, für Unterricht.

Daß Großfürst Nikolai Nikolajewitsch an Stelle des Großfirsteit Wladimir Oberstkommandierender der Garden gerden ist, hat nicht überrascht. Großfürst Nikolai ist der ein ge unter den Großfürsten, von dem man glaubt, daß er wirklich militärische Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt. deshalb wurde er von den einflußreicheren zärtlichen wandten zurückgehalten. Er war es, der nach Kuropat Rücktritt den Oberbefehl im ostasiatischen Kriege übernehm. soute und auch gern übernommen hätte. Die Großfürsten Wladimir und Sergius ließen es nicht zu. Sie fürchteten er fönn fiegen und dadurch zu einem Einfluß kommen, der für sie unbequem gewesen wäre. Politisch ist Großfürst Nikolai Mikolajewitsch noch nicht hervorgetreten.

Das Minifterium Witte ist zustande gekommen. Das war feine leichte Arbeit, denn die Zahl der für die Mit­arbeiterschaft an dem Reformwerk geeigneten Kräfte iss ohnehin sehr gering, und sie wurde noch weiter dadurch reduziert, daß mancher sich weigerte, in Wittes Schiff zu teigen, sich mit diesem auf Gede und Verderb zu verbinden. Zwar wächst Witte von Tag zu Tag an Kraft; aber auch feine Gegner find mächtig, und es gibt hier wie überall Leute, die es vorziehen, nicht nach geschlagener Schlacht sich mit dem Sieger zu vereinigen. Daß Fürst Chilkow vom Eisenbahnministerium zurückgetreten ist, darf nicht einer Gegnerschaft zwischen ihm und dem Grafen Witte zuge­schrieben werden. Sache Gegnerschaft war nicht vorhanden. Fürst Chillow war en politischer Mann, sondern harmlos, ehrlich und ungemcir diensteifrig. Vom schlichten Lokomotiv­führer durch zufällige Protektion auf den hohen Posten eines Ministers gebracht, war er nur darauf bedacht, seinen Dienst mit Fleiß zu versehen. Daß der Fleiß einträglich war, dürfte er sich ohne Gewissensbisse gefallen lassen. Uralte Bestimmung gewährt einem Minister auf Dienstreisen vier­

canstalten, abgelehnt. gegen erziart de parteivorstand Den Zeitpunkt für gefommen, in eine energische Agitation zur Erlangung des allgemeinen Wahlrechts für den preußi schen Landtag einzutreten.

frankreich.

** Nach einer stürmischen Kamersizung hat Kriegminister Berteaux seine Entlassung gegeben, während die übrigen Mitglieder des Kabinets Rouvier auf ihren Posten blieben. Berteaug begründet seinen Rücktritt mit dem stmstande, daß die jetzige Regierung zum Teil auf die Unterstützung der Rechtsparteien angewiesen sei. Als überzeugter Republikaner önneer das nicht mitmachen. Er habe das Bewuzisein, daß seine Singebung für das Heer und die nationale Verteidigung nicht uglos gewesen sein und sein Nachfolger eine weniger schwierige Aufgabe vorfinden werde, als er sie vor einem Jahre übernommen habe.

Der vom Grafen Witte gebildete Ministerrat hat inzwischen seine Tätigkeit begonnen. Er ist mit einer Pro flamation an die Deffentlichkeit getreten, die zur Beruhigung aufforderte und sich scharf gegen das Verhalten der Polizei ausspricht, die Unruhen hervorgerufen und eine zweideutige Rolle gespielt hat. Wo das geschehen ist, soll eine Bestrafung der Schuldigen eintreten. Es wird die Verwirklichung des kaiserlichen Manifestes zugesagt. Es ist denn auch eine merkliche Beruhigung eingetreten, so daß von den deutschen Postanstalten wieder Paketsendungen und Wertbriefe nach Rußland zugelassen werden. E war aber auch äußerste Zeit, daß eine Wendung zum Besse. eintrat, denn bereits waren von den Vertretern fremder Mächte Vorstellungen wegen der Lage im russischen Reiche erhoben worden. An verschiedenen Stellen hält aller­dings die Gährung noch an. In Kronstadt sind die meutern­den Matrosen von Truppen eingeschlossen. Auch unter den in Petersburg garnisonierenden Matrosen- Abteilungen ist eine Meuterei ausgebrochen. Ueber Polen ist der Kriegszustand verhängt. In Odessa kommen noch immer wilde Szenen or, dort haben Revolutionäre das Telegraphenamt in die uft gesprengt.

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Politische Rundschau.

Deutsches Reich.

Türkei.

** Die Nachrichten über die geplante Flottendemon­tration der Mächte sind zum Teil verfrüht und unrichtig ewesen. Augenblicklich schweben die Verhandlungen noch. Die Beschlußfassung steht jedenfalls noch aus, wenn sie auch absehbarer Zeit erfolgen dürfte. Wahrscheinlich kommt es ber zu einer gütlichen Vereinbarung mit der Pforte, da ese in ihrer ablehnenden Haltung gegen die mazedonische manzreform nachläßt.

Amerika.

** Eine Protestversammlung gegen den englischen lottenbesuch in New- Yort hielten die vereinigten irlän­sischen Gesellschaften in New- York ab. Auf dem Meeting, an dem auch Deutsche teilnahmen, wurde König Eduard als Störer des Weltfriedens bezeichnet. Die Versammlung forderte von der amerikanischen Regierung die Zurückweisung ber Zumutung, mit England ein Bündnis gegen Deutschland einzugehen. Auswärtige Irländer gaben ihre Zustimmung birch Sympathietelegramme zu erkennen.

* Unsere Truppen in Deutsch- Ostafrika haben mehrere reiche Gefechte gegen die Aufständischen bestanden. Amt­) wird über Kapstadt gemeldet, daß die Auffändischen bei ongea in fünf Gefechten geschlagen wurden und große erluste erlitten. Die vereinigten Abteilungen des Bezirks­mtmanns Richter, Hauptmanns Nigmann und Leutnants linghardt haben bei Nyamabengo- Ssongs ohne eigene Serluste 4000 Wangoni geschlagen. Der Feind hatte schwere Berluste.

*

Hof und Gesellschaft.

Nach dem Feßinahl in der spanischen Botschaft in Berlin begab fich König Alfons von Spanien mittelst Automobil nach dem Marmorpalais bei Potsdam und nahm dort an einer vom deutschen Kronprinzenpaar beranstalteten Ballfestlichkeit teil. Der weitere Aufenthalt des Königs Alfons am Kaiserhofe in Potsdam gestaltete sich wie folgt: Nach einer Besichtigung des Lehrinfanterie- Bataillons pirschte der König auf Rotwild im Wildpark, besuchte das Mausoleum Kaiser Friedrichs, legte dort auf den Särgen des Raisers und der Kaiserin Friedrich Kränze nieder und nahm sodann das Früstück beim Kronprinzenpaar im Marmor- Pa­lais ein, an dem außer den Brüdern des Kronprinzen auch bie Herzogin Maria Antoinette von Mecklenburg teilnahm. Nachmittags war Besichtigung des Regiments Gardes du Corps. Abends war Theatervorstellung im Neuen Palate bei dem Kaiserpaare. Dem Reichskanzler Fürsten Bülow hat der König von Spanien den Orden des goldenen Bließes verliehen.

Die Fleischteuerung würde wahrscheinlich einen Mangel an Fleisch für die Truppen in Deutschland im Falle einer Mobilmachung herbeiführen. Dieses Ergebnis ist urch eine Anfrage der Kriegsverwaltung bei verschiedenen Sandelskammern festgestellt worden. Infolge der hohen reise sind fast gar feine Fleischvorräte vorhanden.

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* Der sozialdemokratische Parteivorstand het einen von Breslauer Sozialdemokraten gestellten Antrag, und Bettage Straßendemonstrationen gegen preußische Dreiklassen Landtagswahlrect

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Prinz Eitel Friedrich von Preußen wird nach einer Bermählung mit der Herzogin Sophie Charlotte von Breußen zunächst die Villa Lieguiß, die im Vark von Sanssouci unweit der Friedenskirche belegen ist, beziehen, da Die Villa Ingenhelin, ble bem jungen Paare als Wohnort zugewiesen ist, noch baulicher Veränderungen bedarf.

Die Bereidigung der Rekruten in Detmold ist jetzt auf der Fürsten Leopold IV. von Lippe erfolgt. Der Fürst nahm selber an der Feierlichkeit teil und nahm das Frühstück im Offizier- Kasino ein, wo er von dem Obersten auf das herzlichste begrüßt wurde. Fürst Leopold ist vom Raiser von Oberleutnant à la suite der Armee zum Oberst­leutnant befördert worden.

Deer und flotte.

Die Flottenverstärkung. Gutem Vernehmen nach sollen von der Regierung für die Ergänzungen zum Flottengeseg bon 1900 in der bevorstehenden Reichstagssession etwa 800 Millionen Mark gefordert werden. Die Summe verteilt sich in der Weise, daß während der Jahre 1906 bis 1912 Wahrscheinlich 435 Millionen Mark Mehrkosten entſtehen. tritt von 1913 ein Beharrungszustand der Mehrkosten von durchschnittlich 70 Millionen bis 1917 ein. Ju ganzen macht das ungefähr 800 Millionen aus.

Soziales Leben.

× Unzufriedenheit bei den Bergarbeitern. Zu den Nachrichten über eine erneute Gärung unter den Berglenten bes Ruhrbezirks gesellen sich nunmehr solche, die auch in ußerdeutschen Kohlenbezirken starke Bewegung erkennen lassen. Daß die Lage von den Zechenbesitzern auch überall so ein­Jeschätzt wird, zeigt die Tatsache, daß überall das Bestreben orherrscht, große Fördervoeräte anzusammeln, um bei einem ventuellen Streit wenigstens für einige Zeit gerüstet zu sein. Die Unzufriedenheit ist meistenteils durch Lohnherabfezungen jervorgerufen worden. Bei einem Streit im Kohlenbergbau, er sich über das Ausland erstreckt, würde Deutschland er­jeblich in Mitleidenschaft gezogen werden, da es mit einem Teil seines Bedarfs noch auf ausländischen Bezug an= jewiesen ist.