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Nr. 215.

Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Ober­beffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362.

Mittwoch, den 13. September 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Die Kaufmanns- und Gewerbegerichte.

Aus faufmännischen Kreisen wird uns geschrieben: Im sechzehnten Jahre bestehen im Deutschen Reich die Gewerbegerichte, die dazu berufen sind, Streitigkeiten zwischen gewerblichen Arbeitern und ihren Arbeitgebern zu entscheiden. Die Gewerbegerichte, die sich als ein Segen erwiesen haben, sind, wie vorauszusehen gewesen, allmählich zu einer innerlich zusammenhängenden Rechtsprechung gc­tommen. Diese Judikatur ist in den beteiligten Kreisen be­fannt geworden, und das allein hat schon ausgereicht, zahl­reiche Streitigkeiten zu verhüten. Man wußte vorher, wie die Entscheidung lauten würde, und fügte sich ihr, ohne sie in dem besonderen Fall erst anzurufen. Zu so erfreulichem Ergebnis würden die Gewerbegerichte jedenfalls nicht so schnell gekommen sein, wie geschehen, wenn nicht der Ver­band deutscher Gewerbegerichte gewesen wäre, der eine Zen­tralstelle für den Austausch von Erfahrungen in der Recht­sprechung, in Gutachten und Anträgen, in Einigungs­ämtern usw. gebildet hätte. Das Bedürfnis hatte den Ver­band geschaffen, der in seinem Kreise kräftig wirksam war, ohne daß man in der Oeffentlichkeit viel von ihm hörte oder sprach. Jeder Schüßenverein machte mehr von sich reden, als der Verband, aus dessen Beispiel man beinahe schließen fönnte, es sei mit den Verbänden wie mit den Frauen: der beste sei, von dem man am wenigsten spreche. Eines der hervorragendsten Verdienste des Verbandes ist es, daß er die Gefahr abzuwenden verstanden hat, die tatsächlich drohte: das Gewerbegerichtswesen in den Bann einer politischen Par­tei gleiten zu lassen. Wäre dieser Gefahr nicht beizeiten entgegengetreten und ihr vorgebeugt worden, die Gewerbe­gerichte wären ein Versuch geblieben, der an der Klippe der. Bolitik scheiterte, an den Felsen der Parteilichkeit zugrunde ging. Man erinnert sich, daß schon bei den Beisizerwahlen die Parteifrage eine ungebührliche Rolle spielte. Ein Ge­richt aber, das nicht in seinem Herzen Unparteilichkeit als oberstes und unverbrüchliches Gesetz anerkennt, ist kein Organ der Gerechtigkeit, sondern ein Organ der Gewalt, der aller­schlimmsten, korrumpierenden Gewalt. Bei den Beisitzer­wahlen für die Gewerbegerichte nun waren von vornherein die Listen nach der Parteizugehörigkeit der Kandidaten auf­gestellt. Es ist ein überaus erfreuliches Zeichen für die innere Gesundheit unseres Volkes, daß die Gewählten nicht auf der Bahn verharrten, in die man sie in augenblicklicher Irrung hatte bringen wollen, sondern heraus- und zur Ge­rechtigkeit strebten. Die Gewählten selbst empfanden das Bedürfnis, über alle Parteischranken hinweg einander die Hand zur sachlichen Verständigung zu reichen, Einseitigkeit zu vermeiden. Vorsitzende der Gewerbegerichte, Arbeiter­Beisiger und Arbeitgeber- Beisiper taten sich in dem Verband zusammen, um einseitige Auffassungen an den Auffassungen anderer zu korrigieren und den Standpunkt zu gewinnen, von dem aus allen Interessen gleichmäßig gedient werden fann.

Seit Anfang dieses Jahres haben wir die Kaufmanns­gerichte zur Entscheidung von Streitigkeiten zwischen kauf­männischen Angestellten und ihren Prinzipalen. Es b2­darf keines Nachweises, daß die neue Einrichtung der älteren in Aufbau und Aufgaben ähnlich und verwandt ist. Viel­fach haben sogar Gewerbegerichte und Kaufmannsgerichte denselben Vorsitzenden. Nichtsdestoweniger muß zugestan­den werden, daß die beiden Gerichte wohl gleichmäßig dem jozialen Frieden zu dienen berufen sind, aber beide an ver­schiedenen Stellen, daß ihre Wirkungsfreise nach der persön­lichen Seite getrennt sind. Es wäre mithin formal nichts dagegen einzuwenden, daß die Kaufmannsgerichte für sich ebenso einen besonderen Verband bilden, wie es bisher die Gewerbegerichte für sich getan haben. Es sind auch tatsäch­lich solche Sonderungswünsche hervorgetreten. Am 18. d. Mts., also zu Beginn der kommenden Woche, tritt in Würzburg der Verbandstag deutscher Gewerbegerichte zu­ammen. Bei den Vorbereitungen und Vorberatungen dazu ist mehrfach das Bestreben hervorgetreten von einer ganz bestimmten Gruppe von Handlungsgehilfen ausgehend feinerlei Beziehung zwischen Kaufmannsgerichten und Ge werbegerichten gelten zu lassen, sich von den Verhandlungen jenes Verbandstages fernzuhalten und einen ausschließlich Kaufmannsgerichten bestehenden Verbandstag zu Wir würden glauben, der Intelligenz der Verfechter dieser Sonderbestrebungen zu nahe zu treten, wenn wir die Annahme gelten ließen, daß sie von einer Art Dünkel ge­leitet seien und den gesellschaftlichen unterschied zwischen faufmännischen Angestellten und Arbeitern hervorheben wollten. Diese Vermutung weisen wir zurück. Viel wahr­scheinlicher ist, daß sie hoffen, in einem Verband der Kauf­mannsgerichte gewisse Parteiziele besser verfolgen zu fön­nen. Wir lassen unerörtert, welches diese Ziele und ob sie überhaupt erstrebenswert sind. In unseren Augen sind sie bei der vorliegenden Anwendung verwerflich, schon weil sie Parteiziele sind, und weil unseres Erachtens jedes Gericht es als seine oberste Aufgabe betrachten muß, jede Parteilich feit und jede Art von Parteilichkeit von seiner Schwelle fern­zuhalten. Dem Verband der Gewerbegerichte ist das in aus. gezeichneter und vorbildlicher Weise gelungen. Seine Orga­

aus

schaffen.

nisation hat sich als ungemein zweckdienlich erwiesen, dic Erfahrungen der Einzelgerichte zum Gemeingut zu machen und dadurch das ganze Gewerbegerichtswesen in verhältnis­mäßig furzer Zeit auf einen hohen Stand zu bringen, ihm Ansehen und Achtung zu verschaffen. Im besten Fall würde ein Verband der Kaufmannsgerichte die schon einmal ge= tane Arbeit wiederum tun müssen, die vorhandene Organisa­tion vielfach unter Benutzung derselben Kräfte- topic­ren müssen. Das wäre ein unnüßer Aufwand und eine Zeitvergeudung zugleich. Wahrscheinlich würde es noch et­was Schlimmeres. Indem sich ein Verband der Kaufmanns­gerichte dem Verband der Gewerbegerichte demonstrativ gegenüberstellt, betont er von vornherein, daß er etwas an­deres will als jener, daß er die Absicht hat, gewisse Parteibestrebungen in den Vordergrund zu stellen, furz, daß er sich ein Ziel gesteckt hat, das abseits liegt von dem Ziel der Gerechtigkeit. Politische und soziale Sonderabsichten müßten einem Verband der Kaufmannsgerichte fern bleiben, und das Vorhandensein solcher Nebenabsichten müßte man vermuten, wenn die Kaufmannsgerichte den natürlichen An­ichluß an den Verband der Gewerbegerichte ablehnten.

Kaifermanöver 1905.

( Von unserem Spezialberichterstatter.) Das 8. Armeekorps bereit. Das Kaiserpaar kommt! Wie Graf Haefeler begrüßt wird. Ein verspäteter Befehl An der Paradetafel.- Der Reichskanzler ali Generalmajor.

( Nachdr. verb.)

Coblenz, 12. September. Die Heerschau hat gestern begonnen. Unter dem Kom mando des Generals der Kavallerie von Deines stand da 8. Armeekorps auf der Ebene am Bahnhof Urmiş in zwe Treffen bereit. Die Reihenfolge der Paradeausstellung wai auch maßgebend für die Truppenfolge des Vorbeimarsches Das erste Treffen( Fußtruppen) umfaßte die Leibgendar merie, das Füsilier- Regiment Fürst Anton von Hohenzollern Nr. 40( Aachen), das 5. Rhein. Inf.- Regt. Nr. 65( Cöln) das Inf.- Regt. von Goeben( 2. rhein.) Nr. 28( Ehrenbreit stein), das 6. rhein. Inf.- Regt. Nr. 68( Coblenz), das Inf. Regt. von Horn( 3. rhein.) Nr. 29( Trier), das 7. rhein Inf.- Regt. Nr. 69( Trier), das Inf.- Regt. Graf Werde Nr. 30( Saarlouis), das 8. rhein. Inf.- Regt. Nr. 70( Saar brücken), das 9. Nr. 160( Bonn), das 10. Nr. 161( Trier). das 3. lothr. Inf.- Regt. Nr. 135( Diedenhofen), das Königs Inf.- Regt. Nr. 145( Mez), die Unteroffizierschule Jülich die Maschinengewehrabteilungen Nr. 10 und 11( Schlett stadt bezw. Mezz), das schlesw.- holst. Fußart.- Regt. Nr. ( Ehrenbreitstein, Cöln, Diedenhofen), das Pionier- Bat. Nr. 8( Coblenz) und die Korpstelegraph- Abteilung. Im zweiten Treffen( berittene Truppen) standen: 2. westf. Hus.. Regt. Nr. 11( Düsseldorf), westf. Ulan.- Regt. Nr. 5 ( Düsseldorf), Kür.- Regt. Graf Geßler Nr. 8( Deutz), Hus. Regt. König Wilhelm I. Nr. 7( Bonn), 1. Hannov. Drag.. Regt. Nr. 9( Mezz), 2. hannov. Ulan.- Regt. Nr. 14( St. Avold, Mörchingen), westf. Drag.- Regt. Nr. 7( Saar brücken), Ulan.- Regt. Großh. Friedrich von Baden Nr. 7 ( Saarbrücken, St. Johann), Ulan.- Regt. Graf Haeseler Nr. 11( Saarburg i. E.), 2. rhein. Feldart.- Regt. Nr. 23 ( Coblenz), bergisch. Feldart.- Regt. Nr. 59( Cöln), Feldart.­Regt. von Holzendorff Nr. 8( Saarlouis). Triersch. Feldart.. Regt. Nr. 44( Trier), 2. lothr. Feldart.- Regt. Nr. 34( Mezz), 3. Lothr. Feldart.- Negt. Nr. 69( St. Avold), reit. Abt. oberels. Feldart.- Regt. Nr. 15( Saarburg i. E.), rhein. Trainbataillon Nr. 8( Ehrenbreitstein). Die sechs erst genannten Kavallerie- Regimenter zuzüglich der reitenden Abteilung Feldart.- Negts. Nr. 8, der Maschinengewehr. abteilungen Nr. 10 und 11 und der Pionier- Abteilung vom Pionier- Bataillon Nr. 8 bilden während des Kaisermanöver: unter dem Kommando des Generalleutnants von Nahmer ( Münster) die Kavallerie- Division A.

Um% 9 Uhr erschien der Kaiser an der Spize der Fahnen: kompagnie mit den im August in Berlin neu geweihten Fahnen des Armeekorps und übergab die Fahnen mit dem Ausdruck der Erwartung, daß die neuen Fahnen den Ruhm der alten zu wahren wissen würden, an Sie vor der Front haltenden Kommandeure. In üblicher Weise erfolgte dann die Begrüßung der wohl an 7000 Mann starken Krieger­vereine und das Abreiten der Front, wobei sich am rechten Flügel des 1. Treffens der Wagen der Kaiserin vor die Suite sette. Die Kaiserin trug ein mattlila Kleid mit großem schwarzem Hute und einem hellbraunen Schulter fragen. Trotz des Regens blieb ihr Wagen offen. Nach dem Abreiten wurden das Kaiserpaar und die fürstlichen Gäste vor der Tribüne stürmisch begrüßt. Der Gegengruß der Kaiserin, die in ihrem weißen Haar und der frischen Gesichts. farbe wie aus der Rokokozeit stammend anmutet, hat etwas unnachahmlich Liebenswürdiges. Mit Rücksicht auf die den Truppen noch bevorstehenden Tagesaufgaben und wohl aud des stetigen feinen Regens wegen befahl der Kaiser für jedes Treffen nur einen Vorbeimarsch, Regimentskolonne für die Fußtruppen, Eskadrons- bezw. Batteriefront im Trabe für die berittenen Waffen. Sämtliche Parademärsche gelangen recht gut, trop gewisser Bodenschwierigkeiten. Mit beson.

derem Jubel wurde der Wächter an der Mosel", Graj Haefeler, begrüßt, als er sein Ulanen- Regiment Nr. 11 dem Kaiser vorführte und dann, nachdem er seinen Platz neben dem Kaiser verlassen durfte, seinem Regimente in gestrecktein Galopp nachritt, um sich von ihm zu verabschieden. Daß man den Paradevolten der Kesselpauker der 5. Ulanen, 8. Kürassiere, der Königs- Husaren Nr. 7 und der Ulanen Nr. 7 mit besonderer Freude seine Aufmerksamkeit schenkte, ist etwas, was die Kesselpaufer mit ihrem Daseinszweck nur als Paradestücke versöhnen mag. I

Die Einheitlichkeit des Gesamtbildes wurde dadurch et­was gestört, daß gestern in der frühesten Stunde an Stelle des Paradeanzuges der Manöveranzug anbefohlen worden war und einige Kavallerie- Regimenter diesen Befehl zu spät erhalten hatten. So sah man Haarbusch und Schabracke und die buschlose Kopfbedeckung nebst bequemem Woilach. Recht vorteilhaft vom Gesichtspunkte der Kriegsmäßig feit aus- hob sich das II. Bataillon 145. Regiments in seiner grauen neuen Felduniform aus dem sonstigen Bunt der Truppen heraus. Vielleicht bieten die kommenden Manöver­tage Gelegenheit, der Zweckmäßigkeit dieser Tuchfarbe im Gefecht noch näher zu gedenken.

Unter den Zuschauern gegenüber dem kaiserlichen Stand­punkt hefand sich auch das Bensberger Kadettenkorps, auf. besonderen Befehl des Kaisers, zugleich eine besondere Lie­benswürdigkeit gegenüber den Offiziersfamilien des 8. Korps, deren Söhne größtenteils der Bensberger Anstalt angehören.

Abends Paradetafel. In kurzem, kernigem Trink­spruch drückt der Monarch seine Zufriedenheit mit dem 8. Armeekorps aus: Wie zum ernsten Waffengang standen die Söhne des Rheinlandes heute vor mir. Und daß dieses Grenzkorps die Wacht am Rhein gut halten wird, darauf vertraue ich in Ruhe, nad) dem, was ich heute ge­sehen habe." Gesprächsstoff bot an der Tafel die Tatsache, daß der Kaiser dem Reichskanzler Fürsten Bülow den Cha­rafter als Generalmajor verliehen hat. Bisher wurde der Kanzler als Oberst à la suite der Armee geführt.

Nach der Tafel beobachtete das Kaiserpaar mit den fürst­lichen Gästen von den Fenstern des Schlosses aus den großen Zapfenstreich der Musikkorps des 8. Korps auf dem großen Platz vor dem Schloß. Auge und Ohr der gewaltigen Zu­schauermenge famen auf ihre Kosten.

Politische Rundschau.

Deutfches Reich.

In Regierungskreisen wird, wie unser CB- Mitarbeiter erfährt, als sicher angenommen, daß es gelingen werde, einen Handelsvertrag mit Amerika zustande zu bringen, der freundliche und sichere Handelsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten von Nord­amerifa auf längere Zeit festlegen wird. Auf Grund des gesammelten Materials und der von den Interessenten dar­gelegten Wünsche werden kommissarische Verhandlungen über die einzuschlagende Haltung demnächst beginnen. Mel­dungen, die von einem Briefe des Präsidenten Roosevelt an den deutschen Botschafter in Washington zu berichten wußten, in dem Roosevelt die von deutscher Seite angebotenen Zu­geständnisse als ungenügend bezeichnet, sind schon um des­willen unrichtig, als von deutscher Seite noch gar keine bc­stimmten Vorschläge an Amerika wegen eines Handelsver­trages gemacht sind. Dagegen liegt ein Vorschlag aus Stock­holm wegen Abschlusses eines deutsch- schwedischen Handels­vertrages vor. zu weiteren Verhandlungen wird sich eine deutsche Spezialmission nach der schwedischen Hauptstadt be­geben

* Das preußische Landwirtschaftsministerium hat nun. mehr eine amtliche Enquete über die Fleischteuerung ange. ordnet. Die Landwirtschaftskammern sind zum Bericht über die Gründe der Preissteigerung und darüber aufgefordert, ob bald ein stärkerer Auftrieb von Vieh und ein Fallen der Breise zu erwarten stehe. Auch die Regierungspräsidenten sollen in der gleichen Richtung berichten und die Auftriebs. zahlen in 60 Städten feststellen.- Die städtischen Beamten und Arbeiter in Berlin sind wegen der Fleischteuerung um Gehaltsaufbesserung eingekommen, und die Lieferanten ver­langen höhere Preise oder Entbindung von den mit der Stadt geschlossenen Lieferungsverträgen.

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In Hamburg wurde unter zahlreicher Beteiligung aus Deutschland und allen Kulturstaaten der zehnte Kongres der Internationalen Criminalistischen Vereinigung abgehal­ten. Den Hauptgegenstand der Beratungen bildete das internationale Verbrechertum und seine Bekämpfung.

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* Die Kolonialrcise deutscher Reichstagsabgeordneter ist beendet. Die Teilnehmer haben an Bord des Dampfers ,, Eleonore Woermann" von Bura( Kamerun) aus die Rück reise angetreten und find bereits wohlbehalten in Lagos an­gefommen. Nur der Abgeordnete Günter- Neidenburg ist erkrankt. Die Abgeordneten besuchten die Ortschaften Vic toria, Buea, Bibundi, Kribi, Longji, Duala, Edea, Jabassi. Ueberall wurde ihnen die ausgiebigste Möglichkeit, sich zu unterrichten, geboten.