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der Prinzessin Elisabeth von Preußen. In zweiter Ehe is der Vater der Braut mit der Herzogin Elisabeth von Meck. lenburg vermählt, einer Tante der deutschen Kronprinzessin Herzogin Sophie Charlotte ist geboren am 2. Februar 1879. Prinz Eitel Friedrich, der zurzeit als Hauptmann im 1. Garde- Regiment 3. F. in Potsdam steht, ist am 7. Juli 1883 geboren.

*** Die Hochzeit des Herzogs Alfred von Sachsen. Koburg und Gotha mit der Prinzessin Viktoria Adel. heid von Holstein- Glücksburg hat in Schloß Glücksburg unter Entfaltung des ganzen höfischen Prunkes stattgefun den. Die standesamtliche Trauung vollzog der oldenbur gische Hausminister von Willich, da der Großherzog von Oldenburg Chef des Glücksburger Hauses ist. Die kirch)- liche Trauung wurde vom Pastor Sommerfeld aus Glücks burg vollzogen. Beim Zuge in die Kirche schritt die Braut zwischen dem Kaiser und dem Herzog Friedrich Ferdinand von Glücksburg. Die Braut trug eine Robe von weißer Seide. Von den sechs Brautjungfern trugen die beiden ersten, die weiß gekleidet waren, die Schleppe der Braut, das zweite Paar hatte rotseidene, das dritte Paar blau­seidene Kostüme angelegt. Der Bräutigam schritt zwischen der Kaiserin und der Herzogin von Albany. Er trug die Uniform seines Husaren- Regiments und das Band des ihm am Hochzeitstage verliehenen Schwarzen Adlerordens. An die Trauung schloß sich das Hochzeitsmahl. Die Schiffe auf der Föhrde hatten Flaggen- Gala angelegt.

Die Jagdbeute des Kaisers in Rominten beträgt 19 Hirsche. Es famen zur Strede ein Zwanzigender, sieben Sechzehnender, sechs Vierzehnender, vier Zwölfender und ein Behnender. Das beste Geweih weist der Zwanzigender auf; es wiegt mit Schädel 19 Pfund.

** Prinz Heinrich der Niederlande begibt sich am 24. d. M. nach Eisenach, um als Vorsitzender des Vereins Hirschmann" der Hauptprüfung von Schweißhunden bei­Buwohnen.

*** König Alfons von Spanien trifft am 6. Novem­ber in Berlin ein. Sein Aufenthalt ist für fünf oder sechs Tage berechnet. Außer einem großen Bankett im Schlosse ist eine Parade und eine Hirschjagd im neuen kaiserlichen Jagdrevier bei Oranienburg vorgesehen.

Die Erforschung der Krebskrankheit. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.)

Freudig horchte die Welt auf, als in diesen Tagen aus Paris die Kunde kam von einem weiteren Fortschritt des Kampfes gegen die furchtbare Geißel der Menschheit, die Tuberkulose. Wenn auch vorläufig feine überschwängliche Hoffnungen an die Entdeckungen Professor Behrings ge­knüpft werden können, so scheint immerhin eine Vorwärts. bewegung in dem Ringen mit der tückischen Krankheit kon­statiert werden zu dürfen. Von einem anderen Gebiete, dem der Krebsforschung, verlautet in der Deffentlichkeit in letzter Zeit weniger. Aber trotzdem geht auch hier die erkennende und vorbeugende Arbeit ununterbrochen weiter.

Mit Aufwand großer Mittel ist vor einiger Zeit unter dem Namen Imperial Cancer Research Fund in England eine Einrichtung geschaffen worden, die zur Erforschung der Krebskrankheit im weitesten Umfang dienen soll.

Der zweite Bericht der Gesellschaft ist jetzt herausgekom­men. Dieser beschäftigt sich mit der Entwickelung der Krebs­frankheit unter natürlichen und experimentellen Bedingun­gen. Ausführlich wird über die Verpflanzung von Krebs bei verschiedenen Tieren berichtet und nach den Ergebnissen ein Urteil über die verschiedenen Vermutungen betreffs des Wesens und Ursprungs solcher Wucherungen gefällt. Es ist merkwürdig, daß man mit der Uebertragung von Krebs innerhalb ein und derselben Tierart nur bei den Mäusen Erfolg gehabt hat, während es bei 900 mpfungen an Hun­den, Ratten, Pferden, Karpfen usw. nicht ein einzigesmal gelungen ist, die Krebskrankheit von einem Tier auf ein anderes zu verpflanzen. Die Uebertragung von einem Tier auf ein anderes verschiedener Art hat sich als vollends un­möglich erwiesen. Auch bei den Mäusen scheint die Rasse schon eine beträchtliche Rolle zu spielen. Deutsche Mäuse waren für den Krebs englischer schon weniger empfänglich, ebenso wilde Mäuse gegen den von zahmen. Daraus geht zunächst hervor, daß sich die Krebskrankheit in hohem Grade den einzelnen Lebewesen anpaßt. Große Aufmerksamkeit wird ferner die Tatsache fordern, daß die bösartigen Wuche­rungen bei Mäusen in jeder Hinsicht den Erscheinungen des Krebses beim Menschen vergleichbar sind, sowohl in ihrem Wachstum wie in ihrer Zersetzung. Als eigentliche Träger der Ansteckung sind nach dem jetzigen Stand der Untersuchung wohl die Zellen der Krebswucherungen selbst zu betrachten und in keiner Hinsicht etwa den Tuberkelbazillen bei der Tuberkulose zu vergleichen. Sie sind einer unendlichen Ver­mehrung fähig, wenn sie verpflanzt werden und folgen in ihrem Wachstum gewissen bestimmten Gesetzen wie andere für sich bestehende Lebewesen. Diese Anschauung wider­spricht der Theorie, wonach der Krebs als eine eigentlich ansteckende Krankheit in dem Sinne bezeichnet wird, daß irgend welche noch unbekannte Organismen außerhalb oder innerhalb der Zelle sich ansiedeln und ihre Wucherung ver­ursachen. Nach dem neuen Bericht sind all die verschiedenen Vermutungen zur Erklärung des Ursprungs und des Wachs­tums des Krebses hinfällig, namentlich geben sie keinen Auf­schluß über die beim experimentellen Studium beobachteten Tatsachen. Die englischen Forscher erklären sich also gegen die Möglichkeit, daß der Krebs von einem schon bekannten oder noch zu entdeckenden Schmarozzer verursacht würde. Weder die Beobachtung an Tieren noch die an Menschen führe zu der Einsicht, daß die Krankheit auf natürlichem Wege übertragbar ist. Dagegen ist der Krebs allen Wirbel. tieren gemeinsam und erzeugt in allen verschiedenen Arten dieser großen Tierklasse übereinstimmende Verlegungen der Gewebe. Schließlich wird noch Bezug genommen auf die Wirksamkeit der Radiumbehandlung gegen Krebs, die gleichfalls an Mäusen erprobt wurde. Es wurden günstige Ergebnisse beobachtet, die auf vermehrten Blutzufluß zu den erkrankten Teilen des Gewebes zustande kamen. Auch die Anwendung des in neuester Zeit so oft genannten Neben­nierenertrafts führte zu ähnlichen Erfolgen. Als Summe dieser Erfahrungen bleibt der Eindruck bestehen, daß eine Aufklärung der Krebskrankheit vor allem von einem genauen Studium des Wachstumvorganges der Geschwülste zu er­warten ist.

Nah und Fern.

Große Kohlen- Unterschlagungen. In der Gasanstalt zu Weimar machte man die Entdeckung, daß von den zu Buche stehenden Steinkohlenvorräten 40 Doppelwaggons, die einen Wert von 10 000 Mark repräsentieren, fehlen. Auch stellte sich heraus, daß ein Geschäftsmann seit Jahren bei jeder Entnahme von Koks fünf bis sechs Scheffel mehr erhalten hat, wie er bezahlte.

Fünf Berglente tot. Auf einer Zeche in Bochum stürz­ten fünf Bergleute, die auf dem Bremsberg zur vierten Sohle gelangen wollten, in die Tiefe, da das Seil riß. Sie konnten nur als Leichen zu Tage gefördert werden.

Tod infolge gerichtlichen Verhörs. In Abschruten in Ostpreußen wurde ein Dienstmädchen, das bei einer Witwe in Lohn stand, einem gerichtlichen Verhör unterzogen, weil das Gehöft der Witwe abgebrannt war. Bei der Beteue­rung ihrer Unschuld bekam das Mädchen Weinkrämpfe und wurde irrsinnnig. Im Irrenhause ist die Bedauernswerte jetzt gestorben.

Erfolg einer Ausstellung. Ueber die im letzten Sommer in Cassel anläßlich des Jubiläums des dortigen Gewerbe­bereins veranstaltete Ausstellung ist nun die Abrechnung erfolgt. Sie gestaltet sich sehr gnstig, denn sie schließt mit einem Ueberschusse von 80 000 Mark ab.

Fisch statt Fleisch. Angesichts der steigenden Fleisch. preise hat ein findiger Kopf in München eine Erste Mün­chener Fisch- Restauration" errichtet, wo den Gästen für 30 Pfennig eine gute Portion geliefert wird. Die Direktion der Münchener Trambahn läßt für ihr Personal auf Grund der unter den Angestellten gesammelten Bestellungen wöchentlich einmal direkt von der Nordsee Fische schicken und gibt diese das Pfund für 25 Pfennige an die Besteller ab. Tischlergesellen als Einjährig- Freiwillige. Auf Grund hervorragender Tüchtigkeit in ihrem Berufe haben zwei Tischlergesellen die Berechtigung zu Dienst als Einjährig Freiwillige erhalten. Es sind das der Tischlergeselle Joh. Neemann in Aurich, sowie der Tischlergeselle Philipp Groß aus Jechenheim, der auf der Casseler Jubiläumsausstellung Detailzeichnungen und Entwürfe ausgestellt hatte.

Treber- Schmidt auf freiem Fußze. Nach Verbüßung seiner Strafe ist der ehemalige Direktor der Casseler Treber­trocknungs- Gesellschaft, Adolph Schmidt, aus dem Zuchthause entlassen worden. Er hat zwei Jahre dort verbracht.

Ein neuer Cholera- Herd. Auf dem Nittergut Stolpe bei Oranienburg sind unter den dort beschäftigten Arbeitern Cholerafälle vorgekommen. Ein ungarischer Arbeiter ist ge­storben. Sechs andere sind in sofort eingerichteten Cholera­Baracken interniert worden.

Großer Mühlen- Brand. In der der Stadt Leipzig gehörigen Mühle in Gundorf, einem der bedeutendsten Etablissements dieses Genres in Sachsen, die der Herstellung bon Farbhölzern und Droguen dient, kanı durch Selbstent. zündung Feuer aus. Das Mahlwerk brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder.

Rätselhafter Tod. In der Nähe von Kolberg wurde in einem Chausseegraben der Brauereibesitzer Hindenberg, ein Greis von 75 Jahren, tot aufgefunden. Die Leiche weist Spuren erheblicher Verlegungen auf, so daß der Verdacht eines Mordes vorliegt.

Der Mörder seines Großvaters. In Lahr erstach ein 23jähriger Schieferdecker seinen eigenen Großvater, einen Greis von 83 Jahren. Der Mörder ist ein Trunkenbold, der dadurch zu der Schreckenstat gereizt wurde, daß der Großvater sich weigerte, ihm Geld zu geben.

Ein Gas- Dieb. In Schwetzingen wurde ein Maschinen­fabrikbesitzer verhaftet, nachdem man entdeckt hatte, daß er durch einen geheimen Anschluß an die städtische Rohrleitung das für seinen Betrieb nötige Gas bezog. Er hat dadurch die städtische Kasse um einen namhaften Betrag geschädigt

Ein Student als Erpresser. Ein aus Berlin stammender Student der Rechte wurde in Dresden verhaftet. Der son derbare Rechtsbeslissene hatte einer jungen Dame den Tod angedroht, wenn sie nicht an einem bestimmten Orte 2000 Mark niederlege.

Verrat von Geschäftsgeheimnissen. In Jena erregt ein Vorfall in dem Zeiß- Werk großes Aufsehen. Dort wurden zwei Angestellte wegen Verrats wichtiger Geschäftsgeheim nisse entlassen.

Im Sturm untergegangen. Vor der Elbmündung sind drei Kutter der Hochseefischer- Flotte durch schweren Sturm zum Kentern gebracht. Ein aus Curhaven ausgegangener, aus drei Fahrzeugen bestehender Schleppzug ist verschollen. Die norwegische Bark Frey" wurde in der Nordsee hava­riert und ohne Mannschaft treibend angetroffen.

Blutige Schlägerei. In Kesselstadt bei Hanau gerieten Zivilisten mit Soldaten in Streit. Diese zogen blank und brachten drei Zivilisten tödliche Verlegungen bei. Einem Postbeamten wurde ein Auge ausgeschlagen.

Durch Explosion verunglückt. Auf dem vor Swine­münde liegenden Dampfer Bavaria" platte ein Kesselrohr. Zwei Heizer wurden dabei lebensgefährlich verletzt.

Eisenbahn- Zusammenstöße. Bei Zsolna in Ungarn stieß ein Schnellzug mit einem Güterzuge zusammen. Ein Eisenbahnbeamter wurde getötet, zwei andere wurden schwer verletzt. Bei der Einfahrt in den Bahnhof in Belgrad fuhr der Wiener Schnellzug auf einen Rangierzug. Ein Beamter und ein Reisender erlitten schwere Verlegungen. Das Geständnis des Millionen- Diebes. Der Defrau­dant Galley hat jetzt vor dem Untersuchungsrichter in Paris ein Geständnis abgelegt. Er schiebt die Schuld auf seine Geliebte, Frau Merelli, der zu Gefallen er anfangs ein paar Tausend Francs veruntreut habe. Er dachte diese Summe durch Rennwetten und Spiel wieder einzubringen, sei aber immer tiefer hineingefominen und habe sich dann mit der gestohlenen Summe von 800 000 Francs auf die Flucht begeben. Galley erscheint ganz gebrochen, während Frau Merelli bester Laune und überzeugt ist, daß sie alsbald ihre Freiheit wiedererlangen werde.

Gewerbegerichte in Rusland. Vor längerer Zeit be­schloß die russische Regierung, Gewerbegerichte nach deut­schem Muster einzurichten. Baron A. M. Nolken wurde nach Deutschland gesandt, um die Einrichtungen dort zu studieren. Er ist mit großem Material nach Petersburg zurückgekehrt. Da die Tätigkeit der Gewerbegerichte den russischen Industriellen fast gar nicht bekannt ist, beabsichtigt der Finanzminister Kokowzew, diese Frage in der Kom­mission, die sich mit der Ausarbeitung der Art..terfrage in Rußland beschäftigt, zu erörtern.

Die Bekämpfung des Mädchenhandels.

( Eig. Bericht.)

Bremen, 10. Oftober.

Heute trat hier die 4. deutsch- nationale Konferenz zur

Warburg her fehlte es mid baum der Landgraf, bas Radh langwierigen und tof hm bies: Am 19. Mai 160

Bekämpfung des Mädchenhandels zusammen. Das deutsche Gießener Hochschule feine Nationalkomitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine arbiges Glied in die

Acnderung des Strafgesetzbuches dahingehend herbeizu unierverfitäten.

führen, daß die Mädchenhändler schärfer wie bisher zu Strafen herangezogen werden können. Die Zentrale führt genau Buch über alle bekannten Mädchenhändler und deren Verurteilungen und übermittelt alle wichtigen Nachrichten den lokalen Behörden. Den Stein ins Rollen gebracht und das Interesse der breitesten Deffentlichkeit auf den Mädchen. handel gelenkt zu haben, ist das hohe Verdienst der eng lischen Vigilance Association.

Wir wenden unfern 2 Gegenwart zurück. Dem

Streitigkeiten um den 8 Eferfüchteleien zweier F feffionelle Beets fluffung ei Bife nahe, wie den Re freuen uns des Ergebni anders als historisch wür

Die Verschleppung von Mädchen unter den falschen Vor allen Mitteln bekämpft werden. Die unerfahrenen Mädchen werden gewöhnlich allein in den Hafenpläßen verschifft und in den fremden Erdteilen schändlich behandelt.. Die Be­ratungen zur internationalen Bekämpfung des Mädchen. das Ver. handels in Paris ergaben die Notwendigkeit, sprechen als eine einheitlich fortschreitende Handlung zu be strafen, ferner auch den Versuch des Mädchenhandels zu be. strafen. Die Arbeit des Nationalkomitees erstreckt sich auf: Information, Agitation und Organisation. Zu den Er­folgen der Arbeit gehört die Einführung einer zentralen

spiegelungen von Heirats- und Stellenangebot muß mit sadh fünfzig Jahren-

Spuren ihres Ursprungs unto fteht im friedlichen

Arbeit mit ihrer alten Geg Die Stabt Gießen banlbar des Ereignisfes Granberten ihren Namen& Glannt machte, bas bem ba bar Ruhm verschaffte, einer Lebens zu fein; des Ereig matig gefördert hat. Ineb Sprinafium Anlaß, dieses es darf ja sein Bestehen auf der es als akademisches B

Polizeistelle, der Nordamerika und Ungarn sich noch nicht verflossenen Jahrhunderte bie

angeschlossen haben. Die Hauptaufmerksamkeit des Natio nalfomitees ist auf die Theateragenturen gerichtet, die für sogenannte Kunstschulen 14- bis 16jährige Mädchen an werben, um sie später nach dem Auslande zu verkaufen. Auf der nächsten internationalen Konferenz 1906 soll der Vor­

schlag gemacht werden, daß Theateragenturen dem Kau- afte zum Universitätsbefud tions- und Konzessionszwang zu unterstellen seien. Auf der Darmstadt. Und wenn Tagesordnung der jetzigen Konferenz steht unter anderem fich vereinigt, um das Ju

auch die Umwandlung der nationalen Komitees" in einen ,, Deutschen Verein zur Bekämpfung des Mädchenhandels", der sich über alle größeren Städte des Reiches erstrecken wird. Der Sitz des Vereins soll in Berlin bleiben. Der neue Ver­ein zur Bekämpfung des Mädchenhandels dürfte zweifellos der größte deutsche Verein werden, da die von dem deutschen ,, Nationalfomitee" eingeleitete Bewegung für den Schutz junger Mädchen in den weitesten Kreisen der Bevölkerung lebhafte Anerkennung gefunden hat. So liegen schon jetzt in der Geschäftsstelle des deutschen Nationalkomitees 1569 Anmeldungen zur Mitgliedschaft für den neuen Verein vor. Außerdem hat eine größere Anzahl Vereine ihren Anschluß angekündigt.

Hus dem Gerichtssaal.

§ Den Gatten getötet und doch freigesprochen. Das Schwurgericht in Berlin verhandelte gegen die 35jährige Witwe Amanda Wenzel, die ihren Mann mit Starbol über­gossen hatte, wobei er so verlegt wurde, daß er nach einigen Tagen starb. Wie sich im Laufe der Verhandlung heraus­stellte, hat die Frau eine Hölle auf Erden durchlebt. Der Mann verpraßte seinen Verdienst mit lüderlichen Weibs­bildern, behandelte die Frau wie ein Unmensch und ließ sie samt ihrem Töchterchen hungern und darben. In einer Stunde völliger Verzweiflung griff sie zur Karbolflasche und schüttete die Flüssigkeit über ihren Peiniger. Die Frau bereute ihre Tat tief. Sie hat nicht geglaubt, daß ein töt­licher Ausgang eintreten könnte. Die Geschworenen gaben ihre Stimmen für Nichtschuldig" ab und so wurde Frau Wenzel freigesprochen.

daun wird man auf die bladend seine Gebanten 100. Oftober 1605, an de Gelehrtenrepublit fonftitu gefeierten Univerfitat

** Der Großherz Eltaatsminister Rothe un

** Der Großherz Siser zu Reichelthei flle zu Alten- Buse Römheld zu Winge fille daselbst übertragen

ahl für die Pfarrftell ** Zur Landtag fungen abgehaltene Bertr fir die kommende Landta 2: öhler Langsdor ngen Lich aufzuft Suchten Bersammlung wur di Sutereffen des Bauer berficherte, mit ganzer Kra Sahlrecht eintreten zu b

haben im Wahlbezirt Atationalliberalen den b Bindiefer und die Bau Munmehr hat sich eine einen Nauheimer Kandid

Bur Dreihundertjahrfeier der Vorläuferin der bem Wahlkreise aller

Bur

Landesuniversität. ( Schluß)

In lebhafter Spannung und Anteilnahme verfolgten in diesen Auguft- und Semptembertagen 1605 die geiftig Interessierten im ganzen Lande und, wie manche Briefe zeigen, auch über deffen Grenzen hinaus, die Entwickelung der hessischen Universitätsfrage. Mit besonderer Freude aber erfuhren die Bewohner Gießens, daß gerade ihre Stadt zum Siz der Hochschule ausersehen sei. Denn in Oberhessen­

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gagenüber.

** Die Hauptver barbandes des Deutsche

ban 15. Oftober in Off beins( Goethestraße 1 gimmen vormittags 11 1 1 Jahresbericht des Bou milaftung des Schahzareif fir 1905. 4. Neuwahl Spauptversammlung in S RB. Am 1. Novem Bon der Reichsbanfftelle Bm fuebenstelle mit Garoverfehr eröffnet werd ** An Stelle de Bellert hat Uniber dole Leitung des Kron

so wollten es die leitenden Persönlichkeiten, nicht süblich gaben( Generalleutnant

des Maines, sollte die Schule erblühen; dem Feinde ( Marburg) gegenüber sollte sie den Andersgläubigen ein Stein des Anstoßes, den Lutheranern aber ein Fels sein, auf den sie sich auch aus dem Lande ihres Berfolge flüchteu tönnten. Daß man unter den oberhessischen Städten gerade Gießen wählte, hatte seinen Grund in der günstigen Lage der Stadt in fruchtbarer Gegend und an der großen Frankfurter Straße.

Unter großem Jubel der Gießener und der zahlreich herbeigeeilten äfte konnte dann am 10. Oftober der fürst

nommen.

tt. Stadttheater

Don Monna Bann

liche Kanzler Johann Strupp von Gelnhausen im Ramen werden, daß Fel. Ma

des Fürsten die Schule eröffnen. Die firchliche und die akademische Feier verliefen so schön, daß Strupp bebauerte,

rolle präsentieren wir

Mainz, der erste Se erhältniffe am frühe

seinen Landesherrn nicht bei dem herrlichen Actu" anwesen Bartie des Guido zu

zu sehen. Winckelmann erhielt das erste Rektorat.

Freilich waren bei der Eröffnung nur zwei schwach besetzte Fakultäten vorhanden, die theologische mit zwei, be philofophische mit fünf Professoren, daneben eine vierklaffigt Vorbereitungsschule, das Pädagogium. Die Stadtverwaltun hatte im alten Rathause Unterrichtsräume für die Schule Herrichten lassen. Bald werden sie thnen zu eng geworden sein; denn schon bei der Eröffnung waren etwa 130 Studenten und 70 Shüler vorhanden, und weitere tamen bald nach, besonders auch von Marburg. Das rasche Aufblühen ber hessischen Hochschule ift in erster Linie den vorzüglichen Lehrkräften zu danken, worunter( neben den genannten Theologen) besonders Christoph Helwig und Konrad Dieterich in der philosophischen Fakultät Hervorragendes leisteten. Wenige Wochen nach der Eröffnung der Hochschule wurde auch eine juristische Fakultät mit zwei Brofefforen eingerichtet, der in folgendem Jahre die medizinische, vorerst mit einem Brofessor, folgte.

War die Schule somit auch äußerlich vollständig, gefeftig war sie darum noch nicht. Eine Seuche drohte t Studenten zu vertreiben, und an Anfeindungen vor

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Am 25. Ottober