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Nr. 188.
Zweites Blatt.
Defertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberen, die Kreise Weglar unb Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 fs. battion u. Saupterpebition: teßen, Seltersweg 88. Fernsprechenschluk r. 862.
Samstag, den 12. August 1905.
Gießener
14. Jahrgang
Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Vfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Neuelle Nachrichten
( Gießener Tageblatt)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.
Erntezeit.
[ Politische Wochenschan.]
Wann für unserer Hände Fleiß die Natur den Erntesegen bringt oder vorenthält, das ist in bestimmte Zeiten geordnet, deren Dauer wir kennen. Wir wissen, wann wir fäen müssen, und wir wissen die Zeit der Ernte voraus; nur das Maß des Ertrages fennen wir nicht. Ob vielfältige Frucht unsere Mühe lohnen, ob Mißwachs oder Dürre unsere Hoffnung täuschen wird, das bleibt unserem Auge verschlossen, bis unsere Hoffnung erfüllt oder das Mißgeschick Wirklichkeit geworden ist. Auch unserem sonstigen Tun, es sei auf moralischem oder auf politischem Gebiet, ist sicher ein Tag der Garben" vorausbestimmt. Aber die Frist der Reife nach Monden und nach Tagen" ist unserem Wissen verhüllt. Wir dürfen bei der Aussaat nicht mit einer an die Stunde gebundenen Ernte rechnen, dürfen den Mut nicht verlieren, wenn lange, lange fein Reifen sich zeigen will, dürfen Hoffnung und Tatkraft nicht aufgeben, wenn das ausbleibende Blühen unserer Ungeduld spottet. Unter denen, die das Samenkorn dem Schoß der Erde anvertrauen, ist einzig der Forstmann in ähnlicher Lage. Sein ganzer Beruf ist darauf gestellt, daß er erntet, was er nicht gefät hat, und daß er sät, was er nicht ernten wird. In des Forstmanns Herzen halten Dankbarkeit und Resignation einander die Wage. Dem Staatslenter ist ein ähnliches Los beschieden. Die Gegenwart nimmt alle seine Kräfte in Anspruch, und einer unbekannten Zukunft gehört in der Regel die Frucht. Darum muß er mit vorschauendem Sinn begabt und mit Selbstlosigkeit gewappnet sein, damit er nicht ermüde und in seiner danklosen Arbeit nicht erlahme. Nur selten und in weiten Zwischenräumen ist ihm beschieden, noch selbst das Ergebnis seiner Mühen zu sehen und sich daran zu freuen. Ein solcher seltener Zeitpunkt ist jetzt eingetreten. Die Früchte der vorsichtigen und vorschauenden deutschen Politik liegen zutage. Gefahren mannigfacher Art hatten sich gehäuft, während der Horizont frei, der Himmel unbewölft schien. In aller Stille wurde rastlos gearbeitet, sie zu zerstreuen, und das schwere Werk war bereits gelungen, als die ersten Nachrichten von einer Bedrohung verspätet auftauchten, die Sonne gesicherten Friedens leuchtete schon wieder, als der Nachhall verflossenen Gewitterrollens die bis dahin sorglose Welt aufzuschrecken begann. Man fing von dem Marokko konflikt zu sprechen an, als diesem Konflikt die Schärfe genommen war; die Beziehungen zu England hatten die alte freundliche Gestalt angenommen, als man von ihrer Trübung Kenntnis crhielt. Bei Gelegenheit des Kaiserbesuchs in den Ostmarken erfuhr die Welt von dem schönen Wort, das der greise Papst Leo XIII. segnend und gleichsam als cin verpflichtendes Vermächtnis zu Kaiser Wilhelm gesprochen, und dieses Wort des Papstes war die Frucht einer langen, in der Stille tätigen, zielsicheren Politik. Und wenn jetzt frohe Aussicht vorhanden ist, daß die wirtschaftlichen Streitigkeiten, die den inneren Frieden in Sa chien Thü. ringen, in Rheinland- Westfalen und noch anderen Gebieten des Vaterlandes erschüttern, große R dustrien und Zehntausende von Arbeiterfamilien in Not und Bedrängnis bringen wollten, gütliche Erledigung auf Grund verständigender freiwilliger Vereinbarung finden werden, so ist auch das keine zufällige, aus augenblicklicher Stimmung emporsteigende Erscheinung, sondern eine Segensfrucht der seit Jahrzehnten mit Ausdauer verfolgten Sozialpolitik und Sozialgesetzgebung, eine Ernte früherer Aussaat.
Doch nicht das Gute allein, auch das Ueble trägt Frucht, und die schlimme Saat der Eltern bringt den Kindern böse Ernte. Die mangelnde Pflege des Reichsgedankens, die einseitige Bevorzugung des nationalistischen Prinzivs die übrigens nicht aus Grundsatz und in Ueberzeugungstreue, sondern von furzsichtigen Staatsmännern um flüchtiger Tagesvorteile willen geübt wurde, hat in Desterreich Ungarn geradezu verwüstend gewirkt. Träger des Reichsgedankens ist in Desterreich- Ungarn eigentlich nur noch Kaiser Franz Josef, der vergeblich nach verständigen Helfern ausschaut und in harter Vereinsamung den Kampf durchzuführen suchen muß, den die Berater früherer Lage ihm als trauriges Erbteil zurückgelassen haben. Jede der unter dem habsburgischen Szepter vereinigten Nationalitäten hascht nach einem Zipfel des Reichsmantels, um daraus ein Wams für sich allein zurechtzuschneidern. So droht dem Mantel Rersegung, und was alle Glieder wär
atag, den 13. August mend und schützen umschließen konnte, wird untauglich für
ferbieren.
bochachtungsboll Ludwig Wagner.
fensteine
trid
Leihgestern.
Bahnverfandt werden prompt
rt.
jedes einzelne Glied. Daß es dahin kommen konnte, daran haben lange Generationen in fehlgreifendem Eifer gearbeitet.
In Frankreich hat der Deputierte Jaluzot durch waghalsige Spekulationen viele Millionen verloren, die ihm nicht gehörten, und einen Zuckerkrach hervorgerufen, der weite Kreise des Landes wirtschaftlich schwer schädigt. Selbstverständlich will man ihn zur Verantwortung ziehen; doch ist es fraglich, ob das gelingen wird. Wir sind von pharisäischem Urteil über solche Vorkommnisse fern. Auch andermärts hat es betrügerische Spekulanten gegeben, auch andermärts ist es skrupelloser Gewandtheit schon gelungen, den Maschen des Strafaeiebes zu entschlüpfen. Auch ander
wärts hat eigensüchtiges Strebertum den Versuch gemacht, sich hinter„ patriotischer Gesinnung" zu verbergen. Daß aber der Entlarbte es noch wagen darf, seine politische Rolle weiter zu spielen und sich für einen Märtyrer auszugeben, für ein Opfer der Feinde seiner vaterländischen Gesinnung, das ist anderwärts jedenfalls nicht so oft dagewesen. Im französischen nationalistischen Lager ist der Skandal die Regel, sind Männer wie Jaluzot und Syvetot diesen schmuzigsten Menschen, den die eigenen Angehörigen zum Selbstmord zwingen mußten, deckt bereits wohltätige Vergessenheit keine vereinzelten Erscheinungen. Mit Verleumdung, Fälschung, parteiischem Gericht hat der französische Nationalismus die Herrschaft zu gewinnen gesucht, er hat alle schlimmsten Laster sich selbst eingeimpft. Was er ausgesät hat, das ist aufgegangen: die Syvetot und Jaluzot bilden die Ernte.
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Auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika sind die Vertreter Japans und Rußlands in ver= gangener Woche zusammengekommen, um über den Frieden zu verhandeln. Der Friedensschluß wird die Ernte für beide Teile darstellen: Japan wird die Früchte emsiqer Arbeit einheimsen, Rußland für sein verhängnisvolles Regierungssystem zu büßen haben, das Riesenkräfte zusammenraffte, nur um sie zu lähmen.
Die früchte des Zeitungsin erats.
Die Notwendigkeit des Annoncierens dürfte heute kaum noch jemand in Zweifel ziehen. Jeder Kaufmann weiß, daß die Prosperität seiner Geschäfte im direkten Verhältnis steht zu dem Gelde, das er für Annoncen ausgibt. Aber das ist vor allem auch eine Kunst, die bei denen, die sie ausüben wollen, Geist, Ueberredungskraft, Klugheit und sogar Psychologie voraussetzt. Das beweist eine Geschichte, die augenblicklich in London viel besprochen wird. Ein Londoner Kaufmann hatte in der Kirche während der Sonntagspredigt seinen Regenschirm verloren, einen ganz neuen Regenschirm. Um den Regenschirm wiederzuerlangen, veröffentlichte er in einem bielgelesenen Blatte nachstehende Annonce:„ Verloren gegangen ist in der Vorhalle der Petersfirche legten Sonntag ein schöner seidener Regenschirm. Wer ihn dem Eigentümer( 10, High Street) wiederbringt, erhält eine gute Belohnung. Es vergingen mehrere Tage; eines Morgens erschien unser Mann in der Expedition der Zeitung: Ich habe," sagte er, das Vertrauen zu dem Annoncieren verloren. Ich habe bis jetzt für Annoncen schon zweimal soviel ausgegeben, mein Regenschirm wert ist." ,, Verzeihung," sagte der Chef der Annoncenabteilung, ,, wenn Sie feinen Erfolg erzielt haben, ist es nur Ihre eigene Schuld. Sie haben die Sache nicht richtig angefangen. Versuchen Sie es noch einmal, aber lassen Sie mich die Annonce auffeßen." Und er schrieb:„ Wenn das Individuum, das, wie genau beobachtet worden ist, letzten Sonntag aus der Vorhalle der Peterskirche einen ihm nicht gehörenden seidenen Regenschirm mitgenommen hat, sich große Unannehmlichkeiten ersparen und den Ruf eines ehrlichen Christen, auf den es doch so großen Wert legt, behalten will, soll es besagten Regenschirm sofort nach High Street 10 bringen. Sein Name ist bekannt und wird, wenn der Regenschirm nicht binnen 24 Stunden zurückgegeben ist, in der übernächsten Nummer dieses Blattes preisgegeben werden." Diesmal hatte die Annonce eine grandiose Wirkung. Eine Stunde nachdem sie in der Zeitung erschienen war, fand der Held unserer Geschichte in der Vorhalle seines Hauses zwölfseidene Regenschirme; an fast allen waren mit Stecknadeln kleine Zettelchen befestigt, auf welchen er höflich ersucht wurde, die unangenehme Geschichte nicht weiter zu verbreiten.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Haftung des Rechtsanwalts. Das Reichsgericht entschied, daß der Rechtsanwalt, der gegen Vergütung in Rechtssachen dem Anfragenden bestimmtes Verhalten oder Vorgehen anrät, für die Nachteile zu haften hat, die der von ihm Beratene durch seinen Rat erleidet, wenn dieser Rat sich als in fahrlässiger Weise erteilt erweist. Der Rechtsanwalt tritt zu dem Anfragenden in ein Schuldverhältnis, das ihn zur Sorgfalt verpflichtet. Läßt er diese außer acht, so ist er für die Folgen haftbar.
§ Gemildertes Kriegsgerichtsurteil. In Altona fand bor dem Oberkriegsgericht des 9. Armeekorps die Verhandlung gegen die beiden Landwehrleute Strauer und Krogmann statt, die wegen Subordinationsvergehen am 4. Juli bom Kriegsgericht der 17. Division zu 7% resp. 6 Jahren 2 Monaten Gefängnis verurteilt wurden. Gegen das Urteil hatten sowohl die Angeklagten wegen zu hoher, wie der Gerichtsherr wegen zu geringer Strafe Berufung eingelegt In der jezigen Verhandlung hatte der Vertreter der Auflage gegen Strauer eine Gesamtstrafe von 2 Jahren 6 Monaten, gegen Krogmann 1 Jahr 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung eines Monats auf die Untersuchungshaft beantragt. Das Oberkriegsgericht verurteilte Strauer zu 1 Jahr 2 Monaten, Krogmann zu 1 Jahr 1 Monat Gefängnis.
Kunft und Wissenschaft.
RK Professor Dr. Wilhelm Onden † t. In Gießen ist der berühmte Historiker Wilhelm Oncken gestorben. Die Wissenschaft verliert in ihm einen bedeutenden Geschichtsforscher. Besonders seine Werke über die jüngere und jüngste vaterländische Entwickelung stehen in hohem Ansehen. Er wurde am 19. Dezember 1838 in Heidelberg geboren, besuchte die Universitäten seiner Geburtsstadt, Göttingen und Berlin, habilitierte sich 1869 als Privatdozent in Heidelberg, wurde daselbst 1886 außerordentlicher Professor, 1870 ordentlicher in Gießen. Onden war auch hessischer Landtags- und deutscher Reichstagsabgeordneter.
MN Gerettete Nordpol- Expedition. In Henningsvaag auf Finnmarken ist das Entsaßschiff Terra nova" mit der Zieglerschen Nordpol- Erpedition angekommen. Das Schiff der Expedition," Amerika", wurde am 22. Januar 1904 in Teplitbaŋ durch den Druck einer Eisstammg vernichtet. Die Teilnehmer der Nordpolfahrt blieben jedoch wohlbehalten; nur ein Norweger namens Mähre ist gestorben. Die Erpedition machte 1904 den Versuch, den Nordpol zu erreichen. Der Leiter der Expedition Fiala erklärte, daß die von früheren Expeditionen angelegten Depots große Hilfe geleistet hätten. Die Nordpolfahrer sollen nur bis 82 Grad 13 Minuten gekommen sein.
Vermischtes.
- Die Folgen des Sprachführers. edrich Wilhelm Dünemann aus Köln ist in Paris. Er ka die ersten zehn Seiten seines Sprachführers am Schni en austvendig, also faan ihm in der Stadt mit der frem. Sprache nichts passieren. Er vermag ganz forrekt auf Französisch ſich folgendermaßen auszudrücken: Verzeihen Sie, mein Herr, tvenn ich Sie störe. Gestatten Sie mir eine Frage?- Aber gewiß, mein Herr; was steht zu Diensten? Ich bin zum erstenmale hier, kenne keine Seele, können Sie mir cinen Führer empfehlen? Bitte, ver igen Sie über mich. zu gütig, mein Herr, mit went habe ich die Ehre- Mein Name ist Josef Müller...?- So steht's schön übersetzt
im Sprachführer, und Friedrich Wilhelm Dünemann macht alsbald bei einem vertrauenerweckenden Herrn Gebrauch davon. Wie sich das trifft, genau stimmen auf die Fragen die Antworten, wie sie im Buche stehen. O, zu gütig, mein Herr, mit wem habe ich die Ehre?" Der" Pariser" muß lachen.„ Mein Name ist Josef Müller..." Dünemann wird es heiß und kalt. Ja," meint der andere plötzlich in flarem Deutsch mit gemütlichstem Kölner Tonfall, ich hab' den gleichen Sprachführer wie Sie und wollt' mal sehen, wer von uns die Geschichte am besten runterschnattern kann."
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= Früchte der Vereinsmeierei. In Bommern bei Witten hat sich vor kurzem ein Verband der organisierten Kostgänger" gebildet. Das erste Thema, mit dem sich der Verein beschäftigte, lautete natürlich: Wie verbessern wir unsere Lage?", und daran schloß sich flugs das andere: Wie verbessern wir unsere Nahrung?" Ein Spaßvogel hatte darauf schnell die rechte Antwort: er riet allen Kostgängern, sich schnellstens in den Ehestand zu begeben. Ein noch seltsamerer Verein ist in Oberhausen im Entstehen. Dort wird mittels Zeitungsannonce zur Bildung eines Vereins der Buckligen aufgefordert und jedermann zur Teilnahme eingeladen, der mit einem kräftigen Ast gesegnet ist".
= Aberglaube in Rußland. In dem Orte Swiza Krivza in der Krim hatte große Trockenheit die gesamte Ernte vernichtet. Die Bevölkerung schob die Kalamität auf einen vor furzem verstorbenen alten Mann, seit dessen Beerdigung fein Regen mehr gefallen war. Um den Geist des„ Bauberers" zu besänftigen, wurde die Leiche, einem alten Volksgebrauche zufolge, um Mitternacht ausgegraben, damit der Pope sie mit heiligem Wasser besprenge. In feierlicher Prozession begab sich die Bevölkerung auf den Kirchhof, wo um den gegen einen Baum sizenden Leichnam des" Zauberers" unter Musik- und Gesangstönen die Bauern einen seltsamen Tanz aufführten. In diesem Augenblick erschien der Pope; allein anstatt das heilige Wasser zur Anwendung zu bringen, schalt er die Bauern wegen ihres gotteslästerlichen Aberglaubens. Dadurch zur Wut entflammt, erklärte man den Priester für den eigentlichen Zauberer, in den der Geist des Toten gefahren sei, stürzte ihn in das offene ab, warf den Leichnam hinterher und schüttete Erde und Steine darüber. Als am Tage darauf die von Frauen benachrichtigte Bolizei das Grab wieder öffnete, war der Pope längst erstickt.
Das höchste Alter. In Augusta( Georgien) ist im Alter von 135 Jahren eine Negerin gestorben. Es ist dies das höchste, bislang beobachtete Alter, zu dem es ein Mensch gebracht hat. Die Greisin hatte sich bis in die letzten Monate ihres Lebens stets der besten Gesundheit erfreut, und die Sehkraft ihrer Augen war bis zu ihrem Tode eine ungetrübte. Ihre Jugend verbrachte sie als Sklavin. Später pflegte sie sich stets der schönen Zeit zu erinnern, wo sie in heiterer Sorglosigkeit als Sklavin das Brot gütiger Herren aß. Ihren Urenkeln erzählte sie gern von der Grundlegung der Kirche in Augusta, welche vor 123 Jahren stattgefunden hat und wobei sie im Chor mitsang.


