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nunmehr bekannt geworden. Sie gibt ein bezeichnendes Bild von der Wandlung in der Zärtlichkeit der Eheleute. m ersten Jahre weist die Schmaß- Statistik die respektable Zahl von 36 500 Küssen auf, also pro Tag rund 100 Stück. Schon im zweiten Jahre sind es nur noch 50 für den Tag, im dritten bleibt es schon bei 10, und nach fünf Jahren gibt es noch zwei Küsse, den obligaten Gutenmorgen- und Gute rachtkuß. In der Folgezeit hat es gar bei gelegentlichen ver. einzelten Küssen sein Bewenden. So wandeln sich die Ehe

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zeiten! Brandschaden bei einem amerikanischen Theater. In Red Bank im Staate New- Jersay brannte dieser Tage das Opernhaus nieder. Das Feuer entstand in der Morgen­frühe, also zu einer Zeit, da niemand im Theater war. Der Befizer gibt seinen Schaden auf 140 000 Mark an. Die Boston Ideal Opera- Compagnie, die dort Vorstellungen gab, hat ihre ganze Garderobe eingebüßt, sie erleidet einen Scha­den von 40 000 Ma

Die Gemsen des Kaisers. Das Oberjägermeisteramt des Deutschen Kaisers hat den Wildparkbesizer Täuber in Meidling im Thal beauftragt, Gemswild aus dem steierischen Hochgebirge für Kaiser Wilhelm zu beschaffen. Vor ein paar Tagen ist die Sendung nach Berlin abgegangen. In be­quemen, inwendig ausgepolsterten Kisten sind ein kapi­taler, vierjähriger Gemsbock und vier dreijährige Gaisen berladen worden.

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Das improvisierte Erntedankfest. Wenn in England die Moorhühnerjagd aufgeht, ist für die Nimrode kein Halten in den Städten mehr, es geht hinaus ins Freie. Ihrer Acht hatten sich ein einsames Moor in Lancashire gesichert, um nach Herzenslust auf das Flügelwild zu pirschen. Inmitten der weit verstreuten und recht armen Gemeinde steht ein Kirchlein. Als der Pfarrer hörte, daß acht reiche Stadtherren zur Jagd zu erwarten seien und sicher, dem Brauche ent­sprechend, am Sonntag den Gottesdienst besuchen würden, arrangierte er schnell ein Erntedankfest, bei dem in England stets eine Kollekte gehalten wird. Das Ergebnis war acht Goldfüchse, ein Schilling und drei Penny in kleineren Münzen. Der Pfarrer hatte sich also in den Jagdgästen nicht getäuscht.

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Das Ende des Gordon Bennett- Rennen. Durch das Weigern des französischen Automobilklubs, an dem inter­nationalen Gordon- Bennett- Rennen nicht mehr teilzuneh­men, sondern ein eigenes Rennen zu veranstalten, kann der Gordon Bennett- Pokal nicht mehr ausgefahren werden. Das prächtige Schaustück ist jetzt seinem Stifter zurückgegeben.

Lokales.

12. Jult 1905.

** Das Großherzogspaar ist Montag Mittag auf Gut Hemmelsmart bei Eckernförde zum Besuche des Prinzen Heinrich eingetroffen.

*** Der Großherzog hat dem Pfarrvikar Wilhelm Vogel zu Wallenrod die evangelische Pfarrstelle zu

Ober- Lais, Dekanat Nidda, übertragen.

-tw. Feuerwehrjubiläum in Gießen. Die Fest­vorbereitungen naben ihrem Ende, was noch zu geschehen hat, kann nur in den letzten Tagen vor dem Feste erledigt werden. Die beiden Feuerwehren leben nun in Spannung, welches Entgegenkommen ihr Jubiläumsfestes bet der Bürgerschaft finden wird. Der allseitige Häuserschmuck und die Feststimmung ist bei den Gießnern mit dem Beginn

des Festes etwas selbstverständliches, aber auch die Be­teiligung an den Festveranstaltungen selbst sollte als Ehrensache den beiden Wehren gegenüber ols Pflicht, er­fannt werden. Am Freitag Abend findet in der Fest­halle Probe der Gesangvereine und Probebeleuchtung statt, auch werden die Feuerwehrleute Festaufstellung nehmen. Samstag Abend ist Eröffnung des Festes, der Fest fommers, woran sich alle Vereine beteiligen werden. Der voraus­gehende Bapfen streich passiert Lindenplatz, Marktlauben­straße, Brandplatz, Sonnenstraße, Neuen Bäue, Neuenweg,

Kreuzplaß, Mäusburg, Marktstraße und Neustadt. Sonntag früh 6 Uhr bewegt sich der Weckruf durch folgende Straßen: Feftplay, Nordanlage, Afterweg, Steinstraße, Marburgerstraße, Ostanlage, Südanlage, Bleichstraße, Ludwigstraße, Alicestraße, Bahnhofstraße, Neustadt. Der Festzug nachmittags geht vom Walltor aus nach dem Lindenplatz, Martiplaß, Schulstraße, Neuen Bäue, Garten­straße, Stephanstraße, Bismarckstraße, Ludwigstraße, Goethe­Straße, Löwengasse, Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter­straße, Seltersweg, Kreuzplaß, Mäusburg, Martt, Markt­Straße und Neustadt. Gelegentlich des Festessens am Sonntag Mittag 1 Uhr( Gedeck 150 Mt.) werden sämt­liche offizielle Reden gehalten auch die fremden Feuerwehren begrüßt werden. Das weitere besagt das Programm. RM. Zum Fall Chelins. Die Voruntersuchung gegen den seit Mute Mai wegen Vergehens gegen§ 175 in Untersuchungshaft befindlichen Beh. Oberbergrat Professor Dr. Chelius ist nunmehr abgeschlossen. Von verschiedenen Seiten ist man nun bestrebt, die Behauptung aufzustellen, daß Chelius sich der Vergehen im Zustande geistiger Störung fchuldig gemacht habe. Der Gefängnisarzt soll jedoch durch seine Beobachtungen während der Untersuchungshaft zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß Chelius geiftig normal ift, zudem er sich auch fortgesezt mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Voraussichtlich wird Chelius nunmehr zur weiteren Beobachtung einer Jrrenanstalt überwiesen werden.

GH. Schuhsches Künkler- Quartett. Selten, sehr selten gestattet uns ein gütiges Geschick in den Bannkreis einer Kunst zu treten, wie ihn das Schuhsche Quartett aus­strahlt, das gestern Abend im Neuen Saalbau" sich den Gießener Musitfreunden vorstellte. Alles ist wahr und echt, tief empfunden und verklärt. Mit mächtigen Impulsen brechen die Töne von den Lippen, herzenswarm und seelenvoll singt das Quartett hinaus, und dann lauscht es. Und ringsum wird es lebendig, überall lebt und webt es, in allen Tiefen rühren sich verwandte Klänge, bis die Seele aufglüht in Daseinsluft und Daseinsschmerz und sie mit tausend Wonnen die Brücken in das Al, nicht das Unendliche, findet, denn alles Rationalistische ist der Kunst feind. Leise, ganz facht wanden die Künstler die Gestaltungskraft des Lauschenden

aus den Fesseln und hoben sie empor, bis sie erstarkte und frei in beseligendem Schöpfertrieb sich selbst die Welt baute. Selten nahen dem Menschen die Augenblicke, von denen der Dichtermu b singt, daß er in solchen dem Welteng iste näher ist als sonst. Das Schubsche Quartett brachte uns sie. Seine Gesangsfunft war ganz, vollendet. Wir lehnten uns zurück, schlossen die Augen und fannten nichts Fremdes, Außen­stehendes mehr. Wir bewachten die Kunst eifrig wie die tönigliche Blume, damit der scharfe Stahl falten kritischen Interesses nicht zu früh durch sie hinschnitte. Der Tenor des Herrn Schuh durchlief mühelos die Passagen bis zu den höchsten Höhen hinauf und größte Anerkennung ver dienen auch die Lässe, die tiefer und tiefer herabstiegen, immer in Wechselbeziehungen und immer im Ausgleich mit den Tenören ein wohliger Zusammenklang, eine feltene Harmonie! Ohne an Kraft einzubüßen oder an Wirkung zu verlieren, wurden sämtliche Biecen gegeben, ja, der Beifall war so intensiv und das Publikum begehrte so stürmisch da capo, daß es sich nur durch Wiederholungen und Extra- Einlagen beschwichtigen ließ. Auch die humoristischen Beigaben wir schreiben ausdrücklich Beigaben, denn der Humor erregt stets bedenkliches Kopfschütteln bei dem Kunst­tenner wurden dankbar als die süß- saure Frucht entgegen­genommen, die uns eine gütige Fee bricht, bevor sie uns aus den geweihten Räumen zur Alltäglichkeit entläßt, damit der Uebergang ein nicht allzu schroffer sei. Das Schuhsche Quartett hat es verstanden, mit einem Schlage das Gießener Bubitum zu gewinnen, das sonst gerade in musikalischen Dingen sehr reserviert ist.

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** Rentabilitätsberechnungen landwirtschaft licher Betriebe. Im Preisbewerbeplan der landwirts schaftlichen Landes und Jubiläums- Ausstellung zu Mainz ist in der Wissenschaftlichen Abteilung" in Klasse 13 ein Preisbewerb für Aufstellung von Rentabilitätsberechnungen landwirtschaftlicher Betriebe vorgesehen. Diejenigen Land­wirte, welche gesonnen sind, an demselben teilzunehmen, sind gebeten, sich die vom Landwirtschaftsrat hierfür festgesetzten Formulare schicken zu lassen und ihre Anmeldung zur Teil­nahme am Breisbewerb unter Einsendung der ausgefüllten Formulare bis spätestens 15. Auguft einzureichen. Es fönnen nur solche Landwirte zu diesem Preisbewerb zuge­lassen werden, die ihre Angaben und Berechnungen auf eine mehrere Jahre geführte geordnete Buchführung ftüßen fönnen. Der Landwirtschaftsrat behält sich vor, durch be­auftragte Sachverständige die Fragebeantwortung an Hand der Büchführung nachprüfen zu lassen. Es sind: erste Es sind: erste Preise zu 50 Mt., zweite Preise zu 20 Mt. vorgesehen, eventuell Staatsmedaillen, Ehrenpreise. Anfragen sind straße 78, zu richten. an den Hessischen Landwirtschaftsrat, Darmstadt, Bismarck­

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( Jagdschlößchen Dutenhofen) wurden heute mehrere große w. Reicher Fischzug. Auf der Weberschen Fischerei Hechte, darunter einer von 173/4 und mehrere von 7-9 Pfund, gefangen. Die Fische sind im Gießener Fischhaus in der Sonnenstraße 30 zu sehen.

Kriegsfuß mit der Orthographie scheint ein Herr H. zu leben, *** Die böse Orthographie. Auf bitterbösem der einer Gießener Firma in folgender Weise sein Anliegen borträgt:" Ich Bütte also Freundlich mir Umkehendt durch den ich wiell Jine durch eine Post Anweisung einen Betrag eine Post Kartte genau Fren Wonordt zurief zu schreiben, zu senden Umkehendt. Vülle Grüße an die Vermilge. H."

-tv Grünberg, 11. Juli. Unser Turnverein ver­anstaltet am 13. Auguft ein Schau- und Wetturnen.

+ Laubach, 11. Juli. Ferien- Kolonie. Gestern sind hier 28 Frankfurter Knaben unter Aufsicht ihrers Lehrers zum vierwöchigen Aufenthalte eingetroffen. + Laubach, 11. Juli. Der Sparkafferrechner ßwalo dahier ist gestern einem längerem Leiben erlegen.

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Osthofen. Der Schreibgehilfe Ferdinand Schüß aus Buzbach ist zum Steuerkommissariatsgehilfen bei dem Steuerkommissariat Osthofen ernannt worden.

?? Butzbach, 11. Juli. Der Maurerausstand ist durch eine Lohnerhöhung beendet worden.

Nieder- Florstadt, 11. Juli. Ländung. Die Nidda ländete den 68jährigen Bäcker Walter aus Nidda, der unglücklicher Familienverhältnisse halber ins Wasser ge­gangen war.

§ Eberstadt, 11. Juli. Postalische Umteilung. Seit einiger Zeit. läuft hier das Gerücht um, daß unser Drt, der seit 2 Jahren zum Poftamt Münzenberg gehört, demnächst in den Bezirk des Postamts Lich einbezogen werden soll. Den Wünschen der Bewohnerschaft entspricht diese Umteilung wegen der weiten Entfernung des Licher Poftamts aber wenig. Am zweckentsprechendsten wäre es, für Eberstadt, Torf- und Hof- Güll eine Post- Agentur zu errichten.

? Marburg, 11. Juli. Selbstmord eines Lehrers. In dem benachbarten Orte Wetter hat sich der 26jährige aus Rothenburg a. d. Fulda gebürtige Lehrer Gans er­schossen. Gründe unbekannt.

A Ilbeshausen, 11. Juli. Im Vogelsberg projeftiert man in der Nähe des Kurortes Hochwaldhausen die Anlage eines künstlichen Gebirgssees. Die Großh. Regierung steht dem Blane sehr sympathisch gegenüber. Der See sol die Abmessungen von 1000: 300 m erhalten.

* Reinhardsquelle bei Wildungen, 11. Juli. Frequenz. Hier herrscht jezt ein lebhafter Verkehr. Die in Villa Görner sowohl wie auch in den anderen Villen 2c. zum Vermieten an Kurgäste und Sommerfrischler eingerichteten Räume sind fast sämtlich bescht Außerdem aber wird die Reinharde quelle infolge ihrer unmittelbaren Lage bei Wil­du: gen von sehr vielen Wildunger Kurgästen besucht. Die herrlichen von Herrn Görner geschaffenen Anlagen des Kur­parks lohnen aber auch tatsächlich einen Besuch der idyllisch gelegenen Reinharde quelle. Ebenfalls erfreut sich das neu­gebaute Badehaus einer zunehmenden Frequenz und werden die Mineralbäder der Reinharde quelle als ganz vorzüglich bezeichnet. Der Wasserversandt der Reinharde quelle ist in

diesem Jahre ein sehr guter, denn bis Anfang Jult waren bereits über 100 000 Flaschen versandt.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Bei Ausbruch des

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Gießen, den 11. Juli 1905. Binßer von Schliß wurde wegen farhlässigen Bankerotts Der zu Staßfurt wohnhafte Kaufmann Richard Konkurses über sein Vermögen stellte es sich heraus, daß zu 20 Mt. Geldstrafe verurteilt. Zwei Schüler zu Gießen haben mittels Einsteigen einem er die Biehung der Eröffnungsbilanz unterlassen hatte.- Weißbinder einen Topf Farbe und einen Bewohner der Schüßenstraße einen Stallhasen entwendet. Der eine er­hielt 2 Tage und der andere ein Tag Gefängnis. Der praktische Arzt Dr. Julius Braun zu Herbst ein war wegen fahrlässiger Körperverlegung angeflagt. Patienten, der sich einen Finger zerhackt hatte, mit Starbol behandelt, sodaß eine Verbrennung eintrat. Das Gericht Er hatte einen fährliche Wirkung des Karbols nicht vollständig gekannt hat. fam zur Freisprechung, da der Angeklagte wohl die ge Die Ehefrau eines Zugführers zu Gießen hatte inbe­Sprachlehrer Henri Houeix de la Brousse daselbst die zug auf die immer fest verschlossene Wohnung der Eheleute Aeußerung getan: Man metne, es wäre eine Flaschmünzer­bande, da immer alles so fest verschlossen ist. Es wurde Klage wegen Beleidigung erhoben und das Gießener, Schöffen gleichsweise angewendet worden sei, eine beleidigende Absicht gericht fam zur Freisprechung, da die Aeußerung nur ver habe gefehlt. Das Berufungsgericht hob das Urteil auf, indem es in der fraglichen Aeußerung doch eine Gering schäßung der Kläger erblickte und erkannte auf 10 Mark Geldstrafe.

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Literarisches.

Meyers Großes Konversations- Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens, sechste gänzlich neubearbeitete und vermehrt Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Juustrationstafeln( darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbelagen) fowie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mart.( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Von Meyers großem Konversations­Lex fon ist der neunte Band erschienen, der eine große Fülle des Interessanten birgt. Zwar enthält dieser Band, wie dies die Natur einer alphabetischen Anordnung ergibt, feinen Abfassung stets besonderes Interesse erweckt, doch werden größeren monographisch behandelten Staatenartikel, deren wir durch den Reichtum an fleinern Darlegungen reichlich entschädigt, zumal sie einige besonders aktuelle Fragen berühren. So werden allen die beiden Artikel Herero" und unsere Feinde in Südwestafrika genauer zu orientieren. Die " ottentotten" sehr willkommen sein, um sich über Kriegsgeschichte dieser Kolonie ist bis in die jüngste Beit flargelegt, und ein: ausgezeichnete Karte Südwestefritas, mit Büge unserer Truppenführer, über die Wasserstellen und die Kartons von Windhuk und Swakopmund, gibt uns nicht nur über die Lage der Kampfpläge, sondern auch über die Hauptlager der Herero und Hottentotten, die Missions­stationen 2c. ein genaueres Bild. Auch die Karte von " Hinderindien ist für die Kriegslage im Osten von großem Interesse, desgleichen der Artikel, Himalaja" für die Kenntnis der Situation an der indischen Nordgrenze, die bei der tibetanischen Frage eine Rolle spielt. Größere geogra phische Artikel geben die Stichwörter Hessen"," Holstein", teilweise durch Karten veranschaulicht. Ueber die Ent­w delung des Heerwesens belehren die Artikel Heer" und " Infanterte", die Genealogie unsers Kaiserhauses lernen wir aus einer sehr übersichtlichen Beilage bis in die äußersten weige kennen. Sehr interessant für die Kenntnis der innern Entwickelung unsers Landes sind die Artikel ,, Innere Kolonisation"( speziell für die Ostmarkenfrage)," Innere Mission"," Invaliditätsversicherung"," Innungen"," Hilfs­taffen"," Heimat, Sypothet". Wer sich über Hofwefen und Etikettenfragen belehren will, erhält in den Artikeln

" Hof und Hofrangordnung" einen übersichtlichen Bescheid. Eine große Anzahl von Biographten aus Literatur, Kunst und Wissenschaft bietet auch dieser Band. Meister­haft ist die bildliche Darstellung der Hunde, aus der Hand des hervorragenden Tiermalers Sperling und Hühner, Tafeln, wie wir sie so vortrefflich und anschaulich nie zuvor gesehen haben.- Der neunte Band mit seinen 48 Tafeln und 5 Karten ist eine ganz vortreffliche Fortsetzung der schönen Reihe, durch die das Werk immer mehr zu einem Kapital­werk deutschen Fleißes geftempelt wird.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Donnerstag, den 12. Juli. 8eitweise wollig, stellenweise Gewitter, be­sonders in Oberhessen. Anhaltend warm.

( Näheres durch die Gießener Wetterfkarte.

Verantwortlich: sür die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Bieben

Gegründet 1883.

Jean Dern& Co. Giessen

Telephon No. 21.

Inh.: Oskar Gutmann. Westanlage 31.

Kanalisations- Artikel

für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumateriallen für Hoch- und Tiefbau.